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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Mit oder ohne Krawatte?

Autor: Randy (Gast)
Datum: 23.09.2007 10:09

Hallo,

ich werde mich in ein paar Monaten um einen neuen Job bewerben, als
Dipl.Ing. E-Technik nach 4 Jahren im Beruf (bin jetzt 31 Jahre). Als ich
direkt nach der Diplomprüfung bei den Vorstellungsgesprächen war dachte
ich mir: So'n Blödsinn, ich bewerbe mich ja nicht als Consulter oder
CEO, dann brauche ich auch nicht so aussehen. Also Stoffhose, Hemd,
keine Krawatte. Und die Praxis schien mir recht zu geben, nie saßen mir
Personen gegenüber die eine Krawatte dran gehabt hätten, auch bei
Siemens und ähnlichen Läden. Auch nicht z.B. der Abteilungsleiter, der
(bei einem Gespräch) nur kurz reinschaute (wohl weil er an Ende
unterschreiben würde, aber die Entscheidung ansonsten seinem
Gruppenleiter übeließ). Bei den Personalern in den Gesprächen könnte ich
es nicht sagen, die waren alle weiblich. Ich hätte mich also overdressed
gefühlt wenn ich nach den Bekleidungstipps vom VDE o.ä. gegangen wäre.
Jetzt ist das schon eine Weile her, und ich ein paar Jahre älter.
Bewerben werde ich mich aber wieder um eine "schnöde Ing. Stelle", also
nicht Gruppen-, Projektleiter oder sowas.
Ich habe keine Krawattenfobie, will aber das richtige Maß finden beim
Dresscode für die Bewerbung. Und nicht wie ein Schreibtischtäter
rüberkommen der nur Papier produzieren kann, denn meine Stärken liegen
im löten und es im Labor zum-laufen-zu-bringen während andere noch mit
simulieren beschäftigt sind.

Randy
Autor: Gast (Gast)
Datum: 23.09.2007 10:16

Du hast dich doch schon entschieden? Was soll also die Frage. Wie man
sich kleidet, ist keine Frage des persönlichen Geschmacks, sondern der
Etikette. Wenn du deinem Gegenüber keinen Respekt zeigen willst, dann
tue es nicht. Lass einfach die Krawatte weg und bewirb dich in Jeanshose
oder im modischen Lumpenlook.
Autor: Schorsch (Gast)
Datum: 23.09.2007 10:18

>Also Stoffhose, Hemd, keine Krawatte.

So habe ich das auch immer gemacht. Mir war immer wichtig, dass ICH ich
wohlfühle.

Bei Siemens hatte ich mich mal beworben und bereits in der Einladung zum
Vorstellungsgespräch stand, dass Businesskleidung erwartet wird. Schön,
ich ging trotzdem ohne Kravatte hin. Eine Zusage bekam ich nicht, ist
abe auch nicht schlimm.
Autor: michi (Gast)
Datum: 23.09.2007 10:23

am besten du schaust wie sich die firma in der öffentlichkeit
präsentiert.
zieh dich so an, wie die leute zb. auf der homepage der firma angezogen
sind.
Autor: Jorge (Gast)
Datum: 23.09.2007 10:25

Dein Anzug wird beim Löten leiden.
Autor: Axel (Gast)
Datum: 23.09.2007 12:24

Immer mit.

Ausziehen kannst du die immer noch, Hemd hochkrämpeln, Knopf öffnen,
einen Witz über Deinen Anzug machen. Steht Dir alles offen.

Aber Du kannst nicht zurück zum Auto gehen und die Kravatte holen.

Und als Ing. kann es immer mal passieren, dass Du zum Kunden musst und
da angemessen gekleidet sein solltest. Wenn Du das schon im
Bewerbungsgespräch nicht bringst, wird das wohl später auch nichts. Das
wäre zumindest die Erwartung des Personalers.

Ich würde jedenfalls niemanden einstellen, der sich nicht mit Anzug und
Kravatte vorstellt. Das ist so etwa das Mindeste, was ich als Engagement
erwarten würde. Und wenn schon vor der Einstellung das Engagement sich
auf dem Niveau von "Die Zeit, mir eine Kravatte umzubinden ist mir der
Job nicht wert" liegt, wird das wohl später nicht besser werden.

Gruss
Axel
Autor: yalu (Gast)
Datum: 23.09.2007 13:05

Du solltest beim Bewerbungsgespräch mindestens so gut angezogen sein,
wie deine Gesprächspartner von der Firma, denn:

Du stehst bei der Vorstellung im Mittelpunkt, um dich dreht sich
alles. Für dich ist das ein besonderer Tag, da du dich wahrscheinlich
nur einmal (oder zumindest nicht so schnell wieder) bei dieser Firma
bewirbst.

Für deine Gegenüber (Abteilungsleiter, Personaler usw.) hingegen ist
das genz normaler Alltag. Die verarzten u.U. am gleichen Tag noch drei
andere Bewerber und am nächsten Tag noch ein paar. Deswegen können sie
auch etwas legerer auftreten, auch wenn sie das nicht übertreiben
sollten, da sie ja immerhin ihre Firma repräsentieren, die ihrerseits
einen guten Eindruck auf den Bewerber machen will.

Also: Wenn du eine Stufe besser gekleidet bist als deine Gegenüber,
ist vollkommen korrekt (musst ja nicht gerade mit Frack und Zylinder
antanzen). Wenn du aber eine Stufe schlechter dastehst, kommt das
ziemlich komisch.

Ich bin persönlich auch alles andere als ein Krawattenfetischist. Mir
wäre es deswegen auch egal, wie ein Bewerber zu mir käme, wenn ich
Peronaler wäre, solange er einigermaßen gepflegt aussieht.

Aber wenn ich als Bewerber in einem Bewerbungsgespräch, wo nur ein
einziger der Gesprächspartner eine Krawatte trägt, selber ohne da
sitzen würde, würde ich mich nicht besonders gut fühlen.
Autor: Yeah (Gast)
Datum: 23.09.2007 13:41

>Ich würde jedenfalls niemanden einstellen, der sich nicht mit Anzug und
>Kravatte vorstellt. Das ist so etwa das Mindeste, was ich als Engagement
>erwarten würde.

Glücklicherweise sehen das die meißten Personaler anders.

Grundregel: NIE besser angezogen sein, als der Chef, auch nicht beim VG.
Autor: Josef ( Gast ) (Gast)
Datum: 23.09.2007 13:52

Yeah

Woher weiß ich wie der Chef angezogen ist , vielleicht Säkretärin
ausspionieren.


MfG

Josef
Autor: yalu (Gast)
Datum: 23.09.2007 14:10

> Grundregel: NIE besser angezogen sein, als der Chef, auch nicht beim
> VG.

Du solltest vielleicht nicht gerade das Brioni-Schild aus deinem Anzug
heraushängen lassen oder, wenn sich's nicht verstecken lässt, einfach
"C&A" drüberpinseln. Dann klappt das schon, auch wenn der Chef
vielleicht gerade seine lockeren Tag hat und etwas bequemer
daherkommt.
Autor: sega (Gast)
Datum: 23.09.2007 14:12

>Grundregel: NIE besser angezogen sein, als der Chef, auch nicht beim VG

Dem würde ich beipflichten, wobei es der Chef sicher verzeiht, wenn man
im VG besser angezogen ist. Mir ist es mehrfach passiert, daß ich bei
Kundengesprächen besser da sass, als der Chef. Das hat mir sehr
geschadtet, lag aber am Ende doch an ihm, da er einfach underdressed
war: Es kamen Amis und Japaner!

In einem anderen Fall hatte ich mit den Offiziellen von Bosch und Texas
Intruments zu tun. Da war ich bereits in der Firma und hatte so gut wie
nie eine Krawatte an (Hatte auch sonst keiner). Beim ersten Gespräch
hatte ich die Krawatte dabei, habe sie aber ausgezogen, sls die Herren
an der Toreinfahrt waren:

Von denen hat keiner nie und nimmer eine Krawatte gehabt, als er zu uns
kam.

>Und als Ing. kann es immer mal passieren, dass Du zum Kunden musst und
da angemessen gekleidet sein solltest.

Das ist ein anderer Fall!

Ich habe immer ein sehr gepflegte Hose und ein sauberes, farbiges und
modisches Hemd an. Das geht für beide Situationen. Entweder habe ich nur
das Hemd und eine Krawatte, oder nur das HEmd und ein lockeres Sacko,
das auch in Jeans-Umgebungen nicht auffällt.
Autor: Axel (Gast)
Datum: 23.09.2007 14:29

"Glücklicherweise sehen das die meisten Personaler anders."
Woher weisst Du das ?

"Grundregel: NIE besser angezogen sein, als der Chef, auch nicht beim
VG."

DAS ist, wie ich schon schrieb, gar kein Problem. Im Gespräch Kravatte
ausziehen ist kein Problem, im Gespräch Kravatte anziehen geht nicht.
Davon abgesehen hat jeder Chef Verständniss dafür, wenn Du im
Bewerbungsgespräch anständig gekleidet bist. Aber evtl. hat nicht jeder
Verständniss dafür, dass Du es nicht bist. Ich habe jedenfals noch nicht
gehört, dass jemand einen Job wegen einer Kravatte nicht bekommen hat.

"Von denen hat keiner nie und nimmer eine Krawatte gehabt, als er zu uns
kam."

Es gibt da schon einen Unterschied zwischen Kunde und Lieferant.

"Das ist ein anderer Fall!"

Nein, das ist auch eine Bewerbungssituation.

Gruss
Axel
Autor: Yeah (Gast)
Datum: 23.09.2007 15:16

> "Glücklicherweise sehen das die meisten Personaler anders."
> Woher weisst Du das ?

Weil ich gute Kontakte zu Personalabteilungen einiger Firmen habe,
darunter Dienstleister und internationale Großunternehmen.
Autor: Axel (Gast)
Datum: 23.09.2007 17:01

"Weil ich gute Kontakte zu Personalabteilungen einiger Firmen habe,
darunter Dienstleister und internationale Großunternehmen."

Deine vergeblichen Bewerbungsversuche zählen wohl nicht als Referenz :-)

Gruss
Axel
Autor: Yeah (Gast)
Datum: 23.09.2007 17:11

Nö, eigentlich nicht. Ich habe nur drei Bewerbungen geschrieben, wobei
zwei Zusagen kamen.
Autor: Bewunderer (Gast)
Datum: 23.09.2007 17:18

So langsam fass’ ich es nicht. Da haben wir hier ein Forum voller
(angehender) Ingenieure und Techniker, die entweder schon mal Ihre Firma
vor der Pleite gerettet haben und/oder aus einer Rolle Blumendraht jedes
beliebige elektronische Gerät entwickeln können, aber mit der Kleidung
im Bewerbungsgespräch völlig überfordert sind.
Wie schon einige Vorredner bemerkt haben: wenn man nicht explizit
aufgefordert wird, in ungewaschenen Joggingklamotten zu erscheinen, ist
Jackett, Krawatte und Stoffhose ein Muss. Ich bin mit dieser
Vorgehensweise bei meinen nun 15Jahre zurückliegenden
Bewerbungsgesprächen sehr gut gefahren.
In der Schweiz war ich sogar bei einer größeren Firma einmal der einzige
mit Jackett und Krawatte, dieses wurde aber nicht negativ ausgelegt,
zumindest habe ich damals ein Jobangebot bekommen.
Soweit also zu den Latrinenparolen, man dürfe nie besser gekleidet sein
als der Chef.
Hinweis: es gib einen Unterschied zwischen ordentlicher Kleidung und
Snobismus.

Yeah mag andere Erfahrung haben, diese aber als Referenz zu definieren
wäre mir als Jobsuchender zu riskant.
Autor: Yeah (Gast)
Datum: 23.09.2007 17:43

Blödsinn.
Autor: Bewunderer (Gast)
Datum: 23.09.2007 17:58

@Yeah,

"Weil ich gute Kontakte zu Personalabteilungen einiger Firmen habe,
darunter Dienstleister und internationale Großunternehmen."

OK, Du hast recht. Supermänner wie Du können tragen was sie wollen.
Autor: Yeah (Gast)
Datum: 23.09.2007 18:25

Sag ich doch.
Autor: Der Hubert (Gast)
Datum: 23.09.2007 18:49

Beim Bewerbungsgespräch rausputzen und dann nach der Unterschrift in den
gleichen Lumpen rumlaufen, wie der Rest .... ;):D
Autor: Horst Gschwandtner (Gast)
Datum: 23.09.2007 19:32

Ich würde sagen "Scheiß auf die Krawatte".

Ordentlich gekleidet reicht - du bewirbst Dich als DI und nicht als
Türklinkenputzer (=Verkäufer/Vertreter).
Autor: sega (Gast)
Datum: 23.09.2007 20:09

Nochmal: Dem Chef gegenüber overdressed zu sein, ist im VG kein Problem-
wohl aber im täglichen Alltag. Wenn der Kunde erst Dir die Hand gibt und
dann dem Chef, weil Du ihm wichtiger erscheinst, hast Du verloren.

Im VG ist leicht overdressed angesagt!
Autor: Gast (Gast)
Datum: 23.09.2007 20:53

Don't feed the Troll.
Autor: Paul Baumann (Gast)
Datum: 23.09.2007 21:24

Nein. Don´t feed the Krawatte! ;-)
Hoffentlich fühlt sich jetzt keiner auf den Schlips getreten. :-)

Paul
Autor: Gast (Gast)
Datum: 23.09.2007 23:14

Wie wärs mit einer Fliege?
Autor: M. M. (miszou)
Datum: 24.09.2007 00:02

Hi

es wird echt Zeit das dieser Klamotten Blödsinn mal aufhört. Ich glaub
die Unterdrückung hört nie auf. Jeder soll doch tragen was er will ohne
gleich das der Gegenüber mit Psycho Dreck daher kommt. "Der hat keine
Krawatte an, dem ist der Job nicht wichtig", hallo wer hat den so einen
Scheiß jemals in die Welt gesetzt. Auch wenn ich mit einer Jeans zum VG
kommen würde, hab ich immer noch genau so viel Respekt vor dem Gegenüber
wie im Anzug.


Ich gebe die Hoffnung nicht auf das diese Oberflächlichkeiten irgendwann
aussterben.

Ist ja schlimmer wie in der Schule, der hat keine Markenklamotte also
gehört der nicht zu uns. Die Leute die so viel Wert auf Kleidung legen
sind wohl aus dem alter noch nicht raus gekommen.

In meinen Augen gibt es nur einen sinnvollen Dresscode. Bei drehenden
Maschinen eng anliegende Kleidung, falls mit schweren Sachen hantiert
wird Stahlkappen in die Schuhe, beim Schweißen keine kurzärmligen
Klamotten...
alles andere ist ist Privarsache.

Sorry für Offtopic, aber das musste ich mir von der Seele schreiben.


Gruß
MISZOU


P.S.: OK ich gebs ja zu, falls mal ein Unfall passiert kann eine
Krawatte doch sehr nützlich sein, um evtl eine Blutung zu stillen in dem
man etwas abbinden kann, aber sonst...
Autor: Chris (Gast)
Datum: 24.09.2007 00:24

Meine Meinung - mehr braucht man zum Beitrag von M. M. nicht zu sagen
...
Autor: Gast (Gast)
Datum: 24.09.2007 09:27

>Jeder soll doch tragen was er will

Jeder kann doch tragen was er will. Jedoch muss er auch damit rechnen,
dass nicht jeder akzeptiert, was der andere trägt. Wo ist nun das
Problem? Wenn einer aufgrund unpassender Kleidung keinen Job bekommt,
kann er doch mit hoch erhobenen Haupt stolz nach hause gehen "Wenigstens
habe ich getragen, was ich wollte"

So, wie jemand die Freiheit hat, die Kleidung zu wählen, können andere
(Personen, Gesellschaftskreise) eben wählen, ob sie diese Person
akzeptieren oder nicht. Niemand zwingt hier irgendjemanden zu
irgendetwas.
Autor: Daniel (x2) (Gast)
Datum: 24.09.2007 12:40

>Auch wenn ich mit einer Jeans zum VG kommen würde, hab ich immer noch genau >so
viel Respekt vor dem Gegenüber wie im Anzug.

Das mag ja sein aber irgendwelche Regeln müssen doch gelten. Du könntest
beim VG auch KEINEM "Guten Tag" sagen. Selbst dann könntest du
behaupten, du hast den gleichen Respekt wie mit der Begrüßung.

Es ist halt eine Form von Anstand und öffentlicher Zurschaustellung von
Wille. :-)
Autor: M. M. (miszou)
Datum: 24.09.2007 13:17

Hi

Ohne Regeln geht es natürlich nicht. Anzug ist nunmal die Regel, aber
keine Regel oder Form von Anstand. Alte Angewohnheiten (vor allem die
schlechten ;-) ) lassen sich nur sehr schwer verändern.

Mann muss sich halt damit abfinden. Aber mit Anstand, hat es für mich
nichts zu tun. Zu der Zeit als ich mich stofflich kastrieren musste, hab
ich es einfach als Arbeitkleidung hingenommen.
Dewegen hängen die Sachen auch in meinem Kleiderschrank direkt neben dem
alten Blaumann.

Zur der Begrüßung, ich finde das ein etwas schlechtes Beispiel. Man
grüßt doch eh immer weil man jemanden einen schönen/guten Tag wünschen
will.
Und da spielt es für mich keine Rolle, ob da einer im schicken Anzug
vorbei läuft oder jemand in Latzhose...

öffentlicher Zurschaustellung <== genau mehr ist es nicht.


Gruß MISZOU
Autor: Axel (Gast)
Datum: 24.09.2007 15:48

"Anzug ist nunmal die Regel, aber keine Regel oder Form von Anstand."
Eben. Und es hat leider keinen Sinn, hier jemandem zu raten, es einfach
ohne zu probieren.

"Zu der Zeit als ich mich stofflich kastrieren musste, hab ich es
einfach als Arbeitkleidung hingenommen."

Nun, wir reden hier über ein kleines Halstuch. Das für ein paar Stunden
umzubinden mit ein paar anständigen Klamotten ist doch nun wirklich
nicht so schlimm.

Manche tun ja so, als sollten sie mit einer Dornenkette rumlaufen.

Gruss
Axel
Autor: Daniel (Gast)
Datum: 24.09.2007 17:22

vor einem vorstellungsgespräch informiert man sich über die firma, dabei
müsste diese frage eingentlich beantwortet werden...
grundsätzlich würd ich einen teuren anzug mit kravatte bei einer
kleineren firma nicht empfehlen, bei grossfirmen siehts wieder anders
aus...
(bei den 2 vorstellungsgesprächen welche ich bin anhien hatte, hatte ich
das einte mal annzug und kravatte an, das andere mal jeans und
pulover...)
Autor: Olaf (Gast)
Datum: 24.09.2007 21:58

> Nun, wir reden hier über ein kleines Halstuch. Das für ein paar Stunden
> umzubinden mit ein paar anständigen Klamotten ist doch nun wirklich
> nicht so schlimm.

Das Problem ist einfach das weder im Tietze&Schenk noch im Horowitz&Hill
irgendwo steht wie es benutzt wird. :-)

Olaf
Autor: pumpkin (Gast)
Datum: 25.09.2007 07:24

Krawatte? Damit man möglicherweise mit dem BWL-Bewerber um 13Uhr
verwechselt wird? Niemals!
Autor: reflection (Gast)
Datum: 25.09.2007 07:44

Hehe, machts wie ich, ich war jedes Mal im Militärdienst als ich mich
vorstellen ging, da stellt sich die Frage nach dem Anzug gar nicht lol
Hat immer bestens geklappt mit dem grünen Anzug!

Greets
Autor: Jens (Gast)
Datum: 25.09.2007 07:45

In der Firma, bei der solcherlei Oberflächlichkeiten entscheidend sind,
wär ich absolut fehl am Platze. Zum Glück geht der Trend hin in ein
krawattenloses Zeitalter (außer vielleicht bei den Japanern). Das Teil
steht für mich allein für Engstirnigkeit, Zwang und Einengung...
Autor: Olaf (Gast)
Datum: 25.09.2007 18:13

> Zum Glück geht der Trend hin in ein
> krawattenloses Zeitalter (außer vielleicht bei den Japanern).

Noe, auch dort geht der Trend zur Abschaffung weil es im Sommer sehr
heiss ist. Allerdings gibt es dort noch viel zutun.

>> Das Teil steht für mich allein für Engstirnigkeit, Zwang und Einengung...

Ich wuerde da jetzt keine Lebensphilosphie draus machen, aber es ist
einfach ein Zeichen von Dummheit Menschen nach Aeusserlichkeiten zu
beurteilen.

Wisst ihr was ich wirklich schlimm finde? Die Salesdroiden die schon
seit drei Tagen im besten Anzug auf dem Messestand rumstehen um ihr
Zeugs anzupreisen, aber so uebel stinken das einem schwindlich wird weil
sie halt seit drei Tagen denselben Anzug an haben. Da hilf dann nur Luft
anhalten und schnell weitergehen.

Olaf
Autor: Randy (Gast)
Datum: 26.09.2007 10:09

> Nun, wir reden hier über ein kleines Halstuch. Das für ein paar Stunden
> umzubinden mit ein paar anständigen Klamotten ist doch nun wirklich
> nicht so schlimm.

Mir ging es nicht darum dass es für mich so schlimm wäre so ein Teil
anzuziehen, sondern wie man im Bewerbungsgespäch damit rüberkommt, sich
also schon optisch von den typischen Schreibtichtätern abzusetzten.

> Krawatte? Damit man möglicherweise mit dem BWL-Bewerber um 13Uhr
> verwechselt wird? Niemals!

Als Essenz der Diskussion ziehe ich heraus dass ich mit Krawatte
auftauchen werde, falls in der 4ma ein Korintenkaker dabei ist, aber
ansonsten so leger als möglich, damit ich nicht mit dem BWLer von 13Uhr
verwechselt werde.

> Das Problem ist einfach das weder im Tietze&Schenk noch im Horowitz&Hill
> irgendwo steht wie es benutzt wird. :-)

Dazu ist doch das Internet erfunden worden, damit auch die Techniker
rausfinden können wie sowas geht. (Und Krawattenknoten muß ich
tatsächlich nochmal nachlesen... zum Glück schreibe ich hier mit nem
Nick)

Randy
Autor: Stefan Helmert (Gast)
Datum: 29.09.2007 12:49

Hallo,

es ist doch so: Wenn der Bewerber nicht genommen wird, muss doch die
Firma irgend eine Ausrede finde, wieso er nicht genommen wird. Wenn man
ohne Krawatte auftaucht heißt es eben: "Dem ist seine Freiheit sich
anzuziehen wie er will wichtiger als sein Job." Taucht er mit Krawatte
auf, so ist er besser gekleidet als der Chef und ihm wird vorgeworfen
überheblich zu sein. Schließlich müssen doch ein paar
Alibie-Vorstellungsgespräche laufen, dass es nicht so auffällt, wenn
sich der Personalchef dann doch für seine unfähige Verwandtschaft
einstellt.
Autor: Solig (Gast)
Datum: 29.09.2007 14:10

"dann doch für seine unfähige Verwandtschaft einstellt."

Viele werden jetzt sagen, daß kann sich keine Firma erlauben. Ich kann -
zurückglickend auf über 20 Jahre aktive Tätigkeit in unseren Firmen -
aber sagen, daß dem oft so ist! Personalbesetzer melden neue Stellen
IMMER erst den eigenen Leuten, sodaß deren Bewerbungen früher
eintrudeln, ferner werden BW anderer Personen schonmal zur Seite gelegt.

Personalabteilungen machen oft mehr ihr eigenes Spiel in den Firmen.
Autor: Bewerber (Gast)
Datum: 22.07.2008 11:43

Hallo zusammen. Ich habe morgen ein Vorstellungsgespräch und überlege ob
ich eine Krawatte anziehen soll oder nicht. Ich bewerbe mich um eine
Ingenieursstelle. Anzug habe ich. Die Frage ist, ob dann noch ne
Krawatte unbedingt dazugehört. So wie es durchgeklungen ist, kann man
mit Krawatte eigentlich nichts falsch machen oder?

Ev. mache ich mich auch nur ein bischen verrückt grade (blöde
Nervosität) ;))
Autor: Chris D. (myfairtux)
Datum: 22.07.2008 11:59

Ja, ich würde auch Krawatte tragen. Wie jemand weiter oben schrieb:
ausziehen kannst Du sie immer noch.

Natürlich ist es blöd, dass man auf Äußerlichkeiten schaut, aber:

das erste, was man von jemandem sieht, ist nun einmal seine Hülle und
eine erste Einschätzung läuft im Kopf innerhalb von Sekunden
vollautomatisch ab - dagegen kann man sich (leider) nicht wehren.

Mit entsprechend "schlechter" Kleidung hast Du schon auf dem Weg von der
Tür zum Bewerberstuhl einen Negativstempel kassiert - ganz ohne Chance,
das durch innere Werte wettzumachen.

Außerdem finde ich auch, dass man ruhig zeigen sollte, dass das
Bewerbungsgespräch für einen wichtig ist - indem man ihm einen
kleidungsmäßigen Rahmen gibt. Auch das signalisiert dem Gegenüber: mir
ist es ernst - und zwar schon, bevor man etwas gesagt hat.

Kleider machen Leute - zumindest in den ersten 10 Sekunden. Den
Startvorteil würde ich nicht verschenken!

Chris
Autor: Bernd (Gast)
Datum: 22.07.2008 12:02

@Bewerber,

mit Anzug und Krawatte kannst du bei Vorstellungsgespräch und bei
Terminen mit Kunden nicht viel Falsch machen. Außer der Kunde hat dich
zum Tennis- oder Golfspielen eingeladen ;-).

Viel Erfolg,
Bernd
Autor: Bewerber (Gast)
Datum: 22.07.2008 12:09

Hallo Chris und Bernd,

Vielen Dank für die Tipps und Hinweise. Ich denke ich werde die Krawatte
einfach mal anziehen. Nun muss ich nur noch meine Nervosität in den
Griff bekommen. Ihr habt nicht zufällig gute Tipps diesbezüglich :P


Grüße ;-)
Der Bewerber
Autor: Panzer H. (panzer1)
Datum: 22.07.2008 12:13

Trink nen Baldrian ;-)=
Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
Datum: 22.07.2008 12:29

Hallo,

ich denke es kommt immer auch auf die Branche an und für was für ne
Stelle man sich bewirbt und es gibt auch noch andere akzeptable
Kleidung.

Im technischen Umfeld halte ich eine gute Stoffhose, ein dünner
Rollkragen Pulld oder rauch ein offenes Hemd, aber auf jeden Fall mit
gutem Sakko drüber auch für ok. Ach ja, ein paar GUTE Schuhe sind
manchmal mehr wert als eine Krawatte.

Wenn Du Dich bei der Auswahl Deiner Garderobe eher unsicher bist, dann
bist Du mit Anzug, weißem Hemd und einer nicht zu auffälligen Krawatte
sicherlich am besten bedient.

Viele Grüße

Thomas Burkhart
Autor: Vorname Nachname (logout-name)
Datum: 22.07.2008 13:06

Hallo!

Ich möchte noch etwas zu deiner Beruhigung beitragen:
Sei du selbst. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen!
Wenn sie dich so nehmen, dann haben beide gewonnen. Du, weil du dich
nicht verstellen musst und die Firma, weil sie das bekommen was sie am
Vorstellungsgespräch gesehen haben.
Ich habe mich in meiner "Karriere" an vier Orten beworben, vier mal
eingeladen worden und dann vier mal eingestellt. Immer als
Entwicklungsingenieur. Zuletzt bei einem grossen deutschen Autobauer.
Ich bin nie mit Krawatte aufgekreutzt. Beim letzten Gespräch war auch
keiner mit Krawatte. Allerdings hätte die Krawatte auch nicht dazu
geführt, dass ich nicht genommen worden wäre.
Ich mag mich noch erinnern, als ich nach dem Studium mich auf meinen
ersten Job beworben habe. Damals bin ich mit Jeans, T-Shirt und
Turnschuhen gegangen. Die zwei "Gesprächspartner" waren beide im Anzug
mit Krawatte, war trotzdem ein sehr lustiges und unterhaltsames
Gespräch, die haben am Schluss gesagt, sie hätten auch nicht dem
Herausputzenswahn verfallen sollen (so dem Sinn nach). Aber für einen
zukünftigen Vorgesetzten ist es auch nicht lustig, wenn er am
schlechtesten gekleidet ist. Ich arbeitete danach 4 Jahre dort. Ich habe
nie mehr jemanden mit einer Krawatte in der Firma gesehen, auch wenn
Bewerber kamen.

Geht einfach so wie ihr euch wohlfühlt. Wenn es daran scheitert dass man
eine Krawatte trägt oder nicht würde ich der Stelle nicht nachtrauern!
Autor: Master Snowman (snowman)
Datum: 22.07.2008 13:16

na, ich halt das so, dass ich mich bei einem VG ein bisschen besser
kleide als ich später bereit bin zu arbeiten. das ist ehrlich und hat
den vorteil dass sowohl der cheff sieht, wer ich wirklich bin als auch
für mich, dass im falle er mich wegen der kleidung nicht nimmt, es auch
die falsche stelle für mich gewesen wäre.

ich habe mich damals ohne krawatte mit hemd (oberster knopf offen),
stoffhosen und jacked beworben bei einer firma mit >26'000 mitarbeiter
weltweit und habe die stelle schnell bekommen (damals hatte es zu wenig
stellen für El-Ings). heute arbeite ich im sommer mit kurzen hosen und
t-shirt (95% der zeit), ausser wenn besuch kommt dann jeans mit
polo-shirt oder ich zu "kunden" muss (ok, dann natürlich im anzug).
Autor: Bernd (Gast)
Datum: 22.07.2008 13:23

@Bewerber,

das ganze ist ein Geschäft. Sie möchten etwas von dir (sonst hätten Sie
dich nicht eingeladen) und du willst etwas von Ihnen. Überleg dir was du
von der Firma erwartest und was du bereit bist zu geben. Was sie von dir
Erwarten weißt du in etwa, und den Rest werden Sie dir schon sagen. Dann
gilt es sich zu einigen. Du bist nicht das Kanninchen und die Firma ist
nicht der Löwe.

Viel Erfolg,
Bernd
Autor: Peter Nidetzky (Gast)
Datum: 24.07.2008 11:25

Also, auch wenns niemand glauben will, ich hatte in Deutschland
insgesammt 4 Vorstellungsgespräche, meist kleine/mittlere Unternehmen
aber auch bei Atmel in Heilbronn. NIEMALS hatte ich eine Kravatte an!
Ich hatte nicht mal eine auf Reserve in meinem frischgewaschenen BMW. Es
kommt drauf an, wo du hingehst. Bei Siemens, OK da bist du durch ohne
ABER: Stilvoll und markant zu sein lohnt sich meistens und nicht ob man
einen billigen Anzug von der Stange an hat. z.B. ein perfekt sitzendes,
frisch gebügeltes Hemd und ein Jacket und Stoffhose, farben gedeckt:
aber eben keine Kravatte. Ich wurde jedesmal zu einem 2. Gespräch
eingeladen und habe 3 von 4 Zusagen bekommen und tatsächlich dort ein
paar Jahre gearbeitet. Als Entwickler. Für Stellen mit Kundenkontakt:
Strick umbinden!
Autor: oszi40 (Gast)
Datum: 24.07.2008 11:54

...Über Risiken fragen Sie Ihren Briefträger oder ...

Ob Herr Postel eine Anwort dazu hätte ?  :-)
http://www.vaeternotruf.de/gert-postel.htm

Kleider machen Leute, auch Fachleute ?
Autor: Bewerber (Gast)
Datum: 24.07.2008 12:45

Hallo zusammen,

Hab die Stelle :))

Ich habe direkt vor Ort eine Zusage erhalten. Ob ich die Stelle auch
nehme ist allerdings noch nicht klar. Wie auch immer: Ich war der
einzige der einzige im Raum der ne Krawatte an hatte. Fühlte mich auch
ein bischen übertrieben angezogen so mit Anzug und Krawatte. Aber wie
auch immer, es war jedenfalls kein Grund für ne Absage. Und wenn ich
dort anfange zu arbeiten, werde ich normale Klamotten anziehen ;))

Grüße
Der Bewerber
Autor: Mr.Mister (Gast)
Datum: 25.07.2008 18:22

"Mit oder ohne Krawatte? "

Ohne! Ich sehe hier 30 Ingenieure, davon 4 Doktoren aber weit und breit
keine Krawatte.
Autor: Toby (Gast)
Datum: 25.07.2008 18:56

@Mr. Mister,

trefft Ihr euch jeden Morgen zum Vorstellungsgespräch, oder wie ??

Toby
Autor: Snob (Gast)
Datum: 26.07.2008 15:51

Ich gehe nur mit Fliege aus dem Haus..
Autor: Axel (Gast)
Datum: 26.07.2008 18:16

>Bei Siemens, OK da bist du durch ohne [Krawatte]

Auch bei Siemens hat in den Entwicklungsabteilungen keiner mehr eine
Krawatte an. Die meisten haben nicht einmal mehr ein Hemd, sondern
tragen T-Shirt mit Jeans. Nicht wenige kommen da im alten Pulli,
Cordhose und Holzfällerhemd.

Jeans und Schlabberlook ist angesagt. Bin seit Jahten regelmäßig bei
Siemensabteilungen zu Gast, beschäftigt oder von / für sie beauftragt.
Autor: Stuten Andy (Gast)
Datum: 26.07.2008 18:34

Dann haben die wohl keinen Respekt vor dir und halten es auch nicht für
sehr wichtig...wenn bei uns jemand mit Verantwortung vorbeischaut, sind
die Beteiligten immer mit Anzug unterwegs...

Zum Gespräch: Immer mit Krawatte. Sie verursacht keine Schmerzen, sieht
gut aus und kann später wieder abgenommen werden...

Ohne Krawatte hat das ganze was vom Zuhälter...fehlt nur die
Brustbehaarung und ein Goldkettchen.
Autor: Ultimativer Tippgeber (Gast)
Datum: 26.07.2008 21:10

Zu dem Them Krawatte habe ich schon mal was geschrieben und wiederhole
es gern:

Ich arbeite als Projektingenieur und habe alle 3-6 Monate ein neues
Projekt. Dazu muss ich etwa 3-4 Vorstellungsgespräche machen, bzw mache
sie, um genug Auswahl zu haben, wenn man das so nennen darf. Ich hatte
auf diese Weise 30 Bewerbungsgespräche in den letzten 3 Jahren mit
insgesamt 60 direkt beteiligten Leuten. Es handelte sich jeweils um
Projekleiter, Entwickler und teilweise den Gruppen- oder
Abteilungsleiter. Hinzu kommen Leute, die ich geplant im Laufe der
Firmenvorstellung treffe.

Ich schätze die auf rund 100! Ich kann mich nicht errinnern, daß da mal
einer eine Krawatte anhatte. Wenn, dann ist es ein Typ vom Marketing
gewesen, bei dem wir reingeschaut hatten oder es ist der Typ, der mich
dort vorstellte (wenn ich das nicht selber getan habe).

Ferner war ich in den letzten 3 Jahren in mindestens 50 Besprechungen
drin, wo externe Entwickler, Lieferanten oder Entwicklungspartner mit am
Tisch sassen. Um mal die aktuellen aus den letzten Projekten zu nennen:
Es handelte sich um :

Continentale Ingolstadt, Automtive Component Gruppe
Texas Instruments, Analog-AICS, Erlangen Tennenlohe
Altera Europe, Hardcopy ASIC Gruppe
Siemens A/D, ASIC Entwicklung Nürnberg/Fürth
Fraunhofer Erlangen, Algorithmik
Universität Mannheim Lehrstuhl digitaltechnik
Universität München / Infineon ASIC Gruppe

Von diesen ebenfalls geschätzten 50-60 Leuten hatte bestenfalls ein Hand
voll eine Krawatte!

Wer als Elektronikentwickler heute mit Krawatte zum Gespräch auftaucht,
zeigt, daß er noch nie viel Kontakt mit Elektronikabteilungen hatte.

Anzüge und Krawatten tragen bei denen nur die Repräsentanten vor allem
auf Messen.
Autor: Paul Baumann (Gast)
Datum: 26.07.2008 21:37

Wer keine Krawatte trägt, kann sich auch nicht auf den Schlips getreten
fühlen. ;-)

Alte kirgisische Volksweisheit

MfG Paul
Autor: Ultimativer Tippgeber (Gast)
Datum: 26.07.2008 21:39

Weiter oben kann man den Sinn lesen:

Der Vorgesetzte darf in keinem Fall underdressed sein.
Autor: 3369 (Gast)
Datum: 27.07.2008 01:20

Ich pass mein auftreten den Leuten an. Bei einer Uni Spin-off kann ich
mit T-Shirt vorbei gehen, wenn ich weiss, der Ansprechpartner kommt im
handgesponnen Wollenpuli, genuegt ein T Shirt, wenn ich nichts weiss,
mit Kravatte.
Autor: Paul Baumann (Gast)
Datum: 27.07.2008 10:09

Spin off?? Hör auf zu spinnen. ;-)

Paul
(bei den Temperaturen undressed)

Schei.... DENGLISCH!!
Autor: Krawattenhasser (Gast)
Datum: 27.07.2008 11:15

Mit oder ohne Krawatte?

Für Opportunisten ( man will ja i.d.R. die Stelle ) => Mit !!!

Für Alternative ( man bedenke jedoch, bereits Lenin erkannte, dass
Märtyrer die Gesellschaft eher nicht weiterbringen ) => Ohne !!!

Gruss
Autor: Berliner (Gast)
Datum: 28.07.2008 21:16

Man sollte immer das tragen, was man dann auch im Berufsleben trägt. Als
"normaler" Ing. ja wohl eher Jeans und Hemd. Sonst bekommt der Chef am
ersten Arbeitstag gleich nen Schock: "Huch wie sehen Sie denn aus?" ;)
Autor: Harry B. (Gast)
Datum: 28.07.2008 22:44

Sehe ich auch so. Ing und Krawatte schliessen sich aus.
Autor: mr.chip (Gast)
Datum: 28.07.2008 22:52

Das ist ja wirklich mal witzig:
Für die einen scheint es ohne Krawatte nicht zu gehen, andere halten sie
für komplett überflüssig bis unangebracht.

Was jetzt? :-)
Autor: Unwichtiger (Gast)
Datum: 29.07.2008 07:50

Berliner schrieb:

"Man sollte immer das tragen, was man dann auch im Berufsleben trägt.
Als
"normaler" Ing. ja wohl eher Jeans und Hemd. Sonst bekommt der Chef am
ersten Arbeitstag gleich nen Schock: "Huch wie sehen Sie denn aus?" ;)"

Es ging doch um das Vorstellungsgespräch.
Krawatte ist dann wohl zweckmässig. -

Im Berufsalltag wird man wohl zweckmässigerweise ( jedenfalls am Anfang
) das anziehen, was die direkten Kollegen ( im Fall der 2-Mann-Firma der
Chef ) auch tragen.

Oder, geht jemand zu seiner Trauung im Blaumann bzw. Kittelschürze ???
Autor: Berliner (Gast)
Datum: 29.07.2008 17:36

Toller Vergleich.

Ich wollte damit nur sagen, dass man sich im Gespräch so präsentieren
sollte, wie man dann auch täglich gesehen wird.
Ich hab nach fast allen Vorstellungsgesprächen ein Job-Angebot bekommen,
obwohl ich "nur" Jeans, Hemd und Anzugschuhe an hatte.

Muss halt jeder für sich entscheiden, ob er den Chef "blenden" will.
Autor: Unwichtiger (Gast)
Datum: 30.07.2008 19:54

"Ich wollte damit nur sagen, dass man sich im Gespräch so präsentieren
sollte, wie man dann auch täglich gesehen wird."

Wer's so macht, dem wird der Chef ewig dankbar sein, zumal auch er seine
Firma ungeschönt und völlig objektiv präsentieren wird ... !

Leider nicht ganz auszuschliessen, dass der einzige Chef für einen
derartigen Bewerber der "Liebe Gott" sein wird !!!

Gruss
Autor: Gast (Gast)
Datum: 30.07.2008 21:42

>"Ich wollte damit nur sagen, dass man sich im Gespräch so präsentieren
>sollte, wie man dann auch täglich gesehen wird."
>
>Wer's so macht, dem wird der Chef ewig dankbar sein, zumal auch er seine
>Firma ungeschönt und völlig objektiv präsentieren wird ... !
>
>Leider nicht ganz auszuschliessen, dass der einzige Chef für einen
>derartigen Bewerber der "Liebe Gott" sein wird !!!

Ich kapiere nicht, was diese Zeilen ausdrücken sollen.
Autor: mr.chip (Gast)
Datum: 30.07.2008 23:16

> Ich kapiere nicht, was diese Zeilen ausdrücken sollen.

Ich glaube, da will jemand sagen, dass er im Alltag dermassen schlecht
gekleidet ist, dass ihn niemand anstellen würde :-)
Autor: Krawatten sinnvoll? (Gast)
Datum: 07.10.2008 14:46

Hallo!

Bin heute in der Zeitung auf einen Bericht gestoßen indem von einem
krawattenfreien Tag  am 21.10.08 die Rede ist!
Jetzt hab ich ein bisschen zu dem Thema gegoogelt und würde gerne eure
Meinung dazu hören, was haltet ihr davon?
Denkt ihr es ist sinnvoll so einen Tag ins Leben zu rufen?

Es gibt sogar schon eine Website dazu (falls es jemanden interessiert
www.krawattenfrei.at)wo man sich als Befürworter outen kann!
Ich bin kein begeisterter Krawattenträger, deshalb würde mich schon
interessieren ob durch solche Aktionen vielleicht ein Umdenken
stattfindet?

Grüsse
Autor: fast so (Gast)
Datum: 07.10.2008 16:46

Ich halte gar nichts davon. Diewelchen , die im Zug immer mit der
Kravatte unterwegs waren, waren die Banker, und von denen braucht's nun
einen ganzen Satz weniger.
Autor: Sonnenschein (Gast)
Datum: 07.10.2008 23:54

Was sagt ihr denn eurem zukünftigen Chef, wenn er fragt ob ihr
normalerweise in diesem Aufzug (Anzug) arbeiten wollt?
Autor: Skua (Gast)
Datum: 08.10.2008 00:19

Krawatten sind dazu da Selbstverleugnungswillen zu Demonstrieren und
erzeugen bei mir immer Mistrauen.
Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
Datum: 08.10.2008 01:13

So habe ich das auch immer gemacht. Mir war immer wichtig, dass ICH mich
wohlfühle...
Egomanisch oder?
Nuechtern betrachtet geht es aber nicht darum das sich der Kandidat
wohlfuehlt... Dafuer ist ja immer noch der normale Arbeitstag da...

Bei mir in der Firma sind keine Jeanshosen erlaubt... Habe mich aber nie
dran gehalten... bin aber auch nicht aufgestiegen... ;)

Grusse
Autor: Joe (Gast)
Datum: 08.10.2008 21:15

wollt ihr Manager werden? Dann zieht Euch Cordhosen an :D Hab schon 4
Firmen hinter mir und jedesmal hatte der CEO & Co. ne Cordhose an ;-)
ich glaub das ist ne Stufe höher als Krawatte :D
Autor: Wandler (Gast)
Datum: 16.10.2008 22:00

Ja ja, die liebe "Kleiderordnng".
Solange die Klamotten nicht stinken ist (fast) alles o.k..
Nur mag ich keine nackten Männerbeine in Shorts im Sommer sehen.
Ansonsten ist es wie immer im Leben. Der eine mag blonde Frauen, der
andere Brünette.
Früher nur mit Jeans im Büro rumgelaufen, jetzt finde ich Anzüge schön.
Who cares? ICH und nur ICH muss mich wohlfühlen.
Wenn sich jemand im Anzug unwohl fühlt soll er Jeans tragen. Bringt der
Firma ja nichts, Leuten etwas aufzuzwingen die dadurch nicht motiviert
sind, weil sie zu etwas gezwungen werden.
Nur eins gilt: gepflegt sein, nicht stinken! "Weisser Schnee" auf den
Schultern ist auch nicht schön.
Guten Abend
Autor: Pemil (Gast)
Datum: 03.11.2008 09:18

> Mir war immer wichtig, dass ICH ich
> wohlfühle.
So sollte es sein.

> am besten du schaust wie sich die firma
> in der öffentlichkeit präsentiert.
Die Fassade muss nichts mit dem zu tun haben, was dahinter passiert.
Hier wollten (sollten) auch die meisten für die Internet-Portraits
Krawatte tragen. Im "normalen Tagesgeschäft" findet man jedoch gar
keine!

> Ich pass mein auftreten den Leuten an.
Ja genau, immer schön in gebückter Haltung in den Hintern kriechen.

Mal ganz davon abgesehen dass ich nie (freiwillig) einen Job annehmen
würde, bei dem eine Krawatte Pflicht ist, kann ich keinen Personaler
verstehen, der auf so etwas Wert legt. Da gibt es doch genügend andere
Gründe sich für oder gegen jemanden zu entscheiden.

Das man ordentlich und gepflegt zu einem Gespräch geht versteht sich.
Aber was will man mit dem tragen einer Krawatte beweisen?
Autor: Stefan (Gast)
Datum: 03.11.2008 09:38

Seh ich auch so, hatte auch nie eine Krawatte an, ein schickes Hemd mit
passender Hose und Schuhen hat mir immer gereicht. Wenn man dazu eine
gepflegte Erscheinung (Saubere Hände, gewaschene Haare...) hat und sich
noch gut verkaufen kann, dann sollte nichts gegen eine Einstellung
stehen..achja, Pünktlichkeit ist auch noch so ein Punkt.
Autor: Axel (Gast)
Datum: 04.11.2008 13:53

Dann soll man aber auch nicht heulen, wenn andere angeblich völlig
unrealistische Gehaltsangaben von >> 60k/Jahr angeben.

Gruss
Axel
Autor: Mr. X (Gast)
Datum: 05.11.2008 11:48

Ach, wer braucht schon eine Krawatte.
Muskelshirt und Trainingshose reichen doch völlig aus. Ich bin Ingenieur
und arbeite mit dem Kopf. Wie ich dabei aussehe tut doch nix zur Sache
!!!111elf!!1!
Autor: Peter (Gast)
Datum: 10.11.2008 11:58

> Wie man
> sich kleidet, ist keine Frage des persönlichen Geschmacks, sondern der
> Etikette. Wenn du deinem Gegenüber keinen Respekt zeigen willst, dann
> tue es nicht.
Die Krawatte aus Ausdruck von Respekt? LOL!
Autor: Sir Sydom (sirsydom)
Datum: 10.11.2008 12:40

Ich hatte in letzter Zeit einige Vorstellungsgespräche (Absolvent..) und
war immer mit Krawatte unterwegs. Der erste Eindruck ist immer prägend,
und der wird nunmal vom Äußeren bestimmt.

In meinen über 10 Gesprächen hatten die meisten keine Krawatte an, Hemd
ja, aber dann offen, Polunder drüber, oder sogar ein Poloshirt.

Trotzdem sehe ich Krawatte und Jacket für jemanden der > 40k verdienen
will als absolutes MUSS an. Interesse und Respekt sollte man schon
zeigen, und das tut man in dem man Wert auf sein Äußeres legt.

Der Erfolg gibt mir recht, bisher nur Zusagen. Ich schieb das aber nicht
nur auf die Krawatte ;)
Autor: sdf (Gast)
Datum: 10.11.2008 12:52

Das seh ich auch so. Wenn mich die Krawatte meinem Ziel näher bringt,
warum sollte ich sie dann nicht nutzen.

Ich würde das pragmatische sehen, wenn ich mich wo bewerbe.
Autor: Pemil (Gast)
Datum: 10.11.2008 12:58

Ohje. Von mir aus kann sich jeder kleiden wie er möchte, auch
Ars**kriechen ist erlaubt, sofern man selbst damit leben kann.
Aber das...

> Wenn du deinem Gegenüber keinen Respekt zeigen willst,
> dann tue es nicht.

...sorry, dass ist doch schon fast krank.
Autor: mr.chip (Gast)
Datum: 10.11.2008 15:00

> In meinen über 10 Gesprächen hatten die meisten keine Krawatte an, Hemd
> ja, aber dann offen, Polunder drüber, oder sogar ein Poloshirt.

Verlieren jedenfalls kann man mit Kravatte nichts. Vielleicht denkt der
eine oder andere Personaler zwar, er habe einen Blender vor sich - aber
mit entsprechendem Verhalten kann man das ja schnell entkräften. Und
sollte die Kravatte mal wirklich deplaziert sein, so wird einem dies
sicher als kleine Übermotivation verziehen.
Autor: Nikita (Gast)
Datum: 08.01.2009 21:29

Bei mir steht auch die Bewerbungsphase an und die Entwicklungsabteilung
in der ich zur Zeit Diplomarbeit schreibe ist der Meinung mit Krawatte
und Jacket. Selber im Alltag haben sie aber höchstens ein Hemd an.

Ich finde ein schönes langärmliges Hemd, Stoffhose und Lederschuhe
sollten doch gut genug aussehen. Dan spart man wenigstens das Geld für
Jacket und Krawatte.

Unsicher macht mich das aber schon, dass so viele bei einem Entwickler
das Erscheinungsbild eines Verkäufers erwarten. Ich selber empfinde das
für mich als unangebracht, schließlich bin ich Absolvent und habe keine
langjährige Berufserfahrung.

Je nachdem wie ihr euch entschieden habt, ob jetzt mit Krawatte oder
ohne, habt ihr es dann auch so auf dem Bewerbungsfoto getragen?
Autor: Gast T. (Gast)
Datum: 09.01.2009 15:47

Hallo Nikita,

schon in einigen Beiträgen oben wurde es ja erwähnt, dass man mit der
Kleidung auch etwas seinen Willen kund tut ob einem der Job wichtig ist
oder eben nicht. Ob man den Willen allerdings einzig an einer Krawatte
"aufhängen" kann?

Ich trage keine Krawatte und würde es auch in einem Vorstellungsgespräch
nicht machen, es passt einfach nicht zu mir, ich fühle mich dann
verkleidet. Wenn eine Firma wegen fehlender Krawatte mich nicht nimmt
würde ich in diese Firma nicht passen. Ich bin Entwickler kein
Verkäufer.
Das blöde ist, man hat es bei der Bewerbung u.a. auch mit Personaler zu
tun und nicht nur mit Entwicklern. Und es gibt eben Berufsgruppen die
mehr auf Äusserlichkeiten achten. Denoch denke ich dass auch die
Personaler bei einem Gespräch die Inneren Werte sehen.

Wobei ich aber dazu sagen muss, dass ich mit einer ordentlichen
Stoffhose, einem dunklen dezentem Hemd oder einem schwarzen Rolli und
ein Jaket durchaus einigermaßen ansehlich zu einem Vorstellungsgespräch
kommen würde. Soll heißen, ich würde nie zu einem Bewerbungsgespräch in
meinen Alltagsklamotten gehen (Jean & Freizeithemd). Es muss eben zum
eigenen Typ passen, man muss sich wohl fühlen und es ist das pers.
"Highend" in Sachen Bekleidung. Das ist meine art meinen Willen
auszudrücken - verkleiden gehört meiner Meinung nach nicht in die
Kategorie "Respekt".

Ich denke es ist auch eine Sache der Ehrlichkeit sich nicht zu so weit
zu "verkleiden" dass man sich nicht mehr wohl fühlt. Wer mich so nicht
akzeptiert, will mich nicht wirklich, sondern will, dass ich ihm etwas
vorspiele.

Grüße T.
Autor: Take it easy (Gast)
Datum: 09.01.2009 16:50

Das hängt davon ab, ob sich der Job geldmäßig oder sonstwie lohnt.
Wenn das nicht der Fall ist und Du damit leben kannst nicht eingestellt
zu werden, mußt Du Dich auch nicht jeglicher Zwangskonvention der BWLer
beugen.
Autor: Alf (Gast)
Datum: 09.01.2009 20:14

Ich habe bisher beim Vorstellungsgespräch immer eine Krawatte getragen.
Gern habe ich das nicht gemacht. Ich sehe das als Höflichkeit und
Ehrerweisung dem potentiellen Arbeitgeber gegenüber. Man macht sich
chick, weil der andere etwas besonderes ist.

Es gibt meiner Meinung nach 2 Typen bei denen, die darauf verzichten:
Die ahnungslosen Naiven, die sich keine Gedanken darüber machen und
nicht wissen, dass man eigentlich eine anzieht. Auf der anderen Seite
gibt es die Selbstbewussten, die bewusst darauf verzichten.
Autor: Berliner (Gast)
Datum: 10.01.2009 00:58

Ich zähle wohl zur zweiten Sorte ;)

Der Arbeitgeber bei dem ich arbeiten will, achtet beim
Vorstellungsgespräch nicht darauf ob ich eine Krawatte trage...man muss
sich auch ohne Krawatte gut darstellen können, ist meine Meinung :)
Autor: Nuker (Gast)
Datum: 10.01.2009 16:26

Als Ingenieur macht man mit Krawatte nichts falsch, selbst wenn der Chef
keine trägt.

Underdressed (im vgl zum Chef) ist dagegen ein Risiko.
Autor: Oliver N. (neufranke)
Datum: 11.01.2009 04:06

>Underdressed (im vgl zum Chef) ist dagegen ein Risiko.

Underdressed??? Ich sage "overdressed" - gerade im Vergleich zum Chef,
ist ein grosser Fehler, wie ich mehrfach beobachten konnte und musste.

EIN GROSSER FEHLER!

Mein Problem: Ich kleide mich schon seit meiner Schulzeit mit modischen
Hemden und guten Hosen, trage öfters auch eine bunte Krawatte und sehe
halt modern und modisch aus. Warum soll ich dies ausgerechnet im Beruf
nicht tun, wenn ich auch in der Freizeit so rumlaufe und sich Frauen
z.T. extra frisieren und schminken, nur um zum Bäcker zu gehen.

Nur weil viele Ingenieure aussehen, wie die Waldschrate und in den
letzten Lumpen herumlaufen, muss ich das nicht auch tun.
Autor: Sabine (Gast)
Datum: 11.01.2009 18:09

> und sich Frauen
> z.T. extra frisieren und schminken, nur um zum Bäcker zu gehen.

Wenn Frauen das machen, sind sie notgeil. Normal ist das nicht. Das
passiert höchstens während der Zeit des Eisprungs.
Autor: MasterIng (Gast)
Datum: 13.01.2010 09:36

Hi,

habe morgen ein VG für ne Stelle als Senior-SW-Entwicklungsing. bei nem
Siemens-Standortleiter (> 3000 Mitarbeiter) und überlege auch stark, ob
mit oder ohne Krawatte (Anzug aber obligatorisch). Denke aber, dass ich
mich FÜR die Krawatte entscheide (ist auch ein hohes Tier,oder?).

Wünscht mir Glück ;-)
Autor: Marco G. (marcoger)
Datum: 13.01.2010 09:45

Ich wollte eigentlich auch ohne Krawatte gehen aber mir wurde geraten
eine zu tragen, da es ein modisches Accessoieres sei. Eine Krawatte hat
wohl nix mehr mit Overdressed zu tun. Hat auch anscheinend nicht
geschadet.
Autor: Rudi Rüssel (Gast)
Datum: 13.01.2010 11:39

ein freund von mir hat letztens den job gewechselt.
er war mit jeans und lausigem hemd unterwegs beim VG(eigene aussage).
sein chef sagte ihm neulich, dass falls er in anzug und krawatte
gekommen wäre, er diesen job niemals bekommen hätte.

was soll man dazu sagen?
ich finde so eine aussage und einstellung ziemlich daneben, denn wie
soll man sich als bewerber bitteschön verhalten?
sollte man jede firma vorher kurz anrufen und nachfragen ob die kleidung
ein KO-kriterium ist bzw. ob man nun mit krawatte erscheinen soll oder
nicht?
so ein schwachsinn sollte auf keinen fall überhand nehmen.
eine basisregelung wäre doch das mindeste, damit die bewerber nicht
durch das tragen eines anzugs schon ausscheiden!

bei solchen "entscheidern" wie diesem "chef" kommt mir das kotzen.
Autor: Peter Stegemann (pst)
Datum: 13.01.2010 12:52

Rudi Rüssel schrieb:

> so ein schwachsinn sollte auf keinen fall überhand nehmen.
> eine basisregelung wäre doch das mindeste, damit die bewerber nicht
> durch das tragen eines anzugs schon ausscheiden!

Stimmt. Es muss endlich ein Bewerbungsgespraechsbekleidungsgesetz her.
Autor: Gast9 (Gast)
Datum: 13.01.2010 13:28

"dass falls er in anzug und krawatte
gekommen wäre, er diesen job niemals bekommen hätte."

Gab's da auch eine Begründung dazu, oder war das nur so eine Laune des
AG? Der AG muss schon eine seltsame Einstellung haben, wenn er Leute nur
deshalb, weil sie in angemessener Kleidung zum Vorstellungsgespräch
erscheinen, kategorisch aussortiert.

Also für ein Bewerbungsgespräch ist auf jeden Fall dunkles Jacket mit
passender Hose (keine Jeans!) oder Anzug angemessen. Ich persönlich
würde inzwischen auch eine Krawatte tragen. Der von Dir genannte Fall
ist sehr selten. Von Akademikern darf ein ordentliches Auftreten
erwartet werden. Dazu gehören z.B. auch ein "Mindeststandard" der
Körper- und Mundhygiene sowie eine ordentliche Frisur.
Autor: Modefreak (Gast)
Datum: 13.01.2010 13:34

Hallo.

Ich finde das Erscheinungsbild vieler Ingenieure gräßlich. Ich bin
selber Ingenieur und lege SEHR viel Wert auf stylisches Äußeres. Ich
meine hier nicht das nachrennen von akuellen Trends. Es geht eher darum
passende (nicht zu groß und nicht zu klein) Kleidung zu tragen, die auch
farblich aufeinander abgestimmt ist.

Wenn ich sehe wie Kollegen (auch Führungskräfte) mit viel zu großen
Jackets rumlaufen kann ich nur den Kopf schütteln. Auch sehr beliebt
sind Motivkrawatten, dabei gibt es so tolle Krawatten. Wenn ich mir die
Schuhe von manchen angucke kann man auch nur verzweifeln. Anstatt sich
mal vernünftig rahmengenähte Oxfordschuhe zu kaufen wird ein
Plastikschuh von Deichmann gekauft.

Viele Ingenieure (Männer) haben einfach garkein Gefühl für Mode. Dieses
Forum ist der lebende Beweis dafür. Kleidung sollte nicht nur mMn nicht
nur praktisch sein sondern auch gut aussehen. Andere Nationen haben das
wesentlich mehr Feingefühl (Italienische Männer z.B.).

Meiner Meinung nach ist es nie falsch ein gutgschnittenen Anzug mit
Krawatte zu tragen. Es zeigt auch das man schon in der Lage ist sich
vernünftig zu kleiden.

Gruß
Autor: Bernd Wiebus (berndwiebus)
Datum: 13.01.2010 13:46

Hallo Rudi.

> ein freund von mir hat letztens den job gewechselt.
> er war mit jeans und lausigem hemd unterwegs beim VG(eigene aussage).
> sein chef sagte ihm neulich, dass falls er in anzug und krawatte
> gekommen wäre, er diesen job niemals bekommen hätte.
>

Das kenne ich. :-)

> was soll man dazu sagen?
> ich finde so eine aussage und einstellung ziemlich daneben, denn wie
> soll man sich als bewerber bitteschön verhalten?

Das ist eben ein übles Kommunikationsproblem.

Wenn die Firma einen Vollnerd oder eine Laborratte sucht, und es kommt
jemand in piekfeinem Zwirn, dann dann entspricht er eben nicht dem Bild
eines Vollnerds oder einer Laborratte. Cheffs müssen aus Zeitgründen in
extrem engen Kategorien denken. Wenn nun etwas nicht in die Kategorie
passt, nicht groß drüber nachdenken, weg damit.

Management by Kölsch "Kenn mer nit, wolln mer nit, foot damit."

Es sollte also irgendwie schon genauer in der Stellenbeschreibung
stehen, wie man sich den idealen Bewerber vorstellt. Ich habe aber noch
nie explizit gelesen: "....wir suchen einen Nerd, der...."
Personalbearbeiter können sich eben sehr schlecht in Nerds hineindenken
und passende Stellenanzeigen formulieren.

> sollte man jede firma vorher kurz anrufen und nachfragen ob die kleidung
> ein KO-kriterium ist bzw. ob man nun mit krawatte erscheinen soll oder
> nicht?

Im Prinzip ja, aber.....

1) Laufen sie damit ja Gefahr, das sich jemand genau auf diese Situation
einstellt, und sie auf den besten Schauspieler hereinfallen.....sie
wollen also die leute so "entsprechend ihrer Persönlichkeit" wie
Möglich. Darum machen sie nicht gerne eine feste Aussage.

2) weiss derjenige am Telephon nix von der tieferen intention, und gibt
seine persönliche, als absolut empfundene, Vorstellung wieder. Je nach
Person eben "ist schnuppe" bis "nur im Anzug".

> so ein schwachsinn sollte auf keinen fall überhand nehmen.
> eine basisregelung wäre doch das mindeste, damit die bewerber nicht
> durch das tragen eines anzugs schon ausscheiden!

Es gibt eben kein sinnvolles Kriterium. Sie wollen auf die Tour eben
auch Leute ausschliessen, die nicht zum Job passen. Und ein Job, wo ich
im Anzug rumlaufen müsste, wäre auf Dauer nichts für mich.
Klar, wenn mir das Wasser bis zum Hals steht, würde ich auch versuchen,
zu schauspielern, aber gerade das will die Firma ja nicht, weil
Schauspielern verdammt anstrengend ist, und letztlich der
Arbeitsleistung abträglich ist. Ok, Vertrieb ist da wohl eine
Ausnahme....


> bei solchen "entscheidern" wie diesem "chef" kommt mir das kotzen.

Nöö. Nicht weil ich das toll finde, sondern weil ich mir keine bessere
Alternative vorstellen kann.

Das Problem ist übrigens im Ruhrgebiet am kleinsten......in Berlin musst
Du vermutlich auch als Aushilfspommesbräter auf dem Kietz Dein
Vorstellungsgespräch im Anzug machen und in Bayern wirds ohne
Trachtenanzug mit Gamsbart nix, mal abgesehen davon, das Dich der
falsche Dialekt eh disqualifiziert.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Depression.
Jeder echte Wettbewerb ist ruinös. Darum beruht jede funktionierende
Wirtschaft auf Schiebung.
Autor: MaWin (Gast)
Datum: 13.01.2010 14:11

> akuellen Trends

Bei Anzug und Krawatte ?

Das ist doch gerade der Trick von diesen Uniformen.
Es gibt keine wirklichen Trends, keine Mode,
die Klamotten sind seit 100 Jahren praktisch unverändert,
sie sind uniform damit sich die Leute nicht voneinander
unterschieden. Denn wer nicht auffällt, fällt wenigstens
nicht unangenehm auf, meint er.
Autor: Gast9 (Gast)
Datum: 13.01.2010 14:16

"Und ein Job, wo ich im Anzug rumlaufen müsste, wäre auf Dauer nichts
für mich."

Dir ist der Unterschied zwischen Vorstellungsgespräch und Arbeitsalltag
aber schon klar?
Autor: Modefreak (Gast)
Datum: 13.01.2010 14:17

@MaWin

Auch bei Anzügen gibt verschiedene Stile. Anzüge unterscheiden sich
wesentlich im Schnitt (1-Reiher 2-Reiher, 2-Knopf, 3-Knopf, tailliert,
nicht tailliert hohes Revers, ....) und auch in der Stoffqualität.
Italienische Anzüge haben ein ganz anderen Schnitt als englische.

Anzug ist nicht Anzug. Ich würde nie einen Anzug bei C&A oder H&M oder
Karstadt kaufen. Ich kaufe meine Anzüge bei einem sehr guten
Herrenaustatter der die Anzüge dann auchz konektioniert.

Dazu kommt außerdem wie man die Accessoires kombiniert. Braune Schuhe,
Schwarze Schuhe + passender Gürtel, Einstecktuch, usw...
Autor: Gast9 (Gast)
Datum: 13.01.2010 14:18

"Meiner Meinung nach ist es nie falsch ein gutgschnittenen Anzug mit
Krawatte zu tragen. Es zeigt auch das man schon in der Lage ist sich
vernünftig zu kleiden."

ACK!
Autor: Sense (Gast)
Datum: 13.01.2010 14:22

Rudi Rüssel schrieb:
> er war mit jeans und lausigem hemd unterwegs beim VG(eigene aussage).
> sein chef sagte ihm neulich, dass falls er in anzug und krawatte
> gekommen wäre, er diesen job niemals bekommen hätte.
> was soll man dazu sagen?

Der AG/die Abteilung gehört also zu den "Krawattenlosen" :-)
Zwei Möglichkeiten sehe ich:

(1) Der Bewerber trägt immer Anzug und Krawatte --> paßt nicht zu den
vorhandenen Kollegen

(2) Der Bewerber trägt nur zum VG Anzug und Krawatte, weil er meint
(oder ihm gesagt wurde), das müsse so sein --> mangelndes
Selbstbewußtsein und/oder Poser --> will niemand

Wo ist das Problem ? Ich kenne kaum eine Entwicklungsabteilung, wo die
Insassen NICHT aussehen, als wären sie nur auf der Durchreise zum
nächsten Baggersee/Skihügel. Das ist normal, da ist effizient, und es
schafft eine angenehme, relaxte und damit kreativitätsfördernde
Atmosphäre.
Autor: Gast9 (Gast)
Datum: 13.01.2010 14:27

"Anzug ist nicht Anzug. Ich würde nie einen Anzug bei C&A oder H&M oder
Karstadt kaufen. Ich kaufe meine Anzüge bei einem sehr guten
Herrenaustatter der die Anzüge dann auchz konektioniert."

In meinem früheren Leben ;-) habe ich meine Anzüge immer bei C&A oder
Kaufhof gekauft. Vor einem Jahr habe ich mir dann einen schlichten,
dunklen Anzug beim Herrenausstatter gekauft. Seitdem weiß ich, woher der
kleine Preisunterschied kommt. Top Service, bei dem sich ein Mitarbeiter
wirklich darum bemüht, einen optimal passenden Anzug zu finden. Dann kam
noch die hauseigene Schneiderin, die die notwendigen Änderungen markiert
hat.
Das Ergebnis ist ein perfekt passender Anzug, der zu den meisten
Gelegenheiten passt.
Und ja, irgend wie fühle ich mich in Anzug mit Krawatte nicht unwohl.
Ich verstehe nicht ganz, woher die massive Ablehnung vieler Männer
kommt. Mit passenden Schuhen (sehr wichtig!), ordentlicher Frisur,
passendem Hemd mit passender Krawatte, wirkt man doch sehr viel
professioneller. Das müsste doch auch dem schlimmsten Anzugsmuffel vor
dem Spiegel auffallen.

Aber gerade unter den Ingenieuren gibt es durchaus eine große Zahl, die
irgendwo ein Problem mit schöner, gepflegter Kleidung haben. Warum auch
immer.

Und dieses öde Gelaber von wegen Uniformität, mangelnder Kreativität
etc. geht mir so langsam auf den Keks. Nur weil mir ein ansprechendes
Äußeres wichtig ist, heißt das noch lange nicht, dass ich meine
Individualität aufgegeben habe.
Autor: Gast9 (Gast)
Datum: 13.01.2010 14:32

"(2) Der Bewerber trägt nur zum VG Anzug und Krawatte, weil er meint
(oder ihm gesagt wurde), das müsse so sein --> mangelndes
Selbstbewußtsein und/oder Poser --> will niemand"

Schade, dass in das Tragen angemessener Kleidung so oft Unsinn
hineininterpretiert wird. Für mich zeugt es von Respekt, wenn ich bei
einem so wichtigen Termin wie einem Vorstellungsgespräch in gepflegter
Kleidung erscheine. Das Tragen entsprechender Kleidung zu bestimmten
Anlässen hat auch etwas mit Sozialverhalten zu tun. Ich habe hier in .de
z.B. noch nie erlebt, dass auf einer Beerdigung jemand im Hawaihemd
erschienen ist.


"Das ist normal, da ist effizient, und es"

Warum ist es effizient, in unpassender Kleidung herumzulaufen?

"schafft eine angenehme, relaxte und damit kreativitätsfördernde
Atmosphäre."

Warum schafft unpassende Kleidung eine kreativitätsfördernde Atmosphäre?
Autor: MaWin (Gast)
Datum: 13.01.2010 14:33

> wesentlich

sind die Unterschiede nicht. Laß mich also deine Beitrag korrigeren:

Auch bei Anzügen gibt verschiedene Stile. Anzüge unterscheiden sich
minimal im Schnitt (1-Reiher 2-Reiher, 2-Knopf, 3-Knopf, tailliert,
nicht tailliert hohes Revers, ....) und auch in der Stoffqualität.
Italienische Anzüge haben einen leicht anderen Schnitt als englische.

Anzug ist nicht Anzug. Ich würde nie einen Anzug bei C&A oder H&M oder
Karstadt kaufen. Ich kaufe meine Anzüge bei einem sehr guten
Herrenaustatter der die Anzüge dann auchz konektioniert.  Der passt dann
zwar mangels falscher weil nicht dehnbarer und dem Körper mitgehender
Materialwahl für Kleidung auch nicht, aber ich kann immer behaupten daß
er zumindest teuer war.

Mangelnde Unterschiede der Hauptbekleidung lassen so unwesentliches
wichtig werden wie: Braune Schuhe, Schwarze Schuhe + passender Gürtel,
Einstecktuch, usw...

Sorry, wer Anzug trägt, ist so was von unmodern, sondern
stockkonservativ, da tut es nicht mal das weisse Jackett oder Lagerfelds
Handschuhtick, obwohl beides natürlich schon den Mut eines Anzugträgers
übersteigen würde, man würde ja plötzlich auffallen. Nichts tut der
Anzugträger weniger gern.
Autor: Sense (Gast)
Datum: 13.01.2010 14:40

Gast9 schrieb:
> "Meiner Meinung nach ist es nie falsch ein gutgschnittenen Anzug mit
> Krawatte zu tragen. Es zeigt auch das man schon in der Lage ist sich
> vernünftig zu kleiden."

Was ist "vernünftige Kleidung" ?

Vernünftige Gründe bei der Auswahl von Kleidung sind meiner Einschätzung
nach
- der Bedeckung von Blöße (Schamgefühl)
- der Abwehr von Kälte/Hitze/Regen/sonstigen Widrigkeiten

Für Performancekünstler oder balzende Mitmenschen lasse ich Ausnahmen
gelten.
Autor: Rudi Rüssel (Gast)
Datum: 13.01.2010 14:40

Modefreak schrieb:
> Ich finde das Erscheinungsbild vieler Ingenieure gräßlich. Ich bin
> selber Ingenieur und lege SEHR viel Wert auf stylisches Äußeres. Ich
> meine hier nicht das nachrennen von akuellen Trends. Es geht eher darum
> passende (nicht zu groß und nicht zu klein) Kleidung zu tragen, die auch
> farblich aufeinander abgestimmt ist.
>
> Wenn ich sehe wie Kollegen (auch Führungskräfte) mit viel zu großen
> Jackets rumlaufen kann ich nur den Kopf schütteln. Auch sehr beliebt
> sind Motivkrawatten, dabei gibt es so tolle Krawatten. Wenn ich mir die
> Schuhe von manchen angucke kann man auch nur verzweifeln. Anstatt sich
> mal vernünftig rahmengenähte Oxfordschuhe zu kaufen wird ein
> Plastikschuh von Deichmann gekauft.
>
> Viele Ingenieure (Männer) haben einfach garkein Gefühl für Mode. Dieses
> Forum ist der lebende Beweis dafür. Kleidung sollte nicht nur mMn nicht
> nur praktisch sein sondern auch gut aussehen. Andere Nationen haben das
> wesentlich mehr Feingefühl (Italienische Männer z.B.).
>
> Meiner Meinung nach ist es nie falsch ein gutgschnittenen Anzug mit
> Krawatte zu tragen. Es zeigt auch das man schon in der Lage ist sich
> vernünftig zu kleiden.

Ich finde die Fachkompetenz vieler Mode-Heinis-Ingenieure gräßlich. Ich
bin selber Ingenieur und lege SEHR viel Wert auf fachliche Kompetenz.
Ich meine hier nicht das PowerPoint-Präsentieren. Es geht eher darum
seine Fachkompetenz sachlich vorzutragen, die auch andere leicht
nachvollziehen können.

Wenn ich sehe wie Kollegen (auch Führungskräfte) mit absolut 0-Plan
rumlaufen kann ich nur den Kopf schütteln. Auch sehr beliebt sind
Dampfpflauderer, dabei gibt es so tolle Bücher wo man sich reinlesen
könnte. Wenn ich mir die Dummheit von manchen angucke kann man auch nur
verzweifeln. Anstatt sich mal nicht nur Gel ins Haar zu schmieren und
Affen-Lack-Oxford-Schuhe zu tragen, könnte man fachlich den Betrieb auf
Vordermann bringen. Viele Ingenieure (Männer) haben einfach garkein
Gefühl für Weiterbildung. Dieses Forum ist der lebende Beweis dafür.
Weiterbildung sollte nicht nur mMn nicht nur darin bestehen, dass man
3Std Morgens versucht eine farblich abgestimmte Kleidung zu tragen um
damit seinem Vorgesetzten in den Arsch zu kriechen.
Meiner Meinung nach ist es nie falsch ein gutgschnittenen Anzug gegen
Fachwissen einzutauschen. Es zeigt auch das man schon in der Lage ist
wenigstens 1+1=2 zustande zu bringen.

SCNR
Autor: Modefreak (Gast)
Datum: 13.01.2010 14:44

@Gast9
Stimme Dir voll und ganz zu.

@MaWin
Du hast keine Ahnung von Mode.

"Mangelnde Unterschiede der Hauptbekleidung lassen so unwesentliches
wichtig werden wie: Braune Schuhe, Schwarze Schuhe + passender Gürtel,
Einstecktuch, usw..."

Das liegt daran weil Du nicht darauf achtest. Würde Dich Mode wirklich
interessieren würde Dir sowas auffallen. Gerade diese Kleinigkeiten
machen es oft auf, ob der Stil perfekt ist oder nicht (z.B. Gürtel immer
in der Farbe der Schuhe -> passende Uhr, ...)

"Sorry, wer Anzug trägt, ist so was von unmodern, sondern
stockkonservativ,"

Was hat Stil mit konservativ zu tun. Um Deiner Defintion zu entsprechen
bin ich lieber konservativ, dafür aber verdammt gut gekleidet.
Autor: Rudi Rüssel (Gast)
Datum: 13.01.2010 14:45

Gast9 schrieb:
>> "dass falls er in anzug und krawatte
>> gekommen wäre, er diesen job niemals bekommen hätte."
>
> Gab's da auch eine Begründung dazu, oder war das nur so eine Laune des
> AG?

begründung war, dass er nicht ins team gepasst hätte, also dass die
anderen wohl auch alle ohne anzug gekommen wären.
aber woher soll das ein bewerber wissen, wenn er nicht gerade ein paar
der kollegen schon kennt?
Autor: Rudi Rüssel (Gast)
Datum: 13.01.2010 14:47

Modefreak schrieb:
> Was hat Stil mit konservativ zu tun. Um Deiner Defintion zu entsprechen
> bin ich lieber konservativ, dafür aber verdammt gut gekleidet.

definier mal "gut" :-)
ist genauso sinnfrei wie sich über musik zu streiten.
Autor: Bernd Wiebus (berndwiebus)
Datum: 13.01.2010 14:47

Hallo Gast9:

> Dir ist der Unterschied zwischen Vorstellungsgespräch und Arbeitsalltag
> aber schon klar?

Ja. :-)

Und ein mir bekannter Personalchef sagt: "Man erkennt Leute, die in
Führungspositionen drängen, am eleganten Anzug. Führungspositionen
liegen Dir nicht, also lass den Anzug weg." Meine Erfahrung gibt seiner
Aussage recht. Es mag aber viele Personalchefs geben, denen Leute, die
keine Führungsposition anstreben, suspekt sind. Oft genug zu recht.....

Das allerallerdümste was ich machen kann, ist, zu versuchen, eine
Persönlichkeit vorzustellen, die ich nicht bin. Und selbst wenn das
anfänglich klappen sollte, werden die Probleme anschliessend um so
schlimmer.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Depression.
Jeder echte Wettbewerb ist ruinös. Darum beruht jede funktionierende
Wirtschaft auf Schiebung.
Autor: Sense (Gast)
Datum: 13.01.2010 14:54

> Für mich zeugt es von Respekt, wenn ich bei
> einem so wichtigen Termin wie einem Vorstellungsgespräch in gepflegter
> Kleidung erscheine.

Die Alternative zum Anzug ist NICHT notwendigerweise eine abgewetzte
Cordhose und ein beige-kariertes Hemd.

> Das Tragen entsprechender Kleidung zu bestimmten
> Anlässen hat auch etwas mit Sozialverhalten zu tun. Ich habe hier in .de
> z.B. noch nie erlebt, dass auf einer Beerdigung jemand im Hawaihemd
> erschienen ist.

Wie wäre es denn mit schwarzen Jeans, schwarzem T-Shirt, schwarzen
Turnschuhen, jeweils in einer gewaschenen, gebügelten, nicht abgewetzen
Variante ? Das von Dir angesprochene Sozialverhalten hat (außer offenbar
für Dich) mit einem Anzug nichts zu tun.

> Warum schafft unpassende Kleidung eine kreativitätsfördernde Atmosphäre?

Dein Anzug ist in der Entwicklung unpassend, weil er Dir keinerlei
Vorteil bringt. Du investierst Zeit und Geld in eine Show, die für Deine
Arbeit nicht von Belang ist. Du hast Hemmungen, Dich bei einem
überfüllten Meeting auf dem Boden zu lümmen. Wenn Du Dich mit Kaffee
bekleckerst, stehst Du danach zehn Minuten fluchend vor dem Waschbecken.
Du geht mittags zur Reinigung, statt mit Deinen Kollegen zum Essen. Du
bist sauer, weil die Kollegen für Dich die Einrichtung einer
Mädchentoilette fordern. Und 1000+ andere Gründe.
Autor: MaWin (Gast)
Datum: 13.01.2010 14:59

> Du hast keine Ahnung von Mode.

Das war doch die Geschmacksverirrung,
die im nächsten Jahr schon "out" ist,
und nach 10 Jahren als oberpeinliche
Verhaltensauffälligkeit gilt
"Plateauschuhe und Tapetenmusterhosen
der 70er Jahre".

Ich bin ein Freund authentischer Kleidung,
falls dir das was sagt, und wenn der Chef als
wahrer Motorradfreak in der Lederkombi kommt,
ist mir das sehr lieb, aber Hauptsache
praktisch.

Es gibt einige sehr wenige, die auch im Anzug
authentisch sind.
Autor: Gast5 (Gast)
Datum: 13.01.2010 15:07

> Warum schafft unpassende Kleidung eine kreativitätsfördernde Atmosphäre?

"Dein Anzug ist in der Entwicklung unpassend, weil er Dir keinerlei
Vorteil bringt."

Darf in der Entwicklung nur Kleidung getragen werden, die "Vorteile"
bringt?


"Du investierst Zeit und Geld in eine Show, die für Deine
Arbeit nicht von Belang ist."

Zeit? Wann?

"Du hast Hemmungen, Dich bei einem
überfüllten Meeting auf dem Boden zu lümmen."

Unfug.

"Wenn Du Dich mit Kaffee bekleckerst, stehst Du danach zehn Minuten
fluchend vor dem Waschbecken."

Wenn ich nicht gerade einen Blaumann trage, würde ich mich über eine
Tasse Kaffee auf meiner Oberbekleidung immer ärgern. Du nicht?

"Du geht mittags zur Reinigung, statt mit Deinen Kollegen zum Essen."

Nochmal Unfug.


"Du bist sauer, weil die Kollegen für Dich die Einrichtung einer
Mädchentoilette fordern."

ACK! ;-)


"Und 1000+ andere Gründe."

Schon klar...
Autor: Modefreak (Gast)
Datum: 13.01.2010 15:14

@Gast5
Ich glaube die Diskussion hier kann man sich sparen. Du siehst ja wie
hier diskutiert wird.
Autor: Sense (Gast)
Datum: 13.01.2010 15:29

Gast5 schrieb:
> würde ich mich über eine Tasse Kaffee auf meiner Oberbekleidung
> immer ärgern. Du nicht?

Nein, denn mein schwarzes T-Shirt kann ich selbst waschen und trocknen,
was ich darüber hinaus nach 16h Tragzeit sowieso täte, außerdem
verkündet es meine Unfähigkeit, unfallfrei Kaffee zu trinken, nur bei
äußerst intimen Gesprächen.

Da siehst Du zumindest mit Deinem Sakko und Deinem Schlips alt aus.
Autor: Bernd Wiebus (berndwiebus)
Datum: 13.01.2010 15:38

Hallo Modefreak.

> @Gast5
> Ich glaube die Diskussion hier kann man sich sparen. Du siehst ja wie
> hier diskutiert wird.

lach Ein "Modefreak" ist auch nur eine Sonderform von Nerd, wenn auch
sozial aktzeptierter.

Wir sind für unsere ästhetischen Vorstellungen ganausowenig
verantwortlich wie für unsere religiösen Vorstellungen oder einen
schizoiden Schub, nämlich überhaupt nicht. Es passiert Einfach. ;-)

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Depression.
Jeder echte Wettbewerb ist ruinös. Darum beruht jede funktionierende
Wirtschaft auf Schiebung.
Autor: Gast5 (Gast)
Datum: 13.01.2010 15:49

"lach Ein "Modefreak" ist auch nur eine Sonderform von Nerd, wenn auch
sozial aktzeptierter."

Es geht hier nicht um irgendwelche Modefreaks (auch wenn sich ein
Diskussionsteilnehmer sich hier so nennt).
Es geht darum, dass von einigen alles, was kleidungstechnisch über
verwaschene, durchgesessene Jeans und ausgeleierte T-Shirts, kombiniert
mit ausgelatschten Schuhen hinausgeht, als modischer, uniformer,
gehirnbereiter Schnickschnack abgetan wird. Und das ist für diejenigen,
die das tun, einfach nur peinlich.

Nach Eurer Theorie wären fettleibige cellulitegeplagte Damen mit fetten
Haaren und Mundgeruch auch genau so attraktiv wie normalgewichtige,
gepflegte Frauen.

Ach, was rege ich mich auf. Wenn man nicht zwischen totalen Modefreaks
und Leuten, die sich einfach angenehm kleiden möchten und minimale
Ansprüche an ihre positive Wirkung auf andere stellen, unterscheiden
kann, dann halt nicht.
Autor: Mark Brandis (markbrandis)
Datum: 13.01.2010 16:14

Rudi Rüssel schrieb:
> ein freund von mir hat letztens den job gewechselt.
> er war mit jeans und lausigem hemd unterwegs beim VG(eigene aussage).
> sein chef sagte ihm neulich, dass falls er in anzug und krawatte
> gekommen wäre, er diesen job niemals bekommen hätte.
>
> was soll man dazu sagen?

Dass es völliger Schwachsinn ist. Es kann sich durchaus mal die
Gelegenheit ergeben, dass ein Angestellter - ja, auch ein
"Entwickler-Nerd" - die Firma bei einer entsprechenden Gelegenheit
(Messe, Besuch eines Kunden, Besuch bei einer anderen Firma, großes
festliches Firmenjubiläum, ...) nach außen hin würdig vertreten soll.
Das geht in Anzug und Krawatte nun mal besser als in der
Standardingenieursbekleidung. Dass man als Entwickler im normalen
Berufsalltag keinen Anzug trägt, tut der Sache doch überhaupt keinen
Abbruch. So flexibel sollte ein Mensch schon sein, dass er zu
verschiedenen Anlässen verschiedene Kleidung tragen kann.

Ich jedenfalls gehe zum Vorstellungsgespräch immer in Anzug & Krawatte
und bin damit bisher noch nie schlecht gefahren.
Autor: Daniel F. (df311)
Datum: 13.01.2010 16:30

Sense schrieb:
> Wo ist das Problem ? Ich kenne kaum eine Entwicklungsabteilung, wo die
> Insassen NICHT aussehen, als wären sie nur auf der Durchreise zum
> nächsten Baggersee/Skihügel. Das ist normal, da ist effizient, und es
> schafft eine angenehme, relaxte und damit kreativitätsfördernde
> Atmosphäre.

kenn ich, aber bei meinem arbeitgeber läuft praktisch die gesamte
belegschaft (ca. 80 personen) so rum. nur die zwei vorstände + ein
abteilungsleiter tragen ein (normales) hemd zur jean. krawatte habe ich
keine mehr gesehen seit zum letzte mal besuch von deutschen kollegen da
war ;-)

Modefreak schrieb:
> Das liegt daran weil Du nicht darauf achtest. Würde Dich Mode wirklich
> interessieren würde Dir sowas auffallen. Gerade diese Kleinigkeiten
> machen es oft auf, ob der Stil perfekt ist oder nicht (z.B. Gürtel immer
> in der Farbe der Schuhe -> passende Uhr, ...)

genau das ist - bei mir - der springende punkt: mode interessiert mich
einen feuchten schon wissen was. wenn ich eine uhr tragen möchte, dann
entweder meine puls-uhr oder meine casio mit höhenmesser, ... mein
gürtel hat genau zwei aufgaben: hose dort halten wo sie ist und
hingehört (und damit meine ich nicht UNTER dem hintern, sondern darüber)
und meinen schlüsselanhänger und mp3-player tragen. die schuhe sind dazu
da, um fußstrecken bequem und verletzungsfrei zurückzulegen und werden
im büro gegen hausschuhe getauscht...

der langen rede kurzer sinn (und wie auch mal ein vortragender an der
uni gesagt hat): man(n) soll seine kleidung der umgebung anpassen, dann
hat man ein problem weniger.

(p.s. ich kenne KEINEN uni-lehrende/professor/dekan der - außer für
gaanz wichtige sachen wie promotions-feiern, sponssionen o.ä. einen
anzug trägt)
Autor: Mark Brandis (markbrandis)
Datum: 13.01.2010 16:44

Daniel F. schrieb:
> (p.s. ich kenne KEINEN uni-lehrende/professor/dekan der - außer für
> gaanz wichtige sachen wie promotions-feiern, sponssionen o.ä. einen
> anzug trägt)

Die gibt es wohl. Ich kann mich da an einen Mathematik-Professor
erinnern, der mittlerweile freilich im Ruhestand ist. Die
Ingenieurs-Profs sind in aller Regel hemdsärmelig ;-)
Autor: Sense (Gast)
Datum: 13.01.2010 16:47

Gast5 schrieb:
> Nach Eurer Theorie wären fettleibige cellulitegeplagte Damen mit fetten
> Haaren und Mundgeruch

Wenn ich so eine in einem Labor fände, ginge ich davon aus, daß sie da
sitzt, weil sie kompetent ist, während die andere ...

> normalgewichtige, gepflegte Frauen.

... das erst beweisen müßte. Wenn sie dann auch noch ein "schickes
Köstumchen" trüge, wäre das sehr, sehr schwer.

Mit den männlichen Entsprechungen verhält es sich ebenso.

> sich einfach angenehm kleiden

Wenn Du das tragen von Anzug und Krawatte als angenehm empfindest, zeugt
das doch nur davon, wie sehr Du Dich völlig sinnfreien "Trends" oder
sogenannten "Konvetionen" unterordnest. Das ist ekelhaft.

> minimale Ansprüche an ihre positive Wirkung auf andere stellen

Wenn Du für eine positive Wirkung auf Andere einen Anzug benötigst, dann
tust Du mir sehr leid.
Autor: MaWin (Gast)
Datum: 13.01.2010 16:58

> Nach Eurer Theorie wären fettleibige cellulitegeplagte
> Damen mit fetten Haaren und Mundgeruch auch genau so
> attraktiv wie normalgewichtige, gepflegte Frauen.

Nach UNSERER Theorie nicht, aber nach deiner schon.
Wenn Sie denn nur einen Anzug trägt !

> Mit passenden Schuhen (sehr wichtig!), ordentlicher Frisur,
> passendem Hemd mit passender Krawatte, wirkt man doch sehr viel
> professioneller.

Meinst du. Immerhin sagst du "wirkt".
So lange derjenige nicht den Mund aufmacht.
Denn dann wird es oft peinlich.
Nicht umsonst wird hier eine ganze Gattung
Ahnungsloser als "Schlipsies" bezeichnet.
Man hat seine Erwartungshaltung also schon
an das äussere Erscheinungsbild angepasst.
Da ist die Uniform des Anzugs ein Nachteil,
falls man es wirklich mal fachlich drauf hat.
Aber man bemüht sich ja immer, möglichst vorurteilsfrei
auf Leute zuzugehen, auch auf Anzugträger.
Auch wenn von deren Seite Vorurteile meist schon vom
äusseren abgeleitet werden.
Glücklicherweise merkt man sich die Leute nicht so,
ein Schlipsi sieht aus wieder Andere, eine ganze Herde
von Pinguinen geht jeden Mittag zur Kantine, da weiss
man morgen schon nicht mehr ob man ihn schon kennt oder
nicht.
Autor: Gast5 (Gast)
Datum: 13.01.2010 17:16

"> Nach Eurer Theorie wären fettleibige cellulitegeplagte Damen mit
fetten
> Haaren und Mundgeruch

Wenn ich so eine in einem Labor fände, ginge ich davon aus, daß sie da
sitzt, weil sie kompetent ist, während die andere ...

> normalgewichtige, gepflegte Frauen.

... das erst beweisen müßte. Wenn sie dann auch noch ein "schickes
Köstumchen" trüge, wäre das sehr, sehr schwer.

Mit den männlichen Entsprechungen verhält es sich ebenso."

Wie hat sich bei Dir diese IMHO etwas seltsame Ansicht entwickelt?


"> sich einfach angenehm kleiden

Wenn Du das tragen von Anzug und Krawatte als angenehm empfindest, zeugt
das doch nur davon, wie sehr Du Dich völlig sinnfreien "Trends" oder
sogenannten "Konvetionen" unterordnest. Das ist ekelhaft."

Also jetzt halte Dich bitte mal ein wenig zurück! Nur weil man bestimmte
Konventionen nicht kategorisch ablehnt, ordnet man sich noch lange nicht
unter. Konventionen existieren nicht im luftleeren Raum. Außerhalb des
Geschäftsbetriebs haben Konventionen oft soziale Gründe. Konvention ist
z.B. auch, in Anwesenheit anderer Personen nicht zu furzen und zu
rülpsen!
Letzten Endes ging es ja auch um die angemessene Kleidung bei einem
Vorstellungsgespräch. Und was an einem ordentlichen Hemd und einer
Stoffhose im Arbeitsalltag so schlimm sein soll, musst Du mir erst
einmal verdeutlichen. Mit Deiner Abneigung gegen gepflegte Kleidung
erfüllst Du ja auch wieder bestimmte Konventionen.

"> minimale Ansprüche an ihre positive Wirkung auf andere stellen

Wenn Du für eine positive Wirkung auf Andere einen Anzug benötigst, dann
tust Du mir sehr leid."

Ich muss Dir absolut nicht leid tun, nur weil ich der Meinung bin, dass
die Einhaltung gewisser ästhetischer Ansprüche einem nicht zum Nachteil
gereicht.
Autor: zladdi (Gast)
Datum: 13.01.2010 17:58

Daniel F. schrieb:
> die schuhe sind dazu
> da, um fußstrecken bequem und verletzungsfrei zurückzulegen und werden
> im büro gegen hausschuhe getauscht...

....warum nicht gleich mit jogging-anzug zur arbeit kommen ?
Autor: Bernd Wiebus (berndwiebus)
Datum: 13.01.2010 18:14

Hallo zladdi.

>> die schuhe sind dazu
>> da, um fußstrecken bequem und verletzungsfrei zurückzulegen und werden
>> im büro gegen hausschuhe getauscht...
>
> ....warum nicht gleich mit jogging-anzug zur arbeit kommen ?

Siehsse, so unterschiedlich ist das Bequemlichkeitsempfinden. Ich laufe
überall, auch zu Hause, mit Arbeitssicherheitsschuhen rum. :-)

Billig, robust, langlebig und praktisch. Aussehen.....mmmh, der aktuelle
Turnschuhlook ist nicht mein Ding, aber es gibt immer noch die
klassischen Formen aus dem Bergbau bzw. der Schwerindustrie. Als Farbe
bevorzuge ich schwarz. Schwarze Schucreme hervorragender Qualität in
Tuben habe ich bei ebay für seeehr kleines Geld bekommen. :-)

Der Werksverkauf von Elten ist hier übrigens um die Ecke.....

Achja.....nach aktueller DIN sind mittlerweile alle Sicherheitsschuhe
antistatisch. Mikrocontroller mögen das. ;-)

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Depression.
Jeder echte Wettbewerb ist ruinös. Darum beruht jede funktionierende
Wirtschaft auf Schiebung.
Autor: Sense (Gast)
Datum: 13.01.2010 19:21

Gast5 schrieb:
> Wie hat sich bei Dir diese IMHO etwas seltsame Ansicht entwickelt?

In 35 Jahren Berufspraxis. Ganz von selbst.

> Also jetzt halte Dich bitte mal ein wenig zurück!

Nein.

> Nur weil man bestimmte Konventionen nicht kategorisch ablehnt, ordnet
> man sich noch lange nicht unter.

In diesem Falle genau das.

> in Anwesenheit anderer Personen nicht zu furzen und zu rülpsen!

Beides ist eine Belästigung, denen das Opfer nicht entgehen kann, wie
z.B. auch laute HipfHüpfMusik in der UBahn. Diese Konvention hat also
logische, nachvollziehbare Gründe.

> Und was an einem ordentlichen Hemd und einer
> Stoffhose im Arbeitsalltag so schlimm sein soll

Gar nichts. Es geht um Anzug und Kravatte. Nicht um Stoffhose und Hemd.

> weil ich der Meinung bin, dass die Einhaltung gewisser ästhetischer
> Ansprüche einem nicht zum Nachteil gereicht.

Meine ästhetisches Empfinden sagt "ekelhaft".
Meine Lebenserfahrung sagt "Volldepp, BWLler, Banker, Poser, Politiker,
Schmarotzer".
Autor: Gastino G. (gastino)
Datum: 13.01.2010 20:44

M. M. schrieb:
> Ich gebe die Hoffnung nicht auf das diese Oberflächlichkeiten irgendwann
> aussterben.

Oberflächlich ist doch der, dem schon die Etikette eines
Vorstellungsgespräches zu viel sind...

> Ist ja schlimmer wie in der Schule, der hat keine Markenklamotte also
> gehört der nicht zu uns. Die Leute die so viel Wert auf Kleidung legen
> sind wohl aus dem alter noch nicht raus gekommen.

Blödsinn. Es gibt einfach Anlässe, bei denen man sich bestimmten Regeln
unterwerfen muss. Das hat mit dem Gehampel um Marken rein gar nichts zu
tun. Und wem es schon beim eigenen Vorstellungsgespräch zu viel ist,
wenn er sich entsprechend kleidet, der wird es auch bei anderen Anlässen
nicht tun. Und nichts ist peinlicher, als wenn man bei angemessen
gekleideten Geschäftspartnern oder Kunden ankommt und hat dann so ein
oder zwei Kollegen dabei, die angezogen sind, als müsste Mutti ihnen
noch die Schuhe zubinden.
Autor: Peter Stegemann (pst)
Datum: 13.01.2010 22:57

Und nichts ist peinlicher, als wenn man bei angemessen gekleideten
Geschäftspartnern oder Kunden ankommt und hat dann so ein oder zwei
Kollegen dabei, die angezogen sind, als waeren sie italienische Gigolos.
Autor: Alex Schmidt (alex_muc)
Datum: 28.01.2010 14:40

Bewerbungen immer mit Anzug, Hemd und Krawatte!

Warum? Meine Erklärung:

1. Krawatte kommt von dem Erkennungszeichen kroatischer Söldner
(croatta) die sich vor jeder Schlacht ein rotes Tuch einfach geknotet um
den Hals legten.............eine Bewerbung ist auch ein Test bzw. eine
Art Schlacht, Du möchtest ja auch als Sieger hervorgehen und genommen
werden ;)

2. Neben der obigen Funktion, des sich erkennens bzw. des dazu gehörens
(der franz. Adel hat die Krawatte damals in Europa en vogue gemacht),
hat eine Krawatte auch etwas mit Ehrerbietung zu tun, soll heissen es
macht einen Anlass (Bewerbungsgespräch) feierlicher oder etwas
besonderes. Es wäre ein Frevel sein eigenes Bewerbungsgespräch durch
unpassende Garderobe herab zu würdigen.

Wie gesagt, meine Meinung..........

Grüße,

Alex
Autor: Rick-NRW (Gast)
Datum: 28.01.2010 20:59

Von einem Kollegen:

Er stellt sich vor im modernen schicken Anzug (kein Nadelstreifen) mit
Krawatte.

1. Firma: Selbst der Chef läuft im Schlabberpulli rum und er wird wie
ein Außerirdischer angeschaut. Absolut Overdressed

2. Firma: Alle laufen im feinsten Nadelstreifenanzug rum und er wird wie
ein Außerirdischer angeschaut. Absolut underdressed.

Krawatte gehört dazu, aber eine andere als auf dem Bewerbungsfoto (nach
Meinung mancher Personaler), es sei denn man ist soooo unverschämt gut,
das man den Job auch bekäme, wenn man nackt auftauchen würde. (Aber wer
ist das schon)

Nadelstreifenanzug, bin ja kein Bänker.
Autor: Backflow (Gast)
Datum: 28.01.2010 21:14

Das Erscheinen ohne Krawatte bei einem Vorstellungsgespräch ist für
viele hier aus folgendem Grund von unschätzbarem Vorteil:

Wird man nicht genommen, kann man das ganz locker auf die fehlende
Krawatte schieben, und überhaupt will man in einem Laden, der soviel
Wert auf oberflächliches BWF-Gehabe legt, nicht arbeiten.

Das erspart dann die Auseinandersetzung mit den wahren, eigenen
Schwächen bzw. Unzulänglichkeiten.
Autor: Peter Stegemann (pst)
Datum: 28.01.2010 21:53

Ich weiss, warum's in Deutschland bergab geht.
Autor: Gastino G. (gastino)
Datum: 30.01.2010 16:08

Bernd Wiebus schrieb:
> Und ein mir bekannter Personalchef sagt: "Man erkennt Leute, die in
> Führungspositionen drängen, am eleganten Anzug. Führungspositionen
> liegen Dir nicht, also lass den Anzug weg."

Das ist die beste Möglichkeit, den Job nicht zu bekommen. Entweder hat
der Mann keine Ahnung oder er will Dich verarschen. Bei einem
Vorstellungsgespräch ist ein Anzug Standard.
Autor: Gastino G. (gastino)
Datum: 30.01.2010 16:19

Backflow schrieb:
> Das Erscheinen ohne Krawatte bei einem Vorstellungsgespräch ist für
> viele hier aus folgendem Grund von unschätzbarem Vorteil:
>
> Wird man nicht genommen, kann man das ganz locker auf die fehlende
> Krawatte schieben, und überhaupt will man in einem Laden, der soviel
> Wert auf oberflächliches BWF-Gehabe legt, nicht arbeiten.
>
> Das erspart dann die Auseinandersetzung mit den wahren, eigenen
> Schwächen bzw. Unzulänglichkeiten.

Das trifft es wohl am besten.
Autor: Mr. T (Gast)
Datum: 30.01.2010 17:02

Gastino G. schrieb:
> Das ist die beste Möglichkeit, den Job nicht zu bekommen. Entweder hat
> der Mann keine Ahnung oder er will Dich verarschen. Bei einem
> Vorstellungsgespräch ist ein Anzug Standard.
Falsch. Bei DAX-Unternehmen und größeren Mittelständlern schon, aber
neben der Krawatte müssen dort die Zeugniss Over the Top sein. Sprich,
maximal ein Viertel bis 1/3 der Abgänger kann dort landen. Die anderen
müssen ihr Glück in Klitschen versuchen, wo oft der Chef noch nicht mal
ein Anzug anhat. Und bei Werkstattrundführungen muss die Krawatte oft
ausgezogen werden. Bei Vorstellungsgeprächen, wo mir die Anreise nicht
seitens des Arbeitgebers bezahlt wird, komme ich aus Prinzip nicht mit
Anzug. Mit Hartz ist ein guter Anzug eh schwierig und bei Regen oder
Schneematsch und längeren Laufstrecken (nicht jeder Abgänger hat reiche
Eltern und ein eigenes Auto) ist das Fiasko im Anzug perfekt. Eine
Stelle als Ingenieurabsolvent zu bekommen, funktioniert nur mit
wohlhabenden und unterstützenden Eltern.
Autor: Gastino G. (gastino)
Datum: 30.01.2010 17:31

Mr. T schrieb:
> Die anderen
> müssen ihr Glück in Klitschen versuchen, wo oft der Chef noch nicht mal
> ein Anzug anhat. Und bei Werkstattrundführungen muss die Krawatte oft
> ausgezogen werden.

Werkstattrundführungen? Mich hat man während eines
Vorstellungsgespräches noch nie durch eine Werkstatt geführt. Schon gar
nicht durch eine, in der man seine Krawatte ausziehen müsste. Wo
bewirbst Du Dich denn?

Aber wie schon oft geschrieben: Das Vorstellungsgespräch ist immer eine
Vorstellung beiderseits. Genauso wie der Bewerber durch fehlenden Anzug
zeigt, dass er zu blöde oder nicht Willens ist, sich einfachsten
Etiketten anzupassen, so zeigt auch der im Gammel-Look auftretende
potentielle Chef, dass er es im zwischenmenschlichen Bereich wohl nicht
so ganz genau nehmen wird.
Autor: Mr. T (Gast)
Datum: 30.01.2010 18:18

Gastino G. schrieb:
> Werkstattrundführungen? Mich hat man während eines
> Vorstellungsgespräches noch nie durch eine Werkstatt geführt. Schon gar
> nicht durch eine, in der man seine Krawatte ausziehen müsste. Wo
> bewirbst Du Dich denn?

In Deutschlands mittelständischen Maschinenbaufirmen (Unternehmensgröße
maximal um die 100, meistens eher deutlich weniger). Kurze
Werkstattrundführungen gab es bei mir zweimal während des "2.
Vorstellungsgesprächs" und in einem Betrieb auch einmal gleich beim 1.
Mal.
Krawatte ab, Jackett aus und Helm auf. Ein Chef erzählte mir auch, dass
sich mal "vor einiger Zeit" ein interessierter Bewerber mit seiner
Krawatte in dem Bohrfutter einer Standbohrmaschine verfangen hatte. Aber
er hatte Glück und die Krawatte riss sehr schnell ab. War aber räumlich
auch sehr eng dort.
Autor: Hunziker (Gast)
Datum: 31.01.2010 13:56

Mr. T schrieb:
> Eine
> Stelle als Ingenieurabsolvent zu bekommen, funktioniert nur mit
> wohlhabenden und unterstützenden Eltern.

Der Zusammenhang zwischen Eltern und Stelle erschließt sich mir nicht.
Es kann helfen, wenn die Eltern wohlhabend sind und Unterstützung ist
immer von Vorteil. Aber ohne etwas in der Birne zu haben und ohne Willen
eine Stelle zu bekommen, nutzt das alles auch nichts.

So eine Aussage ist lediglich eine Ausrede, um sich weiter in
Selbstmitleid und Resignation zu suhlen.
Autor: Elektrotechniker (Gast)
Datum: 31.01.2010 16:58

Natürlich geht man mit Krawatte dorthin. Was ist denn peinlicher? Man
geht pikfein zum Bewerbungsgespräch und die Gastgeber tragen Jeans, oder
aber: Die Gastgeber sind pikfein angezogen und man selbst trägt Jeans.
Deswegen wird dir keiner den Kopf abreißen, denn du musst wissen, dass
die selbst mal in dieser Situation waren (sofort es nicht die Inhaber
sind) und nicht wussten, wie man sich dort in der Firma kleidet.

Bei der Arbeit empfiehlt es sich sowieso nicht, weil schon genug Unfälle
passierten, in denen Krawatten und Lötkolben eine Rolle spielten.
Autor: horst (Gast)
Datum: 31.01.2010 22:06

Gastino G. schrieb:
> Aber wie schon oft geschrieben: Das Vorstellungsgespräch ist immer eine
> Vorstellung beiderseits. Genauso wie der Bewerber durch fehlenden Anzug
> zeigt, dass er zu blöde oder nicht Willens ist, sich einfachsten
> Etiketten anzupassen, so zeigt auch der im Gammel-Look auftretende
> potentielle Chef, dass er es im zwischenmenschlichen Bereich wohl nicht
> so ganz genau nehmen wird.

Diese Aussage stimmt ganz offensichtlich nicht, ansonsten bräuchte das
Thema keinen 3 Jahre und mehrere hundert Beiträge langen Thread zur
Diskussion.
Autor: Gastino G. (gastino)
Datum: 31.01.2010 22:19

horst schrieb:
> Diese Aussage stimmt ganz offensichtlich nicht, ansonsten bräuchte das
> Thema keinen 3 Jahre und mehrere hundert Beiträge langen Thread zur
> Diskussion.

Diese "Logik" ist keine...
Autor: horst (Gast)
Datum: 31.01.2010 22:25

Gastino G. schrieb:
> horst schrieb:
>> Diese Aussage stimmt ganz offensichtlich nicht, ansonsten bräuchte das
>> Thema keinen 3 Jahre und mehrere hundert Beiträge langen Thread zur
>> Diskussion.
>
> Diese "Logik" ist keine...

Etwas als "Wahrheit" darzustellen, wie du es tust, das aber über mehrere
Jahre von mehreren dutzend Leuten kontrovers diskutiert wird, jedenfalls
auch nicht...
Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
Datum: 31.01.2010 22:50

Also ich würde an der Stelle die Zeugen Jehovas als Beispiel anführen.
Auf den Fotos in diesen "Wachturm"- bzw. "Erwachet"-Heftchen sind die
alle mit Anzug und Krawatte dargestellt und diese haben die besten
zwischenmenschlichen Beziehungen. Das erkennt man daran, dass sie jeden
Menschen besuchen und sie großzügig ihrem Glauben teilhaben lassen.
;)

Aber  bedenkt bitte, dass die Krawatte nicht das einzige in eurem
Berufs-Leben ist. Wichtig ist auch, ob der Anzug schwarz oder dunkelblau
sein soll. Welche Schuhe sollte man zum Bewerbungsgespräch tragen?
Achso ganz wichtig: Bevor man zum Bewerbungsgespräch eingeladen wird,
steht ja noch die schriftliche Bewerbung an. Da gibt es unheimlich viel
zu beachten: Zeilenabstand, Schriftart, Schriftstil, Schriftgröße,
Absatzabstand, Randbreite. Gerade die Randbreite ist eine besonders
harte Nuss. Wenn man die Bewerbung ausdruckt, kann sie von der
eingestellten abweichen, je nachdem wie "mittig" das Blatt im Drucker
liegt, also unbedingt nachmessen und gegebenenfalls nochmal drucken!
Aber das sollten wir in einem extra Thread diskutieren, sonst wird das
zu unübersichtlich.
;)
Autor: Gast2 (Gast)
Datum: 31.01.2010 22:59

"Etwas als "Wahrheit" darzustellen, wie du es tust, das aber über
mehrere
Jahre von mehreren dutzend Leuten kontrovers diskutiert wird, jedenfalls
auch nicht..."

Es ist einfach so, dass allgemeiner Konsens über die Gepflogenheiten im
Umgang miteinander existiert. Dazu gehört auch die Frage der Kleidung.
Und es gibt Mitmenschen, die sich solcher Gepflogenheiten entziehen.
Gründe gibt es dafür sicher verschiedene.

Ein gepflegtes Erscheinungsbild, ordentliche Kleidung, regelmäßige
Körper- und Mundhygiene sind nicht, wie einige uns glauben machen
möchten, Zeichen von Uniformität, Mitläufertum oder Dekadenz, sondern
ein Zeichen von sozialer Reife und Integration. Ich kann darin beim
besten Willen nichts Negatives entdecken.

Wenn ich in einem Anzug mit Krawatte zum Vorstellungsgespräch erscheine,
zeige ich darin Interesse an dem angebotenen Arbeitsplatz und Respekt
gegenüber meinem Gesprächspartner.

Ich halte es für bedenklich, dass hier im Forum derartige
Selbstverständlichkeiten diskutiert werden müssen und von verschiedenen
Leuten tatsächlich in Frage gestellt werden. In diesem Lichte gewinnen
dann die Diskussionen um nicht vorhandene Chancen auf dem Arbeitsmarkt
ein ganz anderes Gewicht.
Autor: horst (Gast)
Datum: 31.01.2010 23:29

> Es ist einfach so, dass allgemeiner Konsens über die Gepflogenheiten im
> Umgang miteinander existiert.

Ganz offensichtlich ist es nicht allgemeiner Konsens, ansonsten müsste
man nicht so lange darüber diskutieren...
Autor: Gastino G. (gastino)
Datum: 31.01.2010 23:53

Gast2 schrieb:
> Ich halte es für bedenklich, dass hier im Forum derartige
> Selbstverständlichkeiten diskutiert werden müssen und von verschiedenen
> Leuten tatsächlich in Frage gestellt werden. In diesem Lichte gewinnen
> dann die Diskussionen um nicht vorhandene Chancen auf dem Arbeitsmarkt
> ein ganz anderes Gewicht.

Das trifft die Sache sehr gut.

Es kann natürlich auch sein, dass manche anderen empfehlen, bei einem
Bewerbungsgespräch ihre besondere Individualität und ihre
Nichtangepasstheit zu demonstrieren, damit sie selber bessere Chancen
haben.
Autor: Gastino G. (gastino)
Datum: 31.01.2010 23:56

horst schrieb:
> Ganz offensichtlich ist es nicht allgemeiner Konsens, ansonsten müsste
> man nicht so lange darüber diskutieren...

Es gibt auch bei den simpelsten Dingen Leute, die eine vom allgemeinen
Konsens abweichende Meinung vertreten. Das heißt aber noch lange nicht,
dass das Thema sonderlich umstritten wäre.
Autor: kohlehole (Gast)
Datum: 01.02.2010 09:29

horst schrieb:
>> Es ist einfach so, dass allgemeiner Konsens über die Gepflogenheiten im
>> Umgang miteinander existiert.
>
> Ganz offensichtlich ist es nicht allgemeiner Konsens, ansonsten müsste
> man nicht so lange darüber diskutieren...

Doch, es ist allgemeiner Konsens.
Aber hier diskutiert nicht die Allgemeinheit, sondern ein paar
Kontra-Hansel, die sich wundern, wenn sie keinen Job bekommen, obwohl
sie doch sooo toll löten können.
Autor: Stefan K. (stefan82)
Datum: 01.02.2010 10:08

Hallo zusammen!
Also mir muss das Gegenüber bei einem Bewerbungsgespräch einfach
authentisch sein. Ich würde einen noch so ordentlich gekleideten
Bewerber mit Krawatte nicht nehmen wenn ich das Gefühl habe, dass er
sich darin verkleidet vorkommt. Man hat dabei einfach oft die Frage im
Hinterkopf was der Bewerber einem denn vllt. sonst noch vorspielt. Man
merkt einfach sehr schnell ob das Gegenüber diesen Stil gewohnt ist,
oder nicht.

Wenn sich mir hingegen jemand vorstellt, der dem Anlass entsprechend mit
Hemd und anständiger Hose (von mir aus auch nur eine schwarze anständige
Jeans) gekleidet ist, keine Krawatte trägt, dabei aber authentisch und
ehrlich rüber kommt, ist die fehlende Krawatte keinerlei Kriterium.
Wichtiger ist halt immer ob der Bewerber menschlich ins Team passt und
welche fachliche Eignung er mitbringt.

Man sollte vllt. auch bedenken, dass man eigentlich immer ca. 6 Monate
Probezeit hat. Sollte der eigene Kleidungsstil den Vorstellungen des
Unternehmens vollständig widersprechen, ist das Beschäftigungsverhältnis
vermutlich eh bald wieder Geschichte, da es schlicht unwahrscheinlich
ist, dass man sich seine ganze Beschäftigungszeit jeden Tag für ca. 8 -
10h/Tag verkleiden will.

Gruß,

Stefan K.
Autor: Bärnt (Gast)
Datum: 01.02.2010 10:47

Modefreak schrieb:
> Ich kaufe meine Anzüge bei einem sehr guten
>
> Herrenaustatter der die Anzüge dann auchz konektioniert.

"Konektioniert"?

Steckt er die Teile des Anzuges zusammen? Gibt es denn wirklich
Verbinder für Arme und so Zeux? Kenn ich nicht, würde aber Sinn machen -
kann man das Sakko mitunter auch als Weste tragen.
Autor: Stefan K. (stefan82)
Datum: 01.02.2010 11:00

ROFL

och nee Leute ...

ich vermute einfach mal, dass ihr gemeinsam auf der Suche nach dem Verb
"konfektionieren" seid.

Übrigens die beste Seiden-Krawatte bringt gar nichts, wenn die
Arbeitssprachen Deutsch und Englisch nicht in Wort und Schrift
beherrscht werden ...
Autor: Mark Brandis (markbrandis)
Datum: 01.02.2010 11:32

Stefan K. schrieb:
> Übrigens die beste Seiden-Krawatte bringt gar nichts, wenn die
> Arbeitssprachen Deutsch und Englisch nicht in Wort und Schrift
> beherrscht werden ...

Das stimmt so einfach nicht. Man kann mit absolut miserablem Englisch
Ministerpräsident eines Landes werden. Oder Abteilungsleiter in einem
großen Konzern. Beispiele dafür gibt's genug ;-)
Autor: Bärnt (Gast)
Datum: 01.02.2010 12:49

Mark Brandis schrieb:
> Das stimmt so einfach nicht. Man kann mit absolut miserablem Englisch
>
> Ministerpräsident eines Landes werden

Man wird wohl eher zum Außenminister wie Westerwave  bzw. designierten
EU-Kommissar "konektioniert."
Autor: Gastino G. (gastino)
Datum: 01.02.2010 13:47

Stefan K. schrieb:
> Hallo zusammen!
> Also mir muss das Gegenüber bei einem Bewerbungsgespräch einfach
> authentisch sein. Ich würde einen noch so ordentlich gekleideten
> Bewerber mit Krawatte nicht nehmen wenn ich das Gefühl habe, dass er
> sich darin verkleidet vorkommt. Man hat dabei einfach oft die Frage im
> Hinterkopf was der Bewerber einem denn vllt. sonst noch vorspielt. Man
> merkt einfach sehr schnell ob das Gegenüber diesen Stil gewohnt ist,
> oder nicht.

Leute, trennt Euch doch einfach mal von der naiven Vorstellung, dass das
Bewerbungsgespräch 1:1 auf die Arbeitswelt später übertragbar ist. Nur
weil Ihr vielleicht im Anzug bzw. Brautkleid heiratet, rennt Ihr noch
lange nicht täglich als Verheiratete mit dem Anzug herum.

Der Anzug beim Vorstellungsgespräch ist dem Anlass angemessener
Konsens, kein Ausdruck persönlicher Vorlieben oder der eigenen
Persönlichkeit.

> Wenn sich mir hingegen jemand vorstellt, der dem Anlass entsprechend mit
> Hemd und anständiger Hose (von mir aus auch nur eine schwarze anständige
> Jeans) gekleidet ist, keine Krawatte trägt, dabei aber authentisch und
> ehrlich rüber kommt, ist die fehlende Krawatte keinerlei Kriterium.
> Wichtiger ist halt immer ob der Bewerber menschlich ins Team passt und
> welche fachliche Eignung er mitbringt.

Wenn jemand gern das Risiko eingehen möchte, Deinen Rat anzunehmen und
von der allseits anerkannten und praktizierten Norm nach unten abweichen
will, dann bleibt ihm nur die Hoffnung, dass der potentielle Chef seine
inneren Werte auch erkennt. Er erkennt aber auch gleichzeitig, dass sein
Gegenüber Probleme mit allgemein anerkannten Normen hat. Entweder kennt
er sie nicht oder sie sind ihm egal.

> Man sollte vllt. auch bedenken, dass man eigentlich immer ca. 6 Monate
> Probezeit hat. Sollte der eigene Kleidungsstil den Vorstellungen des
> Unternehmens vollständig widersprechen, ist das Beschäftigungsverhältnis
> vermutlich eh bald wieder Geschichte, da es schlicht unwahrscheinlich
> ist, dass man sich seine ganze Beschäftigungszeit jeden Tag für ca. 8 -
> 10h/Tag verkleiden will.

??
Wieso wird immer und immer wieder der Fehler gemacht, das
Vorstellungsgespräch in das Arbeitsleben zu projizieren?! Mal abgesehen
davon, dass die wenigsten Ingenieure ihr ganzes Leben lang nur im
Frickelkeller sitzen, von Kunden und anderen Lebewesen streng
abgeschirmt...
Autor: Gastino G. (gastino)
Datum: 01.02.2010 13:50

Mark Brandis schrieb:
> Das stimmt so einfach nicht. Man kann mit absolut miserablem Englisch
> Ministerpräsident eines Landes werden. Oder Abteilungsleiter in einem
> großen Konzern. Beispiele dafür gibt's genug ;-)

Finde ich an sich nicht schlimm. Schlimm ist aber, dass der Oettinger in
seiner ihm eigenen opportunistischen Manier vor nicht allzu langer Zeit
die deutsche Sprache als Sprache, die nur noch in der Familie und nicht
mehr im Arbeitsleben gesprochen wird, herabgesetzt hat. Wenn solche
Schwätzer dann in Englisch solche Komplettversager sind, ist das
bezeichnend.
Autor: Stefan K. (stefan82)
Datum: 01.02.2010 14:57

Gastino G. schrieb:
> Der Anzug beim Vorstellungsgespräch ist dem Anlass angemessener
> Konsens, kein Ausdruck persönlicher Vorlieben oder der eigenen
> Persönlichkeit.

Denke mal eher, dass der "angemessene Konsens" von dem Du schreibst
darin besteht, dass man weiß sich einem Anlass entsprechend zu kleiden
und zu benehmen. Ich persönlich empfinde "Overdressed" jedoch als
ähnlich schlimm wie "underdressed" (und damit meine ich keine
Unterhosen! ;-) )

Beispiele:
Bewerbung in einer Entwicklungsabteilung  => Hemd / Hose
Bewerbung in der Fertigung / Produktion => Hemd / Hose

Bewerbung im Vertrieb => Krawatte und Anzug nicht egal
Bewerbung im Marketing / Personalbereich => Krawatte und Anzug nicht
egal

Das man bei einem Vorstellungsgespräch hingegen nicht mit einem
Bandshirt, zerissener Hose und verdreckten Stiefeln vom letzten W.O.A
auftaucht sollte hingegen selbst erklärend sein. Bin halt nur der
Meinung das Anzug und Krawatte nicht zur ultimativen Vorschrift gehören.
Autor: Mark Brandis (markbrandis)
Datum: 01.02.2010 15:18

Gastino G. schrieb:
> Leute, trennt Euch doch einfach mal von der naiven Vorstellung, dass das
> Bewerbungsgespräch 1:1 auf die Arbeitswelt später übertragbar ist. Nur
> weil Ihr vielleicht im Anzug bzw. Brautkleid heiratet, rennt Ihr noch
> lange nicht täglich als Verheiratete mit dem Anzug herum.

Genau so ist es.

Auch leitende Angestellte mit Projektverantwortung tragen nicht
unbedingt jeden Tag Anzug und Krawatte; wenn aber der Kunde zu Besuch
kommt oder man zu ihm hinfährt, dann schon.
Autor: Kevin K. (nemon)
Datum: 01.02.2010 15:27

Stefan K. schrieb:
> Das man bei einem Vorstellungsgespräch hingegen nicht mit einem
> Bandshirt, zerissener Hose und verdreckten Stiefeln vom letzten W.O.A
> auftaucht sollte hingegen selbst erklärend sein. Bin halt nur der
> Meinung das Anzug und Krawatte nicht zur ultimativen Vorschrift gehören.

Musste gerade etwas schmunzeln, weil ein Kumpel sich in dem so
beschriebenen Outfit (nagut, die verdreckten Stiefel waren Turnschuhe
und die Jenas war vielelicht nicht zerrissen) beworben hat und die
Stelle bekommen hat. Wohlgemerkt bei einem größeren Versandhaus für
Rockmusik und -zubehör.
Autor: Gastino G. (gastino)
Datum: 01.02.2010 16:58

Stefan K. schrieb:
> Denke mal eher, dass der "angemessene Konsens" von dem Du schreibst
> darin besteht, dass man weiß sich einem Anlass entsprechend zu kleiden
> und zu benehmen. Ich persönlich empfinde "Overdressed" jedoch als
> ähnlich schlimm wie "underdressed" (und damit meine ich keine
> Unterhosen! ;-) )

Mit Anzug bist Du nicht overdressed. Ein Anzug wäre overdressed im
normalen Entwicklungsbetrieb.

> Beispiele:
> Bewerbung in einer Entwicklungsabteilung  => Hemd / Hose

Viel Spaß. Du machst immer wieder den Fehler, Bewerbungsgespräch und
Arbeit am Arbeitsplatz miteinander zu vermischen. Beides sind
verschiedene Dinge. Für beide gibt es gewisse, allgemein anerkannte
Normen, die am Arbeitsplatz sehr viel weiter gefasst sind als bei einem
Vorstellungsgespräch. Ich habe extra wegen diesem dauernden
Missverstehen das Beispiel Hochzeit genannt: Das, was man da
üblicherweise auf einer Hochzeitsfeier trägt (auch als Besucher), hat
mit dem Ehe-Alltag später nichts zu tun.

> Das man bei einem Vorstellungsgespräch hingegen nicht mit einem
> Bandshirt, zerissener Hose und verdreckten Stiefeln vom letzten W.O.A
> auftaucht sollte hingegen selbst erklärend sein. Bin halt nur der
> Meinung das Anzug und Krawatte nicht zur ultimativen Vorschrift gehören.

Formuliere es lieber als Wunsch. Dann kommt es hin. Es gibt auch keine
"ultimative Vorschrift". Es gibt einen allgemeinen Konsens, an den man
sich halten sollte, sofern man die Aufmerksamkeit eher auf inhaltliche
Dinge lenken will.
Autor: Peter Stegemann (pst)
Datum: 01.02.2010 20:04

Gast2 schrieb:

> Ein gepflegtes Erscheinungsbild, ordentliche Kleidung, regelmäßige
> Körper- und Mundhygiene sind nicht, wie einige uns glauben machen
> möchten, Zeichen von Uniformität, Mitläufertum oder Dekadenz, sondern
> ein Zeichen von sozialer Reife und Integration. Ich kann darin beim
> besten Willen nichts Negatives entdecken.

Dieser Diskussionsstil ist unsachlich, polemisch und genau das, was man
sich von Krawattenhanseln so erwarten kann - und wie ich es leider jeden
Tag im Beruf erlebe. Und leider wird die Diskussion von einer Seite
schon die ganze Zeit so betrieben. Ihr macht mit Sicherheit ordentlich
Karriere mit eurer Einstellung, aber menschlich seid ihr unterste
Schublade. Pfui Deibel!
Autor: Gastino G. (gastino)
Datum: 01.02.2010 20:14

Peter Stegemann schrieb:
> Dieser Diskussionsstil ist unsachlich, polemisch und genau das, was man
> sich von Krawattenhanseln so erwarten kann - und wie ich es leider jeden
> Tag im Beruf erlebe. Und leider wird die Diskussion von einer Seite
> schon die ganze Zeit so betrieben. Ihr macht mit Sicherheit ordentlich
> Karriere mit eurer Einstellung, aber menschlich seid ihr unterste
> Schublade. Pfui Deibel!

Soll das jetzt ein schlechter Scherz sein?
"Krawattenhanseln", "menschlich seid ihr unterste Schublade" usw. - das
ist unsachlicher und polemischer Diskussionsstil und nicht das, was Du
da zitiert hast.
Autor: Peter Stegemann (pst)
Datum: 01.02.2010 20:23

Gastino G. schrieb:

> Soll das jetzt ein schlechter Scherz sein?
> "Krawattenhanseln", "menschlich seid ihr unterste Schublade" usw. - das
> ist unsachlicher und polemischer Diskussionsstil und nicht das, was Du
> da zitiert hast.

Ein Geisterfahrer? Hunderte!
Autor: Gastino G. (gastino)
Datum: 01.02.2010 20:28

Peter Stegemann schrieb:
> Ein Geisterfahrer? Hunderte!

Damit hast Du Dein Problem treffend dargestellt. Wem nichts anderes
einfällt, als mit "Krawattenhanseln" und "menschlich seid ihr unterste
Schublade" zu argumentieren, disqualifiziert sich ohnehin als
ernstzunehmender Diskussionspartner. Zumal Du auch im Rest des Forums
nicht gerade durch brauchbare Beiträge auffällst.
Autor: Gast2 (Gast)
Datum: 01.02.2010 20:35

>Dieser Diskussionsstil ist unsachlich, polemisch und genau das, was man
>sich von Krawattenhanseln so erwarten kann - und wie ich es leider jeden
>Tag im Beruf erlebe. Und leider wird die Diskussion von einer Seite
>schon die ganze Zeit so betrieben. Ihr macht mit Sicherheit ordentlich
>Karriere mit eurer Einstellung, aber menschlich seid ihr unterste
>Schublade. Pfui Deibel!

Ich bin derjenige, der das Posting Deiner Meinung nach "verbrochen" hat.
Ich würde mich nun doch sehr freuen, wenn Du Deine Beschimpfungen auch
begründen könntest. Dabei wäre es hilfreich, wenn Du die Sätze, die Dich
jeweils so in Rage gebracht haben, kommentieren würdest. Danke.
Autor: Peter Stegemann (pst)
Datum: 01.02.2010 20:41

Gast2 schrieb:

> Ich bin derjenige, der das Posting Deiner Meinung nach "verbrochen" hat.
> Ich würde mich nun doch sehr freuen, wenn Du Deine Beschimpfungen auch
> begründen könntest.

Ganz klassisch, selbst mit der grossen Kelle austeilen, aber beim
Einstecken eine Primel. Wodurch fuehltest du dich denn so derbe
beschimpft?

Muss ich jetzt wirklich erklaeren, warum es polemisch ist, wenn man aus
der Abneigung gegen Krawatten seinem gegenueber gleich mangelnde Hygiene
und soziale Dysfunktion unterstellt?
Autor: Gast2 (Gast)
Datum: 01.02.2010 21:01

>> Ich bin derjenige, der das Posting Deiner Meinung nach "verbrochen" hat.
>> Ich würde mich nun doch sehr freuen, wenn Du Deine Beschimpfungen auch
>> begründen könntest.
>
>Ganz klassisch, selbst mit der grossen Kelle austeilen,

wo bitte habe ich mit der großen Kelle ausgeteilt? Ich bin eigentlich
der Typ, der möglichst nie mit der großen Kelle austeilt. Deshalb bitte
ich Dich im ein kurzes Zitat.

>aber beim Einstecken eine Primel.

Mimose ;-)

>Wodurch fuehltest du dich denn so derbe beschimpft?

"Krawattenhanseln", "menschlich seid ihr unterste
Schublade.", "Pfui Deibel!"

Oder sollten das etwa Komplimente sein?

"Muss ich jetzt wirklich erklaeren, warum es polemisch ist, wenn man aus
der Abneigung gegen Krawatten seinem gegenueber gleich mangelnde Hygiene
und soziale Dysfunktion unterstellt?"

Du solltest versuchen, keine Intention in Texte reinzuinterpretieren,
die dort nicht vorhanden ist. Lies mein Posting bitte nochmals durch.

Warum Du noch immer nicht zwischen der Kleidung beim
Voirstellungsgespräch und der Kleidung im Berufsalltag unterscheiden
willst, wundert mich übrigens.
Autor: Peter Stegemann (pst)
Datum: 01.02.2010 21:07

Gast2 schrieb:

> "Krawattenhanseln", "menschlich seid ihr unterste
> Schublade.", "Pfui Deibel!"
>
> Oder sollten das etwa Komplimente sein?

Nein, das ist ehrliche Verachtung gegenueber der Geisteshaltung, die
hier repraesentiert wird.

> Du solltest versuchen, keine Intention in Texte reinzuinterpretieren,
> die dort nicht vorhanden ist. Lies mein Posting bitte nochmals durch.

Schlechtes Kurzzeitgedaechtnis?

"Ein gepflegtes Erscheinungsbild, ordentliche Kleidung, regelmäßige
Körper- und Mundhygiene sind nicht, wie einige uns glauben machen
möchten, Zeichen von Uniformität, Mitläufertum oder Dekadenz, sondern
ein Zeichen von sozialer Reife und Integration."

Worum ging es nochmal? Ach ja, um die Krawatte.

> Warum Du noch immer nicht zwischen der Kleidung beim
> Voirstellungsgespräch und der Kleidung im Berufsalltag unterscheiden
> willst, wundert mich übrigens.

Wundert mich, dass du dich ueber Dinge wunderst, zu denen ich mich nie
geaeussert habe. Aber auch das ist hier ja usus, mehr mit sich selbst zu
diskutieren als mit dem Gegenueber.
Autor: Chris D. (myfairtux)
Datum: 01.02.2010 21:46

Peter Stegemann schrieb:
> Gast2 schrieb:
>
>> Ein gepflegtes Erscheinungsbild, ordentliche Kleidung, regelmäßige
>> Körper- und Mundhygiene sind nicht, wie einige uns glauben machen
>> möchten, Zeichen von Uniformität, Mitläufertum oder Dekadenz, sondern
>> ein Zeichen von sozialer Reife und Integration. Ich kann darin beim
>> besten Willen nichts Negatives entdecken.
>
> Dieser Diskussionsstil ist unsachlich, polemisch und genau das, was man
> sich von Krawattenhanseln so erwarten kann - und wie ich es leider jeden
> Tag im Beruf erlebe. Und leider wird die Diskussion von einer Seite
> schon die ganze Zeit so betrieben. Ihr macht mit Sicherheit ordentlich
> Karriere mit eurer Einstellung, aber menschlich seid ihr unterste
> Schublade. Pfui Deibel!

Polemisch und beleidigend sind da nur die letzten sechs Zeilen.

Peter? Geh Dich mal ausschlafen und morgen schauste Dir Dein
Geschreibsel nochmal in Ruhe an.

Guts Nächtle,
Chris D. (kein "Krawattenhansel")
Autor: Gast2 (Gast)
Datum: 01.02.2010 22:01

>Nein, das ist ehrliche Verachtung gegenueber der Geisteshaltung, die
>hier repraesentiert wird.

Die Bedeutung des Begriffs "Verachtung" ist Dir aber schon klar?

>Schlechtes Kurzzeitgedaechtnis?
>
>"Ein gepflegtes Erscheinungsbild, ordentliche Kleidung, regelmäßige
>Körper- und Mundhygiene sind nicht, wie einige uns glauben machen
>möchten, Zeichen von Uniformität, Mitläufertum oder Dekadenz, sondern
>ein Zeichen von sozialer Reife und Integration."
>
>Worum ging es nochmal? Ach ja, um die Krawatte.
>

Was ist an meiner Einstellung, dass ein gepflegtes Erscheinungsbild,
ordentliche Kleidung, Körper- und Mundhygiene Zeichen sozialer Reife und
Integration sind, verachtenswert?
Autor: Peter Stegemann (pst)
Datum: 01.02.2010 22:23

Gast2 schrieb:

> Was ist an meiner Einstellung, dass ein gepflegtes Erscheinungsbild,
> ordentliche Kleidung, Körper- und Mundhygiene Zeichen sozialer Reife und
> Integration sind, verachtenswert?

Das gleiche Spiel wurde hier schon ein paar Mal getrieben. Es geht hier
um Krawatten. Schwubs wird dick aufgetragen mit Koerperhygiene und
grundlegenden Problemen beim Sozialverhalten. Und wenn sich jemand
darueber aufregt, wird scheinheilig gefragt, was an Koerperhygiene und
angemessenem Sozialverhalten falsch sei. Da muss euch natuerlich jeder
Recht geben und die Anderen stehen doof da, an den Kontext erinnert sich
nach drei Posts natuerlich keiner mehr. Und dass du und gastino dieses
gnadenlos ausnutzt und dieses Spiel wieder und wieder treibt und die
Einstellung den anderen Diskutanten gegenueber, das verachte ich.

Und das, Chris, tue ich auch noch morgen frueh.
Autor: Gast2 (Gast)
Datum: 01.02.2010 23:20

Mir geht so langsam der Hut hoch! Hier wurden zuerst die Kravattenträger
mit Verachtung gestraft, und das mehrfach! Falls Du jetzt Quellen
verlangen möchtest, lies diesen Thread nochmal durch! Wenn man nun
darstellt, dass Kravattenträger keine Dummschwätzer sind, die ihre
Unfähigkeit hinter dem Schlips verstecken möchten, kommt jemand wie Du
daher und wettert wild drauf los. Du hättest in meinem Posting auch den
Abschnitt

"Wenn ich in einem Anzug mit Krawatte zum Vorstellungsgespräch
erscheine,
zeige ich darin Interesse an dem angebotenen Arbeitsplatz und Respekt
gegenüber meinem Gesprächspartner."

lesen sollen!

Und dass allgemein ein ordentliches Erscheinungsbild und regelmäßige
Körperhygiene durchaus nicht verkehrt sind, wird man hier wohl noch
äußern dürfen, selbst wenn es nicht unbedingt notwendig ist, um OT zu
bleiben.

Also, wo genau ist das Problem?
Autor: Peter Stegemann (pst)
Datum: 01.02.2010 23:39

Gast2 schrieb:
> Mir geht so langsam der Hut hoch! Hier wurden zuerst die Kravattenträger
> mit Verachtung gestraft, und das mehrfach! Falls Du jetzt Quellen
> verlangen möchtest, lies diesen Thread nochmal durch!

Hm, eigentlich verlangst du ja dauernd Quellen. Die ich fleissig
liefere. Aber die staendige Zitiererei wird doch irgendwann langweilig.
Da du jetzt deinen polemischen Ausfall mit vorherigen Angriffen
entschuldigst, gehe ich mal davon aus, dass du dir der Qualitaet deiner
Aussage inzwischen bewusst bist.

> Und dass allgemein ein ordentliches Erscheinungsbild und regelmäßige
> Körperhygiene durchaus nicht verkehrt sind, wird man hier wohl noch
> äußern dürfen, selbst wenn es nicht unbedingt notwendig ist, um OT zu
> bleiben.

Allerdings laesst mich diese Scheinheiligkeit dann doch wieder daran
zweifeln. Vieleicht bist du auch nur nicht gewohnt, dass man deinen
Worten Gewicht beimisst? Nun, seinen Diskussionsgegner ernst zu nehmen,
ist doch wohl eine Frage des gegenseitigen Respekts, den man seinen
Mitmenschen schuldet. Das wird wohl niemand ernsthaft bezweifeln
koennen?
Autor: Gastino G. (gastino)
Datum: 01.02.2010 23:52

Gast2 schrieb:
> Also, wo genau ist das Problem?

Dass Du Deine Zeit mit dem verschwendest. Ich habe von Peter Stegemann
bis jetzt noch keinen konstruktiven Beitrag hier gesehen. Seine
Strategie, bei solchen Diskussionen zu provozieren und dann die
Tatsachen zu verdrehen ist immer dieselbe.
Autor: Gästchen (Gast)
Datum: 03.02.2010 12:30

Als E-Techniker brauchste dich nicht zum Pinguin zu machen, denn du bist
kein BWL-ler. Dass man damit Respekt von der Firme und Stelle zeigt? Na
ich weiß nicht. Das kann schnell nach hinten los gehen: viele schliessen
daraus Präsenz-Neurose und die Neigung zum Schaumschläger. Als BWL-ler
wäre es ein Muss, aber sonst brauchste dir keinen Kopf darüber zu
zerbrechen.
Autor: Billy (Gast)
Datum: 03.02.2010 12:36

Also ich würde auf jeden Fall mit Krawatte und auch mit Anzug.
Ich kenne es so, dass man sich so kleiden soll, wie man die Firma nach
außen hin repräsentieren würde.
Wie man dann später in der Firma rumrennt, wenn man erst einmal
angestellt ist, ist eine andere Frage, aber da kann man sich ja danach
richten, wie die anderen gekleidet sind.
Autor: Gast1 (Gast)
Datum: 03.02.2010 12:43

>viele schliessen daraus Präsenz-Neurose und die Neigung zum Schaumschläger.

OK, dann lass es halt. Kein Personalverantwortlicher wird bei einem
Vorstellungsgespräch mit einem Ingenieur es negativ bewerten, wenn
dieser eine Krawatte trägt! Wenn überhaupt, dann wird es negativ
bewertet, wenn keine Krawatte getragen wird.

"Viele" hier im Thread mögen das ander sehen. Allerdings interessiert
das da draußen einfach niemanden.

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