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Forum: PC Hard- und Software USB-Stick oder SD-Karte als Langzeitarchiv


Autor: Jens (Gast)
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Hallo

ich habe da etwa 200MB an Daten, die ich langfristig (mehrere 
Jahrzehnte) archivieren möchte. Dabei will ich mir ständiges Umkopieren 
ersparen. CD-Rs eignen sich dafür definitiv nicht, die sind teilweise 
schon nach weniger als 10 Jahren hinüber, auch teure Rohlinge. Würde 
sich dafür ein USB-Stick oder eine SD-Karte eignen? Die Medien müssten 
nur einmal beschrieben werden, weil sich die Daten nicht mehr ändern.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Die Hersteller garantieren nur 10 Jahre Haltbarkeit der Daten. 
Flashmedien sind also auch keine Alternative.

Ich fürchte, man wird derzeit nicht an regelmäßigem Umkopieren vorbei 
kommen.

Ich verwende für solche Zwecke DVD-RAM oder Festplatten.

Autor: Jens (Gast)
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In der c't stand mal, dass DVD-RAM theoretisch für Langzeitarchive 
geeignet wäre, das Problem aber an der Brennqualität handelsüblicher 
Brenner läge, die mangels Testgeräten nicht getestet würde. In Europa 
gäbe es nämlich angeblich keine Firma, die die Brennqualität von DVD-RAM 
testen könnte.

Autor: JojoS (Gast)
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gibt das nochmal die Rückkehr der guten alten Lochstreifen ? :-) Wieviel 
km Lochstreifen braucht man für 1GB? Eine nette Rechenaufgabe für 
angehende Informatiker...
Aber das ist wohl ein ernsthaftes Problem das alle grossen Archive 
haben, auch die ersten Musik CDs im Deutschen Musikarchiv lösen sich ja 
langsam auf. Ich meine Magneto-Optical Discs oder Kodak Gold-CDs 
(http://www.kodak.com/global/en/service/faqs/faq1008.shtml) sollen 
länger halten.

Autor: Fly (Gast)
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Ich speichere alles wichtige auf eine externe HD und mache davon 
regelmässig ein Backup und speichere es auf eine andere HD. Daten auf HD 
sind mind. 10 Jahre haltbar. Nach 4 Jahren kaufe ich jedesmal eine neue 
grössere HD und verschiebe die Daten. Das ist schnell und flexibel. Da 
ich ausserdem ein Backup auf einer anderen Platte besitze, kann nichts 
passieren.
CDR stinkt, ich habe dutzende Scheiben, so um die 6 Jahre alt, die alle 
nicht mehr richtig lesbar sind... Von verschiedenen Brennern und 
verschiedenen Rohlingen, einfach unbrauchbar für Langzeitspeicher...

Autor: blob! (Gast)
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naja, wäre das einfachste nicht, eine zweite HDD in den Rechner 
einzubauen und ein Raid zu betreiben - oder wie im Falle des 
Threadopeners einfach die 200mb auf die andere Platte kopieren!
Wenn eine Platte defekt ist, hat man ja noch die andere und kann 
entsprechend ersatz besorgen. (geht ja auch als ext. usb-hdd)

wichtig s halt, dass es keine zweite Partition ist, sondern wirklich ein 
physikalisches Laufwerk!

Autor: Rolf Magnus (Gast)
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> CD-Rs eignen sich dafür definitiv nicht, die sind teilweise
> schon nach weniger als 10 Jahren hinüber, auch teure Rohlinge.

Ich würde deutlich weniger als 10 Jahre dafür ansetzen. Es hängt auch 
etwas von der Lagerung ab (lichteschützt ist sicherlich besser), aber 
für Backups würde ich sie nicht verwenden.

@Jens:

> In der c't stand mal, dass DVD-RAM theoretisch für Langzeitarchive
> geeignet wäre, das Problem aber an der Brennqualität handelsüblicher
> Brenner läge, die mangels Testgeräten nicht getestet würde.

Dann ist aber nicht die Breenqualität das Problem, sondern die fehlenden 
Messmethoden.
DVD-RAM-Laufwerke verifizieren übrigens selbst die Daten beim Schreiben. 
Das sagt dann aber auch erstmal nur, daß das eine Laufwerk, mit dem man 
geschrieben hat, die Daten wieder lesen kann.
Zu Langzeitbackups muß man natürlich auch immer beachten, ob es 
ausreichend lange möglich ist, ein Laufwerk für das Medium zu bekommen 
bzw. eines, das überhaupt noch an einen aktuellen Rechner anschließbar 
ist.
Momentan gibt es einfach keine einigermaßen sichere 
Langzeitbackup-Lösung, die nicht sauteuer ist und/oder regelmäßiges 
Umkopieren erfordert. Wenn ich da nur an Fotos denke. Früher lagen die 
halt im Schrank oder waren in einem Album. Nach 50 Jahren waren sie zwar 
etwas vergilbt, aber immer noch da. Ob meine heutigen Digitalfotos auch 
50 Jahre überleben, frage ich mich da schon.

Autor: StinkyWinky (Gast)
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@blob!
Wenn die Backup-Platte im Rechner eingebaut ist, stirbt sie bei 
Überspannung oder Brand gleich mit.

Extern ist die bessere Lösung.

Autor: Andy (Gast)
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Falls die Daten nicht besonders "sensibel" sind, kannst du die 200 MB 
vielleicht auf einer virtuellen Online-Festplatte sichern, die es von 
verschiedensten anbietern günstig oder gar kostenlos gibt. (Z.B. GMX 
MediaCenter).
Dort werden regelmäßig Backups angelegt.

Bei sensibleren Daten bietet sich ein Verschlüsseltes Archiv (z.B. mit 
TrueCrypt) an.

Autor: Markus Teubner (toybaer) Benutzerseite
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Moin.

JojoS wrote:
> gibt das nochmal die Rückkehr der guten alten Lochstreifen ? :-) Wieviel
> km Lochstreifen braucht man für 1GB? Eine nette Rechenaufgabe für
> angehende Informatiker...

"Berechnen Sie die Übertragungsrate eines Dackels (5m/s) mit einer am 
Halsband befestigten ZIP-Diskette(100MB) bei einer zu überbrückenden 
Entfernung von 20km. Das Tier macht keine Pausen" - So ähnlich klang 
damals eine Aufgabe im Studium.

Für mich selbst bin ich inzwischen auch bei der DVD-RAM als 
Sicherungsmedium angelangt. Zusätzlich wird der relevante Datenbestand 
regelmäßig von der Arbeitsplatte auf den Server und eine externe 
Festplatten kopiert. Für die "kleine" Sicherung daheim soll's reichen.

Grüße,
Markus

Autor: blob! (Gast)
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stimmt @StinkyWinky
Ich wollte mit meinem posting eingeltich nur zum Ausdruck bringen, dass 
eine HDD immernoch das beste Speichermedium ist!

Ich persönlich mache übrigens keine zusätzlichen BackUps. Zum einen habe 
ich keine wichtigen Daten und zum anderen bin ich zu faul dazu!
Gelegentlich sichere ich mein Thunderbird-Postfach, das liegt dann auf 
einer Partition irgendwo auf dem Rechner.

Ich habe bei mir im Rechner zwei (physikalische) Festplatten und versch. 
Partitionen. wenn sich was in der Software verbiegt und windows 
ncihtmehr startet, ist das nicht schlim, eigene Dateien, mail ect. sind 
auf einer andere Partition. Habe ich aber einen Hardwaredefekt, so wird 
mich das Schicksal übelst bestrafen!
Aber ich habe eignetlich auch nichts wichtiges - wenn mal meine mail 
verloren gehen komme ich darüber hinweg, um meine mp3's wärs mir wohl 
wein wenig schade, aber die kann man ja wieder neu von CD auf Festplatte 
bringen.
und die eigenen docs wie Bewerbungen oder online-kontoauszüge sind auch 
verzichtbar!

by the way - wenn 500gig mal 50euro kosten, dann mach ich raid! - 
solange muss ich auf SMART vertrauen!

Autor: Karl-j. B. (_matrixman_)
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Ich sichere alle meine Daten einmal auf zwei unabhänige NAS-Servern und 
dann noch zusätzlich alle 1-2 Monate auf einer DVD.

Wenn meine Festplatte und meine NAS Server nun kaputt gehen ( 
Überspannung, Erdbeben, Brand, ... ) hab ich immernoch eine 
DVD-Sicherung welche nicht älter als 2 Monate ist. Somit auch noch mit 
großer Sicherheit lesbar.

Wobei man zwischen Archivieren und Backup unterscheiden sollte.

Backup: Sicherungskopie die regelmäßig erstellt wird -> CD/DVD sehr wohl 
geeignet da die Kopie meist nicht zu alt wird (außer man macht nur alle 
5 Jahre ein Backup)

Archivieren: Daten einlagern. Daten werden irgendwo gespeichert um sie 
nach einigen Jahren/Jahrzehnten wieder auslesen zu können.

USB-Stick/SD Karte müsste für langzeit Speicherung schon geeignet sein. 
Allerdings würd ich alle 5 Jahre nachschauen ob die Daten noch 
vollständig sind sowie evt die Daten nochmal neu draufspeichern.

Klar das die Hersteller nicht länger als 10 Jahre garantieren - Es gibt 
noch keine echten langzeit Tests mit Flashspeichern.

Was ganz sicher währe ist wenn dus auf USB-Stick, DVD und evt auf 
Festplatte speicherst.


Was du aber nicht vergessen darfst: Die Schnittstellen ändern sich! In 
15 Jahren wirst du keine DVD mehr lesen können und USB sowie SD wirds 
auch nicht mehr geben. Entweder musst du dann das Lesegerät (PC) auch 
archivieren oder deine Daten auf Microfilm abspeichern damit kannst dus 
immer lesen. (Allerdings nur Textdokumente und Bilder bedingt Filme) 
kostet aber viel Geld - ist allerdings im "Profibereich" standart.

Autor: blob! (Gast)
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NACHTRAG:
wer von Euch macht den Regelmäßig ein Backup?

Wer nützt raid1, wer hat nen fileserver laufen und wer kackt auf das 
alles!?

(Ich zähle mich, wie bereits erwähnt, zur letzteren Gruppe)

Autor: Rolf Magnus (Gast)
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Was du aber nicht vergessen darfst: Die Schnittstellen ändern sich!

> In 15 Jahren wirst du keine DVD mehr lesen können und USB sowie SD
> wirds auch nicht mehr geben.

Also zumindest im Bezug auf USB bezweifle ich das. Der wird sich noch 
lange halten. Es gibt heute auch immer noch RS232, und das ist schon 
über 40 Jahre alt. USB hat dadurch, daß es viel mehr umfaßt, prima 
Chancen, mindestens genauso lange zu halten. Es ist ja auch gerade mal 
etwas mehr als 10 Jahre alt und viel weiter verbreitet als RS232 
seinerzeit. Aber IDE wird es mit Sicherheit nicht mehr geben, und SATA 
evtl. auch nicht.

Autor: Gast (Gast)
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> gibt das nochmal die Rückkehr der guten alten Lochstreifen ? :-) Wieviel
> km Lochstreifen braucht man für 1GB? Eine nette Rechenaufgabe für
> angehende Informatiker...
> Aber das ist wohl ein ernsthaftes Problem das alle grossen Archive
> haben, auch die ersten Musik CDs im Deutschen Musikarchiv lösen sich ja
> langsam auf. Ich meine Magneto-Optical Discs oder Kodak Gold-CDs
> (http://www.kodak.com/global/en/service/faqs/faq1008.shtml) sollen
> länger halten.

Bei der modernen Variante ca. 1 mm ;-)
http://www.zurich.ibm.com/st/storage/concept.html

Ernsthafte Antwort auf die ursprüngliche Frage: Ein klassisches 
Bandlaufwerk. Haltbarkeit der Bänder wird üblicherweise mit >30 Jahren 
angegeben.

Autor: dome89 (Gast)
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Um deine Daten zu archivieren gibt es verschiedene Möglichkeiten, am 
Anfang hab ich auch an eine Festplatte gedacht, aber wie schon gesagt 
bei Brand o.Ä. ist davon nich mehr viel übrig. Du kannst dich nat nach 
einem Rechenzentrum umschaun, um solch Problemen entgegenzuwirken, da 
diese meist gut gegen sowas abgesichert sind. Allerdings würde ich in 
CDs kein garsogroßes Problem sehen. Natürlich würde cih für solche 
Angelegenheiten keine von ALDI und Co verwenden. Ordentlich 
verschlossen, evtl eingeschweißt und vernünftig gelagert, bei normalen 
Temperaturen dürfte eig für die nächsten 10 Jahre nichts passieren. Und 
bei solch geringem Kstenfaktor kannst du auch glaich 2,3 Kopien 
anfertigen für den Fall der Fälle.

2 weitere altbewähre Methoden, die mir spontan einfallen sind einmal 
Magnetbänder, welche bei verünftiger Lagerung und nich allzuoftem 
Gebrauch viele Jahrzehnte überdauern oder du benutz bei Texten oder 
Bildern einfach Fitches oder wie die dinger heißen also kleine Dinger, 
auf denen deine Dokumente komprimiert werden.

Und wiegesagt, doppelt abgesichrt, ist selten von nachteil

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Magnetbänder müssen regelmäßig umgespult und bei Problemen kopiert 
werden.

Ohne solche Pflege halten sie nicht jahrzehntelang.

Microfiche (http://de.wikipedia.org/wiki/Microfiche) dürfte wirklich das 
Speichermedium mit der längsten Haltbarkeit sein - sachgemäße Lagerung 
vorausgesetzt. Nur leider kommt man als Privatperson kaum an die 
entsprechenden Schreib- und Lesegeräte.

Aus eigener, langjähriger Erfahrung mit CD und DVD würde ich wichtige 
Daten höchstens DVD-RAMs anvertrauen. Allen einmal beschreibbaren Medien 
traue ich nicht recht und wiederbeschreibbare - ausgenommen DVD-RAM - 
sind völlig unbrauchbar.

Wirklich wichtige Daten würde ich nach folgenden Prinzipien 
langzeitarchivieren:

1. Die Daten werden möglichst als ASCII-Datei gepeichert. Alle
   proprietären Formate sind unbedingt zu meiden. Die Struktur
   der Daten wird gesondert dokumentiert und mit abgespeichert.
2. Medienvielfalt:
   - DVD-RAM
   - USB-Stick
   - externe USB-Festplatte
3. Vor dem Beschreiben der Medien werden sie immer frisch formatiert,
   damit garantiert ist, daß Dateien zusammenhängend gespeichert werden
4. Als Dateisystem würde ich wegen der einfachen Strukturen FAT benutzen
5. Jeweils das ganze Medium wird mit Kopien der Daten ganz voll
   geschrieben
6. Die Medien werden an mehreren Orten gelagert
7. Die Daten werden alle 5 Jahre geprüft und ggf. auf neue Medien
   kopiert

Autor: jan (Gast)
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Moin !

losgelöst von der Haltbarkeit ist natürlich wichtig zu wissen ob die 
Daten überhaupt richtig und vollständig geschrieben sind.

Kann mir einer hierzu etwas sagen ??

Gruß Jan :-)

Autor: mhh (Gast)
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Bei DVD RAM wird automatisch sofort ohne Dein Zutun überprüft. Deshalb 
dauert das Befüllen einer DVD RAM ca. doppelt so lange wie die 
Schreibgeschwindigkeit es eigentlich vermuten läßt.

Autor: G4st (Gast)
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Nen Atmega behält seinen Inhalt laut Datenblatt für 100Jahre :)

Autor: jan (Gast)
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... und wie ist das bei sd-card-sicherungenn!!!!

wie könnte ich es dort prüfen ??

Gruß jan :-)

Autor: Warren Spector (jcdenton)
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ich hab vor kurzem backup-cds von 2000 ausgegraben :-> lesbar.

waren aber auch markenrohlinge, und ich hab mir damals schon gedanken um 
brennqualität gemacht.

Autor: oszi40 (Gast)
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Jedenfalls sollte man auch ein paar übliche Medien benutzen, wo es in 
Jahren noch Geräte gibt, die diese Medien noch lesen können!
Beispiel Nasa-Mondmissionen...

Autor: naja (Gast)
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oszi40 schrieb:
> Jedenfalls sollte man auch ein paar übliche Medien benutzen, wo es in
> Jahren noch Geräte gibt, die diese Medien noch lesen können!

Da hilft nur, alles in Stein zu meißeln. Denn darin sehe ich das größte 
Problem.

Autor: Dämlack (Gast)
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>Beispiel Nasa-Mondmissionen...

Er soll seine Dateinsicherung mit hilfe einer Apollo Raumkapsel machen!?

Autor: Sigint 112 (sigint)
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Ach, das ist doch alles Spielzeug. Nur Papier hält fast ewig.
http://www.ollydbg.de/Paperbak/index.html
;-)

Gruß,
  SIGINT

Autor: Chris S. (hondaracer1)
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G4st schrieb:
> Nen Atmega behält seinen Inhalt laut Datenblatt für 100Jahre :)

EEPROM oder Flash?


USB Sticks sind halt auch nur flash speicher bestehend aus kleinen 
kondensatoren die sich langsam aber sicher entladen. Klar halten die 
daten in nem usbstick mit nem qualitativ hochwaertigen speicherbaustein 
laenger als 10 jahre aber irgendwann sind se weg. Dafuer koennte man im 
gegensatz zu ner CD den stick einfach wieder neu beschreiben und damit 
im prinzip die kondensatoren wieder aufladen alle paar jahre.

Autor: Ro (Gast)
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Wie groß ist eigentlich die Gefahr die von Viren ausgeht  ?
Ist da nicht der Schreibschutz von CDs und DVDs von Vorteil.
Meine externe USB-Festplatte verwende ich ja auch noch zum 
Datenaustausch .

Mit freundlichen Grüßen
Ro

Autor: Zwie Blum (zwieblum)
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Archivierte Viren sind auch ganz nett. Aber PaperBack find' ich genial 
:-)

Autor: Schlaumacher (Gast)
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Machts doch wie unsere Urahnen, Höhlenmalerei hat sich jahrtausende 
gehalten.............   ;-)

Autor: Tom (Gast)
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Ich habe jetzt nicht alles gelesen..

Es gibt nur eine wirklich sicher Methode:
Alles 2 mal ausdrucken (Laser, richtiges Papier usw.) und dann weit 
getrennt trocken einlagern.
 Eine andere ist das schreiben auf Mikrofilm.
Da könnte man  auch SW-Bilder speichern.

Es ist das GRÖßTE Problem was du da ansprichst, es gab mal eine Sendung
im DLF über die Archive in Deutschland und Ihre Probleme mit den neuen 
Medien.

Autor: S. B. (Gast)
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es gibt noch eine Methode, die keiner erwähnt hat - MO-Disks;
Mehrfachkopien der Daten auf MO-Disks.
Die Daten haben eine Lebensdauer von 30 bis 50 Jahren auf den Medien bei 
normaler Lagerung, Problem ist aber eher das Lesegerät - also mindestens 
2 MO-Drives kaufen. Alles andere macht wegen der Datenmenge und Kosten 
kaum Sinn.
Nach 30 bis 50 Jahren Schreibprozedur wiederholen bzw. aktuellere Medien 
nutzen.
Außerdem ein zusätzliches Backup auf einen externen Fileserver (falls 
das kostenmäßig überhaupt Sinn macht) und Dein Problem dürfte gelöst 
sein.

Autor: S. B. (Gast)
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Hdds sind wesentlich schlechter als Langzeit-Datenträger im Vergleich zu 
MO-Disks. Magnetbänder sind m.W. genauso unsicher bzw. noch schlechter.
Einzige Alternative wäre noch At-Mega oder Microfiche - bei At-Mega 
dürfte die Datenmenge zum Problem werden, Microfiche ist besser in der 
Haltbarkeit (500 Jahre), aber zu teuer.

Autor: mhh (Gast)
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Hält erwiesenermaßen 1000e Jahre  :)

http://www.der-roemer-shop.de/Schreibwaren/Papyrus...




Elektronische/ optische/ magnetische Speicherung hat das Problem der 
passenden Lesegerätschaften in 20, 30, 50 oder 100 Jahren.

Autor: Gerry E. (micky01)
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S. B. schrieb:
> es gibt noch eine Methode, die keiner erwähnt hat - MO-Disks;
> Mehrfachkopien der Daten auf MO-Disks.
> Die Daten haben eine Lebensdauer von 30 bis 50 Jahren auf den Medien bei
> normaler Lagerung,

... da ja immer von der Computersteinzeit die Rede ist, die für die 
älteren etwa 20, für die jüngeren 6-8 Jahre zurückliegt: Gibt es denn 
für die 30 bis 50 Jahre Belege, die man nachschlagen kann?

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Das Problem bei MOs ist, daß keine Weiterentwicklung stattfindet.

Die an und für sich sehr attraktiven 3.5"-MOs sind vor etlichen Jahren 
bei 2.6 GB Kapazität stehengeblieben, und es gibt außer Fujitsu keinen 
Hersteller mehr für die Laufwerke.
Auch die 5.25"-Laufwerke scheinen bei 5.2 GB Kapazität (beidseitig, also 
mit Umdrehen!) stehengeblieben zu sein.

Das und die äußerst schlechte Verfügbarkeit macht MOs trotz ihrer 
Vorzüge obsolet.

Haltbar sind die Dinger, ich habe in den letzten 15 Jahren mit etlichen 
hundert Laufwerken und noch mehr Medien zu tun gehabt, und es ist genau 
ein einziges Medium ausgefallen - aber das wurde mechanisch beschädigt, 
als es einem Kollegen aus der Tasche fiel und ein Auto drüberfuhr.

Allein, was nützen tolle langhaltbare Medien, wenn es bereits jetzt kaum 
noch Laufwerke dafür gibt?

Autor: Blackbird (Gast)
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Ja, den MOs weine ich auch manche Träne nach. Meine MiniDisk samt 
Recordern sind jetzt schon Exoten. Die letzte MiniDisk hatte 1GB, davor 
waren es 160MB (aber nur für Musik). Sony hat das Lizenzmodell sehr 
restriktiv gehandhabt und sich letzten Endes selbst ins Knie geschossen.

Fehler hatte ich auch noch nie seit 15 Jahren.

Blackbird

Autor: Icke (Gast)
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Wie wäre es mit Lochstreifen? Bei gutem Papier sehr lange haltbar und 
notfalls ganz ohne Lesegerät mit dem bloßen Auge dekodierbar. Die 
Speicherdichte ist natürlich bescheiden...

Autor: Pezi (Gast)
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Sigint 112 schrieb:
> Ach, das ist doch alles Spielzeug. Nur Papier hält fast ewig.
>
> http://www.ollydbg.de/Paperbak/index.html
>
> ;-)

Die Lösung find ich voll faszinierend. Und das könnte echt klappen. :-)

Autor: Nitram L. (nitram)
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Wichtige Informationen können auch hier im Forum gepostet werden - das 
zeigt dieser Thread - den gibt es jetzt schon 2,5 Jahre und ist immer 
noch
lesbar!

Das eine sind die Daten - aber wie schaut es mit den Anwendungen in 10 
Jahren aus? Ich habe da so meine Bedenken, das man eine "ami pro" Datei 
von 1989 noch geöffnet bekommt – und! diese auch nur noch Ansatzweise 
vom Layout was mit dem Original zu tun hat...

nitraM

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Martin L. schrieb:
> Das eine sind die Daten - aber wie schaut es mit den Anwendungen in 10
> Jahren aus? Ich habe da so meine Bedenken, das man eine "ami pro" Datei
> von 1989 noch geöffnet bekommt – und! diese auch nur noch Ansatzweise
> vom Layout was mit dem Original zu tun hat...

Sofern man die zu den Daten gehörenden Anwendungen nebst des 
zugrundeliegenden Betriebssystems in einer virtuellen Maschine bzw. 
einem Emulator vorhält, hat man Chancen.

Aber wer hat sich schon den Aufwand gemacht, sein DOS von '89 in eine VM 
zu packen?

Andererseits: Wer muss heute noch auf über 20 Jahre alte Dokumente 
zugreifen, die zwischenzeitlich nicht von Interesse waren (und also 
irgendwann konvertiert worden wären)?

Autor: Zwie Blum (zwieblum)
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> Andererseits: Wer muss heute noch auf über 20 Jahre alte Dokumente
> zugreifen, die zwischenzeitlich nicht von Interesse waren (und also
> irgendwann konvertiert worden wären)?

Das ist der Haken an der Sache: Archive werden erst interessant, wenn's 
keinen mehr gibt, den man fragenkönnte, was da drinnen steht. Und da 
ist's ziemlich Essig mit digitalen Datenspeichern. Nix mit "Verscholle 
Bibliothek nach 2000 Jahren wiedergefunden", bestenfalls "Seltsamer 
Kultgegenstand ohne erkennbare Schrift gefunden"

Autor: G4st (Gast)
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Warum gibt es eigentlich keine großen Append-Only PROMS für Backups? Die 
sollten auch ziemlich lange halten :)

Autor: Daniel R. (h3po)
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Ich finde, die Mischung machts. Für Daten, die sich nicht mehr ändern, 
verwende ich ganz normale CD/DVD und bewahre zusätzlich alles auf meinen 
Festplatten auf. Wenn mal ein Virus wütet, hab ich noch die CD und wenn 
mal ne Scheibe zerkratzt, den Rechner und die Backups die man so macht. 
Ausserdem schafft man sich ohnehin ständig neue Hardware an und 
überspielt auch die Daten auf neuere Festplatten. Wenn dann die nächste 
Generation an optischen Medien rauskommt und ausgereift ist, brennt man 
halt neue Read-Only-Backups.
Die CD/DVD-Sammlung etwas weiter weg und im Keller aufzubewahren, 
schützt vor dem Brand/Erdbeben Problem.

Schwieriger wird es bei Sammlungen von Daten die sich ständig ändern, so 
zum Beispiel meiner Fotosammlung. Da es sich dabei ja auch um größere 
Datenmengen handelt, möchte man die Sicherungs-Sessions auf DVD 
möglichst lange hinauszögern, ohne dann von nem Headcrash kalt erwischt 
zu werden. Dazu habe ich mir ein Raid1 im Desktop-Rechner eingerichtet. 
Einen weit Verbreiteten Controller zu haben, ist auch etwas wert. In 
meinem Fall die Intel ICH9R auf dem Motherboard, gibts zuhauf und die 
Platten können auch mit jedem anderen ICH9/ICH10 Mobo wieder ausgelesen 
werden.

Autor: zwieblum (Gast)
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Du bewegst dich damit aber noch immer in der Kurzzeitsicherung.

Autor: Sio_x (Gast)
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Die einzigste vernünftige Lösung wäre ein optisch holografischer 
Speicher. Der einzigste Knackpunkt liegt dann am Material (verbleichen 
etc) so wie den Lesegeräten. Also wieder an den elektronischen 
Bauteilen. Da eine langfristige Lösung mit einem Standart der 100 Jahre 
hält, wohl keine Firma mitziehen wird. So lässt sich ja kein Geld 
verdienen. Der Punkt ist, für soetwas muss wohl wieder der Staat 
Auflagen machen. Denn auch dieser wird mit seinen Archiven irgendwann in 
dieser misslichen Lage sein oder ist es bereits.

Es gibt einfach keine wirklich sichere Lösung, als alle paar Jahre das 
umkopieren auf einen neueren Standart der Speichertechnologien. Es 
bringt mir nichts wenn ich heute eine Festplatte mit IDE Anschluss in 
den Safe lege. ^^ Dazu kommt, das jede Erschütterung, jedes Magnetfeld, 
Wärme, Kälte, Luftfeuchtigkeit, Haltbarkeit der Dichtung, Bauelemente im 
elektronischen Teil der Festplatte Kriterien sind, die ein umkopieren 
sowieso stetig sinnvoll erscheinen lassen.

Wer sich für den Holografischen Speicher interessiert:
http://digitalleben.t-online.de/holographischer-sp...

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