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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Entstörfilter - kurze Beratung benötigt


Autor: Dietmar (Gast)
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Hi Leute,
ich hab mir ne kleine Schaltung mit nem AT90S2313 aufgebaut.
Funktioniert auch wunderbar. Die Schaltung wird über ein
Steckernetzteil mit 5V versorgt. Bloß wenn ich z.B. ein Licht
einschalte wird der µC resettet. Oder wenn irgendwo im Haus ein Motor
angeht, ist der gleiche Fall. Bei Reichelt gibt's ja so Entstörfilter.
Ich hab da leider überhaupt keine Ahnung davon wie ich die
dimensionieren muß. Hilft mir dieses Teil "BC 101K" ? Kostet bloß
0,82€, ein kompletter Netzfilter kostet knappe 10€. Wäre über nen Tipp
dankbar.
Gruß Dietmar

Autor: Dirk Schlage (Gast)
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Hallo,

es werden sicher noch berufenere als ich antworten, aber.

Hast du einen Linearregler oder so was zwischen deinem Steckernetzteil
und deinem Controller? Wenn ja, hast du dann auch daran gedacht die
üblichen Elkos vor und hinter dem Regler anzubringen? Und ggf.
zusätzlich Tantal-Elkos?

ciao
   Dirk

Autor: Dietmar (Gast)
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Hallo Dirk, zuerst hatte ich einen 7805 verbaut --> gleiches Problem.
Jetzt hab ich ein Steckernetzgerät angeschlossen und relativ nahe an
der Schaltung noch einige Elkos und Kondensatoren verbaut. Aber ich
habe hier im Forum mal gelesen dass das nichts bringen kann. Da muß ein
LC-Glied zur Entstörung rein.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Da Steckernetzteile schutzisoliert sein müssen, ist es unwarscheinlich,
daß die Störungen von dort kommen.

Und wenn Du nicht mit 100nF-Pillen an sämtlichen ICs und Reglern und
dicken Elkos am 7805 gegeizt hast, sollten Überspannungspulse im Netz
auch keine Gefahr bilden.


Die häufigste Ursache solcher Störungen sind schlechte Platinenlayouts
(z.B. keine Massefläche, lange dünne gewundene Leiterzüge, wie sie
Autorouter gerne verbrechen) und floatende Portpins womöglich noch mit
langen Drähten als Antenne versehen.

Unbenutzte Portpins auf Pegel setzen, benutzte Portpins über
Widerstände entkoppeln, in schweren Fällen auch Supressordioden
verwenden.

Und sehr wichtig: VCC, GND, Takt- und Resetleitungen kurz halten !


Peter

Autor: Dirk Schlage (Gast)
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Hallo,
zunächstmal entschuldigung für meine mangelnde Erfahrung.

Warum das nichts bringen kann ist mir zwar schleierhaft, jetzt mal zu
meinen eingenen Erfahrungen in der Sache.

Ein Steckernetzteil, liefert zum Beispiel einen Pulsierenden
Gleichstrom. Ohne den Elko vor dem Regler steht nicht die volle
Spannung zur Verfügung. Das hat bei mir zum Beispiel dazu geführt, dass
ich am Ausgang des Reglers nur 3,irgendwas Volt gemessen habe und die
Schaltung sehr in stabil war. Die Groesse des Elkos hängt vom
Leistungsbedarf ab, und wieviel Restwelligkeit noch tolerierbar ist.

Hinter dem Regler sorgt der Elko dafür kurzzeitigen Leistungsbedarf zu
überbrücken. In einer Schaltung habe in ein paar Latches und dahinter
etliche Transistoren und dann die Wirkliche Last. Der Leistungsbedarf
beim Schalten hat dazu geführt, dass die gesamte Versorgungsspannung am
Controller zusammen gebrochen ist, wenn geschaltet wurde. Was ich mit
meinem Oszilloskop prima sehen konnte. Die Tantalkondensatoren sind
wenn ich das richtig sehe schnelle und werden klassischerweise
unmittelbar an der Versorgungsspannung der kritischen ICs angebracht.

Bei einer meiner Schaltungen habe ich 100uF jeweils vor und hinter dem
Regler und 1 uF Tantal hinter dem Regler, obwohl ich schon gelesen habe
dass auch einer vor dem Regler angebracht werden sollte. Die Werte für
die Tantalperlen werden mit 0,1 1 oder 10 uF angegeben.

Das hilft dir jetzt auch nicht viel weiter, aber vieleicht solltest du
eine Zeichnug deines Schaltplans zeichnen und posten.

ciao
   Dirk

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