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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Kompatibilitätsmodus des Atmega128 mit dem Atmega103


Autor: Thomas (Gast)
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Was bedeutet das genau? Wozu ist dieser Modus? Ist der standardmässig 
eingeschaltet oder ausgeschaltet? Wie schalte ich den womöglich aus?

Autor: holger (Gast)
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>Wozu ist dieser Modus?

Der ATMega128 wird kompatibel zum ATMEga103.
Aber das möchte man meist nicht !

>Ist der standardmässig eingeschaltet oder ausgeschaltet?

Der ist eingeschaltet.

>Wie schalte ich den womöglich aus?

Über die Fuses.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Thomas (Gast)

>Was bedeutet das genau?

Steht alles im Datenblatt.

> Wozu ist dieser Modus?

Damit verhält sich ein Mega128 wie ein Mega163.

> Ist der standardmässig eingeschaltet oder ausgeschaltet?

Ein.

> Wie schalte ich den womöglich aus?

Per Fuse-Bit.

RTFM.

MFG
Falk

Autor: Thomas (Gast)
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Was ist das denn für ne sch.. wenn ich einen Atmega128 kaufe will ich 
doch keinen Atmega103!!!!!! Zumindest sollte dieser Modus standardmässig 
ausgeschaltet sein! Was ist den der Hintergedanke hier?

Autor: Magnus Müller (Gast)
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Falk Brunner wrote:
>> Wozu ist dieser Modus?
>
> Damit verhält sich ein Mega128 wie ein Mega163.

Sorry, wenn ich dich korrigieren muss, aber der Mega128 verhält sich 
dann wie ein Mega103.

> RTFM.

Falk, du scheinst mir ein wenig unkonzentriert zu sein (bitte nicht 
persönlich nehmen) ;)

Gruß,
Magnetus

Autor: Magnus Müller (Gast)
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Thomas wrote:
> Was ist das denn für ne sch.. wenn ich einen Atmega128 kaufe will ich
> doch keinen Atmega103!!!!!! Zumindest sollte dieser Modus standardmässig
> ausgeschaltet sein! Was ist den der Hintergedanke hier?

Vor langer, langer Zeit gab es einen kleinen ATMega103, welcher im 
selben Gehäuse wohnte wie später/heute der ATMega128, welcher 
seinerseits den Mega103 ablösen sollte. Aus diesem Grunde wurde dem 
Mega128 ein Kompatibilitätsmodus verpasst, welcher es den Kunden 
erlaubte, ihre Baugruppen, welche auf Basis des Mega103 entwickelt und 
gefertigt wurden, auch weiterhin fertigen zu können ohne SW- oder HW- 
Änderungen vornehmen zu müssen.

Die Kunden, welche die erweiterten Funktionen des Mega128 nutzen 
woll(t)en mussten/müssen halt nur die Kompatibilitätsfuse entsprechend 
umprogrammieren.

Gruß,
Magnetus

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Als 1997 die AVRs entwickelt wurden, kam zuerst der AT90S1200 raus. 
Später kamen AT90S2313 und AT90S8515 hinzu.

Dann wollte man klotzen und hat gleich den ATmega103 entwickelt. 
Daraufhin hat wohl ein Großkunde den ATmega103 massiv eingesetzt.

Die Chips sind nun aber längst eingestampft.

Um nun diesen Großkunden nicht zu verlieren, mußte aber was 
103-kompatibles weiter produziert werden.
Deshalb hat der Mega128 als default den 103-Modus und auch dieses 
vergurkte SPI über die UART-Pins.


Peter

Autor: Spess53 (Gast)
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Hi

Der ATMega 128 ist übrigens nicht der einzige, der einen 
Kompatibilitätsmodus besitzt. Auch beim ATMega8515/8535 kann man auf 
"Vorgängerverhalten" umschalten. Allerdings ist das werksseitig 
abgeschaltet.

MfG Spess

Autor: Thomas (Gast)
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Versuche den ATmega128 im avr studi zu simulieren! aber ich denke dort 
ist dieser kompatiblitätsmodus auch noch angeschalter! wie schaltet man 
den im avr studi aus?!

Autor: Magnus Müller (Gast)
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Thomas wrote:
> Versuche den ATmega128 im avr studi zu simulieren! aber ich denke dort
> ist dieser kompatiblitätsmodus auch noch angeschalter! wie schaltet man
> den im avr studi aus?!

Hä? Das würde mich jetzt aber stark wundern. Ich gehe mal davon aus, 
dass AVR Studio definitiv den Mega128 im 128er Modus simuliert, wenn man 
ihn als Targetdevice ausgewählt hat. Um den 128er im 103er Modus zu 
simulieren braucht man ja nur den 103er als Targetdevice definieren... 
oder?

Gruß,
Magnetus

Autor: Johannes M. (johnny-m)
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Seit wann kümmert sich der Simulator um irgendwelche Fuses? Das ist doch 
grad einer der Gründe, weshalb so viele Fragen hier auftauchen in Sachen 
"Hilfe, das Programm funktioniert im Simulator aber in der Hardware tut 
sich nix...". Magnetus hat recht: Wenn in den Simulator-Einstellungen 
der 128 ausgewählt ist, dann nimmt der Simulator auch einen 128 an...

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Magnus Müller wrote:

> Vor langer, langer Zeit gab es einen kleinen ATMega103, welcher im
> selben Gehäuse wohnte wie später/heute der ATMega128, welcher
> seinerseits den Mega103 ablösen sollte.

Irgendwo im GCC-Sourcecode steht auch noch ein Kommentar, dass der
ATmega128 ursprünglich mal ATmega603 heißen sollte als Nachfolger
des ATmega103.  Die Nomenklatur, auch bei den ATmegas die ROM-Größe
in den Namen aufzunehmen, wurde erst danach erfunden (mit dem
ATmega128).

Ja, diese Fuse hat schon vielen Leuten graue Haare beschert.  Aber
die Fuses muss man sich sowieso genau angucken, sonst kann es
passieren, dass die Hälfte eines Ports nicht funktioniert, weil man
nicht an die JTAG-Doppelfunktion gedacht hat (standardmäßig ein, damit
man auch über JTAG programmieren kann), oder man benutzt den falschen
Generator (das wurde vor allem zu Zeiten gern vergessen, da die AVRs
in der Regel mit einem externen Quarz betrieben wurden, der interne
RC-Oszillator kam erst später).

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