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Forum: Hausbus Audio mit I2C/CAN

Autor: Michael Kaiser (cruiser)
Datum: 18.10.2007 09:12

Hallo,

ich möchte gerne den Lautsprecher-Ausgang meiner Stereo-Anlage mittels
CAN/I2C im Haus verteilen. Gut wäre es, wenn ich später Touchpanels
dazwischen schalten könnte, um darüber Räume dazuzuschalten bzw. die
Lautstärke in den einzelnen Räumen regulieren könnte.

Ich habe dafür bisher leider keine (günstigen) fertige Lösungen
gefunden.

Gruß
Michael
Autor: Rahul Der trollige (rahul)
Datum: 18.10.2007 09:21

Lautsprecher bedeutet immer, dass ein "dicker" Strom fliesst, der
wiederum dicke Kabel nach sich zieht.
Einfacher wäre es, ein Line-Signal über Twisted-Pair-Leitungen (CAt.5
reicht) zu schicken. Dann kann man noch die anderen beiden Aderpaare für
die Kommunikation benutzen.
DIe Leistung muß allerdings vorort erzeugt werden (Aktivboxen kosten ja
auch nicht mehr die Welt...).
Autor: Michael Kaiser (cruiser)
Datum: 20.10.2007 09:04

Aktiv-Boxen sind kein Problem. Die sind ja inzwischen wirklich in fast
jeder Bauform zu geringen Kosten zu bekommen.

Ein Line-Signal müsste ich dem Verstärker am Tape-Anschluss abnehmen
können.

Soweit also kein Problem die Voraussetzungen zu schaffen.

Wie bekomme ich aber nun die Steuerung hin?

Räume zu/abschalten, Lautstärke für die Räume unabhängig voneinaner
regeln.

Leider befasse ich mich erst seit sehr kurzer Zeit mit dem Thema, aber
ich hätte jetzt gedacht, daß ich das Signal digitalisiere, und im
jeweiligen Raum oder auch an den jeweiligen Lautsprechern direkt wieder
in ein analoges Signal mit der jewelig programmierten Lautstäreke
umwandel.

Grundsätzlich ein falscher Gedanke?
Autor: opacer (Gast)
Datum: 20.10.2007 11:06

Also wenn ich mich jetzt nicht verrechnet habe, wird CAN etwas knapp mit
der Datenrate bei unkomprimiert CD-Qualität..

Was du evtl. machen könntest.. Hol dir von VLSI so einen MP3/AAC..
Decoder. Die können dir ein Line oder Mikrofon-Signal per SPI als ADPCM
Stream geben. Den könntest du dann per CAN verschicken. Auf der anderen
Seite musst du den Stream dann wieder analog wandeln und dann hättest du
es ja.

Bei optimal 4:1 Komprimierung (?) von ADPCM könnte CD-Qualität evtl.
hinhauhen. Dann ist der CAN-Bus aber schon gut beschäftigt. Für
Lautstärke etc. gibt es zum Beispiel von TI spezielle ICs. Die könnte
der µC per Kommando steuern.

Grüße
Autor: Rahul Der trollige (rahul)
Datum: 20.10.2007 15:15

>Grundsätzlich ein falscher Gedanke?

Meiner Meinung nach zu viel Aufwand.

Willst du nur ein Tonsignal auf verschiedene Räume verteilen?
Und in den Räumen dann die Lautstärke einstellen oder in der "Zentrale"?
Beim Digitalisieren und Zurückwandeln kann es zwischen den einzelnen
Räumen zu Timing-Problemen kommen, so dass man einen gewissen Versatz in
der Musik hat. Wenn man dann von einem Raum in den anderen geht, klingt
das irgendwie komisch. Noch schlimmer ist es, wenn sich die Geräusche
überlagern.

Wie weit sind die Räume voneinander entfernt?
Wie "groß" (Anzahl der Zielstationen) soll die Anlage bekommen?
Autor: Michael Kaiser (cruiser)
Datum: 21.10.2007 20:29

> Wie weit sind die Räume voneinander entfernt?
> Wie "groß" (Anzahl der Zielstationen) soll die Anlage bekommen?

Es gibt insgesamt 5 Ziele. Davon liegen 4 nebeneinander, der 5. ist ca.
10 Meter entfernt.
Ich hatte mir eine Lautstärkeregelung in jedem Raum und eine zentrale
Steuerung für alle Räume vorgestellt.
Autor: Gast (Gast)
Datum: 23.10.2007 19:38

Ich habe mich mit dem Thema auch schon beschäftigt und auch schon
diverse Feldversuche hinter mir, hier meine Meinung dazu:

1) Das NF-Signal über irgendwelche Leitungen quer durch die Wohnung und
dann an diese Aktivboxen bringt dir nur Probleme (Brummschleifen,
Störeinstreuungen), du müsstest das ganze dann symmetrisch übertragen,
bedeutet dann am Anfang und Ende Übertrager u.s.w..
Zudem brauchst du dafür noch irgendwo ´ne Versorgungsspannung her.

2) Die Streamingvariante
wurde ja schon geschrieben, durch das wandeln treten Verzögerungen auf,
und wenn die Räume akustisch nicht völlig getrennt sind klingt das
furchtbar (ist tatsächlich so).
Ein Installationsbus ist auch nicht für die Datenmengen ausgelegt.

3)Bei mir kommt eine zentrale Lösung zum Einsatz, bei der von einem
zentralen Mehrkanal-Verstärker die Lautsprecherleitungen in die Räume
gehen.
Als Querschnitt liegt da 1,5 qmm, selbst nach 30m ist kaum ein
Lautstärkeabfall zu bemerken.
Man kann auch ´ne Lösung bauen, bei der einfache Telefonleitung zum
Einsatz kommt (Stichwort 100V ELA-Technik...)

Vorteil ist auch, dass ich dass alles Zentral stehen hab.
Die Bussteuerung dafür ist noch nicht fertig.
Praktisch wird die "Audio-Zentrale" so aussehen,
- Anschluss für Installationsbus
- Analog/Chinch-Eingänge für Signalquellen
- Analog/Chinch Ausgänge zu den einzelnen Verstärkerkanälen
- RS232 zum programmieren per PC

Über die normalen Wandpanels für Licht u.s.w. werden an die Zentrale
dann einfache laut/leise/Mute/Room_on/off Befehle u.s.w. geschickt

Die Lautstärke/Klangreglung/Quellenwahl erfolgt rein Analog
(Klangregel-ICs mit I2C-Bus).
Damit brauch ich nur einen Controller der die Bus-Befehle umsetzt und
die ICs entsprechend ansteuert.

Namhafte Hersteller machen dies ähnlich (als Beispiel Adagio-Multiroom
System von Crestron)
Autor: Günter (Gast)
Datum: 05.03.2008 20:59

Ich Plane ebenfalls eine zentrale Lösung.
5 Räume mit Deckenlautsprecher. In jedem Raum im Schaltersystem eine
Bedienstelle mit Ein/Aus, Lautstärke, Quellenwahl, Party Funktion (alle
Räume gemeinsam) und als " nice to have" Fernbedienung über IR und
Display.
Technik wie Steuerung, Umschaltung und Verstärker Zentral (im Keller).
Bin Leider beim Programmieren nicht so Fit. Gibt´s schon Lösungen oder
fertige Projekte zum Nachbauen, welche bezahlbar sind?
Wäre für Hilfe dankbar!
Autor: Andi (Gast)
Datum: 07.03.2008 22:54

Wie wäre es mit Ethernet?
Aus der Stereo Anlage raus -> AD Wandlung -> ins Ethernet unkomprimiert
(also PCM) übertragen -> DA-Wandlung -> abspielen

ne vernünftigen PLL garantiert garantiert absolut synchrones Abspielen.
Es müssen nur beim Zuschalten eines DA alle neu synchronisieren.

Läuft bei mir problemlos - allerdings ist die Stereoanlage bei mir ein
PC.
Autor: scapin (Gast)
Datum: 29.03.2008 10:40

Ich habe die Lösung für Michael Kaiser.
Das mit digitaliesieren und verschicken über CAN Bus vergiss mal ganz
schnell. Einzige und auch günstige Möglichkeit ist die Verwendung eines
MultiVorverstärker mit Mehrfachendstufen.
Habe so ein Produkt anzubieten, schaut mal auf
http://www.audiomap.de/galerie/showphoto.php/photo...

Die MultiroomEinheit kann auch seperat über einen extra schaltbaren
Audioausgang zu einer bestehenden Anlage kombiniert werden, macht 5
Räume voller Musikgenuss. Zudem werden IR-Signale aller Fernbedienungen
(z.B. SAT) in das Wohnzimmer weitergeleitet, sodass Sender von jedem
Raum aus gewechselt werden können.

Bei Interresse bitte melden
gruesse
scapin
Autor: Gast (Gast)
Datum: 29.03.2008 12:30

Interesse, wo melden?
Geht es über Funk. Kabel, Netzwerk?
Autor: Günter (Gast)
Datum: 30.03.2008 17:54

Hab auch interesse!
Wo melden?
Autor: scapin (Gast)
Datum: 01.04.2008 08:30

Das ganze funktioniert über Kabel. Ein zentraler 4fach Endverstärker
versorgt die Räume mit Musik. Zu den Lautsprecherkabel (3x 1,5mm2) wird
noch ein dünnes 2poliges Kabel zur Infrarotdatenübertragung verlegt.
Genaueres unter free5396@dnet.it
Autor: Blackbird (Gast)
Datum: 03.04.2008 08:33

Optische Übertragung mit SP/DIF und Repeatern, wenn mehr als 10m
zusammenkommen.
Am "Sender", dem AV-Revceiver, CD-Player oder Endverstärker sollte sowas
als Ausgang schon dran sein, für den DAC beim Empfänger tut es eine
kleine Schaltung (elektor, ...) oder zur Not auch ein kleiner alter
ausgedienter (auch portable) MD-Recorder.

Blackbird
Autor: Oliver (Gast)
Datum: 04.04.2008 12:04

Ein zentraler Musikserver (PC oder Netzwerkplatte mit Serverfunktion),
dazu dann Streamig Clients in allen Räumen, sowas wie Noxon2,
Soundbridge, o.ä.  Damit lässt sich überall ein eigenes Programm
abspielen, oder im "Party"-Modus überall das selbe. Geht sogar ohne
Kabel, per WLAN.

Oliver
Autor: Travel Rec. (travelrec) Benutzerseite
Datum: 04.04.2008 15:48

SPDIF kann man auch differenziell über twisted pair schicken. Reicht
weiter als optisch und ist zuverlässiger, als Coax. SPDIF Wandler sind
relativ einfach zu handhaben. www.cirrus.com
Autor: Andi (Gast)
Datum: 06.04.2008 20:07

>oder im "Party"-Modus überall das selbe. Geht sogar ohne
>Kabel, per WLAN.
Überall das selbe ist keine Kunst, überall das selbe zur selben Zeit
und zwar Sample-genau - das ist die Herausforderung. Das können Noxon
und Co alle nicht...

...und es hört sich entsprechend gemein an, vor allem im Echo- ähhh
Party Mode. ;)

Ich hab eine Lösung bestehend aus Hardware und Windows-Treiber gebaut,
die über einen beliebigen PC ins Netzwerk streamt, und zwar PCM, sodass
im Endgerät nur noch die DA Wandlung vorgenommen werden muss.

- Ethernet 10/100MBit
- PLL garantiert konstantes isochrones (Sample-genaues) Abspielen
- SP/DIF und Line-Out Output
- RC5 Rückkanal zum PC
- kompatibel mit allen bekannten Audio-Apps (WinAmp, Media Player, etc)
- kann auch Inhalte aus dem Internet abspielen
- Firmware Update per Ethernet
- EEPROM zur Speicherung von letzer Lautstärke etc...
- 5s Puffer, um PC von Echtzeitanforderungen zu entkoppeln

Die Stereo-Anlage hab ich abgeschafft und gegen ein gebrauchtes Notebook
getauscht - Webradio, CD, MP3 uvm.

Bei Interesse:
arne punkt maisfeld ätt web punkt de

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