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Forum: HF, Funk und Felder Digitale Funkstrecke bis zu 25km


Autor: Sebastian (Gast)
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Hallo Leute,

wir haben ein größeres Projekt das eine digitale Funkstrecke von bis zu 
25 km im urbanen Gelände (kein Mobilfunknetz verfügbar) zu errichten. 
Für die Datenrate würde ca. 1,0 kByte/s (8kBit/s) schon aussreichen.

Hat vielleicht irgendeiner eine Idee bezüglich einer Lösung? 
Satellitenverbindungen würden evtl. machbar aber sehr teuer sein.
Geht Laser über soeine Entfernung?
Was ist mit Datenverbindungen über Amateurfunkverbindungen (Langwelle)?
Richtfunk?

Weis jemand Rat?

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Ohne speziell beantragte Frequenzen geht das ja nur auf den paar 
allgemein freigegebenen Frequenzen:
27 MHz, 2m-Band 146MHz, 433 MHz, 446 MHz, 868 MHz, 2,4 GHz und 5,6 GHz, 
mit den dafür freigegebenen Geräten und Antennengewinnen.
Für 25km kommt vor allem CB-Funk und 2m infrage, da die die höchsten 
zulässigen Sendeleistungen haben.
Als Datenprotokoll ginge zum Beispiel Packet-Radio mit 1200 Baud, das 
funktioniert noch ohne Eingriff ins Gerät.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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149,025 - 149,050 MHz ist der Frequenzbereich der "Freenet"-Geräte z.B.
http://www.conrad.de/goto.php?artikel=930909 mit 0,5 Watt Sendeleistung
Die "PMR"-Geräte auf 446 MHz haben ebenfalls ein halbes Watt.
http://www1.conrad.de/scripts/wgate/zcop_b2c/~flN0...

Autor: Sebastian (Gast)
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Vielen Dank schonmal,

wir bräuchten etwa 8 Echtzeit Vollduplex Datenverbindungen zu 8 
Stationen zur Überwachung und Datenübermittlung wobei 1200 Baud jeweils 
akzeptabel wäre. Aber gibt es da nicht evtl. Jamming Probleme bei Packet 
Radio? Kann die Verbindung über TCP gesockelt werden? Wir bräuchten dann 
in jeder Station einen CB funk Empfänger und Sender gibts da vielleicht 
schon fertige module?

Autor: Roland Z. (r-zimmermann)
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Hallo,

wie ist den die Lokalität so? Du schreibst etwas von Laser, ich gehe 
daher davon aus daß du sichtverbindung hast, da Laser ja sonst nicht 
geht.
Wenns günstig sein soll: 5,6GHz-WLAN-Band mit passenden Antennen sollte 
das machbar sein.

Roland

Autor: Sebastian (Gast)
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Hmm da fällt mir ein...1200 Baud reicht doch nicht aus...ausser man 
könnte durch umkodieren eine höhere Datenrate erzeugen. Zum Beispiel 
sollten 60kBit nicht länger als 10 sekunden dauern da ist wohl packet 
radio einwenig zu lahm

Autor: Sebastian (Gast)
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Ja es gibt Sichtverbindung... aber gibt es überhaupt WLAN Antennen die 
bzw. Verstärker die eine so größe Strecke überbrücken können?

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Für WLAN-Reichweitenrekorde werden vor allem große Antennen benutzt:
http://www.wuermtal-wireless.net/modules.php?name=...
Weltrekord ist 310 km

Autor: Sebastian (Gast)
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Na gut das ist alles schön aber ich bin mir nicht sicher wie hoch der 
Mast sein muss damit wir noch in 25km eine Sichtverbidungen haben. Wenn 
wir einen 30 meter Masten Setzten müssen macht das auch wenig Sinn. Hat 
jemand vielleicht schon praktische Erfahrungen (Antennen, Masten) in 
diesem Bereich?

Autor: Roland Z. (r-zimmermann)
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Hallo,

ich habe ein WLAN laufen auf dem 5xxxGHz-Band (natürlich korrekt 
angemeldet) habe trotz 12km strecke und etlichen bäumen und häusern 
dazwischen einen einwandfreien link von ca 54Mbit. Wenns sehr stark 
regnet geht der Link ab und zu auf 22Mbit runter, ist aber für meine 
Anwendung immer noch mehr wie genug.
Um eines Klarzustellen: Ich verwende fertige Multipoint to Multipoint 
WLAN-Geräte der "Profiserie" von Netgear und es wurde nicht irgendwie an 
der Sendeleistung gespielt (Stichwort Booster usw.) da ansonsten illegal 
und die Strafen darauf wenn man erwischt wird tun (finanziell) sehr 
weh... Die Sendeleistung ist soweit ich weiß aber auch höher als bei den 
normalen 2.4GHz-Geräten (evtl 500mW, sorry bin mir nicht sicher ist 
schon ne weile her) Als Antenne hab ich mir gute richtantennen von Wimo 
geholt, hat alles auf Anhieb problemlos funktioniert.
Ach ja, nen Mast mußte ich nicht setzen, auf dem Platz wo der erste AP 
hinsollte stand nen Haus rum, also hab ich das teil da mit an den Mast 
des Satspiegels geschraubt die Strippen durchs Mastrohr mit rein ins 
Haus und den Rest drinnen an den nächsten Balken geklatscht und das 
Thema war durch :D

Roland

Autor: Gast123 (Gast)
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Im Amateurfunkbereich gibt es dafür genügend Lösungen, auch mit höheren 
Datenraten. Einfach mal nach Packet Radio googeln.

Das ganze klingt ja nicht gerade nach Deutschland (urbanes Gelände, aber 
kein Mobilfunknetz). Darf man fragen wo das ganze stattfinden soll? 
Vielleicht ist dort die rechtliche Lage anders.

Autor: Sebastian (Gast)
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Vielen Dank Dir!
Ne hast recht das ganze findet nicht in Deutschland sondern in Kanada 
statt. Was rechtliche Fragen angeht müssen wir uns keine Gedanken 
machen. Das System wird nur kurzfristig erstmal zum Testen installiert. 
Wichtig ist eben eine stabile Datenverbindung die so in etwa mehrere 
kBit/s beträgt (9600 Baud mindestens). Ob das wirklich mit einer 
Packetradio Verbidung funktioniert muss erst noch geklärt werden. Nicht 
das Verbindung über niedere Frequenzen witterungsabhängig sind, das wär 
für unseren Fall gänzlich ungünstig.

Autor: 2920 (Gast)
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Mir scheint 70cm (433MHz)oder 35cm(860MHz) am erfogversprechendsten. 
Eine Mehrelemente Yagi ist nicht mehr gross und bringt viel Gewinn. 
Gleichzeitig sind diese Frequenzen noch nicht so wetterabhaengig.

Autor: Galenus (Gast)
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Hallo Sebastian,
was hällst du von
http://www.dlc7.de/
und von
http://www.id-elektronik.de/index2.htm

Autor: Vollversager (Gast)
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Hallo

>von bis zu 25 km im urbanen Gelände (kein Mobilfunknetz verfügbar)

????

Du machst mich neugierig. Auf welchem fremden Planeten bist Du, das Du 
"urbanes Gelände" und "kein Mobilfunknetz verfügbar" hast?
Mittlerweile hast Du sogar in Afghanistan und Somalia (!) ein 
Mobilfunknetz.

Greez: Vollversager

Autor: Bobby (Gast)
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@Vollversager:
Das ist der typische Witz eines Stadtbewohners, der
noch nicht einmal gelegentlich im Wald ein paar Meter
zu Fuß geht.
Auch in Deutschland gibt es Stellen, wo keinerlei
Handyverbindung zustande kommt, einfach weil man
den Handymast nicht sieht. Warum sollte das in Kanada
anders sein?

Autor: jürgen (Gast)
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Schau dir mal APRS an, geht auch über die ISS station als relay.
Es brauch dafür eine Lizenz, kannst aber auch jemand finden, der
so eine hat.

Autor: tex (Gast)
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>Ne hast recht das ganze findet nicht in Deutschland sondern in Kanada
>statt. Was rechtliche Fragen angeht müssen wir uns keine Gedanken
>machen.

Diese Aussage solltest Du sicherheitshalber noch einmal prüfen. Ich 
kenne jemanden, der sich mir sowas ganz böse in die Nesseln gesetzt hat, 
zumal die Stunde Ortung mit dem Heli etwas kostenintensiver war, als der 
Funkmesswagen der dt. Bundespost. Unter dem Strich mit Anwalt und 
Gerichtskosten war der Spaß dann bei 50kCAD.

Autor: jupp (Gast)
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Versuchs doch mal bei Reimesch http://www.reimesch.de
Die haben Erfahrung mit solchen Projekten.

Autor: Thosch (Gast)
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Das ganze kannst du einfach errechnen:
für 25km bei 5GHz wird ca 135db linkbuget benötigt, bei 400MHz ca 115db.

Wenn man das angeblich funktionierende Bsp von RolandZ nimmt:
5GHz 30dbm sendeleistung=1Watt Empfängerempfindlichkeit bei 54MBit ca 
-70db
brauchst du eine 5GHz antenne mit ca 40db Antennengewinn ( 
30db+70db+40db > 135db pfadverlust. Wenn du so eine Antenne findest geht 
5GHZ WLAN.


Bei 459MHz gibt es 1 Watt sender (30dbm) mit 9600 Baud mit 
Empfängerempfindlichkeit von ca -80db. Mit einer Antenne von 10db 
Antennengewinn wird das klappen. Diese Frequnez ist in D 
zulassungspflcihtig und kostet ca 50 Euro im Jahr.
Professionelle Anbieter www.satel.de Kosten ca 4000.- Euro

Autor: Roland Z. (r-zimmermann)
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@ Thorsch,

ja auch wenn du es nicht glaubst mein "angebliches" Beispiel 
funktioniert, ich könnte ansonsten hier nicht posten. :D

Die Situation ist folgende:
Ich wohne auf dem Land und bekomme da ich von der nächsten 
Digitalvermittlung fast 20km weg bin natürlich kein DSL, nicht mal ISDN. 
Inetzugang über Sat ist mir zu teuer.
Also hab ich mit einem Kollegen der in der Branche bei einer großen 
Firma Arbeitet eine Verbindung aufgebaut. Sein Haus hat grade noch so 
DSL. Ich hab nix da ich weiter weg wohne. Zwischen unseren Häuser sind 
etwa 12km Luftlinie, da das aber ländliche Gegend ist haben wir fast 
freie Sicht von ein paar kleinen Bäumen mal abgesehen. Die Richtantennen 
(das ganze mußte ich natürlich anmelden da ich ja 
grundstücksübergreifend sende, nur damit hier keiner meint ich würde 
schwarzsenden!) "sehen" grade so über 2 Häuser drüber die im Wege 
stehen.

Der Link steht sehr stabil und das ganze wie oben beschrieben ohne das 
an der Sendeendstufe rummanipuiliert wurde. Zugegeben das Ausrichten der 
Antennen war nicht ganz einfach, man muß sehr genau Vorgehen dabei und 
die Schellen naher gleichmäßig anziehen sonst "schaut" die Antenne wenn 
man einseitig anzieht wieder daneben und der Link ist weg.

Das ganze geht aber einwandfrei obwohl der Aufbau zugegeben nicht grade 
in ein paar Stunden erledigt war.

Als Antennen haben wir Helixantennen von Wimo genommen, welche genau das 
war kann ich bei bedarf mal raussuchen, die Rechnungen sind noch da da 
das ganze erst ca. 1 Jahr her ist.

Roland

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