www.mikrocontroller.net

Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Mit Controller zwei MOSFET entgegengesetzt steuern?


Autor: Ralf (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

Ich möchte zwei MOSFET (logic pegel) mit meinem Controller ansteuern. 
Der eine parallel zu einer Stromquelle (Grundzustand: hochohmig) der 
andere in Serie (niederohmig). Diese möchte ich dann entgegengesetzt 
schalten, so dass ich den Stom umleiten kann.
Mein Problem sind die zwei "Masse-Potentiale" Stromquelle u. Controller, 
die dann ja am Source  verbunden wären (1.MOS) bzw. viel schlimmer GND 
vom Controller verbunden mit pos. Ausgang Stromquelle(2.MOS).
Wie löst man so etwas? Kann ich den GND des Controllers evtl. weglassen?

MfG Ralf

Autor: sechsnullfuenf (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Nein, kann man nicht. Allenfalls wird ein highside treiber benoetigt 
oder eine kleine Transistor schaltung.  Ein ueblicher highside Treiber 
geht aber unter Umstaenden nicht, da die fuer PWM Betrieb ausgelegt sind 
und sich die Speisung mit einer diode holen. Welche Spannungen muessen 
denn geschalten werden, wie schnell, und wie oft. Am besten eine kleines 
Schema als PNG beilegen.

Autor: Ralf (Gast)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
So sollte es aussehen. Der Strom ist max. 10A, aber wohl eher kleiner.

es soll nur einmal geschaltet werden bzw. nicht an/aus im ms-Takt, in 
max 10ms soll ab-/angeschaltet werden!
Das ist doch eigentlich ein generelles Problem, wenn man mit Controllern 
MOSFET's schaltet, wie macht man denn so etwas? Und das ist doch auch 
nicht unüblich, u.a. deswegen gibt es doch wohl auch MOSFETs mit logic 
pegel - Ansteuerung!

Gruß Ralf

Autor: Rahul Der trollige (rahul)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Vielleicht mit Optokopplern?
Da hätte man eine galvanische Trennung...

Autor: Gelb (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ist die Spannung an den Drains auch die Vcc des Controllers?

Wenn ja, dann wäre es möglich für den oberen FET einen P-Kanal zu 
nehmen.

Ansonsten gilt leider das oben schon gesagte, diskrete 
Transistor-Pegelschieber oder integrierten Highside-treiber.

Grüße,
Peter

Autor: Dirk (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
P-Kanal sind hochohmiger, weil das technisch nicht so realisierbar ist 
wie N-Kanal, also mehr Verlustleistung.
Die Spannung an den Drains ist High-Pegel bzw Low-Pegel.
Was würde denn passieren wenn ich GND vom Controller weg lasse? Das wäre 
doch nur schlecht wenn das neg. Potential der Stromquelle größer ist als 
High bzw. Low ist, oder? Könnt ich dann nicht einen großen Widerstand 
vor GND schalten?

Für die Treiberstufe brauche ich ja dann eine extra Versorgung, und ich 
wollte das ganze nur mit einem Controller(an USB) und der Schaltung 
realisieren, gibt es evtl. noch andere Möglichkeiten?

Gruß Ralf

Autor: Dirk (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Sorry wegen Dirk bzw. Ralf, Ralf ist der auf dem 
Arbeitsrechner(Praktikum), und Dirk, also ich, der von zu Hause!

Autor: Gelb (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wie hoch kann denn die Spannung am pos. Ausgang deiner Stromquelle 
werden?  Hat die Stromquelle einen Potentialbezug zum Controller? Wenn 
nicht:

Du könntest die Masse des Controllers mit dem pos. Ausgang deiner 
Stromquelle verbinden und mit 2 Ports (oder einer extra 
Invertierschaltung) die FETs bedienen. den oberen direkt (keine 
zusätzliche Hilfsspannung nötig), den unteren mit Hilfe von etwas 
Hühnerfutter (ca. 2xTrans. + 4 Wid. + 1 Diode)

Das mit der weggelassenen Masse verstehe ich nicht. Du brauchst doch zum 
Steuern eines MOSFETs eine Spannungsdifferenz.

Wenn du bei 10A ohne Kühlkörper auskommen willst, wird das tatsächlich 
schwierig mit P-Kanal, weil du dann deutlich unter 10mOhm RDSon bleiben 
musst.
Aber mein derzeitiger Vorschlag kommt ja mit N aus.

Grüße,
Peter

Autor: Dirk (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hi,

was ich mit dem weglassen der Masse meinte weiß ich auch nciht mehr.
Ich dachte aber die dann hochohmig mit Source zu verbinden!

Wie hoch die Spannung an der Stromquelle werden kann weiß ich nicht, 
aber bestimmt mehr als 5V. Die Fet's die ich verwenden will sind 
PowerMosFet's und können Ugs 30V ab.

Das mit dem Potentialbezug Controller-Quelle ist doch das Problem, oder? 
Die Fets wollte ich mit zwei Pins steuern, so wie in der Abbildung oben 
angedeutet, wenn der eine auf Low, geht der ander auf High.
Das mit der Masse des Controllers an I+ verstehe ich nicht, dann schick 
ich doch den Strom gleich in den Controller!? und auch das mit 
"Hühnerfutter" für den unteren Fet , der brauch doch zum durchsteuern 
auch nur 5V.

Ich hab hier im Forum gelesen, dass man die Fet's die ich benutzen 
will(IRL3803) ohne Treiber schalten kann, leider stand weiter nicht's 
dazu... meine größte Sorge ist, dass ich den Controller in die ewigen 
Jagdgründe(schreibt man das so, egal) schicke.

Autor: Gelb (Gast)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

deine FETs kannst du schon direkt betreiben, solange die Masse des 
Controllers mit der Source des FET verbunden ist...

Ist die Controllermasse unten, kannst du den unteren FET problemlos und 
direkt ansteuern. Für den oberen aber brauchst du am Gate eine Spannung, 
die größer ist, als deine Stromquellen-Spannung (Us), damit er 
durchsteuert. Die hast du nicht und die ist nur mit erheblichem Aufwand 
zu erzeugen. Außerdem würdest du einen Pegelschieber benötigen, der die 
0..5V des Controllers auf Us..Us+5V umsetzt. Dies gilt für statische 
Aussteuerung der Transistoren. Wenn da eine PWM dranhängt, kann das 
Pegelschieben und die Erzeugung der Hilfsspannung dynamisch über einen 
Kondensator erfolgen. siehe Anhang. CM1 lädt sich auf etwa 
Source-Potential auf. Wird der Port von 0 auf 5V umgeschaltet, 
verschiebt sich das Potential, das Gate wird gegenüber Source auf knapp 
5V geladen und der FET steuert durch. Abschalten geht entsprechend. VD2 
und VD3 verhindern, dass bei Spannungssprüngen auf Ausgang(+) die Ports 
nicht kaputt gehen. Die Ausgangsspannung darf sich nicht zu schnell 
ändern, sonst wird der FET eventuell unerwünscht durchgesteuert oder 
gesperrt.

Grüße,
Peter

Autor: Gelb (Gast)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Korrigierter Schaltplan: VD3 gehört mit der Kathode nach oben.

Autor: Dirk (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

was ist der Unterschied zw. dynamischer und statischer Ansteuerung?, was 
meinst du mit
>wenn da eine PWM dranhängt
Ich möchte nur einmal schalten, also die Last vom Stromkreis trennen.
Kann ich denn die Spannung am Source des oberen FET begrenzen, so dass 
ich die 5V des uC dranhängen kann und er trotzdem durchsteuert, die Last 
ist auch nur eine Spule, die hat ja keinen großen Widerstand, demnach 
fällt da keine große Spannung ab!
Wenn ich Sq- mit GND verbinde, kann da nicht der Strom auch in den 
Controller fließen, 10A sind da doch recht kritisch, oder!?

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.