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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Welcher Mikrocontroller für Linux / uClinux


Autor: Ingo (Gast)
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Hi Leute,

ich suche einen Mikrocontroller um darauf Linux, uClinux oder ein 
anderes embedded Betriebssystem laufen zu lassen. Später will ich damit 
eine Festplatte ansteuern und weitere Anwendungen implementieren.

Welche Mikrocontroller sind dafür geeignet und für welche gibt es 
geeignete Entwicklungsboards.

Macht es Sinn evtl einen x86 oder MIPS Prozessor zu verwenden? Oder 
sollte man doch lieber zu einem ARM (z.B. ARM9) oder xScale greifen?

Welche Betriebssysteme kann man grundsätzlich empfehlen?

Wäre nett wenn sich jemand dazu äußern könnte. Vielen Dank schon mal...

Gruß,
Ingo

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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ARM ist das naheliegendste, da sind die Entwicklungsboards auch noch 
bezahlbar. Als Betriebssystem gibt es Linux, NetBSD, WinCE und für 
kleine Controller ohne MMU ucLinux.

Autor: Michael Wilhelm (Gast)
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Das NGW 100-Kit(Atmel) arbeitet mit einem AVR32.

MW

Autor: Hans Wurst (hans_wurst)
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Das Board EVK1100 
(www.atmel.com/dyn/products/tools_card.asp?family_id=682&family_name=AVR 
32+32%2Dbit+MCU%2FDSP&tool_id=4114)  von Atmel hat auch (ähnlich wie das 
NGW100) einen 32Bit Rechner.
Der mitgelieferte Beispielcode enthält auch bereits schon Code für 
FAT-Dateisystem, FreeRTOS-WEB und -TFTP Server (www.freertos.org), usw.

Einziger Nachteil: Das JTAG-Programmiergerät hierfür kostet ca 260 EUR. 
Ansonsten aber eine feine Sache.

Autor: maddin (Gast)
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Autor: Ingo (Gast)
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Hi nochmal,

da sind mir grade noch ein paar Sachen eingefallen folgende 
Eigenschaften sollte der µC noch mitbringen:

- CAN Controller
- Ethernet
- USB Host

Ich habe mir mal den AT91SAM9263 angeschaut:
http://www.atmel.com/dyn/products/product_card.asp...

Dazu gibt es auch ein passendes Entwicklungsboard:
http://www.atmel.com/dyn/products/tools_card.asp?f...


Das Entwicklungsboard scheint da aber sehr teuer zu sein (ca. 1000,-$). 
Oder liege ich da falsch?

Kennt jemand ein alternatives Entwicklungsboard für diesen µC?
Oder halt einen vergleichbaren µC mit Entwicklungsboard? Bin da noch 
sehr flexibel.

Kann man eine Aussage treffen, mit welchem Betriebssystem ich einfacher 
auf eine Festplatte zugreifen kann und evtl diverse 
Multimediaanwendungen realisieren kann? Ich tendiere da ja schon sehr 
stark zu Linux (oder ein embedded Linux). Wichtig ist mir die 
Flexibilität und Möglichkeit Erweiterungen problemlos einzubringen.



M.f.G...Ingo

Autor: Daniel Schwab (dschwab)
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Hi

Ich habe mir das Board von Embedded Artists gekauft für 99 Euro. Leider 
hat es kein USB. CAN besitzt der Controller. Auf dem Board ist aber dazu 
kein Stecker vorhanden.
http://www.embeddedartists.com/products/uclinux/uc...

Das andere Board (LPC2468) hat all deine Wünsche und kostet 169 Euro.
http://www.embeddedartists.com/products/uclinux/oe...

bye

Autor: Ingo (Gast)
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Danke für den Tip,

sieht nett aus das Board, leider zurzeit nicht zu bekommen. Aber ich 
kann noch etwas warten...

Leider ist der Debugger mit 200$ etwas teuer... Kann man da evtl was von 
Olimex nehmen, z.B. sowas:

http://www.olimex.com/dev/arm-usb-tiny.html
http://www.olimex.com/dev/arm-usb-ocd.html
http://www.olimex.com/dev/arm-jtag.html


Was davon eignet sich am besten falls überhaupt geeignet? Bei Olimex 
steht, dass der für alle ARM7/ARM9 Cores verwendbar ist...

Gruß,
Ingo

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Das hängt von der verwendeten Software ab.

Die ersten beiden Modelle lassen sich mit OpenOCD und auch Rowley 
Crossworks for ARM verwenden, das letzte Modell ist ein Nachbau von 
Macraigors "Wiggler" und setzt einen echten Parallelport voraus.

Vom Einsatz eines "Wigglers" würde ich mittlerweile Abstand nehmen, da 
die FT2232-basierenden USB-Lösungen doch schneller und unproblematischer 
funktionieren.

Autor: Ingo (Gast)
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Ok danke für den Tip, ich werde es mit dem USB-OCD versuchen.

Noch eine andere Frage, reicht für ein embedded Linux der ARM7 bzw. 
dieses Entwicklungsboard aus oder sollte man doch lieber zum ARM9 
greifen? Wo könnte man evtl an die Grenzen vom ARM7 stoßen?



Viele Grüße,
Ingo

Autor: Daniel Schwab (dschwab)
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Der ARM7 hat keine MMU (Memory Management Unit) und genau da liegt die 
Grenze. Machst du in der Programmierung einen Fehler (auch im 
Userbereich) läuft nichts mehr. Mit einer MMU stürzt lediglich der Task 
ab und der Rest läuft weiter. Und dann wäre noch die Geschwindigkeit des 
Cores. 60/72MHz ist langsamer als 200MHz.

Gruss, D. Schwab

Autor: HolgerB (Gast)
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Der Freescale ColdFire MCF5329 hat auch CAN, USB und Ethernet, sonst 
kenne ich auch keinen Controller mehr der alle drei Schnittstellen on 
chip hat.

Ein Blackfin könnte noch interessant sein wenn es um Multimedia geht und 
auf Rechenleistung ankommt, allerdings muss dann mindestens eine der 
gewünschten Schnittstellen extern realisiert werden.

Autor: Ingo (Gast)
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Also bietet es sich an, einen Mikrocontroller zu benutzen, der MMU hat 
wenn man ein Betriebssystem darauf laufen lassen will und es auf jeden 
Fall stabil laufen soll? Also läuft es schon auf dem ARM9 hinaus...

Zur Geschwindigkeit nochmal eine Frage:
Bei den meisten Boards steht "12.000 MHz crystal for CPU"

bzw. beim SAM9263:
"3 to 20 MHz On-chip Oscillator and Two Up to 240 MHz PLLs"
"16.36766 MHz standard crystal for the embedded oscillator"


Sagt doch eigentlich aus, dass die CPU's mit 12 bzw. 16 MHz getacktet 
sind oder? Obwohl sie theoretisch mehr könnten???
Also dürfte der Geschwindigkeitsunterschied doch nicht so gewaltig sein 
oder irre ich mich jetzt?

Danke nochmal für eure Tips, hilft mir wirklich weiter!!!

P.S.: Den Coldfire habe ich mir auch schon angeschaut, sehr interessant, 
aber da sind die Eval Boards fast genauso teuer wie bei Atmel...


Gruß,
Ingo

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