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Forum: Offtopic neulich beim Hausarzt.


Autor: mitgelesen (Gast)
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den Titel versteht man wenn man den Filmbeitrag gesehen hat

Fakt hatte am Montag von einem Fall berichtet, bei dem ein Mann einen 
Polizeieinsatz über sich ergehen lassen musste. Hier ist der 
Filmbeitrag:

http://www.youtube.com/watch?v=YNqpfe1TDEs

Wer es lesen möchte kann hier schauen: 
http://www.mdr.de/fakt/5039319.html

Es ist wirklich nicht zu glauben was bei uns inzwischen möglich ist. 
Bitte zeigt oder erzählt es euren Bekannten, vor allen denjenigen, die 
meinen "ich hab doch nichts zu verbergen .." und die glauben, der 
Präventions- und Überwachungs-Staat sei der richtige Weg für uns alle.

Diese leicht beeinflussbaren Mitbürger, die meinen, je mehr 
(unkontrollierte) Befugnisse die Ordnungsmacht bekommt, desto sicherer 
seien wir alle (das sagen diese Leute gerne in Fußgängerzonen im 
geistigen Schnelldurchlauf in die Kamera - die Sendeanstalten sind 
dankbar über solche Ergüsse und platzieren den Auswurf dann in den 
Haupt-Abendnachrichten), sollten sich diesen Fall mit BESONDERER 
AUFMERKSAMKEIT anschauen!

(manche werden dann tatsächlich nachdenklich. Sie bekommen dann ein 
Wenig das ungute Gefühl, sowas könnte ihnen vielleicht auch mal 
passieren)

Das ist leider schon lange kein sog. bedauerlicher Einzelfall mehr, wo 
vielleicht ein Landesminister anschließend in einer Fernsehsendung auf 
Journalisten-Nachfrage sein bedauern ausdrückt (so war das nämlich 
"früher", d.h. vor einigen Jahren noch bei uns. Heute hingegen scheint 
immer öfter es kein Schwein mehr zu interessieren wenn mal wieder 
harmlose Mitbürger mit rüden Methoden amtlich angegangen werden.

(bitte jetzt nicht in Papst Bashing verfallen, das wäre die falsche 
Schlussfolgerung und würde die Verantwortlichen aus dem Blickfeld 
geraten lassen)

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Das ist Bayern.

Was erwartest Du von einem Bundesland, das sich mit dem Titel 
"Freistaat" aus der föderalen Verantwortung stiehlt und einen 
schwerstparanoiden "Sicherheits"fanatiker als Chef in der Reichs-, äh, 
Staatskanzlei hat?

Autor: Gast (Gast)
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Haben da die armen Ossi-Länder Angst, dass sie kein Geld mehr aus dem 
reichen Bundesland Bayern bekommen?

Autor: Stefan May (smay4finger)
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@Gast: Scheiße, wenn Du mir vorher gesagt hättest, daß der Rufus ein 
Ossi ist..... Hilfe, Rufus ist ein Ossi, aus den armen 
Bundesländern...... Der klaut uns das ganze Geld.....

Und nochmal @Gast: Du bist ein feiger Wessi, anonym Leute beleidigen ist 
echt arm.

Autor: Gast (Gast)
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Meinst du, Politiker als paranoid und Vergleiche mit dem dritten Reich 
anzustellen, sei edel?

Autor: Stefan May (smay4finger)
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Zum Thema: Solche Hausdurchsuchungen sind doch heute schon an der 
Tagesordnung. Benutze doch mal die Suchmaschine Deiner Wahl mit den 
Begriffen Salzsäure, Wasserstoffperoxid und Hausdurchsuchung. Ebenso 
offensichtlich nutzlose, wie unberechtigte Hausdurchsuchungen von 
Betreibern eines TOR-Exit-Nodes. Ermittlungen wegen Terrorverdacht gegen 
Brandstifter und weil Personen intelektuell in der Lage währen, ein 
Bekennerschreiben zu verfassen. Bibliotheksbenutzung! Nach einem 
bestimmten Berliner Buchhändler sollte man lieber nicht im Internet 
suchen. Und so weiter, Uns so weiter....

Ich zähle mich zu der Zielgruppe dieser staatlichen Repressionen. Ich 
bin Elektronik-Bastler, der Wasserstoffperoxid im Keller hat. Ich 
betreibe einen TOR-Exit-Node. Ich bin in sogenannten "linken Kreisen" 
aktiv. Meine Familie habe ich vorgewarnt, einen kompetenten 
Strafverteidiger habe ich auf unsere Notfall-Telefonliste gesetzt.

mfg, Stefan.

Autor: Dipl.-Ing. (depr.) (Gast)
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@Rufus t. Firefly
@Stefan May

Was Rufus da geschrieben hat passt aber so garnicht zum Thema. 
Polizeiwillkür mit dem Länderfinazausgleich in einen Topf zu schmeißen; 
naja ich weiß nicht.

Wahrscheinlich wollte er nur seinem generellen Unmut über die 
blau-weiß-karierte Arroganz-Mischpoke kundtun.

Autor: Stefan May (smay4finger)
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@Gast: Politiker sind nicht paranoid? Wenn ich da an einen bestimmten 
Gehbehinderten Minister denke, der ist es auf jeden Fall. Und Vergleiche 
mit dem dritten Reich können manchmal ganz erhellend sein...

Autor: Dipl.-Ing. (depr.) (Gast)
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@Gast

Unsere Politiker sind Paranoid. Die haben Bammel.
Ich glaube diese Paranoia ist aber nicht aufgrund des "Terrorismus", 
sondern die edlen Herren haben Angst, das Volk könnte irgendwann 
aufbegehren gegen ihre Machenschaften (Korruption, Vetternwirtschaft, 
Aufsichtsratsposten, Beratertätigkeiten usw. usw.).
Was ist also besser als ein bischen Al Kaida Stimmung zu verbreiten und 
das Volk damit zu beschäftigen immer wieder auf die angebliche Bedrohung 
aus dem Morgenland hinzuweisen. IMHO ist die Bedrohungssituation für den 
einzelnen in der BRD heute nicht größer als in den 70ern als die RAF 
noch aktiv war.

Autor: Stefan May (smay4finger)
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> Wahrscheinlich wollte er nur seinem generellen Unmut über die
> blau-weiß-karierte Arroganz-Mischpoke kundtun.

Darf man doch. Oder?

Autor: Dipl.-Ing. (depr.) (Gast)
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Nachtrag:

Der einzige ernstzunehmende Terrorismus in D geht vom Staat (also von 
uns aus). Wir fangen an uns gegenseitig zu mißtrauen (siehe 1. Beitrag) 
und alles kontrollieren zu wollen. Dadurch und durch die Propaganda aus 
Berlin entsteht eine gefühlte Bedrohungssituation. Die Jungs mit dem 
Turban brauchen eigentlich nur noch abzuwarten, bis wir völlig 
demoralisiert sind und haben ihr Ziel erreicht.

Autor: Dipl.-Ing. (depr.) (Gast)
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>> Wahrscheinlich wollte er nur seinem generellen Unmut über die
>> blau-weiß-karierte Arroganz-Mischpoke kundtun.

> Darf man doch. Oder?

Sicher. Meine Mama hat immer gesagt: "Der Wahrheit darf man sagen." ;-)

Autor: tex (Gast)
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> Sicher. Meine Mama hat immer gesagt: "Der Wahrheit darf man sagen." ;-)

Nein, darf man nicht. Die Wahrheit ist sogar gesetzlich verboten.
Jeder, der einem Ex-Mitarbeiter ein Zeugnis ausstellen muss, kennt diese 
Tatsache.

Kennt jemand Brasil?

Autor: Gast (Gast)
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>Und Vergleiche mit dem dritten Reich können manchmal ganz erhellend sein...

Das ist eben auch paranoid. Isst du täglich Mittag? Das haben die Nazis 
auch gemacht. Ergo, du bist ein Nazi. Es ist einfach nur erbärmlich, bei 
jedem politischen Schritt gleich die Nazikeule zu schwingen. Aber beim 
einfachen Bürger kommt es gut an, wenn die Nazisau durchs Dorf getrieben 
wird. Sonst fehlt es ja an Argumenten.

Und zum Thema. Die Sache ist vor über einem Jahr passiert. Das SEK als 
Provinzpolizei zu bezeichnen, spricht nicht gerade für saubere 
Berichterstattung. Und liest man sich den ganzen Quark beim mdr durch, 
fragt man sich, was die Einleitung mit dem Text gemein hat.

"In Bayern geht man hart gegen Schmierereien an Hauswänden vor. Dabei 
werden potentielle Sachbeschädiger auch mal mit einem 
Sondereinsatzkommando zur Strecke gebracht."

Von einem willkürlichen Polizeieinsatz kann gar keine Rede sein, da er 
angeordnet wurde. Und komisch ist es schon, dass der mdr die einzige 
Quelle ist und verwunderlich ist es nicht, dass so eine alte Kamelle 
ausgegraben wird.

Typisch für den einfachen Bürger ist es, gar nicht erst nachzudenken, 
wie es dazu gekommen ist. Polizei = Schuld, schon ist die Welt wieder in 
Ordnung.

Autor: Gast (Gast)
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>Wir fangen an uns gegenseitig zu mißtrauen

Damit fangen wir doch nicht erst an, das war schon immer so. Der 
Deutschen liebstes Hobby ist doch, andere zu überwachen und für Ordnung 
zu sorgen.

Autor: Stefan May (smay4finger)
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Wer hat die Polizei verunglimpft? Niemand. Allerdings finde ich es 
unangemessen bei einer Schmiererei an einer Hauswand eine 
Hausdurchsuchung mit dem SEK anzuordnen. Sowas wird gemacht, wenn mit 
Waffeneinsatz gerechnet werden muß. "Normale" Hausdurchsuchungen laufen 
weniger martialisch ab, mit Maschinenpistolen rennt da im Normalfall 
niemand rum. Fragen muß man die Staatsanwaltschaft und den Richter, was 
die sich dabei gedacht haben. Wurde die Durchsuchung der Wohnung 
überhaupt richterlich angeordnet? Oder erst im Nachhinein genemigt?

mfg, Stefan.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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An die, die Englisch können:

Stellt Euch mal vor, Ihr erzählt jemandem auf Englisch, wie die 
Magazinsendung des MDR heißt ...

Autor: Gast (Gast)
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>Allerdings finde ich es
>unangemessen bei einer Schmiererei an einer Hauswand eine
>Hausdurchsuchung mit dem SEK anzuordnen.

Was weißt du mehr als alle anderen über den Einsatz? Du weißt doch gar 
nicht, ob da noch was anderes angezeigt wurde. Angeblich wurde er wegen 
einer negativen Äußerung angezeigt. Auch hier kann man sich nur auf die 
Aussage des Mannes verlassen. Zeugen gibt es nicht. Der ganze Artikel 
passt überhaupt nicht zusammen: Schmierereien an Hauswand -> negativer 
Äußerung über den Papst -> Al Qaida? Ich bin mir sehr sicher, dass hier 
wesentliche Punkte verschwiegen werden, um so ein falsches Gefühl 
aufkommen zu lassen. Mangels anderer Quellen kann man sich kein genaues 
Bild machen. Das finde ich sehr gefährlich. Da braucht nur jemand einen 
unfertigen Artikel über einen vermeintlich falschen Einsatz in die 
Landschaft zu rülpsen, schon fliegen die "leicht beeinflussbaren 
Mitbürger" auf diesen Artikel, hinterfragen nicht, verlangen nicht nach 
genaueren Quellen, Beweisen, sondern glauben einfach. Wenn man dem Volk 
nach dem Mund redet, glaubt es einfach alles.

Autor: Stefan May (smay4finger)
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Wenn es so wäre: Warum hat niemand der weiteren Prozessbeteiligten zu 
deiner Aufklärung beigetragen? Mir schein, daß etwas vertuscht werden 
sollte. Schmierereien an der Hauswand sind ein beliebtes Mittel 
linksradikaler Gruppierungen. Vielleicht hat da jemand im Freistaate 
etwas überreagiert?

Beziehe bitte nicht nur dieses Beispiel ein. Ich habe mindestens drei 
ähnliche Fälle in diesem Thread genannt. Verschließe bitte nicht die 
Augen, nur weil Dir dieser Fall nicht in den Kram passt.

mfg, Stefan.

Autor: tex (Gast)
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Es gibt wohl Dinge die auch ein Reporter besser nicht oder nur ganz kurz 
anspricht.
http://www.freitag.de/2000/04/00040602.htm
wer aber etwas tiefer schürft muss befürchten, dass es wieder mal nur 
eine kleine Spitze des Eisberges war, die da die Öffentlichkeit 
erreichte
http://www.iknowwhathappened.de/waspassiert1.htm
Tatsache ist, das derartige Vorfälle alltäglich sind und nur ein paar 
wenige überhaupt die Öffentlichkeit erreichen.
Dafür werden wir jedes Mal umfassend informiert, wenn Frau Merkel einen 
fahren ließ.
Einsätze dieser Art sind nicht das, womit sich der Staat Freunde macht, 
also schweigt man über derartige Einsätze gegen die Zivilbevölkerung.
Man schaue sich diese unglaublichen Verbrechen an die durch die 
Jugendämter begangen werden, die sogar vor dem Europa-Gericht verhandelt 
wurden und trotzdem bekommen die Eltern ihre zu Unrecht entzogenen 
Kinder nicht zurück. Da wird mit dem Wohl der Kinder argumentiert denen 
ein erneuter Wechsel zurück in die Familie nicht zugemutet werden kann, 
ungeachtet, das sich die Kinder in der Obhut der Jugendämter umbringen. 
Und? Wer berichtet darüber?

Autor: mitgelesen (Gast)
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>Und zum Thema. Die Sache ist vor über einem Jahr passiert.

Spielt für den Sachverhalt überhaupt keine Rolle. Wichtig ist was 
passiert ist und wie der Ablauf war.

>Das SEK als
>Provinzpolizei zu bezeichnen, spricht nicht gerade für saubere
>Berichterstattung.

Wieso? Als professionelle Arbeit kann man solche Einsätze jedenfalls 
nicht bezeichnen oder heißt professionell etwa 'mit möglichst vielen 
Waffen im Anschlag bei harmlosen Bürgern vor der Tür stehen'?

>Und liest man sich den ganzen Quark beim mdr durch,
>fragt man sich, was die Einleitung mit dem Text gemein hat.

Das ist sicher jedem klar, nur dir nicht.

>Von einem willkürlichen Polizeieinsatz kann gar keine Rede sein, da er
>angeordnet wurde.

So einen Satz hört man auch immer häufiger von der Moskauer Polizei nach 
der Verhaftung von Garry Kasparow.

>Und komisch ist es schon, dass der mdr die einzige
>Quelle ist und verwunderlich ist es nicht, dass so eine alte Kamelle
>ausgegraben wird.

Komisch, nicht wahr? Nur der MDR berichtet. Bestimmt hat der MDR alles 
frei erfunden, die Aussagen des Mannes, die Aussagen seiner Frau, das 
was die Kinder gesagt haben ebenfalls. Die Arztpraxis gibt es überhaupt 
nicht und die Anfragen an Behörden wurden inszeniert und deren Antworten 
ebenfalls. Es handelt sich also um eine groß angelegte Verschwörung um 
die Bayrische Polizei zu verunglimpfen. Deshalb laufen auch inzwischen 
zahlreiche Prozesse (von denen wir täglich überall lesen können) wegen 
Verleumdung und Schadenserzatzklagen gegen den ÖR-Rundfunk in ungeahnter 
Höhe.

>Typisch für den einfachen Bürger ist es, gar nicht erst nachzudenken,
>wie es dazu gekommen ist. Polizei = Schuld, schon ist die Welt wieder in
>Ordnung.

Typisch für den einfachen Bürger ist was ganz anderes, nämlich das was 
DU hier machst. Für Dich ist der Bürger das schuldhafte Subjekt, nach 
dem Motto, wenn die Polizei bei DEM schon vor dem Haus steht, dann MUSS 
DER doch Dreck am Stecken haben. Damit bekommt diese harmlose Familie 
gleich ZWEIMAL eins auf's Dach. Nicht nur dass hier ein völlig fehl 
geleiteter Polizeieinsatz die Leute in Angst und Schrecken versetzt und 
ihre Persönlichkeitsrechte massiv verletzt. Die "liebe Nachbarschaft" 
und andere "gesetzestreue" Mitmenschen sorgen hinterher durch ihr 
Geschwätz, dass bestimmt noch recht lange was hängenbleibt von der 
Schmach und Schande. Hinter vorgehaltener Hand wird dann getuschelt "bei 
DENEN war schon mal die POLIZEI, da muss doch WAS gewesen sein!".

>Was weißt du mehr als alle anderen über den Einsatz? Du weißt doch gar
>nicht, ob da noch was anderes angezeigt wurde.

Nun, da die Sache schon etwas her ist, weiß der MDR inzwischen mit 
Sicherheit, ob der Mann oder sogar die gesamte Familie in dieser 
Angelegenheit strafrechtlich belangt wurden. Wäre dies der Fall, dann 
wäre dieser Bericht und die Dementis der Behörden anders verlaufen. Was 
DU hier indirekt zu unterstellen versuchst ist schlicht eine Frechheit 
dieser Familie gegenüber.

>Angeblich wurde er wegen
>einer negativen Äußerung angezeigt. Auch hier kann man sich nur auf die
>Aussage des Mannes verlassen. Zeugen gibt es nicht.

Wieso ist der Aussage des Mannes kein Glauben zu schenken? Willst du uns 
hier etwa vormachen, der Mann gehöre insgeheim zur 'Sprayer-Szene'? Bei 
seinem Alter dürfte das kaum hinkommen und diesen Eindruck macht er auf 
mich auch nicht. Außerdem gilt vor unserem Gesetz noch immer, dass eine 
Schuld nachgewiesen werden muss und nicht, dass jemand sich seine 
Unschuld nachweisen muss. Der Familie war nichts nachzuweisen, also ist 
sie UNSCHULDIG!

>Der ganze Artikel
>passt überhaupt nicht zusammen: Schmierereien an Hauswand -> negativer
>Äußerung über den Papst -> Al Qaida?

Um 'Al Qaida' geht es hier doch gar nicht. Das ist nur eine 
journalistische Stilblüte, um auszudrücken wie hier mit Kanonen auf 
Spatzen geschossen wird.

>Ich bin mir sehr sicher, dass hier
>wesentliche Punkte verschwiegen werden, um so ein falsches Gefühl
>aufkommen zu lassen.

Ich bin mir sicher, dass Leute die so argumentieren auch harmlosen 
Bürgern die in Moskau sich friedlich versammeln grundsätzlich 
Gewaltbereitschaft unterstellen und schlimmer noch, jede Schandtat der 
dortigen Polizei zu rechtfertigen versuchen.

>Mangels anderer Quellen kann man sich kein genaues
>Bild machen. Das finde ich sehr gefährlich. Da braucht nur jemand einen
>unfertigen Artikel über einen vermeintlich falschen Einsatz in die
>Landschaft zu rülpsen, schon fliegen die "leicht beeinflussbaren
>Mitbürger" auf diesen Artikel, hinterfragen nicht, verlangen nicht nach
>genaueren Quellen, Beweisen, sondern glauben einfach. Wenn man dem Volk
>nach dem Mund redet, glaubt es einfach alles.

Leuten wie DIR kann man noch so viele Quellen beibringen, das bringt 
alles nichts, denn IHR seid merkbefreite Ignoranten! Genau die gleiche 
Masche ist derzeit sehr schön in Russland zu beobachten. Die Presse 
berichtet kaum oder sogar falsch über oppositionelle friedliche 
Demonstranten und wenn Gewalt passiert indem Putin's Schergen mal 
vorsorglich den Knüppel schwingen, dann kann sich die breite 
Öffentlichkeit kein klares Bild darüber machen, weil Regim treue 
Berichterstattung behördliches Vorgehen durch ALLGEMEIN klingende 
Statements wie 'die Polizei musste für Ruhe unter den Randalierern 
sorgen' rechtfertigt. Wer die Berichte darüber bei uns im Phonix 
verfolgt, bekommt aber ein ganz anderes Bild, wenn sogar der Reporter 
der ARD attackiert und ein japanischer Reporter mehrfach auf den Kopf 
geschlagen wird. Beide waren übrigens deutlich als Journalisten zu 
erkennen, weil sie Presseausweise umhingen hatten.

Fazit: Die einen sind eben aufmerksam und nehmen bedrohliche 
Entwicklungen wahr und die anderen wollen nicht wahrhaben, was ist, nach 
dem Motto, es kann nicht sein, was nicht sein darf.

Autor: clio (Gast)
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Fazit: einen Anwalt seines Vertrauens stets griffbereit haben. Meines 
Wissens hat man ein Recht, bei der HD anwesend zu sein und man darf sich 
sogar einen beliebigen Zeugen (z. B. Nachbar) hinzu holen.

Abgesehen davon, sind jetzt Spitzel unter uns oder was hat jemanden aus 
der Arztpraxis dazu verleitet, das Gehörte an die Behörden zu melden?

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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clio wrote:
> Fazit: einen Anwalt seines Vertrauens stets griffbereit haben.

Das ist generell eine gute Idee.

> Meines Wissens hat man ein Recht, bei der HD anwesend zu sein

Ja. Die Durchsuchung hätte in Anwesnheit dessen stattfinden müssen, 
gegen den sich der Durchsuchungsbefehl richtet. Ebenso war es ein 
glatter Rechtsbruch, die Frau rauszuschicken und die Kinder 
abzuschöpfen.

> und man darf sich sogar einen beliebigen Zeugen (z. B. Nachbar)
> hinzu holen.

Nein, das darf man nicht. Die Polizei muß einen Zeugen ihrer Wahl 
zuziehen. I.d.R. ist das ein Gemeindebediensteter. Es darf nicht ein 
Polizeibeamter sein.

> Abgesehen davon, sind jetzt Spitzel unter uns oder was hat jemanden aus
> der Arztpraxis dazu verleitet, das Gehörte an die Behörden zu melden?

Das hatten wir schonmal und die Methoden, die damals angewandt wurden, 
waren auch nicht lascher...

Autor: clio (Gast)
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>Die Polizei muß einen Zeugen ihrer Wahl zuziehen. I.d.R. ist das ein 
>Gemeindebediensteter. Es darf nicht ein Polizeibeamter sein.

Korrekt! Aber man selbst darf doch auch noch einen zusätzlichen Zeugen 
holen, oder nicht?

Autor: LLL (Gast)
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Den Beitrage habe ich gesehen, cool! Der letzte, der mir erzählte, er 
sei wegen einer ungeschickten Aussage von der Polizei verhört war, war 
mein Opa. Er hat in am Stimmtisch was gegen Hitler gesagt und am 
nächsten Tag war die GeStaPo da und hat ihn drei Tage eingebuchtet. Das 
war 1940!

Sind wir wieder soweit ?

Vielleicht war es ja die GePaSta - die geheime Papstschutz-Staffel, oder 
"Beneddikt - SS", wie sie in Bayern heisst.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Wer genaueres zum Thema Hausdurchsuchung wissen will, könnte sich z.B. 
das hier ansehen: 
http://video.google.de/videoplay?docid=-1550832407257277331

Autor: Gonzo (Gast)
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>Die Polizei muß einen Zeugen ihrer Wahl zuziehen. I.d.R. ist das ein
>Gemeindebediensteter. Es darf nicht ein Polizeibeamter sein.

War es nicht eher so, dass der Zeuge schon ein Polizeibeamter sein darf, 
dieser sich dann aber auf keinen Fall an der Durchsuchung beteiligen 
darf?

Autor: Der Dude (Gast)
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@Stefan May und Rufus Firefly:

Ihr Wichtigtuer solltet  erst mal schaun, was vor Eurer eigenen Haustüre 
für Scheisse am Dampfen ist, bevor mit solch billiger Polemik andere 
Bundesländer verunglimpft und deren Bevölkerung beleidigt.

Schön die anderen in die rechtsradikale Ecke stellen. Wie einfach.

Wo lebt denn die braune Seuche? Wo muss man denn Angst haben vor 
besoffenen Glatzen, die kleinen Mädchen Hakenkreuze in die Haut 
schneiden? Bei Euch im Osten doch, Ihr Schwachmaten! Und alle schauen zu 
und keiner hat was gesehen! Was ist das denn für eine Scheisse?

Also haltet endlich mal die dämliche Klappe.

Ist das immer noch dieser Zoni-Komplex, der in Euch nagt, oder was?

Ach ja, und noch eins: Die Kohle (Rufus:) "von einem Bundesland, das 
sich mit dem Titel "Freistaat" aus der föderalen Verantwortung stiehlt", 
die nehmt Ihr doch gerne mit, gelle? Da ist die Bemme gesichert!

Da nehmt mal Stellung zu, wenn ihr könnt.

Ich kann gar nicht soviel essen, wie ich kotzen möchte, wenn ich Euer 
Gewäsch lesen muss.

Autor: Unbekannter (Gast)
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Man beachte, wie oft der Fachvortrag zu Hausdurchsuchungen bei Google 
schon angeklickt wurde. Offensichtlich gibt es in diesem Staat 
inzwischen ein Riesenproblem, dass sich schon so viele Menschen über HD 
informieren (müssen)!

Und das Video ist nicht mal ein Jahr alt!

Im übrigen ist bei mir auch die Familie informiert und instruiert, was 
bei einer eventuellen HD zu tun und zu lassen ist, und ein 
entsprechender Anwalt für den Fall der Fälle ist auch schon ausgesucht & 
informiert.

Selbstredend, dass bei mir die Festplatte schon seit einigen Jahren 
komplett verschlüsselt ist. Daten auf gebrannten CDs und DVDs sind auch 
alle verschlüsselt.

Dieser Staat rutscht schon seit einiger Zeit massiv in Richtung Polizei- 
und Überwachungsstaat ab und diesem Staat ist schon länger nicht mehr zu 
trauen.

Was mich allerdings etwas beruhigt, ist dass immer mehr Menschen, 
besonders auch eher konservativere oder "ältere" ihre Meinung über 
diesen Staat die letzten Jahre geändert haben. Wurde ich vor 3 bis 5 
Jahren noch als "verrückt" bezeichnet, als ich vor den Machenschaften 
der BRD gewarnt habe und auf Probleme hingewiesen habe, sind die meisten 
der damaligen Kritiker heute völlig anderer Meinung.

Was jetzt nur noch fehlt, ist dass die große Masse die das Überwachungs- 
und Unrechtstaat-Problem erkannt haben, die Haltung "schlimm, aber da 
kann man nichts machen" aufgeben und aktiv werden.

Meiner Beobachtung nach wacht selbst die große, träge, deutsche 
Gesellschaft langsam auf.

Autor: mitgelesen (Gast)
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Bundesländer-Schelte oder Ratzinger-Bashing mag Spass machen, geht aber 
leider am Thema vorbei, also zerfleischt euch nicht wegen 
Länderfinanzausgleich und co. Der Wunsch nach allumfassender Sicherheit 
ist leider "bundesweit aktiv", auch wenn gewisse Leitfiguren (oder 
Leidfiguren) nun mal aus dem ansonsten schönen Alpenland kommen. 
Vielleicht als kleiner Trost für die Fans vom Nockerberg, der 
Rollstuhlfahrer spricht nicht bayrisch. ;)

Autor: Markus L. (Gast)
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>Man beachte, wie oft der Fachvortrag zu Hausdurchsuchungen bei Google
>schon angeklickt wurde. Offensichtlich gibt es in diesem Staat
>inzwischen ein Riesenproblem, dass sich schon so viele Menschen über HD
>informieren (müssen)!

Dieser Schluss ist unzulässig.

>Im übrigen ist bei mir auch die Familie informiert und instruiert, was
>bei einer eventuellen HD zu tun und zu lassen ist, und ein
>entsprechender Anwalt für den Fall der Fälle ist auch schon ausgesucht &
>informiert.

Kann nicht schaden. Worüber hast Du den Anwalt denn informiert?

>Selbstredend, dass bei mir die Festplatte schon seit einigen Jahren
>komplett verschlüsselt ist. Daten auf gebrannten CDs und DVDs sind auch
>alle verschlüsselt.

Aha. Du bist clever und trickst alle aus. Respekt!

>Was mich allerdings etwas beruhigt, ist dass immer mehr Menschen,
>besonders auch eher konservativere oder "ältere" ihre Meinung über
>diesen Staat die letzten Jahre geändert haben. Wurde ich vor 3 bis 5
>Jahren noch als "verrückt" bezeichnet, als ich vor den Machenschaften
>der BRD gewarnt habe und auf Probleme hingewiesen habe, sind die meisten
>der damaligen Kritiker heute völlig anderer Meinung.

Da bin ich jetzt aber auch sehr beruhigt. Endlich wirst Du nicht mehr 
als "verrückt bezeichnet". Es geht aufwärts!

>Was jetzt nur noch fehlt, ist dass die große Masse die das Überwachungs-
>und Unrechtstaat-Problem erkannt haben, die Haltung "schlimm, aber da
>kann man nichts machen" aufgeben und aktiv werden.

>Meiner Beobachtung nach wacht selbst die große, träge, deutsche
>Gesellschaft langsam auf.

Genau. Das kann sie ja gut. Gab's ja schon mal, vor 75 Jahren, glaub 
ich.

Da gab' auch schon so einen Durchblicker wie Dich.

Autor: mitgelesen (Gast)
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>Meiner Beobachtung nach wacht selbst die große, träge, deutsche
>Gesellschaft langsam auf.

Da ist trotz vieler "Rückschläge" durchaus was dran. Mit Rückschläge 
meine ich die immer noch recht zahlreich vertretende Auffassung "wer 
nichts zu verbergen hat ...". Man hört aber auch inzwischen immer 
häufiger Leute spontan in die Kamera murmeln mit Wortfetzen wie ".. 
Überwachungsstaat" .. Terror Hysterie .. was Schäuble da will .." und 
ähnliche Bekundungen. Ich schätze ein Teil davon ist darauf 
zurückzuführen, dass es vielen inzwischen einfach auch auf den Senkel 
geht hierzulande ständig von Bedrohungsszenarien überhäuft zu werden. 
Gestützt sehe ich das auch dadurch, dass Schäuble selbst seit neuestem 
(wie zu lesen war) nicht mehr von einer akuten Bedrohung unseres Landes 
spricht, sondern davon, wie gut doch unsere Sicherheitsbehörden 
inzwischen aufgestellt sind. Davon darf man sich aber nicht einlullen 
lassen! Des guten Mannes Ziehkind (die liebe Online-Fahndung) steht 
immer noch an aller erster Stelle im Karriere-Plan von Wolfgang S. Aber 
es gibt ja immer noch des Volkes letzte Trumpfkarte und das ist das 
BVerfG (da habe ich mein Vertrauen noch nicht verloren - diese hohe 
Gerichtsbarkeit funktioniert immer noch tadellos).

Und um nochmal auf Ratzinger zu kommen, nun ja, päpstlicher als der 
Papst braucht keiner von uns zu sein. Soll heißen, die paar 
interessanten Dinge die man noch nicht gekauft hat oder sich sowieso nie 
kaufen würde ;) wie z.B. das ein oder andere Liedchen oder ebook braucht 
halt inzwischen eine Sonderbehandlung, bei der die Herren Schnüffler 
wenn's mal drauf ankommen sollte ins Leere laufen. Das 3. Newtonsche 
Axiom gibt uns entsprechend die Richtung vor. :)

Autor: Gast (Gast)
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Die Überwachung geht nicht von der Justiz oder von Schäuble aus, sondern 
vor allem vom einfachen Bürger. Wurde beschuldigter Mann etwa mit 
Mikrofonen abgehört? Hat man ihn gefilmt? Nein, es war ein braver 
Mitbürger, der ihn da hineingebracht hat.

Ich möchte nicht wissen, wie viele falsche Anzeigen bei der Polzei 
eingegangen sind, nur weil man unliebsame Nachbarn entfernen möchte. Das 
hat da nichts mit Polizeistaat zu tun. Die Polizei muss leider jeder 
Anzeige nachgehen. Das kostet Geld, Nerven  und frustriert ungemein.

Denunzieren ist doch heute gerade sehr leicht. Man "vermutet" einfach 
terroristische Aktivitäten beim Nachbarn, schon rückt das SEK an.

Der Überwachungsstaat sind wir selbst. Wie hupen, wenn jemand bei Rot 
über die Ampel fährt, wir gebgen extra Gas, wenn jemand bei Querverkehr 
noch auf der Kreuzung steht, um dann abrupt und ihn darauf hinzuweisen, 
dass das verboten ist. Wir passen auf, dass Hausordnungen eingehalten 
werden, überwachen Familien mit Kleinkindern, dass sie exakt 22.00 nicht 
mehr schreien. Wir schreiben Falschparker auf, messen mit 
Lichtschranken, dass die Äste des Nachbarn nicht in unseren Garten 
reichen.

Wenn sich jeder um seinen Scheiß selber kümmern würde ("Der verdient 
mehr als ich. Das ist ungerecht"), würde in Deutschland viel mehr 
Gelassenheit, anstatt ständiger Neid herrschen.

Autor: Michael (Gast)
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Ich habe das Topic ab dem 5. oder 6. Beitrag übersprungen weil mich das 
ständige Ossi-,Wessi-,Nordie-,Südie- oder wer klaut wem Geld geschwafel 
nicht interessiert.

Mein Kommentar zu dem vorfall;

Typisch Kuhdorf.
Das kann einem überall passieren wo ausser der Gerüchteküche und 
diversen Seilschaften sonst nichts so läuft wie es eigentlich soll.

Das ist die übliche Paranoia wie sie mehr oder weniger stark ausgeprägt 
schon überall existiert.

Autor: Christian (Guest) (Gast)
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Zum vorherigen Gast:

>Wenn sich jeder um seinen Scheiß selber kümmern würde ("Der verdient
>mehr als ich. Das ist ungerecht"), würde in Deutschland viel mehr
>Gelassenheit, anstatt ständiger Neid herrschen.

damit auch weiterhin Nachbarskinder verhungern
damit auch weiterhin Gasflaschen zu Bomben umgebaut werden (einmalig ?)
damit auch weiterhin Nachbarskinder geschlagen werden


Resumee:
Besser 1x mehr Polizei als 1x zu wenig.

Sicher schlimm für die Familie - aber trotzdem, besser so.

Daneben kenne ich auch die Lebensläufe der Familie nicht, etc.
GGf. gab es da ja in der Vergangenheit etwas ?

Autor: Bert (Gast)
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>Wie hupen, wenn jemand bei Rot über die Ampel fährt

Mache ich schon aus Solidarität, um ihn vor einem Unfall oder einem 
Blitzer zu bewahren!

>wir gebgen extra Gas, wenn jemand bei Querverkehr noch auf der Kreuzung >steht, 
um dann abrupt und ihn darauf hinzuweisen, dass das verboten ist.

Finde ich absolut in Ordnung! Der auf der Kreuzung stehende ist extrem 
unsozial, denn er sorgt mit seinem egoistischem Verhalten dafür, dass 
während einer Grünphase anstatt 50 Autos im schlimmsten Fall exakt 0 
Autos über die Kreuzung kommen. Das erlebe ich übrigens täglich wenn ich 
von der Arbeit nach Hause fahre, warum sollte man so ein Verhalten 
diesen Idioten durchgehen lassen?
Ist genau so dickfällig und penetrant wie diese Leute, die auf einer 
einspurigen Straße mit Geradeauspfeil und nicht abreißenden Gegenverkehr 
"mal eben" links abbiegen wollen. Da bildet sich dann auch so ein 
Rattenschwanz und alle müssen ausharren, weil ein Idiot es mal wieder 
nicht einsieht, wozu solche Regeln und Verkehrszeichen da sind!

>Wir passen auf, dass Hausordnungen eingehalten werden,

Schön, dass Du in einem Haus lebst, in dem jeder auf den anderen 
Rücksicht nimmt und in dem abends mit der Dämmerung von ganz alleine 
Ruhe einkehrt und wo solche Regeln eigentlich auch überflüssig wären. 
Die Realität sieht aber anders aus. Da wird laute Musik gehört, es 
kommen und gehen die ganze Nacht lang Personen, jeden Abend feiert 
jemand im Innenhof "nur" seinen Geburtstag und meint dadurch, dass 
verbriefte Recht zu haben, die Nacht zum Tage zu machen.

>Familien mit Kleinkindern, dass sie exakt 22.00 nicht mehr schreien.

Das mit den Kleinkindern ist das einzige Argument, wo ich Dir recht 
geben muss. Kinder sind nunmal extrem wichtig - da unsere Zukunft - und 
können bis zu einem gewissen Alter in der Regel auch nicht einfach mit 
einem Schalter auf "mute" geschaltet werden.

Trotzdem sind einige der von Dir bemängelten Reaktionen(!!!) der Bürger 
oftmals nur der hilflose Versuch, auf mittlerweise regelmäßig 
stattfindene Missstände hinzuweisen.  In sehr vielen Fällen führen die 
von Dir erwähnten "Aktionen" nämlich zu einer Beeinträchtigung von 
anderen, oftmals vielen Bürgern. Warum kann denn nicht der über Rot 
fahrende lieber bei Gelb bremsen und bis zum nächsten Grün eine kleine 
Pause einlegen? Oder der im Mehrfamilienhaus wohnende Lebemann abends 
die Musik oder die Party auf echte Zimmerlautstärke begrenzen, so dass 
der Nachbar, der am nächsten Tag um 5 Uhr aus dem Bett muss, schlafen 
kann?

>Wenn sich jeder um seinen Scheiß selber kümmern würde ("Der verdient
>mehr als ich. Das ist ungerecht"), würde in Deutschland viel mehr
>Gelassenheit, anstatt ständiger Neid herrschen.

Sehe ich etwas differenzierter! Es ist gerade diese Anonymität und diese 
"mir ist der andere Scheißegal"-Haltung, die es Terroristen in unserem 
Land gestattet, unbemerkt zu leben und die sicherlich auch mit dazu 
beiträgt, dass sich der Terrorist in seinem Handeln noch bestätigt 
fühlt! Es kommt mir manchmal so vor, als würden die Deutschen langsam 
aber sicher an den Folgen unserer immer mehr durch Industrialisierung 
und dem damit verbundenen Streß gekennzeichneten Gesellschaft 
durchdrehen.

Der in diesem Fall beschriebene Denunziant ist mit Sicherheit ein 
kranker Mensch, aber er ist nicht die Ursache, sondern ein Symptom 
unseres kranken Systems, dass langsam aber sicher jeden zum Konkurrenten 
und somit zum Einzelkämpfer macht. Echte Solidarität gibt es nicht mehr, 
stattdessen ist Hartz IV der momentane Status Quo. Eine "vernünftige" 
Erziehung (was in meinen Augen nichts anderes als eine "Programmierung" 
ist) unserer Kinder findet ebenfalls nicht mehr statt. Regeln werden 
selbst dann nicht eingehalten, wenn sie jemand anderen schaden. Eine 
echte Integration von Ausländern findet leider auch nicht statt. Zum 
einen, weil die Ausländer leider lieber ihren eigenen kulturellen 
Hintergrund bewahren möchten und zum anderen, weil viele Deutsche 
aufgrund der falschen Werte und Normen nicht in der Lage sind, die 
Ausländer als "Deutsche" zu akzeptieren (selbst wenn die Ausländer ihre 
Kultur vergessen würden, wären das für viele Deutsche immer noch 
"Ausländer"). Mit Kontrolle vom Staat werden wir uns ohne den totalen 
Verlust von Freiheit und jeglicher Selbstbestimmung gegen Terror 
jedenfalls wohl kaum schützen können. Mit der Haltung "jeder kümmert 
sich um seinen Kram" aber ganz sicher auch nicht!

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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> Sicher schlimm für die Familie - aber trotzdem, besser so.

Na dann sollten sie aber schleunigst bei dir mal vorbeischauen...

Autor: Gast (Gast)
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>damit auch weiterhin Nachbarskinder verhungern
>damit auch weiterhin Gasflaschen zu Bomben umgebaut werden (einmalig ?)
>damit auch weiterhin Nachbarskinder geschlagen werden

Ja, alle diese Dinge werden weiter passieren, denn das ist in einer 
freiheitlichen Gesellschaft nicht zu vermeiden! Wie eine Gesellschaft 
aussehen muss damit vollständige Prävention möglich ist kannst du in 
1984 nachlesen.

Autor: Besserverdiener (Gast)
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>damit auch weiterhin Nachbarskinder verhungern
>damit auch weiterhin Gasflaschen zu Bomben umgebaut werden (einmalig ?)
>damit auch weiterhin Nachbarskinder geschlagen werden

Um das zu verhindern, möchtest du sicherlich überall Überwachungskameras 
und Mikrofone anbringen. Und dann am Stammtisch lautstark gegen die 
Telefonüberwachung grölen. Ja, so kennt man den deutschen Bürger.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Gast wrote:
>>damit auch weiterhin Nachbarskinder verhungern
>>damit auch weiterhin Gasflaschen zu Bomben umgebaut werden (einmalig ?)
>>damit auch weiterhin Nachbarskinder geschlagen werden
>
> Ja, alle diese Dinge werden weiter passieren, denn das ist in einer
> freiheitlichen Gesellschaft nicht zu vermeiden! Wie eine Gesellschaft
> aussehen muss damit vollständige Prävention möglich ist kannst du in
> 1984 nachlesen.

Zumindest geschlagene/verhungerte Kinder haben eher was mit 
Massenverelendung, als mit Freiheit zu tun.

Autor: DerSchelm (Gast)
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Irgendwie blick ichs nicht:

Sehe ich das richtig?

Keine Online-Überwachung führt zu ermordeten oder "nur" misshandelten 
Kindern? Wenn in allen Wohnungen entsprechende Kameras angebracht wären, 
würde sich keiner mehr trauen, sein Kind zu misshandeln. Und gut gegen 
die Arbeitslosigkeit wäre das auch, denn irgendeiner müsste sich den 
Sch.. dann anschauen. Aber was ist mit den Kameras in den Wohnungen von 
denen, die sich das anschauen? Wie gesagt, ich blicks nicht.

Der Bau von Bomben fördert die Wirtschaft? Kaputte Häuser müssen ersetzt 
werden, die Begräbnisindustrie wächst und gedeiht, der Bau auch, die 
Autoindustrie und einfach alles. Der Rentenbeitrag kann gesenkt werden, 
Tote bekommen keine Rente. Aber das kanns nicht sein, irgendwie blick 
ichs nicht.

Und nicht Autofahren fördert das Überleben von Kindern? (Nicht nur das 
Überleben sondern auch - man denke an den Rücksitz vom Käfer und was man 
da so alles machen konnte). Ein schöner Gedanke, und nicht nur dass 
Kinder überleben. Aber man könnte ja auch einfach den Strom am 
Wochenende abschalten (wie weiland in New York).

Ich denk noch mal drüber nach, vielleicht blick ichs ja doch...

Autor: Gast (Gast)
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>Ich denk noch mal drüber nach, vielleicht blick ichs ja doch...

Tja so ist das bei den Teutschen. Überwachung ja, aber bitte nicht bei 
mir.

Autor: Stefan May (smay4finger)
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@Der Dude:
> Ich kann gar nicht soviel essen, wie ich kotzen möchte, wenn ich Euer
> Gewäsch lesen muss.

Stell Dir einen Eimer bereit:

> Ihr Wichtigtuer solltet  erst mal schaun, was vor Eurer eigenen Haustüre
> für Scheisse am Dampfen ist, bevor mit solch billiger Polemik andere
> Bundesländer verunglimpft und deren Bevölkerung beleidigt.

Ich kann in meinen Beiträgen davon leider nichts entdecken. Fakt ist 
jedoch, daß mir die CSU als Partei überhaupt nicht passt. Fakt ist auch, 
daß Bayern und Baden-Würtemberg als reichste Bundesländer in Deutschland 
immer wieder Versuche unternehmen, den Länderfinanzausgleich zu ihren 
Gunsten zu beeinflußen. Das ist schändlich, zumal von einer Partei 
unterstützt, die das Wort "Sozial" in ihrem Namen trägt.

> Schön die anderen in die rechtsradikale Ecke stellen. Wie einfach.

Auch davon kann ich in meinen Beiträgen nichts finden. Aber für Dich: 
Die Denunziation, die in diesem Fall stattgefunden hat, erinnert mich an 
den Blockwart, der in den 30er und 40er Jahren des letzten Jahrhunderts 
für Ruhe, Zucht und Ordnung im Wohnviertel gesorgt hat. Ich hoffe, der 
Nazivergleich stellt Dich zufrieden.

> Wo lebt denn die braune Seuche? Wo muss man denn Angst haben vor
> besoffenen Glatzen, die kleinen Mädchen Hakenkreuze in die Haut
> schneiden? Bei Euch im Osten doch, Ihr Schwachmaten! Und alle schauen zu
> und keiner hat was gesehen! Was ist das denn für eine Scheisse?

Uhhh, braune Seuche ein Problem des Ostens. Ich kann Dir das gerne 
erklären. Eine gewisse CDU hat kurz vor den ersten freien Wahlen im 
Osten den Himmel auf Erden versprochen. Alle werden reich haben sie 
gesagt. In Wirklichkeit wurden die Betriebe regelrecht plattgemacht, die 
Menschen im Osten verarscht von vorne bis hinten. Genau DAS führt zur 
Frustration! Im übrigen sehe ich nicht, daß es ein typisch ostdeutsches 
Problem ist.

Wenn Du Dir das Ost-West-Gefälle mal anschauen möchtest, dann stelle 
Dich mal Freitag und Sonntag an die A20, A24, A2 oder die A4 oder A9 und 
beobachte, wo der Verkehr hinfließt. Alleine Mecklenburg-Vorpommern hat 
260.000 Wochenendpendler, die ihre Arbeit in den wirtschaftsstarken 
Zentren im Westen aufsuchen. Das sind 15 Prozent der dort lebenden 
Bevölkerung! Das ist ein Problem, nicht die paar Nazis, die in der Woche 
im Osten übrigbleiben.

> Also haltet endlich mal die dämliche Klappe.
> Da nehmt mal Stellung zu, wenn ihr könnt.

Du widersprichst Dir selbst.

Autor: Gast (Gast)
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>Fakt ist auch,
>daß Bayern und Baden-Würtemberg als reichste Bundesländer in Deutschland
>immer wieder Versuche unternehmen, den Länderfinanzausgleich zu ihren
>Gunsten zu beeinflußen.

Was ja auch gut ist. Die ärmeren Länder sollen endlich mal lernen, wie 
man Geld umgeht und vor allem ihre eigene Struktur aufbauen. Das 
bayerische Geld nur in hartz4 in Meck-Pomm zu versenken, macht wenig 
Sinn. Dazu kommt noch, dass diese Länder nach immer mehr brüllen. Und 
dann muss man sich von diesen Primaten noch anhören, dass Bayern ein 
rückständiges land sei.

>Alle werden reich haben sie gesagt.

Sie haben ein das beste Geschenk bekommen, was sich ein Mensch denken 
kann, die Freiheit. Nur wissen sie nichts damit anzufangen. Und das es 
selbst nach 18 Jahren immer noch nicht anders aussieht, spricht Bände. 
Die heutige Jugend weiß nichts von der DDR, lebt diese aber immer noch.

Autor: Stefan May (smay4finger)
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> Sie haben ein das beste Geschenk bekommen, was sich ein Mensch denken
> kann, die Freiheit.

Danke, damit hast Du Dich endgültig für eine Diskussion zum Thema DDR 
disqualifiziert. Das "Geschenk" von dem Du sprichst wurde von den 
Bürgern der DDR, ich betone der DDR!, hart erkämpft. Der Westen hatte 
damit rein gar nichts zu tun. Weitere Kommentare erspare ich mir dazu, 
sonst werde ich ausfällig.

Autor: Gast (Gast)
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Das ist egal, sie haben das Geschenk bekommen. Und heute beschweren sie 
sich darüber. Sie waren es niemals gewohnt, das Leben selber zu 
bestimmen, sich selber nach Arbeit um zusehen, sich selber um die 
Bildung zu kümmern. Dafür haben sie gründlich das Jammern und Mecker und 
den neid erlernt.

Und das du vom deinem eigenen Thema ablenkst, spricht für sich. Dazu 
hast du keine Argumente. Ist schon seltsam, dass ausgerechnet die 
ostdeutschen als Bayernhasser auftreten, ständig versuchen das Land und 
die Bürger schlecht zu reden, auf der CSU rumhacken und dann auch noch 
die Frechheit besitzen, mehr Geld zu fordern.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Ich bin kein "Ostdeutscher". Und ich weiß, wer bis 1986 durchgehend und 
letztmalig 1992 Mittel aus dem Länderfinanzausgleich erhalten hat. Und 
wer das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland nach wie vor nicht 
ratifiziert hat (gilt dort zwar auch so, aber das hat schon ein 
"Geschmäckle").

Die Reaktionen auf meinen leicht Bayern-kritischen Beitrag --in dem ich 
übrigens das Thema Länderfinanzausgleich mit keinem einzigen Wort 
erwähnte-- sprechen übrigens Bände. Offensichtlich sind hier Leute mit 
einem sehr schlechten Verhältnis zu ihrem Bundesland unterwegs, die mit 
hysterischen Hetz- und Hass-Kampagnen davon abzulenken versuchen.

Zugunsten von Bayern ist zu sagen, daß sie dort genießbares Bier brauen 
können. Und wie sonst auch Rückschlüsse auf die Bevölkerung anhand der 
Regierung glücklicherweise unzulässig sind - wären alle Bayern so wie 
die "C"SU-Spitze, dann ...

Autor: Christian (Guest) (Gast)
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Die DDR zeigte ja, dass Überwachung wohl nicht alles verhindert.
Im Falle der DDR ist es positiv gelaufen, nur Kohl & Co. haben
dann u.a. Mist gemacht - ja, die blühenden Landschaften:
  sowas nennt man Ackerfläche oder Industrieruine im Frühjahr
  - tolles Geschenk, eher Ver...
  (der Mann hatte recht, ;-)


Auch werden, wie oben geschildert & zurecht kritisiert,
weiterhin Kinder schlecht behandelt.

Aber ggf. haben ja auch diese Beiträge, wie auch die Diskussion
um Schäuble, die Menschen hellhöriger gemacht.

Allein das hat schon einen positiven Aspekt & solange zB
im TV oder hier darüber berichtet werden kann, ist das ok.

Fehler werden weiterhin gemacht - aber unser System hat halt auch
die Medien als "Kontrollinstanz" (vgl Rußland).
(Der Fall in Schwerin, verhungertes Kind, läßt allerdings
nach "Bremen" hier einiges zu wünschen übrig - aber es wurde
reagiert, in Bremen).

Das ist ein Gewinn - auch wenn die bei einigen
Fragestellungen eher peinlich wegschauen bzw.
sehr fragwürdig agieren.

Man kann ja Schäuble & Co. abwählen - aber was hat sich nach Schröder
geändert?

Naja, Churchill sagte mal sinngemäß:
  die Demokratie ist eine schlechte Regierungsform,
  aber die Beste, die wir haben.


Selbstbewußte Bürger mit Augenmaß sind doch die beste Basis -
und die kann man u.a. in der Schule, etc. ausbilden/erziehen/....
Wird das gemacht?
Siehe Kenntnis over DDR in den neuen Bundesländern.

Gruß
C.

Autor: Gast (Gast)
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>Und ich weiß, wer bis 1986 durchgehend und
>letztmalig 1992 Mittel aus dem Länderfinanzausgleich erhalten hat.

Worüber du dich aber nicht informiert hast, war offensichtlich die 
Summe. Schau, was unter dem Strich steht. Bayern zahlt jedes Jahr fast 
das Zehnfache dessen, was sie früher erhalten haben. Offensichtlich 
haben sie gut mit dem Geld wirtschaften können. Ich möchte das jetzt 
nicht unbedingt der Regierung zusprechen, aber was z.B. die allseits 
geliebte SPD mit der Chipfrabrik gemacht hat, wissen wir ja.

Ab und zu werden wieder Gespräche laut, wo sich Bayern mit Österreich 
zusammentun möchte. Die Verfassung verhindert dies aber wirkungsvoll 
(Jörg, ich hoffe, du hast dich diesbezüglich endlich informiert. Du 
warst doch damals auch ein Fürsprecher)

Beitrag "Re: Na endlich: Transrapid München kommt!"

Es wird zeit, dass die armen Länder lernen, mit dem Geld wirtschaftlich 
umzugehen.

Autor: Stefan May (smay4finger)
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> Das ist egal, sie haben das Geschenk bekommen. Und heute beschweren sie

Du hast mich immer noch nicht verstanden. Du hättest Deinen Dreckarsch 
überhaupt nicht hochbekommen. Wer ist 1989 auf die Straße gegangen? Die 
Montagsdemonstrationen wurden, soweit ich mich erinnern kann, nicht von 
Bürgern der Bundesrepublik durchgeführt, sondern von Bürgern der DDR. 
Das "Geschenk" war nicht die Freiheit. Vielleicht verwechselst Du 
Freiheit mit Konsum, aber das ist Dein Problem. Und jetzt höre endlich 
auf, die Wende als Geschenk der Bundesrepublik an die achso armen 
DDR-Bürger dahinzustellen. Dazu ist dieses Thema historisch zu sensibel.

> Bildung zu kümmern. Dafür haben sie gründlich das Jammern und Mecker und
> den neid erlernt.

Gejammert und gemeckert wird auch im Westen Deutschlands.

> Und das du vom deinem eigenen Thema ablenkst, spricht für sich. Dazu
> hast du keine Argumente. Ist schon seltsam, dass ausgerechnet die
> ostdeutschen als Bayernhasser auftreten, ständig versuchen das Land und
> die Bürger schlecht zu reden, auf der CSU rumhacken und dann auch noch
> die Frechheit besitzen, mehr Geld zu fordern

Du allein hast das "Geschenk" in die Diskussion hineingeworfen. Jetzt 
wundere Dich nicht, daß ich zu diesem Thema Stellung beziehe. Auch der 
Länderfinanzausgleich ist, wie Rufus schon erwähnt hat, allein Dein 
Thema.

> Und dann muss man sich von diesen Primaten noch anhören, dass Bayern
> ein rückständiges land sei.

Und mit diesem Vergleich hast Du Dich für die gesamte Diskussion 
disqualifiziert.

Autor: Gast (Gast)
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>Das "Geschenk" war nicht die Freiheit.

Ach nein? Wer darf denn seinen Wohnsitz frei wählen? Wer darf denn 
arbeiten, wo er will? Wer darf denn hinreisen, wohin er will? Wer hat 
denn am Tag der Deutschen Einheit "D-Mark, D-Mark" gebrüllt?

>Und jetzt höre endlich
>auf, die Wende als Geschenk der Bundesrepublik an die achso armen
>DDR-Bürger dahinzustellen.

Niemand redet davon, dass der Westen dem Osten dieses Geschenk gemacht 
hat. Es hieß lediglich, dass dies ein Geschenk an die Ostdeutschen war 
und diese damit nichts anfangen konnten. Warum wollten ausgerechnet die 
Ostdeutschen ein einheitliches Deutschland, wenn es ihnen so schlecht 
geht?

>Du allein hast das "Geschenk" in die Diskussion hineingeworfen. Jetzt
>wundere Dich nicht, daß ich zu diesem Thema Stellung beziehe. Auch der
>Länderfinanzausgleich ist, wie Rufus schon erwähnt hat, allein Dein
>Thema.

Oh, hier offenbaren sich schwere Leseschwächen. Nun, angesichts der 
PISA-Studie auch nicht verwunderlich. Da kann man auch mal großzügig 
drüber hinwegsehen. Ich kläre dich gerne auf.

Das erste Mal wurde es von Rufus als Behauptung in den Raum geworfen:
Beitrag "Re: neulich beim Hausarzt."

Das zweite Mal kam das von dir. Nur hast nur die Worte von Rufus 
wiedergekäut und ins Forum gekotzt:
Beitrag "Re: neulich beim Hausarzt."

Was hast du eigentlich zum Thema beizutragen? Eine Meinung, wie die 
ostdeutschen Länder wirtschaftlich mit dem Geld umzugehen haben, hast du 
anscheinend nicht. Warum sollte man überhaupt mit dir diskutieren?

Autor: Englischversteher (Gast)
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Man kann es auch mit Janis Joplin halten:
"Freedom is just another word for nothing left to lose."

>Wer darf denn arbeiten, wo er will? Wer darf denn hinreisen, wohin er >will?

Die Fragen sind falsch gestellt: Wer muß denn arbeiten, wo er soll?
Wer muß der Arbeit hinterher reisen, um überhaupt noch etwas zum Leben 
zu haben?

...und vor allem, welcher 50-jährige entlassene Ingenieur freut sich 
nicht, für einen Euro/h  im Park Kippen zu stechen?

Englischversteher

Autor: Stefan May (smay4finger)
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>>Das "Geschenk" war nicht die Freiheit.
>Ach nein? Wer darf denn seinen Wohnsitz frei wählen? Wer darf denn
>arbeiten, wo er will? Wer darf denn hinreisen, wohin er will? Wer hat
>denn am Tag der Deutschen Einheit "D-Mark, D-Mark" gebrüllt?

Entschuldige, wenn das immer noch nicht bei Dir angekommen ist. Für ein 
"Geschenk" habe ich 1989 ziemlich viel riskiert. Zuviel um von einem 
"Geschenk" zu sprechen. Die DDR ist nicht von alleine zusammengebrochen.

> Warum wollten ausgerechnet die
> Ostdeutschen ein einheitliches Deutschland, wenn es ihnen so schlecht
> geht?

Hahahahahahahah, muaahahah, oh Gott, ich kann nicht mehr......

Selten so gelacht. Genau, die haben alle geschrien: "Bitte, Bitte lieber 
Helmut, mach ein Deutschland aus uns......"


Der liebe Helmut hat es nichtmal für nötig gehalten, daß das gemeinsame 
deutsche Volk über eine Verfassung abstimmt. Stattdessen hat man einfach 
das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland über die DDR gestülpt 
nach dem Motto friß oder stirb. Rechtlich war das nicht zu beanstanden, 
moralisch hat es bei den Ostdeutschen das Kredo der Siegerjustiz 
hinterlassen.

> Was hast du eigentlich zum Thema beizutragen?

Das hier: Beitrag "Re: neulich beim Hausarzt."

Außer zu applaudieren über diese "gelungene" polizeiliche Maßnahme hast 
Du in diesem Thread nur vom Thema abgelenkt.

> Eine Meinung, wie die ostdeutschen Länder wirtschaftlich mit dem Geld
> umzugehen haben, hast du
> anscheinend nicht.

Doch, die habe ich. Die würde ich aber nicht in einem Thread, in dem es 
um überzogene polizeiliche Maßnahmen geht, nicht ausbreiten. Wenn Du 
möchtest, diskutiere ich das gerne mit Dir, in einem anderen Thread.

> Warum sollte man überhaupt mit dir diskutieren?

Ich frage mich gerade, warum ich einem Troll überhaupt antworte. Auf 
politischer Ebene sind wir nicht einer Meinung, warum gehen wir uns 
nicht einfach aus dem Weg?

Autor: Gast (Gast)
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>Die Fragen sind falsch gestellt: Wer muß denn arbeiten, wo er soll?
>Wer muß der Arbeit hinterher reisen, um überhaupt noch etwas zum Leben
>zu haben?

Die Arbeit ist doch nie zu einem gekommen (oder war das früher in der 
DDR so?). Man geht und lebt doch dort, wo es arbeit gibt. Deshalb 
konzentriert sich doch alles in den Städten. Ich sehe nur ein Problem in 
den Leihfirmen, die ihre Mitarbeiter in ganz Deutschland rumschicken.

Es sollte doch egal sein, wo man arbeitet. Problematisch wird es aber, 
wenn man billiges Leben (z.B. in Meck-Pomm, wo es ausgezeichnete 
Gegenden gibt) mit hohem Gehalt (z.B. BW, BY) verbinden will. Dann muss 
man reisen.

>...und vor allem, welcher 50-jährige entlassene Ingenieur freut sich
>nicht, für einen Euro/h  im Park Kippen zu stechen?

Wenn er noch fit ist, dann macht er sich in diesem Alter selbständig. 
Das Risiko ist hier eher gering. Es gilt, die Zeit bis zur Rente zu 
überbrücken. In diesem Alter hat man soviel Erfahrung, man hat soviel 
Misstände in der Firma gesehen, dass man hier locker anpacken kann. Auch 
hier gilt: Der Wille zählt. Es ist die Frage der Sichtweise. 
Pessimistisch: "Was soll ich jetzt nur machen. Mein Leben ist aus." oder 
optimistisch: "Das ist die Chance für einen Neuanfang." Der Pessimismus 
wird hier eher in Frustration enden.

Autor: Stefan May (smay4finger)
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> Es sollte doch egal sein, wo man arbeitet. Problematisch wird es aber,
> wenn man billiges Leben (z.B. in Meck-Pomm, wo es ausgezeichnete
> Gegenden gibt) mit hohem Gehalt (z.B. BW, BY) verbinden will. Dann muss
> man reisen.


(Kringel vor Lachen) Hör auf, hör auf, bitte.....

<ironie>Die ganzen Pendler, die sich jedes Wochenende in den Westen mit 
hohem Gehalt aufmachen, wollen nur ein billiges Leben in Meck-Pomm..... 
</ironie>

Deine Weltsicht ist wirklich krank.

Autor: Gast (Gast)
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>Der liebe Helmut hat es nichtmal für nötig gehalten, daß das gemeinsame
>deutsche Volk über eine Verfassung abstimmt. Stattdessen hat man einfach
>das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland über die DDR gestülpt
>nach dem Motto friß oder stirb.

Du verkennst die Situation. Es gab die Alternative, die Grenzen so zu 
lassen, wie sie sind und die DDR langsam aus der Diktatur in die 
Demokratie zu führen. Egon Krenz stand damals schon bereit.

Ob der "D-Mark, D-Mark"-brüllende DDR-Bürger, der die Züge gestürmt hat, 
um in mehreren Städten der BRD das Begrüßungsgeld zu kassieren, damit 
einverstanden gewesen wäre, ist mehr als fraglich. Nicht die 
Westdeutschen wollten die Einheit sofort, sondern die Ostdeutschen. Die 
Westdeutschen haben nicht die ostdeutschen Städte eingerannt. Frage mal 
einen Einwohner aus Hof, was er von der Einheit hält.

Trotzdem sind sich alle einig, dass dies der beste Weg war. Heute geht 
es allen besser, auch wenn das Jammern größer geworden ist. Jeder ist 
bemüht, seinen vermeintlichen Wohlstand zu zeigen. Das war an dem 
enormen Autoboom ersichtlich, wo jeder Ostdeutsche mit den eigenen 
Produkten nicht mehr zufrieden war und unbedingt was westdeutsches haben 
musste.

Es ist hier grundsätzlich falsch zu behaupten, der Westen habe dem Osten 
die Einheit sozusagen aufgezwungen. Kohl war nur zufällig zu diesem 
Zeitpunkt Kanzler. Man sollte sich aber die Frage stellen, was mit der 
ehemaligen DDR passiert wäre, deren Wirtschaft sich im freien Fall 
befand, wenn die BRD diese nicht aufgefangen hätte? Das land war 
führungslos, hatte vom ehemaligen Bruder keinen Rückhalt mehr zu 
erwarten.

Die "blühenden Landschaften" werden heute einfach so aus dem 
Zusammenhang gerissen. Das vollständige Zitat "Durch eine gemeinsame 
Anstrengung wird es uns gelingen, Mecklenburg-Vorpommern und 
Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Sachsen und Thüringen schon bald wieder in 
blühende Landschaften zu verwandeln, in denen es sich zu leben und zu 
arbeiten lohnt." besagt eben, dass gemeinsame Anstrengungen notwendig 
sind. Die Massenflucht der besten Köpfe Ostdeutschland in den Westen 
trägt nicht gerade dazu bei.

Und da beginnt der Teufelskreis. In den Gebieten hoher Arbeitslosigkeit 
finden sich keine Spitzenkräfte. Ohne diese ist aber der Aufbau der 
Wirtschaft nicht möglich und somit gibt es auch keine Arbeit.

Die Auswirkungen von Deindustrialisierung->Urbanisierung kann man 
überall nachlesen.

Autor: Stefan May (smay4finger)
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Bravo, endlich hat er mal ordentlich zusammengefaßt. Für den Troll 
entschuldige ich mich.

> Du verkennst die Situation. Es gab die Alternative, die Grenzen so zu
> lassen, wie sie sind und die DDR langsam aus der Diktatur in die
> Demokratie zu führen. Egon Krenz stand damals schon bereit.

Genau diese Alternative meinte ich nicht.

Ich bezog mich dabei auf den Prozess der Wiedervereinigung. Das hätte 
man eben auch mit einem Volksentscheid zur Verfassung lösen können. Ich 
hätte mich gerne für eine gemeinsame Verfassung entschieden. Kohl und 
Konsorten haben uns (sowohl den Ost- wie den Westdeutschen) diese 
Entscheidung abgenommen und den entsprechenden Paragraphen einfach aus 
dem Grundgesetz gestrichen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Wiedervereinigung

Autor: Gast (Gast)
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Und der Grund steht dort geschrieben:

"Da der _schnellstmögliche Weg von der DDR-Bevölkerung_ und der frei 
gewählten Volkskammer gewünscht wurde (und viele DDR-Bürger in den 
Westen übersiedelten), wurde die Möglichkeit nach Art. 23, der Beitritt, 
gewählt. Die Ausarbeitung einer neuen Verfassung hätte länger gedauert; 
1994 wurden einige diesbezüglich abschließende Änderungen am Grundgesetz 
vorgenommen."

Nicht Kohl wollte den schnellstmöglichen Weg, sondern die 
DDR-Bevölkerung. Es ist einfach falsch, das Kohl in die Schuhe zu 
schieben. An diesem Weg haben die Regierung aus Bonn sowie die 
Volkskammer gearbeitet.

Und um das zu verstehen, muss man sehr weit ausholen und nicht nur die 
nächstmögliche Antwort, die zur eigenen Stimmung passt, wählen.

Es gab zwei Wege: Nach §146 GG durch eine Verfassung oder nach §23 des 
GG durch Beitritt der DDR. Zum Beitritt der DDR waren die Stimmen der 
vier Siegermächte notwendig. Hätte man hier zu lange gewartet, wäre dies 
durch den Zusammenbruch des Ostblocks unmöglich geworden, wodurch nur 
noch der Weg über eine gemeinsame Verfassung möglich wäre, was aber, wie 
wir jetzt wissen, Jahre gedauert und vielleicht sogar die Einheit 
verhindert hätte.

Autor: Stefan May (smay4finger)
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Was die DDR-Bevölkerung wollte, kann niemand genau sagen. Es hat ja 
keine Volksabstimmung bezüglich eines Beitritts gegeben. Alleine die 
Volkskammer wurde frei gewählt, und die haben dann für die Bürger 
entschieden. Genau das ist mein Kritikpunkt. Nicht die Bevölkerung, 
sondern machtinteressierte Politiker haben entschieden. Sowohl im 
Westen, wie im Osten. Bei einem solch wichtigen Schritt halte ich das 
für fahrlässig. Es ist aber leider christlich-demokratische Tradition, 
den Willen des Volkes zu übergehen.

Aus Wikipedia dazu noch:
> Am 3. Oktober 1990 sollte die Wiedervereinigung geschehen (Tag der
> Deutschen Einheit), Verfassungsänderungen bezüglich der Einheit sollten
> innerhalb von zwei Jahren geschehen

Es hätte also auch nach einem Beitritt die Möglichkeit bestanden, über 
eine Verfassung oder Teile dieser abzustimmen. Die Einheit war meiner 
Meinung nach nicht in gefahr.

Man kann es im Nachhinein halten wie man will, ändern läßt es sich ja 
doch nicht. Ich finde es nur schade eine Chance vertan zu haben.

Autor: Gast (Gast)
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Und wer hätte das Land in den zwei Jahren regiert? Was wäre mit der 
Wirtschaft passiert? Wer hätte das finanzieren sollen? Die BRD nicht, 
das das land noch geteilt war. Der beste Weg war einfach die 
Hauruck-Aktion.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Na ja, der Westen hat nach der Hitlerei die Demokratie geschenkt 
bekommen - die 'Argumentation' von Gast hat also durchaus einen wahren 
Kern.

Nur daß er sich nicht vorstellen kann, daß das nicht immer so sein muß, 
bleibt sein Problem...

Autor: Stefan May (smay4finger)
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@Gast: Nein. http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/betz/zehnjahre.htm 
Erinnere Dich doch mal an den Wahlkampf 1990. Was hat Lafontaine nochmal 
gesagt? Er hat den Weg, den die Kohl-Regierung damals eingeschlagen hat 
für falsch gehalten. Und nicht nur er, auch führende 
Wirtschaftsinstitute und Berater haben vor der Währungsunion gewarnt. 
Kohl hat die Menschen in der DDR und in der Bundesrepublik absichtlich 
in die Irre geführt! Warum er das gemacht hat? Das wird er 
wahrscheinlich in seinem Edelmut zusammen mit den Spendernamen ins Grab 
nehmen.

@Uhu Uhuhu: Die Situation nach der "Hitlerei", wie Du das nennst, war 
eine andere. 1945 wurde von außen bestimmt, daß Deutschland ein 
demokratischer Staat wird. Das Deutsche Volk hatte in dieser Situation 
nichts zu melden. 1989 haben es allein die betroffenen Menschen von 
innen heraus entschieden. Das ist ein gewaltiger Unterschied.

Autor: Gast (Gast)
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>Erinnere Dich doch mal an den Wahlkampf 1990. Was hat Lafontaine nochmal
>gesagt? Er hat den Weg, den die Kohl-Regierung damals eingeschlagen hat
>für falsch gehalten. Und nicht nur er, auch führende
>Wirtschaftsinstitute und Berater haben vor der Währungsunion gewarnt.

Das ist doch alles klar. Was sollte Kohl tun? Der "D-Mark, 
D-Mark"-brüllenden Bevölkerung das begehrte harte Geld verweigern? Die 
Ost-Mark hatte ja keinen Wert mehr. Die Bürger arbeiteten genauso hart 
und fleißig, wie die Westkollegen, sollten aber mehr für die gleichen 
Waren bezahlen? Die Ostbürger hätten sich bedankt.

Hinterher ist man immer klüger. Damals gab es aber keine großartigen 
Möglichkeiten. Das Lafontaine und Schröder gegen die Wiedervereinigung 
waren, ist bekannt:

"Nach 40 Jahren Bundesrepublik sollte man eine neue Generation in 
Deutschland nicht über die Chancen einer Wiedervereinigung belügen. Es 
gibt sie nicht"

Was ich in dem Artikel vermisse und was überhaupt nicht erwähnt wurde 
ist, dass gegen Gorbatschow, der ja maßgeblich zur Wiedervereinigung 
beigetragen hat, 1991 geputscht wurde. Wären die Altkommunisten als 
Sieger hervorgegangen, wie wäre es dann um die dann noch existierende 
DDR bestellt?

Dieser Vertrag wäre nie zustande gekommen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Zwei-plus-vier-Vertrag

PS: Auf Lafontaine würde ich überhaupt nichts geben. Der Mann ist es 
nicht wert:

"Die DDR ist nicht das flüchtige ‚Phänomen‘, das einst der Bundeskanzler 
Kiesinger in ihr zu sehen glaubte. Sie ist unter Erich Honecker ein 
wirtschaftlich leistungsfähiger, innenpolitisch stabiler und 
außenpolitisch selbstbewusster Staat geworden, was der Sicherheit in 
Europa zugute kommt.“

Seine Haltung zur Wiedervereinigung:
http://de.wikipedia.org/wiki/Oskar_Lafontaine#Halt...

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