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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Ausbeutung durch Arbeitsamt und Dienstleister


Autor: Hans-Werner K. (Gast)
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Seit 01.12.2007 ist die Katze aus dem Sack: Einen Monat, nachdem rund 
200 Leute bei uns am Standort in eine eigene Betriebsgesellschaft 
umgesiedelt worden sind, um sie auf die elegante Weise loszuwerden, hat 
uns heute eine "Auflärerin" vom Arbeitsamt über unsere Zukunft 
informiert: Wir sind die künftigen hochqualifizierten Arbeitsklaven der 
Gesellschaft.

Selbst die Techniker und Ingenieure, die angeblich überall gesucht 
werden, haben kaum eine Aussicht, noch jemals im Leben auf ein 
ansprechendes Gehalt zu kommen, weil sie vom Arbeitsamt nicht vermittelt 
werden (die unternehmen keine Anstrengungen bei Ingenieuren und Leuten 
über 40) und die Firmen, wo wir uns bewerben, eiskalt Zeitspiel 
betreiben und auf Minderlohn pokern.

Einige der uns vorgestellten Firmen, die hier wie die Geier kreisen, 
bieten Sofortverträge an, die 20% unter dem Brutto liegen, was die 
Kollegen hatten, weisen aber gleich darauf hin, daß das nur gilt, wenn 
sofort unterschrieben wird. Später, wenn die BE zu Ende ist und wir in 
die Arbeitslosigkeit gehen, bekämen wir noch weniger. Das Arbeitsamt 
unterstützt das Verhalten, indem sie solche Stellen sponsort, weil bei 
einem Austritt die Unterstützungverfplichtung gegen die BE wegfiele und 
sie sich was sparen. Das hat natürlich keiner gemacht - jedenfalls bis 
jetzt nicht.

Nun ist es aber so, daß die Arbeitsamtaufklärerin gleich das nächste 
Szenario bereit hält: Sobald wir uns 3 Monate vor Ablauf der BE 
arbeitslos melden, bekommen wir sofort eine Stelle zugewiesen. Diese 
Stellen sind bei Ingenieursdienstleistern und rangieren nach Auskunft 
von Kollegen, bei etwa 75% des sonst üblichen Bruttogehalts. Damit liegt 
es nur knapp über dem Arbeitslosengeld und gilt als zumutbar. Jetzt 
kommts es: Die Firmen setzen einen gezielt formell auf eine andere 
Stelle, um so Umschulungshilfen vom Arbeitsamt zu bekommen. Dafür 
deklarieren sie das erste halbe Jahr als Umschulung, bei dem man nur 2/3 
des späteren Bruttogehaltes bekommen soll. Das wären dann rund 50% des 
üblichen Bruttos, was andere in gleichwertigen Positionen bekommen.

Das Schlimme: Man kann es nicht ablehnen, weil man sonst die Hilfen 
gestrichen bekommt.

Viele Kollegen hier sind Techniker und kaufmännische Angestellte, die 
sowieso keine Wundergehälter hatten und mit ihren Familien gerade so 
über die Runden kamen, wenn nicht die Ehefrau auch gearbeitet hat. Jetzt 
sollen sie mit der Hälfte auskommen ?

Auch bei einigen älteren Ingenieuren ist es so, daß die Angebote, die 
von den Dienstleistern gemacht werden, bei nur rund 2500-3000 Brutto 
liegen, während die weiter Beschäftigen nach Angaben der PA zwischen 60% 
und 80% mehr hätten.

Es kann doch nicht sein, daß das Arbeitsamt gemeinsame Sache mit 
dubiosen Dienstgebern macht, um Geld zu sparen und Leute in vollkommen 
unterbezahlte Jobs zwingt ???

Auch das Bewerben in der freien Wirtschaft bringt nicht mehr Erfolg, 
weil die Firmen die Notlage riechen und auch kaum mehr anbieten!!!!

Ist die Situation für altere Techniker wirklich so schlecht ?

Einerseits werden Techniker gesucht, doch scheint es, als ob die Firmen 
es weidlich ausnutzen, daß man aus eine Abbaufirma kommt.

Autor: .... (Gast)
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wo spielt denn die Geschichte?

Autor: Gast (Gast)
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Aus dem Artikel geht also hervor, dass sie die Alternative haben, einen 
Job anzunehmen, den sie selber nicht finden können, der aber 
unterbezahlt ist oder endgültig ins Aus geschoben zu werden.

Mit anderen Worten: Lieber arbeitslos und von der Stütze leben, als 
einen unterbezahlten Job anzunehmen und wieder eine Chance zu bekommen. 
Das zwingt zu der Erkenntnis, dass die Stütze zu hoch ist und ein 
wirksames Druckmittel fehlt.

Autor: Zyniker (Gast)
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Na wen wunderts, bei der typisch Deutschen 32h-Woche? Da ist es 
angebracht die Löhne zu drücken. In richtigen Firmen arbeitet jeder 
Azubi 10h mehr die Woche!

Autor: Bernhard (Gast)
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> Aus dem Artikel geht also hervor, dass sie die Alternative haben, einen
> Job anzunehmen, den sie selber nicht finden können, der aber
> unterbezahlt ist oder endgültig ins Aus geschoben zu werden.

> Mit anderen Worten: Lieber arbeitslos und von der Stütze leben, als
> einen unterbezahlten Job anzunehmen und wieder eine Chance zu bekommen.
> Das zwingt zu der Erkenntnis, dass die Stütze zu hoch ist und ein
> wirksames Druckmittel fehlt."

Wer hat dich denn rausgelassen? Aus dem Artikel geht hervor, dass hier 
ganz gezielt eine Gesetzeslücke ausgenutzt wird, um die Personalkosten 
um 50% zu drücken.

Wenn DU vor der Wahl ständest, den selben Job für die Hälfte Geld 
weiterzumachen, würdest du dich auch erstmal beschweren, oder? Na also, 
und jetzt STFU.

Autor: Gerd Vg (gerald)
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Hallo Hans-Werner,

genau diesen Fall habe ich vor Einführung der HartzIV-Gesetze so in 
einem Forum beschrieben.
Man hat mich damals ausgelacht!

Wenn Du dem Arbeitsamt vertraust, bist schon mal auf dem schlechtesten 
Weg den man sich vorstellen kann.
Ich selber wurde mit 57 krank und daraus arbeitslos, heute in Rente.
Was die mir für einen Müll damals erzählt haben kopfschüttel!
Du kannst Dich bei den AA-Leuten nur wehren, wenn Du permanent nach den 
entsprechneden Vorschriften verlangst und wo die genau stehen bzw. von 
denen in Schriftform verlangst.
Meistens sagen sie dann, wir machen das immer so ...blabla.
Meine Antwort war dann immer, wenn es so nicht im Gesetz geregelt ist, 
gilt es für mich nicht.
Machst Dir dann keine Freunde dort, aber was solls.
Nachdem ich einem Sachbearbeiter mal 8 Formfehler nachgewiesen habe kam 
ich mit dem örtlichen Amtsleiter blendend aus!

Ein Beispiel vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen in LA:
Die wollten mich untersuchen, ob ich wieder arbeitsfähig bin nach einer 
schweren Herz-Op.
Es war hier bereits der zweite Besuch bei dieser Behörde, bei dem ersten 
Besuch haben sie mich total überrumpelt.
Im dem zweiten Einladungsgespräch stand drin, sie wollten mit mir ein 
Beratungsgespräch führen.
Tatsächlich wollten sie eine körperliche Untersuchung durchführen.
Dieses habe ich denen promt verweigert mit der Begründung, ich wäre auf 
so eine Untersuchung nicht vorbereitet.
Sie fragten wieso denn?
Antwort: hätte heute noch nicht geduscht usw.
Also Ausziehen könnte ich mich deswegen nicht!
Sie hätten mir dann schreiben müssen, dass sie einen Untersuchung 
durchführen wollten.
Antwort von denen, machen wir immer so!
Antwort von mir, Beratung ist Beratung.
Untersuchung ist Untersuchung und nicht Beratung.
Wir haben uns dann 2 Stunden unterhalten und ich war weiterhin 
arbeitsunfähig!

Nenne uns doch mal Firma und Arbeitsamt.
Wenn alle immer mit den Firmen und Behörden hinterm Berg halten, können 
die ja auch machen was sie wollen.

Wünsche Dir viel Erfolg beim sche***** Behördenkram.

Gerd

Autor: Gerd Vg (gerald)
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@ Gast (Gast),

hoffentlich ergeht es Dir auch mal so.
Ich wünsche es mir so für Dich als Weihnachtsgeschenk!
Und nochwas, bist auch noch zu feige Dich mit Namen hier zu zeigen!
Du bist ein Schwätzer, sonst bist zu nichts nütze!
Du hast von nichts eine Ahnung und davon hast noch zuviel!

Autor: Zyniker (Gast)
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Nein. Ich habe letzens mit einem Personaler geredet, in "seiner" Firma 
lief das selbe Spiel. Zuerst war ich wütend. Er erklärte mir, dass die 
Gewerkschaften seit Jahren die Stunden drücken. In der Firma waren es 
schlussentlich 32h. Früher waren es 42h!
Er meinte, dass ruiniert die Firma, die Lohnkosten sind einfach zu hoch 
und der Output zu klein...

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Input, Output, Kaput(t).....

Paul

Autor: Andy (Gast)
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Output zu klein? Schaut euch doch mal den Ex-Chef von Siemens, als er 
gehen durfte. Was hat er zu seinem "Ausstand" hinterher geschoben 
bekommen? Wieviel Millionen?

Output zu klein! Das ich nicht lache. Unsere "obere Elite" sackt einfach 
zu viel ab und die meinen, die kriegen immernoch zu wenig Aber setzen 
sie eine Firma oder Geschäft in den Sand, dann dürfen sie "in Ruhe" 
abziehen und haften für gar nicht und das Witzige daran, die haben 
prompt einen neuen hochdotierten Job. Hätten diese Leute mit ihrem 
Privateigentum haften müssen, hätten sie sich es zehn mal überlegt, 
bevor sie ein Geschäft abschließen.

Autor: The one (Gast)
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Der Wiedekind hat dieses Jahr so ungefähr 60 Millionen abgesahnt. OK, 
der hat was drauf, aber die Summe finde ich trotzdem übertrieben. Mit 
der Summe kann kann ja fast das ganze Personal (die Gehälter der 
Vorstände nicht eingerechnet) eines Standortes bei Siemens-VDO bezahlt 
werden.

Autor: Eclipse (Gast)
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Dann wäre ratsam:

http://www.soned.at/

Autor: clio (Gast)
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>Dafür deklarieren sie das erste halbe Jahr als Umschulung, bei
>dem man nur 2/3 des späteren Bruttogehaltes bekommen soll.

Das übliche Vorgehen ist eher, dass Menschen mit 40 Jahren 
Berufserfahrung zu einem unentgeltlichen Praktikum in IHREM Beruf 
gezwungen werden. Lehnen sie ab, gibt's kein Geld mehr vom Amt.

Autor: Hans (Gast)
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Die Erfahrung habre ich auch gemacht: Vermittler kassieren vom 
Arbeitsamt Gutscheinprovisionen, um Ingenieure in die Zwangsarbeit zu 
schicken. Ein Glück bin cih da fürs erste von wech.

Autor: Hallo (Gast)
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Es wurde zwar noch nicht laut gesagt, aber ein "Bundesarbeitsdienst" ist 
schon längst etabliert!

Autor: Hans (Gast)
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"Bundesarbeitsdienst"

Das waren vormals Beamte, nun sind es Harzer.

Autor: Remember (Gast)
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>Das waren vormals Beamte, nun sind es Harzer.
Nein, vor etwa 77 Jahren hieß dieses Programm geringfügig anders, als
man jedem Beschäftigung gab, der keine Arbeit hatte!

Autor: Damian (Gast)
Datum:

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Wow tönt ja richtig nach aufbruchstimmung in deutschland... da geht ne 
firma zu, was sich bedauerlicher ist, und was wird gemacht, in 
selbstmittleid versunken...
Wer halbwegs flexibel ist, und sein geld bis anhin wert war, wird dies 
auch in  zukunft woanders bekommen, aber eben, wenn man zu tief im 
selbstmittleid versoffen ist, findet man manchmal halt nicht mehr 
raus...

Autor: Snt Opfer (snt-opfer)
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Die A-Agenturen haben nur ein Ziel, einen möglichst schnell aus IHRER 
Statistik zu schieben. Egal wie ...

Habe das (zum Glück) gerade hinter mir. Der erste Satz beim Vorstellen, 
"In Berlin finden sie keinen Job, bewerben sie sich gleich Bundesweit."
Dann ging es weiter, hier Geldspritze wenn ich ins Ausland gehe (Ja, man 
wird ABGESCHOBEN !), da Geld, wenn ich zu einer Zeitarbeitsfirma oder 
Dienstleister gehe (300€ extra für 6 Monate !). Selbst einen Umzug 
würden sie übernehmen, hauptsache man ist schnell weg, die Statistiken 
werden ja Regional erstellt.
"Reden Sie doch mal mit ihrer Freundin, vielleicht will sie ja auch 
umziehen." ... Ja, nee ist klar.

Dazu die üblichen Drohgebähren, "Sie MÜSSEN, Sie sind arbeitslos !", 
etc.
Ebenso der Druck, man MUSS eine Mindestmenge an "Eigenbemühungen" 
vorweisen, sonst wird das ALG I gekürzt (bis unter BAFöG / HARTZ Satz), 
und das monatlich.
Wenn nach 10 Bewerbungen nix rauskommt, winkt schon die 
Zwangsausbildung, da man ja offensichtlich nicht in der Lage ist 
vernüftige Bewerbungen zu schreiben (???).

Wird immer schöner....

Autor: Matthias (Gast)
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@SNT-Opfer
Ich vestehe deine Argumentation nicht. Über was ärgerst du dich denn? 
Das die Bundesagentur für Arbeit alles tut, um dich in Lohn und Brot zu 
bringen? Wenn du ein paar Monate arbeitest, dann hast du durch deine 
Sozialversicherungsbeiträge locker wieder die Unterstützung eingezahlt.
Du kannst dich doch nicht beschweren das von dir Eigeninitative 
gefordert wird. Willst du für immer arbeitslos sein, auf dem Sofa sitzen 
und alle schreien Hurra?
Man muss eben flexibel sein. Gerade in Berlin ist es sehr schwer eine 
Anstellung zu finden. Andere nehmen sehr viel für ihre 
Ausbildung/Berufstätigkeit in Kauf. Ich bin im Mrz diesen Jahres mit dem 
Studium fertig geworden und in den letzten zwei Jahren fünfmal 
umgezogen. von Süd- nach Norddeutschland und dann tief in den Westen. 
Mir passt das auch nicht, ich wäre gerne auch wieder zu Hause. Aber ein 
guter Job ist mir das Wert. Dir sollte das auch wert sein

Autor: Hallo (Gast)
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@Matthias:

Dir macht es vielleicht nichts aus, aber andere haben Familie, Freunde 
und Bekannte an ihren Wohnorten. DU lebst wohl nur für die Arbeit.

Früher nannte man Dich Wanderarbeiter!

Autor: Kai (Gast)
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@Matthias: Wenn du in den letzten 2 Jahren 5mal umgezogen bist, dann 
solltest du eher mal was an deiner konzeptionellen Planung ändern - 
anstatt fremden Leuten einen Rat zu geben. Da bist du doch 
offensichtlich gar nicht kompetent genug...

Autor: Matthias (Gast)
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@Kai
die Umzüge sind so zusammengekommen:
Studienort -> Heimatort (Semesterferien)
Heimatort -> Praxissemester
Praxissemester -> Heimatort (zwei Wochen frei)
Praxissemester -> Diplomsemester
Diplomsemester -> Stelle als Ing. angefangen

Ist doch alles soweit konzeptionell glatt gelaufen. Warum bin ich nicht 
kompetent, anderen einen Rat zu geben?

Autor: L. R. (amilo)
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@ Matthias

Wenn du 2 Wochen Ferien bei Mammi machst, nennst du das Umzug?

Umzug heisst Wohnung mieten, Ummelden und Telefon, Abos, ect. ändern. 
Und seinen ganzen Kram von A nach B bringen.

Selbst dein Praxissemster kann kaum als Umzug gelten, für 4-6 Monate 
richtet man sich kaum ne Wohnung ein.

Autor: Hallo (Gast)
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@Matthias:

Glückwunsch! Du bist ja noch so jung und formbar! Und immer schön an
der Karrieremöhre knabbern ;-)

Autor: Matthias (Gast)
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@Lars F.

Ja, dass war bei mir immer Umzug. Ich konnte nicht bei meinen Eltern 
unterkommen. Ich habe mir immer eine Wohung gesucht und meinen Kram von 
A nach B gebracht. Dies hieß dann Wohnung ausräumen, Auto mieten, 
einpacken, fahren, auspacken, wieder einräumen und Auto zurückbringen.

@Hallo (Gast)

Vielleicht habe ich mich schlecht ausgedrückt. Ich knabbere bestimmt 
nicht an der Karrieremöhre. Was ich damit sagen möchte ist, dass ich es 
für das Normalste halte, für seine Ausbildung/Beruf auch mal öfters 
umzuziehen. Darf ich fragen wo hier her seit? Bestimmt aus dem Osten 
oder Norden.

Autor: Daniel (x2) (Gast)
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>Bestimmt aus dem Osten oder Norden.

Na, jetzt disqualifizierst du dich mit Vorurteilen. Schade eigentlich, 
denn bis dahin stimme ich dir zu. Man kann als junger Mensch schonmal zu 
mehreren Umzügen tendieren um die nötigen Stellen zu bekommen. Mit 
Familie, Kindern usw. gestaltet sich dies schon schwerer. Ich würde 
meiner Familie ungern zumuten, nur wegen meinem Job durch Deutschland zu 
ziehen. Aber mal schauen, wie es ist, falls ich selbst mal in die 
Situation komme.

Allerdings sprechen hier (neben den trollen) auch erfahrene Leute und 
dass man mit 50 ungern von Süd nach Nord oder umgekehrt zieht, kann ich 
durchaus verstehen. Das hat nichts mit Bequemlichkeit zu tun.

Autor: Kai (Gast)
Datum:

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@Matthias, sage ich doch (im Hinblick auf deine Ausführung zum Thema 
Umzüge), daß du deine konzeptionelle Planung erstmal überdenken solltest 
und du wegen dieser Mängel nicht kompetent genug bist, anderen einen 
Ratschlag zu geben.

Wenn du ein Bier trinken willst, kaufst du denn auch erstmal ein 
Grundstück für eine Brauerei und trägst dich an der Volkshochschule in 
einen Brauereikurs ein? Kommt mir allen ernstes so vor...

Autor: Matthias (Gast)
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Ich verstehe ja, dass man mit 50 nicht mehr unbedingt umziehen möchte. 
Wie schon ein paar Mal gesagt, wollte ich lediglich zum Ausdruck 
bringen, dass man immer eine gewisse Flexibilität haben muss.
Ich bin aber trotzdem der Meinung, Fünfmal umzuziehen, auch mit Familie, 
ist immer noch besser als keinen Job zu haben. Man kann auch unter der 
Woche woanders arbeiten und am Wochende zu Hause sein. -Vielleicht kann 
ich das auch nicht nachvollziehen, aber für mich wäre das so.
SNT-Opfer beklagt sich ja in seinem Beitrag, dass er vom Arbeitsamt 
Druck gemacht bekommt und unbedingt in Berlin bleiben möchte.

Kai(Gast), ich kann deine Argumente wirklich überhaupt nicht 
nachvollziehen. Wenn jemand wo anders studiert, dann Praxissemester, 
dann Diplomarbeit macht und für den Beruf umzieht, was hat das mit 
konzeptioneller Planung zu tun? Wenn du immer in deinem Wohnort bleiben 
kannst und alles so klappt, wie du es geplant hast, dann ist das ja 
schön für dich. Das soll ja auch jedem gegönnt sein. Aber wenn du mal 
ehrlich bist, ist das ja heut zu Tage nicht der Normalfall.
Wenn du an deinem Heimatort bist und du merkst, dass du so überhaupt 
nicht weiterkommst, bleibst du dann trotzdem da, auch wenn es von deiner 
konzeptionellen Linie abweicht?
Mein Rat ist trotzdem: Immer flexibel sein (auch örtlich),so findet man 
immer gut einen Job. Dann muss man sich auch nicht mit dem Arbeitsamt 
rumschlagen

Autor: Axel (Gast)
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"Selbst die Techniker und Ingenieure, die angeblich überall gesucht
werden, haben kaum eine Aussicht, noch jemals im Leben auf ein
ansprechendes Gehalt zu kommen, weil sie vom Arbeitsamt nicht vermittelt
werden"

Der Satz sagt ja wohl alles.

Wenn sie nicht selbst mal den Hintern hochbekommen, haben sie ihr Geld 
nicht verdient.

Und mit 40 oder selbst mit 50 kann man ja durchaus noch mal umziehen für 
den Job, selbst mit Kindern. Immerhin muss/kann man da ja dann noch 
15-25 Jahre dort arbeiten. Man kann sich ja eine Gegend aussuchen, wo 
die Lage für Ingenieure generell besser ist.

Es sind diese Leute, die mit Jammern und Heulen reagieren, die solche 
Machenschaften erst ermöglichen.

Gruss
Axel, dem das auch schon passiert ist.

Autor: BetaMax (Gast)
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>> Selbst die Techniker und Ingenieure, die angeblich überall gesucht
>> werden, haben kaum eine Aussicht, noch jemals im Leben auf ein
>> ansprechendes Gehalt zu kommen, weil sie vom Arbeitsamt nicht
>> vermittelt werden

> Der Satz sagt ja wohl alles.
> Wenn sie nicht selbst mal den Hintern hochbekommen, haben sie ihr
> Geld nicht verdient.

Naja, man kann es auch so sehen: Die älteren Ingenieure haben meistens 
ein Spezialwissen, das nur zu der Firma passt. Ist die weg, dann ist der 
Job weg. Keiner will einen 50-jährigen ausbilden und auch das AA hat 
keine Veranlassung , eine Umschulung zu zahlen, wenn man die Leute 
billig bei Ausbeutern unterbringen kann. Die Politik serviert die Leute 
ab und gibt dem Sklavenhandel freien Lauf.

Heute ist jeder nur soviel wert, wie er aktuell wert ist und nicht, was 
er mal für das Unternehmen oder den Staat getan hat. Du kannst soviel 
Arbeitslosenversicherung zahlen, wie Du willst, Du kriegst nichts davon, 
weil sie Dich für Billig abschieben können.

Da kann man auch gleich selbständig sein!

>in Berlin ist es sehr schwer, eine Anstellung zu finden.
Es ist dafür umsoleichter, ein Projekt zu kriegen. Freilich zum 
Osttarif, denn Deutschlands Hauptstadt ist Billiglohngebiet geworden:

- Ausbildung als Dipl.-Ing. oder Dipl.-Inf.
- Kenntnisse bez Visual Basic
- Programmierkenntisse
- Erstellung von Scripten in VB
- Maschinensteuerungen und Simulationsfelder
- HMI und HIL

48,- die Stunde!

Autor: Beratender Ingeneiur (Gast)
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>48,- die Stunde! (in Berlin)

In Berlin sind die Stundensätze tatsächlich deitlich niedriger, 
allerdings bessert es sich gerade wieder, weil sie merken, daß sie keine 
Leute kriegen und ihnen die Angestellten weglaufen. (Die Zahl der 
Kollegen mit Berliner Dialekt, auf die ich hier im Süden treffen, steigt 
ständig).

Zu dem einleitenden Fragetext:

>Auch bei einigen älteren Ingenieuren ist es so, daß die Angebote, die
>von den Dienstleistern gemacht werden, bei nur rund 2500-3000 Brutto
>liegen,

Dies ist im Bereich der Festanstellung durchaus üblich, schließlich will 
der Dienstleister an denen verdienen. Da viele Billigdienstleister aber 
keine hochkarätigen Projekte bekommen, erhalten sie nur geringe 
Eingangsstundensätze bei den Firmen (auch, weil man vermutet, dass von 
dort nichts Besonderes an Knowhowträgren kommt) und wenn man von 
geringen Sätzen die Spanne und die Gemeinkosten abzieht ...

>Es kann doch nicht sein, daß das Arbeitsamt gemeinsame Sache mit
>dubiosen Dienstgebern macht, um Geld zu sparen und Leute in vollkommen
>unterbezahlte Jobs zwingt ???

Das kann sehr wohl sein. Auch ich war bereits von solchen Dingen 
beroffen, wurde von Vermittlern angesprochen, die nur 
Vermittlungsgutscheine haben wollten, um mich dann in Billigfirmen 
reinzuvermitteln, die mich sofort verleihen, wie ein Sklave.

Ich konnte es mit einigen Tricks eine Weile hinauszögern, hatte aber 
auch das Glück, das die betreuerin an meinem Arbeitsamt eher eine faule 
Person war und sich für nichts interessierte. Ich musste nur alle 2 
Monate mal hin und konnte es mir leiten, die Billigstellen nicht 
anzutreten.

Irgendwann kommt aber unweigerlich der Punkt, wo man sich entscheiden 
muss, bei einer Eintrittsposition zu unterschreiben und seinen Marktwert 
neu aufzubauen. Für Ingenieure sieht es im Moment sehr gut aus. Wer aber 
keine gefragten Qualifikationen hat, der fällt im Gehalt unter Umständen 
sehr tief.

Autor: K. J. (theborg0815) Benutzerseite
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Also me denkt das viele die hier schreiben noch nie was mit dem 
Arbeitzamt b.z.w. der Hartz4 Behörde zu tun hatte.

***Da kann ich einfach nur den Kopf schütteln ich hab des einmal erlebt 
wehre fast Obdachlos geworden durch diese Scheissbehörde jeder "Assi" 
bekommt da sein Geld frei Haus ohne was dafür JE getan zu haben(fühlt 
euch net alle angesprochen) nur die dies wirklich brauchen die bekommen 
GARNICHTS.

Vielleicht sollten die mal denen die Bezüge streichen die nichts gelernt 
haben weil sie einfach zu blöd/fauel sind was zu machen.

Und die die nicht in Billigfirmen wolle ihr könnt doch 6 Monate drauf 
bestehen Fachgerecht bei "angemessener" Bezahlung (tarif) eingestellt zu 
werden das ist definitiv genug zeit was zu finden, das einzige was ihr 
dafür tun müsst ist nur brav eure listen fürs Arbeitsamt zu schreiben 
wann ihr was getan habt. bei 8h am tag müsste das doch zu schaffen sein 
oder ?

Autor: DerSchelm (Gast)
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Mir wurde auch mal gekündigt - seitdem: Arbeitsamt Nein danke!

Selbst bewerben heißt die Devise. Und wenn sie Dich irgendwo 
reinpressen, und Du Dich nicht dagegen wehren kannst, dann eben weiter 
bewerben.

Qualität setzt sich durch, das klappt schon!

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