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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik "Gerät zum überprüfen, ob ein Multimeter stimmt gesucht"


Autor: Wolfgang Peterson (gadget)
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Hallo,

ich suche ein Gerät, das mir zu sagen hilft, ob ein messgerät richtig 
funktioniert. Besonders ob der gemessene Strom richtig ist.

Ich stelle mir das so vor, dass ich eine Konstantstromquelle an das zu 
überprüfende Mulitmeter bzw. Messgerät anschließe, deren exakten Wert 
ich kenne. Wenn mir das Messgerät dann was anderes Anzeigt als die 
Konstantstromquelle liefert, weis ich, dass was nicht stimmt.

Jetzt die Frage, gibts sowas oder etwas anderes das diesen 
"Prüfchecksinn" erfüllt, fertig zu kaufen?

thx, greetz

Autor: civicbcc (Gast)
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entschuldige meine einfache denkweise, aber wie wärs mit einem 2ten 
multimeter als referenz?

Autor: T.M .x (max)
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Das gibt's schon. Nur sind die recht 
teuer...http://www.omega.de/produkt/k2/ca71.html

Autor: Gartenzwerg (Gast)
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>deren exakten Wert

Was heist schon exakt? ;-)

>Jetzt die Frage, gibts sowas oder etwas anderes das diesen
>"Prüfchecksinn" erfüllt, fertig zu kaufen?

Garantiert, ist wohl nur eine Kostenfrage.
Das (teure) C bietet glaube ich einen Kalibrierservice an.

Autor: Jurij G. (jtr)
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Klar gibts Kalibrier-Geräte zu kaufen, aber teuer...
Ich würde einfach mit einem kalibrierten, möglichst gutem Multimeter 
vergleichen, die Genauigkeit von z.B. einem HP 3468/3478 ist für 
"Zuhause" mehr als ausreichend denke ich.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Vielleicht schreibst du ja einfach, in welcher Ecke unseres nicht
ganz kleinen Landes du wohnst und fragst, ob's da jemanden in deiner
Nähe gibt mit einem guten, genauen Messgerät, bei dem du mal zum
Kalibrieren vorbei fahren kannst?

Autor: Marcus W. (Gast)
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Dafür gibts auch Anleitungen im Netz, wie man sich eine Referenzquelle 
zum kalibrieren relativ einfach selber löten kann.
Gekauft ist wirklich sehr teuer :D
(Alternativ kann man das DCG vom CT'Lab benutzen, aber das rentiert sich 
nich, wenn man nur sein Multimeter kalibrieren will)

Autor: Stephan Henning (stephan-)
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schau mal bei www.sprut.de

Der hat ne kleine Spannungsquelle mir Referenz.

http://www.sprut.de/electronic/mess/spannung.htm

Autor: Jurij G. (jtr)
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Noch ein Tipp:

Bei Analog kann man sich den ADR441 als Sample schicken lassen, ist eine 
Spannungsreferenz  (2.5V) mit 0.04% Abweichung und 1ppm Temp-Drift.
Kann man also zumindest auf 1mV genau vergleichen.

Autor: Wolfgang Peterson (gadget)
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Danke für Eure Tips!


Marcus W. wrote:
> Dafür gibts auch Anleitungen im Netz, wie man sich eine Referenzquelle
> zum kalibrieren relativ einfach selber löten kann.
> Gekauft ist wirklich sehr teuer :D
> (Alternativ kann man das DCG vom CT'Lab benutzen, aber das rentiert sich
> nich, wenn man nur sein Multimeter kalibrieren will)

Hab mal bei Google usw rumgesucht. Habe aber bisher nur Sachen zur 
SPannungskalibrierung gefunden. Wäre dankbar, wenn jemand sowas mal im 
Netz gesehen hat, kurz schreiben kann. (Link ;)

Autor: Werner A. (homebrew)
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Wo ist denn das problem? Wenn du ne Spannungsquelle hast, kannst du mit 
nem bekannten Widerstand  auch den Strom bestimmen...

Autor: Marcus W. (blizzi)
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Wie Werner schon sagt, allerdings solltest du einen mit 0,1% Toleranz 
nehmen.
Reicht dir das oder muss es noch genauer sein?

Autor: Niels Hüsken (monarch35)
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Wolfgang Peterson wrote:

> Hab mal bei Google usw rumgesucht. Habe aber bisher nur Sachen zur
> SPannungskalibrierung gefunden. Wäre dankbar, wenn jemand sowas mal im
> Netz gesehen hat, kurz schreiben kann. (Link ;)

Die Frage nach der Genauigkeit wurde leider noch nicht beantwortet. 
Wenns einfach nur um eine prinzipielle Funktionsprüfung geht: Im 
Baumarkt gibts digitale Multimeter für 5,95€...

Autor: Thomas (Gast)
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Moin!

Es wird sicherlich nicht allzuviel bringen, wenn man nur in einem 
einzigen Messpunkt die Genauigkeit seines Messgeräts überprüft. Wenn die 
exakte Messwerterfassung für einen wirklich wichtig ist, dann muss man 
schon durch den gesamten Messbereich fahren.

MfG

Autor: Marcus W. (blizzi)
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"Der Messfehler eines DMMs wird mit der Zeit immer größer. Ich habe mir 
meine DMMs einmal genauer angeschaut, und bei 10 Jahre alten 
4-1/2-stelligen DMMs Spannungsmeßfehler von bis zu 0,5% festgestellt. 
Dabei war der Meßfehler in allen Spannungs- und Strommeßbereichen nahezu 
identisch. Das Problem liegt also nicht in den Spannungsteilern für die 
Meßbereiche des DMMs, sondern im ADC (analog digital converter) der in 
allen Meßbereichen letztendlich den analogen Meßwert in einen digitalen 
Zahlenwert wandelt."

http://www.sprut.de/electronic/mess/spannung.htm

Autor: Torben (Gast)
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Schick das Gerät zu einem akkredierten Kalibrierlabor und lass dein 
Multimeter nach ISO17025 kalbieren. In dem Kalibrierschein werden die 
Messungen aufgelistte mit Messunsicherheit und das Referenzgerät mit PTB 
Kalibrierung wird auch angegeben.

Gruß,

Torben.

Autor: Marcus W. (blizzi)
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Gratulation Torben, eine glatte Themaverfehlung!

Autor: Joachim R. (bastelbaer)
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@Marcus

Was Torben schreibt ist so gesehen nicht falsch. Wenn du dein Messgerät 
richtig kalibrieren willst, dann geht das entweder mit einem 
kalibriertern Referenzmessgerät oder halt dadurch, dass du dein Gerät im 
Labor kalibrieren lässt. Alles andere mit Bausätzen als Referenzquellen 
ist nicht ganzes und nichts halbes. Wer sagt dir dass dein Aufbau 
korrekt ist? Und was die Genauigkeit angeht, reden wir besser nicht 
davon.
Wie genau soll das ganze denn sein? Wolfgang schreibt davon nix. Für den 
Hausgebrauch reicht das mit dem Parallel-/Reihenmultimeter.

Ich mach bei uns in der Firma Prüfungen und benötige dazu kalibrierte 
Messgeräte. Und die gibts nun mal nicht per Bastellösung. Alleine unser 
Messgerät mit Konstanstromquelle und mA-Messgerät hat knapp 1000 Euronen 
gekostet. Und dass muss man dann trotzdem jeder Jahr überprüfen ung ggf. 
im einem Kalibrierlabor für fast 200 Euronen neu kalibrieren lassen.

Also erst mal schauen wie genau er es braucht mA oder µA.
mfg.
  Joachim

Autor: Ulrich P. (uprinz)
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Tja, wenn man nur wüsste, warum und wofür Wolfgang sein Gerät 
kalibrieren möchte. Wenn es im Rahmen einer ISO9000 Zertifizierung 
notwendig ist, dann geht das ganze recht einfach. Es muss nämlich das 
Referenzgerät für den Betrieb definiert werden und nicht zwangsweise 
jedes einzelne Gerät zu einem Kalibrierservice gesendet werden.
Man kann also ein Gerät ( Gerät bedeutet in diesem Fall ein wie auch 
immer geartetes Messnormal) zum Referenzpunkt definieren und dieses als 
Vergleich für alle Geräte nutzen, die man dann selbst auf dieses 
abstimmt. Bei einem früheren Arbeitgeber haben wir dazu ein relativ 
hochwertiges Fluke mit Kalibrierprotokoll gekauft. Dieses liegt 
sorgfältig aufbewahrt in einem Schrank, der Ortsbedingt wenig Feuchte- 
oder Temperaturschwankungen unterliegt. Einmal im Jahr werden alle 
Multimeter an einer Strom- und Spannungsquelle kalibriert, die zuvor mit 
dem Referenzgerät abgeglichen wurde. Die Strom- und Spannungsquelle ist 
dabei ein kleine einfache Platine mit Standard-Bauteilen.

Dieses Verfahren ist nach ISO9000 zulässig und erheblich billiger als x 
Geräte alle zwei Jahre zur Kalibrierung zu senden. Es fallen nur geringe 
Ausfallzeiten an und es können alle Geräte die Referenz nutzen ( 
Multimeter, Anzeigen, Oszilloskope u.s.w.). So kann man sich auch den 
Luxus einer jährlichen Kalibrierung leisten. Die einmalige Anschaffung 
eines Referenzgerätes rechnet sich vermutlich schon bei weniger als 10 
zu kalibrierenden Geräten. Da das Gerät nur 1x im Jahr gebraucht wird, 
unterliegt es auch kaum einer Betriebszeiten abhängigen Alterung.

Gruß, Ulrich

Autor: Messknecht (Gast)
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>  Wenn du ne Spannungsquelle hast, kannst du mit
> nem bekannten Widerstand  auch den Strom bestimmen...

Lustig, wirklich lustig diese "Anleitung".

Autor: Torben (Gast)
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>Marcus W.
>Gratulation Torben, eine glatte Themaverfehlung!

Wieso Themaverfehlung? Die Prüfung für ein Multimeter in einem DKD Labor 
mit Werkskalibrierung ist billiger als ein Fluke Kalibrator und dieser 
Kalibrator sollte dann eine DKD Kalibrierung aufweisen. Ein Agilent / HP 
34401 kostet auch ca 1K €  und müsste wiederum geprüft werden.

Die Messunsicherheit müsste man auch noch berechnen, desweiteren sollte 
eine Kalibrierung nicht mit Justierung verwechselt werden.


Ulrich hat natürlich recht, aber ich prüfe mein Auto nicht auf TUEV 
selber, sondern lasse das von einem unabhängigen Gutachter machen.

Autor: Ulrich P. (uprinz)
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Hi Torben!

Es geht darum, was man machen kann und was man machen muss. Eine TÜV 
Abnahme kannst Du nicht machen, weil Du dazu nicht berechtigt bist.
Nach meinem Beispiel musst Du aber weder viel Geld und Ausfallzeit einer 
Fremdkalibrierung noch die hohen Kosten eines entsprechenden Messnormals 
investieren und erfüllst trotzdem die Anforderungen und Du darfst es so 
machen.
Alles gesetzt dem Fall, es geht um eine betriebliche Kalibrierung der 
Messmittel. Leider hat der Fragesteller sich nicht genau über den Grund 
seiner Frage ausgelassen.

Autor: Marcus W. (Gast)
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Hallo,

die Themaverfehlung bezog ich hierauf:
>ich suche ein Gerät, das mir zu sagen hilft, ob ein messgerät richtig
>funktioniert. Besonders ob der gemessene Strom richtig ist.

Daraufhin fand ich die Aussage "schick es zu einem Kalibrierservice" 
nicht sehr helfend :)

Gruß

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