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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Preiswertes ARM9-Linux-Modul mit AT91SAM9261


Autor: Oliver Döring (odbs)
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Hallo Forum,

ich möchte demnächst wieder einmal den ARM9-Mikrocontroller AT91SAM9261 
in einem Projekt einsetzen. Der kann eine Menge, siehe:

http://www.atmel.com/dyn/products/product_card.asp...

Sicherlich hat der eine oder andere von Euch auch schon einmal mit 
diesem Chip spielen wollen.

Dabei stößt man aber (für Hobbyzwecke oder kleine Stückzahlen) immer 
wieder an folgendes Problem: Das Bauteil ist nur im BGA-Gehäuse 
verfügbar. Um zwischen den Balls die Leiterbahnen herauszufädeln, gehört 
zu jedem Ball eine Durchkontaktierung. Mit den erforderlichen Abständen 
und Bohrdurchmessern sprengt man gerade so die Limits der guten, aber 
noch halbwegs preiswerten Platinen-Anbieter. Außerdem braucht man 
mindestens 4 Lagen, so daß die Kosten für die Platinen alleine 
(Einrichtungspreis!) schon zu hoch sind, um eine Eigenentwicklung 
ernsthaft weiterzuverfolgen. Ganz zu schweigen von dem doch nicht 
geringen Risiko, einen "Bug" auf der Platine zu haben.

Der nächste Schritt ist dann, sich die Preise für die Developmentkits 
oder Evaluationboards herauszusuchen. Da diese mit unglaublich viel 
Peripherie vollgestopft sind, landet man schnell bei 500 bis 1500 Euro 
und schluckt. Die meisten Features braucht man eh nicht, außerdem sind 
die Abmessungen für den gedachten Einsatzzweck zu groß, der 
Stromverbraucht zu hoch oder man braucht sowieso mehrere Boards, so daß 
der Preis ins unermessliche steigt.

Dann findet man im Netz die "CPU-Module", die nur den Prozessor mit 
Quarz und PLL-Filter, dazu SDRAM und etwas Flash enthalten und ansonsten 
die meisten Ports auf einen halbwegs per Hand lötbaren Anschluß (DIMM) 
legen. Aber auch hier gibt es mehrere Haken und Ösen: Erstens sind die 
Module noch immer viel zu teuer (meist um 200 Euro bei kleinen 
Stückzahlen), zweitens sind sie oft nur für den kommerziellen 
Temperaturbereich (0-70°C) erhältlich und drittens muß man entweder 
unglaublich hohe Versandkosten zahlen oder aber mehr als 5 Stück 
abnehmen.

Hier nun meine Idee: Ein gemeinsames, 
"mikrocontroller.net-ARM9-Linux-CPU-Modul", das uns in die Lage 
versetzt, ein kleines, sehr leistungsfähiges Linux-System aufzubauen, 
ohne BGAs löten oder vierlagige Platinen in Auftrag geben zu müssen. Die 
Eckdaten wären:

Atmel AT91SAM9261 @ 190MHz
64 MByte SDRAM
256 MByte NAND-Flash
einfache +3,3V-Versorgung
FFC-Anschluß für gängiges TFT 240x320
Sonstige Ports (USB, SD-Card, Seriell, ...) auf mit Hobby-Mitteln 
lötbaren Anschlußstecker geführt

Ich würde das Platinenlayout entwickeln und unter den "Subscribern" zum 
sorgfältigen Gegenprüfen verteilen. Wir würden dann eine kleine Serie 
Platinen fertigen lassen und die Bestückung entweder nach der Methode 
"Toasterofen" selbst übernehmen oder aber in Auftrag geben. Unter den 
zahlreichen mikrocontroller.netLern gibt es ja sicherlich den einen oder 
anderen guten Kontakt zu Lohnbestückern.

Die Kosten, aber natürlich auch die Risiken, würden dann gerecht unter 
den Teilnehmern aufgeteilt. Ziel ist es, am Ende ein unschlagbar 
preisgünstiges CPU-Modul (Ziel: < 70 Euro) zur Verfügung zu haben, das 
man - die Einrichtungskosten sind ja bezahlt - auch in mittleren bis 
größeren Stückzahlen nachfertigen lassen kann. Da bei Digikey die Preise 
ab 25 Stück deutlich fallen, würde ich diese Stückzahl als absolutes 
Minimum für den Projektstart ansehen. Folgende Vorarbeiten sind 
geleistet: Alle Bauteile in Eagle definiert, Schaltplan gezeichnet.

Wer macht mit?

Autor: Micro Mann (micromann)
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Olimex hat so ein Board in der Pipeline. Da warte ich schon ein halbes 
Jahr drauf.
Wenn das fertig ist (War 11/07 angekündigt), werde ich es mir vermutlich 
dort kaufen. Mit Touchscreen LCD und allem was man braucht um glücklich 
zu sein. Und so wie ich Olimex kenne, wird es auch erschwinglich sein.

Ansonsten melde ich mal Interesse an dem Projekt an.

Autor: Ulrich P. (uprinz)
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Ich klinke mich da auch mit ein. Wenn Olimex da was in der Mache hat, 
würde ich das abwarten. Vermutlich haben die aber exakt die gleichen 
Probleme wie wir sie bekommen würden: Unter einem BGA ist ein Fehler 
schwer zu finden. Außerdem haben viele LP-Hersteller und Bestücker 
leider immer noch Probleme mit BGA.
Einen BGA im Toaster zu bestücken ( ich nehme an, Du meinst den Elektor 
Pizza Ofen :) ) ist eine Sache für kleine BGA-OpAmps oder RAM / FLASH. 
Mit ca. 40 Balls sollte das noch gut gehen. Aber so ein vielpinniger BGA 
ist schon eine Herausforderung.

Lassen wir Olimex mal etwas Zeit, wenn die es nicht schaffen, beteilige 
ich mich gerne.

Gruß, Ulrich

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Danke für Eure Meinungen.

Von Olimex gibt es sicherlich ein preiswertes Evaluation-Board, aber 
wohl eher kein CPU-Board (<70 Euro), das man in eigenen Projekten 
einbauen kann.

Nach ersten Recherchen würde man bei 25 Stück für die Platine (4 Lagen, 
Microvias, 80x80mm) etwa 15 Euro ausgeben. Der Controller würde 11 Euro 
kosten, SDRAM 16 Euro, dazu käme Flash, Steckverbinder und etwas 
Hühnerfutter, ... und natürlich die Bestückung.

Man KANN BGAs im Pizzaofen löten, wenn man sich eine Vorrichtung für die 
korrekte Positionierung des Chips baut und eine vernünftige 
Temperaturregelung hat. Die Frage ist nur, ob die Lohnbestückung nicht 
so preiswert ist, daß man sich die Mühe spart.

Wer hat noch Interesse?

Autor: Martin Thomas (mthomas) (Moderator) Benutzerseite
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Wenn richtig erinnert, gibt es zumindest bei einigen SAM9-Versionen ein 
Erratum betr. des Bootvorgangs. Falls kein fehlerbereinigter Controller 
verfügbar ist, der von NAND-Flash booten kann, sollte nach eine weiterer 
Speicher vorgesehen werden (üblich wohl Dataflash).

Mglw. interessant: http://www.eskido.com/Module_.html . Keinen Preis 
dafür gefunden, sieht aber so aus, als wäre nichts "überflüssiges" 
drauf. Firma sitzt wohl in Italien, damit hoffentlich kein allzu hohen 
Versand-/Abwicklungskosten.

Autor: Jörn Kaipf (joern)
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> Atmel AT91SAM9261 @ 190MHz
> 64 MByte SDRAM
> 256 MByte NAND-Flash
> einfache +3,3V-Versorgung
> FFC-Anschluß für gängiges TFT 240x320
> Sonstige Ports (USB, SD-Card, Seriell, ...) auf mit Hobby-Mitteln
> lötbaren Anschlußstecker geführt

Mit dem FFC Verbinder auf dem CPU Board wäre ich vorsichtig, da die TFTs 
lt. unserem Displaydistri eine recht kurze Lebenszeit haben und es sehr 
schwierig ist einen passenden Ersatztyp mit dem identischen Pinning zu 
finden.

Ethernet wäre für das Modul auch noch ein Idee.

Zur Inspiration: http://www.ronetix.at/pm9261.html

Wie wäre es zu dem Thema einen Wiki Eintrag anzulegen?

Autor: Ulrich P. (uprinz)
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Das ist wirklich ein Kreuz mit den an sich schicken, weil kleinen, FCC 
Verbindern für LCDs. Das Pinning macht jeder Hersteller anders und kein 
Display lebt länger als 2 Jahre, eher weniger. Das einzige Interface, 
dass da Konstanz zeigt ist das von den HD44780ern. Aber so eine 
Pfostenleiste ist viel zu groß.

Bzgl. des Netzwerksteckers würde ich einen Kompromiss eingehen. Der MAC 
Chip sollte mit auf das Board drauf, aber die RJ45 Buchse ( incl. oder 
mit separatem Magnetic) sollte jeder auf das Trägerboard selber 
platzieren können/ müssen. Dafür gibt es drei Gründe:

1) Trägerplatine + CPU Board + RJ45 ist schon ein sehr hoher Turm, der 
Platzprobleme aufwerfen kann für flache Anwendungen. ( Terminals, 19" 
Einschübe)

2) Jeder hat eigene Vorstellungen davon, wo er seine Terminals plazieren 
möchte, müsste dafür aber das ganze CPU-Board dann drehen und schieben.

3) Die Ethernet-Anbindung muss auch Spielraum bieten. So kann es 
gewünscht sein z.B. einen HUB mit zu integrieren oder PoE zu nutzen. 
Damit müssen also unterschiedliche oder weitere Bausteine adaptierbar 
sein.

Da es aber unwahrscheinlich ist, dass man gleich einen ganz anderen MAC 
für etwas anders als RJ45 verwenden muss, würde ich diesen auf der CPU 
Platine platzieren und damit die Verbindungen kurz und die EMV gering 
halten.

Gruß, Ulrich

Autor: Sven Johannes (svenj)
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Moin...

die Dinger kommen evtl. bei uns mal zum Einsatz. Eval. Muster sind auf 
dem Weg hierher.

http://www.taskit.de/produkte/index.htm

soll und kann keine Werbung sein, sind aber ziemlich nah dran an einer 
"optimalen" Bestückung.

--
 SJ

Autor: Andreas Auer (Firma: Embedded Microtec) (andi) Flattr this
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Hi

Ich hätte auch großes Interesse an so einem Board; auch als 
"Mitentwickler", wenn noch Bedarf besteht. Ich habe vor kurzem mein 
eigenes AT91RM9200 Board gebaut und bin deshalb auf den Geschmack 
gekommen solche Boards zu bauen und danach Linux dafür anzupassen.
Die CPU Module diverser Hersteller bieten zwar in etwa genau das was 
auch hier schon besprochen wurde, jedoch sind diese Modul für den 
"Hobbyelektronik" zu teuer (denk ich mal). Deshalb würde ich sagen, dass 
es sich wirklich lohnen würde ein derartiges Modul selbst zu entwerfen 
und zu bauen!

mfg
Andreas

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Das hört sich doch alles schon ganz gut an. Ich fasse mal zusammen:

Jörn Kaipf hat Recht: Die Portleitungen des LCD-Controllers gehören auf 
den externen Steckverbinder. So bleiben wir zukunftssicher und jeder 
kann nach seinen Wünschen auf der Hauptplatine einen FFC plazieren.

Martin Thomas mahnt: Wir sollten prüfen, daß wir Chips in der aktuellen 
Revision bekommen, die nicht nur laut Datenblatt, sondern auch in der 
Realität vom NAND-Flash booten können. Der Punkt bleibt im Hinterkopf...

Den Argumenten von Ulrich Prinz kann ich mich anschließen: Auf die 
CPU-Platine gehört ein MAC-Chip, alles weitere ab da (Trafo, Buchse) 
gehört auf die Hauptplatine. Wer kein Ethernet braucht, kann die paar 
Euro sparen und den MAC-Chip nicht bestücken (lassen).

Das Projekt stirbt, wenn jemand ein vergleichbares CPU-Modul für unter 
100 Euro findet, das man auch in kleinen Stückzahlen beziehen kann. 
Bisher lagen alle Angebote aber bei mindestens 200 Euro / Stück.

Ich würde vorschlagen, daß ich demnächst einen Entwurf für Schaltplan 
und Layout hier veröffentliche und wir von dort aus weitermachen. In der 
Zwischenzeit kann man sich ja schonmal umhören bezüglich Bestückung und 
günstigen Quellen für die Bauteile. Ansonsten würde ich den Weg des 
geringsten Widerstands gehen und bei genügend Interesse (25 Stück) das 
Komplettpaket bei Digikey ordern.

Autor: Andreas K. (a-k)
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Schaut mal bei http://shop.trenz-electronic.de/catalog/default.php
Sind nicht schrecklich viele Pins verfügbar, aber schnell, klein, 
günstig und der richtige Temperaturbereich.

PS: Dem Tempo nach zu schliessen muss der Hersteller davon, Sysbas, 
seine Webseite wohl mit 300bd Akustikkoppler ins Internet gehängt haben.

Autor: Andreas Auer (Firma: Embedded Microtec) (andi) Flattr this
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@Oliver:
Hört sich eigentlich schon sehr gut an. Bezüglich Bestückung hab ich vor 
ca. einem Jahr mal bei QPCB angefragt. Dabei gings aber nur um "normale" 
SMD Bauteile ohne BGA Gehäuse. Der Preis war aber relativ gut, soweit 
ich mich noch erinnern kann. Und laut Homepage können die auch BGA 
Bauteile bestücken. Ich werd mich da nochmal erkundigen, was die 
verlangen würden.

@Andreas:
Die CPU Module "Eddy-CPU" schauen doch recht gut aus und sind auch noch 
relativ günstig. Leider konnte ich nirgends sehen, welche CPU die 
verbaut haben (würd mich doch interessieren).
Für mich persönlich wärs aber vorallem noch interessant, wenn die Dinger 
ein Display Interface gleich mit an Board hätten (so wie die 
AT91SAM9261).

mfg
Andreas

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Ich benötige unbedingt ein TFT, das über den Linux-Framebuffer 
angesprochen werden soll (ohne selbst einen Treiber schreiben zu 
müssen). Beim AT91SAM9261 geht das.

Bei den vorgeschlagenen Sysbas-Modulen (die Preise sind wirklich gut) 
leider nicht. Ich habe das Gefühl, das bewußt verschwiegen wird, welche 
CPU zum Einsatz kommt, warum auch immer. In den Datenblättern findet 
sich diese doch wesentliche Information nicht. Außerdem haben diese 
Module für meinen Geschmack zu wenig Speicher.

Steuer und Versandkosten von Trenz Electronic mitgerechnet werden wir 
m.E. nur wenig teurer werden.

@Andreas Auer: Bei Q-PCB hatte ich auch schon einmal angefragt, der 
Preis für die Bestückung eines einzelnen BGAs (EINE Platine, nicht eine 
Serie) lag bei etwa 50 Euro. Wäre interessant, wie sich der Preis mit 
den Stückzahlen entwickelt. Es gibt hier in Braunschweig auch lokal zwei 
Bestücker, dort werde ich ebenfalls anfragen. Wenn ich die Bauteile und 
Boards mit dem Fahrrad vorbeibringe, spart man sich noch einmal 
Versandkosten ;)

Autor: Micro Mann (micromann)
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Die Eddy V 1 Boards haben einen Conexant Prozessor. Bei den V2 Modulen 
ist der Hersteller aber mit einem dödeligen Eddy-Aufkleber unkenntlich 
gemacht. Ich würde hier aber auch mit Conexant rechnen.

Autor: Andreas Auer (Firma: Embedded Microtec) (andi) Flattr this
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Hallo,

@Oliver:
Hast du in etwa schon eine Vorstellung von der Platinengröße für so ein 
CPU Modul. Ich könnte ja bei QPCB auch wegen der gesamten Fertigung mal 
anfragen. Also was 25 Stk. Platinen + Bestückung kosten. Ich denke mal, 
dass es vielleicht gar nicht schlecht ist, wenn all diese Schritte von 
einem Hersteller durchgeführt wird (zumindest spart man sich einmal den 
Versand).

Sind alle größeren Bausteine drauf im BGA Gehäuse... die CPU (ist 
klar... gibts nicht anders), die SDRAM, das Flash, Ethernet PHY?!?!
Die Kondensatoren und Widerstände sind wahrscheinlich im 0402 Gehäuse 
vorgesehen, oder??

Wenn du mir das noch schnell beantworten könntest, dann kann QPCB auch 
ein relativ genaues Angebot stellen, denk ich mal.

mfg
Andreas

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Hallo Andreas,

CPU im BGA-Gehäuse, Flash und SDRAM im TSOP, Spannungsregler TSOP oder 
SOT223, die passiven Bauteile wären 0402 oder von mir aus 0603. Hätte 
den Vorteil, daß notfalls auch alles mit (fortgeschrittenen) 
Hobbymitteln selbst gelötet werden kann. Man müsste dann für den 
Controller einmal in den Pizzaofen, könnte diesen testen und dann den 
Rest per Hand nachbestücken. Die Platine soll nicht nur aus 
Kostengründen so klein wie möglich werden, genaue Abmaße habe ich noch 
nicht.

Eckdaten für die Platine wären: 4 Lagen, kleinste Bohrung 200µm, 
Restring, Leiterbahnbreite und Mindestabstände 100µm. Die Fertigung wird 
aufgrund der Microvias in China vermutlich am preiswertesten sein. Hier 
habe ich 80x80mm angenommen (wird natürlich kleiner) und kam bei 25 
Stück auf Gesamtkosten (Einrichtung, Produktion, Versand, 
Einfuhrumsatzsteuer) von weniger als 15 Euro pro Stück.

Autor: Andreas Auer (Firma: Embedded Microtec) (andi) Flattr this
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Hallo,

Hätte jetzt mal bei Q-PCB angefragt. An die 15 Euro/Stk. werden sie aber 
wahrscheinlich mit der PCB Produktion nicht herankommen. Genaueres wird 
aber die Antwort auf meine Mail zeigen.

Hab auch noch zwei asiatische Firmen ausgemacht. Eine hab ich jetzt auch 
mal angeschrieben. Mal sehen was die sagen. Die könnten die PCBs 
herstellen und auch bestücken.
Die Adressen der beiden Firmen wären:
1) http://www.hamppcb.com/en/default.asp (hab ich angeschrieben)
2) http://www.might.com.tw

mfg
Andreas

Autor: Daniel N. (Gast)
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Hi,
ich wär auf jeden Fall an einem Board interessiert.
An der Entwicklung kann ich aber vermutlich nur wenig beitragen.
Werde aber fleissig alles verfolgen :)

Grüße,
Daniel

Autor: Ulrich P. (uprinz)
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Hi!

Haber gerade erst den Tip von Andreas Kaiser bzgl. des Eddy Modules 
gesehen.
http://shop.trenz-electronic.de/catalog/product_in...
Das Teilchen ist mit 49€ eigentlich genial preiswert. Man braucht ja nur 
eine Entwickler Board um die Dinger erst einmal in Betrieb zu nehmen. 
Danach kann das Teil ja gleich in der Zielumgebung weiter arbeiten.

Leider sind die Flyer nicht besonders ausagekräftig, ich suche Details, 
wie z.B. welche Leitungen heraus auf die Sockelbuchsen geführt sind. 16 
GPIOs sind wenig, wenn alles darüber geht, aber es ist viel, wenn 
Serial, I2C e.t.c. über separate Kontake geführt sind, also nicht vom 
GPIO abgezogen werden müssen.

Meine Probleme würde das Modul jedenfalls lösen.

Allen ein frohes Fest,

Ulrich

Autor: Andreas K. (a-k)
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=> www.embeddedmodule.com

Eddy-1 ist etwas dünn, nur Ethernet, GPIO und 8-bit Bus, plus USB 
separat für Bootloader

Eddy-2 hat zusätzlich 2xUSART,SPI/MMC,USB-Device,USB-Host,JTAG auf den 
Leisten.

Autor: Sven Riemann (sriemann)
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Hi,

Muss ja nicht immer ATMEL sein. SMSUNG fertigt da hervorragende MCU's 
der 2410 und 2440 Reihe, die sehr preiswert und robust sind. HITEG 
http://www.hiteg.com/index.php/productlist/core+bo... 
bietet da z.B. Boards an, die alle mit Linux und framebuffer support 
daher kommen. Die Linux unterstützung ist wirklich sehr gut. Warum das 
Rad neu erfinden?

LG

Sven

Autor: Andreas Auer (Firma: Embedded Microtec) (andi) Flattr this
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Hi Sven.

Die Boards hab ich mir auch schon angesehen. Gefallen mir eigentlich 
auch sehr gut. Nur die Mindestabnahmemenge von 10 Stück stört ein 
bisschen. Aber mit einer Sammelbestellung könnte man dort auch kaufen!

Mich persönlich interessieren jetzt noch die Rückmeldungen von einem 
chinesischen PCB Hersteller, was der für die Produktion und Bestückung 
verlangen würde. Dann muss man wahrscheinlich sowieso nochmal drüber 
nachdenken, ob es sich auszahlt das selbst zu machen.

mfg
Andreas

Autor: Andreas Auer (Firma: Embedded Microtec) (andi) Flattr this
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Hi

Hab heute noch eine eMail von dem chinesischen PCB Hersteller bekommen. 
Und zwar siehts folgendermaßen aus:

PCB Herstellung:
* 2,37 USD / Platine (80x40 mm)
* mit den ganzen Einrichtungskosten kommen 25 Stk auf 437,35 USD
  das würde dann etwa 17,50 USD/Platine machen (inkl. Versand)

Das ginge meineserachtens ja... etwas anders siehts jetzt bei der 
Bestückung aus:

* 48,28 USD/Platine Bestückungskosten(!!!)
* mit den Zusatzkosten kommt man bei 25 Stück in Summe auf 1827,69 USD
  das ist schon ein ganz schöner Brocken...

Wenn ich jetzt beide Kosten zusammenaddiere und auf 25 Platinen 
aufteile, dann macht das (leider) 90,60 USD (entspricht etwa 64 EUR) pro 
Platine. Und da würden jetzt noch die Bauteile dazukommen womit man dann 
bei etwa 100 Euro liegen würde (schätzungsweise).

Bezüglich der Bestückung hab ich jetzt nochmal genauer nachgefragt, wie 
die Kosten berechnet werden. Vielleicht kann man da ja noch etwas 
sparen.

Tja... also 100 Euro für ein CPU Modul wär mir vor 2 Wochen 
wahrscheinlich ziemlich günstig vorgekommen. Mit den ARM Modulen von 
HITEG, die Sven gepostet hat, muss man es sich jetzt doch überlegen, ob 
man das selbst in Angriff nimmt!?!?

mfg
Andreas

Autor: Andreas Auer (Firma: Embedded Microtec) (andi) Flattr this
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Hm... irgendwie ist der Thread hier schon etwas einsilbig geworden. Na 
egal... ich hab hier nochmal ein paar Neuigkeiten.

Und zwar hab ich heute erfahren, dass die chinesische PCB Firma auch 
selbst ein ähnliches Modul entwickelt hat. Ich hab ihnen heute die 
groben Spezifikationen geschrieben, die hier im Thread diskutiert 
wurden.
Es ist jetzt so, dass sie ihr Modul etwas modifizieren müssten, aber 
anscheinend könnten sie dann ein CPU Modul für uns produzieren, welches 
für ca. 70 Euro zu haben wäre.
Ein großer Unterschied zu unseren Modulen wäre, dass sie nicht den Atmel 
ARM9 verwenden sondern einen Samsung ARM9. Nachteil bei der Sache ist, 
dass der Samsung S3C2440 keinen Ethernet MAC hat; der Vorteil dafür ist, 
dass der S3C2440 mit ca. 400 MHz getaktet wird (also doppelt so schnell 
wie der AT91SAM9261).

Wie die Gesamtkosten dann tatsächlich aussehen, kommt vorallem auf die 
Stückzahl drauf an.

mfg
Andreas

Autor: Jörn Kaipf (joern)
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Andreas Auer wrote:

> Es ist jetzt so, dass sie ihr Modul etwas modifizieren müssten, aber
> anscheinend könnten sie dann ein CPU Modul für uns produzieren, welches
> für ca. 70 Euro zu haben wäre.
> Ein großer Unterschied zu unseren Modulen wäre, dass sie nicht den Atmel
> ARM9 verwenden sondern einen Samsung ARM9. Nachteil bei der Sache ist,
> dass der Samsung S3C2440 keinen Ethernet MAC hat; der Vorteil dafür ist,
> dass der S3C2440 mit ca. 400 MHz getaktet wird (also doppelt so schnell
> wie der AT91SAM9261).

Gibt es zu dem Modul eine Beschreibung/Spec? Wäre zumindest mal 
interessant zum Anschauen.

Viele Grüße
Jörn

Autor: Andreas Bückrau (micro-andi)
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Hallo miteinander,

ich bereite auch ein ARM9 Linux board vor, dass auf einem ASIC basiert. 
Der Chip steht schon bereit. Das darauf basierende Board soll eine 
universelle Basis für diverseste Steueranwendungen sein und relativ 
preisgünstig professionell produziert werden.
Neben dem Basismodul sind auch diverse Peripheriemodule geplant. Wer 
Interesse einer Mitarbeit hat, möge mich bitte kontaktieren: andi at 
luenen punkt net (! nicht de!)
Kurzfeatures: ARM 9 >200 MHz + USB 2.0 HS
optional: giga switch, PCIe slots for sata/vga/lcd
Software: Linux/PHP/SQL
Die Peripheriemodule werden USB und PCIe basiert sein.

Gruß
Andreas

Autor: Andreas Auer (Firma: Embedded Microtec) (andi) Flattr this
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Hallo,

  hört sich auch interessant an was du da planst. Gibt es zu dem ASIC 
auch etwas genauere Infos??
Im Grunde haben wir hier ja auch sowas in die Richtung geplant nur mit 
"generell" verfügbaren ARM9s... wobei mir persönlich die ARM9 von Atmel 
und Samsung sehr gut gefallen, da sie gleich relativ viel an Peripherie 
mitbringen und man meist nur noch wenigen externen Komponenten braucht, 
um z.B. TFT Interface, Ethernet oder USB verwenden zu können.
Dadurch hat man auch den Vorteil, dass man sehr viel an Platz auf der 
Platine sparen kann. Gibt es auch einen Grund warum hier ein ASIC 
Verwendung findet??

mfg
Andreas

Autor: Andreas Bückrau (micro-andi)
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Hallo Andreas,

ja, es gibt Gründe für das ASIC (wer macht denn sowas ohne Grund?) und 
der Chip wird voraussichtlich später in 2008 auch allgemein verfügbar 
sein.
Bedingt durch Geheimhaltungsvereinbarungen kann ich hier leider jetzt 
noch keine Details öffentlich machen. Nur soviel: LAN, CPU, 
RAM-Controller, USB, PLL, GPIO, USB sind onboard.
Natürlich ist alles sehr hoch integriert. Bei Bedarf würde die komplette 
Funktionalität in einen RJ-45 Verbinder passen, aber es geht hier nicht 
darum den Overengineering-Oskar zu gewinnen, sondern eine möglichst 
breit und sofort nutzbare kostenoptimierte Lösung zu haben.

Gruß Andi

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Nachdem ich nun einige Zeit in das Layout eines entsprechenden Moduls 
gesteckt habe, weiß ich mehr:

Der AT91SAM9261 hat in der "A"-Version (und eine neue gibt es 
anscheinend noch nicht) ein paar gravierende Bugs, die seine 
Funktionalität für mich einschränken. Zur Ehrenrettung von Atmel muß man 
allerdings sagen, daß alle anderen Hersteller von ARM9-Chips ebenfalls 
eine ziemlich lange Latte an "Errata" aufweisen. Man kann sich also in 
etwa aussuchen, was jeweils NICHT funktioniert. Einen vollständig dem 
Datenblatt entsprechenden ARM9 wird man nicht bekommen. Wenn man sich 
überlegt, für welche Applikationen diese Chips gemacht werden, ist klar, 
warum hier mit der heißen Nadel gestrickt wird.

Konkret für den '9261: Das interne ROM funktioniert nur im 
Temperaturbereich 0°C bis 70°C zuverlässig. Heißt im Umkehrschluß - da 
ich den vollständigen industriellen Temperaturbereich brauche: kein 
internes ROM, damit kein Bootprogramm, kein SAMBA. Damit auch kein 
Booten vom DataFlash, kein Booten vom NAND (geht in der "A"-Version 
sowieso nicht). Einzige Boot-Option ist jetzt ein "paralleler" Speicher 
(z.B. NOR-Flash) am Bus. NOR-Flash eignet sich zwar nicht besonders für 
ein Dateisystem, ist aber die beste Möglichkeit, einen Kernel schnell zu 
booten. Denn dieser kann direkt aus dem Flash ausgeführt werden. Für ein 
Dateisystem braucht man dann zusätzlich ein größeres NAND-Flash.

Das wirft natürlich die bisherigen Pläne über den Haufen - schade um die 
vielen Stunden Eagle-Klicken. Zur Zeit prüfe ich andere ARM-Prozessoren, 
die die Anforderungen erfüllen oder eine Erweiterung des Moduls um ein 
kleines (4 bis 8 MB) NOR-Flash. Der S3C2410 sieht recht vielversprechend 
aus. Vielleicht wird ja doch alles auf eine Sammelbestellung 
hinauslaufen.

Zu den Kosten für Herstellung / Bestückung: Ich versuche, mit einem BGA 
auszukommen (nur Prozessor). Es gibt keine ARM9-Prozessoren mit 
LCD-Controller, die in NICHT-BGA-Gehäusen angeboten werden. Die Pinzahl 
ist einfach zu hoch. Mittels einer gefrästen Schablone mit 
Zentrierdornen, die in die Platinenbohrungen greifen, kann man den Chip 
reproduzierbar so gut wie perfekt auf der Platine ausrichten und dann 
mit der "Bügeleisen/Heißluft-Methode" verlöten. Die restlichen Bauteile 
werden per Hand oder im Reflow-Verfahren mit Lötpastenschablone 
bestückt. Eine überschaubare Stückzahl bekommt man so durchaus zu Hause 
hin, auch wenn es länger dauert. Bei gesparten 50 Euro pro Platine lohnt 
sich ein bisschen Frickelei für die Vorrichtungen, wie ich finde. Die 
Platinenkosten selbst sind sehr überschaubar - sobald man über 10 bis 15 
Stück hinausgeht, ist die Platine kaum teurer als etwa der Controller. 
Wenn allerdings ein passendes kommerzielles CPU-Modul tatsächlich für 
rund 50 Euro (plus MwSt. und Versand) erhältlich ist, erübrigt sich für 
mich jegliche Frickelei. Günstiger wird es nicht.

Autor: MF (Gast)
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> Ein großer Unterschied zu unseren Modulen wäre, dass sie nicht den Atmel
> ARM9 verwenden sondern einen Samsung ARM9. Nachteil bei der Sache ist,
> dass der Samsung S3C2440 keinen Ethernet MAC hat; der Vorteil dafür ist,
> dass der S3C2440 mit ca. 400 MHz getaktet wird (also doppelt so schnell
> wie der AT91SAM9261).


Der SAM9261 hat leider auch keine Ethernet Mac.

Autor: Andreas Auer (Firma: Embedded Microtec) (andi) Flattr this
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Stimmt... da hab ich mich wohl geirrt.

Übrigens hab ich ein paar Kosteninfos bezüglich dem chinesischen PCB 
Hersteller bekommen. IMHO leider etwas teuer (für Privatpersonen).

Hier mal ein kurzer Auszug der Mail:
Star: We used S3C2410 controller and S3C2440 controller both.Our specs
include all your specs mentioned. We only need to modify our schematics to
match your specs. So the main work of changing our design is : schemtic
modification, pcb re-layout, pcb fabrication& pcb assembly and parts
sourcing, the total development charge will be around :US$10,000. we will
provide your 5 samples for your test, the future board each will be less
than 100US$ I believe.

Also 10000 USD für die Entwicklung von 5 Prototypen. Wenn ich eine Firma 
wäre, dann würd ich das Angebot als gut bezeichnen. Als Privatperson ist 
das aber doch ein netter Brocken.
In einer anderen Mail hat er mir auch noch mitgeteilt, dass sie um das 
selbe Geld auch ein AT91SAM9261 Board machen könnten!

mfg
Andreas

Autor: MF (Gast)
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Ist jemandem bekannt, was die Bestückung eines LFBGA, beispielsweise bei 
qpcb, kosten würde?

Btw, folgendes Produkt könnte in dem Kontext noch interessant sein: 
http://www.virtualcogs.com/store/product_info.php?...

Autor: Andreas Auer (Firma: Embedded Microtec) (andi) Flattr this
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Ich hab bei qpcb nachgefragt. Die hatten aber bis heute Urlaub und 
werden jetzt die Anfrage beantworten (haben sie mir heute per Mail 
mitgeteilt).

mfg
Andreas

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Zwar hat der Thread einen ziemlichen Zickzack-Kurs durchlaufen, aber man 
lernt dazu, je mehr man sich damit beschäftigt und nun gibt es wieder 
einmal gute Neuigkeiten zum Thema AT91SAM9261:

1. BGA selbst löten ist gar nicht schwer. Ein Beweis (Auslöten, 
"Reballing" und Einlöten!) ist das folgende Video:

http://www.youtube.com/watch?v=BaZlZ3u2f2Q

Besonders schön ist das "Einschwimmen" des Chips auf die geschmolzenen 
Balls zu beobachten. Mit einem geschickten Händchen geht es also sogar 
frei Hand. Bleibt nur die Frage nach den Erfolgsquoten. Etwas seriöser 
scheint mir der Ansatz "Raumschiff Orion" zu sein:

http://www.lrr.in.tum.de/~acher/bga/index.html

Eine Mischung aus Unterhitze und Heißluft von oben scheint es zu 
bringen. Mein Plan ist nun, eine gute Temperaturregelung für eine 
geplante Heizplatte zu bauen, und die Platine mittels Wärmeleitfolie und 
Niederhalter reproduzierbar von unten zu heizen. Mit einer 
Heißluftpistole (Baumarkt), die ebenfalls temperaturgeregelt ist, wird 
dann der Chip von oben erwärmt. Die BGAs werden über eine (für jede 
Platine neu zu fräsende) Aluschablone ausgerichtet, die über 
Zentrierdorne und Bohrungen in der Platine fixiert ist.

Falls das so funktioniert, wird BGA löten ein sehr einfacher und 
automatischer Vorgang sein. Damit heißt dann die Devise wieder "so viel 
wie möglich BGA, so wenig wie möglich von Hand löten". Mit anderen 
Worten, Flash und SDRAM, sowie - keine Ahnung ob erhältlich - 
Ethernet-MAC sollten ebenfalls im BGA-Gehäuse vorgesehen und 
Hühnerfutter, Quarz und Spannungsregler nachträglich per Hand auf der 
Rückseite bestückt werden. Das verringert die Größe der Platine, damit 
die Kosten

2. Als Steckverbinder nach draußen bevorzuge ich 2mm-Buchsenleisten. 
Diese sind halbwegs gut erhältlich und auch auf selbst geätzten 
Mutterplatinen noch gut zu bestücken - was man von den sonst verwendeten 
DIMM-Speichermodul-Slots nicht gerade behaupten kann.

3. Die Boot-Problematik des AT91SAM9261: Ich habe eine Lösung für das 
Problem gefunden. Die "Embedded Flash Drives" mDoc H3 von Sandisk 
(früher M-Systems) bieten eine NOR-Flash-ähnliche Schnittstelle und 
einen Bootsektor.

http://www.sandisk.com/OEM/ProductCatalog(1294)-Sa...

Nach ausführlichem Studium der Datenblätter MÜSSTE der '9261 eigentlich 
in der Lage sein, von diesem zu booten (ohne Umweg über das interne 
Bootprogramm im ROM). Das hat den Vorteil, daß der Bootvorgang 
wesentlich beschleunigt wird, da die Timeouts zwischen den einzelnen 
Sektionen des Boot-ROMs wegfallen (DataFlash, NAND, SAM-BA...). 
Gleichzeitig bieten die Teile von Sandisk SD-Karten-ähnliche Funktionen 
wie transparentes "wear leveling", sind also für Dateisysteme bestens 
geeignet. Sie lassen sich über eine SPI-Schnittstelle konfigurieren und 
programmieren und sind (bei kleinen Stückzahlen) nicht teurer als 
vergleichbare reine NAND-Flash-Bausteine (1 Gb = 256 MB unter 10 Euro).

4. Der AT91SAM9261 hat gegenüber den Samsung-Prozessoren den Vorteil der 
leichten Verfügbarkeit.

Meine Schlußfolgerung ist, daß ich mich wieder an Eagle setze und eine 
eigene Platine mit AT91SAM9261, Micron SDRAM (32 MB oder 64 MB), Sandisk 
mDoc H3 Flashdrive (256 MB), Ethernet MAC, Spannungsregler, Bauteile für 
Takterzeugung und 2mm-Buchsenleisten entwickle.

Autor: Andreas Auer (Firma: Embedded Microtec) (andi) Flattr this
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Das hört sich jetzt ja schon wieder sehr vielversprechend an. Dachte 
schon, dass das Projekt wohl doch sterben wird, aber jetzt siehts ja 
wieder ganz anders aus (erfreulicherweise ;-)).

mfg
Andreas

Autor: Andreas Auer (Firma: Embedded Microtec) (andi) Flattr this
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BTW es wäre vielleicht interessant als Unterheizung eine Ceranfeld 
Platte zu verwenden, da diese die Hitze per Wärmestrahlung übertragen 
(und nicht per Wärmeleitung). Dadurch kann man vielleicht eine bessere 
Steuerung der Temperatur erreichen (vorallem für die Abkühlphase).

Autor: Markus _neu (markush)
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Hi leutz,

hoffe auch wie Andreas das dieses Projekt nicht stirbt. Bei dem Preis 
wär ich auf alle Fälle dabei, auch wenn ich momentan keine Ahnung hab 
wie man das Ding dann programmiert (mit welchen Tools usw.).
Aber das ergibt sich dann hoffentlich.

Gruß - Markus

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Im Idealfall läuft auf dem Board schon im "Auslieferungszustand" ein 
kleines Linux-System. Dann einfach ans Netzwerk anschließen und neue 
Programme per FTP hochladen ;) Oder USB, RS-232, SD-Karte... wie's 
beliebt.

Die BGA-Gehäuse habe ich gestern in einer Nachtschicht für Eagle 
definiert, aber viel Zeit habe ich im Moment nicht. Deshalb werden 
Schaltplan und Platinenlayout noch ein paar Tage dauern. Aber schön 
klein wird die Platine, da können wir uns schon drauf freuen.

Über eine Sache könnten sich die anderen Interessenten schon Gedanken 
machen: Das "Flash Drive" benötigt einige Zeit, den Bootsektor zu laden 
und am Interface zur Verfügung zu stellen. Dazu hat es einen 
Busy-Ausgang, der "low" ist, so lange die Daten noch NICHT bereit 
stehen. In dieser Zeit muß der '9261 im Reset gehalten werden, damit er 
nicht versucht, vom Flash zu booten. Es handelt sich zwar nur um ein 
Delay von 50 ms, aber das Busy-Signal des Flash-Drives kann leider zu 
einem beliebigen späteren Zeitpunkt auf "low" gehen. Daher ist es nicht 
möglich, über dieses Signal z.B. mit einem FET die Resetleitung des 
'9261 auf "low" zu ziehen.

Eine möglichst einfache Lösung wird bevorzugt.

Autor: MF (Gast)
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Brute-Force-Ansatz wäre ein kleiner Reset-Controller (gibts in allen 
Bauformen, auch in SOT-23 beispielsweise), der den Reset des SAM9 beim 
Starten 100ms hält. Für das Flash-Drive (falls dies einen Reset 
benötigt) wäre dann ein Baustein zu selektieren, bei dem der Reset beim 
Starten nur 20ms aktiv ist.

Sicher nicht die eleganteste Lösung, aber imho besser als eine diskrete 
Logikschaltung.

Mit den Reset-Controllern lassen sich als angenehmer Nebeneffekt noch 
mehrere Spannungen monitoren.

Autor: Andreas Auer (Firma: Embedded Microtec) (andi) Flattr this
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Ich weiß nicht wie es bei den AT91SAM9261 aussieht, aber der AT91RM9200 
braucht am Reset einen 900ms langen Reset Impuls. Ich hab auch einen 
kleinen Reset-Controller genommen, bei dem die Zeit des Resets per 
Kondensator einstellbar ist (der Baustein heisst TPS3808G01 und ist in 
Österreich bei Farnell zu haben).

Übrigens... hab hier im Forum auch zwecks BGA löten gefragt (Oliver weiß 
das wahrscheinlich schon) und da hat heute jemand geschrieben, der den 
BGA professionell bestücken würden für "deutlich weniger als 50 Euro". 
Für einen Prototypen ist das vielleicht eine Alternative!

Autor: MF (Gast)
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Zum Thema BGA löten habe ich noch eine interessante Alternative 
gefunden, die ich bei Gelegenheit ausprobieren werde:

Youtube-Video "StencilQuik Demo Video | New BGA Placement Invention | BEST"

http://www.stencilsunlimited.com/bga-rework-stenci...


Es scheint mir auf den ersten Blick plausibel, dass ich damit deutlich 
reproduzierbarere Ergebnisse erhalte. Und 5 Euro pro Stencil scheinen 
mir auch nicht zu viel wenn ich dadurch zusätzliche Sicherheit gewinne.

Autor: Joachim (Gast)
Datum:

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Wenn man andere Quellen nach BGA-Löten ansieht, wird doch gar keine 
zusätzliche Lötpaste benötigt(?).

z.B. http://www.fpga-dev.de/index.php?site=reflow

Das mit dem "Stencil" ist wohl eher was für ausgelötete BGAs bzw. 
"Reballing".

Außerdem wird die Folie eine Sichtkontrolle (zwischen die Ballreihen) 
vereiteln, da man ja nicht mehr durchsehen kann.
Also meiner Meinung nach eher untauglich.

Joachim

Autor: MF (Gast)
Datum:

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>Wenn man andere Quellen nach BGA-Löten ansieht, wird doch gar keine
>zusätzliche Lötpaste benötigt(?).

Es gibt mehrere Möglichkeite, BGAs zu löten, jedoch wird in jedem 
professionellen Prozess Lötpaste benutzt. Zudem gibt es BGAs, bei denen 
die Balls nicht schmelzen.

Nur mit Flussmittel zu löten ist mehr oder weniger eine Notlösung und 
führt möglicherweise dazu, dass sich der Chip zu weit das Board zieht 
und sich die Gefahr von Kurzschlüssen erhöht.

>Außerdem wird die Folie eine Sichtkontrolle (zwischen die Ballreihen)
>vereiteln, da man ja nicht mehr durchsehen kann.

Ich glaube nicht, dass man bei einem 0.8mm pitch mit 217 balls mit einer 
Sichtkontrolle weit kommt. Die Stencils füllen übrigens nicht den 
gesamten Zwischenraum, sonder nur 1/4-1/3.

Autor: MF (Gast)
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>Die BGA-Gehäuse habe ich gestern in einer Nachtschicht für Eagle
>definiert, aber viel Zeit habe ich im Moment nicht.

Verwendest Du solder mask defined pads?

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Nein, NSMD.

Autor: Rooney Bob (rooney)
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Ohne jetzt ins Datenblatt zu sehen bin ich mir sicher, dass der 
AT91SAM9261 auch an die 900ms braucht. Die langen Resetzeiten sind 
nötig, damit der 32kHz Quarz einschwingt.

Das Busy Signal soll zum Wait Eingang des Controllers geschlossen 
werden, dann bootet er ohnehin nicht... So lange das Signal low ist, 
steht der Controller.

Ansonsten kann man ein herkömmliches µC Supervisory Circuit mit externem 
Reseteingang nehmen. Das Low-Signal vom Flash wird über einen 
Tristate-Puffer mit dem Reseteingang verbunden (Pullup nicht vergessen). 
Der Tristate-Puffer wird vom Controller enabled/disabled. Während dem 
Reset sind die Port Pins des Controllers als Eingänge mit Pullup 
konfiguriert. In diesem Fall darf das Low-Signal den Reseteingang 
treiben. Hat der Controller gebootet, deaktiviert er diesen Puffer.
Ist zwar eine recht merkwürdige Lösung, aber somit kann man auch für 
andere Bausteine den Controller entscheiden lassen wer das Board 
resetieren darf.

Autor: Oliver Döring (odbs)
Datum:

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> Ohne jetzt ins Datenblatt zu sehen bin ich mir sicher, dass der
> AT91SAM9261 auch an die 900ms braucht. Die langen Resetzeiten sind
> nötig, damit der 32kHz Quarz einschwingt.

Im Prinzip würde es vom Timing her also klappen, wenn man beide Bauteile 
ihren POR autonom ausführen lassen würde, da das Flash Drive schneller 
online ist als die CPU.

> Das Busy Signal soll zum Wait Eingang des Controllers geschlossen
> werden, dann bootet er ohnehin nicht... So lange das Signal low ist,
> steht der Controller.

Beim AT91SAM9261 ist das NWAIT-Signal nicht direkt herausgeführt, 
sondern über einen PIO gemultiplext. Im Normalfall müsste dieser erst 
konfiguriert werden. Ich denke nicht, daß der NWAIT-Eingang direkt nach 
dem Booten funktioniert und den Controller wie gewünscht aufhält.

Für mich ist das Flash Drive wieder gestorben. Es ist wirklich nervig, 
aber genau wie beim Controller selbst macht das Datenblatt tolle 
Versprechungen, die in der Praxis nicht gehalten werden. Das Flash Drive 
hat ein ATA-ähnliches Interface mit spezifischen Kommandos, die einen 
gewissen softwareseitigen Aufwand erfordern. Es gibt derzeit keinen 
Linux-Kernel-Treiber dafür, noch nicht einmal irgendetwas rudimentäres, 
das man selbst einsetzbar machen könnte. Oder ich war zu blöd, es zu 
finden, kann auch sein.

Also sind wir wieder beim NOR. Das hat zwar ein paar Nachteile, dafür 
ist es preiswert, zuverlässig und schneller als etwa ein serielles 
Dataflash. Und der Atmel bootet nicht vom internen ROM, das ganze geht 
also vergleichsweise schnell und der Endbenutzer sieht nicht 
sekundenlang nach dem Einschalten einen schwarzen Schirm.

Jörn Kaipf hat sich freundlicherweise bereiterklärt, am Platinenlayout 
mitzuarbeiten und hat auch schon Arbeit in entsprechende Libs für Eagle 
gesteckt. Von ihm kam auch die Idee, als Massenspeicher eine 
Micro-SD-Karte einzusetzen, für die man den kleinen Slot direkt auf dem 
CPU-Board vorsehen könnte. Das würde sehr gut von Linux unterstützt 
werden.

So weit so gut, die Arbeit geht bei mir zur Zeit sehr langsam voran, da 
ich noch andere Dinge zu tun habe, aber immerhin geht es voran und bald 
gibt es einen Schaltplan und ein Layout...

Autor: Markus _neu (markush)
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Oliver Döring wrote:

> So weit so gut, die Arbeit geht bei mir zur Zeit sehr langsam voran, da
> ich noch andere Dinge zu tun habe, aber immerhin geht es voran und bald
> gibt es einen Schaltplan und ein Layout...

Cool! **freu**

Markus

Autor: Rooney Bob (rooney)
Datum:

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Ein Punkt noch...

Bist du dir sicher, dass ein 4-fach Layer reicht? Ein gutes Design setzt 
voraus, dass für Versorgung eigene Layer verwendet werden. Da es sich um 
ein High-Speed Design handelt, wären solche Versorgungslayer sehr 
ratsam.

Autor: Uwe Bonnes (Firma: TU Darmstadt) (uwebonnes)
Datum:

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Masse muss eine Flaeche sein. Die Versorgung laesst sich zwar am 
einfachsten mit eigenen Layern machen, aber wenn man mit einigermassen 
breiten Leiterbahnen die Spannung zu allen Bauteile fuehren kann und 
dann aber alle ICs mit kuerzesten Leiterbahnen entkoppelt ist das i.d.R. 
auch ausreichend.

Autor: Andreas Auer (Firma: Embedded Microtec) (andi) Flattr this
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Hi.

Falls ihr eine Eagle Lib mit dem Micro SD Slot braucht, ich hätte eine, 
die auch bezüglich der Anschlüsse schon praktisch verifiziert ist (auf 
meinem AT91RM9200 Board) - hoffe, dass ich noch früh genug schreibe.

mfg
Andreas

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Hallo Andreas,

her damit, würde doppelte Arbeit ersparen!

Autor: Marcus (Gast)
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>Eckdaten für die Platine wären: 4 Lagen, kleinste Bohrung 200µm,
>Restring, Leiterbahnbreite und Mindestabstände 100µm. Die Fertigung wird
>aufgrund der Microvias in China vermutlich am preiswertesten sein. Hier
>habe ich 80x80mm angenommen (wird natürlich kleiner) und kam bei 25
>Stück auf Gesamtkosten (Einrichtung, Produktion, Versand,
>Einfuhrumsatzsteuer) von weniger als 15 Euro pro Stück.

Hallo,

bekommt man wirklich so günstig PCBs? Würde mich mal für ein eigenes 
Projekt interessieren. Hatte bis jetzt immer Preise um 40 Euro gesehen 
(bei Stückzahlen um 25).

Gruß
Marcus

Autor: Andreas Auer (Firma: Embedded Microtec) (andi) Flattr this
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Angehängte Dateien:

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Meine Lib mit dem SD Card kommt leider erst jetzt. Das Device in der 
Library hab ich für 
http://at.farnell.com/jsp/search/productdetail.jsp... gemacht. 
Müsste man für andere Adapter wahrscheinlich anpassen.

Ok... jetzt noch kurz allgemeines, um die Frage mit den PCBs zu 
beantworten:
Bei Olimex bekommst für ca. 40 Euro eine doppelseitige Eurokarte bei 1 
Stück. Für größere Stückzahlen sind andere Firmen (auch in Deutschland - 
z.B. multipcb) billiger. Und vorallem in China zahlt sich die Produktion 
solcher Platinen aus (vorallem wenns um Stückzahlen >= 25 Stück geht)!

mfg
Andreas

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Hat jemand einen speziellen Wunsch bezüglich des MAC? Den Rest habe ich 
nämlich fertig.

Mir wäre relativ egal, welcher zum Einsatz kommt, hauptsache 
industrieller Temp.-Bereich.

Autor: Andreas Auer (Firma: Embedded Microtec) (andi) Flattr this
Datum:

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Hi

Wie wird denn eigentlich der MAC an den AT91SAM9261 angeschlossen?? Da 
der AT91SAM9261 keinen internen MAC hat, kann das ja nicht einfach ein 
PHY sein, der über ein Standard Interface (MII,...) angeschlossen wird.

mfg
Andreas

Autor: Jörn Kaipf (joern)
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Der Anschluss muss über den Adress-/Datenbus geschehen.

Beim Industriellen bereicht fallen die Davicom Chips (noch) aus dem 
Suchraster, da diese nur 0..70 °C können. Es sind zwar welche für 
Indust.bereich angekündigt aber bei Davicom sind die Ankündigungstermine 
sehr variabel.

Somit bleibt SMSC ein heißer Kanidat.

Weis jemand noch Alternativen?

Gruß
Jörn

Autor: Jörn Kaipf (joern)
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Nach einer Schnellsuche:

SMSC LAN9218i

Autor: Rooney Bob (rooney)
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Micrel 3 Port Switches (KSZ8842) für den industriellen 
Temperaturbereich. Ist wahrscheinlich so groß wie jeder andere MAC 
auch...

Wir verwenden diesen in unserem AT91RM9200 Design.

Autor: Tobias Strassen (killaweb)
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hallo,

ich bin ebenfalls an dem board noch interessiert, wenn das mäglich ist.
phy -mac getrennt zu halten finde ich gut -meine meinung-
vielleicht kann ja jmd so eine art "bausatz" machen (evtl kann man bga 
löten lassen und den rest selbst machen. (evtl noch den ram löten 
lassen)

viele grüße
der newbie tobi

Autor: Tobias Strassen (killaweb)
Datum:

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hi, ich überlege mir dieses set

http://www.virtualcogs.com/store/product_info.php?...
 zu kaufen. dort spielt als basis der
i.MX21 COG

    *  Freescale Semiconductor i.MX21 ARM9 Multimedia Processor
    * Onboard 64MB Highspeed SDRAM
    * Onboard 16MB NOR FLASH
    * Power Over USB Capability
    * USB<->Serial Port for Easy Interfacing
    * Pass-Thru Bus Design Allow Stacking with Many Accessory COGS
    * Full JTAG Access
    * Two M2 mounting holes
 die hauptrolle. da der arm kern gleich sein sollte würden mich eure 
platienen für spätere projekte interessieren. da ich nicht willens bin 
immer runde 130€ pro z.b. zu fahrenden rolladen oder dachfenster oder 
heizung zu berappen. ich selbst komme von der pic (microchip) schiene 
und bin auf pic16 und pic18 "groß" geworden nun interessieren mich eher 
die aufkommenden PIC32 serien oder die dsPIC´s. für meine "kleinen" 
projekte nutze ich immer noch schöne alte DIP mit lötdraht technik mit 
lochraster und plastik"straßen" zum wegepflastern. aber ab meinem web 
server merkte ich dass das nicht mehr so wirklich das wahre ist.im 
studium haben wir arm 7 gemacht. sind sich etwas ähnlich die beiden.

viele grüße
tobi von der mosel

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Ich frage mich, warum ausgerechnet der AT91SAM9261 keinen MAC hat. Der 
SMSC LAN9218i ist ein schönes Teil. Teuer, aber nett...

Ein kompletter 10/100 Ethernetcontroller (integrierter MAC+PHY), außen 
an das Modul müssen dann nur noch ein paar passive Bauteile und eine 
Buchse mit integrierten Übertragern angeschlossen werden. Die 
32bit-Anbindung macht das ganze schnell, Treiber für den Linux Kernel 
und uboot sind vom Hersteller verfügbar.

Ich integriere diesen jetzt in das Design. Verfügbar ist der LAN9218i in 
Einzelstückzahlen für knapp 20 US$. Er muß nicht bestückt werden, das 
Modul funktioniert auch ohne Ethernet.

Autor: Tobias S. (tosch32bit)
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Hallo,
wäre es vielleicht auch möglich zwei SMSC LAN9218i in das Design zu 
integrieren. Dann könnte man das Modul auch für Hardware-Anforderungen 
verwenden, bei der man Datenpakete beim ersten Controller empfängt, 
verarbeitet/manipuliert und über den zweiten wieder weiter sendet 
(Router, Firewall, AntiSpam u.s.w.).

mfg
Tobias

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Hallo Tobias,

es wird definitiv bei einem MAC/PHY bleiben. Dieser wird zudem optional 
sein, d.h. man kann ihn unbestückt lassen. Mit Jörn Kaipf habe ich mich 
aus zwei Gründen (Preis, Größe) nun auf den Davicom DM9000BI geeinigt. 
Er kostet ein Viertel des SMSC und lässt sich leichter in das System 
integrieren.

Wir streiten uns noch, ob die Platine wächst, wir dafür aber einseitig 
bestücken, oder ob wir die Rückseite der Platine für Ethernet und 
µ-SD-Card verwenden, dafür aber schick klein bleiben.

Das Layout wird auf 4 Layern machbar, aber schon ziemlich an der Kante 
sein.

Es gibt aber eine Lösung für dein Problem. Eventuell können wir einen 
Teil des EBI auf externe Steckverbinder führen, so daß ein zweiter 
MAC/PHY auf der Mutterplatine angeschlossen werden kann. Das wird sich 
erweisen, wenn die Layoutarbeiten weiter fortgeschritten sind.

Autor: Jörn Kaipf (joern)
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War noch etwas auf der Suche. Von Davicom gibt es noch den DM9003 mit 
zwei Ethernetanschlüssen. Dieser ist jedoch nur von 0..70°C zu verwenden 
und die die Leute, die das Package verbrochen haben, haben nicht so viel 
dabei gedacht. Sonst hätte man die beiden Packages ineinander setzten 
können...

Wenn es geht, bin ich auch dafür das EBI drauszuführen.

Autor: Ingo Baab (Gast)
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Hallo Ihr Hardwerker,

 ich (bin eher Softwerker und) habe mal PHP (sowie Perl und Python)
für meinen Tomtom500 durchgebaut und damit experimentiert. Hierbei
hat mir die Entwicklungsumgebung Scratchbox.org gute Dienste erwiesen.
Ist eventuell auch für Euch eine solche Consumer-Elektronik wie die
Tomtom-Geräte nützlich? Schaut Euch mal http://opentom.org/ an,
würde mich freuen Meinungen zu hören..

Grüße,
-Ingo Baab

Autor: Tobias S. (tosch32bit)
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Hallo Oliver,

ich verstehe, dass ihr aus Platzgründen keinen zweiten Ethernet MAC auf 
dem Borad platzieren möchtet. Wie du und Jörn schon selber vorgeschlagen 
habt, wäre es super, wenn der EBI herausgeführt werden könnte. Bin 
gespannt wie das fertige Design aussieht.

mfg
Tobias

Autor: woodym (Gast)
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hallo,

ich habe mir das mit dem löten (und dem bügeleisen) angesehen und habe 
auch geschaudert...

was bei mir bisher sehr gute dienste leistet ist ein kleiner reflow-ofen 
auf basis eines kleinen backofens. eine kleine steuerung mit einem pic 
regelt mir hier das vorgegebene temp-profil. es sollte damit durchaus 
möglich sein auch bga's zu löten.

zum schluß hat noch jemand die frage gestellt... 1 seitige bestückung 
oder 2-seitige. zu bedenken sind die nicht unerheblichen kosten bei 
multilayer platinenmaterial wenn es einseitige bestückung wird.

bye woodym

Autor: Manuel Kauf (mkauf)
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Hi,

also ich habe noch nicht alles hier gelesen wollte euch nur paar 
Erfahrungen midem 9261 geben.

Das mit dem Booten in Rev. B vom Nandflash ist noch nicht so ... habe 
grade letzte woche knapp 100 Baugruppen in der Hand gehabt alle mit 
Datecode von 0749 B prozessoren.. Problem bei knapp 10% geht der boot 
vom Nandflash nicht.

Genauso gibt es rießíge Probleme mit dem Startup wegen dem NTRST 
Problem. Errata 41.3.6.1 ist Schade das solch Grundlegende dinge bei dem 
Proz einfach noch Fehlerhaft sind.

am 6.02.2008 ist eben schon wieder das Errata geupdatet worden ;)

Allgemein ist das ding ja ganz hübsch ..

Macht auch Spass damit zu Arbeiten

aber die Erratas sind leider noch nicht so Abgearbeitet wie man es sich 
wünscht.

Autor: kmai (Gast)
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Hallo!

Zufällig habe ich Euere Kommunikation gelesen, was mich brennend 
interessiert.

Doch wie es aussieht ist leider seit Februar 2008 nichts mehr 
hinzugekommen.

Wie weit ist nun das Projekt fortgeschritten und ist überhaupt noch 
jemand mit dabei?

Viele Grüsse,

Klaus.

Autor: Ulrich P. (uprinz)
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Ich habe mir inzwischen etliche SAM9 Boards angesehen und festgestellt, 
dass es für fast jede Aufgabe ein passendes Board gibt. Leider ist es 
auch so, dass es entweder Boards mit sehr limitierten I/Os gibt, die man 
nur für wenig einsetzen kann, aber mit einfachem Layout der 
Trägerplatine. Die Anderen haben extreme High-Density Stecker und das 
gleich 2 oder 3 mal. Da ist es fast einfacher CPU und Peripherie gleich 
selber aufs Board zu layouten.

Nachdem wir dann in meinem Fall mal alles raus gestrichen haben, was 
eigentlich nicht nötig ist und uns auf das besonnen haben, was wir 
können und kennen, wurde das damals angedachte, und inzwischen auch 
weitere, Projekte mit der simplen kleinen Ethernut, also einem SAM7 
gelöst. Kunde zufrieden, wir zufrieden.

Ich werde mich mit dem Thema allerdings in der nächsten Zeit erneut 
beschäftigen, weil es für ein neues Projekt die reale Anforderung SAM9 
oder SAM11 mit Linux gibt. Allerdings steht da auch schon fest, dass es 
ein eigens designtes Modul werden wird, dessen Verbindung zur Außenwelt 
( Display, Stecker) exakt von uns definiert und nach unseren Wünschen 
ausgelegt wird.

Die Kandidaten für die CPU werden zu 99,5% aus dem Hause ATMEL kommen. 
Das ist allerdings auch eine politische Frage. Zum einen haben alle 
Kollegen bereits passende Compiler und Debugger installiert, zum Anderen 
hat man bei großen Stückzahlen nun mal einen besseren Support.

Gruß, Ulrich

Autor: Babelfisch (Gast)
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Hallo zusammen ..
bin leider erst jetzt auf dieses thema hier gestoßen da ich selbst an 
den ARM controllern von atmel interessiert bin. Also ich arbeite bei 
einem lohnfertiger und es währe kein problem die dinger kier fertigen zu 
lassen und die bautelbeschffung sollte auch kein problem sein.

lg
dieter

Autor: Andreas Auer (Firma: Embedded Microtec) (andi) Flattr this
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Was fällt alles in den Bereich "kein Problem die Dinger hier fertigen zu 
lassen"??
Ist folgendes bei euch möglich?
* 4-Layer Platinen machen lassen
* BGA bestücken
* alles zu einem vernünftigen Preis

Das sind glaub ich die Kernpunkte, die machbar sein müssen!

mfg
Andreas

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Hallo Leute,

seinerzeit wurde im Hintergrund per E-Mail mit einigen hier beitragenden 
ein wenig an einem Eagle-Layout gebastelt und verschiedene Fragen noch 
näher erörtert. Am Grundkonzept hat sich nichts geändert. Sprich - 
AT91SAM9261 mit PSU und Takt, NOR-Flash zum Booten, 2 x SDRAM, 
Ethernet-MAC und Micro-SD-Slot optional auf der Rückseite, über 
2mm-Stiftleisten nach draußen.

Ich bin dann allerdings aus Zeitgründen für ein bestimmtes Projekt erst 
einmal auf AVR32 umgestiegen, da ich keinen USB-Host benötigte. Dieser 
hat ein etwas größeres BGA-Gehäuse und ließ sich leichter verarbeiten. 
Die Entwicklungsphase ist nun abgeschlossen, und auch dieses Projekt 
könnte sehr schön auf das hier vorgeschlagene Modul portiert werden.

Deshalb werde ich auch in nächster Zeit an der Fertigstellung arbeiten. 
(Im Prinzip nur noch ein paar passive Bauelemente platzieren und 
layouten, anschließend ausführlich von mehreren Augenpaaren gegentesten 
lassen.) Turboschnell wird das aber mangels Freizeit nicht gehen.

Die Platinen (4 Lagen ROHS) kann ich günstig fertigen lassen. Die 
Bestückungsfrage ist noch offen. Bauteile gibt es in den avisierten 
Stückzahlen vermutlich am günstigsten bei Digikey.

Grüße

Autor: Babelfisch (Gast)
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Ist folgendes bei euch möglich?
* 4-Layer Platinen machen lassen
.. kein problem von einfachlayer bis 6-fach flex karten

* BGA bestücken
..auch kein problem wenn fernünftige- und ausreichend passamarken 
gesetzt sind

* alles zu einem vernünftigen Preis
.. der preis von sowas hängt wie wie immer von der stückzahl ab ich 
müsste dazu so ungefähr wissen wie die karte ausschaut .. was drauf ist 
und wie groß die karte so ca wird
ich würde wenn das los nicht zu groß ist auch das hier selber als 
eigenes proj. fertigen dann fallen die lohnkosten nicht so hoch aus ;-)

Autor: Ulrich P. (uprinz)
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Hi!

Ich würde das Modul auch gerne mal sehen und kann es auch mal einem 
unserer Bestücker hinlegen, dass er seinen Senf dazu gibt. Allerdings 
ist mein Interesse nicht nur privater, sondern auch kommerzieller Natur, 
was der Stückzahl und dem Preis aber nur entgegen kommen kann.

Gruß, Ulrich

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