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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Drucksensor einmessen


Autor: Burkhard (Gast)
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Hallo!

Habe einen Drucksensor der Firma SENORTECHNIS CSDX0100D4D erfolgreich am 
AtMega8 zum laufen bekommen. Wie bekomme ich nun aber die gemessenen 
Werte in mBar umgewandelt? Habe schon überall was darüber gesucht, finde 
aber nichts. Kann mir bitte jemand helfen?


Datenblatt vom CSDX0100D4D:
http://www.sensortechnics.com/index.php?fid=300&fp...

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Wo genau ist das Problem ? Den Messwert durch die im Datenblatt 
angegebene Empfindlichkeit teilen, fertig.

Autor: Burkhard (Gast)
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Im Datenblatt steht 32 couts/mBar für meinen Sensor. Bei Umgebungsdruck 
wird ein Wert von 1971 angezeigt. Bei Überdruck wird der Wert größer und 
bei Unterdruck kleiner. Wie muss ich das denn rechnen?

Autor: sechsnullsechs (Gast)
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Naja, da sind doch die counts... zero pressure offset ... full scale 
span ..

Autor: Burkhard (Gast)
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Kannst mir das bitte erklären. Komme da nicht mit.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Für jedes mbar Druckänderung ändert sich der Sensorwert um 16
(Laut Tabelle ist das bei einem 100D4D 16 und nicht 32).

D.h. nimmt der Count vom Sensor um 16 zu, dann hat sich der Druck
um 1 mbar erhöht.
Um einen absoluten Druckwert zu erhalten, muss man jetzt
nur noch wissen, welcher Wert bei 1 ganz bestimmten Druck
geliefert wird. Da würde ich doch mal ganz spontan annehmen,
dass das der Zero Pressure Wert ist.

Bei deinem Sensor beträgt der 2000.
D.h. Bei einem Druck von 0 mbar liefert der Sensor einen
Wert von 2000.

Da dein Wert 1971 ist, hast du daher einen Unterdruck
von 1971 - 2000 = -29 ;  29 / 16 = 1.8125 mbar.

So würde ich die Werte mal interpretieren:

Druck = ( Messwert - Zero ) / Faktor

das deckt sich auch mit den restlichen Angaben im Datenblatt.
Dein Sensor kann +- 100 mbar messen.
Als kleinestr möglicher Count-Wert vom Sensor ist 400 angegeben

    Druck = ( 400 - 2000 ) / 16  = -1600 / 16 = -100
                also 100mbar Unterdruck

Als größter möglicher Count-Wert vom Sensor ist 3600 angegeben

    Druck = ( 3600 - 2000 ) / 16 = 1600 / 16 = +100
                also 100mbar Überdruck

Stimmt auffallend gut mit der Angabe +- 100 mbar überein.

Mir ist klar, dass die Werte nicht zu dieser Aussage
> Bei Umgebungsdruck wird ein Wert von 1971 angezeigt.
passen, weil du wahrscheinlich kaum in deiner Umgebung
einen Unterdruck von 1.8 mbar hast :-)

Aber das ist das, was die Werte hergeben.

Da im Datenblatt ausdrücklich auf eine barometrische Variante
des Chips hingewiesen wird: Bist du sicher, dass dein Chip
der 100D4D ist?

Autor: Burkhard (Gast)
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Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ja, ahbe ihn so bestellt und 
steht auch so auf dem Gehäuse drauf. Der Wert liegt bei 1970-1976 je 
nach Raumtemperatur. Da liegt er doch eigentlich außerhalb der Werte? 
Außerdem müsste er doch wenn beide Anschlüsse den gleichen 
Druck(Umgebungsdruck) anliegen haben immer den Zero Pressure Wert 
anzeigen?! Unabhängig vom Druck, da ja beide Seiten geleich belastet 
sind.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Wobei:

Ganz unten im Datenblatt.
Die Sensoren im D4 Gehäuse sind Diffrenzdrucksensoren.

D.h wenn nichts an die beiden Stutzen angeschlossen ist,
ist ein Messwert von 2000, also 0 mbar durchaus zu erwarten.

Da ich kein Gefühl dafür habe, wieviel 1.8 mbar sind, kann ich
auch nicht sagen, ob dieser Wert als 0 gelten kann oder nicht.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Passt doch:
Zero pressure offset (min/typ/max): 1968/2000/2032
Liegt also noch im zulässigen Bereich.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Burkhard wrote:
> Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ja, ahbe ihn so bestellt und
> steht auch so auf dem Gehäuse drauf. Der Wert liegt bei 1970-1976 je
> nach Raumtemperatur. Da liegt er doch eigentlich außerhalb der Werte?

Auf der anderen Seite ist aber im Datenblatt angegeben,
dass der Zero Wert im Bereich 1968 bis 2032 liegen kann.

> Außerdem müsste er doch wenn beide Anschlüsse den gleichen
> Druck(Umgebungsdruck) anliegen haben immer den Zero Pressure Wert
> anzeigen?! Unabhängig vom Druck, da ja beide Seiten geleich belastet
> sind.

Da liegt er doch wunderbar im Bereich.

Wenn du also nichts angeschlossen hast, dann kannst du
diesen Messwert als den Zero Wert für diesen spezifischen
Chip nehmen.

Autor: Burkhard (Gast)
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Im Bereich von 1968 bis 2032 liegen die Sensoren CSDX0010..,CSDX0025.. 
und der CSDX0050.. Meiner ist aber der CSDX0100.. und müsste damit ja 
unter "all others" fallen und so im Bereich von 1984 - 2016 liegen. Oder 
lese ich das falsch?

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Burkhard wrote:
> und müsste damit ja
> unter "all others" fallen und so im Bereich von 1984 - 2016 liegen. Oder
> lese ich das falsch?

Nein. Du hast schon recht. Benedikt und ich, wir haben uns
beide in der Zeile verhaut.

Autor: Burkhard (Gast)
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Ist der Sensor dann kaputt?

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Allerdings gelten die Werte aber auch nur bei exakt 25°C und 5V 
Betriebsspannung.
Entweder hast du also nur ein ziemlich schlechtes Exemplar erwischt, 
oder irgendwas passt an dem Aufbau nicht.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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> Ist der Sensor dann kaputt?

Glaub ich nicht.
Am Anfang des Dtaenblattes steht ja auch noch:

Total accuracy +- 0.5 to +- 1.0 % FSS

FSS ( Full Scale Span ) sind bei deinem Sensor 200 mbar.
1% von 200 sind 2 mbar Fehler.


Grundsätzlich funktioniert er doch. Wenn du an ein Röhrchen
Überdruck anlegst, wird der Wert größer. Passt doch :-)

Autor: Burkhard (Gast)
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Die Raumtemperatur lag zischen 24,1 und 27,3 Grad. Die Spannung messe 
ich noch mal nach. Lag aber irgenwo bei 5,1 Volt. Danke erst mal für 
eure Antworten.

Autor: Wolfgang-G (Gast)
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Ich kenne nicht den Druckmessfühler und beziehe die Daten deshalb aus 
den obigen Beiträgen.
Es handelt sich demnach um einen Differenzdruckmessfühler mit einem 
Messbereich von  +-100mbar.
Dieser  Messbereich lässt sich rel. leicht mit Amateurmitteln 
nachbilden. Wenn ich mich nicht verrechnet habe, gilt:
1m WS = 9810Pa oder 98,1 mbar    //WS =Wassersäule
Einen Druck von 1m Ws kann man leicht mit einem mit Wasser gefüllten 
durchsichtigen Schlauch erzeugen, indem man den Schlauch zu einem 
„U-Rohr“ formt.
Der eine Schenkel des „U-Rohres“ wird zur Überdruckkalibrierung mit dem 
+Anschluss und zur Unterdruckkalibrierung mit dem –Anschluss des Fühlers 
verbunden.
Durch Heben oder Senken des freien Schenkels lässt sich der gewünschte 
Druck einstellen.
Dann muss man nur noch den Wert am „Gerät“ ablesen und kann sich damit 
eine Kalibriertabelle erarbeiten.
Ich hoffe, dass ich mich verständlich genug ausgedrückt habe.
MfG
Wolfgang

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