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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Quarzosillator vs. Resonator


Autor: Khani (Gast)
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Hallo Leute,
jetzt habe ich mal wieder eine Frage :
Zunächst einmal ein paar Begriffsdefinitionen.

Quarzoszillator : "aktives" Bauelement mit Spannungsversorgung,
Masseanschluss und einem Taktausgang. Legt man eine Spannung an, sol
stellt sich am Ausgang ein stabilisierter Takt ein. Innen findet man
ein paar Widerstände, Inverter, Kondensatoren und einen Kristall. Diese
Komponenten bringen den Kristall zum Schwingen und halten ihn auf einer
bestimmten Frequenz.

Quarz : Ein Kristall, wlcher sich beim Anlegen einer Spannung verformt.
Schön "zurechtgefeilt" und in eine Metallhülle verpackt bekommt man
ihn als Quarz.

Keramikresonator : ähnlich wie ein Quarz, nur eben aus einer
elektrostrikiven (stimmt glaube ich) Keramik.

RC-Oszillator : Eine Kombination aus einem Widerstand und einem
Kondensator. Diese ist ebenfalls mit einer externen Ansteuerung
schwingungsfähig.

Jetzt zu den µControllern (ich beziehe mich auf Atmel-AVR) :
In den Dokumentationen ist da von Quarz/Keramikresonator, RC-Oszillator
und "external clock source" die Rede. Quarz und Keramikresonator
werden an XTAL1 und XTAL2 angeschlossen und mit 2 Kapazitäten gegen
Masse geschaltet. RC-Oszillatoren liegen zwischen Vcc und Masse und
werden an XTAL1 angeschlossen. "External Clock" wird ebenfalls nur an
XTAL1 angeschlossen.

Nach stundenlangem Gelabere : Damit ist die Beschaltung von RC, Keramik
und Quarz klar. Ist dann ein Quarzoszillator eine external clock source
?

Ich hab das mit einem Oszilloskop ausgemessen - ein 4MHz
Quarzoszillator schwingt bei anlegen der Spannung ohne weitere Bauteile
brav mit (zwar mäßiger Form) 4MHz.

Falls nämlich Quarzoszillatoren tatsächlich als "external clock
source" zu betrachten sind, dann ist im Tutorial das Setzen der Fuses
beim ATmega8 nicht nach Dokumentation. Es funktioniert beides - fragt
sich nur was richtiger ist (naja, zur Not ist alles was funktioniert
richtig, oder ;-) ).

Viele Grüße, Daniel

Autor: Peter Dannegger (peda)
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"Es funktioniert beides - fragt
sich nur was richtiger ist (naja, zur Not ist alles was funktioniert
richtig, oder ;-) )"


Wenn Du es nach Datenblatt gemacht hast und es funktioniert, dann ist
es auch richtig.

Wenn Du es entgegen dem Datenblatt gemacht hast und es funktioniert
trotzdem, dann ist es trotzdem falsch !

Das Datenblatt hat immer recht. Es ist nämlich die einzige Grundlage
für Fragen bezüglich des Chips zwischen Dir und dem Hersteller.

Erst, wenn es definitv nicht so geht, wie im Datenblatt angegeben, dann
solltest Du einen Bugreport an den Hersteller geben, damit dieser
wieder den Sollzustzand herstellen kann:
"Das Datenblatt hat immer recht."


Peter

Autor: Khani (Gast)
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Peter,
ich bin ja Deiner Meinung. Aber viele hier vertrauen mehr den Foren und
den Tutorials (welche hier auch wirklich sehr gut sind) und scheuen
sich in's Datenblatt zu sehen - Kannst Du mir zufällig die Frage
beantworten. Wenn dem so ist, dann müsste man gegebenenfalls etwas hier
mim Tutorial ändern.

CU, Daniel

Autor: Joerg Wunsch (Gast)
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Ja, ein externer Quarzoszillator ist eine `external clock source'.
Was soll's auch sonst sein?

Btw., Keramikresonatoren brauchen i. Allg. keine zusätzlichen
Kondensatoren.

Autor: Khani (Gast)
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Nochmal ich,

dann sollte man den screenshot im Tutorial hier auf mikrocontroller.net
für die Fuses des ATmega8 verändern.
Es wurde hier für CKSEL "1111" geschrieben - sollte aber mit der
Schaltung ebenfalls im Tutorial (externer Quarzsozillator) "0000"
also alle CKSEL's "gecheckt" lauten.

Oder was mein Ihr ?

Grüße, Daniel

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