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Forum: Mikrocontroller und Elektronik Welche Hardware für den Einstieg (alternative zu C167)

Autor: Andreas Kaluza (Gast)
Datum: 19.12.2007 09:33

Guten Tag,

ich bin Student und beschäftige mich sein einem knappen halben Jahr mit
der Mikrocontroller programmierung. Das Schlimme dabei ist, dass es mir
richtig Spaß macht und ich nun auch selber bei mir zu Haus ein kleines
Entwicklungsboard haben möchte.
Da ich mich bisher nur mit der reinen Programmierung eines Infineon C167
beschäftigt habe, kenne ich mich mit den notwendigen Hardwarekomponenten
kaum aus. Aus diesem Grund möchte ich hier um Hilfe fragen.

- Ich möchte gerne In-System debuggen, also nicht nur in der
Softwaresimulation
- Ich möchte gerne in C programmieren und wenn es geht mit der
Entwicklungsumgebung von Keil
- der Controller muss nicht besonders viel können und auch nicht
besonders schnell sein
- Wegen meinem Spieltrieb hätte ich gerne ein paar Taster, LEDs, eine
Matrixtastatur und eine LCD-Anzeige
- Eine USB Schnittstelle zum laden des Programmes in den Controller
- Und wenn es geht sollte der Preis nicht zu groß sein

Ich weiß dass es wohl schwierig sein wird etwas passendes zu finden,
aber ich hoffe Sie können mir vielleicht ein paar Tipps und Anregungen
geben.

Vielen Dank Andreas Kaluza
Autor: Falk Brunner (falk)
Datum: 19.12.2007 13:33

@ Andreas Kaluza (Gast)

>ich bin Student und beschäftige mich sein einem knappen halben Jahr mit
>der Mikrocontroller programmierung. Das Schlimme dabei ist, dass es mir
>richtig Spaß macht und ich nun auch selber bei mir zu Haus ein kleines
>Entwicklungsboard haben möchte.

Schön.


>- Ich möchte gerne In-System debuggen, also nicht nur in der
>Softwaresimulation

Hmm.

>- Ich möchte gerne in C programmieren und wenn es geht mit der
>Entwicklungsumgebung von Keil

Kostet richtig Geld.

>- der Controller muss nicht besonders viel können und auch nicht
>besonders schnell sein

Nimm einen AVR. Klein, preiswert, leistungsstark. UNd ne guten Compiler
gibt es kostenlos. WINAVR.

>- Wegen meinem Spieltrieb hätte ich gerne ein paar Taster, LEDs, eine
>Matrixtastatur und eine LCD-Anzeige
>- Eine USB Schnittstelle zum laden des Programmes in den Controller

Geht über den USB-Programieradapter.

>aber ich hoffe Sie können mir vielleicht ein paar Tipps und Anregungen
>geben.

Nimm nen AVR. Diese Webseite sprudelt übr mit Information zu diesem
Controller. Nicht ganz ohne Grund.

Ketzerische Zungen behaupten.

C166

MFG
Falk
Autor: Stefan (Gast)
Datum: 19.12.2007 14:20

Da dieses Forum tatsächlich etwas AVR-lastig ist, versuche ich Dir mal
den MSP430 von Texas ans Herz zu legen :-)

>- Ich möchte gerne In-System debuggen, also nicht nur in der
>Softwaresimulation
Natürlich möglich. Entweder über JTAG oder bei den neueren 2xxx Typen
per Spy-By-Wire (SBW). SBW hat den Vorteil, dass dabei keine I/O-Ports
belegt werden, somit hast Du alle GPIOs für Deine Applikation zur
Verfügung!

>- Ich möchte gerne in C programmieren und wenn es geht mit der
>Entwicklungsumgebung von Keil
Weiß nicht ob Keil den MSP unterstützt.
Kostenloses Entwicklungstool ist von Texas zu bekommen, z.B.
IAR-Kickstart inkl. C/C++-Compiler (4k Codebeschränkung), Assembler
unbeschränkt.

>- der Controller muss nicht besonders viel können und auch nicht
>besonders schnell sein.
Hmm, vielleicht ist der MSP430 dann doch oversized für dich? (scherz)
F2xxx-Typen laufen bis 16MHz, mit Quarz oder nur mit internem
(kalibriertem) RC-Oszillator. Außerdem sehr stromsparend (220µA @ 1MHz,
0,5µA Standby)

>- Wegen meinem Spieltrieb hätte ich gerne ein paar Taster, LEDs, eine
>Matrixtastatur und eine LCD-Anzeige
Je nach Typ GPIOs in Hülle und Fülle...

>- Eine USB Schnittstelle zum laden des Programmes in den Controller
>- Und wenn es geht sollte der Preis nicht zu groß sein
Es gibt FET's (Flash Emulation Tool) für LPT und USB (aber recht teuer)
Zum Einstieg vielleicht der USB-Stick (ez430-F2013), um die 30Euro ?
Da ist bereits ein Target-Board mit 'nem F2013 mit dabei. Für andere
F20xx kannst Du die Spy-By-Wire zum Programmieren und Debuggen nutzen.
Noch was, die F20xx-Serie gibt's auch im DIP-Gehäuse, falls man auf
Lochraster experimentieren möchte. Alle anderen Typen nur SMD!

Also nimm 'nen MSP, damit wir hier mehr werden ;-))
Autor: TManiac (Gast)
Datum: 19.12.2007 14:21

Hallo,

leider muss ich bezüglich der Verfügbarkeit dem Falk recht geben. Aber
damit du eine wirkliche Antwort auf deine Frage bekommst.

Zum Propieren kannst du jeden aus der C166/C166S2 Familie nehmen. Bei
allen ist der Befehlssatz kompatibel. Bis auf ein paar Erweiterungen.
Die Familie erstreckt sich von den 80C166, den man nicht mehr bekommt
über die C16x Teile, zu denen auch der C167 zählt. Weiter geht es mit
den XC16x und dann die ganz Neuen XC22xx/XC23xx.

Platformtechnisch wird es aber bei den guten Teilen schwerer. Kits sind
von Phytec, Hitex (einfach googlen). Diese Dinger sind halt alle nicht
billig. Die billigst Variante bedarf etwas eigen Arbeit. Die C-Control 2
(nicht die CC1 2.0) hat einen C164. Die lässt sich genauso wie alle
anderen in C mit Keil programmieren. Nur muss man hierfür die Compiler
Einstellungen selber ausprobieren.
Auf diese Weise habe ich angefangen. Danach habe ich mir im Rahmen eines
Studiumbeleges ein Eigenes Eva-Ding mit nem XC161 realisiert, welches
jetzt auf dem Applikationsboard von Conrad steckt. Ist aber auch keine
günstige Alternative.
Es gibt von Infineon solche USB-Eva-Sticks auf denen ein XC164CM steckt.
Praktisch.

Nun stellt sich wirklich die Frage. Was hast du später mal damit vor?
Wie weit möchtest du gehen?
Der Umgang mit den AVRs ist wesentlich komfortabler. Und C ist fast
immer gleich (zumindest annähernd). Die Kleinen AVRs kommen aber bei
weiten nicht an die Hardwareunterstützung eines C166ers ran (DSP
unterstützung in den aktuellen Modellen). Die Neuen XC2xxxer sind
wunderbar skalierbar, falls man sich ein eigenes Eva-Board entwickeln
will.
Ich weiß jetzt nicht wo die Begrenzung der Keil-Demo war, aber für
Versuchszwecke sollte es ausreichen. Es gibt aber auch einen Freien
GNU-Compiler (den ich noch nicht wirklich zum Laufen gebracht habe).

Am Ende bleibt es deine Entscheidung. Ich bereue es nicht mit dem XC161
zu spielen, nur das es zu wenige Leute gibt die mitmachen.
Viel Spaß weiterhin
TManiac
Autor: Andreas Kaluza (Gast)
Datum: 19.12.2007 21:28

"Es gibt von Infineon solche USB-Eva-Sticks auf denen ein XC164CM
steckt.
Praktisch."

Stimmt daran habe ich auch schon gedacht. Das dumme dabei ist, dass nur
ein paar PINs nach draußen geführt sind.
Ansonsten sind diese Sticks echt super.
Wissen Sie vielleicht ob es irgendwie möglich ist so ein USB-Stick so zu
modifizieren, dass man alle Ports nutzen kann?

Vielen Dank
Autor: TManiac (Gast)
Datum: 20.12.2007 03:10

Leider kann ich mit den USB-Sticks nicht helfen. Es gab aber schin ein
paar Posts hier im Forum, die sich mit den Dingern beschäftigt haben.
Vielleicht können die Nutzer ein paar Worte dazu schreiben. Aber ein
Zugriff auf die Hardwar wird bestimmt nicht leicht.
Vorrangig ist dieser Stick ja für die Entwicklung von CAN-Knoten
gedacht.

Wenn du zB über Hochschule die Möglichkeit hast an einen µC heran zu
kommen. dann Bau dir dein Eva-Board selber. Ich kann auch dir auch mein
Layout als Vorlage zur Verfügung stellen. Mich hatmein XC161 Aufbau nur
den Quarz gekostet. Der Rest sind Samples, bzw Widerstand und
Kondensatoren hat die Hochschule sowieso. Hab halt "nur" RS232 statt
USB.

Gruß, TManiac
Autor: GNUopfer (Gast)
Datum: 20.12.2007 10:15

@ TManiac :

> Es gibt aber auch einen Freien
> GNU-Compiler (den ich noch nicht wirklich zum Laufen gebracht habe).

Das interessiert mich jetzt: Ich kenne den C166 GNU Compiler von
HIGHTEC, der aber nicht frei ist. Die rücken nicht mal die sourcen raus
wenn man ihn kauft (schweineteuer, aber billiger als TASKING).
Hat da mittlerweile einer einen echten GPL port für diese
Prozessofamilie gebaut ? Ich habe bislang in der Richtung nichts
gefunden.

mfg
Autor: DerSchelm (Gast)
Datum: 20.12.2007 11:21

Atmel Butterfly
Atmel Dragon

günstig, LCD, Joystick (naja), Speicher satt, Versorgung über USB, also
kein Zwang zu einem Netzteil, Entwicklungsumgebung für umme

Aber nicht Keil (sehe ich persönlich eher als Vorteil, Geschmackssache
eben)
Autor: TManiac (Gast)
Datum: 29.12.2007 17:19

Mit dem kostenlosen Compiler meinte ich den von KPIT:

http://www.kpitcummins.com/ats/semiconductor/devel...

Um den zu bekommen braucht man nur ein olles Formular auszufüllen. Bei
dem Compiler handelt es sich um ein Enterprise-Umbau.

Ich habe Probleme mit dem ASM-Startup-Code. Bin noch nicht dahinter
gestiegen wie ich Zugriffe auf Register zu formulieren habe. Und noch
habe ich die Beschränkung bei Tasking nicht überschritten, was aber
demnächst passieren wird.

Mal zu den vielen "Fremdvorschlägen":
Ich finde es richtig und gut das man immer mal wieder erfährt was es
noch für µC gibt. Es sollte aber reichen jeden Typ einmal pro Anfrage zu
erwähnen. Wer mit Infineon-Teilen rum spielt wird in den seltensten
Fällen zu einem AVR oder ähnlichen zurückkehren. Es hat schon seinen
Grund warum manche µC teurer sind. Nicht Jeder Entwickler schreckt vor
einem erschwerten Start ab, wenn die dann offen stehenden Möglichkeiten
in Betracht gezogen werden.
Autor: Thorsten (Gast)
Datum: 29.12.2007 19:07

Hi,

für Studenten und Uni's gibt Hightec die Tricore Toolchain kostenlos
raus. Das wäre auch eine gute und leistungsfähige Alternative zu der
c16x Familie. JTAG Debugger und Sonstiges sind bei der Toolchain
(GCC-basiert) dabei. Macht auch einen recht stabilen Eindruck. Ich würde
dann den tc1766 empfehlen, da man den als TQFP144 noch problemlos selber
auf ein Entwicklungsboard löten kann. Sonst gibt es aber auch günstige
Boards von Infineon.

Gruss
Thorsten
Autor: Rudi (Gast)
Datum: 13.01.2008 03:20

Zurück zum 166: Was ist denn mit der Platform von Keil? Kennt die
jemand? Sind nur 120,- ????
Autor: jaipur (Gast)
Datum: 16.02.2008 21:52

hallo zusammen,

ich habe gerade mal dieses kpit corona auf meiner festplatte entdeckt,
ich hatte das auch schon mal vor längere zeit ausprobiert. allerdings
wenn ich das jetzt installiere fehlt die komplette ide, also die
grafische oberfläche von dem compiler ...wenn mich nicht alles täuscht
müsste das doch die eclipse ide sein? oder muss man diese zusätzlich
installieren?!?

leider kann auch im windows start menü kein kpit corona eintrag finden,
außer deinstallieren...
Autor: Tomas Kuckenburg (Firma tktronic) (tktronic)
Datum: 27.04.2008 00:20

Hallo Andreas,

Falls Du noch nichts passendes gefunden hast, kannst Du Dich gerne bei
mir melden.
Wenn Du Studi bist kannst Du ein TKeva164 von uns zum Selbstkostenpreis
haben.
Funktioniert nahtlos mit den Tasking tools und Du kannst damit alles
machen.

Gruss Tomas K.

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