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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Mikrocontroller für Verstärker(Quellenwahl)


Autor: Bernhard (Gast)
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Hallo Leute,

nachdem ich einige Tage mit dem Lesen diverser Threads beschäftigt 
war,wage ich es jetzt einmal hier zu posten.

Da der Aufbau des Verstärkers mittlerweile schon fast im Endstadium 
ist,möchte ich mir(hoffentlich mit etwas Hilfe von euch) langsam 
Gedanken über die Ansteurung der einzelnen Kanäle machen.
Der Verstärker hat mehrere Tasten mit denen ich die verschiedenen 
Quellen/Eingänge(CD,Tape,Tuner,Phono...etc) auswählen möchte.
Desweiteren habe ich zwei Schalter vorgesehen mit denen ich entweder die 
Lautsprechergruppe A oder die Lautsprechergruppe B aktivieren kann.
Obwohl es jetzt noch nicht geplant ist möchte ich mir die Möglichkeit 
einer Infrarot Anbindung offen lassen.

Zu Beginn möchte ich gerne die Frage des Mikrocontrollers klären.
Ich hab schon ein wenig im Forum gelesen und die Meinungen gehen sehr 
weit auseinander,was bei der beachtlichen Anzahl an verschiedenen µC 
nicht verwunderlich ist. Am liebsten würde ich ein 8051 Derivat 
einsetzen,da ich da schon ein ganz klein wenig Erfahrung habe.
In der Schule setzen wir den 80C552 ein - wobei mir der für ein kleines 
Hobbyprojekt nicht wirklich zusagt.
Es sollte ein einfach zu programmierender Mikrocontroller sein,den man 
relativ günstig bei den Elektronikversandhäusern bekommt.

Ich hoffe ihr habt einen Tipp für mich.

Sobald ich mich auf einen µC festgelegt habe,werde ich versuchen meinen 
Schaltungsentwurf(der sicher nicht funktionieren wird) auf Papier bzw 
dem Bildschirm zu bringen um euch um Rat zu fragen.

Danke

Einen guten Rutsch!

Grüße
Bernhard

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Bernhard wrote:

> In der Schule setzen wir den 80C552 ein - wobei mir der für ein kleines
> Hobbyprojekt nicht wirklich zusagt.

Kein Wunder, der hat ja keinen internen Flash.

> Es sollte ein einfach zu programmierender Mikrocontroller sein,den man
> relativ günstig bei den Elektronikversandhäusern bekommt.

Z.B. AT89C51RB2.
Der hat internen Flash und Bootloader, kann also ganz bequem über die 
COM programmiert werden:

Beitrag "8051 Entwicklungsboard"


Peter

Autor: spess53 (Gast)
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Hi

Du zäumst das Pferd von der falschen Seite auf. Erst musst du dir klar 
werden was du alles steuern willst, und mit welchen Mitteln. Danach kann 
man über einen geeigneten Controller entscheiden.

MfG Spess

Autor: Stephan (Gast)
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>Du zäumst das Pferd von der falschen Seite auf.
>Erst musst du dir klar werden was du alles steuern willst,
>und mit welchen Mitteln. Danach kann man über einen
>geeigneten Controller entscheiden.


Lesen ist wohl nicht Deine Stärke?
Das Wesentliche hat er genannt. Was fehlt, ist Controller-unabhängig und 
somit für die Auswahl irrelevant.

Peter hat ja schon ein für ihn geeignetes Modell genannt.

Autor: spess53 (Gast)
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Hi

@Stephan

Wenn du z.B. aus dem Posting die Anzahl der IO-Leitungen bestimmen 
kannst, die er braucht, dann bist du besser als Uri Geller (der konnte 
nur Löffel verbiegen).

MfG Spess

Autor: M. V. (-_-)
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Hmm, wieso sollte die Anzahl an IOs hier interessieren? Die vier von 
Peters Vorschlag sollten doch ausreichen!? Es gibt schlieszlich genug 
Möglichkeiten für Porterweiterungen.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Jemand -_- wrote:
> Hmm, wieso sollte die Anzahl an IOs hier interessieren? Die vier von
> Peters Vorschlag sollten doch ausreichen!? Es gibt schlieszlich genug
> Möglichkeiten für Porterweiterungen.

Also erstmal nen Mikrocontroller mit 4 IOs nehmen und dann nach belieben 
Port-Erweitern?

Warum nicht gleich ne Siemens SPS? Die ist doch so professionell und 
"Ausgangseinheiten" kann man da ja auch dranbasteln... ;)

Autor: spess53 (Gast)
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Hi

@ Jemand -_- (-_-)

Lass dich weiter mit einem 4-IO-Port-µC verscheissern.

MfG Spess

Autor: Arc Net (arc)
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Wenn's ein 8051er sein soll, würde ich mich bei Silicon Labs umsehen.
http://www.silabs.com/tgwWebApp/appmanager/tgw/tgw...
Schnell, genügend Flash, viel Peripherie, integrierter (brauchbarer) 
Oszillator (kein externer Quarz nötig), IDE und günstige Debugtools
http://www.silabs.com/tgwWebApp/public/web_content...
http://www.silabs.com/tgwWebApp/public/web_content...

Autor: Stephan (Gast)
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@spess53:

Nee, ist klar. Mitdenken ist offensichtlich auch nicht Deine Stärke.


>Wenn du z.B. aus dem Posting die Anzahl der IO-Leitungen
>bestimmen kannst, die er braucht, dann bist du besser als
>Uri Geller (der konnte nur Löffel verbiegen).


Kenne dieses Würstchen zwar nicht, aber ich bin in der Tat besser.
Wie wohl außer Dir auch jeder andere hier im Forum.


Nochmal zum Ausgangsposter:
>Der Verstärker hat mehrere Tasten mit denen ich die verschiedenen
>Quellen/Eingänge(CD,Tape,Tuner,Phono...etc) auswählen möchte.
>Desweiteren habe ich zwei Schalter vorgesehen mit denen ich
>entweder die Lautsprechergruppe A oder die Lautsprechergruppe B
>aktivieren kann.
>Obwohl es jetzt noch nicht geplant ist möchte ich mir die
>Möglichkeit einer Infrarot Anbindung offen lassen.


Also da wären:
1 Pin IR
2 Pins Schalter Lautsprecher
Dann rechnen wir mal großzügig 10 Quellen:
10 Pins für Taster, wenn man die dämlich nicht in einer Matrix 
verschaltet
10 Pins für die Signalwegsschalter, wenn jedes Signal getrennt 
geschaltet werden soll, was aber elektrisch blödsinnig ist.

Wie Du siehst, hat der von Peter genannte Controller mehr als genug 
Reserven, um die genannte Aufgabe zu erfüllen und noch nebenbei ein 
Telespiel samt Grafik-Display und Joypad zu integrieren...

Autor: Bernhard (Gast)
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Hi,

erstmal danke für alle Vorschläge!
Ich hab mich jetzt ein bisschen durch eure Vorschläge gewühlt und mir 
würde der AT89C51RB2 zusagen.
Jedoch finde ich zu diesem µC kein Schaltplansymbol bzw Footprint im 
Altium Designer.Ich werd jetzt noch ein bisschen suchen,vielleicht finde 
ich auf der Atmel Homepage die benötigte Library.
Sollte jemand einen Tipp haben wo ich die eventuell finden könnte,dann 
bitte melden.

Bezüglich den I/O Pins:

Die von Stephan aufgestellte Überlegung passt!

Bernhard

Autor: istauchegal (Gast)
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@Bernhard

Du wirst doch einen 40-poligen AT89Cxxxx in der Library finden ... ?

Autor: Bernhard (Gast)
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In der Atmel Library gibts nur AT90xxxxx.
Ich werd aber mal schauen ob ich einen 8051 finde,der sollte laut meiner 
Recherche pin-kommpatibel zum AT89C51RB2 sein.

Bernhard

Autor: Bernhard (Gast)
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Hi,

ich hab mich mal hingesetzt und versucht meine Idee umzusetzen.
Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung ob das so funktionieren kann,ich bin 
nicht gerade gut im Schaltung entwerfen.
Im Anhang findet ihr ein PDF File vom ersten Versuch. 
Spannungsversorgung,Schalter,COM Schnittstelle...etc hab ich mal 
weggelassen.

Was mir bei der Quellenwahl wichtig ist:

Ich möchte mit der µC Steuerung den Verstärker möglichst nicht 
"verschlimmbessern".

Eine kurze Erklärung zu meinem Schaltungsentwurf:

Den Reset Schalter sowie die Taktgenerierung habe ich aus der Schaltung 
von Peter Dannegger übernommen.
Je nachdem welches Relais schaltet wird einer der beiden Eingänge auf 
den Input des Verstärkers gelegt.
Die LEDs sind dazu da um zu signalisieren welcher Kanal ausgewählt 
wurde.


Kann das so funktionieren?

Bernhard

Autor: Bernhard (Gast)
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Hallo,

ich würde mich freuen,wenn sich noch jemand aufraffen könnte un mich auf 
die sicherlich vorhandenen Fehler hinzuweisen.

Bernhard

Autor: jack (Gast)
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Bis auf die verkehrt eingezeichneten LEDs gibts nichts auszusetzen.

Autor: HildeK (Gast)
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>die sicherlich vorhandenen Fehler hinzuweisen.

Die LEDs werden nicht leuchten und die Transistoren nicht einschalten.
Besser: LEDs in Basisleitung überbrücken. LEDs mit Vorwiderstand 
parallel zu den Relais anschließen.

Probiers beim Schaltplananhang mal mit PNG, GIF anstatt mit PDF.

Autor: die ??? (Gast)
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Zudem bemüht man bei sowas Öffnerrelais damit man negative Logik 
bekommt: Quelle gewählt, Relais stromlos - weniger Einkopplung aufs 
Signal.

Autor: Bernhard (Gast)
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@HildeK:

Meinst du das so?

http://img184.imageshack.us/img184/5448/quellenwahlgn5.gif

@die ???:

Das mit den Öffner Relais verstehe ich nicht so ganz.


p.s: Ich hab jetzt sowohl ein PDF File(ich finde das ist angenehmer zum 
Anschauen,da man auch Zoomen kann) als auch ein GIF-File hochgeladen.

Autor: die ??? (Gast)
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Ein Relais das 'leitet' wenn man es nicht ansteuert (Öffner). Du 
verwendest Relais die 'leiten' wenn man sie ansteuert (Schließer). Wenn 
man nun die Öffnertypen nutzt, dann hat man weniger Einkopplungen auf 
das zu hörende Kleinsignal.

Autor: Bernhard (Gast)
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Das Prinzip eines Öffners und eines Schließers ist mir bekannt nur tue 
ich mir noch ein bisschen schwer bei der Überlegung wie ich das dann 
programmiere/realisiere.

Das heißt wenn ich zum Beispiel den Eingang "Tuner" auswählen will,dann 
muss ich alle anderen Eingänge ansteuern,oder?
Wenn ich die Schaltung mit einem Öffner Relais realisiere,dann kann ich 
aber die Status-LEDs nicht so wie derzeit ansteuern,sehe ich das 
richtig?

Bernhard

Autor: die ??? (Gast)
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Korrekt!

Autor: Oliver (Gast)
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Ob allerdings die anderen x angesteuerten Relais der gerade nicht 
angewählten Eingänge das Eingangssignal nicht doch mehr stören, als ein 
einziges mit Schliesser, wäre zumindest nachzuprüfen.

Wenn schon, dann bistabile Relais, die nur zum Umschalten angesteuert 
werden, und sonst stromlos sind.

Oliver

Autor: Oliver (Gast)
Datum:

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Achso, als Mikrocontroller gibt es doch kaum etwas einfacher zu 
handhabendes als ein ATMega. Ohne LCD reicht ein Mega8 mit ein paar 
Portextendern völlig aus, soll noch ein LCD mir Menuführung dran, darfs 
auch gerne ein 16ner oder 32ger sein. Kosten alle weniger als 3 Euro...

Oliver

Autor: die ??? (Gast)
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Autor: Bernhard (Gast)
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Diese Befürchtung hatte ich auch,aber ich kenne mich leider auf diesem 
Gebiet zu wenig aus.
Da hier gerade die Relais das Thema sind:

Gibts eigentlich generell ein Modell welches für Audio Anwendungen gut 
geeignet ist?
Was haltet ihr von Reed Relais für diesen Einsatzzweck?

Bernhard

Autor: die ??? (Gast)
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Gerne genommen sind Modelle von Schrack und Omron. Übrigens benötigen 
Relais meist nur beim Schalten hohe Ströme, danach können sie etwas 
'gedimmt' werden. man spart Strom und koppelt widerum weniger ein. Das 
ist ein nettes Feature wozu es sich auch ansatzweise lohnt einen 
Controller zu bemühen - allerdings ohne PWM bitte, pulsen fetzt bei 
Audio nicht  ;-)  .

Autor: Oliver (Gast)
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Wichtig ist vor allem, daß da vergoldete Kontakte drin sind. Bei den 
kleinen Strömen gibt es mit Standardkontakten auf Dauer nur Ärger. 
Passendes gibts von z.B. OMRON oder NAIS.



>Kannst ja mal bei
>  http://www.marklevinson.com/
>  http://www.passlabs.com/products.htm
>  http://www.burmester.de/
>  ...
>etc. anfragen.

Zumindest Pass verwendet ja gerne ganze Relais-Gräber, wo dann die 
Anzahl angesteuerter und nicht angesteuerter Relais völlig egal ist, 
ebenso, ob NC oder NO, so viele sind es.
Aber selbst bei den genannten Herstellern ist der Übergang von 
grundsolider Technik zu high-end-VODOO fließend (und in deiner Liste von 
oben nach unten zunehmend :-)

Oliver

Autor: HildeK (Gast)
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Autor: die ??? (Gast)
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Oliver wrote:
> Zumindest Pass verwendet ja gerne ganze Relais-Gräber, wo dann die
> Anzahl angesteuerter und nicht angesteuerter Relais völlig egal ist,
> ebenso, ob NC oder NO, so viele sind es.

So? Bring mal ein Produktnamen/Beispiel.

Autor: Marko (Gast)
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Ich hab mal in ner Anwendung die Relais in der
folgenden Weise "gedimmt", funktionierte nicht schlecht,
sparte gut Strom (siehe Anhang)

Autor: Bernhard (Gast)
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Hi,

danke für die zahlreichen Antworten!

@Oliver: Bezüglich dem Mikrocontroller:
Danke,den µC werd ich im Hinterkopf behalten.
Derzeit schaut es ohnehin sehr schlecht bei der Beschaffung des AT89C51 
aus.
Ich finde in Österreich keinen einzigen Anbieter der mir diesen µC 
einzeln verkaufen würde. Ich habe gestern Ineltek
angeschrieben und um Samples angefragt,vielleicht bekomme ich ja von 
dort einen.
Sollte ich den dort nicht finden,dann muss ich mir einen anderen 
Mikrocontroller suchen den ich bei den
Elektronikversandhäusern in der Nähe problemlos bekomme(eventuell doch 
der ATMega 8?).

Bezüglich den Relais:

Ich hab mir beim Conrad (www.conrad.at) mal zwei Relais Typen 
rausgesucht,die mir gefallen würden:

Artikel-Nr.: 502852-62

Dieses Relais kommt vom Hersteller Takamisawa und soll angeblich für 
Audio Anwendungen sehr gut sein.

Artikel-Nr.: 503881-62

Und dann noch dieses Relais von Omron.

Was haltet ihr davon?

Bezüglich dem "dimmen" von Relais:

Wenn ich das richtig verstanden habe,dann dürfte es da ja zwei 
Möglichkeiten geben. Einmal die Möglichkeit
von die ??? (softwareseitig) und dann die Möglichkeit von 
Marko(hardwareseitig).
Gibts da eine Methode die man für meine Zwecke bevorzugen sollte oder 
kann ich mir aussuchen wie ich die Relais "dimme"?

Bernhard

Autor: Christian R. (Gast)
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@Marko

Dass diese Schaltung Deine Relais sauber gedimmt hat, war entweder 
Zufall, oder Du hast die Werte der Widerstände durch probieren 
ermittelt. Berechnen kannst Du dabei jedenfalls nichts, weil die 
Verstärkung des Transistors sehr stark streut. Insofern ist die 
Schaltung also nicht nachbausicher. Das Dimm-RC-Glied muss im Lastkreis 
sitzen.

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Ich würde zum Schalten des Audiosignals keine Relais nehmen, da sie 
beim Umschalten sehr unangenehme Schaltgeräusche erzeugen können, gerade 
bei hoch aufgedrehtem Verstärker. Lieber nehme ich Volume-ICs, wie den 
PGA2311. Diesen kann man per MicroWire(SPI) anteuern und man hat ein 
absolut clickfreies Schalten / Faden. Zudem kann man die Lautstärke in 
einem Bereich von -95 bis +32db in 256 Schritten steuern. Okay, die ICs 
sind teurer als Relais, aber sie haben ausgezeichnete Daten für 
Audio-Anwendungen. Alternativ kann man auch clickfreie 
Audio-Cross-Switches verwenden, gibt es z.B. bei Maxim / Dallas.

Autor: Bernhard (Gast)
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Also prinzipiell bin ich durchaus für Alternativen offen,jedoch habe ich 
bisher immer nur gelesen,dass gute Relais gegen alles andere den Vorzug 
haben.
Soweit ich weiß werden auch in aktuellen Verstärkern noch Relais zur 
Quellenwahl eingesetzt...
Ich bin wieder hin - und hergerissen...

Bernhard

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Ich will Dich nicht verunsichern, aber kontaktfreies Schalten ist bei 
Kleinsignalen von Vorteil. Die modernen Audioschalter (z.B. MAX4570) 
sind niederohmig, verzerrungsarm, clickfrei und klein. Sie lassen sich 
sehr vorteilhaft in das Layout einbringen, verbrauchen wenig Strom und 
sind über 3-wire Interface ansteuerbar. Die Realisierung einer stereo 4 
auf 1 Umschaltung ist mit wenigen Bauteilen zu erledigen. Beim PGA2311 
handelt es sich um einen sehr genialen Lautstärkeregler-Schaltkreis, der 
ebenfalls ein 3-wire Interface hat und phantastisch klingt. Die 
eingebauten Pufferstufen können direkt eine Endstufe mit 1kOhm 
Eingangsimpedanz speisen.

Autor: Michael A. (aim)
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Im Jahre 2004 gabs da mal ein Projekt in Elektor.


dabei wurde die Eingänge mittels Relais geschaltet.
Der Vorverstärker gegelte dabei mittels Software vor dem Schalten der 
Relais die Lautstärke auf null, und nach dem Schalten wieder auf die
ursprüngliche Lautstärke.

So weit ich mich erinnern kann wurde für die Lautstärkenregelung ein 
PGA2311 verwendet, der Controller war ein PIC18LF452-I/L.

Ist vileicht eine Möglichkeit, mit der man ohne Schaltgeräusche, aber 
trotzdem mit Relais schalten kann und nicht für jeden Eingangskanal 
einen eigenen IC braucht?


mfg

AiM

Autor: Michael A. (aim)
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Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Das ist eine Möglichkeit, allerdings ist die mit IC einfacher und 
komfortabler - ein Bauteil anstelle von 4 Relais + Ansteuerung. Da der 
MAX4570 über 2x2 Ausgänge verfügt kann man sogar noch einen stereo 
Recording- oder Monitorkanal einbauen, der etwas anderes oder die 
gleichen Kanäle durchschaltet, wie der Masterkanal.

Autor: Damian (Gast)
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Interessantes projekt, hast du schon einen schaltplan, denn du mal 
posten könntest???
p.s. würd eher einen grösseren uc nehmen (auch wenns jetzt noch nicht 
nötig ist)ist wohl ein projekt, dass man nach blieben ausbauen kann...

Autor: Bernhard (Gast)
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@Michael: Danke für die Informationen und für den Link.
Der Artikel klingt echt verlockend.Ich glaub ich meld ich mich bei 
Elektor an um an das PDF File zu kommen.

@Travel Rec.:
Momentan bin ich noch nicht so ganz überzeugt was den MAX4570 angeht.
Das liegt wahrscheinlich auch daran,dass es Relais schon ewig und drei 
Tage gibt und diese ICs noch relativ neu sind.
Aber ich möchte dem MAX4570 eine Chance geben und versuchen zwei Samples 
bei Maxim zu ordern um den dann gegen ein Relais antreten zu lassen.

Jetzt stellt sich mir nur die Frage für welche Gehäusebauform ich mich 
entscheiden soll(siehe Link).
http://www.maxim-ic.com/quick_view2.cfm/qv_pk/1934/t/al

Kannst du mir da eine empfehlen?
Es sollte halbwegs einfach zu löten sein.

Bernhard

Autor: Bernhard (Gast)
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@Damian:
An welchen Mikrocontroller hast du gedacht?
Ich bin kurz davor den T-89C51AC2-SLSIM bei Distrelec zu bestellen.
Der aktuellste Schaltplan(wobei man das nicht wirklich als Schaltplan 
bezeichnen kann sondern eher als Schaltskizze) ist im Post #21.
Im Moment geht es mir eher darum die Grundlagen(Relais vs IC,µC...etc) 
zu klären.

Bernhard

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Bernhard wrote:
> Hi,
>
> ich hab mich mal hingesetzt und versucht meine Idee umzusetzen.
> Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung ob das so funktionieren kann,ich bin
> nicht gerade gut im Schaltung entwerfen.
> Im Anhang findet ihr ein PDF File vom ersten Versuch.


Beim 8051 muß man beachten, daß nach dem Reset alle Pins auf High sind, 
d.h. alle Relais würden einschalten.
Daher würde ich als Treiberchip nen 74LS07 empfehlen, der kann je 6 
Relais treiben, max 30V/40mA.

Relais für NF müssen unbedingt Goldkontakte haben.

Um das Umschaltknacken zu vermeiden sollte während des Umschaltens ein 
Mutesignal erzeugt werden, was dann auf den Lautstärke-IC geht.


Peter

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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>Jetzt stellt sich mir nur die Frage für welche Gehäusebauform ich mich
>entscheiden soll

Nimm SOIC28. Im Anhang mal ein Originalmittschnitt von 2 
Umschaltvorgängen mit dem MAX4570. Kannst Dir in einem Wave-Editor mal 
die Umschaltstellen angucken, was das IC daraus macht. Es sind keine 
softwaretechnischen Tricks dabei.

Autor: Bernhard (Gast)
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@Peter Dannegger:

Danke,das werde ich berücksichtigen und eventuell in die Initialisierung 
einbauen.
Den 74LS07 werd ich mir nochmal genauer anschauen und versuchen die 
Funktionsweise dieses Treiberbausteins zu kapieren.

@Travel Rec.: Danke! Ich hab mal Samples bei Texas Instruments geordert 
und werde diese sobald sie kommen ausprobieren.

Im Moment werde ich mal meine Gedankengänge mit den Relais 
fortsetzen,sollte mir der von Travel Rec. vorgeschlagene IC 
gefallen,dann werd ich den statt den Relais einbauen.

Was mir noch ein bisschen Kopf zerbechen bereitet sind die 
Potentiometer.
Ich hab hier noch ein paar Alps Potentiometer von einem 
ausgeschlachteten Yamaha Verstärker hier liegen.
Wenn ich das richtig verstanden habe,dann kann ich diese Potentiometer 
in Verbindung mit einem ADC verwenden. Oder ist das in meinem Fall 
vielleicht nicht so klug?

p.s: Was ich mir noch überlegt habe:

Statt dem zweifachen Relais könnte man eigentlich ein einfaches Relais 
nehmen und nur den "heißen Draht" schalten.
Was meint ihr?

Bernhard

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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>Ich hab mal Samples bei Texas Instruments geordert
>und werde diese sobald sie kommen ausprobieren.

Maxim-ICs bei Texas geordert? Das ist mir neu!

>Was mir noch ein bisschen Kopf zerbechen bereitet sind die
>Potentiometer.

Was für Potis denn auf einmal?

>Wenn ich das richtig verstanden habe,dann kann ich diese Potentiometer
>in Verbindung mit einem ADC verwenden.

Ja sicher - was soll denn der Controller dann mit den digitalisierten 
Poti-Werten machen?

>Statt dem zweifachen Relais könnte man eigentlich ein einfaches Relais
>nehmen und nur den "heißen Draht" schalten.

Zweifach doch sicher wegen Stereo, oder? Sonst brauchst Du ja 2 Relais 
für eine Quelle. An sich schaltet man immer nur den NF-Draht, nicht die 
Masse ;-)

Autor: Bernhard (Gast)
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Oh,ich mein natürlich bei Maxim - war da gerade mit meinen Gedanken wo 
anders.

Beim Eingangssignal reicht mir ein einfaches Relais,für das Schalten der 
verschiedenen Lautsprechergruppen benötige ich dann ein zweifaches 
Relais.

Wie gesagt,ich hab hier einen alten Yamaha Verstärker bei dem die 
Frontplatte mit den Potentiometern und den zugehörigen Knöpfen noch 
relativ gut erhalten sind.
Jetzt hab ich mir in den Kopf gesetzt diese ganzen 
Regler(Bass,Treble,Loudness,Balance,Volume Control) auch gleich wieder 
zum Leben zu erwecken.
Der Volume Regler ist ja noch kein Problem,den kann ich einfach ins 
"Eingangssignal klemmen".
Bei den anderen Reglern hab ich mir gedacht ich mach das über den 
PGA2311.
Ich weiß zwar noch nicht genau wie man das dann mit dem PGA2311 
macht,aber machbar sollte es laut Internet Recherche sein.

Bernhard

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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>Der Volume Regler ist ja noch kein Problem,den kann ich einfach ins
>"Eingangssignal klemmen".

Das ist nicht ratsam, da Du Dir damit einen nichtlinearen 
Frequenzverlauf über die eingestellte Lautsärke einbaust, will heißen: 
bei leiser Einstellung bedämpfst Du das Signal stärker, als bei lauten 
Einstellungen. Die Potis kannst Du mittels ADC einlesen und dann digital 
die Werte an die PGA2311 geben, das solltest Du auch für "Volume" so 
machen.

Autor: Bernhard (Gast)
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Hi,

ich werde den Tipp beherzigen - Danke!

In nächster Zeit bin ich wieder mit Prüfungen eingedeckt,es wird also 
noch etwas dauern bis ich an der Schaltung weiterarbeiten kann.
Sobald ich wieder etwas Luft habe,geht es weiter!

Bernhard

Autor: Bernhard (Gast)
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Hi,

seit meinem letzten Beitrag ist ja einige Zeit vergangen. Obwohl ich 
eigentlich andere Sachen machen sollte,muss ich immer wieder dazwischen 
an der Quellenwahl Schaltung herumbasteln.
Das letzte Monat über war ich damit beschäftigt eine Entwicklungsboard 
für den AT89C51 herzustellen - bis auf ein paar Kleinigkeiten ist das 
auch schon fertig.
In der Zwischenzeit sind auch die bestellten Samples (MAX4570) von Maxim 
gekommen. Sind irgendwie doch ein Stückchen kleiner als ich mir das 
vorgestellt habe...
Ich bin noch am Überlegen wie ich das SMD Bauteil am besten auf eine 
Platine bekomme. Im Moment sehe ich da nur zwei Möglichkeiten ( entweder 
ich ätze mir eine kleine Platine,oder ich kaufe mir beim Conrad eine SMD 
Experimentierplatine).Habt ihr vielleicht noch eine Idee?

Da ich eigentlich noch nie so richtig SMD gelötet habe(außer einmal in 
der Schule) möchte ich statt dem MAX4570 noch eine Alternative,die etwas 
größer sein sollte,zum Testen.
Im Internet bin ich auf den MAX4668 von Maxim aufmerksam geworden. Was 
haltet ihr von diesem Analog Switch?

Bernhard

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