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Forum: HF, Funk und Felder Partielle Induktivität - Berechnungsproblem


Autor: The Scientist (Gast)
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Hi,
ich führe mir grade ein Buch über EMV zu Gemüte und habe grade einen 
Abschnitt über Partielle Induktivität von Schaltdrähten gelesen. Im Buch 
wird das so erklärt, dass man die Induktivität einer einzelnen 
Leiterschleife berechnet und dann durch die Länge teilt. Da soll dann 
etwa 1nH/mm rauskommen.
Wenn ich das aber mache, krieg ich da bei 1m^2 Schleifenfläche eine 
Induktivität von 200pH/mm raus. Die innere habe ich mit ner Formel aus 
nem Grundlagenbuch auf 50pH/mm gerechnet. Also 250pH/mm.
Warum passt das nichtmal Näherungsweise? Wie sieht das mit der Fläche 
aus? Ich habe einfach angenommen man könnte diese beliebig wählen, weil 
da stand eine "beliebige homogene Leiterschleife".

mfg The Scientist

Autor: 1234 (Gast)
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>Wenn ich das aber mache, krieg ich da bei 1m^2 Schleifenfläche eine
>Induktivität von 200pH/mm raus.

Was haste gemacht ?

Autor: Wolfgang Horn (Gast)
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Hi, "The Scientist",

bei manchen Faustformeln staune ich, daß sie funktionieren.

Meinem analytischen Denken aber sträuben sich die Haare über nH/Länge.

Sondern: Sicher können wir ein Drahtstück der Länge L0 zwischen die Pole 
einer RLC-Brücke hängen, dann ein Drahtstück der Länge L0 + L1, messen 
erneut und eine höhere Induktivität.
Aber - wenn wir wieder auf L0 reduzieren, dafür aber die Strecke vom 
Meßgerät zu den Polklemmen verlängern, messen wir auch eine höhere 
Induktivität.
Was messen wir also?

Was immer wir messen, es wächst proportional zur Fläche, die der Strom 
umfließt.
Deshalb funktioniert ja auch das Verdrillen der symmetrischen 
HF-Leitung.

Du, "The Scientist", machs doch wissenschaftlich :-) - und prüfe die 
Einheiten in Deiner Rechnung.

Ciao
Wolfgang Horn

Autor: locker (Gast)
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Im Kontext von Hochspannungsleitungen kenne ich den Begriff der 
Betriebsinduktivität, d.h. die (Selbst-)Induktivität der Leitungen pro 
Länge. Bei der Berechnung geht die Geometrie der einzelnen Leiter als 
auch deren gegenseitiger Abstand mit ein. Die Fläche der Leiterschleife 
ist daher sehr wohl relevant.

Autor: Wolfgang Horn (Gast)
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Hi, locker,

Du: "Im Kontext von Hochspannungsleitungen kenne ich den Begriff der
Betriebsinduktivität"

Plausibel für Hochspannung auf 50 Hz, Drehstrom und alle drei Leiter 
parallel geführt. Und regelmäßig wird die Reihenfolge vertauscht nach 
demselben Prinzip, nach dem die Verdrillung funktioniert.


Ciao
Wolfgang Horn

Autor: 5_0_Hz_S (Gast)
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Hallo,

wie soll das denn gehen, "homogene Leiterschleife" ?

Habe ich eine bifilare Leiterschleife, also zwei parrallele, am Ende 
verbundene Drähte, bleibt doch offensichtlich fast
nur die innere Induktivität dieser Drähte "hin" und "rück" übrig, die 
äussere ist rel. klein.
Beule ich diese Schleife nun auf max. Fläche auf, erhalte ich 
offensichtlich bei dann kreisförmigem Gebilde die grösste Durchflutung 
bzw. äussere Induktivität, einen viel grösseren Wert ?!

MfG.

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