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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Publizieren-Was bringst


Autor: Fpga Kuechle (fpgakuechle) Benutzerseite
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Hat irgdendein berufstätiger Entwickler Erfahrung mit Publikationen 
(Artikel in Fachzeitschriften, Konferenzbeiträge, Bücher)? Also was 
bringts? Bessere Argumente beim gehalt, bewerbung, Projektaquisse, 
Karrierechancen, hilfreiche Kontakte.
Oder nur das gute Gefühl neben dem Job Gutes getan zu haben?

Autor: 1234 (Gast)
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In der akademischen Welt ist man ohne Publikationen niemand. Dort ist 
die Anzahl Publikationen auch gleich lohnwirksam. Dann wird man auch an 
Kongresse eingeladen und darf seine Story bringen. In diesem Fall 
bezahlt die Schule auch die Reise und den Aufenthalt. Als normaler 
Kongressteilnehmer bezahlt vielleicht die firma, oder man bezahlt's 
selbst.
Als Selbstaendiger, resp freier Consultant kann man sich durch 
Publikationen einen Namen machen, kann so Kunden gewinnen, da man sich 
quasi als Experte auf diesem Gebiet ausweist.

Autor: guo (Gast)
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das ist aber ein langer weg. da braeuchte mal schon sehr viele pubs. oft 
ist es so, daß man das, was man an wirklich interesantem entwickelt hat, 
an den auftraggeber abgibt. Der meldet es dann an. vorher darf man 
nichts publizieren und hinterher ist es unnötig, da man ja darauf 
beziehen kann. ich stehe auf diese weise in 6 patenten als mitentwickler 
drin. bringt ein bischen was, wenn man drauf deuten kann. viel wichtiger 
ist es aber, daß man mit fachwissen glänzen kann, das de kunde braucht 
und das ist zu 90% "normales" Wissen.

Man sollte das so wohlwollend mitnehmen, aber ich würde keine zeit 
investieren.

Autor: Schreiberling (Gast)
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Ich habe selbst schon Artikel für markt&technik und  Design&Elektronik 
für unser Unternehmen verfasst. Das ist erstmal Werbung für die Firma 
für die man arbeitet. Mehr Gehalt habe ich dadurch nicht bekommen, war 
ja schließlich nur ein weiteres "Projekt" neben dem Tagesgeschäft.

Jedoch habe ich danach einige Anfragen von nervigen Head-Huntern 
eingehandelt, die mir gaaaanz tolle Jobs anbieten wollten. Am besten 
fand ich den, der mir (SW-Entwickler) eine Stelle als Chemie-Ingenieur 
anbieten wollte.

Für mich als "normalen" Projektingenieur haben diese Publikationen also 
erstmal nicht gebracht. Das mag aber als "Wissenschaftler" an einer Uni 
ganz anders Aussehen. Da wird wohl mehr Wert auf sowas gelegt.

Autor: STS (Gast)
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> Das mag aber als "Wissenschaftler" an einer Uni ganz anders Aussehen.

Ich weiß nicht, wie es heute ist, aber früher hatte man ab Dr. aufwärts 
eine Publikationspflicht. Als normaler Dipl.-Ing. ist es eher die Kür.

Autor: Fpga Kuechle (fpgakuechle) Benutzerseite
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Hm, spricht gegen Artikel schreiben, bringt halt nix ausser ein Plink 
auf den Headhunter-Radar.

Und das "namen machen" durch publikation scheint mir doch nur 
Wunschdenken.
Ich kenne keinen Teamleiter oder Personaler der Fachperiodika liest bzw 
die zeit dafür hat. Soll man denen bei der Vorstellung seine 
Artikelsammlung in die Hand drucken ?!

Und gerät man nicht in die negativ besetzte Rubrik 
"MöchteGern-Akademiker" mit einer Publikationsliste

Autor: STS (Gast)
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Stellt sich die Frage: Wer ist per Definition ein Akademiker?

Der Inhaber eines akad. Grades. Das hat nichts mit Publikation zu tun

Autor: Schreiberling (Gast)
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@STS

laut http://de.wikipedia.org/wiki/Akademiker ganz allgemein:

Personen mit abgeschlossener Hochschulausbildung.

Autor: Thomas (Gast)
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Publikationen und Patente sind gut für den 'Track Record', sprich den 
Lebenslauf, da sie ein eindeutiger Beleg für erbrachte Leistungen sind. 
"Ich habe Projekt xy bearbeitet" kann schließlich jeder reinschreiben, 
belegbar ist das nicht.

Autor: fpgaküchle (Gast)
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Akademiker ist hier in der abwertenden umgangssprache gemeint:
 Vollblut akademiker: tolle theorie, schlechter Praktiker, schreibt 
tifgründig (scheinende?) Artikel und kennt Laborarbeit aus Büchern und 
messgerätekatalogen.

Also wenn man die wahl bei der projektvergabe hat zwischen 
Projektingenieur
und "Publizist", da verzichtet man wohl auf den mit der (langen) 
publikationsliste.

Oder ist heutzutage solch ein Vorurteil ausgestorben?

Autor: STS (Gast)
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Bei mir gelten nur die Fakten: Akademiker ist ein Inhaber eines akad. 
Grades, also eine Person mit abgeschlossener Hochschulausbildung 
(Uni/FH). Für welchen abwertenden Zweck das Wort noch mißbraucht wird, 
liegt doch im Bereich der Phantasie.
Ein Möchtegernakademiker ist bei mir jemand, der eben keinen akad. Grad 
besitzt, aber den Anschein erwecken will. Ob er publiziert oder nicht 
ist egal.

Autor: Klaus (Gast)
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Also ich bin kein Akademiker und habe doch schon einiges publiziert. 
Dabei sind Artikel aus dem Bereich der Elektronik in Fachzeitschriften 
und Hobbyzeitschriften. Ebenso habe ich ein Buch und zwei Heft über 
Lokalgeschichte geschrieben die mit Erfolg vertrieben wurden. Reich wird 
man davon nicht. Der Aufwand für ein Buch ist um ein vielfaches höher 
als für Artikel und letztendlich die finanzielle Ausbeute bei einem 
Artikel höher. (Bei einem Roman mag das anders sein, aber das ist nicht 
mein Gebiet). Das schreiben macht einfach Spaß und ich freue mich wenn 
etwas von mir veröffentlicht wird. Hausieren gehe ich damit nicht. Ich 
erzählt das niemandem, dass ich etwas geschrieben habe (außer dem 
Finanzamt). Bei einem Vorstellungsgespräch habe ich das zwar schon mal 
erwähnt und da hat es interessanterweise auch etwas Eindruck gemacht. 
Was Patente anbelangt, so sind Patente die im Rahmen von 
Arbeitnehmererfindungen getätigt werden wohl kaum etwas besondere. Da 
dürfte zwangsläufig jeder Ingenieur nach einigen Jahren Berufserfahrung 
einige aufweisen.

Wenn es Dir Spaß macht etwas zu schreiben, mach es. Wenn du dir davon 
irgend welche Vorteile, Anerkennung oder was weiß ich was versprichst, 
lass es.

Gruß

Klaus

Autor: 5678 (Gast)
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Publik machen = auf sich die Aufmerksamkeit lenken = Kunden gewinnen :)

Wenn du nicht selbstständig bist oder dafür kein Geld bekommt dann lass 
es am besten.

PS: 1234, ich verzichte gerne auf eine dumme Bemerkung von dir :)

Autor: Fpga Kuechle (fpgakuechle) Benutzerseite
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OK; danke für die klare Ansagen.

Autor: Master Zulu (Gast)
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Publikationen nicht ein i-Punkt, mehr nicht. Was bringt einer neuern 
Firma schon ein Entwickler, der etwas anderes spezielles gemacht hat? 
Nutzbar ist nur das Allgmeine.

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