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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik 300 LEDs jeweils 100 Rot Grün Blau


Autor: Sven J. (retlaps)
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Hallo,

Tut mir leid dass ich mal wieder ein LED Thread aufmache, aber es geht 
hier um eine mehr oder weniger spezielle Hardware, habt ihr 
warscheinlich noch nie was davon gehört.
Ich bin Student an der Hochschule Heilbronn, dort benutzen wir ein 
"MiniMexle" genanntes Board mit einem ATMega88 als Herzstück.
Sieht so aus: 
http://mexlewiki.hs-heilbronn.de/UserFiles/Image/m...
und hier ein Schlatplan:
http://img185.imageshack.us/img185/3285/mexleschal...
Ich will jetzt damit 300 LEDs aufgeteilt auf jeweils 100 rote, 100 grüne 
und 100 blaue an der Zimmerdecke in einer Reihe anbringen und damit alle 
möglichen Farben mischen können. Das heißt ich will die 100 
gleichfarbigen LEDs alle gleichzeitig dimmen können. Am ende sollen dann 
auf dem Display entweder alle Farben geregelt werden können oder 
vordefinierte Farbübergänge ablaufen, dafür brauch ich jetzt aber noch 
keine Hilfe, nur für das Anschließen der LEDs. Als Netzteil hab ich hier 
noch ein altes ATX PC netzteil rumliegen, das sollte genug Strom 
liefern.
So jetzt die Frage, geht das überhaupt, und wenn ja, wie?:)

Gruß Sven

Autor: Jörg B. (manos)
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Ich denke, mit einem Controller könnte das schwierig werden.. Bei 300 
LEDs benötigst Du auf jeden Fall Schiebe-Register und/oder Multiplex, 
für Helligkeit PWM. Rein technisch sollte das kein Problem sein, aber ob 
man dann noch auf eine Auflösung und/oder Wiederholfrequenz kommt die 
interessant ist müsste man mal ausrechnen... denke aber nicht.

Autor: Tobi (Gast)
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Hi
Ihr macht das alle mit Controllern?
Ich würde das mit Mosfets machen und als Speicher Kondensatoren nehmen. 
Die Mosfets must du ja nicht mit Tastern Ansteuern, da kannst du ja den 
Controller nehmen!
Tobi

Autor: TOM (Gast)
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Entgegen der Annahme von Jörg willst du alle gleichfarbigen gleichzeitig 
dimmern und nicht einzeln? D.h. du brauchst nur 3 Kanäle, die unabhängig 
eingestellt werden können?

- 3x Software-PWM
- 3x Treiber (FET)
- je 3x 33x Gruppen mit 3 LEDs in Reihe + Widerstand

fertig

Allerdings weiß ich nicht, ob die PWM-Frequ. ausreicht für eine völlige 
Flimmerfreiheit, aber bei 20 MHz Takt sollte das locker gehen.

Autor: Kai G. (runtimeterror)
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Bin mir gerade nicht sicher, ob nicht alle rote/grüne/blaue die selbe 
Helligkeit haben sollen... dann wär das kein Problem mit dem Controller.

Oser willst du alle LEDs separat dimmen können? Dann müsstest du auf 
eine Matrixverkabelung ausweichen und dann müsstest du Abstriche bei der 
Helligkeit/Wiederholrate/Farbauflösung machen - oder andere 
Controller/CPLDs/FPGAs/Treiber wählen.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Sven Junesch (retlaps)

>Ich will jetzt damit 300 LEDs aufgeteilt auf jeweils 100 rote, 100 grüne
>und 100 blaue an der Zimmerdecke in einer Reihe anbringen und damit alle
>möglichen Farben mischen können. Das heißt ich will die 100

Du fängst ja klein an.

>gleichfarbigen LEDs alle gleichzeitig dimmen können. Am ende sollen dann
>auf dem Display entweder alle Farben geregelt werden können oder
>vordefinierte Farbübergänge ablaufen,

Also müssen alle 300 LEDs unabhängig voneinander gedimmt werden können. 
Naja.

> dafür brauch ich jetzt aber noch
>keine Hilfe, nur für das Anschließen der LEDs. Als Netzteil hab ich hier
>noch ein altes ATX PC netzteil rumliegen, das sollte genug Strom
>liefern.

Und wenn du Pech hast viel zuviel. Machst du dort aus Versehen einen 
Kurzschluss, ballern da 20..40A durch. :-0

>So jetzt die Frage, geht das überhaupt, und wenn ja, wie?:)

Ich dachte du braucht "nur" Hilfe beim Anschluss des Netzteils?

LED-Matrix

Ja, die dort gezeigt ist NICHT dimmbar. Das ist schon zwei Semester 
höher.

MFG
Falk

P.S. Ich baue gerade eine 9x9 LED Matrix für RGB LEDs, gesteuert durch 
DMX512. Mit einem FPGA. Comming soon!

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Tobi (Gast)

>Ihr macht das alle mit Controllern?
>Ich würde das mit Mosfets machen und als Speicher Kondensatoren nehmen.
>Die Mosfets must du ja nicht mit Tastern Ansteuern, da kannst du ja den
>Controller nehmen!

Du bist mir ja ein ganz Schlauer!

MfG
Falk

Autor: Kai G. (runtimeterror)
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>Allerdings weiß ich nicht, ob die PWM-Frequ. ausreicht für eine völlige
>Flimmerfreiheit, aber bei 20 MHz Takt sollte das locker gehen.

100 Hz * 256 Stufen = 25600 Hz Updaterate - der Controller langweilt 
sich dabei zu Tode ;)

Autor: Stefan (Gast)
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Hehe, heute gab es doch schon mal so ein thread...

Nimm doch einfach mal paar ATmega48, schliesse sie über ein geeignetes 
Bus zusammen (I2C mit 400 Kbps sollte so grob auch reichen), fertig.

Pro mega48 kannst du dann ziemlich viele LEDs treiben, besonders wenn 
diese Low-Current Typen sind. Die I2C-Adresse lässt sich frei 
programmieren, d.h. man kann an einem Bus so an die 100 mega48 hängen.

Mit 20 LEDs pro uC wären das 2000 LEDs insgesamt. Kosten für ein mega48 
bei Angelkika: 1,45 EUR.

Gruss

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Stefan (Gast)

>Nimm doch einfach mal paar ATmega48, schliesse sie über ein geeignetes
>Bus zusammen (I2C mit 400 Kbps sollte so grob auch reichen), fertig.

>Pro mega48 kannst du dann ziemlich viele LEDs treiben, besonders wenn
>diese Low-Current Typen sind. Die I2C-Adresse lässt sich frei
>programmieren, d.h. man kann an einem Bus so an die 100 mega48 hängen.

Jaja, 100 ICs am I2C Bus und 400kbit/s. Dream on.

MFG
Falk

Autor: Sven J. (retlaps)
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also hi nochmal, ich glaueb manche haben meine frage nicht ganz 
verstanden, ich würde gerne wissen obs mit dem Board dass ich schon habe 
geht ohne groß andere teile kaufen zu müssen.

Gruß

Autor: TOM (Gast)
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100 Hz werden bei Weitem nicht reichen. Du darft nicht nur die zeitliche 
Auflösung des Auges betrachten. Auto-LED-Rückleuchten mit 
Schlußlicht/Bremmslicht-Funktion werden auch mit > 5kHz gePWMt und man 
sieht eindeutliches flimmern. Also > 20kHz sollten es auf jeden Fall 
sein.

Autor: TOM (Gast)
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Das Board wird den Strom für 300 LEDs nicht ohne weiteres treiben 
können.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Sven Junesch (retlaps)

>verstanden, ich würde gerne wissen obs mit dem Board dass ich schon habe
>geht ohne groß andere teile kaufen zu müssen.

Kommt drauf an. Wenn du alle 100 LEDs (Rot Grün Blau) mit der gleichen 
Helligkeit betreiben willst dann ja. Wenn aber jede der 300 LEDs einzeln 
eine eigene Helligkeit haben soll, dann nein.

MfG
Falk

Autor: Kai G. (runtimeterror)
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>Also > 20kHz sollten es auf jeden Fall sein.

stimmt auffällig... wenn er mit gerade mal 180 km/h an der Matrix 
vorbeiläuft und die LEDs einen Durchmesser von 5 mm haben, kann er 
Lücken zwischen den LEDs erkennen...

Bei der Rechnung ging es nur um die Größenordnung! Für eine halbwegs 
ruhende Anwendung sind 1 kHz das absolute Maximum der Sinnhaftigkeit.

Autor: Sven J. (retlaps)
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also ich muss nur die gleichfarbeigen gleichzeitig dimmen können, nicht 
alle einzeln.

Gruß

Autor: Matze (Gast)
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Na dann schalte soviele LEDs wie möglich + einen Widerstand in Reihe. 
Denke drann dass du LEDs nicht Parallel schalten kannst weil sie einen 
negativen Temperaturkoeffizienten und ein epontentielle 
Strom-Spannungkennlinie haben.
also 5 Leds+Widerstand in Reihe. Das ganze 20mal pro Farbe. Und 
geschaltet wird es von einem Fet.

Autor: TOM (Gast)
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@ Kai:
Du kommst mit völlig unrealistischen Vergleichen.

Ich gehe davon aus das in einem Raum ein LED vor sich hin flackert. Der 
schweifende Blick eines Beobachter gleitet darüber. Ich nehme folgendes 
an:

vertikale Anzahl der Rezeptoren im Auge: 4000 Pixel (ist weit 
untertrieben)
durchschnittliche Zeit für einen "Blickschwenk": 100ms

Damit wird das LED mit einer 40.000 Pixel/s abgetastet, d.h. ich 
vernehme jedes LED, was langsamer als 20 kHz flackert als Streifenmuster 
und dies ist auf Dauer sehr unangenehm. Gerade wenn du 300 LED im Raum 
verteilt hast.

Ich habe das interessehalber mal ausprobiert. Bis 15 kHz kann man ein 
getaktetes LED ohne Probleme von einem CW LED unterscheiden.

Autor: Sven J. (retlaps)
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Matze wrote:
> Na dann schalte soviele LEDs wie möglich + einen Widerstand in Reihe.
> Denke drann dass du LEDs nicht Parallel schalten kannst weil sie einen
> negativen Temperaturkoeffizienten und ein epontentielle
> Strom-Spannungkennlinie haben.
> also 5 Leds+Widerstand in Reihe. Das ganze 20mal pro Farbe. Und
> geschaltet wird es von einem Fet.

OK, doofe frage: Was bedeutet Fet.?
und hällt das der ATMega88 aus wenn ich dann so viel strom durchlaufen 
lass dass die LEDs alle leuchten oder muss ich das anders regeln?

Gruß

Autor: Alex Bürgel (Firma: Ucore Fotografie www.ucore.de) (alex22) Benutzerseite
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Der Strom läuft dann ja gerade durch den FET (=FeldEffektTransistor) und 
der Atmega übernimmt nur die Ansteuerung des FETs.

Ein FET ist hier deshalb ratsam, weil er deutlich weniger 
Verlustleistung produziert als ein bipolarer in dieser 
Stromgrößenordnung.

Schöne Grüße,
Alex

Autor: asdf (Gast)
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Du hast doch gesagt du bist Student an der Hochschule in 
Heilbronn...???!!!

Autor: Sven J. (retlaps)
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ja, aber die abkürzung Fet hab ich so noch nie gehört, mosfet hingegen 
schon, hätt ich mir aber auch denken können.
brauche ich dann 3 Fets, also einen pro 100 LEDs mit gleicher Farbe oder 
reicht einer?

Gruß

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Sven Junesch (retlaps)

>brauche ich dann 3 Fets, also einen pro 100 LEDs mit gleicher Farbe

Ja.

> oder reicht einer?

Nein.

MfG
Falk

Autor: Sebastian (Gast)
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Einer pro LED-Gruppe reicht normalerweise. Hängt natürlich vom Typ ab.

Autor: Kai G. (runtimeterror)
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>Du kommst mit völlig unrealistischen Vergleichen.

Hatte nur dein Beispiel mit dem Auto aufgegriffen ;)

Deine Rechnung ist aber arg Merkwürdig...

>vertikale Anzahl der Rezeptoren im Auge: 4000 Pixel (ist weit
>untertrieben)

Die Zahl passt von der Größenordnung - im äußeren Bereich können eh 
keine zusammenhängenden Bilder mehr erkannt werden, nur noch Bewegungen. 
Das heißt es wird eher ein bewegter Punkt wahrgenommen als eine 
unterbrochene Linie. Anders formuliert: Im äußeren Bereich ist die 
zeitliche Auflösung besser, im inneren die örtliche.

"40.000 Pixel/s" Nennen wir es Netzhautgeschwindigkeit. Diese 
Geschwindigkeit wird nur erreicht, wenn du dein Auge innerhalb von 100 
ms über den gesamten vertikalen Blickwinkel (rund 90° bei Männern, 110° 
bei Frauen) bewegst. Lücken entstehen dabei aber nur dann, wenn die LED 
auf exakt einen Rezeptorpixel abgebildet wird, was natürlich Unsinn ist. 
Um zu ermitteln, wie viele Pixel das Abbild der LED auf der Netzhaut 
einnimmt, muss man den Durchmesser der LED und den Abstand davon kennen 
- die tauchen aber in deiner Rechnung nicht auf. Hinzu kommt noch die 
Eigenheit, dass nahe beieinander liegende Punkte unterhalb eines 
bestimmten Betrachtungswinkels als ein einziger interpretiert werden 
(Wert habe ich gerade nicht parat). Was ebenfalls nicht außer Acht 
gelassen werden sollte:
Bei einer bewegten Lichtquelle reduziert sich logischer Weise die 
Beleuchtungsdichte. Stellen wir uns also zwei Meter entfernt vor eine 5 
mm LED und bewegen das Auge über die LED (+45° bis -45°), so verteilt 
sich die Helligkeit von etwa 20 mm² auf PI m * 1000 mm/m * SQRT(20 mm²) 
= 14050 mm². Sie beträgt also nur noch ein 700-stel (das sind etwa 0,42 
% gefühlte Helligkeit). Der Kontrast zwischen an und aus wird also 
auch geringer, was den Störeffekt deutlich vermindern sollte.

Und mit Sicherheit hat das Gehirn bei der Interpretation immer noch was 
mitzureden - da hören bei mir die Möglichkeiten zur Berechnung auf.

Lange Rede kurzer Sinn: Wenn du Spaß hast kannst du das gerne mit den 
Daten nochmal durchrechnen - mir ist das zu viel Aufwand für nichts.

>Ich habe das interessehalber mal ausprobiert. Bis 15 kHz kann man ein
>getaktetes LED ohne Probleme von einem CW LED unterscheiden.

Mag sein - muss ich so akzeptieren - auch wenn ich's mir schwer 
vorstellen kann. Die Frage ist ja auch immer, wie sehr es stört. Ich 
habe halt andere Erfahrungen gemacht. Bei etwa 400 Hz hat sich das 
Erhöhen nicht mehr gelohnt - vielleicht war ich auch dichter dran oder 
die LED war größer oder der Duty-Cycle war anders. Wenn ich bei 15 kHz 
noch flimmern wahrnehmen würde, würde ich vor meinem 80 Hz Röhrenmonitor 
bei jeder Kopfbewegung rückwärts vom Stuhl fallen ;)

In diesem Sinne

schönes Wochenende

Autor: Mike J. (Gast)
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@ Kai Giebeler
Ich will ja nicht klugscheißen, aber kann er sich nicht einfach 3 Step 
Down Spannungswandler bauen?
Wenn das Netzteil eine ordentlich stabile Spannung liefert fällt die 
Reglung recht einfach aus.

@ Sven J.
Dein hat 6 PWM Kanäle und 8 ADC's, da nimmst du dir einfach 3 Dioden, 3 
Spulen, 3 P-Kanal Mosfets und 3 Treiber für die Mosfets.

Du lötest dir jetzt 3 Step Down Spannungswandler, Treiber ran (1 NPN und 
1 PNP Transistor + Widerstände).

Jetzt misst die Spannung am Ausgangskondensator und regelst das 
entsprechend auf die perfekte Spannung für die jeweiligen LEDS.

Was ich sagen wollte:
Wenn du deiner Schaltung 3 Spulen und 3 Dioden mehr spendierst hast du 
schönen, sauberen geglätteten Strom.

PWM musst du ja eh machen und die Mosfets brauchst du ja auch.

Ich weiß es nicht genau, aber ich denke dass es schlecht ist eine LED 
mit 5V (aus deinem PC-Netzteil) zu betreiben.

Der Strom durch die LED ist bei reiner PWM recht hoch, so dass du deine 
LED bei "voller Leuchtstärke = gibt gleiche Anzahl von Lichtquanten ab" 
zum Teil abgeschaltet hast und zum anderen Teil mit zu viel Strom 
betreiben müsstest.

Praktisch wirken gepulste LEDs glaube ich etwas heller.

lg

Autor: Philipp Burch (philipp_burch)
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Mike J. wrote:
> Der Strom durch die LED ist bei reiner PWM recht hoch, so dass du deine
> LED bei "voller Leuchtstärke = gibt gleiche Anzahl von Lichtquanten ab"
> zum Teil abgeschaltet hast und zum anderen Teil mit zu viel Strom
> betreiben müsstest.

Ich glaube, du verwechselst hier was mit Multiplexing. Er will ja nur 
die Helligkeit einstellen, bei 100% Helligkeit ist die LED dann eben 
dauerhaft an.

Autor: yalu (Gast)
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Ich würde die drei LED-Blöcke nicht per PWM schalten, sondern analog
ansteuern. Dann hat auch die Diskussion, ob man als PWM-Frequenz nun
50 Hz oder 1 GHz braucht, endlich ein Ende.

Die PWM-Ausgänge kann man trotzdem nutzen, nämlich als D/A-Umsetzer
(der Mega88 hat ja genug davon). Die LEDs leuchten aber mit
gleichmäßiger Helligkeit.

Spricht irgendetwas dagegen? Außer, dass man drei zusätzliche Rs und
Cs braucht?

Der Vorschlag von Mike J. ist vom Ansatz her sehr gut, allerdings
würde ich, wenn man schon mit Spulen herumhantiert, gleich einen
geschalteten Stromregler bauen. Damit hat man dann optimalen
Wirkungsgrad und Flimmerfreiheit in einem. Der einzige Nachteil von
Softwareschaltreglern besteht darin, dass bei Fehlern die LEDs
abbrennen. Man kann natürlich (auf Kosten des Wirkungsgrads)
Strombegrenzungswiderstände vorsehen.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ yalu (Gast)

>Softwareschaltreglern besteht darin, dass bei Fehlern die LEDs
>abbrennen. Man kann natürlich (auf Kosten des Wirkungsgrads)

Nana, bei richtiger Sicherheitsschaltung brennt da nix ab.

Mfg
Falk

Autor: Hagen (Gast)
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Im allgmeinen sollte man laut LED Hersteller die Ansteuerung per PWM mit 
Stromtreibern bevorzugen. Denn so fließt während der Leuchtphasen der 
LEDs immer der gleiche Strom. Macht man das analog so ändert man den 
Strom um die Helligkeit zu regulieren. Auf den ersten Blick nicht so 
dramatisch, aber auf den zweiten Blick wird man feststellen das das 
Lichtspektrum der LEDs stark vom Strom abhängig ist. Mit analoger 
Ansteuerung ändert man mit dem Strom also nicht nur die Helligkeit 
sondern auch das Farbspektrum der LED. Das kann mit PWM nicht passieren.

Gruß Hagen

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Hagen (Gast)

>Lichtspektrum der LEDs stark vom Strom abhängig ist. Mit analoger

Naja, was ist "stark"? Um wieviel nm verschiebt sich denn das Spektrum? 
Ich tippe mal auf kleiner 10nm. Für die Anwendung kein Thema.

MfG
Falk

Autor: Mike J. (Gast)
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@ yalu
Sicherheit geht vor ...
Man kann doch einen Schmitt-Trigger nutzen und bei erreichen einer 
gewissen Spannung (am Ausgang (Vout + Ripple) ) das Gate anzusteuern, 
dann hast du deine analoge, immer funktionierende Sicherheit mit drin.

Er kann aber auch einen Spannungsfolger bauen und damit einen 
Festspannungsregler aufbauen. Dann fällt die Spule und die Frequenz weg, 
er braucht aber ein R2R Netzwerk.

@ Philipp Burch
Ich bin einfach davon ausgegangen dass er alle LEDs einer Farbe parallel 
schaltet und einen recht hohen Strom zu treiben hat, da würde der 
Widerstand ne kleine Heizung darstellen.

So ein Netzteil liefert ja nur 3.3V oder 5V. Meine LEDs steuere ich 
immer direkt mit einer Spannungsquelle an, ohne großem Vorwiderstand. 
(recht klein bemessen, nur zur Sicherheit trotzdem vorhanden)

lg

Autor: Mike J. (Gast)
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@ Hagen
Stimmt!

Da brauch man aber keine Strom, sondern eine Spannungsquelle.
Die Spannungsquelle regelt man so dass ein bestimmter Strom fließt (wenn 
die LED dauer "an" ist) und bei gleich bleibender Spannung schaltet man 
dann die PWM auf die LED. (mit der festen Spannung)

Ich lese hier aber auch immer wieder dass eben die 5V geschaltet werden 
und die LED so gedimmt wird.

Wenn man einen Vorwiderstand dran hat ist das ja okay, wenn man aber 
einen guten Wirkungsgrad (so wie ich) haben möchte will man die Spannung 
schon auf das Optimum für die LEDs regeln und man kann den Widerstand 
weg lassen.

Autor: Hagen (Gast)
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@Falk:

>Naja, was ist "stark"? Um wieviel nm verschiebt sich denn das Spektrum?
>Ich tippe mal auf kleiner 10nm. Für die Anwendung kein Thema.

Müsste bei TI nochmal as AppNote suchen. Es stimmt das diese Änderungen 
klein sein können, aber unsere Augen sind bei bestimmten Wellenlängen 
sehr sensibel und man merkt sehr schnell ob ein Weiß bläulich, grünlich 
oder rot/gelblich ist. Auf jeden fall "empfahl/bewirbt" TI seine 
Konstantcurrent/PWM LED-Treiber für LED Videodisplays, eben mit diesem 
Argument.

Davon abgesehen wird in den meisten Fällen eine analoge 
Helligkeitsreglung die überschüssige Leistung einfach in Wärme 
verbraten, im Gegensatz zu PWM. Und es können bei schon kleineren 
Displays sehr schnell hohe Ströme auftreten. Diese lassen sich durch 
PWM, bzw. genauer Multiplexing, besser in den Griff bekommen.

Wenn man sich die Sache einfach machen möchte dann nimmt man gleich 
fertige LED-Teriber/Shiftregister mit individuell programmierbaren 
Konstantstromtreibern und interner PWM. TLC59xx zb.

Gruß Hagen

Autor: yalu (Gast)
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Falk Brunner schrieb:
>> Softwareschaltreglern besteht darin, dass bei Fehlern die LEDs
>> abbrennen. Man kann natürlich (auf Kosten des Wirkungsgrads)
>
> Nana, bei richtiger Sicherheitsschaltung brennt da nix ab.

Wie sieht denn eine einfache Sicherheitsschaltung aus? Aus mehr als
einem bis zwei Bauteilen sollte die nicht bestehen, sonst kann man
den Regler gleich komplett in Hardware aufbauen.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ yalu (Gast)

>Wie sieht denn eine einfache Sicherheitsschaltung aus? Aus mehr als

Z.B. ene Z-Diode, wie im Artikel Konstantstromquelle.
Und was dort naoch fehlt ist die Strombegrenzung des Schalttransistors! 
Siehe Datenblatt.

MfG
Falk

Autor: Jankey (Gast)
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Autor: Jankey (Gast)
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Ich würde über 2x von den Chips machen = 32 Sinks + PWM Generatoren. 
Dann brauchst noch in etwa 10-PMOS + Vorstufen an einem 74LS139 
geschalten + microcontroller der vl. etwas schneller sein sollte. Mit 
einem Duty von 1:10 und einer Refresh rate von über 600Hz funktioniert 
problemlos. Sofern die schon Samples rauslassen.

Autor: Hagen (Gast)
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@Jankey: interessant, hast du mal deren Chips mit denen von TI (TLC59xxx 
Serie) verglichen ? Die scheinen identisch zu sein ;)

Gruß hagen

Autor: Jankey (Gast)
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gibt einen Fight Report AMS vs. TI

Der Chip wurde ja so designt das er Kompatibel ist damit man den AMS 
auch ersatzweise als Second Source benutzten kann., einige features 
werden die schon noch draufgepackt haben.

Autor: Hagen (Gast)
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@Jankey: also wenn ich mir beide Datenblätter anschaue so ist der 
TLC5941 der bessere. Die LED Spannung ist bei dem max. 17V statt 15V und 
der Delay zwischen den Outputs ist nur 20ns statt 30ns. Ansonsten 
gleichen sich die Teile in MLF wie ein Ei das andere, also keine anderen 
Features usw. Sogesehen bestimmt der Preis und das man mit dem TLC5941 
auf Grund des kürzeren 20ns Delays ein schnelleres Multiplexing 
hinbekommen kann.

Hast du einen Link auf das PDF "Fight Report AMS vs. TI".

Gruß Hagen

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