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Forum: Platinen Dual Layer fähige Fräse f. Platinenkonturen u. Frontplatte


Autor: Dany (Gast)
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Hallo,

ich bin auf der suche nach einer brauchbaren CNC Fräse fürs 
Konturfräsen/bohren von Platinen und fräsen/bearbeiten von Frontplatten 
(Alu, Kunststoff). Die Fräse sollte fix und fertig mit der nötigen HW/SW 
kommen und mehr oder weniger gleich einsatzbereit sein.

Wichtig wäre mir eine "brauchbare" Genauigkeit (kleiner 700uM) und dazu 
eine hohe Spindeldrehzahl.
Mit google finde ich zwar viele Anbieter, aber es steht leider nirgends 
ein Preis dabei .. und Erfahrungsberichte gibt es leider auch keine zu 
finden.

Ach ja ätzen möchte ich auf jeden Fall vermeiden ;)

Danke!

Autor: Dany (Gast)
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Ach ja preislich sollte sie natürlich auch bezahlbar sein (kleiner 4000 
Euro...)

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Vom Fraesen kann man nur abraten. Fuer das Geld kauf Dir lieber ne 
Anstaendige Ausruestung zum Entwickeln/Aetzen. Es gibt keine guten 
Gruende, die fuer das Fraesen sprechen, zumal der Staub von den 
Epoxidplatten gesundheitsgefaehrdend ist. Fraesen sind langsam, 
unwirtschaftlich, ungenau, aufwendig, ...

Michael

Autor: Sven Johannes (svenj)
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Moin...

Keine Chance, nicht mal gebraucht.
Abgesehen davon das gefrasete Platinen totaler Muell sind dauerts lange, 
macht einen heiden Lärm und Dreck.

Isel hat Geräte mit denen man das mal vesuchen kann und die noch in die 
Klasse kompakt fallen, aber unter 10keur ist da kaum was (nichts) zu 
machen.

Geld sparen und direkt vom Dienstleister fertigen lassen, wenn 
selber-aetzen nicht angesagt ist.

Gilt auch für die Frontplatten, Prototypen gibts für kleines Geld und 
bei (Klein-)Serie hat die Heimfräse dann total verloren.

--
 SJ

Autor: Unwissender (Gast)
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Hi,
ich (meine Fa.) habe zwar ne Fräse (Isel EP1090-4 + IsyCam + NC-Remote), 
habe damit auch schon PCB's gefräst. Wird aber nicht besonders toll, und 
dauert ewig. Benutze die Maschine hauptsächlich zum Bearbeiten von 
Kunststoffgehäusen und Gravuren (auch Kunststoff).
Das geht wirklich prima. Alu fräsen geht zwar auch, aber man braucht 
dazu spezielle Fräser, sowie spezielles Kühl/Schmiermittel, z.B. Jokisch 
Alu-N.
Aber damit saut man die Maschine und Umgebung total ein. Und mit dem 
Lärm stimmt auch leider. Allein die Achsen verfahren ist recht leise, 
dazu kommt aber dann die Hauptspindel wo die Ohren schon schlackern. 
Absaugung noch an und die Ohren fallen ab :-)
Nicht zu vergessen das Zeichnen mit dem CAM-Programm und die Einrichtung 
der Maschine dauert auch entsprechend. Allerdings mit gutem, 
reproduzierbaren Ergebnis. Unterm Strich hatte ich für die gebrauchte 
Maschine nebst Software knappe 5kEUR bezahlt. Erwähnt sei noch, das die 
Isel-Maschinen auch eine "eigene" Sprache sprechen.
VG vom Unwissenden

Autor: gerdme (Gast)
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Hallo,

ich arbeite seit Jahren schon mit einer Fräse u.a. zum Herstellen von 
Platinen.

Target3001 -> HPGL-Export -> HPGL-Datei kurz nachbearbeiten -> mit PC-NC 
fräsen

Wenn man von der einen oder anderen Unzulänglichkeit der Programme 
absieht, ist das an sich eine praktikable Methode. Reicht sogar für 
kleinst-Serien (so bis 5 Stück), wo sich eine externe Platinenfertigung 
nicht wirklich lohnt.

Die Herstellung von doppelseitigen Platinen habe ich mir nach 
anfänglichen Versuchen wieder abgewöhnt. Ich erstelle meine Platinen 
möglichst einseitig und lege notfalls ein paar Brücken von Hand.
Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das beidseitige Fräsen mit ein 
wenig Übung auch gut von der Hand geht. Zum Durchkontaktieren gibt es 
spezielle Hohlnieten, die man dann von Hand setzen muss.
Zum Thema Staub:
Ein Staubsauger am Fräskopf mit gefilterter Abluft nach draussen wirkt 
Wunder!
Lärm der Hauptspindel?
Die muss ja nicht zwingend mit 50.000 U/Min laufen. Im Fall meiner 
Spindel wird es bei 40.000 erträglich. Und Kunststoff soll man eh mit 
kleiner Drehzahl fräsen. Beim Ausfräsen der Platine wird es halt mal ein 
wenig lauter.
Einrichten der Fräse?
Eine Vakuumplatte ist hier das Hilfsmittel der Wahl: Vakuumpumpe 
einschalten, Platine drauflegen, über die restlichen Löcher ne 
Gummimatte werfen, Nullpunkt anfahren und los gehts.

Gruss, Gerd

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  gerdme (Gast)

>Target3001 -> HPGL-Export -> HPGL-Datei kurz nachbearbeiten -> mit PC-NC
>fräsen

Hmmm.

>Wenn man von der einen oder anderen Unzulänglichkeit der Programme
>absieht, ist das an sich eine praktikable Methode. Reicht sogar für
>kleinst-Serien (so bis 5 Stück), wo sich eine externe Platinenfertigung
>nicht wirklich lohnt.

???
Was loht sich da nicht?

>Die Herstellung von doppelseitigen Platinen habe ich mir nach
>anfänglichen Versuchen wieder abgewöhnt. Ich erstelle meine Platinen

Und DAFÜR ne schweineteure Fräse? Da ist Atzen dreimal schneller und 
billiger.

MFG
Falk

P.S. Ich behaupte mal, dass Platinienfäsen nur teure Spielerei ist.

Autor: Unwissender (Gast)
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@gerdme
Ja, die Hauptspindel macht schon ein wenig Lärm wenn sie schnell dreht. 
Ansonsten eben weniger bei Kunststoffen. Vakuumtisch habe ich zwar auch, 
macht sich aber bei Gehäusen nicht so gut, wenn Du viele Durchbrüche 
machst. Habe mir dazu angewöhnt, in eine dicke Spanplatte die Kontur des 
zu fräsenden Werkstücks zu fräsen. Ist gut reproduzierbar und das Geh. 
ist immer sicher in derselben Position fixiert. Ja, und die Absaugung 
saugt rings um den Fräser ab, also der schaut durch das Zentum der 
Absaugöffnung....
VG vom Unwissenden

Autor: gerdme (Gast)
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@ Falk Brunner
Bei wenigen Platinen ist die externe Fertigung einfach zu teuer 
(Stichwort: Einrichtungskosten, Versand). Oder irre ich? Beispiele?
Den Zeitfaktor kann man zumindest im Hobbybereich vernachlässigen, zumal 
die Maschine ja nach dem Start fast komplett selbstständig arbeitet.

Weniger "Spielerei", die Fräse habe ich ja nicht nur für die 
Platinenherstellung angeschafft...


@ Unwissender
Bei mehreren Stücken ist die Idee mit der Platte ideal. Entweder als 
Tasche ausfräsen oder das Stück mit speziellem doppelseitigem Klebeband 
auf die Platte kleben.
Ich nehme allerdings keine Spanplatten mehr, weil man nie weiss, was die 
so alles in die Platte geworfen haben. Habe beim Sägen und Fräsen schon 
Funken fliegen sehen! Da sind mir meine teuren Fräser zu schade...


Gruss, Gerd

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ gerdme (Gast)

>Bei wenigen Platinen ist die externe Fertigung einfach zu teuer
>(Stichwort: Einrichtungskosten, Versand). Oder irre ich? Beispiele?

Du irrst. Eine Europlatine DOPPELSEITIG MIT DURCHKONTAKTIERUNGEN MIT 
6mil Strukturen kostet bei PCB-Pool gerade mal ~58 Euro incl. Versand. 
Die Erbsenzähler können ja bei noch billigeren Anbietern bestellen. 
Lieferzeit bei dem Preis 8 Arbeitstage. Sprich, Montag bestellen, 
nächste Woche Donnerstag geliegert. Wenns schneller gehen soll kostet es 
mehr.

http://www.pcb-pool.de

>Den Zeitfaktor kann man zumindest im Hobbybereich vernachlässigen,

Im Profiumfeld auch. DENN! Es ist ein allgemeiner Irrtum, dass man die 
super Platine SOFORT braucht. Einfache Sachen die wirklich dringend sind 
macht man auf Lochraster oder meinetwegen einseitig selber geätzt. Alles 
andere über einen Profihersteller.

>die Maschine ja nach dem Start fast komplett selbstständig arbeitet.

Das macht der Hersteller auch, Email schicken und fertig ;-) Und das 
geräuschlos.

>Weniger "Spielerei", die Fräse habe ich ja nicht nur für die
>Platinenherstellung angeschafft...

Wofür noch? Frontplatten? Auch da gibt es einen Break Even Point, ab dem 
sich das Ganze erst rechnet. Wo der jetzt liegt weiss ich nicht.

MFG
Falk

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