www.mikrocontroller.net

Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Standard für analoges Video Signal gesucht


Autor: PAL-laber (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

weiss jemand, wo der physical Layer der Composite Video Buchsen 
definiert ist? Das sind die gelben Stecker/Buchsen an den Fernsehern, 
Video-Recorder etc. für das Video Signal (z.B.)

http://en.wikipedia.org/wiki/Composite_video

Mich interessiert im Wesentlichen:
- Impedanz (wohl 75Ohm, aber welche Toleranz)
- Ausgangsspannungspegel (min/max)
- DC Anteil (min/max

Das CVBS Signal an sich ist z.B. in
"Composite Analog Video Signal" SMPTE
beschrieben.

Ich  suche eine offizielle Spezifikation für die Entwicklung einer dazu 
kompatiblen Schnittstelle.

Grüße
  PAL-laber

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Die Toleranz der 75 Ohm weiß ich nicht, das interessiert vor allem bei 
langen Kabeln wegen der Reflexionen.
Ausgangspegel unbelastet ist nominell 2Vss, mit 75 Ohm abgeschlossen 
dann die Hälfte.
DC wird am Videoeingang normalerweise mit einem großen Koppelelko 
abgetrennt und mit einer "Klemmschaltung" auf den gewünschten Pegel 
gebracht.

Zum Timing der Synchronimpulse ist der Philips-Syncimpulsgenerator 
SAA1102 ziemlich amtlich:
http://www.alldatasheet.com/datasheet-pdf/pdf/1893...

Autor: See-Kamm (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert

Autor: Michael U. (amiga)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

naja, die Spannungen wurden ja schon angegeben, 1Vss an 75 Ohm.
Prinzipiell muß ab Gleichspannung übertragen werden, parktisch trifft 
die Angabe mit den Klemmschaltungen zu, es muß der Schwarzwert 
zurückgewonnen werden durch klemmen auf die Schwarzschulter.

Ansonsten: was ist eine "kompatible Schnittstelle" für ein (F)BAS?

Ein Ausgang, wie schon angegeben, muß 1Vss an 75 Ohm geliefert werden.
Ein Eingang ist erstmal hochohmig (>> 75 Ohm), üblicherweise als 
Durchschleifeingang, so daß das Signal zum nächsten Gerät weitergeleitet 
werden kann. An den Kabelenden wird dann mit 75 Ohm abgeschlossen.

Im Homebereich sind die Geräte üblicherweise fest mit 75 Ohm 
angeschlossen und damit immer ein Endpunkt.

Das ist auch der Grund, weshalb man Probleme bekommt, wenn man 2 
Vidorecoder parallel von einer Quelle aufnehmen läßt. Der Abschluß ist 
dann 75 Ohm/2 und der Pegel zu niedrig.

Mit kommerzieller Technik ist das dagegen kein Problem.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: PAL-laber (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Vielen Dank für technisch erstklassigen Infos.

Nur ob das irgendwo als Standard/Vorschrift geschrieben steht weiss 
vmtl. auch niemand. Vielleicht ist das ja auch so ein 
"Industrie-Standard", es macht einfach jeder so mit den 2Vss Leerlauf 
und 1Vss an 75Ohm.

Grüße aus Ratingen
  Christian

Autor: Michael U. (amiga)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

vermutlich wird es auch irgenwo irgendwie geschrieben stehen...
Da seit wohl 50 Jahren die Geräte so ausgelegt werden, damit man die 
problemlos miteinander kombibieren kann, egal, wer die gebaut hat, denke 
ich schon das es irgendein "Industrie-Standard" ist.

Ich kenn zwar noch die DIN45500 (Hi-Fi-Anforderungen), keine Ahnung wo 
was über Video steht. ;-))

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
FBAS könnte auch noch vom CCITT "vernormt" worden sein.

Autor: PAL-laber (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ein weiterer Parameter der sehr interessant ist, ist die out-of band 
Leistung.

Da das Video-Signal digital mit einem Video-DAC erzeugt wird, gibt es 
natürlich Wiederholungen im Spectrum - Lage je nach Oversampling Rate 
des DAC's.

Die Frage ist, wie steil muss das Spectrum aussserhalb des Nutzsignals 
abfallen? -> Systemparameter Oversampling rate und Filter-Ordnung.

Ich vermute da wird man um Messungen und trial&error nicht 
herumkommen...

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Da im FBAST auch noch der Tonträger bei 5,5 MHz liegt, darf dort kein 
Videosignal mehr sein, sonst wird der Ton gestört. Die 4,433 MHz des 
Farbträgers müssen aber noch voll durchkommen, und der Videotiefpass muß 
je nach Anwendung unterschiedlich strenge Gruppenlaufzeit-Vorschriften 
erfüllen, die wird von einem zu steilen Filter überschritten.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
eine Übersicht über Videofilter von Toko:
http://www.toko.co.jp/products/en/filters_lc/index...
zum Beispiel die hier:
http://www.toko.co.jp/products/en/filters_lc/4ft_e.html
Dutzende Filter zur Auswahl je nach TV-Standard, Grenzfrequenz und 
Gruppenlaufzeit.

Autor: N8bar (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Die Videonorm heisst ITU-R BT.470
(früher CCIR 624)

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.