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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Audiosignal verstärken


Autor: verzweifelter (Gast)
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Hallo allerseits.

Ich hab folgendes Problem:

Ich möchte ein Audiosignal (Stereo) verstärken. Dabei hab ich mir 
folgende Schaltung aufgebaut.

Ich habe mich hierbei an der Schaltung hier gerichtet:

http://de.wikipedia.org/wiki/Operationsverst%C3%A4...

sprich: verstärkungsfaltor: ca 2.1 (47/22)

Wie gehe ich mit der Lautsprecher-Masse um ? Es handelt sich hierbei ja 
um ein "Sinus", was muß ich da machen ? hilfe! :)

Autor: holger (Gast)
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Elkos in die Ausgänge. + an den OP, - an den Lautsprecher.
Einen 4 Ohm Lautsprecher kann der OP aber nicht wirklich treiben ;)

Autor: Dennis (Gast)
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Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

was für Lautsprechermasse???
Ich sehe da einen TL072, was hat der mit Lautsprechern im Sinn?

Zur Schaltung: C19 und C15 auf 4,7...10µ vergrößern und die -Pole der 
Elkos direkt an GND. R12 und R5 durch ein Stück Draht ersetzen, Die 
Mitte des Spannungsteilers R8 R9 mit 47...100µ gegen GND, in die 
Ausgangsleitungen je ein 22...57µ Elko, um die Gleichspannung vom 
OPV-Ausgang wieder loszuwerden. Ist dann eine übliche 
Vorverstärkerschaltung.

L an C18 rein, R an C14 rein, Masse an GND, Ausgänge die beiden 
fehlenden Elkos an den OPV-Ausgängen, Masse natürlich auch an GND.

Oder habe ich was falsch verstanden?

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: derwarze (Gast)
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mit einen LM358, der auch für eine Betribsspannung spezifiziert ist, 
kannst Du auf die Spannungsteiler am NonInv Eingang verzichten und 
r10/14 auf Masse legen. Das die Eingeänge so wie in der Schaltung als 
Differenzeigänge wirken ist Dir hoffentlich klar.

Was solls den genau werden?
Mit dem OPV alleine kannst Du keine Lautsprecher treiben! Kopfhörer 
würden aber gehen. In der Regel macht man zum Schutz der OPV 
Ausgangsstufe, die bei zu niedrigen Lastwiderstand unschön reagiert, 
einen Schutzwiderstand von 47 Ohm an den Ausgang. Ein Kondensator zur 
Gleichspannungsentkopplung würd ich auch vorsehen, wie schon gesagt 
wurde.

Autor: holger (Gast)
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@ derwarze
>mit einen LM358, der auch für eine Betribsspannung spezifiziert ist,
>kannst Du auf die Spannungsteiler am NonInv Eingang verzichten und
>r10/14 auf Masse legen.

Vergiss es ;) Das klappt nicht !

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

@derwarze: welche Spannung hat wohl der LM368, wenn R10 und R14 an GND 
liegen?
Welchen Aussteuerbereich hat der OPV dann z.B. mit einer 
Eingangswechselspannung von 1Veff?

Oder willst Du einen Verzerrer bauen? ;-)

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: derwarze (Gast)
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Wie der LM368 reagiert weis ich jetzt nicht ;-) Und ich will ja gar 
nichts bauen ('nen Vezerrer wür ich eh ganz anders bauen), was der 
Threaderöffner genau bauen will ist ja noch unklar.

Die Verstärkung beim Simple OPV LM358 wird aber hier bon R12/15 (andere 
Seite dito) bestimmt. Lege ich den nichtinvertierenden Engang über 47k 
an Masse oder an U/2 ist das nur für die Ausgangsgleichspannung von 
Bedeutung, verstärkt wird die Differenzeigangspannung.

Autor: verzweifelter (Gast)
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Also, vielen Dank erstmal für eure Antworten. Ich hab mich nicht richtig 
ausgedrückt; da ich hier Audiosignale verstärken möchte, gehe ich der
einfachheitshalber von einer Sinus-Welle aus, die ein differentielles
Signal darstellen soll.

SPK1N/P = Audio-Eingang L in die Schaltung
SPK2N/P = Audio-Eingang R in die Schaltung

SPK1    = Audio-Ausgang L aus der Schaltung
SPK2    = Audio-Ausgang R aus der Schaltung
GND der Platine = Massesignal für das Audiosignal

N und P stellen jeweils die "Audio-Masse" sowie "Audio-Plus" dar, wobei 
hier ein AC-Signal übertragen wird, vondaher ist "Masse" nicht wirklich 
die richtige Bezeichnung.

Was ich am Ausgang haben möchte ist die gleiche Sinus-Welle, die am 
Eingang vorliegt, nur mit der doppelten Amplitude (sprich: Verstärkung 
um Faktor 2). Ich hatte die Schaltung so aufgebaut, allerdings kommt 
mehr als ein
brummen nicht raus.

Ich weiß, dass ich an dieser Schaltung keine große Last hängen kann, ist 
auch nicht vorgesehn, da nur Kopfhörer angeschlossen werden.

Ich denke, der Fehler an der ganzen Sache ist, daß ich als Masse nach 
der Verstärkung die Masse der Platine am Kopfhörer anschließe; sprich: 
ich schneide da wohl die untere hälfte der Sinus-Welle ab.
Nur weiß ich gerade nicht, wie ich ein differentielles signal sonst 
verstärken soll. Wäre für eine entsprechende Schaltung dankbar!

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

die Änderungen hatte ich oben schon beschrieben, Deine Audiosignale 
stammen also offensichtlich von üblichen Home-Audioquellen.

Die sind unsymmetrisch und GND-bezogen. Die Eingangsmassen gehören also 
mit der Ausgangsmasse zusammen an GND.

Ein differentielles Signal hättest Du bei einem symmetrischen NF-Signal, 
da ist dann aber auch Audio+ und Audio- (+ und - zeigen die Phasenlage 
an, sind also auch keine Polarität) und GND, daß dann wegen Abschirmung 
und Symmetrie auch an GND gehören würde.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: verzweifelter (Gast)
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Hallo Michael,

also, ich hab als eingang ein NF-Signal und brauche am Ausgang auch 
einen NF-Signal.

Wenn ich die Masse (NF-) des Eingangsignals an die Masse binde, dann hab 
ich doch ganz viele Störungen auf der Platine ?!

N und P bei mir sind Negativ und Positive (bezogen auf das NF-Signal).

Autor: Mike (Gast)
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@verzweifelter:

An die Ausgänge gehören auf jeden Fall noch Kondensatoren, der TL072 
versucht dort die 6V der virtuellen Masse (+verstärkte Eingangsspannung) 
einzustellen und schafft es wegen des relativ niederohmigen Kopfhörers 
nicht.

Dann solltest du beim Spannungsteiler für die virtuelle Masse auf jeden 
Fall noch (mindestens) einen Kondensator einbauen. Ansonsten hast du ein 
wüstes Übersprechen zwischen beiden Kanälen.

Einfacher wird es wenn du deinen Verstärker gleich mit symetrischer 
Spannung versorgst.

Du kannst ja mal einen Blick hier drauf werfen:

http://headwize.com/projects/showfile.php?file=cmoy2_prj.htm

Autor: Mike (Gast)
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@verzweifelter:

> Wenn ich die Masse (NF-) des Eingangsignals an die Masse binde, dann hab
> ich doch ganz viele Störungen auf der Platine ?!

Wenn du das sauber aufbaust (Masseführung und eventuell Metallgehäuse), 
dann gibt es auch keine Störungen.

> N und P bei mir sind Negativ und Positive (bezogen auf das NF-Signal).

Hast du überhaupt ein symetrisches Eingangssignal? Ansonsten kannst du 
dir das sparen.

Autor: verzweifelter (Gast)
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also, ich hab jetzt am ausgang einen 10µF elko drauf.

ergebnis: es brummt immer noch und die eigentliche tonquelle kann man 
nicht "erkennen".

kann mir bitte einer eine zeichnung schicken, langsam bin ich hier 
wirklich am verzweifeln ;)

Autor: verzweifelter (Gast)
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achso... als NF+ und NF- -Eingang hab ich ein symmetrisches signal.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

symmetrisch -> unsymmetrisch
http://www.theimann.com/Analog/Misc_Tech/Sym_Elrad...

mal als Hilfe, wie sowas aussieht und berechnet wird.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Mike (Gast)
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Brummt das eigentlich die ganze Zeit oder nur wenn du etwas anschliesst? 
Wie sehen die Spannungen an den Eingängen und am Ausgang aus? Dort 
sollte immer die Hälfte der Betriebsspannung anliegen.

Schliesse mal zum Testen dein Signal nur an den + Eingang an, lasse - 
offen und überbrücke die Rückkopplung. Du hast dann einen Verstärker der 
nur noch mit 1 verstärkt. Wenn dann immer noch nichts funktioniert, dann 
solltest du mal die Spannungsversorgung kontrollieren.

Siehe auch:

http://de.wikipedia.org/wiki/Operationsverst%C3%A4rker
(Schaltbild eines Impedanzwandlers)

Autor: HildeK (Gast)
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> Wenn ich die Masse (NF-) des Eingangsignals an die Masse binde, dann hab
> ich doch ganz viele Störungen auf der Platine ?!
Du solltest deine Eingangssignale schon im absoluten 
Eingangsspannungsbereich deines Verstärkers halten. Das geht nur mit 
einem Bezug zu irgendeinem festen Punkt in der Schaltung - am Besten mit 
Masse!

>also, ich hab jetzt am ausgang einen 10µF elko drauf.
>ergebnis: es brummt immer noch und die eigentliche tonquelle kann man
>nicht "erkennen".
Der Ausgangselko hat mit deinem Problem kaum was zu tun.

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