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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Findet ihr Elektroingenieur ist ein kreativer Beruf?

Autor: Kreativ (Gast)
Datum: 14.02.2008 18:33

Findet ihr Elektroingenieur ist ein kreativer Beruf?
Autor: Falk Brunner (falk)
Datum: 14.02.2008 18:45

@ Kreativ (Gast)

>Findet ihr Elektroingenieur ist ein kreativer Beruf?

Fangfrage! ;-)

Ja, wennn . . .

- man in der richtigen Firma ist
- den richtigen Chef hat
- fähige Kollegen hat
- gute Projekte machen kann/darf

Es werden, wie überall, aber auch viele Ings verheizt, mit tonneweise
Papierkram, endlosen Meetings, unfähigen Chefs/Managern etc.

MfG
Falk
Autor: 6636 (Gast)
Datum: 14.02.2008 21:10

>Findet ihr Elektroingenieur ist ein kreativer Beruf?

Sicher. Auf alle Faelle. Zur Kreativitaet gehoert auch mir obig
beschriebenen Wirdigkeiten klar zu kommen. Irgendwann ist man dann eben
selbstaendig Erwerbend.
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 14.02.2008 21:44

Kreativ wrote:
> Findet ihr Elektroingenieur ist ein kreativer Beruf?

Was für eine doofe Frage...
Autor: K. J. (theborg0815)
Datum: 14.02.2008 21:57

naja jeder Beruf ist auf irgendeine weise kreativ die frage ist immer ob
Kreativität gefragt ist.
Autor: Willi Wacker (williwacker)
Datum: 15.02.2008 09:18

Ja
Autor: tex (Gast)
Datum: 15.02.2008 09:28

Nein. Elektroingenieur ist ein akademischer Titel. Du kannst als Bäcker
kreativ sein und an der Back-WM teilnehmen oder den lieben langen Tag
Brötchen vom Automaten in den den Ofen schieben. Kreativität und etwas
aus Deinem Beruf zu machen ist nicht Wesen des Berufes, sondern ein
Produkt Deines Wesens.
Autor: Farbrizio (Gast)
Datum: 15.02.2008 12:31

>Nein. Elektroingenieur ist ein akademischer Titel. Du kannst als Bäcker
>kreativ sein

Also wenn ein Bäcker kreativ sein kann, dann MUSS der El. Ing schon
lange sein!
Autor: Willi Wacker (williwacker)
Datum: 15.02.2008 12:46

Natürlich können andere auch kreativ sein (Comic-Zeichner, Regisseur,
Bäcker, Kunden), aber die Frage bezog sich auf den ElIng und da heißt
die Antwort: JA
Autor: Marco S (Gast)
Datum: 15.02.2008 12:48

Ist denn nicht Elektroingenieur ein akademischer Grad? Und kein Titel!
Kreativität ist wohl eine andere Seite, wobei Ingenieure eher auf
analytisches Denken geprägt sind.
Autor: Luca (Gast)
Datum: 15.02.2008 20:37

Elektroingenieur ist einer der kreativsten Berufe, die es überhaupt
gibts. Ganz im Gegensatz zu beispielsweise BWL.
Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
Datum: 15.02.2008 20:39

Luca wrote:
> Elektroingenieur ist einer der kreativsten Berufe, die es überhaupt
> gibts. Ganz im Gegensatz zu beispielsweise BWL.

Was ist BWL für ein Beruf? Berufswirtschaftslehrer? ;)
Autor: Timbo (Gast)
Datum: 15.02.2008 21:28

BWL: BETRIEBSwirtschaft. Aber immer schön auf den "BWLern" rumhacken,
jaja... Was bedeutet kreativ? Simpel übersetzt heißt es schöpferisch.
Wenn Du Dir als ELing irgendwas neues ausdenkst ist es das. Wenn Du den
ganzen Tag nur Platinen zerkloppst ist es das nicht. Damit dürfte die
beknackte Fragerei ein Ende haben. Du suchst aber nicht zufällig noch
den besten Chiphersteller?
Autor: mr.chip (Gast)
Datum: 15.02.2008 21:32

Ja, klar ist es das! Kreativität bedeutet für mich, dass man gute,
intelligente Ideen hat. Präzise beobachten und analysieren, nachdenken
und schlussendlich eine schlaue Idee präsentieren. Sowohl ein Künstler
als auch ein Ingenieur macht sowas eigentlich recht regelmässig. Wenn
man Pech hat (oder ein unendlich langweiliger Typ ist) und den ganzen
Tag nur irgendwelche detailiert vorgegebenen Spezifikationen mit immer
gleichen Mustern implementiert, dann geht die Kreativität natürlich
etwas unter :-)
Autor: Der Schelm (derschelm)
Datum: 16.02.2008 14:56

Man sollte mal einen Ihr-dürft-auf-die-BWLer-rumhacken-Thread aufmachen,
da finden sich sicher einige, die mitspielen.

Habt Ihr eigentlich die Maschinenbauer vergessen? Im Studium wars
richtig schön mit denen, abends beim Bierchen ETechniker gegen
Maschinenbauer, Maschinenbauer gegen ETechniker. Man hat sich gemocht,
geachtet und gelästert.
Autor: René (Gast)
Datum: 16.02.2008 20:28

Ich glaube der TE steckt noch im Studium und hat Zweifel ob er die
richtige Wahl getroffen hat.
Ich glaube viele von euch kennen das: trockener Lernstoff in
langweiligen Vorlesungen von halbtoten Professoren, die nur ihre
Lösungswege gelten lassen.
Das Studium ist vielleicht ätzend und 90% kannst du wieder vergessen.
Das kreative Arbeiten kommt im Beruf, wenn du das willst. Es geht
allerdings auch ohne...
Autor: Nach500Leiterplatten (Gast)
Datum: 18.02.2008 15:31

Autor: Der Dude (Gast)
Datum: 18.02.2008 15:47

Es gibt zwei Kategorien von Ingenieuren:

1. Diejenigen, die in ihrer Jugend schon immer rumgebastelt haben und
ihr Hobby zum Beruf machen wollten.

2. Die, die aus irgendwelchen anderen Erwägungen ein Fach studieren,
aber genausogut was ganz anderes machen könnten. Medizin oder Englisch.

Ohne Frage ist die 1. Kategorie kreativer als die 2. Kategorie. Leider
aber, so lehrt (mich zumindest) die Erfahrung, wird dass kaum honoriert.

Dafür können die von Kategorie 2 meist gut labern. Labern statt löten.
Und eine Krawatte anziehen. Das widerum kommt meist gut an.

Ein Ing.-Kollege, der seit 35 Jahren im Geschäft ist, meinte mal:

"Früher kamen auf 8 Schrauber 2 Krawattenträger.
 Heute kommen auf 2 Schrauber 8 Krawattenträger."
Autor: Selbstzufriedener und Überheblicher Ingenieur (Gast)
Datum: 18.02.2008 15:53

Ich kann Schrauben und Krawattentragen, lasse aber beides beiseite: Ich
habe super tolle Projekte, nette und gebildete Kollegen und eine Menge
Spass beim Arbeiten. Ich würde nichts anderes machen wollen.
Autor: Hans (Gast)
Datum: 18.02.2008 17:00

>Es gibt zwei Kategorien von Ingenieuren:

Immer diese doofen Schubladisierungen. Ich bin sehe mich genau in der
Mitte von 1. und 2.!

Einer der zwar gern und gut bastelt, den es aber 1. nicht interessiert
was das Gerät am Schluss kostet und 2. nicht interessiert was ein Kunde
der kein Elektronik-Freak ist will, der ist auch kein guter Ingenieur!
Autor: die ??? (Gast)
Datum: 18.02.2008 19:39

Der Dude wrote:
> Und eine Krawatte anziehen. Das widerum kommt meist gut an.

Schade, Krawatten stehen mir nicht.
Autor: 80 Grad ist gar kein Problem. (Gast)
Datum: 18.02.2008 20:18

>Es werden, wie überall, aber auch viele Ings verheizt, mit tonneweise
>Papierkram

Tja, das ist halt ISO 9000...
Autor: Gast (Gast)
Datum: 18.02.2008 20:38

>Ganz im Gegensatz zu beispielsweise BWL.

BWL ist kein Beruf, sondern eine Lehre. Mathematik ist ja auch kein
Beruf. Bevor man sich darüber echauffiert, sollte man die Begriffe
kennen, die man auch benutzt.
Autor: David (Gast)
Datum: 18.02.2008 23:44

naja wenn ich die finanzexpernen in den usa anschaue mit ihrer
suprime-kriese, dann waren diese (sind ja auch bwl menschen) wohl über
jahre mit grösstem erfolge sehr kreativ...
Autor: Gast (Gast)
Datum: 18.02.2008 23:56

Was nun auch immer bei Leutchen mit BWL-Hintergrund herauskommt ...

Manager, Vorstände, Unternehmensberater etc. sind sogar sehr kreativ,
denn ihre Aufgabe ist es ja unter Anderem neue Ideen zu finden und zu
diskutieren.

Leider sind´s nicht die schnellsten - von einer einfachen Idee bis zur
Umsetzung können schon mal ein paar Jährchen in´s Land gehen :)
Autor: STS (Gast)
Datum: 19.02.2008 11:01

>Elektroingenieur ist ein akademischer Titel
Hm, Das stimmt nicht! Das ist eine Berufbezeichnung. Was ist denn mit
dem E-Ing. von der BA? Das ist z. B. kein akademischer Grad. Auch einige
Sonderfälle, juppi weiß, wovon ich rede ;-), gehören nicht zu den
Akademikern, nennen sich allerdings Ing.

Zum Thema:

Es kommt ganz darauf an, was man nach dem Studium macht. Ein
ex-Komilitone von mir berät in einer großen Firma für GSM-Verträge
m2m-Kunden telefonisch. Sehr kreativ ist das sicherlich nicht. Aber er
könnte wahrscheinlich auch nichts anderes. Zum Studium kam er wie die
Jungfrau zum Kind. Seine intell. Fähigkeiten reichten jedoch aus, die
ihm gestellten Aufgaben in der Klausur zu lösen, ohne jedoch jemals
begriffen zu haben, wozu man es brauchen könnte.
Solche Turbo-Formelherleiter ohne Lötkolbenerfahrung gibt es viele.
Oftmals tauchen sie dann als Chef wieder auf und bekommen dick Kohle (er
auch).
Autor: Hans (Gast)
Datum: 19.02.2008 12:02

>Oftmals tauchen sie dann als Chef wieder auf und bekommen dick Kohle (er
>auch)

Das klingt so, also ob du ihm die Schuld gibst, dass er Chef wird und
dicke Kohle bekommt. Vielleicht machst ja auch du etwas falsch, wenn du
mit deinen Fähigkeiten nicht mehr verdienst!!
Autor: Paul Baumann (Gast)
Datum: 19.02.2008 12:07

Bekomm ich denn auch Kohlen dick,
wenn ich vom Baum die Dohlen kick'?

Sollt* ich an Heinrich Heine schaben
oder viele Scheine haben?

Das zu der Frage, ob Elektroingenieure krä-atief sind. Ich bin nur
Meister,
deswegen habe ich auch die Lizenz für Schüttelreime nach VDE.

;-)

MfG Paul
Autor: Willi Wacker (williwacker)
Datum: 19.02.2008 12:54

Reim Dir oder ick Fress Dir ?

Man sollte vielleicht mal in die DIN EN 954 schauen, dort werden
Sicherheitsanforderungen an Maschinen geregelt. Gibt es sowas auch für
Reime, ich habe Angst, dass Du Dir Deinen Finger in den Reimen
einklemmst, die Tastatur nicht mehr bedienen kannst, und dann haben wir
keine Lürick mehr.
(Ich denke SK2 oder 3 wäre ausreichend, Verletzungen heilen aus, man
kann sich der Gefahreneinwirkung aber nicht entziehen, und sie tritt
auch häufig auf))

Gib uns noch einen, Paul
Autor: STS (Gast)
Datum: 19.02.2008 13:28

>Das klingt so, also ob du ihm die Schuld gibst, dass er Chef wird und
>dicke Kohle bekommt. Vielleicht machst ja auch du etwas falsch, wenn du
>mit deinen Fähigkeiten nicht mehr verdienst!!

Er ist nicht Chef, verdient aber dick die Kohle, weil er in einem großen
Unternehmen tätig ist. Und ich bin nicht neidisch auf seinen Job, weil
ich mich dauernd fragen würde: "Dafür sollst Du studiert haben?"

Und es scheint ja wohl der letzte begriffen zu haben, daß Entwickler
nicht die meiste Kohle bekommen, sondern Leute mit PV oder Vertriebler.
Nur das ist nicht das, was ich mir unter meinem Beruf vorgestellt habe -
ich komme aus der Hobbybastlerriege, die das dann zum Beruf gemacht
haben. Es ist einfach meine bisherige Erfahrung, daß die Ex-Hobbybastler
in der Entwicklung mit weniger Kohle landen/verharren, die
Formelumsteller ohne Bezug zum Beruf in den Leitungsetagen mit viel
Kohle. Nur will ich dort nicht hin, sonst hätte ich es mir von Anfang an
leichter machen können und BWL studiert.
Autor: Gast (Gast)
Datum: 19.02.2008 13:33

>Nur will ich dort nicht hin, sonst hätte ich es mir von Anfang an
>leichter machen können und BWL studiert.

Naja, was hättest du lieber? Ein Chef/Leiter/Verkäufer der nur BWL
studiert hat, oder einer der auch ne löten kann??? Es gibt nicht nur
entweder oder!!
Autor: STS (Gast)
Datum: 19.02.2008 13:41

>oder einer der auch ne löten kann???
Das ist ja das Problem, sie können es nicht. Dafür beherrschen Sie
Powerpoint!
Autor: T. H. (pumpkin) Benutzerseite
Datum: 19.02.2008 16:29

STS wrote:
> Das ist ja das Problem, sie können es nicht. Dafür beherrschen Sie
> Powerpoint!

STS! Du nicht?  ;^)

die ???
Autor: STS (Gast)
Datum: 19.02.2008 18:39

Löten ist kein Problem. Powerpoint brauchte ich für meine Verteidigung.
Seitdem seltener!
Autor: Raby (Gast)
Datum: 30.04.2008 13:51

Ist man Ing., so kann man hoffen, dass man im richtigen Unternehmen
landet, wo dort die arbeit Spaß macht und man sich schnell steigert. Ich
habe vor kurzem meine Diplomarbeit abgegeben und hoffe bald einen Job
finden zu können. Mir ist vor allem wichtig, in einem guten Arbeitsklima
einzusteigen, wo man nicht vom Anfang an komisch angeschaut wird. Alles
andere bekommt man schon hin.

Ich war neben dem Studium (bis jetzt noch) Selbständig, von daher spielt
bei mir Geld keine große Rolle. Nebenbei noch eine kleine Bewerbung :)

Für mich war ein Elektrotechnikstudium sehr hart, wenn man bedenkt, was
man schon alles bestanden hat...wow!! Aber andere Berufe sind auch sehr
hart, das muss man erwähnen. Die einen kommen besser mit Technik klar,
die anderen mit Wirtschaft, usw.

LG

Raby
Autor: Der Schelm (derschelm)
Datum: 01.05.2008 17:08

Willi Wacker wrote:
> Man sollte vielleicht mal in die DIN EN 954 schauen, dort werden
> Sicherheitsanforderungen an Maschinen geregelt. Gibt es sowas auch für
> Reime, ich habe Angst, dass Du Dir Deinen Finger in den Reimen
> einklemmst, die Tastatur nicht mehr bedienen kannst, und dann haben wir
> keine Lürick mehr.

Gilt nur noch bis 29.12.2009, wird abgelöst durch 61508 und die von ihr
abgeleiteten B-Normen - wie ich das hasse! So kreativ kann es zugehen,
wenn, und das ist bisher noch so, nicht einmal der TÜV weiß, wie man die
neuen Normen korrekt anwendet. Das, was dann daraus kommt, ist wirklich
kreativ.

> (Ich denke SK2 oder 3 wäre ausreichend, Verletzungen heilen aus, man
> kann sich der Gefahreneinwirkung aber nicht entziehen, und sie tritt
> auch häufig auf))

SIL2 siehe oben, oder PLc oder PLd

>
> Gib uns noch einen, Paul. vielleicht ein SIL3-Gedicht? (also mit nicht
reversiblen Verletzungen einschließlich Tod)

Ja!
Autor: Thomas S (Gast)
Datum: 03.05.2008 11:10

Ich habe mich vor 28 jahren ,direkt nach dem Studium, selbständig
gemacht zunächst mit einem Ingenieurbüro, seit 15 JAhren mit eigenen
Produkten. Ich musste seit Anfang an sehr kreativ sein und immer
Lösungen finden zwischen Verkaufbarkeit (also Preis den ein Kunde bereit
ist zu bezahlen & Technik die er akzeptiert), technischer Machbarkeit
(das was ich gerne daraus gemacht hätte) und finanziellem bzw zeitlichen
Aufwand. Kann  man es als kreativ bezeichnen permanent nach
intelligenten Lösungen zu suchen und umzusetzen?

Ich habe in meinem Leben einige Künstler getroffen die sich in Ihrer
Kreativität völlig verwirklichen konnten, aber permanent am
Existenzminimum vegetierten.

In meinem Leben habe ich Vertriebler und Verkäufer getroffen die sich
dumm und dämlich verdienten, weil Sie ein  völlig unkreatives Produkt in
grossen Stückzahlen mit genügend Marge ohne Einsatz von Kreativität
verkaufen konnten.

Als Elektroingenieur habe ich für mich persönlich einen Kompromiss
gefunden zwischen Lebenstandard und Kreativität.
Autor: neuer (Gast)
Datum: 03.05.2008 13:09

...Fähigkeiten reichten jedoch aus, die
ihm gestellten Aufgaben in der Klausur zu lösen, ohne jedoch jemals
begriffen zu haben, wozu man es brauchen könnte......


so haben 90% der ing den titel erreicht!
Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
Datum: 03.05.2008 13:39

>...Fähigkeiten reichten jedoch aus, die
>ihm gestellten Aufgaben in der Klausur zu lösen, ohne jedoch jemals
>begriffen zu haben, wozu man es brauchen könnte......

Wo hast denn das her?
Stand das in deinem Zeugnis?

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