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Forum: Offtopic Fernseher reparieren


Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Hallo,

mein Fernseher funktioniert nicht richtig. Es ist ein analoges "Cinex" 
Farbfernsehgerät mit Bildröhre ohne High-Definition und sonstigen 
Schnickschnack. Hier mal ein Video:
Youtube-Video "Fernseher geht nicht"
Also wie man sieht blinkt nur die Netz-LED unregelmäßig beim Einschalten 
des Netzschalters. Diese LED leuchtet normalerweise egal ober der TV im 
Standby oder an ist.
Was kann denn da nicht in Ordnung sein? Gibt es vielleicht sowas wie 
"den" Fehler, der bei all den Geräten dieser Serie auftrat? Wodurch kann 
dieser Fehler entstehen?

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Versuche es mal bei Repdata.
http://www.repdata.de/wbb2/thread.php?postid=371255

Ich glaube, bei diesem Herstéller sind TDA4605 im Netzteil verbaut. Wenn 
das so ist, untersuche mal die Elkos um den Burschen herum. Ich hatte 
mal den gleichen Effekt, da war ein 47uF Elko am Start-Eingang des TDA 
"taub".

VG
(Viel Glück)
Paul

Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Es kommen aber trotzdem die Startgeräusche, also dieses "pfi-psss"! Kann 
das dann trotzdem der Elko sein?
Was ist ein HOT und was ein DST?
Achso nochwas: Kann ich die Platine auch mal testweise ohne Bildröhre 
betreiben? - Oder kann dann was kaputtgehen, weil z. B. die Spannung am 
Zeilentrafo zu hoch wird?

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Stefan Helmert wrote:
> Was ist ein HOT und was ein DST?

HOT: Großer Transistor in der Nähe des DST (Zeilentrafo).

> Achso nochwas: Kann ich die Platine auch mal testweise ohne Bildröhre
> betreiben? - Oder kann dann was kaputtgehen, weil z. B. die Spannung am
> Zeilentrafo zu hoch wird?

Nein, die Ablenkspule muss dran bleiben.

Autor: Der Dude (Gast)
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Gleichrichterdioden im Schaltnetzteil checken, da hat oft eine Durchgang

Schalttransistor im Schaltnetzteil checken

Wie Benedikt K. schon sagt: Zeilenenstufe checken

Autor: Der Dude (Gast)
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Ach ja, und auf kalte Lötstellen achten in 
Schaltnetzteil/Zeilenendstufe.

Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Also das Problem tritt ja sofort nach Einschalten des Netzschalters im 
Standby auf, kann es dann überhaupt mit dem Zeilentrafo, der 
Zeilenendstufe zu tun haben?

Autor: Der Dude (Gast)
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Das hat damit zu tun, dass der Fernseher nach dem Einschalten mit dem 
Netzschalter nicht in den Standby-Modus geht, sondern in den normalen 
Betrieb.

Bei den meisten Modellen jedenfalls ist das so. Kann sein, dass Dein TV 
anders ist.

Und wenn ein Defekt vorliegt, wodurch zuviel Strom fliesst, spricht die 
Überstromschaltung im Netzteil an.

Autor: Franz (Gast)
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Hallo !

Ich tippe mal auf den Zeilenendtransistor (Kurzschluß) oder der 
Zeilentrafo (Wicklungsschluß) selber.
Der Fernseher geht ja beim Einschalten nicht sofort in den 
Standby-Betrieb sondern in der Regel wird er kurz angeschaltet (als 
Testfunktion) und geht dann in den Standbybetrieb.
Da in der Zeilenendstufe aber ein kurzschluß vorliegt kommt dieses 
blinken der LED von den Anlaufversuchen.

mfg,

Franz

Autor: Wegstaben Verbuchsler (wegstabenverbuchsler)
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bei den meisten CRT-Fernsehern geht früher oder später (aufgrund 
Grenzwertiger Belastung) die Horizontal-Transe hops. Das ist ein dicker 
bipolarer Transistor (ggf. mit Schutzdiode drin) der auf dem Kühlblech 
in der Nähe des Zeilentrafos montiert ist.

Also: Kiste ausschalten, 1 Tag warten, Transe identifizieren, auslöten 
und mit einem billigen Ohmmeter mit "DiodnTest" durchmessen. 
Basis-Emmiter-Schluß feststellen, neue Transe besorgen, einlöten, 
fertisch.

PS: Wenn du mal den Fernseher Modell und Chassis-Typ postest kann ich 
auch mal schauen wie die Transe heißen müßte.

Autor: Mike (Gast)
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Also wie man anhand der vorliegenden Fehlerbeschreibung, direkt auf den 
Horizontalen Ablenktransistor tippen kann, ist mir fraglich.

Es gibt da einen Test um das Netzteil zu testen. Es kommen auf der 
Sekundärseite eine Spannung zwischen 180V-200V raus, an dieser Spannung 
hängt der besagte DST und der HOT. Man kann für den Netzteiltest die 
Spannung auftrennen und mit einer 60W Glühlampe belasten(muss sein sonst 
geht das Netzteil hoch). Die Glühlampe muss jetzt leuchten. Funktioniert 
aber nur, wenn die 200V nicht überwacht werden. Glaub ich aber bei der 
Kiste nicht, dass das gemacht wird.

Wie gesagt genau Type, sonst ist alles nur Spekulation.

Autor: Jörg S. (Gast)
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> Also wie man anhand der vorliegenden Fehlerbeschreibung, direkt auf den
> Horizontalen Ablenktransistor tippen kann, ist mir fraglich.
Wenn das Netzteil pumpt ist das doch das erste was einem in den Sinn 
kommt (aus Erfahrung). HOT testen geht doch auch viel schneller als 
Lampentest und ist auch wahrscheinlicher.

Autor: Ich (Gast)
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@Jörg S.

Jup. Geb ich dir völlig recht ;)
Jetzt können die möchtegern Ingenieure hier auch mal was lernen ;)

Autor: Der Dude (Gast)
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Ist doch einfacher, erstmal den Gleichrichter und die Transistoren auf 
Durchgang in der Schaltung zu testen, anstatt auszulöten, auftrennen, 
Glühbirne etc.

Autor: Georg (Gast)
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Mir ist der Fernseher mit dem Bildschirm voraus auf den Boden gefallen. 
Seitdem rührt sich gar nichts mehr, der Schirm bleibt dunkel.

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Fällt die Kiste auf's Gesicht,
verträgt die Röhre das meist nicht!

Da gibt es dann 'ne Implosion,
ich denke doch, die war jetzt schon.

Ein Kistchen mit Liquid Crystal
übersteht jedoch den Fall.

(alte Fernsehmann-Weisheit)

Koppi-Reit by Paul Baumann

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Paule, wenn das Fernsehprogramm nur halb so gut wäre, wie deine Reime, 
dann hätte ich ne Glotze...

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Danke für die "Blumen".

Paul

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Ich wuerde sagen das ist Deine Chance, Dich von dem Teil zu trennen :D 
In meinem ist Cola reingelaufen dann hat's nen bissel gestunken und nen 
paar mal geknallt und das war's dann *g

Autor: Mike (Gast)
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Gut dann tausche den HOT.
Bestell aber gleich zwei Stück, wenn du den eigentlichen Grund für den 
defekten HOT nicht beseitigt hast (defekter DST, kalte Lötstellen im 
Horizontalteil, defekte Horizontalkondensatoren, falsche-defekte 
Ansteueung des HOT usw.) wirst du ihn brauchen.

Nur Nerds tauschen nach Gefühl irgendwelche Bauteile aus.

@ Ich: Sei lieber mal den möchtegern Ingenieuren dankbar, dass sie die 
Geräte genau so entwickeln, das sie nach zwei Jahren kaputt gehen, sonst 
wärst du arbeitslos, wenn du es nicht schon bist

Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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So ich bin jetzt dabei erstmal die Platine rauszunehmen. Nur weiß ich 
nicht genau, wie man jetzt oben dieses Hochspannungsdings (rotes Kabel 
mit Gummi-"Stecker") abzieht. Ich habe das zwar schonmal bei einem 
anderen Fernseher abgepopelt, aber nur soll ja möglichst nichts dabei 
wegbrechen. Wie macht das ein Fernsehtechniker ab, hat der eine 
spezielle Zange?
Nochwas: muss man das mit so einem Schraubenzieher und Erdkabel entladen 
oder reicht das, wenn der Fernseher paar Tage aus war?
Also so professionel wie hier:
Youtube-Video "Discharging a CRT (or trying to)"
Am besten wärs, wenn dieses Lebewesen (das auf dem Video zu sehen ist) 
hier wäre. ;)

Autor: Wegstaben Verbuchsler (wegstabenverbuchsler)
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Der/die hat ja mehr Angst als Vaterlandsliebe auf dem Video!

lass einfach mal dei TV-Kiste ein paar tage vom Netz abgeklemmt stehen 
damit sich das Rohr entläd.

Den Saugnapf am Bildrohr kannst du umstülpen, und dann wirst du sehen, 
daß da  Feder-Kontakte in den Rand der Bildröhre hinein ragen.  Du 
drückst dann einfach am Saugnapf selbigen zusammen, so daß auch die 
Federn sich zusammen drücken. Und dann gehst schwupps raus mit den 
Federkontakten aus dem Rohr.

Autor: R+F Meister (Gast)
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Wenn Geräte runterfallen und es keinen offensichtlichen 
Bildröhrenschaden gibt, ist fast immmer ein Riss im Chassis zu finden, 
häufig in der Nähe des Zeilentrafos(weil der so schwer ist und die 
Kontakte ausreisst).

Autor: Magnus Müller (Gast)
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Wegstaben Verbuchsler wrote:
> lass einfach mal dei TV-Kiste ein paar tage vom Netz abgeklemmt stehen
> damit sich das Rohr entläd.

Das ist ein gefährlicher Tipp!!!

An der Anode kann auch noch Tage später eine hohe Spannung anliegen!

Ich musste in meiner Jugend diese Erfahrung machen. Habe damals meinen 
Fernseher zerlegt und in weiser Voraussicht den Fernseher 2 Tage zuvor 
vom Netz getrennt. Als es dann soweit war, wollte ich auf nummer Sicher 
gehen, und habe mein Digitalmultimeter (bis 1KV zugelassen) zwischen 
Masse und Anodenanschluss gehängt, um sicher zu gehen, dass die 
Hochspannung wirklich weg ist.

Mein Multimeter hat es nicht überlebt !

Gruß,
Magnetus

Autor: Der Dude (Gast)
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Du musst halt die gespeicherte Ladung ableiten. Oder willst Du immer 
einen Monat warten?

Die Klammer unter der Anodenkappe vorsichtig mit einem isolierten 
Schraubenzieher von der Bildröhre abhebeln. Das Hochspannungskabel dabei 
etwas weiter hinten an der Isolation festhalten.

Dann die Klammer einige Sekunden ans Metallchassis oder andere 
Masseteile halten. Das war's schon.

Kannst ja mal an einer defekten Kiste vom Schrott üben.

Autor: Magnus Müller (Gast)
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Der Dude wrote:
> Du musst halt die gespeicherte Ladung ableiten. Oder willst Du immer

Jau... Anode / Bildröhre entladen... Volle Zustimmung...

> Die Klammer unter der Anodenkappe vorsichtig mit einem isolierten
> Schraubenzieher von der Bildröhre abhebeln. Das Hochspannungskabel dabei
> etwas weiter hinten an der Isolation festhalten.

Das ist kein guter Rat. Wenn da noch einige KV drauf sind, kann das ein 
übles Erlebnis werden.

> Dann die Klammer einige Sekunden ans Metallchassis oder andere
> Masseteile halten. Das war's schon.

Super. Dann steht aber die Bildröhre immer noch unter Spannung!

Bildröhre entladen einfach gemacht:

Man nehme ein (isoliertes!) Kabel (eine Messstrippe bietet sich hier 
an), verbinde dieses mit einem guten Massepunkt im Fernseher. Das 
andere Ende versieht man mit einer Messspitze und schiebe diese 
vorsichtig unter den Gummi des Anodenanschlusses bis an die Anode heran 
um diese (meist mit einem freundlichen "peng!") zu entladen. Hat man 
alles korrekt gemacht, kann der Anodenanschluss nun gefahrlos abgezogen 
werden.

Gruß,
Magnetus

Autor: Ironiekus (Gast)
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Die Selbstentladung der Bildröhre geht schneller, wenn du das Vakuum 
entfernst.
Also Besenstiel holen und auf den Röhrenhals schlagen- fertig und aus. 
:)))

Autor: Max (Gast)
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und nicht vergessen, die sich am Boden gesammelten Elektronen abzulassen

Autor: Der Dude (Gast)
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@ Magnus:

nicht die Bildröhre entladen. Du musst schon lesen, was die Leute 
schreiben.

Es geht darum, dass mein keine gewischt bekommt, wenn man irgendwelche 
Innereien anfasst.

Du sollst natürlich nicht Finger oder Schniedel in die Anodenöffnung der 
Braunschen Röhre stecken.

>Das ist kein guter Rat. Wenn da noch einige KV drauf sind, kann das ein
>übles Erlebnis werden.

Wenn man fachgerecht arbeitet nicht. Das macht man allgemein so. Schon 
mal in einer TV-Werkstatt gearbeitet?

Wohl kaum. Schlaubi Schlumpf wartet lieber 36 Monate, bis das letzte 
Elektron verflogen ist.

Autor: Der Dude (Gast)
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Oh sorry, das mit dem Entladen über Messstrippe habe ich überlesen.

Das ist natürlich auch eine gute Methode!

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Schniedel, haha! Das würde ich lieber lassen ;)

Autor: Magnus Müller (Gast)
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Der Dude wrote:
>>Das ist kein guter Rat. Wenn da noch einige KV drauf sind, kann das ein
>>übles Erlebnis werden.
>
> Wenn man fachgerecht arbeitet nicht. Das macht man allgemein so. Schon
> mal in einer TV-Werkstatt gearbeitet?

Nicht in einer solchen, wie du sie dir vorstellst. Ich repariere 
Fernsehkameras, Mazen, Videomonitore, Audio- und Videomischer usw. im 
Auftrag von Fernsehanstalten.

"Fernseher" reparieren wir nur, wenn es unbedingt sein muss (oder wenn 
es ein besonderer Kunde ist ;)

> Oh sorry, das mit dem Entladen über Messstrippe habe ich überlesen.
>
> Das ist natürlich auch eine gute Methode!

Das finde ich auch ;)

Nachtrag // Ergänzung // WARNHINWEIS :

Mit der Hochspannung, welche in vielen Fällen auch lange nach 
Netztrennung an Bildröhren anliegt ist NICHT zu spaßen! Die von mir 
beschriebene Vorgehensweise zum Entladen der Bildröhre (incl. des 
Anodenkabels) birgt auch seine Risiken. Wenn das "Entladekabel" z.B. 
nicht korrekt mit der Gerätemasse verbunden ist, kann genau das 
passieren, was man eigentlich vermeiden wollte: Die Hochspannung wird 
über den Körper des... ähm... "Technikers" abgebaut.

Gruß,
Magnetus

Autor: Wegstaben Verbuchsler (wegstabenverbuchsler)
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hier noch eine nette faq zum Thema Ablenkeinheiten

http://www.repairfaq.org/sam/deflfaq.htm#dsvbh

Autor: Dieter Werner (dds5)
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Wie sieht denn das mit dem Halten der Ladung bei aktuellen TVs aus?

Meine letzten Rep-Versuche liegen schon einige Jahr(zehnt)e zurück und 
ich kann mich nur daran erinnern, dass nach dem Umstieg von Röhren auf 
Selenstäbe die Ladung durch den Leckstrom innerhalb weniger Stunden 
abgebaut war.

Autor: RuFer (Gast)
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Auch wenn ich jetzt haue bekomme... Ich habe mit meiner gesamten 
Laufbahn als R.u.F. Techniker nicht ein einziges mal ne Kaskade oder 
sonst irgendwas entladen.

Autor: Mike (Gast)
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weil ich gerade zufällig gefunden habe:

http://iwenzo.de/wiki/Lampentest

Autor: Dirk J. (dirk-cebu)
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> Bildröhre entladen einfach gemacht:
> Man nehme ein (isoliertes!) Kabel (eine Messstrippe bietet sich hier
> an), verbinde dieses mit einem guten Massepunkt im Fernseher. Das
> andere Ende versieht man mit einer Messspitze und schiebe diese
> vorsichtig unter den Gummi des Anodenanschlusses bis an die Anode heran
> um diese (meist mit einem freundlichen "peng!") zu entladen,

Uns wurde noch 1968 beigebracht, die Bildröhre über einen hochohmigen 
Widerstand zu entladen. Wenn die Anodenspannung noch sehr hoch ist, 
fließt anderenfalls bei der schlagartigen Entladung ein hoher Strom 
(hohe Kapazität durch graphitierte Glasflächen), welcher den inneren 
Anschluß zur Anode abreißen können. Und da ist dann nichts mehr mit 
löten. Ich muß zugeben, ich habe immer sehr ungern den Anodenanschluß 
abgezogen. Wenn man weiß, daß hinter ein paar Millimetern Gummi noch 
30.000V lauern können, hat man Respekt.
MfG
Dirk

Autor: Magnus Müller (Gast)
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> Uns wurde noch 1968 beigebracht, die Bildröhre über einen hochohmigen
> Widerstand zu entladen. Wenn die Anodenspannung noch sehr hoch ist,

Davon hab ich auch gehört, aber es sprechen auch (mindestens) zwei 
Argumente dagegen:

1. Die wenigsten haben Zugriff auf hochohmige Widerstände, die bei
   30KV nicht überschlagen.

2. Wenn einer nicht wirklich weiss was er da tut, ist die Wahrschein-
   lichkeit zu groß, dass dieser eine den Widerstand auf der
   HV-führenden Seite anfasst (auch eine Wahrscheinlichkeit von
   1:10.000 wäre in diesem Fall zuviel)!

> fließt anderenfalls bei der schlagartigen Entladung ein hoher Strom
> (hohe Kapazität durch graphitierte Glasflächen), welcher den inneren
> Anschluß zur Anode abreißen können. Und da ist dann nichts mehr mit

Das mit dem Abreissen wusste ich bis jetzt allerdings nicht. Danke für 
den Hinweis (man lernt ja nie aus).

> löten. Ich muß zugeben, ich habe immer sehr ungern den Anodenanschluß
> abgezogen. Wenn man weiß, daß hinter ein paar Millimetern Gummi noch
> 30.000V lauern können, hat man Respekt.

Mir geht es nach wie vor genau so. Habe mit Anodenspannung schon ein 
paar unangenehme Erfahrungen gemacht:

- Multimeter getötet
  (nach ein paar Tagen ohne Netzanschluss versucht die Spannungsfreiheit
  der Anode festzustellen)

- Beinahe selbst getötet
  (Zum 1. mal einen "Hochspannungstastkopf" verwendet. Es sollte die
  Anodenspannung [27KV] eines Monitors gemessen werden um die Über-
  spannungsschutzschaltung zu justieren. Ich habe dem Tastkopf [wurde
  mir von einem Kollegen gegeben] schon vor der Messung nicht getraut
  und habe ihn vorsichtshalber im ausgeschalteten Zustand unter die
  Anodenkappe geschoben. Dann Hände weg von dem Ding und den Monitor
  eingeschaltet... es gab einen lauten und langanhaltenden Überschlag
  von Tastkopfspitze zum Griff, der erst aufhörte, als ich den Monitor
  ausschaltete.)

Gruß,
Magnetus

Autor: Der Dude (Gast)
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Man muss unterscheiden:

1. Strahlstrom im laufenden Betrieb
2. Gerät abgeschaltet, gespeicherte Ladung in Hochspannungskaskade
3. Gerät abgeschaltet, gespeicherte Ladung in Bildröhre

Du kannst Dich in allen 3 Fällen kaum töten. Für in die Ecke fliegen und 
Dünnschiss in der Hose langt's allerdings allemal.

Der Strahlstrom ist auf 1 mA begrenzt. Tödlich sind >25 mA.

Und das, was in den paar pF der Bildröre oder der Kaskade gespeichert 
ist, reicht zwar um Dir ordentlich eine zu servieren. Aber umbringen tut 
Dich das nicht.

Autor: Gerit (Gast)
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Mein Vorgänger in der R+F Werkstatt hat das Entladen der Bildröhre mal 
bei laufendem Betrieb des Fernsehgerätes probiert. Der muss dann 
ziemlich dumm guckend in der Ecke auf dem Stuhl gesessen haben.

Man wie gerne höre ich diese Geschichte von den Kollegen, ich finds 
einfach nur geil.

Autor: memo (Gast)
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Also die Anode der Bildröhre gegen Masse - um die Röhre zu entladen, ist 
OK, aber besser ist wohl dazwischen noch ein Leistungswiederstand. Also 
zwischen Anode und Masse....

Autor: *.* (Gast)
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Ich hatte mal einen Monitor mit Riss im 'Saugnapf'. Bin mit der Hand zu 
nahe rangekommen (wollte gar nichts von der Hochspannung), es hat etwa 
dreimal nach meinem Finger gezüngelt, dann hat er abgeschaltet. Bin noch 
eine Zeitlang blöd dagestanden, und habe dann am nächsten Tag entdeckt 
das der DAC in meiner Grafikkarte gegrillt war - ich hatte das 
Videokabel in der anderen Hand...

Autor: Kurz und Gut (Gast)
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Wenn der Lehring fasst an die Elektrode gibt es keine Lebenden nur Tote

Autor: Ramo (Gast)
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hallo  leute, bin ziemlich traurig , habe mir vor einen jahr einen 
gebrauchten sony triniton KV-32 WS2D gekauft, für 300 euro
vor eine woche hab ich wie gewohnt, mein fernseher ausgeschaltet, auf 
standby, und am nächsten tag versucht wieder einzuschalten, ging nicht 
mehr, hab den netzstecker rausgezogen, und auf einschalt knopf gedrückt, 
damit es sich entläd  und wieder eingesteckt, kamm dieses zichen, und 
freute mich  dachte es geht an aber zack hat er sich sofort auf standby 
geschaltet, standby leuchtete die ganze zeit also immer noch zweimal rot 
und das im takt, leuchtet zwei mal und dann bleibt es kurz weg und 
wieder hinternander blinkte es zwei mal wieder, und das die ganze zeit, 
jetzt auch ,  kann mir jemand vielleicht etwas behilflich sein, ich 
möcht ungern es rausschmeissen, bin sowas traurig, möchte ungern wieder 
soviel reperatur geld ausgeben, kenne mich mit den grundlagen der 
elektro technick sehr gut aus, aber nicht gut genug um denfelehr zu 
ermitteln vom fernsehern, eher mehr von machienen und anlagen
bitte um hilfe

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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Ich tippe auf Horizontaltransistor.

Autor: Wölfi (Gast)
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>Ich tippe auf Horizontaltransistor.

sehr wahrscheinlich der, bei Sony muss man aber auch immer kräftig alles 
Nachlöten

Autor: Wegstaben Verbuchsler (wegstabenverbuchsler)
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C816, c817, c818 prüfen (Hochspannungs-Kondensatoren

http://www.repdata.de/wbb2/thread.php?threadid=516...

(für Bilder ansehen ggf. beim repdata Forum anmelden)

Autor: Take it easy (Gast)
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> Auch wenn ich jetzt haue bekomme... Ich habe mit meiner gesamten
> Laufbahn als R.u.F. Techniker nicht ein einziges mal ne Kaskade oder
> sonst irgendwas entladen.
da sind wir ja schon 2, auch wenn ich kein R.u.F.-Techniker bin.
Reicht es nicht aus den Siebelko und ein paar andere Hochvolt-Elkos zu 
entladen?
Eine Spule kann natürlich auch Ladung aufbauen, aber doch nur wenn Strom 
fließt, also im Betrieb, oder?

Autor: Ich (Gast)
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Außer beim Zeilentrafowechsel gibt es eigentlich keine Notwendigkeit das 
Hochspannungskabel von der Bildröhre zu trennen oder selbige zu 
entladen.

Wenn man beim notwendigen lösen die Federklammern mit dem Isoliergummi 
zusammendrückt ist auch das Entladen nicht notwendig. Die 2. Hand steckt 
man derweile in die Hosentasche.

Autor: *.* (Gast)
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Wenn mal nicht ein Riss im Isoliergummi ist...

Autor: Tim (Gast)
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Wie "Ich" sehe ich das auch und ich bin R.u.F-Techniker.
Sei dennoch vorsichtig, aber lass das Kabel lieber dran(zur Röhre)

Autor: Wölfi (Gast)
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zwischen:
>Autor: Kurz und Gut (Gast)
>Datum: 05.09.2008 09:33

und
>Autor: Ramo (Gast)
>Datum: 08.01.2009 02:16

liegt fast ein halbes Jahr und es ging aktuell gar nicht mehr um das 
thema: Bildröhre entladen, also vollkommen am Thema vorbei die letzten 
Punkte

Autor: Ramazan Cümbür (Firma: Keine) (ramo)
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sorry wenn ich hier  irgendwie  mein problem dargestellt habe, ich würd 
gerne mein fernseher wieder reparieren , nur ich find diesen kurzschluss 
problem nicht

Autor: Wegstaben Verbuchsler (wegstabenverbuchsler)
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@ramo
dein thema hat ja durchaus was mit dem thread zu tun. Auch wenn es nicht 
ganz fein ist, alte Threads wieder aufzuwärmen, passt das schon.

hast du die genannten Vorschläge (Transistor bzw. Kondensator) schon 
prüfen können ?

@Wölfi
der Hinweis mit der Hochspannung schadet aber auch nicht, insofern wäre 
dein Einwand nicht wirklich notwendig gewesen und bläst nur den Thread 
auf ....

Autor: Wölfi (Gast)
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@Wegstaben Verbuchsler

is klar, und bei Arbeiten am Gerät immer schön den Netzstecker ziehen 
oder mit Trenntrafo arbeiten (tut zwar nicht zum Thema beitragen, das 
Wissen schadet aber auch nicht)

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