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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Arbeiten in der Ost-Schweiz - Wohnqualität erschütternd

Autor: Mr. X (Gast)
Datum: 11.03.2008 23:26

Ich arbeite seit einiger Zeit in der Ostschweiz. Bei der Siche nach
Wohnungen und auch den übergangsweise genutzen Hotels und Pensionen kam
mir immer wieder der Gedanke, daß ich im letzten Jahrhundert gelandet
sein muss. Die Qualität sinkt rapide ab, je weiter es in Richtung
Österreich geht.

Ähnliches habe ich schon einmal in Deutschland erlebt: Im Osten, auf dem
Gebiet der ehemaligen DDR sieht es vielerorts aus, als wäre es noch
1970. Woher kommt das ?

Geht das nur mir so?

Was mich besonders wurmt, sind die unverschämten Preise, die die z.T.
noch haben wollen. Da werden 80 SFr verlangt und man hat nicht einmal
ein Bad, ein anderer Gasthof will 100 Sfr am Tag oder 1600 SFr im Monat
für ein einzelnes großes Zimmer mit WC, wo es ausschaut, daß es einem
graut. Auch bei Wohnungen werden schnell 1500,- fällig und man hat noch
nichts warm oder Wasser fliessend (abgesehen, von den feuchten Wänden).

Da habe ich in Stuttgart für ein Top Appartment mit allem drum und dran
gerade 1000,- Euro gehabt und auch ein Hotelzimmer gab es schon ab 45,-
die Nacht - aber super sauber mit funktionierender Heizung.
Autor: Gast (Gast)
Datum: 12.03.2008 07:28

Es wird doch immer behauptet, dass die Schweiz das Paradies sei, man
gigantische Gehälter zu niedrigen Ausgaben erhält.

Wenn man sich vorher informiert (nicht hier im Forum), dann sollte das
klar gewesen sein. Und das ist auch nicht das einzige, was teurer ist.

Was hält dich in der Schweiz?
Autor: Pfff (Gast)
Datum: 12.03.2008 07:34

Ja was denn ? Sind Pensionen und Hotels alleinentscheidend für
Wohnqualität ? Wie sieht's denn mit richtigen Wohnungen aus ?

Ich bin in der Gegend aufgewachsen, und die Ostschweiz mit m'Ossiland
zu vergleichen ist ein wenig.. hm naja..

Wenn du für 1600 Sfr.- keine Wohnung in der Ostschweiz findest,
dann haste sehr wenig Zeit in die Suche investiert..

Ach ja, und wir sind ein Volk von Inzestlern, leben im
letzten Jahrhundert.. Warum kommen zig tausende deutsche
wohl in die Schweiz arbeiten ? Weils so Scheisse ist ?
Autor: andy (Gast)
Datum: 12.03.2008 07:59

Schlicht und ergreifend: Weil es hier noch Arbeitsplätze gibt.
Autor: Krampusch (Gast)
Datum: 12.03.2008 08:07

Richtig! Sehe ich genausos. Ich habe mir auch aus verschiedenen
Angeboten etwas wählen können und was es in Deutschland, Österreich und
auch Holland (!) gab, waren aus Sicht eines Akademikers nur
Handlangerjobs (Fehlersuche und Tests) oder sie waren unterirdisch
bezahlt. Besonders in Austria ist gar kein Gehalt zu erzielen.

Da nehme ich die Schweizer Verhältnisse in Kauf.

gez. der Krampusch
Inzwsischen (wieder) Schweizer
Autor: Ost-Schweizer (Gast)
Datum: 12.03.2008 08:53

Naja unfähig ein vernünftiges hotel oder eine vernünftige wohnung zu
suchen... aber ne dumme fresse...
Autor: 6641 (Gast)
Datum: 12.03.2008 10:49

Wenn die Bauten noch aus 1970 waeren... zieh nochmals ein Jahrhundert
ab. Solange immer wieder jemand gefunden wird, der die Preise bezahlt...
Es geht guenstiger : Wohnwagen zum mieten, Zeltplatz,
Bergwandererhuette.
Autor: zweifler (Gast)
Datum: 12.03.2008 17:34

Naja

Bei uns kostet Qualität halt auch etwas. Ist das selbe wie bei auch den
meissten Aldi Müll kann man ja auch nicht essen aber ihr nehmt ihn
trotzdem immer mit wenn ihr von zu hause kommt.

Gruss
Autor: andy (Gast)
Datum: 12.03.2008 17:50

Na ja, das Essen ist in der Schweiz auch nicht besser. In CH heisst das
dann Migros.
Qualität bekommst Du in D genauso.

Geh mal nach Japan. Dann weisst Du was wirkliche Qualität (nicht nur
beim Essen) ist.

Gruss
Andy
Autor: Schweizer (Gast)
Datum: 12.03.2008 22:08

>kam mir immer wieder der Gedanke, daß ich im letzten Jahrhundert gelandet
>sein muss.

Solche Kommentare kannst du dir sparen.


>Ähnliches habe ich schon einmal in Deutschland erlebt: Im Osten, auf dem
>Gebiet der ehemaligen DDR

DDR kannst ja wohl nicht ganz mit dem Resten vergleichen. Oder kennst du
dich Geschichte Deutschlands etwa nicht??


>Was mich besonders wurmt, sind die unverschämten Preise

Tja, bei uns kostet halt Qualität etwas. Aber dass ein Deutscher immer
nur das billigste will ist ja bekannt.


>Da habe ich in Stuttgart für ein Top Appartment mit allem drum und dran

Dann geht doch in dein schönes Stuttgart, wenn dort alles so billig ist.
Es kommen noch genug andere deutsche - und denn gefällts hier.


Grüsse aus dem wunderschönen Herzen Europas ;-)

Schweizer
Autor: Stefan N. (quader)
Datum: 12.03.2008 23:34

In welchem Gebiet der Ostschweiz?

Den Kanton Zürich zähle ich auch zur Ostschweiz, doch dann fände ich
deine Aussage ziemlich lächerlich.
Wenn du in Zürich (ich meine nun nicht die Stadt) nichts vernünftiges
findest, dann hast du mit diesem Thread hier wohl mehr Zeit verbraucht
als mit der Wohnungssuche...

Und in Thurgau oder St. Gallen wird es wohl auch kaum so schlimm sein.
Dies mit Ostdeutschland zu vergleichen ist wohl übertrieben.

Auch die Aussage zur Migros lässt mich zweifeln. Solch eine Ladenkette
kannst du nicht wirklich mit Aldi oder Lidl vergleichen. Glaub mir, ich
weiss wovon ich rede. Denn auch bei uns haben sich vor einiger Zeit jene
genannten Ladenketten niedergelassen, und das ist ein ziemlicher
Unterschied!

Ich bin keiner dieser Schweizer, welche es sich zur Lebensaufgabe
gemacht haben, sein Land über alle anderen Länder zu stellen. Doch das
Bild, das der OP hier vermitteln will, habe ich nun so noch nie
erlebt...
Autor: Randschweizer (Gast)
Datum: 13.03.2008 08:03

Hallo zusammen, wohne 5 km neben der Schweizer Grenze.
Die Schweiz ist ein tolles Land aber auch verdammt teures Land. Das
merken auch die Schweizer. Bei uns sind die Gasthäuser voll mit
Schweizern, weil sie
a.)  keine vergleichbare Gastronomie haben,
b.)  wenn sie die gleich Qualität in ihrem Land haben wollen (was es
natürlich auch gibt) müssen sie weit mehr dafür als in Deutschland
bezahlen.

Dass die Schweizer ihre Flieger ständig über meinen Kopf hinweg auf den
Flughafen Zürich leiten, stinkt mir gewaltig. Ja auch ich nutzte den
Flughafen Zürich und bin sehr wohl damit einverstanden, dass Flugzeuge
über Deutschland einfliegen aber eben nicht alle. Was war das für ein
Eiertanz bis sich da etwas getan hat. Da kam der Egoismus pur heraus.
Und noch etwas: Fahr mal auf der Autobahn von Basel Richtung Karlsruhe
und zurück. Wenn du da bei 160km/h einen im Nacken hast von dem du das
Nummernschild nicht mehr lesen kannst, dann siehst du aber sicher die
Schweizer Nationalflagge auf seiner Stirn. Ja die Schweizer sind so
reich, dass sie auf unseren Autobahnen so richtig die Sau raus lassen
können, da die Strafzettel bei uns ein Nasenwasser gegenüber dem sind,
was du in der Schweiz zu bezahlen hast, wenn du mal 10km/h zu schnell
bist.
Will damit nur sagen, so ganz leicht haben wir es hier an der Grenze mit
den Schweizern nicht. Wir profitieren von ihnen, sie aber auch von uns.
Vielleicht liegt es daran, dass wir uns nicht über alle Maße mögen.
Autor: XXX (Gast)
Datum: 13.03.2008 09:03

Zur Wohnqualität: Es ist schon richtig, daß Qualität ihren Preis hat.
Aber die versteckte Aussage, daß in der Schweiz deshalb alles teuerer
ist, ist komplett verfehlt. Ich merke es auch an den Wohnungs- und
Hotelpreisen, daß ein und dieselbe Wohnungsgröße in der Schweiz rund 20%
mehr kostet.

Auch scheint es mir mancherorts einen Mangel zu geben, der automatisch
dazu führt, daß jede Bruchbude vermietbar ist. Beispiel: Kleines Zimmer
mit Doppelbett, einem Tisch (Wohnen und Schlafen) mit Waschbecken,
insgesamt sehr einfache Austattung, 16qm all-in, Dusche auf dem Gang für
alle, für 120 Franken die Nacht. Das Bad war ziemlich runtergekommen,
Wäsche und Interner gingen auch noch extra !

Anderes Beispiel: Vermietetes "Studio" nach schweizer Deklaration mit
gut 25qm, Bett, Tisch, Toilette und Dusche nicht mal extra, sondern nur
per Vorhang abgeteilt, Heizung per Holzofen für immerhin noch 800
Franken im Monat zuzüglich Strom. Das sind nach Deutscher Währung 500,-
Euro. In Deutschland wäre das (wenn überhaupt) für maximal die Hälfte zu
vermieten!

Aber wenn man fremd oder neu in der Stadt ist, muss man eben auf die
Scnelle nehmen, was man gerade noch kriegt.

Man sollte immer gleiches nebeneinanderstellen! Ich komme sehr viel rum
und kann daher guten Gewissens sagen, daß die gleiche Qualität in der
Schweiz sehr viel mehr kostet. Das liegt nach meiner Einschätzung vor
allem daran, daß man hier generell etwas einfacher eingerichtet ist und
es nicht so viele moderne Wohnungen gibt, andererseits aber auch
Geringverdiener mehr haben, als in Deutschland, sodaß auch für lumpige
Wohnungen astronomische Preise zu erzielen sind.

Mal ein Vergleich: Auch in Österreich ist es so, daß die mittlere
Wohnqualität einiges unter dem Niveau von Deutschland liegt, aber die
Preise sind dort nochmal deutlich niedriger, sodaß sie in Relation sogar
billiger sind. Auch die qualitativ höhren Wohnungen sind erschwinglich,
weil das Lohnniveau in Ö nicht so hoch ist und nicht so viele da sind,
die sich Teures leisten können.

Auch dazu ein Beispiel aus dem letzten Jahr: Appartmenthotel in
Südösterreich, mit 65qm Wohnfläche für 4 Personen gedacht, Schlafzimmer
mit Doppelbett, Zusatzschlafzimmer für Kinder, großes Wohnzimmer mit
Ledercouch, Sitzgarnitour, Tisch, Schreibtisch, extra Arbeitstisch, Bad
mit Badewanne und Dusche, WC im extra Raum, große Küche mit
Vollaustattung, Spülmaschine, Mikrowellezeile, Herd, Wäscheservice etc..
Gezahlt habe ich gerade 41,- Euro ( 65,- Franken) am Tag für jeweils 4
Wochen, inklusive Internet, Tiefgarage und Fitnessraum.

Wenn man in der Schweiz was Großes und Gutes haben will, muss man tief
in die Tasche greifen. Ein im Vergleich dazu schon leicht abgespecktes
Arrangement (55qm, ohne Fitnessraum, nur kleine Küche, kein zweites
Schlafzimmer, einfaches Wohnzimmer ohne echten Arbeitsbereich) hätte
hier im Raum St. Gallen schon 85,- Franken je Monat zuzüglich 35,-
Internet, 120,- Parking. In Relation zur Austrialöäsung also kleiner,
Bescheidener und trotzdem deutlich teurer. Problem : Es war nicht frei
und ähnliches nicht zu bekommen, jedenfalls nicht zeitnah.

Ich habe jetzt eine Appartmentwohnung im Raum Appenzell, 45qm,
Schlafzimmer und Wohnzimmer getrennt, Bad mit Dusche + WC,
Kochgelegenheit (keine Küchenzeile!), kleines Wohnzimmer und zahle dafür
1500 Franken business-Tarif. Strom, Internet und Parking heben es wieder
auf 1800,-. also auch noch erheblich teurer.

Im Schwarzwald, nähe Freibug hatte ich ein ähnliches Appartment wie in
Austria und lag noch unter dem schweizer Tarif.

Fazit: Die Schweiz ist einfach zu teuer! Als Tourist in jedem Fall nach
Östereich. Da kostet nur die Vignette mehr.
Autor: XXX (Gast)
Datum: 13.03.2008 09:07

Korrektur: Gemeint war natürlich :

im Raum St. Gallen schon 85,- Franken am Tag und je Monat zuzüglich 35,-
Internet, 120,- Parking. Das wären etwa 1650,- Euro im Monat.
Autor: Patrick (Gast)
Datum: 13.03.2008 09:13

Ich weiss gar nicht, was Ihr alle für Probleme habt. Hier in der
Ostschweiz kriegt man auch schöne, grosse Wohnungen für wenig Geld. Ich
z.B. wohne mit meiner Familie in eine 4.5 Zimmer-Wohnung für 1000
Franken. Ausserdem kann man hier auch schon für 1500 Franken ein ganzes
Einfamilienhaus mieten. Ich glaube, Ihr habt einfach an den falschen
Orten gesucht. Schaut doch mal auf http://alle-immobilien.ch/
Da findet Ihr alles.

Und von wegen Ostschweiz = DDR!!
Meine Frau kommt aus der ehemaligen DDR und wir waren schon öfter da zu
Besuch und ich kann sagen, dass man hier keine Vergleiche ziehen sollte.
So schlechte Bedingungen wie da gibt es in der Schweiz nirgens.

Und man sollte auch nicht Migros mit Aldi vergleichen. Warst Du schon
mal in einer Migros? Oder im Coop? z.B. im Gallusmarkt? So einen Aldi
musst Du erstmal suchen!!
Autor: XXX (Gast)
Datum: 13.03.2008 09:32

> Schaut doch mal auf http://alle-immobilien.ch/
Suche ergab : "Immobilienangebot Rheintal: 0 Angebote zu möblierten
Wohnungen"

>Da findet Ihr alles.
Patrick, der ulkige Schweizer :o
Autor: Stefan N. (quader)
Datum: 13.03.2008 10:14

Dann habt ihr einfach ungünstige Ortschaften erwischt. Aber allgemein zu
sagen, dass diese Zustände in der ganzen Ostschweiz gelten ist nicht
ernst zu nehmen.

Wo liegt denn eigentlich das Problem? Wenns einem hier nicht passt, oder
wenns zu teuer ist, könnt ihr ja in Deutschland bleiben oder eine
Anstellung in anderen Gebieten der Schweiz suchen. Ich weiss der Spruch
kommt oft, aber hat ja doch sein Wahres...

Ich denke wir können uns weder in der Schweiz noch in Deutschland über
ungenügende Bedingungen beklagen. Aber ist ja im Trend überall irgendwas
zu finden, was einem nicht passt.
Autor: Patrick (Gast)
Datum: 13.03.2008 11:22

>Suche ergab : "Immobilienangebot Rheintal: 0 Angebote zu möblierten
>Wohnungen"
Die Ostschweiz besteht ja auch nicht nur aus dem Rheintal. Was ist mit
Thurgau, St.Gallen, Appenzell, Schaffhausen?
Ich würde erstmal richtig suchen, bevor man hier grosse Sprüche klopft.
Autor: Banker (Gast)
Datum: 13.03.2008 12:27

Hallo

Ich war mal bei HP in einem einwöchigen Kurs. War in der nähe von
Frankfurt. Das Hoteleinzelzimmer kostete knapp 100 Euro, was natürlich
auch viel zu viel war für das gebotene.

Bei uns werden Wohnungen eher ohne Moblierung vermiettet.
Autor: Patrick (Gast)
Datum: 13.03.2008 12:38

In der Schweiz ist immer auch schon eine Küche mit drin. In Deutschland
muss man die ja meistens selber mitbringen.
Autor: Onan (Gast)
Datum: 13.03.2008 12:43

Habe gehört, am schlimmsten ist es in Hinterindien... Dort gibt es nicht
mal Klopapier und man wischt sich mit den Fingern den Hintern ab...

Hoffe dass ist in der Ostschweiz nicht so.
Autor: Master Snowman (snowman)
Datum: 13.03.2008 12:51

@Onan: offenbar warst du noch nie in der CH. also bitte degradier sie
nicht. oder in anderen worten: versuch durch unterstellige fragen nicht
die CH auf ein niveauloses level zu ziehen, ansonsten müsste ich dich an
deinen namen erinnern. danke!
Autor: Lindauer (Gast)
Datum: 13.03.2008 12:53

> Naja

> Bei uns kostet Qualität halt auch etwas. Ist das selbe wie bei auch den
> meissten Aldi Müll kann man ja auch nicht essen aber ihr nehmt ihn
> trotzdem immer mit wenn ihr von zu hause kommt.

> Gruss

Und warum kommen dann die Schweizer scharenweise nach D und kaufen den
Aldi-Müll, den man anscheinend nicht essen kann?
Autor: Master Snowman (snowman)
Datum: 13.03.2008 12:56

weil preis und qualität nicht linear steigen. bei jedem ist die
schmerzensgrenze der preisdifferenz zur nächshöheren qulitätsstufe
unterschiedlich. bei den einen fängt sie schon früh an, deshalb gehen
sie leiber zu Aldi als zur Migros ..ich kaufe übrigens gelegentlich auch
bei Aldi ein ;)
Autor: Onan (Gast)
Datum: 13.03.2008 13:07

Diese Schoko-und-Keks-Variante aus dem Aldi ist super lecker. Gibt's
sowas in der CH auch?
Autor: XXX (Gast)
Datum: 13.03.2008 13:38

>Diese Schoko-und-Keks-Variante

Im schweizer Aldi gibt es einige andere Sachen, als im deutschen oder
bei Hofer. Gestern hab eich Haferkekse erworben - sehr empfehlenswert.

>deshalb gehen sie leiber zu Aldi als zur Migros
Aldi = Billig = LowLevel könnt ihr mal haken! Ich war jahrelang ein
Aldi-Feind und habe bis etwa 2002 nie dort gekauft. Die Aldiqualität ist
aber ausserordentich gut. Das haben Tests mit Lebensmitteln ergeben,
besonders im Vergleich mit Ökoläden. Auch beim Fleisch bekommt man es im
Aldi sehr frisch, was auch an dem hohen Durchsatz liegt. Die haben zudem
auch einige sehr gute Sachen, die man anderso nicht oder nur extrem
überteuert bekommt: Ein Beispiel sind die Weisswürste, die
"Joghurt-Ecken" (die kommen OEM von "Müller", kosten aber die Hälfte)
und noch einige andere weisse Artikel mehr, die unter Aldi-Logo oder
noname laufen und in Wirklichkeit Markenartikel sind.

>Und warum kommen dann die Schweizer scharenweise nach D und kaufen
Das sehe ich auch. War selber letztes Wochenende in Lindau unterwegs und
was sehe ich? Lauter CH-Kennzeichen vor den Läden und nicht nur solche
mit SG! Die Tante, die mir in Appenzell die Schoki verkauft hat, hat
selber zugegeben, daß sie fast den gesamten Lebensmittelbedarf für ihr
Restaurant in Bregenz oder Lindau holt.

>Habe gehört, am schlimmsten ist es in Hinterindien... Dort gibt es nicht
>mal Klopapier und man wischt sich mit den Fingern den Hintern ab...

Auch in Malaysia haben sie es z.T. Kollegen die dort arbeiten, berichten
oft, daß auf den Toiletten kleine Wassereimer stehen, wo die die Händer
reintauchen können, um sich .... naja. Das Wasser dort drin, wird dann
mit der Zeit auch langsam braun.

>In der Schweiz ist immer auch schon eine Küche mit drin.
>In Deutschland muss man die ja meistens selber mitbringen.

Das kann ein Vorteil und ein Nachteil sein. Ich sehe das so, daß man
entweder eine leere oder übergangsweise eine möbilierte Wohnung braucht.
Da hilft eine Küche nicht wirklich weiter, zudem kriegt man auch in D
meist die Einbauküche vom Vormieter.

Und das, was ich hier an "Küchen" gesehen habe, ist nicht das gelbe vom
Ei.

Wenn ich eine Vollwohnung nehme, bringe ich die dann lieber selber, nach
eigenen Wünschen.

>Die Ostschweiz besteht ja auch nicht nur aus dem Rheintal. Was ist mit
>Thurgau, St.Gallen, Appenzell, Schaffhausen?

Schaffhausen liegt in der Ostschweiz?
Mein Problem ist, daß ich dort wohnen muss, wo ich arbeite. Vielleicht
sehen das die Schweizer anders. Klar, ich könnte auch wieder in Milano
wohnen und jeden Tag einfliege. Ach ne, geht ja nicht, SG hat ja keinen
Flughafen.

>Ich war mal bei HP in einem einwöchigen Kurs. War in der nähe von
>Frankfurt. Das Hoteleinzelzimmer kostete knapp 100 Euro,

Firstclss-Hotels , ok. In Zürich zahle ich 250,- Franken für so ein
Hotel.
Aber in Frankfurt bekommst Du auch gut ausgebaute Wohngunen für Singles
ab 300,- im Monat möbliert und Nähe Westend! Im Umland kosten
Altbauwohnungen in der Qualität, wie ich sie hier vorfinde, unter 9,-
den qm. Ich weiss, es, da ich selber eine vermiete und die Preise kenne.

Die Wohnungen, die ich hier auf dem Land besichtigt habe kosten im
Schnitt eher das doppelte (bei gleicher Aussattung, Baujahr, Heizungsart
etc.)
Autor: Patrick (Gast)
Datum: 13.03.2008 13:52

>Schaffhausen liegt in der Ostschweiz?
Ja! Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Ostschweiz

>Mein Problem ist, daß ich dort wohnen muss, wo ich arbeite.
Warum? Ich arbeite auch im Rheintal und wohne im Thurgau. Wo liegt das
Problem? Das ist ein Arbeitsweg von 25 Minuten.

>Ach ne, geht ja nicht, SG hat ja keinen Flughafen.
Falsch!! Siehe Flughafen Altenrhein. (http://www.airport-stgallen.com)
Autor: XXX (Gast)
Datum: 13.03.2008 18:47

Den kenne ich, daher mein kätzerischer Einwurf. Das ist kein Flughafen
sondern ein Kinderspielplatz. Die fliegen offenbar nur nach Wien und von
dort aus nach wer weiss wo. Ok, ich könnte von Wien nach Frankfurt
fliegen, dem größten deutschen Flughafen. Wenn ich aber erst nach Wien
muss, um über Frankfurt nach Köln zu gelangen, dann ist es sicher besser
ich setze mich in ein Schlauchboot, begebe mich in den Rhein und zähle
bis 1000. Dann bin ich schneller daheim. Ach ja: Hotel am Domplatz
kostet die ÜN mit Frühstück 55,- Top Hotel in bester Lage.
Autor: David (Gast)
Datum: 13.03.2008 19:17

@Patrick
in 25 Minuten vom Thurgau ins Rheintal???
--> Scheint als hätten wir ein sehr schnelles Auto... :-)

Punkto Flughafen würde ich behaupten, dass man auch im hochgelobten
Deutschland nicht von überall innert wenigen Minuten an einem grösseren
Flughafen ist. Von der Ostschweiz aus ist man zumindest in etwas mehr
als einer stunde in Zürich...


@Onan
>>Habe gehört, am schlimmsten ist es in Hinterindien... Dort gibt es nicht
>>mal Klopapier und man wischt sich mit den Fingern den Hintern ab...

Schon hinterwäldlerisch wenn es doch tatsächlich kulturen gibt, die die
perfekte lebensweise eines gewissen landes nicht übernehmen wollen, eine
frechheit...
Autor: Patrick (Gast)
Datum: 13.03.2008 23:19

>in 25 Minuten vom Thurgau ins Rheintal???
>--> Scheint als hätten wir ein sehr schnelles Auto... :-)
Ich hab ja nicht gesagt, ich müsse durch den ganzen Thurgau und das
ganze Rheintal fahren, um zur Arbeit zu kommen. Ich wohne am östlichen
Ende des Thurgaus und arbeite am Anfang des Rheintals. Da kommt man über
die Autobahn mit den erlaubten 140 locker in 25 Minuten an ;-)
Autor: Gast (Gast)
Datum: 14.03.2008 08:47

Wenn man so fährt, wie die Schweizer auf unseren Autobahen fahren, ganz
sicher!

>Punkto Flughafen würde ich behaupten, dass man auch im hochgelobten
>Deutschland nicht von überall innert wenigen Minuten an einem grösseren
>Flughafen ist.

Die durchschnittliche Distanz zwischen den Flughäfen sind 150-250km.
(Frankfurt, Düsseldorf, Köln, Nürnberg, München ...). Du hast hast also
jeweils maximal die Hälfte an Anfahrtsweg. Ich fahre nach Köln/Bonn
unter 20min, nach Frankfurt unter 40min. Und die Verbindungen aus
Nürnberg und Frankfurt sind excellent. Von Zürich kommt man nicht
überall hin.
Autor: Patrick (Gast)
Datum: 14.03.2008 09:02

>Wenn man so fährt, wie die Schweizer auf unseren Autobahen fahren
Ihr müsst uns doch verstehen. Bei uns darf man nicht schneller als 120.
Dann wollen wir doch auch mal ausprobieren, was das Auto so hergibt ;-)
Autor: Möchtegernschweizer (Gast)
Datum: 14.03.2008 10:52

> in 25 Minuten vom Thurgau ins Rheintal???

Welches Rheintal ist gemeint? Thurgau wird doch im Norden vom Rhein
eingeschlossen.
Vom östlichen Punkt Thurgaus(Kreuzlingen?) bis ins Rheintal wären es ca.
0,5 min ;-)
Autor: Patrick (Gast)
Datum: 14.03.2008 13:40

>Welches Rheintal ist gemeint?
Mit dem Rheintal ist das St.Galler Rheintal gemeint. Und da zählt nun
mal der Bodensee nicht dazu ;-)
(http://de.wikipedia.org/wiki/St._Galler_Rheintal)

>Vom östlichen Punkt Thurgaus(Kreuzlingen?)
Kreuzlingen ist der nördliche Punkt vom Thurgau. Östlich ist Arbon.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Karte_Kanton_Thurgau.png) Und das
grenzt ja schon fast ans Rheintal.
Autor: STS (Gast)
Datum: 14.03.2008 15:55

>DDR kannst ja wohl nicht ganz mit dem Resten vergleichen. Oder kennst du
>dich Geschichte Deutschlands etwa nicht??

Dann probier's doch mal in einem Hotel mit Sterneklassifizierung. Die
Anforderungen zur Sternevergabe sind europaweit gleich. Also 3 Sterne in
der Schweiz entspricht auch 3 Sterne in Westdtl. sowie Ostdtl. War
übrigens schon vor der Wende so.
Autor: FoxTheFox (Gast)
Datum: 14.03.2008 18:17

>>Wenn man so fährt, wie die Schweizer auf unseren Autobahen fahren
>Ihr müsst uns doch verstehen. Bei uns darf man nicht schneller als 120.
>Dann wollen wir doch auch mal ausprobieren, was das Auto so hergibt ;-)

Die Appenzeller und St-Galler probieren auch in der Innenstadt, was die
Karre hergibt! Da wird über Fussgängerüberwege drübegbügelt, 50
misachtet und beschleunigt, als ginge es ums Rannen. Wenn ich es mir mal
erlaube, von hinten vorsichtig an einen Radfahrer heran zu fahren und in
nur dann zu überholen, wenn es auch wirklich erlaubt ist, also mit
Abstand und nicht in einer Kurve, habe ich sofort einen SUI-Renner am
Auspuff der hupt und blinkt.

Funktionieren kann sowas nur bei mäßiger Verkehrsdichte!

Wenn solche Chaoten in Stuttgart oder Frankfurt fahren müssten, kämen
sie keine 100m ohne Unfall!

Die Schweizer Administration tut gut daran, die Leutchen auf 120 zu
limitieren!
Autor: R.M. (Gast)
Datum: 15.03.2008 00:03

Je südlicher der Wohnort, dest südlicher die Fahrweise. In Nordfriesland
machen sie morgens den Motor an geben mittags Gas und sind abends die
5km gefahren, die sie fahren wollten. :-)

Moin Moin
Autor: Stefan N. (quader)
Datum: 15.03.2008 01:08

War ja zu erwarten, dass dieser Thread nur so in Vorurteile und
Klischees abdriftet, von beiden Seiten aus.

Als ob nun alle Schweizer rasen würden, oder billige Produkte in
Deutschland keine Qualität besitzen.
Ist doch alles lächerlich...
Autor: Egon (Gast)
Datum: 15.03.2008 04:30

Mein Bild von der Schweiz wurde mit diesem Thread gründlich revidiert
:-)))
Autor: Schweizer (Gast)
Datum: 15.03.2008 13:51

>Mein Bild von der Schweiz wurde mit diesem Thread gründlich revidiert

Was ha(tte)st du denn für ein Bild von der Schweiz, wenn ich mal Fragen
darf?
Autor: 6641 (Gast)
Datum: 15.03.2008 17:11

Das neue Bild ist nun das von Hoehlenbewohnern, die in massiv
ueberteuerten Loechern vor sich hin vegetieren, und den Fremden das Geld
zur Tasche raus ziehen... Das viele abgezockte Geld erwirkt nun, dass
die Steuern so tief sind.

:-)
Autor: Schweizer (Gast)
Datum: 15.03.2008 17:26

Ja ja, da schimmert wieder mal der blanke Neid durch!

Wir haben weder Meeranschluss noch Erdöl. Wir sind auch keine Weltmacht
die International viel zu sagen hat. Da lass uns doch wenigstens die
tiefen Steuern.
Das Leben ist hart, auf der Welt herrscht Konkurrzentkampf, das wird
auch in Zukunft so sein. Da muss halt jedes Land mit seinen Stärken
auftrumpfen.

Ihr könnt ja die Steuern auch senken, das verbietet euch niemand.
Autor: Meckerer (Gast)
Datum: 15.03.2008 17:36

Steuern senken ist schwierig wenn man so nebenbei den ehemaligen Osten,
das darbende Suedeuropa und den neuen Osten mit durchfuettern will. Dazu
kommt noch der Hilfssheriffjob im nahen Osten. Das wird eng.
Seltsamerweise sind die Obersheriffs auch hin und wieder am Steuern
senken. Das ist ein Vorteil einer eigenen Geldpolitik. Bei zu hohen
aussenschulden kann man den Kurs mal durchsacken lassen. Es gibt immer
wieder dumme die beliebig viel zur Stuetzung nachschiessen.
Autor: Herr.M. (Gast)
Datum: 15.03.2008 22:28

Ich finde es auch bemerkenswert, wie die Schweiz es mit so geringen
Steuern schafft, einen Staat zu finanzieren. Aber schau, es geht! Das
muss die (meine) BRD sich mal eine Scheibe abschneiden.

"Konkurrzentkampf"

Ist das ein neuer Helvetix, den ich noch nicht kenne?

>Nüesch

Du bist nicht zufällig verwandt mit dem Weinfritzen aus dem Rheintal?

>Mein Bild von der Schweiz wurde mit diesem Thread gründlich
>revidiert :-)))

Das meinige auch. Bislang ging ich davon aus, die Schweizer seien brave,
ehrliche und zurückhaltende Leute. In Wirklichkeit sind sie sehr
berechnend ...
Autor: Stefan N. (quader)
Datum: 16.03.2008 01:19

Nein, bin mit denen nicht näher verwandt...
Autor: Schweizer (Gast)
Datum: 16.03.2008 03:27

>In Wirklichkeit sind sie sehr berechnend ...

Dass wir Schweizer sehr pragmatisch denkende Menschen sind ist schon
seid Jahrhunderten bekannt.
Autor: rucki (Gast)
Datum: 16.03.2008 10:07

berechnend <=> pragmatisch ... das ist sicher nicht dasselbe.
Autor: Meier B. (Gast)
Datum: 16.03.2008 13:40

> berechnend <=> pragmatisch ... das ist sicher nicht dasselbe.

sicher nicht dasselbe?? Aber sicher auch nicht das Gegenteil.

Wenn jemand berechnend vorgeht ist das häufig auch sehr pragmatisch!


berechnendes Verhalten:

Strategie, Berechnung, Kalkül, Politik, Spekulation, Methode,
Gerissenheit, Absicht, Schlauheit, Taktik, planmäßiges Vorgehen


pragmatisch:

sachbezogen, anwendungsbezogen, auf Tatsachen beruhend, den Erfahrungen
entsprechend, handlungsbezogen, sachlich, empirisch
Autor: Gast (Gast)
Datum: 16.03.2008 19:55

Du bist ein Pragmatiker
Autor: Frank (Gast)
Datum: 22.03.2008 10:49

>>In Wirklichkeit sind sie sehr berechnend ...

>Dass wir Schweizer sehr pragmatisch denkende Menschen sind ist
>schon seid Jahrhunderten bekannt.

Oh, euer beider Rechtschreibung!

Es gibt viele sei->t<- Jahrhunderten bekannte Scheintatsachen. Die
Schweizer sind nicht anders, als die Deutschen auch. Da gibt es genau
denselben Nationalstolz wie hier und dieselbe Menge an
ausländerfeindlichen Radikalen.

>Ich arbeite seit einiger Zeit in der Ostschweiz. Bei der Suche nach
>Wohnungen und auch den übergangsweise genutzen Hotels und Pensionen ...
>Die Qualität sinkt rapide ab, je weiter es in Richtung Österreich geht.

Ich habe ebenfalls schon im St. Galler Raum für Kunden gearbeitet und
kann Deinen Frust verstehen. Gerade im ländlichen Raum ist wenig los mit
guten Hotels. Man ist da in der Fläche nicht so auf Kurzabsteiger
eingestellt und die Hotelpreise sind locker ein Drittel höher, als
Vergleichbares in Deutschland. In Zürich sind es sogar rund 50% wie ich
feststellen durfte. In der Schweiz ist halt so ziemlich alles erheblich
teuerer.

Allerdings ist es in der Ost-Schweiz doch eher so, daß sich die Preise
dort und die der Linauer Region und die des Vorarlbergs einander
anpassen - zum Nachteil der Vorarlberger: Dort ist so ziemlich die
teuerste Region in ganz Austria. Umgekehrt dürfte die St.Galler Region /
Appenzell - abgesehen von einigen Touristendörfern - die preiswerteste
in der Schweiz sein. Jedenfalls steigen die Preise dort nicht so, wie in
der Restschweiz habe ich den Eindruck.

Das liegt aber auch an den vielen Einwanderern nichtallemannischer
Herkunft: Dort leben neben den Österreichern und Deutschen auch sher
viele Kroaten, Serben und auch Türken. Hinzu kommen noch andere Muslime
aus dem arabischen Raum. Seit die Schweiz die Grenzen nicht mehr richtig
kontrolliert, ist da auch viel Grobzeug reingekommen. Viele Schweizer
reagieren darauf und ziehen in die Innerschweiz. Das Resultat sind
sinkende Wohnungs- und Hauswerte in der östlichen Grenzregion. Insofern
ist der Vergleich zu Ostdeutschland hin zur polnischen Region schon
nicht ganz aus der Luft gegriffen.

Die Ostschweiz ist irgenwie schon im Niedergang, würde ich sagen.
Autor: Meck-Meck (Gast)
Datum: 22.03.2008 11:00

Anpassung an Europa ...
Autor: Gastinformatiker (Gast)
Datum: 21.08.2008 22:52

>Seit die Schweiz die Grenzen nicht mehr richtig
>kontrolliert, ist da auch viel Grobzeug reingekommen

Schade eigentlich, ich dachte, mich irgendwann in der Schweiz
niederzulassen. Aber wenn da jeder reindarf?

Wie sieht es mit der Kriminalität aus ?
ISt es mit den Wohnungen wirklich so schlimm und so teuer ?
Autor: Patrick (Gast)
Datum: 22.08.2008 08:53

>Schade eigentlich, ich dachte, mich irgendwann in der Schweiz
>niederzulassen. Aber wenn da jeder reindarf?
In Deutschland darf ja auch jeder rein.

>Wie sieht es mit der Kriminalität aus ?
Die gibt es doch überall, oder? Ist in der Schweiz nicht so ein Problem.
Man kann beruhigt auf die Strasse gehen.

>ISt es mit den Wohnungen wirklich so schlimm und so teuer ?
Die Qualität der Wohnungen in der Schweiz ist bestimmt höher als die
meisten Wohnungen in Deutschland. Ausserdem ist da dann alles schon
drin. Man muss nicht seine eigene Küche mitbringen. Und die Mieten sind
auch nicht viel höher als in Deutschland. Ausser Du willst nach Zürich
ziehen.
Autor: bayerischer Ingenieur (Gast)
Datum: 22.08.2008 10:46

Na die Mieten sind schon höher, als in D. wo es im Übrigen auch fertige
Wohnungen mit Einbauküchen gibt.

Hier in Erlangen  Fürth  Nürbnberg kriegst Du eine kleine 2Z-Wohung
für €400,- Altbau und maximal 750,- für 3Z Neubau. Nach schweizer
Kostenfaktor 2 müsste man dann  800,- bis 1500,- Franken zahlen.

In schweizer Städten, die von der Größe und Industriebesetzung mit
Erlangen vergleichbar sind, gibt es aber keine 3Z Neubau zu 1500,-. Da
sind mindestens 2000,- fällig, wenn nicht noch mehr. Im Gebiet St.Gallen
und Umland kosteten z.B. Appartmentwohnungen 2Z, K + B + F schon 1750,-
- ganz ohne Küche! Ein Kollege zahlt für 3Z komplett (diesmal mit Küche)
2200,- und ist nicht mal in bester Wohnlage. Den "Wechselkurs" bezüglich
Wohnungen würde ich mal auf 2,2 ansetzen!

In der Schweiz ist eigentlich das meiste teurer, als der offizielle
Wechselkurs. Für Nahrung liegt er so bei 1,7 bis 1,8. Nur bei schweizer
Milch, Käse und Schokolade liegt er (gleiche Qualität) bei 1,5 - 1,6.
Optimal ist er beim Bezin : 1,4 :-)
Autor: SG-ler (Gast)
Datum: 22.08.2008 14:39

>>Frank
>>Die Ostschweiz ist irgenwie schon im Niedergang, würde ich sagen.

lass mich raten, du bist deutscher?

@bayerischer Ingenieur
entspricht nicht den tatsachen
Autor: 3366 (Gast)
Datum: 23.08.2008 02:18

>Frank :
>Die Ostschweiz ist irgenwie schon im Niedergang, würde ich sagen.

.. Ja, sicher, ist eigentlich schon in der Tonne. Wir nur noch
hundertfach aufgekocht, um den Touristen die kohle abzunehmen.
Autor: Ralf Schwarz (spacedog) Benutzerseite
Datum: 23.08.2008 03:03

@Mr. X:

Also ich bin gerne bereit in der Schweiz mehr zu bezahlen, wenn solche
Leute wie du dann dafür bald wieder nach Hause gehen.
Autor: Marian Zboralski (Gast)
Datum: 24.08.2008 13:53

>>Frank :
>>Die Ostschweiz ist irgenwie schon im Niedergang, würde ich sagen.

>.. Ja, sicher, ist eigentlich schon in der Tonne. Wir nur noch
>hundertfach aufgekocht, um den Touristen die kohle abzunehmen.

Ich habe 2.5 Jahre in St.Gallen und Frauenfeld gelebt und gearbeitet und
kann das schon ein wenig einschätzen glaube ich. Meinen Erfahrungen
zufolge sind die Mieten in diesen Regionen schon deutlich höher, als
nordlich des Bodensees - im Umland von St. Gallen niedriger. als in der
Innerschweiz. Je näher man an die Grenze kommt, desto preiswerter wird
es. Daß es in den Städten teuer ist, als draussen, ist klar.

Auch das mit den Preisen kann ich bestätigen: Als ich Gallen war, habe
ich oft mitbekommen, daß die Schweizer aus der Grenzregieon die Chance
nutzen, um im Vorarlberg oder der Lindauer Region einzukaufen. Ich
selber habe mich halt draußen im COOP bedient und bin nicht gerade in
der Stadt direkt Einkaufen gegangen.

Das mit den Touristen stimmt auch in bischen: Wenn man sich dort nicht
auskennt, zahlt man ganz schon drauf. Geh mal nach Heiden in die Hotels!
Autor: Infoman (Gast)
Datum: 25.08.2008 01:48

>Hier in Erlangen Fürth Nürnberg kriegst Du eine kleine 2Z-Wohung
>für €400,- Altbau und maximal 750,- für 3Z Neubau.
3Z Neubau in Nürnberg?  Wie groß?  40qm?   Ich zahle 15,- den qm kalt!

>Nach schweizer Kostenfaktor 2
Was ist das denn für ein ominöser Faktor?

>müsste man dann  800,- bis 1500,- Franken zahlen.
Für 800,- Franken im Monat kriegst Du gerade ein mittelgroßes
möbiliertes Zimmer mit Dusche und Waschgelegenheit.

Auf Schweizerdeutsch : Studio mit Lawo, oder wie das heisst.
Autor: Der halt dort lebt (Gast)
Datum: 25.08.2008 06:58

Da muss ich Ralf zustimmen. Ich kenne viele Deutsche die fühlen sich
wohl in der Schweiz. Aber es gibt ja immer soche die meckern, auch
Schweizer. Ich denke, wenns euch nicht passt, bleibt wo ihr seid.
Niemand wird die Meckerer vermissen.
Autor: Nürnberger (Gast)
Datum: 25.08.2008 11:24

>Also ich bin gerne bereit in der Schweiz mehr zu bezahlen, wenn solche
>Leute wie du dann dafür bald wieder nach Hause gehen.

Vielleicht hat das ja Methode, die geil-ist-geil - Fraktion
rauszuhalten?

Aber könnte mal jemand der Schweizer bitte so eine Art Gehaltszettel und
Ausgabenzettel angeben, daß man einen Eindruck bekommt, wo das Geld
hinfliesst und wieviel Luxusgeld man über hat? (Bitte keine Hinweise auf
die Steuerrechner, da sind zu viele Parameter, die ich nicht einzugegen
/ abzuschätzen in der Lage bin.)

Ich bringe mal (m)ein Beispiel:

Arbeitsort Nürnberg (also weder Hochlohn, noch Hochkostenregion)
großer Elektronikkonzern, echte 40h, 71.400 brutto

Rente, Krankenkasse und Arbeislosenversicherung sind
Nach allen Abzügen für Abschreibemöglicheiten und Vorsorge zahle ich als
Single etwa €18.500 Steuern im Jahr.

Wohnung + Nebenkosten    = 820,-
Versicherungen           = 350,-
Sonstige Verpflichtungen = 210,-

Aufs Jahr gesehen sind es so 17000,-. Insgesamt bleiben mir letzlich
25.000 netto fürs Essen, Kleidung und anderen Konsum. Das wären 40.000
Franken Vergleichsumme (wenn es in der Schweiz nicht teurer ist).

Kommt das hin? - Was müsste ich in der Schweiz Brutto haben?

Wenn die Kosten oben dieselben sind (27.000 Franken) bräuchte ich ein
Nettogehalt von 67.000 Franken. Sagen wir die Wohnung 20% teuerer ->
70.000. Wenn man in der Schweiz 10% Steuern hat, wäre das ein Brutto
von: 78.000 + Sozialbeiräge.


>für €400,- Altbau und maximal 750,- für 3Z Neubau.

Erstklassige 70qm-Neubauwohnung (2002) im Norden Nürnbergs, Nähe
Flughafen (von dem man aber fast nichts hört) zu 820,-  inklusive aller
Nebenkosten für Energie und Hausmeistertätigkeit.

Wenn ich in München arbeiten würde (was fast der Fall gewesen wäre)
hätte ich 4000,- mehr Brutto gehabt, aber 1800,- für eine deutlich
kleinere Wohnung in der Nähe und immerhin noch 1100,- für eine halbwegs
ordentliche am Stadtrand mit 45min Fahrt jeden Tag. Hier sind es maximal
20!

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