www.mikrocontroller.net

Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik H-Brücke für Linearbetrieb gesucht


Autor: Paul Baumann (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich möchte für einen Modellbahn-Fahrregler eine Endstufe haben, die ich 
im Linearbetrieb ansteuern kann. Fertige Brücken wie L6203 haben aber 
nur die Möglichkeit, über ein PWM-TTL- Signal angesteuert zu werden.

Das Problem bei mir ist: Es sollen auf der Anlage auch Fahrzeuge mit 
DCC-
Decoder betrieben werden. Damit die aber nicht fälschlicherweise das 
PWM-
Signal für ein DCC-Telegramm halten, muß ich die Ausgangsspannung linear 
einstellen können. Dazu "behandle" ich das vom MC gelieferte PWM-Signal 
mit einem RC-Glied und gewinne die so Steuerspannung. Die Schaltsignale
für "Motor so rum" und "Motor ro sum" liegen als TTL-Pegel vor.

Ich habe eine Brücke mit 2 Stück TDA2030 gebaut, die auch funktioniert, 
jedoch ist deren Belastbarkeit nicht groß genug. (Die waren gerade da)

Frage: Gibt es eine "fertige" H-Brücke, die es ermöglicht *nicht mittels 
PWM* sondern mit stetig veränderbarer Eingangsspannung zu arbeiten?

MfG Paul

Autor: Helmi (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Steuer doch eine normale H-Brücke mit dem PWM Signal an und mach danach 
ein LC - Filter. Dann solltes du auch deine Gleichspannung erhalten. 
Vorteil : fast kein Verluste in deiner Endstufe. Das LC-Filter kannst du 
dann mit Speicherdrossel für Schaltnetzteile aufbauen.

Gruss Helmi

Autor: Paul Baumann (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Dann hätte ich einen Saugkreis und das Problem ist: Wie lege ich den 
aus?
Für die PWM-Frequenz nicht, da das Ding dann im Resonanzfall einen 
Kurzschluß darstellt??!

MfG Paul

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Paul Baumann wrote:
> Dann hätte ich einen Saugkreis und das Problem ist: Wie lege ich den
> aus?

Für eine Frequenz niedriger als die PWM Frequenz. Hinter dem 
Resonanzpunkt fällt die Wechselspannung nämlich steil ab, da das LC 
Filter einen Tiefpass darstellt.

Autor: Paul Baumann (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich müßte also 2 Spulen und 2 Kondensatoren haben, wenn ich z.B. den 
L6203 nehme? Also so:Ausgang 1 -Spule-Motor-Spule- Ausgang 2 und dann 
von den
beiden Motoranschlüssen jeweils einen Kondensator nach Masse. Sagen wir 
mal, die PWM läuft mit 10 Khz, dann lege ich die Filter für 1 Khz aus

Denke ich richtig? Ich möchte dann nicht den L6203 "abschießen", weil 
diese
Biester ziemlich teuer sind. ;-)

MfG Paul

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ja, so in etwa. Das Filter für 1/10 der Frequenz auslegen ist OK. Ich 
würde die PWM Frequenz auf den maximal möglichen Wert setzen, dadurch 
werden die benötigten Bauteile kleiner.

Autor: Paul Baumann (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ja, das kam mir eben auch in den Sinn, daß ich so hoch wie möglich mit 
der PWM gehen muß. Na gut, ich brauch ja nur den Vorteiler vom Timer zu 
ändern.

Danke für die Hinweise und Ratschläge
Paul

Autor: Helmi (Gast)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Paul

Ich habe mal eben so ein Filter simuliert.

PWM Frequenz :  10KHz
Grenzfrequenz : 1KHz

Lastwiderstand: 5 Ohm
Spannung: 20V

Berechnung Filter:

L = (sqrt(2) * R) / (2*pi*fg)
C = 1 /((2*pi*fg)^2 *L)

fg = Grenzfrequenz des Filters
R = Lastwiderstand


Gruss Helmi

Autor: Paul Baumann (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Helmi
Na, das ist doch von den Bauelementen her noch gut zu handhaben. Fein, 
da kann ich meine Schaltung so lassen und muß nur hinten  die beiden 
gleichen Filter dransetzen. Da sind wir gespannt, mein Oszillograph und 
ich. ;-)

MfG Paul

Autor: Hubert G. (hubertg)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Mich würde interessieren wie schnell deine DCC-Loks fahren wenn du ihnen 
linear den Strom abdrehst.

Autor: Paul Baumann (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das hat mich auch interessiert, deswegen habe ich ausprobiert, bevor ich 
die Idee in die Tat umsetze.
Ich kann Lokomotiven mit Decoder von Trix auch mit Gleichspannung 
betreiben. Sie fahren völlig "normal" damit. Der Decoder erkennt, daß 
kein
DCC-Signal anliegt und dann ist nur der Brückentreiber aktiv. Diese 
Verhalten muß ich in meinen 2 Eigenbaudecodern auch noch "unterbringen".

Normalerweise habe ich hier nur Gleichstromloks. Wenn aber mal einer zu
Besuch kommt, der ein DCC-Fahrzeug hat, dann soll er hier auch mitfahren 
können.

MfG Paul

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.