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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Feststellen ob Atmega8-TQFP defekt?


Autor: Funkenschlosser (Gast)
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Ich habe meinen ersten Atmega als TQFP gelötet und AVRDude findet kein 
Device. Ich vermute, dass der Atmega beim Löten zu heiß wurde. Wie lange 
darf man an dem rumlöten? Ich habe so ca. 3-4s pro Pinnreihe gelötet. 
Nachgemessen habe ich: Vcc, GND, Reset, Mosi, Miso, SCK. Kann ich noch 
etwas nachprüfen oder muss ich davon ausgehen, dass er defekt ist?

Autor: Stefan B. (stefan) Benutzerseite
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Bei meiner ersten Verlöterei eines SMD Atmega8 habe ich länger 
draufgebrutzelt. Ich hatte sogar ein paar Lötbrücken zwischen Pins, die 
ich nur mit der Lupe gesehen habe. Beim Entfernen der Lötbrücken mit 
Entlötlitze musste der Atmega8 zusätzlich schwitzen. Und er ging nachher 
noch.

Jede der folgenden drei Fragen halte ich für eine wahrscheinlichere 
Quelle für Trouble als die Löterei:

Welche Schaltung hast du am Start, welchen ISP-Programmer und wie 
bedienst du AVRDUDE?

Autor: Funkenschlosser (Gast)
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Ich verwende einen USBasp, den ich mit einem anderen Atmega8-Board auf 
Funktion getestet habe. Deswegen kann ich ein Fehler auch mit der 
AVRDUDE Bedienung ausschließen.

Ein Fabrikneuer Atmega8 müsste doch auf folgendem Befehl antworten?
avrdude -p atmega8 -c usbasp -U hfuse:w:0xC9:m -U lfuse:w:0x9F:m .

Mein Layout sieht so aus wie die bedrahtete Version nur jetzt eben als 
SMD. Die genannten Signale habe ich nachgemessen und die liegen am 
richtigen Pin an. Also sollte doch ein Layout-Fehler auch auszuschließen 
sein? Ich habe jetzt keine Idee mehr, was noch falsch sein könnte. Als 
SMD kann man leider nicht mal eben so den Atmega tauschen.

Autor: David Madl (md2k7)
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oja, kann man schon: ein Heißluftfön, zB einer aus dem Baumarkt (tut es 
auch), ist ziemlich brauchbar zum SMD-Entlöten (bei den Dingern mit nur 
2 Stufen sollte man die niedrigere nehmen, bei sowas mit Regler diesen 
auch lieber niedrig einstellen). Man deckt dann mit Alufolie die Teile 
ab, die man nicht erhitzen möchte.

Autor: Funkenschlosser (Gast)
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Ich kann mich an ein Problem erinnern, dass ich früher mal einen 
fabrikneuen Atmega mit dem USBasp erst ansprechen konnte, nachdem ich 
einmal mit dem Parallelport-Programmierkabel die obigen Fuses gesetzt 
hatte. Leider habe ich zur Zeit keinen Parallelport mehr.

Ich werde mal einen neuen bedrahteten versuchen mit dem USBasp 
auszulesen. Den TQFP möchte ich ungerne auswechseln, weil die 
Leiterbahnen empfindlich aussehen.

Autor: derwarze (Gast)
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Nur mal so weil mir das auch schon mal passiert ist, ist der Chip auch 
richtig rum aufgelötet. Wenn ja tippe ich auf haarfeine Lötbrücke oder 
ein nicht richtig angelötetes Beinchen, das passier schon mal. Also mit 
der Lupe kontrollieren.
Hast Du mal versucht den Programmer mit Drähtchen direkt an die Pins zu 
löten.
Thermisch ist der sicher nicht gestorben hab da schon Chips mehr gequält 
und die laufen immer noch.
Die Heisluftmehtode heht prima zum Auslöten von SMD-Teilen und die 
Leiterplatte bleibt ganz, was bei THT Teilen, sofern die nicht gesockelt 
sind, besonders bei doppelseitigen Platten nicht immer gelingt.

Autor: Stefan B. (stefan) Benutzerseite
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Funkenschlosser wrote:

> Ein Fabrikneuer Atmega8 müsste doch auf folgendem Befehl antworten?
> avrdude -p atmega8 -c usbasp -U hfuse:w:0xC9:m -U lfuse:w:0x9F:m .

Ich bevorzuge es, den ersten Kontakt nicht direkt mit dem Setzen der 
Fuses (-U Befehl...) versuchen.

Ich sehe zuerst nach, ob die Signatur und die Fuses richtig gelesen 
werden können (Tipp: Ausgabe protokollieren für spätere 
Restausrierungsmassnahmen):

avrdude -p atmega8 -c usbasp -v

Autor: Funkenschlosser (Gast)
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Ich habe jetzt nochmal die elektrische Seite komplett neu überprüft. Ich 
bin mir ziemlich sicher, dass Layout und Bestückung keinen Fehler 
enthalten. Ich habe jede Lötverbindung an den Pinnen durchgemessen, ob 
Durchgang zur Platine besteht.

Aber das von mir vermutete Problem hat sich bestätigt. Ein neuer Atmega8 
lässt sich mit dem USBasp nicht auslesen. Ich habe das mit dem 
bedrahteten getestet, weil ich den mal schnell wechseln konnte. Kann das 
Problem jemand bestätigen bzw. wie bekomme ich den zum ersten Mal 
beschrieben?

Autor: Funkenschlosser (Gast)
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Ich habe den Fehler gefunden!

Ein fabrikneuer Atmega muss mit dem USBasp im Slow-Mode angesprochen 
werden. ;-)Jetzt erstmal etwas Schlaf nachholen. Danke für den Hinweis, 
dass der Atmega Temperaturunempfindlich ist. Sonst hätte ich jetzt schon 
wild herumgelötet und alles verschlimmbessert.

Gruß
Funkenschlosser

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