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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Energiesparende Zimmerbeleuchtung


Autor: Frank Büttner (Gast)
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Hallo...

im Moment beschäftige ich mich damit ne neue Wohnung einzurichten und 
hätte mal gerne versch. Meinungen und Fakten zum Thema energiesparende 
Beleuchtung gehört.

Im Moment sind mir folgende Leuchtmittel bekannt:
- normale Glühbirne
- Energiesparlampe
- Leuchtstoff-Röhren aller Art
- Niedervolt-Halogen
- Hochvolt-Halogen
- LED

Wenn wir mal so Frauen-Zeug wie "das sieht aber schöner aus.." beiseite 
lassen, würde mich ganz einfach mal interessieren, womit man unter 
realen Bedingungen am wenigsten Strom verbraucht.

Am einfachsten ist es noch bei den normalen Glühbirnen... die brauchen 
so rund 8-10x mehr Energie als vergleichbar helle Energiesparlampen. 
Interessant wird es dann aber bei Niedervolt-Halogen: was nützt mir die 
Angabe 12V/8W wenn davor aber ein Netzteil sitzt, das heiß wird wie ne 
Herdplatte. Den wirklichen Stromverbrauch kann ich dann nur messen. Oder 
nehmen wir LED: deren toller Wirkungsgrad ist nur dann relevant, wenn 
auch der LED-Treiber verlustarm ist.

Wäre dankbar für alle Anregungen, Links usw.

Gruß
Frank

Autor: Sebastian (Gast)
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Na ja, Gasentladungslampen (Quecksilberdampf u.ä.) sind im Wirkungsgrad 
wohl kaum zu schlagen. 70 Watt ist da schon viel. Der hohe UV-Anteil ist 
allerdings ein echtes Problem.

Autor: Damian (Gast)
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Naja sind wohl für eine zimmerbeleuchtung unbrauchbar...

LED's kanst du, wenn du ein vernünftiges Licht wilst momentan leider 
noch vergessen (hab vor einem halben jahr handelsübliche produkte 
ausprobiert, alle Schei****), ausser du baust dir selbst was, aber das 
wird ja nicht das ziel sein.

Halogenlampen sind brauchen inkl. Trafo etwa noch 80% der energie einer 
Glühlampe (wurde mir zumindest mal so beigebracht, aber schon einige 
jahre her...)

Energiesparlampen werden wohl das vernünftigste sein...

Autor: Sven Johannes (svenj)
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Moin,

als allererstes nicht alle Werbezahlen glauben. Zaubern kann bis dato 
noch kein Hersteller, egal welches Leuchtmittel als Allhelmittel 
propagiert wird.

Hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtquelle
http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtausbeute

gibt es einige Tabellen die sogar fast durchgehend glaubwürdig sind. LED 
werden immer wieder mit den maximal möglichen Werten angegeben, leider 
erwähnt dabei dann niemand die Tatsache das die Werte eigentlich nur 
unter Laborbedingungen zu erreichen sind.

Ausschlaggebend ist in jedem Fall wieviel Lumen du pro Watt [lm/W] 
erzeugen kannst. Welche Farbe das Licht dann hat und wie man den Raum 
damit angenehm ausleuchtet sind dann nachgeordnet.

--
 SJ

Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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Leuchtstoffröhren aller Art sind zur Zeit die Beleuchtung mit dem 
höchsten Wirkungsgrad für den Hausgebrauch.
Es gibt wohl einige LEDs, die gerade aus den Laboren gekommen sind, die 
da langsam drankommen.
Wenn Du also Geld genug hast...

Gruß
Andy

Ah ja: Energiesparlampen sind Leuchtsofflampen. "Energiespar" ist hier 
nur der Vergleich zu Glühlampen.

Autor: Guido Körber (Gast)
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Also bei LEDs besteht momentan ein großer Unterschied zwischen den 
verfügbaren LEDs als reines Bauteil oder Modul und dem was der 
Endverbraucher im Baumarkt kaufen kann. Der Kram im Baumarkt ist mehrere 
Jahre hinter der aktuellen Technik und dann auch noch häufig 
minderwertig.

Wenn es eine Option ist wirklich selber zu bauen, dann ist LED 
Beleuchtung eine Alternative und zwar eine interessante, weil die LEDs 
wirst Du eher vererben als austauschen, die Lebensdauer liegt aktuell 
bei >50.000 Stunden und mit Lebensdauer ist gemeint Lichtmenge >70% des 
Anfangswertes.

Autor: Christian_RX7 (Gast)
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Ein Freund von mir will heuer auch Hausbauen, ich versuche einen meiner 
Meinung nach optimalen Leuchtmittelmix hin zu bekommen.
Alle Leuchten, die häufig geschalten oder nur kurz eingeschalten sind, 
werden Halogen (in erster Linie Hochvolt) und alles was länger leuchtet 
wird Leuchtstoff (nach Möglichkeit ohne Schraubsockel, sondern mit 
richtigen Vorschaltgeräten)

Autor: Timbo (Gast)
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Hochvolt Halogen ist nicht so toll. Die brennen bei ihrem hohen Preis 
sehr schnell durch. Nimm lieber normale Energiesparlampen, die rechnen 
sich ab ein paar Sekunden Brenndauer. Es gibt da sehr schaltfeste Typen.

Autor: klaus (Gast)
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Die Energiesparlampen lohnen sich nur, wenn das Licht längere Zeit 
eingeschaltet bleibt. Die vertragen meist nicht so viele Schaltzyklen 
wie eine "normale" Glühbirne. Hab auch irgendwann mal einen Testbericht 
dazu gelesen.

Ich habe im Wohnzimmer in einer Stehleuchte Energiesparbirnen, die 
Abends für mehrere Stunden an sind (schön gemütlich). Unter der Decke 
habe ich normale Glühbirnen, da diese öfter ein und aus geschaltet 
werden.

Autor: klaus (Gast)
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das mit den schaltfesten typen weiß ich nicht genau.

Autor: Kai G. (runtimeterror)
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Die Energiesparlampen die wir zu Hause haben sind murks - bis die hell 
genug sind haben wir zu Ende gekocht, gegessen und abgeräumt.

In Sachen Lichtausbeute sind normale Leuchtstoffröhren mit EVG ziemlich 
gut. Allerdings haben die günstigen häufig einen unangenehmen Weißpunkt. 
Zum Arbeiten super, zum Wohnen naja... Die Farbwiedergabe ist auch nicht 
so toll wie bei den "Glüh"-Lampen.

CCFLs habe ich jetzt nur als Arbeitsleuchte - ist da aber wegen dem 
diffusen Licht zu empfehlen und die Lichtausbeute ist auch ok.

Hochvolthalogen haben ein sehr helles angenehmes Licht - das mit der 
Lebensdauer haben wir aber jetzt auch erfahren müssen :/

LEDs sind auch meiner Meinung nach noch nicht alltagstauglich - das gibt 
sich aber die nächsten Jahre aber auf jeden Fall.

Die hohe Lebensdauer ergibt sich i.d.R. nur, wenn man die nicht bei 
Vollast betreibt. Dann ist aber die Helligkeit entspechend geringer. 
Auch der hohe Wirkungsgrad wird nicht gerade bei Volllast erreicht, 
weshalb mehr Leuchten notwendig sind als man gerne hätte. Auch hier gibt 
es Probleme mit der Farbwiedergabe und dem Weißpunkt.

Alles nur meine Meinung/Erfahrung.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Guido Körber wrote:

> Wenn es eine Option ist wirklich selber zu bauen, dann ist LED
> Beleuchtung eine Alternative und zwar eine interessante, weil die LEDs
> wirst Du eher vererben als austauschen, die Lebensdauer liegt aktuell
> bei >50.000 Stunden und mit Lebensdauer ist gemeint Lichtmenge >70% des
> Anfangswertes.

Diese Aussage so allgemein ist falsch. Ich hatte teilweise schon weiße 
LED Lampen die hatten nichtmal 1000h erreicht. Da die meisten LEDs aus 
Helligkeits und Kostengründen am oberen Ende des zulässigen Bereiches 
betrieben werden, erreichen nur wenige wirklich 50000h. Wenn ein 
Hersteller bei weißen LEDs mit 100000h wirbt, dann wäre ich sehr 
vorsichtig.
Ich behaupte jetzt nicht, dass eine (weiße) LED nicht mehr als 50000h 
erreichen kann, das geht schon, nur das meiste was im Handel angeboten 
wird, erreicht eben keine 50000h, weil eben an allen Enden auf Kosten 
der Lebensdauer gespart wurde.

Autor: Guido Körber (Gast)
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Womit wir wieder bei dem sind was ich eingangs geschrieben hatte: Die 
fertigen Lösungen auf dem Markt sind momentan fast alle Grütze.

Natürlich verbauen die Chinesen ChingWangWu LEDs und keine Osram, Cree 
oder Lumileds. Muss man sich also nicht wundern wenn der Schrott vom 
Chinaversand nach ein paar tausend Stunden breit ist.

Autor: eProfi (Gast)
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Für Dauerbeleuchtung empfehle ich Hochdrucklampen wie Powerstar HQI NDL, 
die man sie oft in Kaufhäusern / Läden sieht. Die Anschaffung ist zwar 
teurer, aber die Lebensdauer und der Energieverbrauch günstiger.

Über Lebensdauerverlängerung von Glühlampen durch Vorschaltung einer 
Einschaltstrombegrenzung (NTC) habe ich hier schon viel geschrieben.

http://www.mikrocontroller.net/search?query=%2Bgl%...

z.B.
Beitrag "Halogenglühlampe schonend einschalten ??"
Beitrag "Re: 12V Lampe dimmen, PWM"

Autor: Winfried (Gast)
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> Die Energiesparlampen lohnen sich nur, wenn das Licht längere Zeit
> eingeschaltet bleibt. Die vertragen meist nicht so viele Schaltzyklen

Ist überholt, wenn man gute Ware kauft. Wir nutzen hier seit 8 Jahren 
ein und die selbe Osram im Flur, der nach 30 Sekunden automatisch 
abschaltet. Ebenso im Bad, Küche, Keller. Ist heute echt kein Problem 
mehr, zumindest hat Osram es bestens im Griff.

Billigteile aus dem Baumarkt habe ich schon viele in kürzester Zeit 
kaputt bekommen. Ich teste da immer wieder mal.

Hochvolt-Halogen: Murks, haben meist sogar nichtmal höhere Lichtausbeute 
gegenüber herkömmlichen Glühlampen, was man schon an der Lichtfarbe 
erkennt.

Niedervolt-Halogen: Gute Vorschaltgeräte haben haben geringe Verluste, 
die Lichtausbeute ist schon wesentlich besser, also normale Glühlampen. 
Trotzdem wird man kaum über 20 Lumen pro Watt kommen. Nichts im 
Vergleich zu Leuchtstoffröhren.

Autor: R.Freitag (Gast)
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Die meiste Energie spart man mit 12 V Halogenleuchten, wenn man diese an 
ein Solarpanel nebst Accu anschliesst.
Gruss
Robert

Autor: Stefan (Gast)
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Hallo zusammen....

Ich habe zB. unsere Flurbeleuchtung als indirekte Beleuchtung basirend 
auf 5 "Seoul Z-LED P4" max.240lm bei 1A. und 120lm bei 350mA. ich 
betreibe diese mit ca. 500mA diese sind auf Kühlkörper geklebt. Der 
gesammt energieverbrauch liegt bei ca. 10W inkl. Verluste vom 
Schaltnetzteil.

http://www.sonnenhoftaura.de/Galerie/Pics/LEDF1.jpg

Auf dem Foto erscheint dies alles recht Dunkel, weil sich die Kamera 
nach dem helsten lichtstellen an der Decke ausrichtet. nach messungen 
mit einem LUXmeter, sind werte in 1m unter der Leuchte von 30lm möglich.

In unserer Küche habe ich alle Downlights gegen solche LEDs ausgetauscht 
und komme auf 35lm direkter beleuchtung mit vorgesetztem plexiglas, 
welches milchig ist.

bei einer weißen Decke sind am Tage keine Leichten zu sehen, erst wenn 
diese angeschalten werden, sind Sie zu erkennen.

Die Leistungswerte sind aber weniger. bei 4 LEDs ca. 6W inkl. 
Netzteilverluste.

Ich habe für alle Leuchten Reinweiße LEDs genommen.

Stefan

Autor: Kai G. (runtimeterror)
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Mit der Texturierung der Decke wirkt das echt gut.

>mit einem LUXmeter, sind werte in 1m unter der Leuchte von 30lm möglich.

Hmm... wie kann man mit einem Luxmeter die Helligkeit in Lumen messen? 
Und warum sollte die lumen-Angabe vom Abstand abhängen? Einer von uns 
wirft hier was arg durcheinander.

Autor: Markus B. (wolframator)
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Ich nutze gerne 230V LED-Spots kalt- & warmfarbig 2:1 im 
Halogenspotgehäuse mit GU10 Sockel. (42 oder mehr LEDs pro Spot und ca. 
2,8 Watt mit fast 1.000.000mcd Leuchtkraft)

Wenn man es nicht sofort komplett hell braucht und es auch mal 5 Minuten 
dauern darf bis sich ein schönes Licht eingestellt hat dann rate ich zu 
18Watt Energiesparlampen. Da bastelt man sich ggf. selbst ein schönes 
Designgehäuse und gut ist :) (Nur keine billigen kaufen weil die sofort 
hell sind und sich die Lebensdauer drastisch verringert)

Autor: Kai G. (runtimeterror)
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>2,8 Watt mit fast 1.000.000mcd Leuchtkraft)

Man könnte also auch 1 klm sagen :)

Hört sich für mich nach 10° Abstrahlwinkel an... auf wie viel Lumen 
bringen die's denn? bzw. wie viel lm/W? Ein Laser liefert ja auch eine 
ganze Menge candelas...

Autor: Bensch (Gast)
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>2,8 Watt mit fast 1.000.000mcd Leuchtkraft)

> Man könnte also auch 1 klm sagen :)

Nein, könnte man NICHT !!!

Aber es ist auffällig, dass kaum ein Hersteller für seine Leuchten den 
Lichtstrom angibt (in Lumen), trauen sich vermutlich noch nicht...

Ich werde erst dann einsteigen, wenn die Dinger mehr als ein trübes 
Dämmerlicht bringen.

Autor: Kai G. (runtimeterror)
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>> Man könnte also auch 1 klm sagen :)
>Nein, könnte man NICHT !!!
Autsch, sorry - Tippfehler!
1 kcd war natürlich gemeint!

Autor: Gast (Gast)
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Die Frage war doch:

Wenn wir mal so Frauen-Zeug wie "das sieht aber schöner aus.." beiseite
lassen, würde mich ganz einfach mal interessieren, womit man unter
realen Bedingungen am wenigsten Strom verbraucht.

Ganz Klar:  Kerzen!

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