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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf FOS nach der Ausbildung


Autor: hhmmmm (Gast)
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Hallo,

ich gefinde mich momentan noch in der Ausbildung zum Elektroniker,
und habe vor, nach meiner Ausbildung die FOS zu besuchen.
Ich wollte mal ein paar Auskünfte über die FOS einholen,
z.B. was für Aufnahme Kreterien es gibt (außer Realschulabschluss un 
Abgeschlossene Berufsausbildung)
Muss ein bestimmter Notendurchschnitt erreicht worden sein um 
aufgenommen zu werden???

Ich würde mich über ein paar Antworten freuen!!!

mfg

Mr.t

Autor: Tim U. (Gast)
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ich würde nach meinen Erfahrungen das so definieren:

FOS Abitur == Fast Ohne Stress Abitur

Autor: Eric (Gast)
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"Muss ein bestimmter Notendurchschnitt erreicht worden sein um
aufgenommen zu werden???"

Das hängt von deiner zuständigen Fachoberschule ab. Ruf doch mal an oder 
geh vorbei.


"ich würde nach meinen Erfahrungen das so definieren:

FOS Abitur == Fast Ohne Stress Abitur"

Hehe, das mag schon sein. Dafür kommt der Stress dann u.U. im Studium 
wegen der zu kurz gekommenen Mathematik- und Physikausbildung. ;-)
(besonders, wenn man nur das erste Jahr FOS macht und damit nur ~8-9 
Monate Matheunterricht hatte. Ja, eigene Erfahrung. Aber mit etwas 
Arbeit . . . :-) )

Autor: Chris (Gast)
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Kann ich leider nur bestätigen. Manche Dinge, die teilweise bereits 
während des Erwerbens der allgemeinen Hochschulreife (Abitur) gelehrt 
wurden, kenne ich mit FOS bestenfalls vom Hörensagen.

1 Jahr in Physik nur Geschwindigkeit und Beschleunigung (wo manch einer 
trotzdem noch Probleme hatte) sind schon traurig ...

Mathematik: Matrizen - komplexe Zahlen - häh - wie bitte ? Was´s das 
denn ?

Autor: Nixwisser (Gast)
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@Chris

Zustimmung. Mein Fachabi dauerte 2 Jahre. Physik gab es nur im ersten 
Jahr, da wurde der Realschulstoff größtenteils wiederholt, z.B. 
Hebelgesetze!

In Mathe hat der Lehrer viel Rücksicht auf schwächere Schüler genommen. 
Der Abschlusstest beschäftigte sich dann fast ausschließlich mit 
Analysis, Bestimmung von Maxima und Nullpunkten.

Was habe ich dann im ersten Semester geflucht. Zum Glück gab der Prof 
eine Wiederholung in Differentialrechnung, was viele meiner Kommilitonen 
schon längst beherrschten im Gegensatz zu mir. Ich hab mich dann mehr 
schlecht als Recht durchgekämpft und meine Mathenote jedes Semester um 
eine Note verbessert.

Dennoch wäre ich lieber richtig vorbereitet an die FH gekommen.

Autor: Gast (Gast)
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Wenn du studieren willst, ist es der richtige Weg, in die FOS Klasse 12 
einzusteigen (Klasse 11 wird angerechnet). Kannst dann überlegen, ob du 
noch die Klasse 13 hinterher machst, um ein "richtiges" Abitur zu haben.

Die Erfahrungen mit der Mathe und Physik kann ich aber bestätigen. In 
der Mathematik hatten wir im ersten Halbjahr der 12 den Realschulstoff 
wiederholt und im zweiten  Halbjahr ein bisschen Kurven diskutiert, 
Matrizenrechnung und komplexe Zahlen haben wir zum Glück noch nebenbei 
in der Elektrotechnik kennen gelernt. In dem Halbjahr Physik gab es auch 
nur ein bisschen Mechanik, was wir alle eigentlich schon gekannt haben 
sollten...

Also ruhig gegen Ende der FOS schon mal Bücher, die fürs FH-Studium 
gedacht sind, anschauen. In der Mathematik wäre das z. B. der erste Band 
von Papula, Titel "Mathematik für Ingenieure und Naturwissenschaftler".

Autor: die ??? (Gast)
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Was die Kriterien angeht hat variiert das von Schule zu Schule. 
Berechtigung zur Sek.2 sollete vorhanden sein. Dass in so einem Fachabi 
nicht alles durchgepeitscht werden kann ist kein Geheimnis. Meines 
dauerte 1 Jahr, 50% der Zeit war ich da...war allemal ok und hat mich im 
Studium vor keine größeren Hürden gestellt.

Autor: Thomas Ranseier (ziggy)
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Fachabi 97 in Bayern (12. Klasse):

Mathe: Grenzwerte, Differential- und Integralrechnung, lineare 
Gleichungssysteme (leider keine Matrizen), analytische Geometrie 
(braucht man als E-techniker fast nie wieder);

Physik: Gravitationsgesetz, E-Feld, H-Feld, Schwingungen und Wellen 
(mechanisch und elektromagn.), Atomphysik;

War gut vorbereitet für die FH, komplexe Zahlen wären allerdings noch 
wünschenswert gewesen.

Gruß,
Thomas

Autor: Nixwisser (Gast)
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@Thomas

Bei deiner FOS-Ausbildung können wahrscheinlich selbst einige Gymnasien 
nicht mithalten. Nicht schlecht.

Autor: Random ... (thorstendb) Benutzerseite
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Hi,

ich hab auch nach der Ausbildung zum KE Funktechnik die FOS12 besucht. 
Bis auf die Vektorrechnung in der Physik / Mechanik war das ganz lässig.

Aber trotzdem sind immer wieder Leute dabei, die es zum zweiten/dritten 
Mal versuchen.
Mein Fazit: Schliesst man die FOS mit 2...3 ab, hat man gutze Chancen, 
ein Studium zu schaffen. Ist der Abschluss schlechter oder hat man ne 
Ehrenrunde in der FOS12, dann kann man sich eigentlich gleich die erste 
Wiederholung sparen und sich nen Job suchen, denn beim Studium wird man 
mit ziemlicher Garantie fliegen (Mathe2: Integral/Differential, Physik).

Wir haben mit knapp 25 Leuten Etechnik angefangen, nach 3 Wochen waren 
noch knapp 15 da, ins Hauptstudium geschafft und durchgekommen sind 5 
(ich latürnich auch :-) )


@Thomas:
Gute Vorbereitung!

Wir hatten Abnalysis, und die auch sehr gründlich (Lob an den Lehrer). 
Integral haben wir aber nciht mehr geschafft. Das fehlte mir dann in 
Etechnik und Physik, dummerweise war Integral erst in Mathe2 dran.



VG,
/r.

Autor: Kille H. (kille)
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Hi,

also ich hab da noch so ein hinweis... in Bayern zumindest geht man auf 
die BOS (Berufsoberschule). Das Dauert dann wirklich nur ein jahr, 
eseidenn man legt noch die 13. drauf. Und hat dann je nach dem ob man 
noch eine 2. Fremdsprache gemacht hat sogar das algemeine Abi.
Ich hab die Bos 2004 abgeschlossen und im verglich zum studium muß ich 
echt sagen KINDERFASCHING!
Zu uns haben sie gesagt, das man in mathe und physik von dem was man 
macht zwischen grundkurs und leistungskurs liegt. Wenn man die 13. noch 
macht fast auf leistungskurs liegt. Und der meinung bin ich auch. Meine 
Freundin hat zur selben zeit auch abi gemacht und ihr mathe und physik 
war echt nicht ner rede wert...

Ach ja, was auch ganz interesannt ist, auf der BOS bekommst du Bafög, 
das vom einkommen der Eltern unabhängig ist und das du auch nicht 
zurückzahlen mußt!

Gruß,
  kille

Autor: lucem (Gast)
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Ich habe nach KE Funktechnik und FOS12 noch die FOS13 drangehängt.
Gerade in Mathe und Physik war das Gold wert...

Mathe: Analysis, Integralrechnung (inkl. Rotationskörper und 
Anwendungen),
Vektorrechnung, leider keine Matrizen

Physik: Mechanik, relativistische Mechanik (spezielle 
Relativitätstheorie),
Quantentmechanik angeschnitten

Dazu gabs noch ein Wahlpflichfach Statistik / Stochastik, was mir in 
Mathe 2 den Hintern gerettet hat ;)

Danach hab ich dann Zivildienst in Uniform geleistet (Sanitäter) und
im Anschluß direkt mit dem Studium der Informatik angefangen.
Fazit:

Mathe und Physik kein Problem, war alles bekannt.
Problematisch wurde es dann im 5. Semester, als es an Numerische 
Mathemathik und "Mathematische Methoden in der Computergrafik" ging, was 
letztlich zwar zu schaffen ist, aber Aufwand erfordert.

Alles in allem: wenn die Möglichkeit besteht, die FOS13 zu machen, 
zuschlagen!

PS: Es handelte sich hierbei nicht um Bayern, sondern NRW.

Autor: Kille H. (kille)
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Hi,

jetzt muß ich mich doch noch mal schnell melden. Also bei uns in el. 
Technik an der FH in München, wars mit Mathe eigentlich nach dem 1. 
Semester vorbei und du hast nur noch was neues gelernt (auch schon im 1. 
semester, aber die prüfung hast du noch mit dem wissen von der Bos 
bestanden...)

Hat eigentlich keiner die Bos gemacht? Gibts die nur in Bayern? Wie 
schauts aus mit Bafög?

Gruß,
   Kille

Autor: hhmmmm (Gast)
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Dankeschön für die Auskünfte und Erfahrungen,
ich werde mich dann erstmal um meine Ausbildung weiter kümmern und wenn
es soweit ist, mich entsprechend auf die FH vorbereiten.

Leider muss ich noch ein Jahr warten bis ich meine Ausbildung 
abgeschlossen
habe und die FOS besuchen kann.
Ich weis nicht wie es euch ging aber mir kommt meine Ausbildung manchmal 
nur wie verschwendete Zeit vor da ich mir 100% sicher bin ein ET- 
Studium
zu beginnen.
Und mir die Ausbildungsinhalte zwar nützlich fürs studium und so weiter 
erscheinen, aber ich habe immer das Gefühl dass das Niveu sehr niedrig 
ist und ich in dieser Zeit noch einiges mehr lernen könnte.(ging es euch 
ähnlich??)

mfg

Mr.t

Autor: Jörg S. (Gast)
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> Und mir die Ausbildungsinhalte zwar nützlich fürs studium und so weiter
> erscheinen, aber ich habe immer das Gefühl dass das Niveu sehr niedrig
> ist und ich in dieser Zeit noch einiges mehr lernen könnte.
Jaein. Für die UNI bringt das Wissen von der Ausbildung nur soweit was 
das man halt schon das Grundwissen hat. Die Klausuren werden dadurch 
nicht unbedingt leichter. Aber für die Job-Suche kann es meiner Meinung 
schon Gold wert sein das man schon "viel" praktische Erfahrung hat.

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Tim U. wrote:
> ich würde nach meinen Erfahrungen das so definieren:
>
> FOS Abitur == Fast Ohne Stress Abitur

bla bla bla... hast selber nen Huepf- und Singabitur am Gym, was?

Fuer den OP: FOS nach abgeschlossener Ausbildung geht nicht, das was Du 
suchst, heisst dann BOS (Berufsoberschule).

Michael

Autor: Mousse-T (Gast)
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Na klar geht FOS nach der Ausbildung. BOS heisst das nur in Bayern ;-)

Autor: Thomas B. (detritus)
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Und in BaWü isses das BK ;)

Eigene Erfahrungen damit:

SEHR guten Mathelehrer gehabt. Hat zu 95% alles abgedeckt, was man zum 
Anfang der Vorlesungen gebraucht hat. Im ersten Halbjahr alles ohne 
Taschenrechner ;)

Es haben dann zwar einige Kleinigkeiten gefehlt (f'(x) kann man auch als 
f(x)*dy/dx schreiben und was is ne DGL?), aber die kamen eigentlich nur 
in Physikvorlesungen vor, und da auch nur bei Herleitungen. Hat man zum 
Bestehen also nicht gebraucht. Dafür hatten wir aber Herleitung der 
Ableitungen über nen Differenzenquotienten mit Grenzübergang (auch in 
einer Klassenarbeit).

Und: Was das (Grund-)Studium so schwer macht, sind nicht schwer zu 
rechnende Aufgaben. Da waren auf dem BK teilweise ganz andere Hämmer 
dabei. Es ist die Stoffmenge und die Geschwindigkeit davon. Mal bisschen 
überspitzt ausgedrückt: In Mathe 1 und 2 braucht man, bei gewissenhafter 
Vorarbeit, in den Klausuren keinen Meter weit denken, sondern nur in 
wahnsinniger Geschwindigkeit Zahlen in auswendiggelernte Rechenschemata 
einzusetzen und ohne Taschenrechner runterzurechnen. Da war von ~25 
Aufgaben vielleicht eine dabei, wo ein bisschen (nicht viel) Kreativität 
und Verständnis gefragt war.

Autor: Christian (Gast)
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ich staune grad, wie wenig einige in ihrer FOS Ausbildung in Mathe und 
Physik gelernt haben.

Bei mir wars folgendes:
Mathe: Grenzwerte, Differential- und Integralrechnung, lineare
Gleichungssysteme (leider keine Matrizen), analytische Geometrie

Physik: Gravitationsgesetz, E-Feld, H-Feld, Schwingungen und Wellen
(mechanisch und elektromagn.), Atomphysik

Ich kam mir irgendwie die ganze Zeit unterfordert vor - vor allem in 
Physik, aber die Lehrer haben auch bei mir extrem viel Rücksicht auf 
Leute mit Problemen genommen. Laut Aussage unseres Schulleiters waren 
wir der schwächste Jahrgang seit Jahren.

Was allerdings nach dem Zivildienst noch übrig ist von dem einst 
angeeigneten Wissen, will ich garnicht so genau wissen :-/ Irgendwie 
kommt man nicht so richtig dazu nebenbei noch was für den Erhalt des 
Wissens zu tun :-(

ciao
Christian

Autor: Chris (Gast)
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Hi,

ich habe auch (bis vor drei Jahren) FOS gemacht.
Wenn du schon eine Ausbildung hinter dir hast und in Bayern wohnst: mach 
die BOS. Dauert iirc zwar ein Jahr länger aber dafür hat man auch die 
allgemeine Hochschulreife.

@Christian:

Bei mir war das anders ;)
Unser Technologie-Lehrer hat (nicht zu unrecht) in der 12. gesagt: "Wer 
es jetzt nicht verstanden hat, dem erklär ich es nächstes Jahr nochmal".
Einer hat es nicht verstanden und hat das Jahr auch wiederholt ;)

Geschenkt bekommt man nix aber wenn man sich halbwegs gut anstellt, 
bringt es das dann auch.

Viele Grüße

Chris

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