Datum: 02.04.2008 22:11
Hallo, könnt ihr mir sagen (schreiben) ob man die Freilaufdiode bei einer Relaisansteuerung weg lassen kann. Ich hab mal gehört das man statt dem PNP nen FET hernehmen kann. Stimmt das, und wenn ja welcher FET-Typ ist dabür geignet. Danke
Datum: 02.04.2008 22:14
Nie! Auch wenn der FET eine parasitäre Diode enthält, muß die Diode vorhanden sein. Sie schliesst das Relais beim Ausschalten kurz. Die Diode des FET tut das nicht.
Datum: 02.04.2008 22:15
>Freilaufdiode bei einer Relaisansteuerung weg lassen kann. NEIN. >enn ja welcher FET-Typ jeder, der Spannungs- und Stromwerte erfüllt, die deine Last erfordert. Also identisch eines Biploartranstors.
Datum: 02.04.2008 22:15
>könnt ihr mir sagen (schreiben) ob man die Freilaufdiode bei einer >Relaisansteuerung weg lassen kann. Kann man nicht. >Ich hab mal gehört das man statt dem PNP nen FET hernehmen kann. BC546 ist ein NPN. >Stimmt das, und wenn ja welcher FET-Typ ist dabür geignet. BS170 möglicherweise.
Datum: 02.04.2008 22:16
Man kann sie natürlich weg lassen, hängt halt ganz von der gewünschten Lebensdauer deiner Schaltung ab. Kurz und bündig: Bau sie ein, 2 Cent mehr machen den Bock auch nimmer fett.
Datum: 02.04.2008 22:22
Hallo, 1. ist der verbaute Transistor ein NPN. 2. kann man einen Fet verwenden, der den benötigten Strom liefern, und die angelegte Spannung auch sperren kann. (Ansteuerung anders als beim bipo). 3. welcher Typ geeignet ist mußt Du wissen (aussuchen nach obigen Kriterien). 4. ist gerade ein Relais die typische "induktive" Last, -die wenn der Stromfluß abgeschaltet wird, eine geg. hohe Spannung generiert, die es zu unterdrücken gilt. ...eigentlich alles gesagt. guude ts
Datum: 02.04.2008 22:44
alles klar. Danke für die Antworten. stimmt gedacht ist ja auch ein bc338 pnp. muss ich noch im schaltplan ändern.
Datum: 02.04.2008 22:58
>stimmt gedacht ist ja auch ein bc338 pnp.
Das ist auch ein NPN. Gute Nacht ;)
Datum: 02.04.2008 23:00
naja, mit entsprechend spannungsfesten Transistoren geht es schon. Lohnt sich aber nicht.
Datum: 02.04.2008 23:49
Man kann, zumindest beim Einsatz von MOSFETs, beim Schalten induktiver Lasten auf die Freilaufdiode prinzipiell verzichten, wenn man genau weiß, was man tut. Beim Ausschalten der induktiven Last ohne Freilaufdiode entstehen hohe Spannungen, die den MOSFET zum Lawinendurchbruch bringen. Dieser Lawinendurchbruch passiert auch bei (Z-)Dioden mit höherer Sperrspannung, ist reversibel und bei den Z-Dioden sogar gewollt. Da die dabei im MOSFET verbratene Leistung sehr hoch (Durchbruchspannung * Strom) werden und schon bei mittelgroßen MOSFETs bis in die kW gehen kann, darf dieser Zustand nur für kurze Zeit anhalten, sonst verabschiedet sich das Bauteil auf Grund thermischer Überlastung. Die Energie als über die Zeit integrierte Leistung darf also gewisse Grenzen nicht überschreiten. In den Datenblättern von MOSFETs ist deswegen oft die maximale "Avalanche Energy" unter verschiedenen Bedingungen angegeben. Solange diese nicht überschritten wird, leitet der MOSFET im Sperrbetrieb den Spulenstrom ohne Beschädigung ab. Er muss aber fast die komplette in der Spule gespeicherte Energie aufnehmen, die sich aus dem Spulenstrom und der Induktivität errechnen lässt. Diesen Lawinendurchbruch lässt man in manchen Anwendungen zu, wo es um das sehr schnelle Abschalten iduktiver Lasten geht. Ohne Freilaufdiode stemmt sich dem Spulenstrom die volle Durchbruchspannung entgegen, so dass er sehr schnell abklingt. Mit Freilaufdiode ist diese Gegenspannung nur gleich der Durchlassspannung der Diode (ca. 0,7 V) plus dem Spannungsabfall am ohmschen Widerstand der Spule selber, so dass der Strom noch eine Weile weiterfließen kann, und das Abschalten entsprechend langsamer vonstatten geht. Den MOSFET wie beschrieben zu betreiben ist aber die absolute Ausnahme. Da ein Relais kein sonderlich schnelles Bauteil ist und mit ihm meist keine Anwendungen realisiert werden, wo es auf kürzeste Schaltzeiten ankommt, wird hier praktisch immer eine Freilaufdiode eingesetzt, in den allermeisten anderen Anwendung ebenfalls. Für den, der sich näher für das Thema interessiert: http://www.irf.com/technical-info/appnotes/an-1005.pdf
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