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Forum: Platinen Hält PVC-Kabel in CA: 50°C warmem Ätzmittel ?


Autor: Chris (Gast)
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Wie der Tital fast schon verrät wollte ich in Erfahrung bringen, ob 
tauschbare Aquarienheizer auch im Ätzbad getaucht werden können oder ob 
irgendwelche der verwendeten Materialien früher oder später schlapp 
machen.

Danke ...

Autor: Helmut -dc3yc (dc3yc)
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Kann nur meine Erfahrung sagen: meiner hält seit ca. 15 Jahren die Ätze 
aus, ohne irendwelche Problemen. Es sind auch keine Farbveränderungen zu 
sehen.

Servus,
Helmut.

Autor: Steffen O. (derelektroniker) Benutzerseite
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Hallo,
also erstmal zum Aquariumheizstab ansich: bei mir hält der bis jetzt 
auch wunderbar, aber ich tauche ihn auch nur soweit in die 
Ätzflüssigkeit ein, wie man ihn auch in Wasser hängt.
Wenn du ihn aber, wie man aus dem Threadtitel folgern kann, komplett 
unter Wasser (Ätzflüssigkeit) betreibst, dann geht er mit hoher 
Warscheinlichkeit kaputt, da die Abdichtung zwischen Heizstab ansich, 
und Kabel nicht besonders gut ist.
Ich hoffe geholfen zu haben ;-)
Gruß, Steffen

Autor: Chris (Gast)
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Hi,

es geht um keinen herkömmlichen Heizstab sondern die Regelung erfolgt 
extern, d.h. es ist am oberen Ende vergossen. Es geht also lediglich 
darum, ob Giesmassen bzw. insbesondere das Kabel empfindlich auf ein 
Ätzbad solcher Temparatur reagiert ...

Autor: Wolfgang-G (Gast)
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>ob Giesmassen bzw. insbesondere das Kabel empfindlich auf ein
>Ätzbad solcher Temparatur reagiert ...
das kann Dir niemand 100%ig sagen, da es unterschiedliche Vergussmassen 
usw. gibt
wenn jemand 10jährige Erfahrung hat, kann es sein, dass die damaligen 
Materialien heute schon nicht mehr verwendet werden

Autor: Christian Erker (Gast)
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Was benutzt du als Ätzbad? Eisen(III)chlorid ist "harmlos" gegenüber 
Kunststoffen, Persulfat hingegen ist ein starkes Oxidationsmittel und 
damit wäre ich skeptisch was organische Stoffe (nix anderes ist 
Kunststoff...) angeht. Die Polymerkette wird es nicht unbedingt 
zerstören, aber bei den Weichmachern (woher weisst du WAS genau 
verwendet wurde) wäre ich mir nicht sicher.

Gruß,
Christian

Autor: Micha B. (chameo)
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Ich hatte einen Aquarienheizstab (nicht voll eingetaucht) mit 
Kunststoffhalterung sowie einen länglichen Ausströmerstein mit 
Kunststoffummantelung in meinem Natriumpersulfat Ätzbad.
Letztens -ein halbes Jahr nach Einrichtung des Ätzbades- wollte ich mal 
wieder was ätzen und musste leider feststellen, dass sowohl die 
Halterung des Heizstabes wie auch die Kunststoffteile des Ausströmers 
komplett zersetzt waren. Der Kunststoff-Luftschlauch ist dagegen noch 
völlig intakt.

Es wird also schwer vorherzusagen, welches Material im Bad überlebt und 
welches nicht.

Autor: Michael H* (Gast)
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Micha B. wrote:
> Es wird also schwer vorherzusagen, welches Material im Bad überlebt und
> welches nicht.
eher wohl, um welches material es sich genau handelt.

wenn du wirklich pvc hast, wird dein naps die weichmacher angehen.
Christian Erker hat ganz recht und mein tipp wäre, kabel und verguss 
nochmal mit einem material überziehen, von dem du dir sicher sein 
kannst, dass es nicht angegriffen wird.

grüße, holli

Autor: Chris (Gast)
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Hallo,

es wird wohl eher um EisenIIIChlorid gehen. Ich weiss leider nicht um 
was für eine Vergussmasse es sich handelt un bin eh davon ausgegangen, 
dass erst der Versuch klug macht.

So ein paar Erfahrungswerte im Vorraus waren mir trotzdem wichtig, um 
herrauszufinden, ob ich es gleich lassen sollte ...

Autor: Wolfgang-G (Gast)
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>dass erst der Versuch klug macht.
oder sorg dafür, dass nur der Glasteil ständig in der Ätzbrühe steht.

Autor: Chris (Gast)
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>oder sorg dafür, dass nur der Glasteil ständig in der Ätzbrühe steht.

Titan, nicht Glas  - das sollte schon was aushalten ... :) Und liegen 
muss es, da es im Endeffekt um eine Sprühätzanlage geht. Die Lösung 
durch die Küvettenwand mit Quetschdichtung ist mir nicht so ganz geheuer 
...

Autor: Wolfgang-G (Gast)
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>Titan, nicht Glas  - das sollte schon was aushalten ...
mechanisch ja, chemisch nicht immer,
konkrete Aussagen geben nur Beständigkeitstabellen (hab leider keine 
greifbar)
hab schon Titanblech gesehen, das nach einer gewissen Einsatzzeit nur 
noch hauchdünn war bzw. ganz fehlte

Autor: Chris (Gast)
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Klingt nicht so toll, bin die ganze Zeit davon ausgegangen, dass Titan 
eines der wenigen Metalle ist, die das aushalten. Hersteller (oder 
Importeur) können mir bezüglich irgendeiner Legierung etc. keine Angaben 
machen.

Autor: Wolfgang-G (Gast)
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>bin die ganze Zeit davon ausgegangen, dass Titan
>eines der wenigen Metalle ist, die das aushalten.
Es kann sein, dass Titan  in Deiner Ätzlösung hält.
Man muss aber immer den jeweiligen Einsatzfall genauer betrachten. Mein 
Beispiel bezog sich auf den Einsatz von Titan in gasförmigem Chlor eines 
Elektrofilters. Wie diffizil das ganze ist, kann man hier gut erkennen. 
Während Titan in feuchtem Chlor beständig ist, wird es von trockenem 
Chlor zerstört. Im Elektrofilter gab es eine Stelle, wo Titaneinbauten 
„trockengelegt“ waren, sodass es zur Zerstörung kam.

Autor: Chris (Gast)
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Wohl auch hier wieder: Versuch macht Klug. Bin mir nicht mehr sicher wo, 
aber meine von irgendeiner Ätzanlage gelsen zu haben, dass das 
Titanteile verbaut sind.

Autor: Wolfgang-G (Gast)
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Ich hab mal für Dich etwas Literatur gewälzt.
Daraus ergibt sich,  dass Titan gegen oxidierende Medien und dazu gehört
Eisen III chlorid, beständig ist.
Also, solange Kupfer noch geätzt wird, d.h. Eisen III chlorid ist in 
ausreichender Konzentration vorhanden, sollte Titan nicht nennenswert 
angegriffen werden.
Für diese Angabe kann ich aber keine Garantie übernehmen.

Autor: Michael H* (Gast)
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hmm, aber scheidet sich vllt das kupfer am heizstab ab? natürlich ist 
das kein galvanischer prozess, weil der strom fehlt, aber es könnte 
sein.

Autor: Chris (Gast)
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Vielen Dank für die Mühe. Mal schauen ...
Sobald ich irgendwann einmal dazu komme werde ich berichten.

Autor: Timbo (Gast)
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Also zumindest die Luftverteilerschläuche aus PVC haben eine gewisse 
Beständigkeit. Jahrelang halten die aber nicht durch.

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