Datum: 11.04.2008 13:24
Seit längerer Zeit (über 2 Monate) liegt schon der IHK-Beitragsbescheid wie jedes Jahr auf meinem Schreibtisch und wartet auf Erledigung. Da ich zwangsweise IHK-Mitglied bin, werde ich nach § 2 Abs. 1 IHK-Gesetz zur Zahlung des Beitrages herangezogen. Das kotzt mich maßloß an. Was kann man dagegen tun? Gibt es Erfahrungen? Ich zahle seit über 15 Jahren - wofür eigentlich? und warum? Darf sich jeder Sacklatscher hinstellen und die Hand aufhalten? Entschuldigt meinen ausfallenden Ton, aber wenn ich das Wort IHK höre oder lese, bekomme ich eine Krise.
Datum: 11.04.2008 13:26
Mir gehts genauso! Welche Rechtsform hat denn Deine Firma? Wenn GmbH, dann schraub doch Deine Ausgaben (Geschäftsführerlohn) so hoch, das Du keinen Gewinn mehr machst!!!
Datum: 11.04.2008 13:30
@ Thomas Du liegst falsch: alles was eine Handelregistereintragung hat, zahlt auch ohne Gewinn mindestens 125 € pro Jahr (jedenfalls in Berlin). Ist im übrigen ne GmbH, was ich am Halse habe.
Datum: 11.04.2008 13:44
Naja, aber über den Grundbeitrag von 130 Euro würde ich als GmbH aber nicht reden! Oder? Als GbR habe ich noch viel mehr bezahlt!!! Wie wäre es denn wenn wir die IHK mal in die Pflicht nehmen? Schulungen, Beratungen..... anfordern bis die uns freiwillig rauschmeissen!! ;-) Wegen zu teuer! ;-)
Datum: 11.04.2008 13:52
Wenn Du um die Zahlung nicht drum herum kommst, solltest Du Dir überlegen was Du von denen an Leistungen beziehen kannst. Ruf doch mal an und frag nach was die für Dich tun können, wenn sie schon regelmäßig Geld haben wollen.
Datum: 11.04.2008 14:02
@ zett Das sind Lösungen für Mittelspurfahrer! Ich hasse diesen Verein und bin zu keinerlei Kollaboration bereit! Ich heule nicht mit den Wölfen! Ich bin kein Streetworker, der für alles Verständnis hat und jedem verzeiht! Ich brauche weder deren Kammerjägerzeitschrift, noch deren Zuspruch, noch deren Leistungen, wenn es denn welche sind. So, das mußte mal raus. Kennt jemand eine adäquate Lösung für meine Probleme?
Datum: 11.04.2008 14:10
> Kennt jemand eine adäquate Lösung für meine Probleme?
Auswanderen?! Geschäft ins Ausland verlegen?!
Ansonsten, ärger die doch ein wenig. Schreib sinnlose Briefe und
Widersprüche, die sie bearbeiten müssen. Wenn das nur genug machen, wird
es denen vielleicht irgendwann zu bunt (träum).
Datum: 11.04.2008 14:15
@ Unbekannter Zitat: Rechtsbehelfsbelehrung Gegen diesen Beitragsbescheid können Sie innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe schriftlich oder zur Niederschrift bei der IHK Berlin Widerspruch einlegen. Falls Ihr Widerspruch keinen Erfolg hat, erheben wir für die Bearbeitung eine Gebühr. Na? "Träum" war richtig.
Datum: 11.04.2008 14:57
> Falls Ihr Widerspruch keinen Erfolg hat, erheben wir für die > Bearbeitung eine Gebühr. Wurde dieser Satz schon mal einem hohen Gericht vorgelegt?
Datum: 11.04.2008 15:13
>>Naja, aber über den Grundbeitrag von 130 >>Euro würde ich als GmbH aber nicht reden! Was soll diese Aussage? Selbst 1 Cent wäre zuviel. Tatsache ist, dass ein Gewerbetriebender Pflichtzahler in diesem Sackverein wird, ob er will oder nicht. Das ist noch widerlicher als die Sache mit der EAR. Die BRD ist teilweise eben doch ein Bananenstaat, sonst würde diesem Irrsinn der Garaus gemacht.
Datum: 11.04.2008 15:19
Also tut mir Leid, aber ich glaube nicht, daß Ihr GmbH Geschäftsführer seid! Da gibt e nämlich noch wesentlich mehr Zwänge in "good old Germany" als "nur" 130 Euro für die IHK. Wenn ich da wegen jedem so ein Fass aufmachen würde, wäre ich nur damit beschäftigt. Es gibt natürlich für die Lösung dieses Problem auch eine sehr einfache Möglichkeit. Brüder zu den Waffen!!! Viva la revolutione! ;-) Wenn Ihr gewinnt könnt Ihr die Spielregeln machen!
Datum: 11.04.2008 15:28
>>Wenn ich da wegen jedem so ein Fass aufmachen würde, wäre ich nur damit >>beschäftigt. Einer der Gründe, warum es IHK und EAR gibt...
Datum: 11.04.2008 15:30
Wofür ist denn die IHK jetzt da? Das ist mir immer noch nicht klar!
Datum: 11.04.2008 15:34
Ja klar, ist das auch ein Grund! Aber es ist auch sinnlos mit den Mitteln des Systemes gegen das System zu kämpfen oder? Widerspruch einlegen bei den Leuten, die den Bescheid erstellen! Oder mit dem Beitritt zum VERBAND der GmbH-Geschäftsführer gegen den VERBAND IHK kämpfen! Sisyphus lässt grüssen! Gündet doch ne Firma im europäischen Ausland! Das wäre doch ne Alternative! Blos wer da alles die Hand aufhält?? Ich möchte es lieber nicht wissen! Übrigens bei der Revolution mache ich mit! Nur wegen dem Abenteuer! ;-)
Datum: 11.04.2008 15:37
Die ganze Diskussion ist - zumindest fuer dieses Jahr - sinnlos. >....können Sie innerhalb eines Monats und >Seit längerer Zeit (über 2 Monate) liegt schon... Ganz klar Widerspruchsfrist abgelaufen, abhaken, zahlen, Ende. Etwas ueber 10 EURO im Monat sind auch nicht so viel - rechne Dir doch einfach anhand Deines Stundenverrechnungssatzes aus, wiewenige Minuten das sind, dann rege Dich einfach nur ueber Sachen auf, die Du aendern kannst. Matth
Datum: 11.04.2008 15:38
@ Thomas Ob viel oder wenig, sei dahingestellt: mir ist es einfach zuviel, dass sich jeder Arsch hinstellt und von mir Almosen abfassen will. Irgendwo muß ich ja mal den Anfang machen. Ich bin der GF und muß auf jeden Euro achten. Dass es noch einen Haufen anderer hirnverbrannter Sachen wie EAR, DSD gibt, macht die Sache mit der IHK nicht besser. Außerdem mache ich gerne Fässer auf!
Datum: 11.04.2008 15:38
Die IHK ist doch Dein Interessenvertreter oder? Die bietet Dir also gegen einen JAhresbeitrag die Durchsetztung Deiner Interessen gegenüber dem Stadt und der Politik! Richtig? Dann Schreib Ihr doch mal einen Brief mit dem was Du alles brauchst um Dein Geschäft richtig zu führen! Zum Beispiel: Abschaffung der Gewerbesteuer, Senkung der Energiepreise.... Wenn Du dann in einem angemessenen Zeitraum kein Ergebnis bekommst mahnst Du sie ab und Forderst Nachbesserung. Wenn dann immer noch nichts kommt, trittst Du vom Vertrag zurück! Da soll erst mal ein Gericht sagen, das Du trotzdem zahlen musst oder? :-)
Datum: 11.04.2008 15:41
Parasiten gibt es immer und überall! Die muss man töten oder mit Ihnen leben! Und schon überhaupt nicht mit Ihnen reden! Da lacht sich ja die Logik der Natur ins Fäustchen! ;-)
Datum: 11.04.2008 15:50
@ Thomas > Oder mit dem Beitritt zum VERBAND der GmbH-Geschäftsführer gegen den > VERBAND IHK kämpfen! Diese Frage schwebte mir allerdings auch durch den Sinn! @ dachs Du denkst doch nicht im Ernst, daß ich bei diesen Flitzpiepen Widerspruch einlege! Ich lasse die IHK-Beitragsbescheide immer erst prinzipiell bis zur Spitzenreife ablagern. Am Ende habe ich doch immer wieder mit Schaum vor dem Mund diesen Mist bezahlt. Ich verachte mich deswegen aus tiefster Seele. @ Uhu undsoweiter Die Aktivitäten aller IHK-Gegner scheinen inzwischen sanft entschlafen zu sein. Ich werde mich jetzt wieder beruhigen. War nur so'n Aufschrei einer gepeinigten Seele.
Datum: 11.04.2008 15:55
@ Thomas > Dann Schreib Ihr doch mal einen Brief mit dem was Du alles brauchst um > Dein Geschäft richtig zu führen! > Zum Beispiel: Abschaffung der Gewerbesteuer, Senkung der > Energiepreise.... > Wenn Du dann in einem angemessenen Zeitraum kein Ergebnis bekommst > mahnst Du sie ab und Forderst Nachbesserung. > Wenn dann immer noch nichts kommt, trittst Du vom Vertrag zurück! Ist wahrscheinlich die am meisten brauchbare Idee!
Datum: 11.04.2008 16:00
Das hat vielleicht sogar Aussicht auf Erfolg! Weil wahrscheinlich zwei Gesetze gegeneinander stehen. Der Richter müsste sich für auf das wichtigere entscheiden. Damit hast Du sie dann. Aber sie werden durch alle Instanzen gehen. Das dauert und kostet. Die letzte Instanz ist dan von den Politikern abhängig! Ergo Lobbyarbeit, Schmiergeld! Ob das 130 Euro wert ist?
Datum: 11.04.2008 16:24
Wozu solche Zwangskörperschaften gut sind, kann man im Extrem an den Ärztekammern studieren: Die sind die Standesorganisation der Ärzte und spielen bei der Abrechnung eine zentrale Rolle. Im Zeitalter der Kosteneinsparung im Gesundheitswesen werden sie vom Gesundheitsministerium dazu gezwungen, dessen Vorschriften gegen die Ärzteschaft durchzusetzen. Vorbild sind die von den Nazis eingesetzten Judenräte und nicht wenige der drangsalierten 'frei' praktizierenden Ärzte ziehen ganz offen den Vergleich zwischen beiden Vereinigungen... Meine Vermutung: Man hält an IHK, Handwerkskammern etc. fest, weil man denkt, man könnte sie eines Tages eventuell noch gebrauchen, um irgendwelche Schweinereien gegen die betreffenden Gruppen durch deren 'eigene' Vertreter exekutieren zu lassen.
Datum: 11.04.2008 16:48
Aeh, ja. kommt doch in die Schweiz. Wir haben (noch) keine solchen mafioesen Vereinigungen.
Datum: 11.04.2008 17:03
Das mit dem Abmahnen (siehe weiter oben) kann man vielleicht sogar durchbringen, wenn man NICHT den Vertrag kündigt. Sondern einfach bei Nichterfüllen der Aufgaben der IHK diese zur Minderung des Beitrages um 100 % fordert. Damit erfüllen wir sogar die Forderung der "Zwangsmitgliedschaft". Wenn jemand Lust hat das zu probieren. Ich bin dabei, wenn sich 50 Leute finden, die das auch machen.
Datum: 11.04.2008 18:05
Ich kann es nur wiederholen: Rege Dich einfach nur ueber Sachen auf, die Du aendern kannst. Alles andere ist verschwendete Lebenszeit und Gesundheit. >Du denkst doch nicht im Ernst, daß ich bei diesen Flitzpiepen >Widerspruch einlege! Ich lasse die IHK-Beitragsbescheide immer erst >prinzipiell bis zur Spitzenreife ablagern. Du willst mir doch nicht im Ernst erzaehlen, das Du das immer so machst, wenn Dir an gegebenen Systemen etwas nicht passt. Was machst Du dann, wenn Du der Meinung bist, dass der Befehlssatz eines gegebenen uP unsinnig erscheint? Da fuegst Du Dich doch auch, lebst mit dem Unsinn und nutzt das gegebene System, so wie es ist, um Dein Ziel zu erreichen. Naemlich das die gegebenen Informationen MIT DEM GEGEBENEN SYSTEM (und dessen Unzulaenglichkeiten) den gewuenschten Effekt erzeugen. Und ich wette, dass bei solchen Entwicklungstaetigkeiten der Behinderungseffekt um Groesseordnungen im Jahr teurer ist. Matth
Datum: 05.05.2008 18:01
Als "kostenverursachende Hemmschuhe und Arbeitsplatzbeschaffungsmaßnahmen für Funktionäre", so haben schon Günter und Peer Ederer die Zwangsmitgliedschaften zu Berufskammern sehr treffend beschrieben! (Das Erbe der Egoisten, Seite 373, Goldmann-Verlag 1997) Die Wahlbeteiligungen zu IHK-Vollversammlungen betragen in Deutschland fast nirgends mehr über 10 % ! Hier nur mal 4 Beispiele: in Köln zuletzt 9 % / in Nürnberg 7,7 % / in München zuletzt genau 6,27 % und in Berlin zuletzt 2007 = knappe 4,5 % Wahlbeteiligung = 9.800 von 218.000 Mitgliedern! Wer uns Unternehmern heute - allein angesichts solcher Zahlen - noch immer erzählen möchte, solch eine Zwangskammer sei "Die Selbstverwaltung der Wirtschaft" oder Ähnliches, der gibt sich höchstens nur noch der Lächerlickeit preis! Und als zum Beispiel Helmut Schmidt (Bundeskanzler a.D.) vom Kammerzwang persönlich betroffen und verärgert war, schrieb er dazu in der ZEIT eine Kolumne mit der passenden Überschrift: "Schluss mit dem Schwachsinn." Angesichts der Tatsache, daß die überwiegende Mehrheit der zwangsrekrutierten Kammermitglieder (bundesweit!) den Zwang strikt und sehr berechtigt ablehnt, sollte wirklich schnellstens Schluss mit diesem Schwachsinn gemacht werden ! Dass wir diesem vollkommen überflüssigen Kammerzwang immer noch ausgesetzt sind, könnte eventuell auch daran liegen, dass viele betroffene Unternehmer lieber schweigend resignieren, statt sich öffentlich dagegen zu bekennen. Wenn jeder seine Meinung über die IHK in der jeweils örtlichen Presse schon kundtäte, so könnte allein schon das sehr hilfreich sein! Wo die Presse nicht mitspielt, da sollte das Internet natürlich noch mehr genutzt werden. Bei www.kammerwatch.de findet man zum Beispiel auch laufend interessante neue Nachrichten zum Thema Kammerzwang.
Datum: 05.05.2008 18:17
Liebe Leute, ich kann Euch wirklich raten, schaut auch mal bei www.kammerwatch.de rein ! Diese Informationsseiten sind derzeit sicherlich die besten, wenn es um das Thema überflüssige IHK- oder HWK-Zwangsmitgliedschaft geht !
Datum: 05.05.2008 18:48
>Rege Dich einfach nur ueber Sachen auf, die Du aendern kannst.
Wenn wir damals 1989 in Leipzig auch so gedacht hätten gäb es womöglich
die DDR noch.
Der Vergleich mit dem Coltroller Befehssatz hinkt nicht nur gewaltig,
ist geradezu unsinnig.
Sich gegen unsinnige Gesetze aufzulehnen und aktiv zu werden macht sehr
wohl Sinn.
Datum: 05.05.2008 19:10
Den gleichen Beschiss gibt's in Bremen/im Saarland übrigens auch für Arbeitnehmer: => Für die sog. "Arbeitnehmerkammer Bremen" habe ich auch mal zwangsweise Beiträge entrichtet. Es gab eine Klage gegen diese "Zwangsmitgliedschaft". Nach meiner Erinnerung wurde sie rechtskräftig/endgültig mit der Begründung ( sinngemäss ) abgewiesen: Erstens ist der Verein prinzipiell gut für Arbeitnehmer ( komisch, für die IG Metall z.B. hat das noch nie irgendein Gericht definiert ! ) Und zweitens ist der Beitrag ja niedrig ( Richtergehälter sind ja auch grösser wie Löhne der Ecklohngruppe ). => Zwangsmitgliedschaft wie im Sozialismus ?!
Datum: 06.05.2008 14:38
Ich werde mal meinen örtlichen Bundestagsabgeordneten fragen, wie der sich das so vorstellt. P.S. Gestern habe ich bezahlt. Ich habe in kindischer Manier - wie schon in den Vorjahren - das Textfeld für den Zahlungsgrund mit unflätigen Ratschlägen gefüllt. Nützt mir zwar nichts, weil es niemand lesen wird (außer meinem Steuerberater, den es ungemein erheitern wird), aber es verschafft mir eine gewisse Erleichterung. Mal sehen, was der Kommunist von MdB dazu meint. Ich werde euch Bericht geben, wenn es soweit ist.
Datum: 06.05.2008 21:26
Hallo - lieber Zahlungsunwilliger ! Zu unseren Thema habe ich schon viele MdB's befragt ! Was man von denen dann an Unsinn (falls überhaupt geantwortet wird) zu lesen bekommt, geht manchmal auf keine Kuhhaut ! Dieter Wiefelspütz (MdB / SPD) z. B. konnte bei seiner knappen Antwort, welche er mir am 17. 4. 2008 per abgeordnetenwatch.de gab, nicht einmal "Äpfel und Birnen" auseinander halten. Nachfolgend die Antwort von Herrn Wiefelspütz in Kopie: ----------------------------------------------------- Sehr geehrter Herr , ich befürworte die gewachsenen Strukturen der Kammern einschließlich Pflichtmitgliedschaft. Wir leben in einem sehr freien Land. Freilich gibt es Regeln, die Sie und ich einhalten müssen. Wir unterliegen beispielsweise gemeinsam dem Zwang, Steuern zahlen zu müssen. Das halte ich für richtig. Mit freundlichen Grüßen Dr. Dieter Wiefelspütz, MdB ---------------------------------------------------- Hier der Link dazu: http://www.abgeordnetenwatch.de/index.php?cmd=650&... Sollten Sie von einem sogenannten Volksvertreter eine Antwort zum Thema Kammerzwang bekommen, so lassen Sie mich (uns) das bitte wissen. M. f. G. Heinrich Vetter / 40670 Meerbusch
Datum: 06.05.2008 21:57
Naja, ich kann Dich einerseits schon verstehen. Andererseits habe ich mit der IHK Koblenz z.B. sehr gute Erfahrungen gemacht - gerade beim Start meines Unternehmens. Dort gab es eine Menge Hilfestellung (von der kostenlosen Übersetzung der Widerrufsbelehrung ins Englische über Chinakontakte bis hin zu kostenlosen Beratungen durch ehrenamtliche Lotsen (=Exmanager/Exunternehmer usw.). Ob REACH, EAR, Grüner Punkt usw. - bisher hatte ich immer schnell Leute mit Ahnung an der Strippe, die mir oft weitergeholfen haben. Wenn Rückrufe versprochen werden, gibt es diese auch usw. Zwangsmitgliedschaften sind nie schön - aber es ist fraglich, ob so ein breites Angebot sonst existent wäre. Es ist mir aber auch klar, dass (leider) nicht alle IHKs so sind. Vielleicht solltet Ihr einfach mal das Angebot nutzen - zumindest ich hab den Beitrag jedes Jahr locker wieder raus :-) Also nicht gleich auf stur schalten - gebt den Leuten ne Chance :-) (nein, ich krieg dafür kein Geld ...) Chris
Datum: 06.05.2008 23:16
Hallo Chris, Deine Koblenzer IHK sollst Du ja auch ruhig behalten dürfen, falls die für Dich so in Ordnung ist! Dazu ist aber doch keine Zwangsmitgliedschaft nötig. Die IHKn sollten sich aber doch schnellstens der Marktwirtschaft stellen, dann könnten sie sicherlich viele solcher zufriedenen Unternehmer als Kunden gewinnen, wie Du es derzeit bist. "Die Kammern können und müssen sich als Service-Unternehmen so attraktiv machen, dass sie keinen Mangel an freiwilligen Mitgliedern haben. Oder sie laufen Gefahr, überflüssig zu werden", so schrieb z. B. Jürgen Möllemann (MdB/FDP) noch kurz vor seinem tragischen Tod in seinem 2003 erschienenen Buch "Klartext" im Kapitel "Fort mit dem Zwang", Seite 131 - 135. Schau doch nur mal bei www.kammerwatch.de rein, "wie zufrieden" andere Unternehmer mit den jetzigen IHKn sind. Hinterfrage doch mal, was die IHKn z. B. in Sachen Berufsausbildung wirklich selber machen. Dann wirst Du schnell dahinter kommen, dass sie gerade in dem Punkt, wo sie in höchstem Maße Selbstbeweihräucherung betreiben, mehr oder weniger nur lächerliche Papierverwalter sind. Nicht gerade wenig zusätzliches Geld (zusätzlich zum Zwangs-Jahresbeitrag) nehmen sie für diese Papierverwaltung. Und die wirkliche Arbeit in der Berufsausbildung machen bekanntlich die Betriebe und unsere staatlichen Berufsschulen mit ihren jeweils ehrenamtlichen Prüfern. M. f. G. Heinrich
Datum: 08.05.2008 08:14
Hallo Wie ist der weitere Wertegang wenn nicht bezahlt wird. MfG
Datum: 08.05.2008 08:49
Keine Ahnung, ich habe erst drei Monate nach Ultimo bezahlt und keine Mahnung bekommen. Das liegt sicher daran, dass die IHK Berlin soviele Zahlungsunwillige hat, dass sie mit den Mahnschreiben gar nicht hinterherkommt.
Datum: 08.05.2008 09:02
Den weiteren Werdegang haben meine Frau und ich schon durchexerziert. Es kommt die Rechnung. Es kommt eine Zahlungserinnerung. Es passiert zwei Jahre gar nichts. Es kommt eine Zwangsvollstreckung. Mahnungen ? Mahnbescheide ? Androhung von einer Inkasso, das Zwangsmaßnahmen drohen ? Nichts davon haben wir gesehen. Nachdem wir dann nach etlichen Telefonaten herausgefunden haben, welche Art Papiere bzgl. Zahlungsfreiheit die Deppen da sehen wollen, war die Sache dann schnell vom Tisch.
Datum: 08.05.2008 16:41
Das Problem der "schweigenden Mehrheit" gegenüber der organisierten Minderheit liegt immer in der relativen Unterlegenheit des Einzelnen aus der 1. Gruppe bezüglich der konzentrierten Kraft aus der 2. Gruppe. Sollte allerdings die erste Gruppe ihre Kraft ernsthaft zusammenlegen dann entsteht auch genug Potential für tragfähige Aktionen wie einen auf vielen Schultern getragenen Musterprozeß oder einfach Prozeßlawinen. Wenn sich die schweigende Mehrheit organisiert kann sich eben die organisierte Minderheit nicht mehr auf den Einzelnen stürzen, da dann ihr Wirken von Vielen aufgefangen wird. Man läßt es leichter auf einen Prozeß ankommen wenn einige hundert Leute hinter einem stehen.
Datum: 08.05.2008 16:58
Interessant finde ich in diesem Kontext vor allem dieser Link: http://www.ihk-zwang-nein.de/thema95.html Es ist für mich zur Gewißheit geworden das auch unsere "Bildungslandschaft" nach angelsächsischen Vorbild umgebaut werden soll. Sprich: die breite Masse soll verblöden, die Ausbildung als Schlüssel zur Zukunft bekommt nur noch der Nachwuchs der Oligarchie in die Hand. So ist dieser praktisch außer Konkurrenz gesetzt.
Datum: 08.05.2008 17:20
Hallo, Rüdiger Knörig schrieb zutreffend: "Sprich: die breite Masse soll verblöden, die Ausbildung als Schlüssel zur Zukunft bekommt nur noch der Nachwuchs der Oligarchie in die Hand. So ist dieser praktisch außer Konkurrenz gesetzt." So ist es wohl, unsere vorbildlichen Elite-Vertreter werden schon dafür sorgen, daß das Auskommen ihrer Sprösslinge nicht durch lästige Konkurrenz wie z.B. zu viele Fachkräfte-Einwanderer gefährdet wird, letztere werden vielmehr dafür gebraucht (mißbraucht), daß besonders die unteren Lohngruppen nicht ins unermeßliche steigen. Gruss AB
Datum: 09.05.2008 11:56
Das Primat der Globalisierung ist die völlige Bewegungsfreiheit von Mensch und Kapital - wobei letzterem die höchste Priorität eingeräumt wird. Die Wirtschaft, an sich Mittel zum Zweck der Versorgung des Menschen pervertiert, indem sie den Zweck, den Menschen, zu ihrem Mittel macht. Naturgemäß geht dadurch die Schere zwischen Arm und Reich auf; die Mittelschicht, also das "gesunde Mittelmaß", die Kräfte welche produzieren um zu leben und nicht umgekehrt, müssen dabei erodieren. Freie Beweglichkeit des Kapitals setzt dieses außer alle vernünftigen Schranken und Bindungen. So verpflichtet Eigentum nur zu noch mehr Eigennutz. Das hat mit gesunder Marktwirtschaft nichts mehr zu tun. Am anderen Extrem verarmen die Massen weil alle ihre Forderungen durch die freie Beweglichkeit der Massen ad adsurdum geführt werden. "Was, Du willst nicht für 3 Euro / Stunde arbeiten? Machts halt der Pole. Der Pole will auch nicht mehr? Na wartet, irgendwo im Busch finden wir noch einen der es für 3 Glasperlen macht. Wenn der auch nicht mehr will verklappen wir den in eure Sozialsysteme und holen uns einen neuen. Haben wir mit dem Giftmüll ja auch gemacht (s/Sozialsystem/Ökosystem/). Ihr wollt aufmucken? Versuchts doch! Wir haben euch doch nach "teile und herrsche" in eine "multikulturelle Gesellschaft" fragmentiert. Wenn eine Gruppe aufmuckt geben wir der anderen einen kleinen Anreiz und die macht euch nieder. Und jetzt arbeite gefälligst, Pöbel!"
Datum: 09.05.2008 16:06
Dazu von mir am Freitag nachmittag folgende Bewerbungsabsage : --------------------------------------------------- Sehr geehrter Herr H.: Vielen Dank für Ihre Anfrage. Mit großem Interesse haben wir Ihrer Kurzbewerbung gelesen und sind sehr angetan von Ihren Kenntnissen und Fähigkeiten. Nach Rücksprache mit unserere Personalabteilung müssen wir Ihnen jedoch leider mitteilen, daß wir ihnen keine Position anbieten können, die Ihren Möglichkeiten gerecht wird. Wir bedanken uns ... ---------------------------------------------------- dann das übl(ich)e BalhBlah. Nach dem Telefonat mit dem Abteilungsleiter und dem Headhunter waren wir uns eigentlich alle 3 einig, daß ich der Richtige für den Projektleiterjob sei, da ich sowohl die spezialisierten Entwicklungs- als auch Branchenkenntnisse habe und es nur noch um Formalitäten in der PA ginge. Auf Deutsch heisst das dann wohl: Wir können nicht bezahlen! Gefordert hatte ich 70 TDE, was im oberen Drittel des angebotenen Gehaltsrahmens lag. Der Headhunter liess inzwischen hinter versteckter Hand verlauten, daß man ihn wieder angetriggert habe, weiter nach Leuten zu suchen, nur diesmal einen, der unterhalb der 60k-Grenze liegt. Sein Kommentar war auch, daß es den in Deutschland nicht gibt. Er sucht nun in Österreich nach einem umzugsbereiten, unterbezahlen Projektleiter für die Entwicklung von Medizintechnikgeräten.
Datum: 09.05.2008 16:47
HAHAAA http://www.ihk-zwang-nein.de/index4.html ISt ja nur geil Da muss ich dann jährlich 30€ bezahlen um Mitglied zu sein, in einem Verein der sich aufregt über den Unsinn einer IHK Gebühr. Ich bezahle also zusätzlich zur IHK Gebür weitere 30 an einen Verein der mir erzählt wie scheiße die IHK ist..... Ich schmeiß mich weg. genau sowas habe ich gesucht, werde mich da gleich mal anmelden :-)
Datum: 10.05.2008 15:07
Hallo Sven Salbach, aus Deinem ziemlich lustig Geschriebenen geht leider nicht klar hervor, ob Du die IHK auch selber "Scheiße findest" ! Danke übrigens für den Link zu www.ihk-zwang-nein.de ! 30 Euro freiwiller Jahresbeitrag für einen Verein wären mir eigentlich nicht zuviel, wenn ich damit mithelfen könnte, dem ekelhaften Kammerzwang das Ende zu bereiten. Falls Du noch nichts von den Kammerboykottueren gelesen haben solltest, so schau Dir die doch mal an. Hier der Link dazu: www.kammerboykott.com Vielleicht darf ich Dir noch diesen Link geben: http://www.gavagai.de/kfw/HHD0501W.htm (Herbert Huber aus Wasserburg widerlegt hier die "Argumente" von Politikern, welche die uns zum Kammerzwang dauernd auftischen möchten) M. f. G. Heinrich Vetter
Datum: 16.05.2008 13:32
Ich habe soeben über abgeordnetenwatch.de eine entsprechende Anfrage an Frau Dr. Gesine Lötzsch (Die Linke) als direkt gewählte MdB meines Wahlkreises 87 Berlin-Lichtenberg/Hohenschönhausen gestellt. Mal sehen.
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