Datum: 19.04.2008 03:12
Hallo, bisher habe ich mit einer Küvette geätzt, was mich aber ehrlich gesagt stört ist die ewig lange Anheitzzeit bei niedrigen Temparaturen der Anlage am Dachboden. Da ich im Gegensatz zu manch Anderem keine Angst vor möglicher Sauerei mit Eisen III Chlorid habe überlege ich mir gerade eine gebrauchte professionelle Schaumätzanlage (nicht so ein billiges Rapid-Teil) oder aber so eine günstigere Sprühätzanlage zuzulegen. Vielleicht ist Sprühätzen etwas zeitgemäßer, die Frage ist aber, ob man mit so einem günstigen Gerät mit rotierenden Rohren überhaupt dauerhaft glücklich sein kann. Wo liegen denn die schwerwiegensten Nachteile von Schaumätzanlagen, ich hatte hier bei den in der Suche gefundenen Threads nämlich den eindruck, dass diese sehr schlecht gemacht werden ?
Datum: 19.04.2008 04:32
Naja, teurer, aufheizen müssen sie auch erst und alles was bewegte Teile und Pumpen hat ist anfällig für Verschleiß und auch Schlämme. Eine normale Küvette mit NaPS und richtiger Temperatur braucht etwa 10 min. Das ist gerade mal doppelt solange wie das Belichten. Ich weiß nicht was daran zu langsam ist und 500 Euro Ausgabe im Hobbybereich rechtfertigen soll...
Datum: 19.04.2008 07:43
Ich habe einen Schaumätzer. Schaum entsteht durch Luftblasen. Leiterplattengröße bis DIN A4. Aufheizen ist besser, bei 50°C beträgt die Ätzzeit 1,5 min. Seit fast 30 Jahren in Betrieb. Super.
Datum: 19.04.2008 09:53
Sprühätzer hat den Vorteil feinere Stukturen mit weniger Unterätzung fertigen zu können und ätzt schneller . Nachteil:da mehr Ätzflüssigkeit erwärmt werden muß ist die Aufheizdauer in der Regel länger(Hängt von der Leistung der Heizung im Verhältniss zur Ätzmittelmenge ab).Man sollte auch für das Entwickeln eine benutzen.Hab damit beste Erfahrung gemacht. Macht die Industrie ja auch so und das aus gutem Grund. Für den Hobbybereich sollte man sich eine aus Glas selber bauen,sonst wird das ganze unwirtschaftlich. Lötkünstler <Mit der Lizenz zum löten>
Datum: 19.04.2008 23:28
schäumt den das Eisen III Chlorid so einfach ? oder was mus da noch rein ?? man bräuchte doch eigentlich weniger flüssigkeit ??
Datum: 20.04.2008 10:57
Schäumt so einfach ! Muss nichts rein, nur Wasser im richtigen Verhältnis.
Datum: 20.04.2008 19:39
Hallo, Lötkünstler wrote: >Sprühätzer hat den Vorteil feinere Stukturen mit weniger Unterätzung >fertigen zu können und ätzt schneller . > Nachteil:da mehr Ätzflüssigkeit erwärmt werden muß ist die Aufheizdauer > in der Regel länger(Hängt von der Leistung der Heizung im Verhältniss > zur Ätzmittelmenge ab).Man sollte auch für das Entwickeln > eine benutzen.Hab damit beste Erfahrung gemacht. > Macht die Industrie ja auch so und das aus gutem Grund. > Für den Hobbybereich sollte man sich eine aus Glas selber bauen,sonst > wird das ganze unwirtschaftlich. > > Lötkünstler > > <Mit der Lizenz zum löten> Beim Sprühätzer mußt Du nichts erwärmen. Ich arbeite schon seit Jahren mit einem Sprühätzer von RADIX. Verwende immer kalte (16 ... 18 °C) Eisen-III-Chloridlösung. Ätzdauer 6 min. Gruß LazyBee
Datum: 21.04.2008 10:23
...ich habe immer mit kalter Eisen-III-Chlorid in meiner 100DM-Schaumätzanlage gearbeitet (war vom großen C) - das war für "normale" Leiterplatten immer ausreichend. Ätzzeit für 1/2 EURO-Karte so etwa eine Viertelstunde. Die Lösung schäumt ohne weitere Zusätze.
Datum: 27.04.2008 09:18
Sprühätzer selber bauen kommt nicht in Frage ? Ich bin mit meinem Selbstbau vom Ergebnis vollends zufrieden. Siehe hier: http://www.wdprivat.de/html/spruhatzanlage.html Nette Grüße Torsten
Datum: 01.05.2008 00:25
> Sprühätzer selber bauen kommt nicht in Frage ?
Prinzipiell schon, betätige mich auch gerne handwerklich. Nur fehlt mir
für solche Zecke teils das passende Werkzeug (z.B. Drehmaschine für das
Teil zur Verbindung mit dem Motor)
Andere Möglichkeit: eine Pumpe hätte ich schon gehabt, ob die
leistungstechnisch ausreicht sei jetzt mal dahingestellt. Allerdings gab
es zuletzt hier negative Erfahrungen zum Thema Gardena Nebeldüsen und
jetzt bin ich mir gar nicht mehr so sicher, ob ich mir das antuen will.
Hoffe nun, damit man mal was hat, was einfach nur funktioniert ,schon
eine Zeit lang, irgendwo mal ein günstiges kleines Industriegerät
abstauben zu können.
Hab z.B. schon Bungard-Anlagen für 100,- Euro gesehen, leider zu dem
Zeitpunkt nicht zugeschlagen.
Datum: 01.05.2008 21:31
@ Dirk (Gast) >Prinzipiell schon, betätige mich auch gerne handwerklich. Nur fehlt mir >für solche Zecke teils das passende Werkzeug (z.B. Drehmaschine für das >Teil zur Verbindung mit dem Motor) Wenn das Drehen nicht in Massenproduktion mit reproduzierbaren Maßen ausartet brauchste nur hier im Forum posten. Da läßt sich bestimmt ein Dreher finden der ein paar Teile abdreht gegen Portoerstattung und Danksagung hier im Forum (keine Garantie). Drehmaschine und Fräse sollten auch für Elektroniker ein Muß sein. In Elektronikfirmen wo ich schon tätig war gabs sowas immer. Wenn de lieber eine Ätze kaufen willst --->Ebay->>Suchanfrage allerdings mußte wohl mit Mitbietern rechnen.
Datum: 02.05.2008 08:08
Also ICH besitze weder eine Drehbank noch eine (CNC-)Fräse (ändert sich aber bald, da meine fast fertig ist). Das wichtigste Werkzeug, was bei mir rumliegt und fast ständig in Benutzung ist, ist ein Multitool (Dremel-Klon). Damit realisiere ich fast alle meine Basteleien. Teile für die Sprühätzanlage sind auch damit entstanden. An Werkzeugen habe ich sonst nur "Standardzeug". Ledigl. eine Standbohrmaschine aus dem Baumarkt (super unpräzise) nenne ich mein Eigentum. Zum BASTELN benötigt man nicht immer Hightech - es erleichtert aber. Nette Grüße Torsten
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