Datum: 19.04.2008 15:16
Hallo zusammen, nach 2 Jahren im Beruf kann ich sagen, dass das Gehaltsniveau in Deutschland für Akademiker besonders im Mittelstand echt mies ist. Wer nicht zu den Top 5% gehört, die nach dem Studium in einem Großunternehmen eingestellt werden und stattdessen im Mittelstand unterkommt, wird sich immer denken: "Mein Studium hat sich finanziell nicht gelohnt".. Glück hat der, der tariflich eingestellt ist (v.a. IG Metall, IG BCE). Man denke nur an die Tarifsteigerungen in diesem Jahr... Ich meinerseits verdiene als IT Ingenieur 45000€ im Jahr mit 2 Jahren BE, und wenn ich meine Firma so kenne, wird mein Gehalt in den nächsten Jahren nur jeweils um 3% ansteigen.. Also: Wenn man ein hohes Gehalt will, bringt ein Studium nur bedingt was..
Datum: 19.04.2008 15:21
rofl, 45000€ sei froh
Datum: 19.04.2008 15:41
Alle paar Tage das Jammern auf hohem Niveau.
Datum: 19.04.2008 16:04
Also - 45000€ für einen einfachen IT-Ingenieur ist mehr als genug.
Datum: 19.04.2008 16:19
Spannend wird's doch erst beim Netto: Als Single bleiben davon ca. 25.000€, bei einem verheirateten Alleinverdiener 29.500€ und kommen noch zwei Kinder dazu 33.000€ (inkl. Kindergeld). Wobei bei Ehepartner und Kindern noch zu beachten wäre, daß diese für den gleichen Beitrag mit krankenversichert sind. Und daß es für Kinder eine Menge zusätzliche Leistungen gibt wie z. B. die Schulausbildung ... Nice week, Zardoz
Datum: 19.04.2008 16:30
Das Gehalt passt doch voll und ganz. Vor allem für nur 2 Jahre BE. Hallo, das ist erst der Anfang.
Datum: 19.04.2008 16:58
>Als Single bleiben davon ca. 25.000€, bei einem verheirateten >Alleinverdiener 29.500€ und kommen noch zwei Kinder dazu 33.000€ (inkl. >Kindergeld). Das ist aber auch hart an der Grenze. Da ist man ja knapp vor dem Verhungern.
Datum: 19.04.2008 17:04
Damit könnte ich nicht überleben...nichtmals, wenn ich das pro Monat zur Verfügung hätte. Meine Ansprüche sind einfach zu hoch, schließlich habe ich auch nur eine 35h Woche und somit genügend Zeit um mich den Ausgaben in der Welt der Unterhaltungselektronik zu widmen. Das Leben ist schlecht!
Datum: 19.04.2008 19:36
Liegt vielleicht auch an den Akademikern ?? grins hab schon einige erlebt, die meinten, nach dem Studium gehts direkt in die (gut bezahlte) Rente ....
Datum: 20.04.2008 17:04
> Ich meinerseits verdiene als IT Ingenieur 45000€ im Jahr mit 2 Jahren
Wie hast Du abgeschlossen? Kurz vor dem Durchfallen? Brauchst Dich auch
nicht wundern das Du so wenig ausgezhlt bekommst!
Datum: 20.04.2008 18:54
@Alex W: Ich habe zu den besten 25% meines Jahrgangs gehört. Nach Meinung eines Professors hätte ich promovieren sollen.. Anscheinend bekommen nur dienjenigen viel Geld, die Ihren Mund weit aufmachen und sich gut zu verkaufen wissen. Fachwissen allein wird heute überhaupt nicht honoriert.
Datum: 20.04.2008 18:59
Was mich auch frustiert, ist die Tatsache, dass man große Gehaltssprünge anscheinend nur durch einen Firmenwechsel erreichen kann. Ich hatte immer gute bis sehr gute Noten (ich hätte fast alles studieren können), und verdiene jetzt nur unwesentlich mehr als ein einfacher Facharbeiter. Leistung, Engagment lohnt sich überhaupt nicht :-(
Datum: 20.04.2008 19:11
> 45000€
LOL, ich wäre froh, als ET-Ingenieur so viel zu bekommen.
Bist ein bisschen größenwahnsinnig. Ein Studium lohnt sich, um eventuell
einen interessanten Job zu bekommen. Finanziell lohnt sich ein Studium
nur bei sehr wenigen Leuten. Im weltweiten Vertrieb hat man da
vielleicht eher Chancen auf ein interessantes Gehalt, dafür ist diese
Arbeit für mich inakzeptabel, unvereinbar mit Familie und Privatleben.
Aber das muss jeder für sich selber entscheiden.
Datum: 20.04.2008 19:20
Ich sehe nicht das Problem darin, dass das Gehalt zu gering ist, sondern dass die Abgaben darauf zu hoch sind. Meines Erachtens würden 30% Besteuerung statt ca. 50% bei Steuerklasse 1 völlig ausreichen (SK1 nur als Beispiel!). Aber dafür müssten unsere Volksvertreter (!?!) mit unserem Geld besser wirtschaften und Steuergeldverschwender müssten persönlich und ohne viel Tra-Ra privat haften für diese Verschwendung haften. Größte Verschwendung : Bundeswehr in Afganistan. Es wird wohl ein Traum bleiben .....
Datum: 20.04.2008 19:25
> 45000€
Ist doch ganz in Ordnung. Frag mal einen Germanisten, was er kriegt. Der
wär mit der Hälfte schon zufrieden.
Und ich bin immer noch der Meinung, daß sich ein Ingenieurstudium auch
finanziell lohnt.
Datum: 20.04.2008 19:34
@Thomas Ranseier: Ein Studium lohnt sich finanziell? Schau doch mal, welchen Verdienstausfall man durch ein Studium und durch die längere Schulzeit hat. Während des Studiums hat man noch dazu Ausgaben für Studiengebühren, Miete, etc, aber keine nennenswerten Einnahmen => Nach dem Studium hat man erst mal einen Berg von Schulden. In anderen Ländern (Schweiz, USA) wird ein guter Studienabschluss honoriert und man hat nach dem Studium deutlich mehr, als wenn man nicht studiert hätte.
Datum: 20.04.2008 19:38
Während wird diesem Thema in den Medien nicht mehr Bedeutung geschenkt? Stattdessen geht es immer um Mindestlohn, Geringverdiener, etc, während die Normal- bis Gutverdienenden von allen Seiten (Politik, Wirtschaft) immer mehr ausgequetscht werden..
Datum: 20.04.2008 19:55
Also für mich hat sich das Studium gelohnt. Im technischen Beruf kann man sehr gut (und 45000 als BE ist sehr gut) verdienen. In meinem Bekanntenkreis gibt es Ingenieure mit 10Jahren Berufserfahrung die 50000 im Jahr verdienen. Und diese jammern nicht, sondern bringen wirkliche Leistung und schauen auch über den Fachrichtungstellerrand. Das nennt sich Entwicklung im Mittelstand. Wer immer nur nach der Grossindustrie schielt mit IGM Gehältern wird das wohl nie verstehen. Ein Job muss Spass machen und ein Grundlebensniveau einbringen. Wie rechtfertigt sich das doppelte oder mehr Gehalt eines Ingenieurs gegenüber einer Angestellten in einer Physiotherapie? Beide arbeiten 40h und ich behaupte mal die Physiotherapeutin härter als ein Ing in der Grossindustrie (selbstgemachter Stress zählt da nicht als Argument). Da kann ich nur noch den Kopf schütteln. Ich habe vor 12Jahren mit 3200DM brutto angefangen als Dipl. Ing. und habe nicht gejammert, das bei Siemens in Bayern mehr gezahlt wurde. Wer jetzt meint das in den USA das Studium mehr honoriert wird, soll doch einfach da hin gehen, aber bitte auch die angefallenen Kosten unserer Hochschulen zurückzahlen. JL
Datum: 20.04.2008 20:04
> Ein Studium lohnt sich finanziell? Schau doch mal, welchen > Verdienstausfall man durch ein Studium und durch die längere Schulzeit > hat. Ja genau, und jetzt schau mal was ein gelernter Elektriker netto bekommt. Sehr viel mehr als 1300€ sind da nicht drin. Da ist ein frischer Ingenieur schon 500€ drüber. Im Laufe der Jahre vergrößert sich diese Differenz auf mindestens 1000€, vielleicht auch auf 1500€. Eine Bekannte ist Erzieherin. Das sind auch ganze 5 Jahre "Lehrzeit". Und jetzt ist sie im öffentlichen Dienst und geht mit 1250€ nach Hause. Ich glaub manche Leute haben einfach völlig überzogene Gehaltsvorstellungen. Sicher gibts immer wieder Ausreißer, aber die gibts nicht nur nach oben hin, sondern auch nach unten. > In anderen Ländern... Ja klar, daß es in allen anderen Ländern dieser Erde besser ist als in Deutschland, na das weiß ja mittlerweile jeder. Dir und allen Nörglern steht es frei, innerhalb der EU das Land zu wechseln. Und für einen guten Ingenieur sollte es auch keine allzu große Schwierigkeit sein, in den USA unterzukommen. Ich bin um jeden Jammerer froh, der auswandert. Gruß, Thomas
Datum: 20.04.2008 20:34
Macht euch doch selbständig dann gibt es keine Grenzen mehr nach oben oder nach unten. Bereiche die seit 2000 Jahren funktionieren sind Religion, Glücksspiel, Sex, Betrügertum, leider nicht Mikrocontrollerschaltungen entwerfen, oder Maxwellgleichungen der staunenden Verwandschaft erklären
Datum: 20.04.2008 20:41
>Ich sehe nicht das Problem darin, dass das Gehalt zu gering ist, sondern >dass die Abgaben darauf zu hoch sind. Meines Erachtens würden 30% >Besteuerung statt ca. 50% bei Steuerklasse 1 völlig ausreichen (SK1 nur >als Beispiel!). Oje, die Abgaben die Du zahlst fließen zum großen Teil in die Rente,Krankenkasse,Pflegeversicherung und sonstwas. Ums mal auf den Punkt zu bringen, wären die Abgaben nur noch 30% hoch wären sämltiche Leistungen ähnl. viel Wert. >Aber dafür müssten unsere Volksvertreter (!?!) mit >unserem Geld besser wirtschaften und Steuergeldverschwender müssten >persönlich und ohne viel Tra-Ra privat haften für diese Verschwendung >haften. Größte Verschwendung : Bundeswehr in Afganistan. Das mag wohl sein. Und die Liste könnte man lange weiterführen. >Ja genau, und jetzt schau mal was ein gelernter Elektriker netto >bekommt. Sehr viel mehr als 1300€ sind da nicht drin. Da ist ein >frischer Ingenieur schon 500€ drüber. Im Laufe der Jahre vergrößert sich >diese Differenz auf mindestens 1000€, vielleicht auch auf 1500€. Du mußt einfach die Zeit berechnen die ein Student nichts verdient. Auch muß es überhaupt Anreize geben mehr Verantwortung zu übernehmen etc.. Nach dem Studium bin ich erstmal verschuldet. Hinzu kommt die Steuerprogression. >Eine Bekannte ist Erzieherin. Das sind auch ganze 5 Jahre "Lehrzeit". >Und jetzt ist sie im öffentlichen Dienst und geht mit 1250€ nach Hause. Das ist schon was. Soweit mir bekannt sind es aber 4 jahre Lehrzeit. Aber wie auch immer. Das gleiche Problem haben wir auch bei Krankenschwestern, Altenpflegern etc... diese, für die Gesellschaft unendlich wichtigen Berufe werden kaum geachtet und schlecht entlohnt.
Datum: 20.04.2008 20:48
>In anderen Ländern (Schweiz, USA) wird ein guter Studienabschluss >honoriert und man hat nach dem Studium deutlich mehr, als wenn man nicht >studiert hätte. Naja mann sollte sich nie mit anderen Länern vergleichen. In der Schweiz und den USA und wahrscheinlich überall anders auf der Welt sitzen die gerade am Rechner und schreiben //"Boah und in Deutschland kann man sogar umsonst Studieren//" ... //"Und man hat noch ne Krankenkasse//". Dann wieder wir Deutschen "Dafür haben wir aber ne Kaffesteuer und 19 mwst" und und und Man kann Länder nicht gegeneinander aufrechnen. Was natürlich immer leicht ist, ist hier umsonst studieren und dann irgendwohin wo man gut Geld bekommt. Oder in den Ländern mit seinen Millionen und Milliarden leben und zum Arzt nach Deutschland. Und sich dann noch für die Elite halten <g>
Datum: 20.04.2008 21:03
>>Ja genau, und jetzt schau mal was ein gelernter Elektriker netto >>bekommt. Sehr viel mehr als 1300€ sind da nicht drin. Da ist ein >>frischer Ingenieur schon 500€ drüber. Im Laufe der Jahre vergrößert sich >>diese Differenz auf mindestens 1000€, vielleicht auch auf 1500€. > > Du mußt einfach die Zeit berechnen die ein Student nichts verdient. Auch > muß es überhaupt Anreize geben mehr Verantwortung zu übernehmen etc.. > Nach dem Studium bin ich erstmal verschuldet. Hinzu kommt die > Steuerprogression. Stimm natürlich. Und wenn man es durchrechnet, sollte man wohl irgendwo zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr wieder auf einem Level sein. Wenn man dann ruhigen Gewissens mit 60 in Rente gehen kann, hat es sich finanziell durchaus gelohnt. > >>Eine Bekannte ist Erzieherin. Das sind auch ganze 5 Jahre "Lehrzeit". >>Und jetzt ist sie im öffentlichen Dienst und geht mit 1250€ nach Hause. > > Das ist schon was. Soweit mir bekannt sind es aber 4 jahre Lehrzeit. > Aber wie auch immer. Das gleiche Problem haben wir auch bei > Krankenschwestern, Altenpflegern etc... diese, für die Gesellschaft > unendlich wichtigen Berufe werden kaum geachtet und schlecht entlohnt. Da hast du wohl recht. 5 Jahre dauert es, wenn man das Fachabi dazumacht. Gruß, Thomas
Datum: 20.04.2008 21:51
N´abend. Ich denke auch das manche hier überzogene Gehaltsvorstellungen haben. Und die Sache mit dem Verdienstausfall zählt für mich nicht wirklich. Dafür sind ja in der Regel die Einstiegsgehälter höher und die Steigerung nach oben je nach Firma auch recht gut. Ich habe bisher noch keinen persönlich getroffen der gesagt hat das sich sein Studium nicht gelohnt hat. Hmm, vielleicht echt mal über die Erwartungen nachdenken.
Datum: 20.04.2008 22:10
Es könnte ja immerhin sein, dass sich ein Studium nicht nur in finanzieller Hinsicht "lohnt". In den meisten Fällen ist die Aussicht auf eine interessante, anpruchsvolle Beschäftigung erheblich höher als ohne Diplom.
Datum: 20.04.2008 22:19
>Und die Sache mit dem Verdienstausfall zählt für mich nicht wirklich. >Dafür sind ja in der Regel die Einstiegsgehälter höher und die >Steigerung nach oben je nach Firma auch recht gut. <g> Nicht wirklich ? Also mir fehlen gegenüber manchem 8-10 jahre Rentenpunkte. Aber iss nix. Auch die Zeit in der die Geld verdient haben wo ich nix hatte und im Gegenteil noch Schulden aufgeladen habe zählt alles nix. Und das alles dafür das ich nu ein paar Euro mehr bekomme von denen erstmal ein ordentlicher Haushalt aufgebaut werden muß, ein Auto angeschafft, Schulden bezahlt... Außerdem glaube ich nicht das Ingenieurgehälter zuviel sind. Vielmehr sind die Einkommen für Erzieherin ( siehe oben ) eklatant zu niedrieg.
Datum: 20.04.2008 22:35
Hm, der Weg war aber schon vorher klar oder das es länger dauert bis man Geld verdient (abgesehen vom Bafög oder wenn man nebenher nicht arbeiten geht). Das war auch schon den Leuten klar die schon ein bißchen älter sind.Oder? Beschweren sich da so viele? Fernstudium wäre auch noch ne Möglichkeit und nebenbei arbeiten. Was verstehst du unter ein paar Euro Unterschied? 100? 500? 1000? 5? 10? Also 1000€ Unterschied ist schon ein etwas größerer Unterschied. Und ob ich jetzt 2000€ Netto hab oder 3000€ da liegt schon ein bißchen was dazwischen. Selbst 500€ machen da schon was aus. Auch wenn der Verdienst von Erziehern oder Altenpflegern usw. höher wäre, würden sich wieder einige aufregen warum die denn fast genauso viel verdienen wie ein X usw. Klar hat jeder andere Vorstellungen, aber 45000 für 2 Jahre BE sind nicht wirklich wenig, nach 10 oder 15 Jahren, ja. (vor 20 Jahren habens mit ca. 3000DM/Monat angefangen)
Datum: 20.04.2008 23:08
Seit wann ist ein Studium eine Garantie für ein gutes Gehalt? Jemand, der ein Studium als Kapitalanlage sieht, hat dieses grundsätzlich falsch verstanden. Übrigens, die griechischen Philosophen waren oft arme Schlucker! Leider sieht die Masse ein Studium als berufsqualifizierenden Abschluss. Die meisten werden nie verstehen, dass es um das Wissen geht, und darum selbst kreativ, schöpferisch (Etymologie von Ingenieur) sein zu können. Noch ein persönliches Beispiel: ich habe als nicht-technisches Fach Chinesisch gelernt. Bei der Vorstellung im Kurs haben durchweg alle argumentiert, sie würden chinesisch lernen, da China zukünftig von großer wirtschaftlicher Bedeutung sei und es sich lohnen würde chinesisch zu können. Ich finde es schon befremdlich, dass keiner das Fach aus Neugier oder Interesse an anderen Kulturen, Denk- und Schreibweisen gewählt hat. Wenn ich etwas darüber nachdenke, finde ich es sogar GUT, dass ein Studium nicht (mehr) ein hohes Gehalt oder einen Posten garantiert. Es läuft darauf hinaus, dass man nach tatsächlicher Leistung / Entbehrlichkeit bezahlt wird und nicht nach irgendwelchen Abschlusspapieren. Nochmal: nicht ein Studium garantiert ein hohes Gehalt, sondern es kommt darauf an, was man aus sich selbst macht.
Datum: 20.04.2008 23:08
>Hm, der Weg war aber schon vorher klar oder das es länger dauert bis man >Geld verdient (abgesehen vom Bafög oder wenn man nebenher nicht arbeiten >geht). Das war auch schon den Leuten klar die schon ein bißchen älter >sind.Oder? Beschweren sich da so viele? Ich beschwere mich nicht, schlüssel nur auf der sehr wohl ein unterschied zwischen 10 Jahren Arbeiten und 10 Jahren nicht arbeiten besteht. >Klar hat jeder andere Vorstellungen, aber 45000 für 2 Jahre BE sind >nicht wirklich wenig, nach 10 oder 15 Jahren, ja. (vor 20 Jahren habens >mit ca. 3000DM/Monat angefangen) Ich finde 45 für 2 Jahre völlig Inordnung. Vor 15 Jahren hattest du auch für 20 DM den Einkaufswagen Voll und konntest ne Woche davon leben.
Datum: 20.04.2008 23:12
>Ich finde es schon befremdlich, dass keiner das Fach aus Neugier oder >Interesse an anderen Kulturen, Denk- und Schreibweisen gewählt hat. Und darf ich mal fragen warum Du dich für Chinesisch und nicht für Japanisch entschieden hast !?Japan ist nämlich auch sehr interessant !
Datum: 20.04.2008 23:17
@Wasser: erf, es geht um die Einstellung der meisten Kursteilnehmer und nicht um Chinesisch oder Japanisch. Aber Chinesisch habe ich gemacht, weil es mich interessiert hat und mein Interesse gestärkt wurde durch meine chinesischen Freunde vom Studium (solltest dir mal ne Vorlesung in Elektrotechnik ansehen - gut 50% Chinesen ;)
Datum: 20.04.2008 23:22
> Leider sieht die Masse ein Studium als berufsqualifizierenden Abschluss. > Die meisten werden nie verstehen, dass es um das Wissen geht, und darum > selbst kreativ, schöpferisch (Etymologie von Ingenieur) sein zu können. Hmmm...nun das ist nur allzu menschlich. Erst das Fressen, dann die Moral. Da nehm ich mich gar nicht aus. Wissen ist gut, aber leben will ich auch. Wie sagte damals Willi zur Biene Maja: - Ist der Magen leer, geht überhaupt nichts mehr -
Datum: 20.04.2008 23:40
Wahrscheinlich hat er zuviel JungeKarriere gelesen (http://www.karriere.de) und glaubt nur weil er E-Technik studiert hat gehoert er dazu. Aufwachen, die dort vorgestellten Damen und Herren sind die Besten der Besten... Desweiteren scheinst immer noch zu glauben das der "Ingenieursmangel" die Gehaelter treiben muesste? Meiner Meinung gibt es kein Mangel, sonst muessten die Gehaelter gestiegen sein. Ich habe vor ein paar Tagen in einer aelteren Ausgabe der VDI Nachrichten entdeckt das das nicht der Fall ist. Ein Mangel an guten, jungen und billigen Ings koennte es tatsaechlich geben. Gruesse
Datum: 21.04.2008 09:15
Ich widerspreche ja auch nicht, das da kein Unterschied liegt, aber wems etwas ausmacht, der soll halt was ändern, es sind einfach verschiedene Wege. Die sich aber in der Regel finanziell auch gut unterscheiden. Quali, Lehre, arbeiten und nebenher Abi oder Fachabi nachholen oder Technikerstudium und anschließen ein Ing. Fernstudium. Wäre auch ne Möglichkeit, dann kann man immer durcharbeiten. Im Prinzip ist ein Studienabschluss auch ein Berufsqualifizierender Abschluss. Was tut man denn in der Regel danach? Er bereitet auf einen Beruf vor bzw. hinterher sind die Absloventen qualifiziert bestimmte Aufgaben zu übernehmen.
Datum: 21.04.2008 09:47
Hallo, miese Gehälter für Ingenieure (generell) kann man keinesfalls so stehen lassen. Vielmehr ist es so, dass die Ingenieure in der Eigenvermarktung um Lichtjahre schlechter sind als z.B. die BWLer. Ich habe beides studiert - an einer TH - damit habe ich verstanden, dass man "Gutes tun soll - aber noch viel mehr drüber reden soll!". Wer im Vorstellungsgespräch Angst hat, den Job nicht zu kriegen, wenn er zu viel fordert, wird nie das bekommen, was ihm zusteht. Und das wissen die Personaler, oder die einstellen sehr wohl. Es gibt kein allgemeingültiges Lohn Niveau für Ingenieure. Angebot und Nachfrage besimmen den Preis! Und wer am Markt für sein Produkt einen niedrigen Preis verlangt, warum soll er erwarten können, dass sein Gegenüber ihm mehr gibt, als er verlangt. Und weil diese Angst bei vielen Ingenieuren so verankert ist, sind Ingenieure sehr leicht kleinzukrigen. Die BWLer haben da eine ganz andere (freche) Art zu fordern. Und weil ALLE BWLer frecher sind, liegt auch das Lohnniveau allegmein höher. So einfach sind die Dinge manchmal. Das BWL Studium an sich ist ein Klacks gegenüber dem Ing- Studium. Daran kann es also nicht liegen. NeNe, diejenigen, die hier wehklagen sind entweder im Studien Abschluss wesentlich schlechter als die Ing.Kollegen, die einen gutbezahlten Job haben (die gibt es nämlich auch, aber die schreiben nicht hier, sondern lesen allenfalls mit), oder sind nicht extrovertiert genug, um sich geschickt zu vermarkten. Wenn man eine Bewerbung rausschickt, muss man auch mal parallel den Mut haben (und das Geschick), sich an den Instanzen vorbei einen Kontakt zur GF zu verschaffen und den GF in einem Telefongespräch in knappen aber aussagekräftigen Worten zu erklären, warum gerade er der beste für diesen Job ist - aber ohne zu stottern! Man nennt das auch den 60 Sekunden Elevator Pitch. Wer das hinkriegt, hat auch die Berechtigung, einen höherbezahlten Job zu bekommen. Das sind nämlich die Fähigkeiten, die auch von einem Ing. gefragt sind, wenn das Unternehmen mit dem Ing. im Kundenkontakt den Auftrag gewinnen will. Die wenigsten Aufträge werden über Technologie gewonnen, die meisten über die Persönlichkeit der verkaufenden Beteiligten. Bin 22 Jahre im Job - genau so ist es im realen Leben - und wer das nicht wahr haben will wird nie ein 6-stelliges Jahresgehalt verdienen (selbst wenn er es von seinen technischen Fähigkeiten her verdienen würde) - nie! Ich habe schon eine 2 als erste Ziffer im sechstelligen Jahresgehalt verdient (über Tantiemen) - aber nicht weil es mir zusteht, sondern weil ich VERMITTELN konnte, dass ich es wert bin. Ob das in der Wirklichkeit so ist, entscheidet allein das Jahresergebnis bei der Bilanzfeststellung. Allein das ist das Messkriterium, was ein Unternehmen und seine Mitarbeiter, bzw. der einzelne Mitarbeiter wert sind / ist. Und wenn der Ing. es schafft, aufzuzeigen, dass er ein nicht wegzudenkender Faktor für das Jahresergebnis ist, dann kriegt er das Geld, weil der GF die Angst hat, ohne den Mitarbeiter kann er die Ziele nicht erreichen und seine Tantieme wird geringer ausfallen. So einfach sind die Zusammmenhänge! Viele Grüsse
Datum: 21.04.2008 10:09
oh je schonmal in den öffentlichen dienst geschaut was da ein ing bekommt? und trozdem habe ich mich dafür entscheiden denn es interessant und macht ne menge spas da muss ich mich nicht mit geld befreidigen. noch einer ja auch eine gesellenbrief habe ich aber da wollte ich nicht arbeiten weil man sich mit 40 nicht mehr drehen kann weil das kreuz krumm gebuckelt ist. nö ich lebe lieber schön ohne auto und bin jeden tag ruhig glücklich und ausgeglichen. und das mit 35000 jahres bruto und nein ich bin lt noten nicht schlecht. abschluss: sehr gut.
Datum: 21.04.2008 10:10
>Meiner Meinung gibt es kein Mangel, sonst >muessten die Gehaelter gestiegen sein. Doch, der Mangel existiert. Jedoch existiert dieser nach erfahrenen Ingenieuren. Hier wurde doch letztens eine Stellenausschreibung aus der Automobilindustire gepostet. Fähigkeiten kurz zusammengefasst: Programmierung, Kenntnisse sämtlicher Bussysteme im Fahrzeug (MOST/LIN/CAN), Hardwarekenntnisse, EMI/EMC, HF-Kenntnisse. Einen Teil davon lernt man im Studium, ein Teil ist Hobby und der größte Teil ist Erfahrung in einem Job. Bussystem werden auf Seminaren mitgeteilt. Und solche Kenntnisse erlernt man innerhalb eines Jahres. Ing mit diesen Kenntnissen verdienen auch Gehälter über dem Durchschnitt. Viel davon ist Selbststudium. Viele hier können ja µC programmieren, können mit einfachen Layouttools uzmgehen, auch wenn sie noch zur Schule gehen, ein sehr guter Anfang. Der Grundstein ist gelegt. Hier sollte man investieren (Fachbücher) und wenn die Eltern hier das Geld versagen, dann eben durch Ferienjobs oder Nebentätigkeit selber beschaffen. Ich behaupte einfach mal, dass heute die Eltern das größte Hindernis bei der Entwicklung der Kinder sind. Da wird einfach falsch investiert.
Datum: 21.04.2008 11:21
>Nicht wirklich ? Also mir fehlen gegenüber manchem 8-10 jahre >Rentenpunkte. Aber iss nix. Auch die Zeit in der die Geld verdient haben >wo ich nix hatte und im Gegenteil noch Schulden aufgeladen habe zählt >alles nix. Und das alles dafür das ich nu ein paar Euro mehr bekomme von >denen erstmal ein ordentlicher Haushalt aufgebaut werden muß, ein Auto >angeschafft, Schulden bezahlt... Rentenpunkte sind doch heutzutage für'n Hintern, zumindest für die die jetzt zwischen 20 und 30 sind. Wir werden sowieso nur noch eine Grundsicherung bekommen. Dafür hat der Igenieur nach dem Studium dann mehr Geld zur privaten Vorsorge zur Verfügung. Viele Facharbeiter in meinem Bekanntenkreis haben grade noch was für einen Bausparvertrag übrig, der Rest geht für das tägliche Leben drauf. Mit Rentenversicherung, Lebensversicherung oder Fondssparplan ist da nichts. Zudem würde ich mal davon ausgehen, dass die Mehrheit der Studenten von den Eltern zumindest mitfinanziert wird. War zumindest während meiner Studienzeit so. Richtig schaffen, so dass das Studium zu kurz kam, mußte nebenbei keiner, und Schulden aufladen (außer BAFÖG) auch nicht.
Datum: 21.04.2008 11:56
Ich weiss garnicht was der OP will. Weisste was man heute als normaler Geselle noch bekommt? In den naechsten 10 Jahren werden die Lebenshaltungskosten nochmal um 50% ansteigen. Dann kommst halt mit nem Ingenieursgehalt realtiv gut um die Runden und ein "Normalgehalt" reicht grad mal noch fuer ne kleine Huette und jeden Tag nen Kanten Brot. Willkommen im Kapitalismus und Raubbauland Deutschland. So ist halt nunmal die Realitaet. Manchmal ist der Vergleich schon angebracht. Hab neulich jemanden getroffen, der neben seinem 40h-Job am Sa im Supermarkt blockern geht nur um seine Grundkosten decken zu koennen. Dann war ich doch wieder ganz froh dass ich was anstaendiges lerne. Reich wird man von ehrlicher Arbeit sowieso nicht, aber man kann zumindest ganz gut leben davon. Mehr kann man heute nicht mehr erwarten. Michael
Datum: 21.04.2008 12:43
>Hab >neulich jemanden getroffen, der neben seinem 40h-Job am Sa im Supermarkt >blockern geht nur um seine Grundkosten decken zu koennen. Pauschale Aussage. Wie hoch waren denn diese Grundkosten? 100 EUR, 1000, 10000? http://www.townhouse.it/ Eine Nacht kostet ca. 11.000 EUR. Dafür müsste sogar ich eine Zweitjob annehmen und anschließend rumjammern, dass das Geld gerade so für die Bude reicht.
Datum: 21.04.2008 13:11
Wie hoch sind die Grundkosten heute ueblicherweise... 800EUR wenn man bescheiden lebt.
Datum: 21.04.2008 15:16
>Wie hoch sind die Grundkosten heute ueblicherweise... 800EUR wenn man >bescheiden lebt. Die Grundkosten dürften doch bei jedem anderes liegen. Bei mir beträgt die Miete alleine schon 950 EUR (warm). Und ich lebe für meine Verhältnisse bescheiden.
Datum: 21.04.2008 17:25
Unter Grundkosten versteht man fuer gewoehnlich mittlere bis untere Lebenserhaltungskosten, keine Voellerei.
Datum: 21.04.2008 17:27
> Und ich lebe für meine Verhältnisse bescheiden.
Das denkt fast jeder über sich, auch die gutverdienenden in diesem
Forum.
Datum: 21.04.2008 17:46
> Das denkt fast jeder über sich, auch die gutverdienenden > in diesem Forum. So wie auch 90% der Autofahrer glauben, sie seien bessere Fahrer als der Durchschnitt. Übrigens macht allein der Unterschied zwischen Raucher und Nichtraucher etwa 150-200 Euro monatlich bei den Kosten aus. Nice week, Zardoz
Datum: 21.04.2008 17:53
>Unter Grundkosten versteht man fuer gewoehnlich mittlere bis untere >Lebenserhaltungskosten, keine Voellerei. Tja, das ist bei meiner Miete eben so. Ich wollte damit zeigen, dass es keien einheitliche Definition gibt. Da es durchaus auch 1-Zimmer für 100 EUR im Monat gibt, könnte man auch behauptet, als Lohn würden 500 EUR Netto ausreichen, da man noch 400 EUR im Monat zum freien Verleben hat.
Datum: 21.04.2008 18:56
Gutbezahlt ist man mit 45000€ sicher nicht. Ich würde das Gehalt eher als durchschnittlich einstufen. Laut des aktuellen Spiegels beträgt das durchschnittliche Bruttomonatsgehalt eines männlichen Vollzeitbeschäftigten ca. 3700€. Ich denke, ein Ingenieursgehalt sollte mindestens 50000€ betragen.
Datum: 21.04.2008 19:23
oh je oh je, mit 2 Jahren Berufserfahrung bei 45000Eue/p.a. darf der Forumseröffner getrost die Klappe halten. Das passt. Verdient er das Geld eigentlich mit einer 35, 38, 40 oder 42h Woche ? Das macht einen Unterschied. Hat er nur das Studium und ist gerade so 26Jahre alt? Oder hat er noch eine Ausbildung in der Richtung? Wenns ihm nicht passt, darf er sich gerne bei der Automobielindustrie als Bandarbeiter bewerben. Dort kommt er bestimmt auf 50.000Ero/p.a. bei einer 35h Woche. Hat dann aber auch Nachtschicht und nach 10 Jahren "Berufserfahrung" nahezu nichts mehr in der Birne. Darf fast jeder selbst entscheiden. Ansonsten mein Jung, das wird schon mit der Zeit. Bist derzeit gut dabei und die Geburten steigen in absehbarer Zeit nicht.
Datum: 21.04.2008 19:30
@???: Das Gehalt erhalte ich mit einer 40 Stunden Woche. Wie gesagt, ich bin schon 2 Jahre im Beruf, bin also nicht mehr frisch von der Uni. Mein Gehalt werde ich aber nur nennenswert steigern können, wenn ich in ein/zwei Jahren mein jetzige Firma verlasse. Wenn die Firmen ihren eingearbeiteten Mitarbeitern nicht mehr zahlen wollen, dann brauchen sie sich nicht über den angeblichen Ingenieursmangel beklagen. Für mich drückt sich im Gehalt auch die Wertschätzung der Arbeit aus.
Datum: 21.04.2008 19:37
@Gast: > Tja, das ist bei meiner Miete eben so. Ich wollte damit zeigen, dass es > keien einheitliche Definition gibt. Da es durchaus auch 1-Zimmer für 100 > EUR im Monat gibt, könnte man auch behauptet, als Lohn würden 500 EUR > Netto ausreichen, da man noch 400 EUR im Monat zum freien Verleben hat. muahaha, wenn man keinen Ahnung hat, einfach mal .... Ein Zimmer in einer vergammelten Raucher-WG kostet in Stuttgart im Schnitt 350€ und nicht 100€. Wo lebst Du denn? Warst vermutlich das letzte mal selbst einkaufen als es noch die D-Mark gab.
Datum: 21.04.2008 20:17
50000 sind ja auch nicht mal so unüblich, vor allem bei größern Firmen, da geht noch wesentlich mehr. Nur zum Anfang darf man´s halt nicht erwarten.
Datum: 21.04.2008 20:23
>50000 sind ja auch nicht mal so unüblich, vor allem bei größern Firmen, >da geht noch wesentlich mehr. Nur zum Anfang darf man´s halt nicht >erwarten. Ab wann darf man ein solches Gehalt deiner Meinung nach erwarten?
Datum: 21.04.2008 21:21
>Ein Zimmer in einer vergammelten Raucher-WG kostet in Stuttgart im >Schnitt 350€ und nicht 100€. Wo lebst Du denn? http://www.markt.de/category,304/index,2/keyword,1... http://www.markt.de/category,304/index,1/keyword,1... Dazu einfach: >muahaha, wenn man keinen Ahnung hat, einfach mal ....
Datum: 21.04.2008 23:20
Nach ein paar Jahren denk ich schon, 3,4, 5 oder 6. Als Einsiegsgehalt sollte man sowas aber nicht erwarten, wäre meiner Meinung nach auch zu hoch. Gibt aber klar auch Firmen die sowas zahlen.
Datum: 26.04.2008 12:24
Nach 2 Jahren 45T,-€? Du verdienst ein gutes Geld, kann ich dir mit meiner BE sicher sagen.
Datum: 26.04.2008 13:03
Hallo, noch so ein Thema wo ich lachen muß. Sicher ist es ein Fakt, daß Ingenieure weniger verdienen als z.B. BWLer, aber die Gründe hierfür hat "Twingy" sehr schön dargelegt. Man muß sich halt verkaufen können. Was ich aber wichtig finde: Man muß auch mal auf dem Boden bleiben. Ich arbeite z.Zt. im öffentlichen Dienst und kriege um die 40 im Jahr. Sicher könnte ich in der Industrie mehr kriegen, aber wenn ich mein Gehalt mit dem meiner Bekannten vergleiche, die nicht studiert haben, liege ich deutlich drüber; Wenn ich Abends weggehe, muß ich mir keine Gedanken machen, ob ich etwas essen gehe oder 3 Bacardi-Cola trinke anstelle von nur 2. Sprich: Ich kann leben, ohne jeden Euro zweimal rumzudrehen. Und das ist schon ziemlicher Luxus, finde ich. Und wenn ich nun lese, das jemand mit einer Wohnung für als 950 Euro "für seine Verhältnisse bescheiden" lebt, dann sollte derjenige mal seinen Realitätssinn überprüfen. Wenn man sich eine Wohnung für einen Tausender im Monat leisten kann, geht es einem schon ziemlich gut. Ein nicht unerheblicher Teil der Menschen in unserem Land hat überhaupt "nur" 1000Euro (oder weniger) zur Verfügung. Nein, schlecht geht es uns wirklich nicht. Paul
Datum: 27.04.2008 13:08
>Nach 2 Jahren 45T,-€? >Du verdienst ein gutes Geld, kann ich dir mit meiner BE sicher sagen. Kein Wunder, dass in D keiner mehr Ingenieur werden will. Bei Audi wird dieses Gehalt als Einstieg gezahlt... ;-)
Datum: 27.04.2008 22:35
Und sogar noch mehr, das weidss ich sicher ;-)
Datum: 27.04.2008 22:59
@Mousse-T: Ja, das stimmt. Meines Wissens nach sind die Einstiegsgehälter bei Audi im Bereich von 45000€ - 50000€. Dabei sollte man aber auch berücksichtigen, dass Audi pro Jahr ca. 300-400 Ingenieure einstellt (der Rest sind BWLer, etc.). Bei den 300-400 pro Jahr sind aber auch schon Berufserfahrene enthalten. Jeder kann sich dann ausrechnen, mit welcher Wahrscheinlichkeit man als Berufseinsteiger bei Audi einsteigt. Die zigtausend anderen Ingenieure kommen beim Berufseinstieg im Mittelstand unter, und der zahlt leider deutlich weniger. Da die Absolventenzahlen allgemein immer weiter steigen (u.a. durch Bachelorabschlüsse, etc.), wird man meiner Meinung nach in den nächsten Jahren einen Abwärtstrend bei den Gehältern erleben. Studieren lohnt sich vielleicht nicht mehr so wie früher, ist aber wahrscheinlich die einzige Chance, einen einigermaßen akzeptabel bezahlten Arbeitsplatz zu erhalten.. Eigentlich müßten ja jetzt, in einer starken Phase des Aufschwungs und eines dramtischen Mangels an Ingenieuren, die Einstiegsgehälter stark ansteigen. Man sieht aber, dass sie vielleicht mal um 1-2% angestiegen sind.
Datum: 28.04.2008 07:41
>Studieren lohnt sich vielleicht nicht mehr so wie früher
Mit dieser Einstellung wundert mich eigentlich gar nichts. Wenn du viel
Geld verdienen willst, geh auf eine Bohrinsel oder werde Hafentaucher.
Datum: 28.04.2008 12:53
>Eigentlich müßten ja jetzt, in einer starken Phase des Aufschwungs und >eines dramtischen Mangels an Ingenieuren, die Einstiegsgehälter stark >ansteigen. Man sieht aber, dass sie vielleicht mal um 1-2% angestiegen >sind. Ich finde 50k für einen Anfänger recht viel!
Datum: 28.04.2008 13:33
>Eigentlich müßten ja jetzt, in einer starken Phase des Aufschwungs und >eines dramtischen Mangels an Ingenieuren, die Einstiegsgehälter stark >ansteigen. Nein, den die Berufseinsteiger koennen ja noch nichts. Da muss man erst ein Jahr versenken bis das was wird. Einen aufschwung macht man mit erfahrenen Leuten.
Datum: 28.04.2008 14:43
Zur Info eine aktuelle Gehaltsumfrage bei Ingenieuren. http://www.heise.de/newsticker/Software-Ingenieure... Es lohnt sich auch, den Links im Artikel zu folgen.
Datum: 28.04.2008 16:34
Der Christoph aus dem Ursprungsposting trollt doch nur herum. Kein IT-Ingenieur mit akzeptablem Abschluß verdient beim Berufs*einstieg* weniger als 60000 Euro. Vor zwei Jahren sah das noch anders aus, aber zur Zeit des Aufschwungs musste ich Anfang des Jahres nicht lange nach 90000 Einstiegsgehalt suchen, und dabei bin ich noch nicht einmal nach der Bezahlung gegangen, sondern wollte nur einen interessanten Job mit Aufstiegschancen haben. Ich vermute, er regt sich über die ach-so-gut bezahlten Ingenieure auf, die trotz gutem Gehalt jammern. Und dabei weiß Christoph nicht, daß 45000 in der Branche ein Hungerlohn ist - man stelle sich das mal vor, nach 2 Jahren Berufserfahrung!
Datum: 28.04.2008 17:53
Also langsam müsste man wirklich fordern, Scans der Lohnbescheinigung anhängen zu müssen, bevor man solche 90k+ Beiträge posten darf. Dann würde es wohl viel ruhiger hier zugehen.
Datum: 28.04.2008 18:03
>Also langsam müsste man wirklich fordern, Scans der Lohnbescheinigung >anhängen zu müssen, bevor man solche 90k+ Beiträge posten darf. Wozu? Willst du dich überzeugen, daß du allen Grund hast, dich übergangen zu fühlen? Wer's nicht glaubt, ist mit seinen 50000 wahrscheinlich genauso zufrieden.


