Datum: 21.04.2008 14:51
Hallo, Möcht mal eure Meinung zur der oben im Betreff stehenden Methode der Trockenlegung feuchter Wände hören. der Grund ist der: Da die Wände des Hauses meiner Grosseltern teilweise sehr feucht sind (Grundwasser) haben die sich so ein ELektro-Osmose Zauberkästchen einreden lassen. Ich habe im Internet jedoch nicht wirklich positive Feedbacks diesbezüglich finden können, kann mir auch nicht vorstellen. Bin da auch eher sehr misstrauisch und kann mir eine pos. Wirkung ehrlich gesagt nicht vorstellen. Die Herrschaften der Firma versichern, dass innerhalb eines Jahres der Feuchtegehalt der Wände um 70% sinkt. Es reichen angeblich 2 solche Sender für ein Mehrfamilienhaus. Ein Gerät braucht angeblich nur ca. 10€ Stromkosten/Jahr. Hier z.B. ein Link wo eine TU die Wirkweise eines solchen Gerätes widerlegt: http://www.fachwerk.de/wissen/osmose-feuchte-25120.html Wie hoch die Frequenz und Stärke der abgestrahlte Leistung der Geräte ist weiß ich nicht aber ob dies nicht eine zusätzliche gesundheitliche Belastung mit sich bringt da diese Dinger dauernd eingeschaltet sein müssen. Vl. hat der eine oder andere von euch schon Erfahrungen mit solchen Geräten machen können und kann mir diese Erfahrungen/meinung posten. mfg Fred
Datum: 21.04.2008 14:59
Schau mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrophysikalische_... Scheint weitgehend Quacksalberei zu sein. Elektrische Energie wird wohl nicht abgestrahlt, da die Geräte mit Gleichspannung arbeiten, eine Gesundheitsgefährdung ist damit unwahrscheinlich, es sei denn durch Stromschläge beim Berühren der Elektroden. Gruss Mike
Datum: 21.04.2008 17:19
Ich befürchte fast, dass bei Betrieb des Gerätes Strom aus einem Wasserkraftwerk verwendet werden muss ... Der entsprechende Speichersee wird dann trockengelegt ... Trotzdem, viel Glück !
Datum: 21.04.2008 18:52
Zu diesem Thema gibt es zuhauf Quacksalber. Kunststoffe in die Wand (die dann nach Jahren vergammeln und nie wieder entfernt werden könne ect.) Elektroosmose ist, naturwissenschaftlich gesehen, Blödsinn. Wasser wandert nicht in elektrischen Feldern. Die einzige Möglichkeit ist das trockenlegen des Hauses. Sprich: Grundmauern ausgraben, isolieren, Dränage legen. Alles andere ist Voodoo. Wenn es sich um ein altes Haus handelt, lässt man es normalerweise so. Alte Häuser wurden eben nun mal nicht so gebaut, dass die Keller trocken sind. Deshalb enthalten sie auch normalerweise eine Horizontalsperre, die die Feuchtigkeit von den unteren Stockwerken fernhält. Du musst nämlich auch damit rechnen, dass sich die Grundmauern, wenn sie plötzlich trocken werden, verziehen und es zu Rissbildungen kommen kann. Allenfalls kann man mit speziellen Putzen drangehen (schweineteuer, wenn sie was taugen), die das Problem etwas abmildern. Diese Putze bilden Kapillaren aus, die das Wasser auf die Oberfläche transportieren, wo es dann verdunsten kann. Dies setzt natürlich auch eine gute Kellerbelüftung vorraus. Gruss Andy (Ich besitze selbst ein altes Haus und habe mich lange genug über dieses Thema schlau gemacht. Ich habe auch lange gebraucht, meine Frau davon zu überzeugen, dass wir den Waschkeller nicht fliesen ;-) )
Datum: 22.04.2008 11:15
Eine alte und gute Lösung: 50 bis 75 cm Breiten Schacht ums Haus und mit schweren Lem wieder auffüllen und dabei Schichtweise verdichten. Eine Dränage davor legen und der Keller wird nur noch über die Bodenplatte feucht ;-).
Datum: 22.04.2008 14:14
Tach Leute, Dank euch mal für eure Beiträge! Stand der Dinge: habe meinen Grosseltern davon berichtet, dass mit dieser Trockenlegmethode viel Unfug betrieben wird und es im prinzip ne Abzocke ist. Daraufhin habe sie den Vetreter zu Rede gestellt und dieser hat Ihnen einige Referenzen gegeben bei denen sie sich überzeugen können. Natürlich war jeder begeistert. Ein Haus haben sie sich sogar angesehen und die Hausbesitzerin war absolut von der Wirkung überzeugt. Der Vetreter garantiert,dass im ersten Jahr ein Grossteil der Feuchte aus den Wänden wieder ins Erdreich zurückgedrückt wird. Habe bisher aber nur negative Prüfprotokolle gelesen. Angeblich würden auch nur zwei solche Geräte für ein Haus mit 300m² Wohnfläche reichen. mfg Fred
Datum: 22.04.2008 19:27
@Mueller: Deine Lösung gefällt mir. Ist physikalisch fundiert und macht Sinn :-) Graben muss man da aber trotzdem :-( Problem dabei: Wie verhindert man das Zusetzen einer Dränage, wenn sich darüber Lehm befindet ? Gruss Andy
Datum: 23.04.2008 08:39
Moin! Habe mich auch schon mit diesem Problem beschäftigt. Ich bin dann auf dieses Produkt gestoßen: http://www.ceresit.de/Ceresit_Wasserdicht_Schutzan... Leider noch nicht ausprobiert. Das mit dem Lehm bezweifele ich, wenn das Grundwasser zu hoch steht.
Datum: 23.04.2008 09:49
> Graben muss man da aber trotzdem :-(
Tja, dafür hilft's. Alles andere ist nur Murkserei.
Datum: 23.04.2008 10:05
>> Der Vetreter garantiert,dass im ersten Jahr ein Grossteil der Feuchte >> aus den Wänden wieder ins Erdreich zurückgedrückt wird. Wenn er eine Garantie gibt, dass probier es doch aus.
Datum: 23.04.2008 13:01
> Wenn er eine Garantie gibt, dass probier es doch aus.
Die einen garantieren 23 Jungfrauen, die nächsten garantieren einen
trockenen Keller...
Da gibt's kein Unterschied. Verkauft ist verkauft. Der eine hat dann das
schöne Geld, der andere ein nutzloses Gerät an das er glauben kann...
Mein Tip:
Am besten die Dinger im Dutzend kaufen. Und nach einem Jahr dann sich
selbst den Fehler nicht eingestehen und sich selbst belügen wie toll
diese Dinger doch sind.
Viel Spaß dabei!
Datum: 23.04.2008 22:28
Übrigens: Heftiges und andauerndes Keifen im Keller ist ganau so wirksam, wie dieses ominöse Kästchen.
Datum: 24.04.2008 16:10
Alles was laufende Kosten oder ständigen Wartungsaufwand verursacht sollte man möglicht vermeiden. Eine Schaufel zum Ausgraben und ein paar Schichten Kaltanstrich auf das ausgetrocknete Mauerwerk könnten evtl. für die nächsten 20 Jahre preiswerter sein. Bei www.bau.net gibt sogar Fachleute zum Thema.
Datum: 14.05.2008 22:13
Hallo Gemeinde; Habe eben auch das problem mit boden feuchtem Keller (kein druckwasser) und keine richtige lust die Betonbodenplatte rauszuhohlen. Mich wuerden Fachliche Gutachten intressieren ob die feuchtigkeit mit Elektoosmose wegzubekommen ist, kann mir da jemand weiterhelfen. Im voraus vielen dank, Waldemar der kahle.
Datum: 14.05.2008 22:17
Waldemar der kahle wrote: > Hallo Gemeinde; > Habe eben auch das problem mit boden feuchtem Keller (kein druckwasser) > und keine richtige lust die Betonbodenplatte rauszuhohlen. Mich wuerden > Fachliche Gutachten intressieren ob die feuchtigkeit mit Elektoosmose > wegzubekommen ist, kann mir da jemand weiterhelfen. > > Im voraus vielen dank, Waldemar der kahle. Kurz und schlecht: Beten ist wirksamer.
Datum: 14.05.2008 22:23
> Kurz und schlecht: Beten ist wirksamer.
Pusten auch.
Datum: 14.05.2008 22:24
Uhu wollte sagen: beten ist billiger :-)
Datum: 14.05.2008 22:45
Wie geil ist dieses witro-Dingens denn?? Leitungen im Haus mit 220V und 280V - ja, ne, ist klar. Aber gut gemacht ist die Seite schon. Brauchste nur noch Verkäufer die dumm sind wie Brot und ab geht der Kasten für bestimmt teuer Geld in den nächsten Keller. Ich bestell mir auch eins, wenns im Brokhaus von 1893 war kanns nicht schlecht sein!
Datum: 15.05.2008 11:04
Rufus t. Firefly wrote: >> Kurz und schlecht: Beten ist wirksamer. > > Pusten auch. Ist aber deutlich anstrengender und führt leicht zu Schwindel, während das Beten beruhigt und auf bereits vorhandenen Schwindel zurückgreift...
Datum: 04.08.2008 00:54
Lese nur Nachteile, wenig Vorteile. Was kostet denn so ein Gerät eigendlich und wieviele sollen für ein Haus mit den Außenmaßen 9 x 10 m benötigt werden?
Datum: 04.08.2008 10:11
> wieviele sollen für ein Haus mit den Außenmaßen 9 x 10 m > benötigt werden? An jeden Bett-Pfosten drei Stück, dann wird das schon... Beten hilft übrigens nur bei den richtigen Göttern...
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