Datum: 21.04.2008 21:32
Für ein Projekt suche ich eine möglichst gut funktionierende Lösung um spezifikationskonforme UWB-Pulse, also -41,3dBm/MHz von 6 bis 8,5 GHz, zu erzeugen. Bislang nutzen wir einen Anritsu Pulsgenerator, der soll nun durch eine billigere Lösung welche per Mikrocontroller einstellbar ist ersetzt werden. Es geht hier nur ums erzeugen der Pulse, das Empfangen ist eine andere Geschichte. Kennt jemand eine Schaltung oder gar einen IC der sowas kann?
Datum: 23.04.2008 16:14
Wie macht man einen Puls der 6 bis 8.5 GHz abdeckt ? Indem man einen Dirac (oder aehnlich) auf einen Bandpass (aka Resonator) mit 7.25GHz Mittenfrequenz und 2.5GHz Bandbreite (macht Guete = 3) gibt.
Datum: 23.04.2008 16:20
Vielleicht einen 1 MHz Puls auf einen Hochpass aus einem Stück Hohlleiter geben? Der läßt sich aus Platinenmaterial auf die Platine auflöten, zwei Lötnägel als Ein/Auskopplung. Nach höheren Frequenzen hin wird das Spektrum von Natur aus schwächer.
Datum: 24.04.2008 22:27
Ich habe mir mal die Möglichkeit mit Steilen Puls mittels Step-Recovery effekt eines npn Transistors zu erzeugen und diesen zu differenzieren. Hat aber nicht so toll funktioniert...
Datum: 25.04.2008 06:53
Erst mal rechnen: 6 bis 8,5 GHz sind 2500 MHz. Das entspricht 34 dB über -41,3 dBm also -7,3 dBm maximal zulässige Gesamtleistung, also 0,2 Milliwatt.
Datum: 26.04.2008 12:44
Das Problem scheint damit zu beginnen eine genuegend steile Flanke mit tiefer Wiederholrate zu erzeugen. Ich wurd mal mit einem ECL Komparator beginnen. zB einem ADCMP573, der hat eine Verzoegerung von 150ps und eine minimale Pulsbreite von 80ps. Der wird etwa hinkommen. Davon 2 Stueck. Der erste wird an ein TTL/HCMOS Generatur gehaengt und macht einen richtigen Rechteck aus dem Schwamm des TTL/HCMOS Generaturs. Hintendran einen RC Hochpass mit RC=0.5ns oder so. Dann der zweite Comparator. Mit diesem Signal kann man dann auf den Bandpass/Hohlleiter gehen.
Datum: 28.04.2008 13:27
http://de.wikipedia.org/wiki/Hohlleiter "...Grenzwellenlänge λc (mit c für „cut-off“). Sie errechnet sich nach der Beziehung λk= 2·a (wobei a die längere Seite des Rechteckhohlleiterquerschnitts ist" 6 GHz sind 5 cm Wellenlänge, also ist für den Hochpass eine Breite von mehr als 30mm nötig, nach der Tabelle http://de.wikipedia.org/wiki/Hohlleiter#Hohlleiter... wäre das mindestens Standardmaß R70/WR 137 mit 34,85mm
Datum: 28.04.2008 22:17
Hohlleiter geht vom Aufbau her leider nicht so gut. Die Pulserzeugung sollte eben auf der Platine integriert werden.
Datum: 29.04.2008 03:18
Hallo, ich finde das UWB-Zeugs sehr interessant, mich würde interessieren, wie man dafür typischerweise einen Empfänger bauen würde. Meine Idee wäre es, empfangsseitig den möglichst selben Puls zu erzeugen (wie oben vorgeschlagen z.B.) und damit mit dem Empfangssignal dann mit einem sehr breitbandigen Mischer auf 0 runtermischen. Wenn dann der Pulsgenerator im Empfänger genau synchron (dafür braucht man dann wohl noch irgendein Korrelator, der das demodulierte Signal auswertet) zum Sender läuft, müsste sich doch dann dort eine Gleichspannung einstellen? Und wie wird dann moduliert? Einzelne Pulse verschoben zum Synchrontakt, oder Pulse auslassen? Gruß, Hase
Datum: 29.04.2008 03:29
Nachtrag: Bei wikipedia war zu UWB eine nette Einführung verlinkt, das
hat mir schonmal geholfen:
> http://wiki.der-wenz.de/download/hs_final.html
Was mich noch interessieren würde, wie wird der Mischer praktisch
realisiert? Und davor ist kein Vorverstärker für die Antenne?
Gruß,
Hase
Datum: 29.04.2008 03:57
Nochwas ;-) Habe dieses hier über Umwege entdeckt: https://www.mikrocontroller.net/attachment/27468/osee.pdf Das könnte evtl. auch dem ursprünglichen Fragesteller (Heinz) helfen. Der Autor schreibt dort, man könnte die Frequenz durch schnellere Dioden erhöhen. Inwiefern das dann aber gesetzkonform ist, muß man natürlich messen. Evtl. braucht man doch zwingend den Bandpassfilter. Könnte man das nicht auch in Microstriptechnik direkt auf der Platine machen (anstatt Hohlleiter). Als Antenne auf der Platine könnte man doch auch so einen Breitbanddipol nehmen, der zu den Enden hin dicker wird. (Das sind jetzt mal nur meine Gedanken, ich bin bin kein Hf-Profi). Gruß, Hase
Datum: 29.04.2008 12:18
Das bisherige Verfahren beruht auf http://www.freepatentsonline.com/EP1528679.html Ist aber leider nicht Gesetzeskonform. Genaueres steht unter http://www.bundesnetzagentur.de/media/archive/13155.pdf https://www.mikrocontroller.net/attachment/27468/osee.pdf kenne ich schon. Den Puls kann man nach dem Samplingprinzip abtasten, also mit einer leicht zum Sendesignalwiderholfrequenz verschobenen Abtastfrequenz ein sehr schnelles S&H Glied ansteuern und den Wert dann wandeln.
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