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Forum: Digitale Signalverarbeitung / DSP bilineare Transformation

Autor: Mike (Gast)
Datum: 23.04.2008 08:07
Dateianhang: Hochpass.PNG (936 Bytes, 38 Downloads)
preview image for Hochpass.PNG

Hi, ich hab ein Verständnisproblem mit folgender Aufgabe zum Thema
"bilineare Transformation" in der digitalen Signalverabeitung.

Gegeben ist ein analoger Hochpass mit folgender Übertragungsfunktion:
(siehe Anhang)

Nun soll der Hochpass durch bilineare Transformation in ein digitales
Filter umgewandelt werden.Der digitale Hochpass soll die 3
dB-Grenzfrequenz fg = 2 kHz aufweisen. Die Abtastfrequenz ist fs = 10
kHz.
Es soll auch die Übertragungsfunktion G(z) des digitalen Hochpasses
bestimmt werden. Zum Schluss soll der Amplitudengang des analogen und
des digitalen Hochpasses gezeichnet werden.
Autor: die ??? (Gast)
Datum: 23.04.2008 13:49

Die Stichworte sind "Tustin", "warping" und "pre-warping".
Autor: Mike (Gast)
Datum: 23.04.2008 16:01

Diese Aufgabe habe ich so gelöst:


A(w) = |G(w)| = \frac{wg(analog)^2}{wg(analog)^2+wo^2} = \frac{1}{\sqrt{2}}
nach fo umgestellt:

fo = \frac{fs}{pi}*0,4674 = 1487,78 Hz

Die 3dB-Grenzfrequenz fg = 2 kHz in folgende Formel eingesetzt:

T = \frac{1}{fs} = \frac{1}{10kHz}
wg(analog) = \frac{2}{T}*tan(\frac{wg(digital)*T}{2}) = 14530,85 Hz
wg(analog) --> fg(analog) = 2,312 kHz

Diese Formel habe ich in die analoge Übertragungsfunktion eingesetzt:

s = \frac{2}{T}* \frac{z-1}{z+1}
G(s) = \frac{(\frac{s}{wo})^2}{(\frac{s}{wo}+1)^2}

Wenn ich nun die analoge Übertragungsfunktion die Frequenz fo verwende,
ist dies dann mein digitals Filter?

G(s) = \frac{(\frac{s}{wo})^2}{(\frac{s}{wo}+1)^2}
G(s) --> A(f) = \frac{(\frac{f}{fo})^2}{(\frac{f}{fo})^2+1}
Autor: Mike (Gast)
Datum: 23.04.2008 16:03

Diese Aufgabe habe ich so gelöst:

A(w) = |G(w)| = \frac{wg(analog)^2}{wg(analog)^2+wo^2} =
\frac{1}{\sqrt{2}}

nach fo umgestellt:

fo = \frac{fs}{pi}*0,4674 = 1487,78 Hz
Die 3dB-Grenzfrequenz fg = 2 kHz in folgende Formel eingesetzt:

T = \frac{1}{fs} = \frac{1}{10kHz} wg(analog) = \frac{2}{T}*tan(\frac{wg(digital)*T}{2}) = 14530,85 Hz

wg(analog) --> fg(analog) = 2,312 kHz
Diese Formel habe ich in die analoge Übertragungsfunktion eingesetzt:

s = \frac{2}{T}* \frac{z-1}{z+1}

G(s) = \frac{(\frac{s}{wo})^2}{(\frac{s}{wo}+1)^2}
Wenn ich nun die analoge Übertragungsfunktion die Frequenz fo verwende,
ist dies dann mein digitals Filter?

G(s) = \frac{(\frac{s}{wo})^2}{(\frac{s}{wo}+1)^2}

G(s) --> A(f) = \frac{(\frac{f}{fo})^2}{(\frac{f}{fo})^2+1} 

  
Autor: Mike (Gast)
Datum: 23.04.2008 17:45

Bitte vielmals um Entschuldigung. Ich hab mich mit der Darstellung der
Formeln etwas vertan. Diesmal stimmt es.

Diese Aufgabe habe ich so gelöst:

A(w) = |G(w)| = \frac{wg(analog)^2}{wg(analog)^2+wo^2} =
\frac{1}{\sqrt{2}}
nach fo umgestellt:

fo = \frac{fs}{pi}*0,4674 = 1487,78 Hz
Die 3dB-Grenzfrequenz fg = 2 kHz in folgende Formel eingesetzt:

T = \frac{1}{fs} = \frac{1}{10kHz}

wg(analog) = \frac{2}{T}*tan(\frac{wg(digital)*T}{2}) = 14530,85 Hz

wg(analog) --> fg(analog) = 2,312 kHz
Diese Formel habe ich in die analoge Übertragungsfunktion eingesetzt:

s = \frac{2}{T}* \frac{z-1}{z+1}
[math]
G(s) = \frac{(\frac{s}{wo})^2}{(\frac{s}{wo}+1)^2}
Wenn ich nun die analoge Übertragungsfunktion die Frequenz fo verwende,
ist dies dann mein digitals Filter?

G(s) = \frac{(\frac{s}{wo})^2}{(\frac{s}{wo}+1)^2}

G(s) --> A(f) = \frac{(\frac{f}{fo})^2}{(\frac{f}{fo})^2+1}

  
Autor: Mike (Gast)
Datum: 23.04.2008 17:57
Dateianhang: loesung.PNG (32,4 KB, 51 Downloads)
preview image for loesung.PNG

Die korrekte Lösung hab ich mal im Dateianhang angehängt.
Für mich stellt sich nun die Frage was ist die digitale bzw. analoge
Übertragungsfunktion?

Ist das das digitale System?

G(s) --> A(f) = \frac{(\frac{f}{fo})^2}{(\frac{f}{fo})^2+1}
Autor: Horst Winter (horst25)
Datum: 23.04.2008 18:02

analog -> G(s)
digital -> G(z)
Autor: Mike (Gast)
Datum: 23.04.2008 18:11

Wie kommt man zu dieser Übertragungsfunktion?

G(s) --> A(f) = \frac{(\frac{f}{fo})^2}{(\frac{f}{fo})^2+1}

Müsste die Übertragungsfunktion nicht so aussehen?

G(s) --> A(f) = \frac{(\frac{f}{fo})}{(\frac{f}{fo})^2+1}
Autor: Horst Winter (horst25)
Datum: 23.04.2008 18:49

A(f) ist keine Übertragungsfunktion sondern der Amplitudengang des
analogen Systems. Schau dir mal an wie das zusammenhängt.

Der Lösungsweg müsste in etwa so aussehen:

G(s) -> BLT->G(z)  //hier Abtastfrequenz und Grenzfrequenz des digitalen
                   //Systems berücksichtigen

G(s) -> A(f)
G(z) -> A(jw)


Wie kommst du auf folgendes??
iese Aufgabe habe ich so gelöst:


A(w) = |G(w)| = \frac{wg(analog)^2}{wg(analog)^2+wo^2} =
\frac{1}{\sqrt{2}}

nach fo umgestellt:

damit setzt du den analogen HP gleich mit den 3dB. Das soll soweit du
hier geschrieben hast nur für den digitalen Teil zutreffen -> ist somit
unnötig
Autor: Mike (Gast)
Datum: 23.04.2008 20:23

Warum diese Formel?

wg(analog) = \frac{2}{T}*tan(\frac{wg(digital)*T}{2}) = 14530,85 Hz

Mit dieser Formel kann man doch eine digitale Frequenz in eine analoge
Frequenz die für das analoge System benötigt wird umwandeln. Oder ist
diese Aussage von mir falsch?
Autor: Mike (Gast)
Datum: 23.04.2008 20:30

Wenn ich die folgende Formel in meinen Rechner eingebe und für fo =
1487,78 Hz einsetze, dann erhalte ich die Werte von der Tabelle (siehe
Anhang) rechte Spalte. Also ist dies doch mein analoger Amplitudengang.

A(f) = 20*log(\frac{(\frac{f}{fo})^2}{(\frac{f}{fo})^2+1})
Autor: Mike (Gast)
Datum: 23.04.2008 20:31
Dateianhang: Tabelle.PNG (3,9 KB, 28 Downloads)
preview image for Tabelle.PNG

Ich hab versehentlich die Tabelle vergessen hier anzuhängen.
Autor: Mike (Gast)
Datum: 24.04.2008 16:33

Ist dies der analoge oder der digitale Amplitudengang?

A(f) = 20*log(\frac{(\frac{f}{fo})^2}{(\frac{f}{fo})^2+1})

Die rechte Spalte entspricht, rechnerisch diesem Amplitudengang.
Das verstehe ich nicht.
Autor: Mike (Gast)
Datum: 24.04.2008 17:43

Also ich vermute das Überschriften "analog" und "digital" von der
Tabelle vertauscht sind. Denn eigentlich müsste es doch so sein, dass
beim digitalen Amplitudengang eine Stauchung statt findet.

Bei f=5kHz ist der analoge Amplitudengang bei -0,7dB, während beim
digitalen Amplitudengang 0dB. So müsste es doch sein oder?
Autor: Tommi Huber (drmota)
Datum: 29.04.2008 13:51

Das ist also der deutsche Ing. Nachwuchs gezüchtet in turboschnellen
FHs. Die Personaler werden eine Freude mit dir und deinen Kollegen
haben.

Dein ursprüngliches G(s) (Hochpass.PNG) bedeutet sicher nicht das der
Betrag von diesem G(s) gleich dem ist was du berechnet hast.

G(s)=(s/wo)²/(s/wo +1)²=> s=jw => G(s)=-w²/(-w²+2jwwo+wo²) =>
(konjungiergt

komplex erweitern (falls das in FHs gelehrt wird))

|G(s)|=(((-w²(wo²-w²))²+(2wwo)²)/((wo²-w²)²-4w²-wo²)^0.5=1/2^0.5

jetzt w=2000*2*pi einsetzen und nach wo^2 auflösen (Quadratische
Gleichung,

musst du selber machen)

dann dein s=2/T *(z-1)/(z+1) einzetzen dann hast du G(z) -->

z=e^(jwT)

einsetzen Betrag von G(z) berechnen. Und dann kannst du Betrag G(s)

(kontinuierlich) mit Betrag G(z) vergleichen
Autor: Ille (Gast)
Datum: 30.04.2008 09:05


A(w) = |G(w)| = \frac{wg(analog)^2}{wg(analog)^2+wo^2} = \frac{1}{\sqrt{2}}

Der Betragsbildung von G(w) müsste auf jedenfall so stimmen.
Autor: Tommi Huber (drmota)
Datum: 30.04.2008 12:54

>>Der Betragsbildung von G(w) müsste auf jedenfall so stimmen.

Wenn du das glaubst solltest du aber nochmals dein Abi nachholen.
Du gibst eine Funktion G(w) an hast aber auf der rechten seite nur eine
Grenzfrequenz und ein wo, aber keine Frequenz w. Was ist das bitte schön
für eine Funktion. Die stimmt doch hinten und vorne nicht.

Das selbe wäre eine Funktion   A(x)=y+2*y  merkst du was linke Seite
abhängig von x --> rechte Seite weit und breit kein x vorhanden.

In deinen Bild gehst du von G(s)=(s/wo)²/((s/wo)+1)² aus kannst aber
offensichtlich nicht (a+b)² richtig auflösen oder meinst du

G(s)=(s/wo)²/((s/wo)²+1) nur das ist aber !!!!!!!!!! GrenzSTABIL
!!!!!!!!!!!
und somit unbrauchbar, weil bei s=jwo=wo  --> INSTABIL

Und billineare Transformation heisst das du ein G(s) in ein G(z)
transformieren sollst und dazu dein s=2/T (z-1)/(z+1) (Könnte ich dir
auch erklären woher diese Formel kommt unterlasse ich aber weil du
erstmals die Grundlagen lernen solltest) einsetzen musst.
Autor: ahja (Gast)
Datum: 30.04.2008 13:44

@Tommi Huber
>>Das ist also der deutsche Ing. Nachwuchs gezüchtet in turboschnellen
>>FHs. Die Personaler werden eine Freude mit dir und deinen Kollegen
>>haben.
Das ist also der deutsche Forenbesucher, von einem Beispiel auf die
Gesamtheit schließend und total eingebildet.
Deine Mitmenschen werden eine Freude mit dir und deinesgleichen haben.

Ja ja, zum Glück hattest du wärend deines Studiums nie was falsch
gemacht oder gar irgendwelche fragen gehabt...

Musstest du eigentlich eine Vorlesung besuchen oder bekamst du deinen
Abschluss direkt nach der Immatrikulation, weil du ja schon alles
gewusst hast?
Autor: Tommi Huber (drmota)
Datum: 30.04.2008 14:36

Keiner weiss wirklich nur annähernd etwas und wer das behauptet ist ein
Blender oder BWLer. Fragen ist nicht verkehrt. Nur so lernt man etwas.
Nur sollte man im Laufe seines Studiums doch in der Lage sein
für etwaige Lösungen selbst Wege versuchen zu finden um diese zu
verifizieren.

Schliesslich werdet ihr einmal haftbar sein (Beispiel ihr entwerft
Seilbahnen und die stürzen ab --> 20 Tote). Wenn ihr etwas entwickelt
und selbst nicht in der Lage seid dieses auf Fehler zu überprüfen,
werdet ihr möglicherweise sogar
ins Gefängnis wandern müssen.
Autor: Klaus (Gast)
Datum: 30.04.2008 16:43

> Ja ja, zum Glück hattest du wärend deines Studiums nie was falsch
> gemacht oder gar irgendwelche fragen gehabt...

Der liebe Mike ist mittlerweile im 7. Semester, zumindest rechnet er
Klausuraufgaben aus diesem Semester.
Meinst du nicht, man kann zu diesem Zeitpunkt erwarten, dass ein
angehender Ingenieur wenigstens den Betrag einer komplexen Funktion
richtig berechnen kann?
Autor: ahja (Gast)
Datum: 30.04.2008 17:24

>Keiner weiss wirklich nur annähernd etwas und wer das behauptet ist ein
>Blender oder BWLer.
Was natürlich erklärt warum du alle jüngeren (FH)-Ingenieure über einen
Kamm scherst...

Findest du nicht, dass dein Kommentar
>>Das ist also der deutsche Ing. Nachwuchs gezüchtet in turboschnellen
>>FHs. Die Personaler werden eine Freude mit dir und deinen Kollegen
>>haben.

etwas überheblich ist?
Du (und deine Kommilitonen der früheren besseren Jahrgänge oder kommst
du von der Uni?) scheinst ja nach deinem Studium viel mehr gewusst und
viel besser auf das Berufsleben vorbereitet gewesen zu sein als diese
nichtsnutzigen total überflüssigen neuen, jungen FH-Ingenieure.

Tut mir Leid, aber so ein Kommentar kann ich bei jemanden mit etwas
Verstand (und den unterstelle ich dir jetzt einfach mal) einfach nicht
nachvollziehen.
Autor: ahja (Gast)
Datum: 30.04.2008 17:29

Ups, was vergessen:
>Keiner weiss wirklich nur annähernd etwas und wer das behauptet ist ein
>Blender oder BWLer.
Ich frage mich wieviele du kennst dass du das gleich auf alle beziehen
kannst. Wahrscheinlich kennst du auch von jeder FH in Dt. einen...

>Der liebe Mike ist mittlerweile im 7. Semester, zumindest rechnet er
>Klausuraufgaben aus diesem Semester.
>Meinst du nicht, man kann zu diesem Zeitpunkt erwarten, dass ein
>angehender Ingenieur wenigstens den Betrag einer komplexen Funktion
>richtig berechnen kann?
Doch. Mich hat auch mehr das Kommentar von Tommi gestört.
Autor: Mike (Gast)
Datum: 30.04.2008 18:06


G(s) = \frac{(s/wo)^2}{(s/wo+1)^2} = \frac{s^2}{(s+wo)^2}

G(jw) = \frac{(jw/wo)^2}{(jw/wo+1)^2} = \frac{jw^2}{(jw+wo)^2}

A(jw) = |G(jw)| = \frac{(w/wo)^2}{(w/wo)^2+1} = \frac{w^2}{w^2+wo^2}

-3dB entspricht den
\frac{1}{\sqrt{2}}
.
\frac{1}{\sqrt{2}}
 habe ich dann mit dem Amplitudengang gleichgesetzt.

A(jw) = |G(jw)| = \frac{(w/wo)^2}{(w/wo)^2+1} = \frac{w^2}{w^2+wo^2} = \frac{1}{\sqrt{2}}
Autor: Mike (Gast)
Datum: 30.04.2008 18:14

Für das digitale System muss ich natürlich für s:

s = \frac{2}{T}* \frac{z-1}{z+1}
 einsetzen.

G(s) ---> s = \frac{2}{T}* \frac{z-1}{z+1} ---> G(z)
Autor: gast (Gast)
Datum: 30.04.2008 18:46

Tustin ist dabei aber nur eine Näherung (Tustin ist nur für kleine T
ausreichend)

richtiger wäre es wenn du L^-1 machst und dann die z-Transformation
Autor: Mike (Gast)
Datum: 30.04.2008 19:19

Was soll das bedeuten?

>>Tustin ist dabei aber nur eine Näherung (Tustin ist nur für kleine T
>>ausreichend)

>>richtiger wäre es wenn du L^-1 machst und dann die z-Transformation

Kann dies nicht nachvollziehen.
Autor: Tommi Huber (drmota)
Datum: 30.04.2008 20:54

>Meinst du nicht, man kann zu diesem Zeitpunkt erwarten, dass ein
>angehender Ingenieur wenigstens den Betrag einer komplexen Funktion
>richtig berechnen kann?

Der gute Mike kann das Gott sei dank meine konjungiert komplexe
Erweiterung kommt auf den gleichen Betrag wie Mike. Mike hast du eine
eins bekommen ?

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