Datum: 29.04.2008 13:38
Hallo Leute, ich werde demnächst(3-4 Wochen) mein E-Technik Studium als Dipl.Ing. abschliessen. Ich weiss aber nicht, ob ich mich jetzt schon bewerben soll, oder ist das noch zu früh, und wo bewerbt man sich als Absolvent? bei große Unternehmen gleich oder bei Ingenieurbüros? Wie sieht es denn aus mit Einstiegsgehälte? Was muss man sagen, wenn man danach in einem Vorstellungsgespäch gefragt wird? Ich war über ein und halb jahren in einem großen Unternehmen tätig, dort habe ich mein Berufspraktisches Semester, drei monatigen Fachpraktikum und anschliessend meine Diplomarbeit absolviert, ich werde leider nicht übernommen weil der Vorstand vor ca.5 Jahren einen Einstellungsstopp eingeführt hat, der immer noch gültig ist. Ein Zeugniss habe ich auf jeden Fall erstellen lassen, trägt das was dazu bei, einen guten Job zu finden? Danke
Datum: 29.04.2008 13:45
>Was muss man sagen, wenn man danach in einem >Vorstellungsgespäch gefragt wird? Unbedingt mindestens 60.000 fordern! Sonst wird man hier im Forum als Low-Performer belächelt. Und das willst du ja sicher nicht, oder?
Datum: 29.04.2008 13:50
lol @ schalk Also lieber ratloser Absolvent, zunächst muss ich dir mitteilen, dass du recht spät mit der Bewerbung dran bist. Der Bewerbungsprozess kann, je nach Unternehmen, bis zu 4 Monate dauern. Ob du dich in einem großen Betrieb oder einem Ing.-Büro bewirbst, musst du für dich selbst entscheiden. Die Vor- und Nachteile sowie eigentlich auch alle Antworten auf die anderen Fragen findest du en masse hier im Forum.
Datum: 29.04.2008 13:51
Als Absolvent bewirbt man sich bei Firmen, die auch Absolventen suchen. Und klar kannst du dich auch schon jetzt bewerben, kann schon mehrere Wochen dauern, bis die eine Reaktion zeigen. Du wirst mit deiner Zeit in dem Unternehmen auf jeden Fall schon mal erste Erfahrungen in der Praxis nachweisen können, stehst also besser da als jemand, der noch nie ein Unternehmen von innen gesehen hat.
Datum: 29.04.2008 13:53
>Unbedingt mindestens 60.000 fordern! Sonst wird man hier im Forum als >Low-Performer belächelt. Und das willst du ja sicher nicht, oder? 60.000 Euro!!! ich will doch nicht gleich Abteilungsleiter werden!
Datum: 29.04.2008 14:06
Nur als Anregung: ich weiß nicht, ob Deutsch deine Muttersprache ist aber du solltest deine Bewerbung auf jeden Fall gegenlesen lassen: abschliessen -> abschließen weiss -> weiß wo bewerbt -> wo bewirbt bei große Unternehmen -> bei großen Unternehmen Einstiegsgehälte -> Einstiegsgehälter ein und halb jahren -> eineinhalb Jahren Berufspraktisches -> berufspraktisches drei monatigen -> dreimonatigen anschliessend -> anschließend Zeugniss -> Zeugnis Ist alles nichts Weltbewegendes (und vermutlich auch ein paar Tippfehler), reicht aber um einen schlechten Eindruck zu hinterlassen. An der Interpunktion (insb. Kommasetzung) könnte man auch noch feilen, aber da habe ich selbst noch Nachholbedarf ;) >Ein Zeugniss habe ich auf >jeden Fall erstellen lassen, trägt das was dazu bei, einen guten Job zu >finden? Kommt stark auf den Inhalt an. Wichtig ist für deinen zukünftigen Arbeitgeber oft auch die Information, in welchen Bereichen du alles tätig warst - die Liste sollte im Arbeitszeugnis nach Möglichkeit schön lang sein. Ist aber alles relativ.
Datum: 29.04.2008 14:43
@Ratloser Absolvent Firmen brauchen im Schnitt 1 1/2 - 3 Monate für eine Einladung. Innerhalb 1 Woche kommt meist nur eine Bestätigung über den Eingang der Unterlagen. Manche Firmen schicken aber auch keine Bestätigung. Wenn Du jetzt also Zeit hast kannst Du dich ja bewerben. Ich habe es nicht getan. Allerdings solltest Du dir für die Bewebrung Zeit nehmen, d.h. Bewebrungsfotos machen lassen, Anzug kaufen ( Wenn du nicht schon 5 hast ), Bewerberbücher wälzen und natürlich anständige Firmen finden. >Wie sieht es denn aus mit Einstiegsgehälte? Für absolventen würde ich sagen 38-42€. Das sind übliche spannen. >Was muss man sagen, wenn man danach in einem Vorstellungsgespäch gefragt >wird? Ich habe das Gefühl daß bei großen nicht oft gefragt wird. Oft gibts Tarife, Trainneprogramme oder im öffentlichen Dienst BAT/TvÖD vorgaben. Oft fangen die dann an: 'Wir zahlen soviel nach ...' >Ein Zeugniss habe ich auf jeden Fall erstellen lassen, trägt das was >dazu bei, einen guten Job zu finden? Einfach mal in die Bewerbung legen würde ich sagen. Die einen interessiert es die anderen nicht.
Datum: 29.04.2008 14:59
Ich empfehle dazu die Lektuere von H.Mell in den VDI-nachrichten. Gibt es auch als Buch gesammelt. Gast2
Datum: 29.04.2008 15:00
Für mich sind Konzerne / Betriebe, die sich erst nach 1,5 Monaten bewerben sowieso dick und aufgedunsen. Das Arbeiten würde mir persönlich dort keinen Spaß machen. In meinen Augen: Will man Paragrafenreiter und Dinge für die Massenproduktion schaffen: Großer Konzern. Ist man aktiv und will Action -> Kleinerer Betrieb Wobei ich auch immer wieder betone, dass eine Probezeit nicht nur für den Arbeitgeber gut ist, sondern auch für den Arbeitnehmer. Gefällt die Arbeit nicht, sollte man schnellstens wieder raus.
Datum: 29.04.2008 15:12
>Für absolventen würde ich sagen 38-42€. Das sind übliche spannen.
In der Probezeit gibt es aber oft einen Abschlag. Dass spätere Gehalt
wird entweder vor Dienstantritt festgelegt oder kurz vor dem Ende der
Probezeit neu verhandelt (v.a. bei kleineren Firmen).
Ansonsten kannst du ruhig schon anfangen mit den Bewerbungen. Bis du
dein Diplom in der Tasche hast, wirst du wahrscheinlich eh noch keine
Einladung haben, das dauert. Solltest dir aber Zeit nehmen dafür, nicht
auf die schnelle irgendwas runterschreiben. Im Internet gibt's genügend
Tipps für die Unterlagen und das Vorstellungsgespräch. Einfach mal
googeln.
Und ob kleiner Betrieb oder Weltkonzern liegt an dir - wenn dir beides
Recht ist, einfach überall bewerben wo du dir vorstellen könntest zu
arbeiten. Umso mehr Auswahl hast du dann evtl. später wenn du dich
entscheiden musst.
Datum: 29.04.2008 15:22
Ich finde das Zeugnis sehr wichtig. Wenn es gut ist. Auf jeden Fall beilegen. Im Netz findet man auch Übersetzungen für ein Zeugnis. Das hört sich ja prima an, aber was das zu heißen hat steht auf einem anderen Blatt.
Datum: 29.04.2008 17:34
> Als Absolvent bewirbt man sich bei Firmen, die auch Absolventen suchen.
Na dann nenne mal Firmen, die wirklich Absolventen suchen!
Datum: 29.04.2008 17:38
Also ich werde mich auch dort bewerben wo nicht ausdrücklich Absolventen gesucht werden... Einfach mal probieren...
Datum: 29.04.2008 18:20
Schau erst mal in die Tageszeitung und bei der Arbeitsagentur.de rein über Google kannst du dir auch schon ein paar Stellenangebote anschauen. Wenn du dir ein sicheres Auftreten zutraus kannste bei den Zielfirmen anrufen, dich erkundigen und auf diesem Weg herausfinden ob die dir was anbieten können. Nicht die Bewerbungsmappe unter den Arm klemmen und die Firmen abklappern. Das wird wie Betteln gesehen und hat in der Regel wenig Erfolg. Erst wenn die sagen das sie dein Bewerbung sehen wollen, dann kannste auch Eine verschicken oder du bringts die (sofern in der Nähe) die persönlich vorbei (kleine Notiz beigeben "Abgabe im Hause") So einen kleinen Trick macht bei denen manchmal großen Eindruck. Übrigens kann man sich auch per E-Mail bewerben, aber der Datenanhang sollte nicht größer als 2MB sein. Wenn du keine Einladungen bekommst, mach über die Arbeitsagentur ein Bewerbertraining um dir den richtigen Schliff verpassen zu lassen. Über Gehälter kannst du dich auf Gehaltrechner.de informieren, ist aber sehr stark abhängig vom Betrieb. Attraktiv sind tarifgebundene Betriebe. Da bekommste ein Grundgehalt und nach zwei Jahren ein höheres Richtgehalt und zwischendurch kannste eine Erhöhung noch extra verlangen wenn du gut bist. Lötkünstler <Mit der Lizenz zum löten>
Datum: 29.04.2008 19:59
Paul wrote: >> Als Absolvent bewirbt man sich bei Firmen, die auch Absolventen suchen. > > Na dann nenne mal Firmen, die wirklich Absolventen suchen! Wir suchen z.B. fast staendig welche. Qualifiziert sollten sie halt sein oder zumindest motiviert, sich in die entsprechenden Themengebiete einzuarbeiten.
Datum: 29.04.2008 20:03
> Wir suchen z.B. fast staendig welche. Wer ist wir? Und wieviele sucht ihr? > zumindest motiviert, sich in die entsprechenden Themengebiete > einzuarbeiten. Das ist ja klar.
Datum: 29.04.2008 21:03
10 Tage von E-Mail Bewerbung bis Arbeitsvertrag vom Vorstand unterschrieben bei mir zu Hause auf dem Tisch!!! Soviel dazu Dazwischen: Telefonat mit Abteilungsleiter, Telefonat mit Personalleitung, Vorstellungsgespräch mit mündlicher Zusage
Datum: 29.04.2008 22:55
>Ist alles nichts Weltbewegendes (und vermutlich auch ein paar >Tippfehler), reicht aber um einen schlechten Eindruck zu hinterlassen. Laut diverser "Experten"-Meinungen hier, wird das total überwerte und ist nicht wichtig.
Datum: 29.04.2008 23:26
>Laut diverser "Experten"-Meinungen hier, wird das total überwerte und >ist nicht wichtig. >>Experten-Meinung? Du hast es grad nötig.Erfahrung, nur Erfahrung... >>...überwerte ... statt "überbewertet" hätte ich so einen Fehler von Dir nicht erwartet. Also in Zukunft nicht über Andere herziehen, sondern wohlwollende Hilfe anbieten. Die wird dann bestimmt auch gern angenommen. Nobody is perfect Lötkünstler <Mit der Lizenz zum löten>
Datum: 29.04.2008 23:55
>Laut diverser "Experten"-Meinungen hier, wird das total überwerte und >ist nicht wichtig. Weshalb habe ich meine Äußerung wohl relativiert? Spätestens wenn ich mich zwischen zwei sonst gleichwertigen Bewerbern entscheiden muss, lege ich sehr wohl Wert auf die Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift. Ich bin vom Gesetzgeber ja schon weitgehend dazu verpflichtet meine Einstellungskriterien im Vorfeld festzulegen. Da wäre ich schön blöd, wenn ich auf diese Eigenschaften verzichten würde. Die Leute müssen zumindest in der Lage sein mit Kunden per E-Mail zu kommunizieren, ohne einen schlechten Eindruck zu hinterlassen. Auch Dokumentationen entstehen nicht automatisch - aber vielleicht werden die ja auch überbewertet... Mir ist schon klar, dass die Leute eher basteln, löten, frickeln wollen - geht mir nicht anders - aber das reicht halt nicht. >10 Tage von E-Mail Bewerbung bis Arbeitsvertrag vom Vorstand >unterschrieben bei mir zu Hause auf dem Tisch!!! Soviel dazu 3 Wochen über Bewerbungen informiert und Arbeitsproben angefertigt. 1. Tag Online-Bewerbung 2. Tag Rückruf und Einladung 3. Tag Bewerbungsgespräch mit mündlicher Zusage 4. Tag Vertragsunterzeichnung Das Arbeitszeugnis hatte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht. Kann mich nicht beschweren...
Datum: 30.04.2008 08:39
>Mir ist schon klar, dass die Leute eher basteln, löten, frickeln wollen >- geht mir nicht anders - aber das reicht halt nicht. Hier herrscht aber vorzugsweise die Meinung, dass eine gute Einstellung des Bewerbers völlig ausreichend ist. Auf formale Dinge, die nichts zur Tätigkeit beitragen, wird kein Wert gelegt. Dazu zählen Äußeres und eben die Bewerbungsunterlagen. Wenn eine Ablehnung kommt und das ohne Begründung, schreit man gleich nach einem BGH-Urteil, anstatt mal in sich zu gehen und nachzudenken. Professionelle Bewerbungshilfe wird generell abgelehnt, denn eine Bewerbung darf ja nichts kosten.
Datum: 30.04.2008 17:04
>anstatt mal in >sich zu gehen und nachzudenken. Was willste da groß drüber nachdenken? Ist doch Schwachsinn. Da würde man sich nur den Kopf zermartern bis man vollends bekloppt wird. Habe mehrfach deine Anregung versucht,Effekt sinnlos. Ich sage, Absagebegründung und fertig, alles andere funzt net.
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