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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Was bringt ein Mathestudium?

Autor: Patrick O. (sir-patrick)
Datum: 29.04.2008 20:18

Hallo,

ich hab ein paar Menschen getroffen, die es in Betracht ziehen würden
Mathe zu studieren. Ich find zwar Mathe auch interessant, nur was kann
man beruflich damit anfangen, mit dem Studium?

MFG   Patrick
Autor: 3348 (Gast)
Datum: 29.04.2008 20:34

Versicherungsmathematik, Mathelehrer. Das isses dann etwa.
Autor: 3348 (Gast)
Datum: 29.04.2008 20:37

Aeh. Physik ist etwas weniger trocken, und hat die ersten paar Semester
gemeinsam. Und ist brauchbarer.
Autor: Ich natürlich (Gast)
Datum: 29.04.2008 20:56

kannst auch ein guter Programmierer (z.B. Spiele oder Animationsfilme)
mit Mathemtikstudium noch werden
Autor: Dipl. Ing. Peter Schwarz (Gast)
Datum: 29.04.2008 21:03

>>Ich find zwar Mathe auch interessant, nur was kann
>>man beruflich damit anfangen, mit dem Studium

nichts
Autor: Michael (Gast)
Datum: 29.04.2008 21:13

Alles von BWL bis Naturwissenschaften. Der Mathematiker hat meistens
eine Systemübersicht.

Mfg Michael
Autor: Jorge (Gast)
Datum: 29.04.2008 21:16

Falls du später Programmierer werden willst hast du dann ständig Ärger
mit Leuten, die an deinen (technischen) Fähigkeiten zweifeln.
Autor: 3348 (Gast)
Datum: 29.04.2008 21:24

Das schon, aber mit einem Zweizeiler wirste als Mathematiker schon
Vorgesetzter mit doppeltem Zahltag. Dann sollen diese Zweifler mal
abdampfen.
Autor: Hans (Gast)
Datum: 29.04.2008 21:46

Ich studiere nicht Mathe, aber Physik, hatte also wie irgendein
Vorredner schon geschrieben hat die ersten 3 Semester auch die gleichen
Vorlesungen wie Mathe Diplom Leute.
Und ich muss sagen, die Vorlesungen sind zwar extremst abstrakt und man
kann sich anfangs nicht vorstellen was die später einmal bringen
sollten, aber man wird einfach unglaublich fit in der Birne und die
Vorgehensweise, die einem bei der Lösung von den mathematischen
Problemen beigebracht wird, lässt sich durchaus auch in anderen
Bereichen anwenden.
Mit nem guten mathematischen Grundwissen tut man sich dann auch recht
leicht, mit anderen Naturwissenschaften oder eben Informatik.

Ein Mathestudium besteht übrigens nicht nur aus trockener abstrakter
Mathematik, im Hauptstudium besteht durchaus die Möglichkeit sich auf
praxisorientierte Gebiete (Versicherungsmathematik,Informatik,...) zu
spezialisieren.
Autor: blubb (Gast)
Datum: 29.04.2008 23:32

Sieht bei mir ebenso wie bei Hans aus. Kann dem Geschriebenen nur
Beipflichten.

Grüße
Autor: Jorge (Gast)
Datum: 07.05.2008 19:46

>Das schon, aber mit einem Zweizeiler wirste als Mathematiker schon
>Vorgesetzter mit doppeltem Zahltag. Dann sollen diese Zweifler mal
>abdampfen.

Einige von den Matheleuten kenne ich ziemlich lang. Manchen bleibt
einfach nur dir Rolle als Vorgesetzter, weil sie es als Angestellter
einfach schwerer haben, deswegen stimmt es mit dem doppelten Gehalt oder
auch nicht, weil viele arbeitslos sind und zwar lebenslänglich
arbeitslos und unverschuldet.

Es gibt Leute in der Branche die gerne in eine Versicherung gehen. Ich
möchte davon abraten. Eine Versicherung ist eine Aussenstelle der JVA
ohne Wärter. Was muss man da schon können...

Das Vorurteil Mathematiker wären gute Programmierer hält sich
hartnäckig. Es gibt unter den Mathematikern wahrscheinlich genauso viele
gute Programmierer wie unter Germanisten. Schließlich traut man ihnen zu
in einem Fachgebiet orientiert zu sein in dem man sich selbst nichts
zutraut.
Das Anfangsgehalt mag schon gut sein aber relativ schnell trennt sich
die Spreu vom Weizen und der Berufsanfänger kann sich evtl nicht in der
Konkurrenz behaupten. Es gibt dann die Möglichkeit, dass er ausser
Konkurrenz bestehen bleibt also für DAU arbeitet oder sich selbst
rausschmeisst oder sich anpasst. Also als Einstieg ist es wegen des
Vorurteils schon ein Vorteil aber wegen der Ausbildungsmängel u.U. ein
Krampf ohne Ende.

Allerdings entscheiden sich begabte Naturen für eines dieser
"einschlägigen Studienrichtungen" (Mathe, Physik, Info, Ingenieur etc.).
Alle sind sie aber die Gearschten, weil keine Ausbildung für den
späteren Beruf qualifiziert ausser man ist es sowieso. Also am Gümmi
lernt man fürs Leben und an der Uni nur für die Profs (Fragenkataloge in
Prüfungen z.B.) hat man also nix davon, die Arbeit und die Schwierigkeit
beim Broterwerb bleibt zu 100% an einem selber hängen. Der berufliche
Erfolg lässt sich nicht prognostizieren. Nur die Profs, die können durch
die Existenz der Studis schmarotzen.

Ich persönlich bin der Auffassung, das zum erfolgreichen SW-Entwickler
eine bestimmte Begabung, die vor allem auf "innerer Motivation" beruht
erforderlich ist, also kaum Praxis und auch egal was man gelernt hat,
die erforderlichen Fakten kann man sich innerhalb von Stunden bis Wochen
leicht aneignen oder sogar egal. Ich kann einen Naturwissenschaftler
durchaus verstehen, dem das Gesitze vor dem Bildschirm einfach zu
unintelligent ist, der nach anderem strebt.

Es ist für den SW-Entwickler unendlich schwer dauerhaft zu bestehen wenn
man nur nach Leistung beurteilt werden sollte, eine Diskette kostet nur
schließlich nur Cents.

Andersherum ist es relativ leicht zu bestehen wenn man nicht nach
Leistung beurteilt wird sondern nach Abschluss unter Vorurteilen oder
nur weil man Gönner hat. Beispielsweise irgendwo im öffentlichen Dienst
oder auch in einem Konzern "ohne einen Effekt" als Experte gehandelt zu
werden. Es kann aber passieren dass einem diese grinsenden Hautsäcke
total auf den Keks gehen.

Was mich wesentlich stört ist der Mensch der seinen Lebensraum mit
Vorurteilen strukturiert und damit Macht über andere ausübt.

Insofern empfinde ich den Tipp mit Mathestudium bei doppeltem
Einstiegsgehalt als schlecht weil man sich damit dieser Maschinerie
ausliefert. Ich kenne auch keinen der redlich tickt und zufrieden wäre.
Also entweder handelt es sich um Hochstapler die gut weggekommen oder um
Unglückliche die geprellt werden.

Es gibt ja noch die Möglichkeit, das man sich für Mathematik
interessiert, davon war aber wohl nicht die Rede.

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