Datum: 05.05.2008 22:53
Hallo Leute, gerade seh ich in den Tagesthemen ARD wieder und immer wieder diese abgekupferten Aussagen 'Ingenieure händeringend gesucht' Ich finde es wirklich schon peinlich -- wenn man nur 15 Jahre zurückdenkt da hat's doch wirklich keinen Interessiert wenn sehr gute Leute mit Abschlussnoten besser 1.5 einfach auf die Strasse geschickt worden sind. Im Durchschnitt haste damals bis zu 100 erfolglose Bewerbungen geschrieben. Und jezt jammern alle! krass! Und wie sieht es denn jetzt aus -- merkt ihr das an den gehäuften Abwerbeeinheiten der Headhunter? Soweit ich das beurteilen kann, sind die Löhne nicht entsprechend gestiegen und eine gehäufte Abwerbeaktion kann ich auch bei meinen Kollegen nicht feststellen. Ich denke die jetzigen Absolventen haben wirklich gute Aussichten, aber mit Topgehalt? gruss hans
Datum: 06.05.2008 08:59
Mit dem Gehalt hat das nichts zu tun. Die Bücher und Kassen der Unternehmen sind brechend voll und somit genug Geld vorhanden. Die AG wollen sich einfach nicht dem Arbeitsmarkt im Allgemeinen und dem Angebot und der Nachfrage im Besonderen, fügen. Die meisten AG sind der Meinung das der Tisch mit erst- klassigen Fachleuten gut gedeckt sein soll(ohne jegliches Eigenbemühen), das man nur zugreifen braucht. Das dabei auch sehr viele Ingenieure mit weniger idealen Leistungs- spektrum (so genannter Ausschuß) dabei sind, wird von diesen hohen Herren komplett verleugnet. Das ist ja das Problem. Man redet nicht über das Problem sondern man spielt bei Vorstellungsgespräch nur ne Show ohne das man einer Lösung überhaubt nahe kommt. Schaut euch doch die Offerten an. Meist alles nur unverantwortliche Worthülsen und leere Versprechen. Die sollen erst mal den 10000 Arbeitslosen Ings. und Technikern einen Job geben, nur die wollen ja nicht und rennen dann heulend zu Mama Merkel & Co.
Datum: 06.05.2008 12:47
Im Moment ist es wirklich nicht einfach, gute Ingenieure zu finden. Lassen wir doch einfach mal unbeachtet, wer vor 15 Jahren was falsch gemacht hat oder nicht, man findet nicht viel. Und dann schreiben manche Firmen in ihre Stellenanzeigen was von "unternehmerischem Denken". Wenn die Jungs das dann tun (Angebot gering, Nachfrage gut -> gutes bis sehr gutes Gehalt) sind sie die Bösen, die die armen notleidenden Unternehmen ausbluten lassen wollen. Ich denke, dass die Unternehmen wieder so eine Greencard-Lösung, so schmählich die Schrödersche auch gescheitert ist, wollen. Billige und willige Ingenieure, woher ist egal. Das ist wie im Supermarkt: Sonnenblumenmargarine ist Sonnenblumenmargarine und Ing ist Ing. Es gibt keine guten oder schlechten oder wenn dann doch, dann mittelt sich das weg. Und es macht auch nichts, ob die Margarine aus Hamburg oder dem Allgäu kommt, und so macht es auch nichts, ob der Ing aus Köln oder Indien kommt. Es ist immer noch erschreckend, welche Deppen über die Einstellung von Ingenieuren entscheiden. Das schreckt ab, oder was meint Ihr?
Datum: 06.05.2008 12:56
Dann sollend die händeringend Suchenden doch mal die Stellenbeschreibungen auf den Tisch legen und die Bewerbungen dazu und die Einstellungsstatistik.
Datum: 06.05.2008 13:00
Das lese ich gerade in meinem T-Offline-Brauser: > Millionen Arbeitskräfte werden fehlen > Eine Studie zeigt, dass in Deutschland in den kommenden Jahren bis zu > sechs Millionen offene Stellen nicht besetzt werden können. Willi Wackers Vermutung mit der Greencard-Forderung der Unternehmen scheint also schon mal unverhohlen und unterschwellig vorbereitet zu werden!
Datum: 06.05.2008 13:02
Ansonsten hebe ich schon mal die Hand, wenn jemand die Leistungen meiner Firma braucht.
Datum: 06.05.2008 13:04
>Im Durchschnitt haste damals bis zu 100 erfolglose >Bewerbungen geschrieben. Habe nichtmal 1/4 aber viele Kommolitionen haben 100,140,180 und die werden teilweise nichtmal eingeladen. >Und jezt jammern alle! krass! Bis eine Firma auf eine Bewebrung ansatzweise reagiert dauert es im Schnitt 2-3 Monate. Und ich spreche hier nur von großen Firmen.
Datum: 06.05.2008 13:05
Ist doch jeden 2. Tag die gleiche dumme Meldung, aber in Wirklichkeit sieht´s anders aus: Gesucht werden Ingenieure, die sehr gute Noten haben, 25 Jahre alt sind, 10 Jahre Berufserfahrung haben, genau das können, für das sie eingesetzt werden sollen, und sich demzufolge nicht einarbeiten müssen, die für niedriges Gehalt arbeiten, keine Familie haben, auch keine planen und deswegen gerne 50+ Stunden pro Woche arbeiten. Das ganze natürlich projektbezogen befristet eingestellt. Gut, dass es wenigstens hier am Fraunhofer noch so ist, dass auch gerne junge Ingenieure eingearbeitet werden, bzw. Studenten sich als Hiwis einarbeiten können und dann nach dem Diplom idealerweise dableiben. Sind zwar auch nicht die massiv hohen Gehälter, aber seit dem letzten Abschluss im ö.D. gehts.
Datum: 06.05.2008 14:51
ach Quatsch Greencard - warum sollten denn ausländische Ings ausgerechnet hier in DE arbeiten, wo sie nicht willkommen sind, vom Finanzamt gegängelt werden und auch gerne mal verprügelt werden? Dann doch lieber gleich nach Neuseeland, da werden sie gesucht, mit echter Hilfestellung: http://www.workingin-newzealand.com/
Datum: 06.05.2008 17:53
...'Ingenieure händeringend gesucht'..... die suchen nur ausländische mitarbeiter, weil die firma auch so ein polnisches dilemma ist.
Datum: 06.05.2008 18:09
Vielleicht werden auch nur die Ings gesucht, die exakt die gleiche Qualifikation haben, die eben genau diese Firman vor 2 Jahren gefeuert haben. Ich habe den Eindruck, dass die Firmen nicht mehr bereit sind, jemanden einarbeiten. Es lohnt sich ja auch nicht, eine Einarbeitungszeit von einigen Wochen/Monaten in Kauf zu nehmen, wenn man stillschweigend einkalkuliert, die Leute bei schwächelnder Wirtschaft eben mal wieder rauszuwerfen. Ansonsten glaube ich eher, dass mit diesem Wehklagen nur das Angebot vergrössert werden soll, weil die Firmen schon marktwirtschaftlich denken und eben nicht marktübliche Preise zahlen wollen (das wäre ja die Konsequenz von Angebot und Nachfrage). Gruss Andy
Datum: 06.05.2008 18:12
Anmerkung: das ganze geht sogar nun soweit, daß in den Schulen den den Kindern mit 12-13 Jahren dieser Mangel an Ingenieure so richtig 'eingetrichtert' wird! Denn die haben gerade in dieser Jahrgangsstufe im G8 die Auswahl zwischen verschiedenen Schwerpunkte bsp. NWT (Naturwissenschaft) oder sprachliche Vertiefung. Sogar in einer öffentlichen Vorstellung des betreffenden Gymnasiums ist dies mehrfach erwähnt worden. Was ist hier los? gruss hans
Datum: 06.05.2008 20:05
> Ingenieure gesucht, händeringend!
Ja, ja. Dann bringt doch mal den Flieder. Also ich bekomme die gleiche
prozentuale Lohnerhoehung wie der CEO, dann fehlen in meiner
Pesionskasse noch 250kEuro, zahlbar bei Anstellungsbeginn, dann habe ich
einen Vertrag mit 10 Jahren Mindestlaufzeit. Bei vorzeitiger Kuendigung
fallen 3 Jahresgehaelter an. Plus eine Erfolgsbeteiligung von 0.1% des
Verkaufspreisen meiner Entwicklung, pro Stueck.
So etwa...
Datum: 07.05.2008 12:54
andy wrote: > Ansonsten glaube ich eher, dass mit diesem Wehklagen nur das Angebot > vergrössert werden soll, weil die Firmen schon marktwirtschaftlich > denken und eben nicht marktübliche Preise zahlen wollen (das wäre ja die > Konsequenz von Angebot und Nachfrage). Meine Tochter steht vor dem Abitur und hat bereits einige Projektveranstaltungen zur Berufsentscheidungsfindung hinter sich. Ganz klar priorisiert wird die BA / Lehre und die örtliche FH (die aber keinen guten Ruf hat). Unis/THs kommen darin gar nicht vor. Das ärgert den Papppi mit seinem TH-Diplom. Man - wer auch immer - will keine gut ausgebildeten Leute sondern willige Arbeiter, die wenig kosten und keinen Stress machen. Schade eigentlich, schließlich ist der einzige Rohstoff, den Deutschland hat, das Wissen seiner Leute. Jungs, denkt an meine Rente, lernt was gescheits! ;-)
Datum: 07.05.2008 15:42
@Willi Wacker: Unterschätz mir die (gute) FH nicht. Erst mal in die Modulpläne schauen. Das hat mit der Fachschule (Ingenieurschule) zu Deinen TH-Zeiten nichts zu tun. Die FH von heute ist viel näher an der TH von damals als an der Ingenieurschule von damals.
Datum: 07.05.2008 18:23
>Und dann schreiben manche Firmen in ihre Stellenanzeigen was von >"unternehmerischem Denken". Wenn die Jungs das dann tun (Angebot gering, In der Tat habe ich das schon gelesen. Spricht man aber den Abteilungsmann darauf an, wird es eisig ...
Datum: 07.05.2008 18:41
Hallo, dieses Thema sollte sachlich diskutiert werden. Nehmen wir wirklich mal die Aussage "Ingenieure händeringend gesucht" und die Meinungen "die suchen ja gar nicht" zur Diskussion. Etwas abweichend. Mein TDI wird in nächster Zeit ausgemustert. Ich möchte ein neues Fahrzeug kaufe, finde es aber nicht. Was haben beide Aussagen gemeinsam? So, wie ich nicht das passende Fahrzeug finde, finden viele Unternehmen nicht die passenden Ingenieure, denn Ing ist nicht gleich Ing, wie fälschlicherweise angenommen wird. Wer möchte sich schon von einem Agraringenieur ein Haus bauen lassen? Was fehlt, sind Spezialkenntnisse und hier darf man ruhig mal das Bildungssystem kritisieren, anstatt die Bildung auf die Firmen zu schieben. Wenn in den Hochschulen an der Zeit vorbei vorgetragen wird, dann hilft das wenig weiter. Dem vorbeugen kann man durch Selbsthilfe. Man muss z.B. nicht exakt die Parameter des Halbleiterprozesses kennen aber man sollte mindestens informiert sein, was gerade aktuell ist. Man muss auch nicht das Layouttool der suchenden Firma kennen aber es reicht völlig aus, schon mal Layouts gemacht zu haben (etwas, was in keinem Vorlesungsplan enthalten ist). Wenn es keinen Wind gibt, rudere. Mit dem Internet steht eine viel bessere Informationsquelle zur Verfügung, als es früher der Fall war. Nur sollte man es auch nutzen. Denn ich werfe allen denjenigen Studenten Untätigkeit vor, die jetzt die Hochschulen verlassen und keine Anstellung finden. Sie dürfen sich immer fragen, warum gerade sie keine Anstellung bekommen haben, die tausende andere aber wenig Probleme hatten.
Datum: 07.05.2008 19:44
@ Peter Welch Hoffnug frohen Worte, nur leider an der Realität vorbei. Deutsche Unternehmen im allgemeinen und Elektronikfirmen im besonderen haben sich über Jahrzehnte des Überflußes an Fachkräften ein paar schlechte Angewohnheiten zugelegt die sich auf dem Arbeitsmarkt jetzt als echte Wachstumsbremse erwiesen haben. Man muß sich vergegenwärtigen das Personaler ihr Arbeitsumfeld dahingehend perfektioniert haben, das personelle Fehlentscheidungen nach Möglichkeit vermieden werden. Leider ist diese Praxis sehr verschwenderisch und dumm da durch eine bedingungsfeindliche Handverlese potenzielle Kanditaten schon wegen Bagatellen aus der Auswahl fliegen. Diese Vorgehensweise ist Contraproduktiv da der Bewerber nur mit einer stereotypen inhaltslosen Absage abgestraft wird. Absolventen hier auf Grund Ihrer Unerfahrenheit vorzuhalten sie würden sich nicht ausreichend um ein Stelle bemühen steht im Gegensatz zu der Personalpolitik der Unternehmen eine sinnvolle Stellenanzeige so zu minimalisieren, das der Bewerber oder die Konkurenz nicht hinter die Unternehmensstrategie kommen. Da sind dann Fehlschüsse schon vorprogrammiert. Einen Bäcker für ne Bäckerstelle einzustellen ist einfach, wenn die Lehre erfolgreich abgeschlossen wird dürfte der Geselle vom Brötchen bis zum Pumpernickel alle wesentliche Arbeiten beherrschen. In der Technik werden aber andere Maßstäbe gesetzt mit den bekannten Folgen. Schließlich haben wir ja auch so schöne Berufsbilder die aber trotz hoher Motivation keine Chance auf einen Job haben, weil die Personaler nicht mit den Bewerber ins Gespräch kommen, da die Kommunikationsbereitschaft mehr als bescheiden ist. Natürlich trägt auch das Bildungsystem Schuld an der Misere wenn Fachwissen nicht von den Unternehmen in die Bildungstempel zur Vermittlung an die Lernwilligen weitergereicht wird. Somit dürfte klar sein wer Schuld trägt an diesem Problem und ich meine ganz gewiß nicht die AN.
Datum: 07.05.2008 19:53
Unterschätz mir die (gute) FH nicht. Erst mal in die Modulpläne schauen. Das hat mit der Fachschule (Ingenieurschule) zu Deinen TH-Zeiten nichts zu tun. ***************** Kann ich bestätigen. Unsere beiden von der FH haben die Herren von der Uni in kürzester Zeit in den Sack gehauen. Und das schöne..., die können sogar arbeiten. Gruß Harald
Datum: 07.05.2008 20:22
Harald wrote: > Unsere beiden von der FH haben die Herren von der Uni in kürzester Zeit > in den Sack gehauen. > > Und das schöne..., die können sogar arbeiten. Das kann ich auch bestätigen. Immer wenn ich mal mit Abgängern zu tun hatte, haben die von der FH einen deutlich besseren Eindruck hinterlassen, als ihre Kollegen der Uni. Ist auch bei Studenten so, die ein Praxissemester machen, da ist der Unterschied noch größer. Das wird sich im Laufe der Zeit (Berufsjahre) wieder angleichen (so mein jetziger Eindruck), aber Anfänger von der FH haben bei mir zumindest einen besseren Eindruck hinterlassen. Sicher gibt es auch Uni-Abgänger, die genug Praxis haben, sind mir aber nicht so oft untergekommen.
Datum: 07.05.2008 20:42
>Man muß sich vergegenwärtigen das Personaler ihr Arbeitsumfeld >dahingehend perfektioniert haben, das personelle Fehlentscheidungen >nach Möglichkeit vermieden werden. Das ist Glauben aber nicht Wissen. Alleine die Tatsache, dass jährlich tausende Absolventen eine Anstellung finden, spricht dagegen. Was man tunlichst vermeiden sollte, solche Aussagen als Bestätigung nehmen, wenn es mal eine Absage gibt. Leider scheint es wirklich so zu sein, dass eine Absage immer auf die Firma geschoben wird ("die suchen gar nicht, die wollen nur ihr Portfolio aufbauen"), niemals aber auf sich selbst. ZUm sehr großen Teil gehen die Bewerber mit total falschen Voraussetzungen in das Gespräch. Wir haben schon sehr oft erlebt, dass Gehälter genannt wurden, die man nach 10 Jahren Berufserfahrung erhält. Diese Gehälter wurden zum anderen genannt, weil man es irgendwo gehört hat (der Durchschnitt liegt immer noch bei 43k, verlangt werden 60-70k) oder weil man meint, dass man mit dem besonders guten Abschluss oder der besonders guten Hochschule so hoch stapeln kann. Man sollte sich nur daran erinnern, dass man beim Poker gewinnen kann aber verlieren muss. Und es sollte reichen, sich mal diejenigen Absolventen anzusehen und zu "analysieren", die keine Anstellung finden. Da werden nicht real existierende Personen als Ausreden für die eigene Person vorgeschoben ("ich kenne da einen, der hat einen einser Durchschnitt und hat keine Anstellung gefunden"). Mich wundert es auch immer, dass es immer Menschen gibt, die irgendjemanden kennen, dem das passiert ist aber niemals die betroffenen Personen selber auftreten. Und auch bei deinem Post machst du Personaler verantwortlich. Da du aber nur für dich selbst sprechen kannst, scheint es so zu sein, dass du oft abgelehnt wurdest und da stellt sich die Frage, ob es nicht wirklich an dir liegt. Dein ganzer Post stützt sich einzig und allein auf Vermutungen und hier zeigt sich sehr deutlich der Selbstläufer, der auch schon früher angewandt wurde: "Was man dem Volk dreimal sagt, hält es für wahr."
Datum: 07.05.2008 22:03
Meine Ansicht - Kurz aber wahrscheinlich zu einfach: Die Personalauswahl sollte ausschliesslich dem Abteilungs- oder Teamleiter überlassen werden. Nur er kann wissen wer ins Team und ins Projekt passst. Personaler sollten sich nur um den Papierkram kümmern und höchstens den Gehaltsspielraum mitbestimmen.
Datum: 08.05.2008 10:12
@Peter (Gast) >Das ist Glauben aber nicht Wissen. Alleine die Tatsache, dass jährlich >tausende Absolventen eine Anstellung finden, spricht dagegen. Teils Richtig und Falsch, aus dem negativen Anschein des Verhaltens mehrer unabhängiger Personaler wird dann irgendwann traurige Gewissheit. Natürlich gibt`s, wie bei jeder Regel Ausnahmen, die muß man aber erst mal finden. Und das jährlich tausende Absolventen eine Stelle finden spricht nicht dagegen, sondern DAFÜR. >Was man tunlichst vermeiden sollte, solche Aussagen als Bestätigung >nehmen, wenn es mal eine Absage gibt. Leider scheint es wirklich so zu >sein, dass eine Absage immer auf die Firma geschoben wird ("die suchen >gar nicht, die wollen nur ihr Portfolio aufbauen"), niemals aber auf >sich selbst. Da ja Traditiongemäß keine Absagebegündungen (aus welchem Grund auch immer) verfaßt werden, steht jeder Bewerber ziemlich im Regen dar, weil er nicht weiß wie im geschieht (Hinweis bei der Firma anzurufen kann man sich schenken, da das meist auch nicht funzt). Verantwortung ist hier gefragt und kein dummen Sprüche, daher liegt das Problem IMMER bei den Firmen die sich Ihrer Verantwortung feige entziehen. >Zum sehr großen Teil gehen die Bewerber mit total falschen >Voraussetzungen in das Gespräch. Erst mal muß man zum Gespräch eingeladen werden. Dann mangelt es dem Unternehmen schon konzeptionell an Inhalten und Verhandlungsbereitschaft. Den "Ich/Wir können nur xxxxx zahlen" habe ich schon so oft gehört, das ich das nicht mehr mitgezählt habe, geschweige das ich das hören möchte. Da dem Bewerber meist der Vergleich fehlt und die Firmen hier auch wenig redseelig sind, dürfte klar sein wen hier die Schuld trifft. >Wir haben schon sehr oft erlebt, dass >Gehälter genannt wurden, die man nach 10 Jahren Berufserfahrung erhält. Wäre nicht das erste mal, das ein Unternehmen in seinen Aussagen tiefstapelt um sich eine anspruchsvollere Mitarbeit zu erschleichen. >Diese Gehälter wurden zum anderen genannt, weil man es irgendwo gehört >hat (der Durchschnitt liegt immer noch bei 43k, verlangt werden 60-70k) >oder weil man meint, dass man mit dem besonders guten Abschluss oder der >besonders guten Hochschule so hoch stapeln kann. Einige Firmen meinen, das der Bewerber einen Gehaltswunsch in die Bewerbung schreiben soll. Für mich die größte Sünde einer Diskriminierung die ein Personaler begehen kann. Einkommensfragen können dann geklärt werden, wenn die Fach- und Sachfragen beiderseits zufriedenstellend abgeklärt sind. >Man sollte sich nur >daran erinnern, dass man beim Poker gewinnen kann aber verlieren muss. Personaler die den Arbeitsmarkt als Spiel empfinden, haben sowieso nicht alle Tassen im Schrank. Die Verantwortlichen sollten mal einen Monat Hartz IV beziehen. Das formt den Charakter. >Und es sollte reichen, sich mal diejenigen Absolventen anzusehen und zu >"analysieren", die keine Anstellung finden. Da werden nicht real >existierende Personen als Ausreden für die eigene Person vorgeschoben >("ich kenne da einen, der hat einen einser Durchschnitt und hat keine >Anstellung gefunden"). Mich wundert es auch immer, dass es immer >Menschen gibt, die irgendjemanden kennen, dem das passiert ist aber >niemals die betroffenen Personen selber auftreten. Woher kommt denn diese Mär? Bestimmt nicht aus Vorstellungsgesprächen, denn die laufen meist genau so stereotyp ab wie die inhaltslosen Stellenofferten, teilweise sogar noch dümmer. >Und auch bei deinem Post machst du Personaler verantwortlich. Weil die schuldig sind wie die Hölle. >Da du aber nur für dich selbst sprechen kannst, Gleichfalls >scheint es so zu sein, >dass du oft abgelehnt wurdest und da stellt sich >die Frage, ob es nicht >wirklich an dir liegt. Wer sagt, das ich ein Perfektionist bin, zunächst mal bin ich ein Individualist mit vielen Stärken und auch einigen Schwächen. >Dein ganzer Post stützt sich einzig und allein auf >Vermutungen und hier zeigt sich sehr deutlich der Selbstläufer, der auch >schon früher angewandt wurde: "Was man dem Volk dreimal sagt, hält es >für wahr." Auch das ist falsch, ich stütze mich auf Erfahrungen (16J.BE 10J F+E) meinerseits und von Leuten die ich im Laufe meines Berufslebens kennen- gelernt habe, die die selben negativen Erfahrungen gemacht haben. Mit einer menschlichen Typisierung machst du dich nicht glaubwürdiger sondern eher das Gegenteil. Oder "Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn der Personaler die Wahrheit spricht" Überzeugt hat mich dein Beitrag keineswegs, eher vertritts du hier einen auf breiter Front angelegten Dogmatismus, mehr nicht.
Datum: 08.05.2008 11:24
>Teils Richtig und Falsch, aus dem negativen Anschein des Verhaltens >mehrer unabhängiger Personaler wird dann irgendwann traurige Gewissheit. Diese Gerüchte werden von denjenigen gestreut, die eine Ablehnung erfahren. >Und das jährlich tausende Absolventen eine Stelle finden >spricht nicht dagegen, sondern DAFÜR. Es spricht gegen das erzeugte Meinungsbild, dass Firmen niemanden einstellen. >Verantwortung ist hier gefragt und kein dummen Sprüche, daher liegt >das Problem IMMER bei den Firmen die sich Ihrer Verantwortung feige >entziehen. Mit ein wenig Feinsinn (Gegenteil von Stumpfsinn), merkt man aus dem telefonischen Gespräch mit dem Personaler den Grund der Ablehnung. Bei vielen meiner Vorstellungen ist mir kein Personaler mit "dummen Sprüchen" vorgekommen. Diese Argumente kommen ebenfalls ausschließlich von abgelehnten Bewerbern. Es ist also ein eher einseitiges Bild, das aus Frust geboren wird. Eine Verantwortung hat der personaler nur der Firma gegenüber. >Erst mal muß man zum Gespräch eingeladen werden. Was in den meisten Fällen passiert. Wer nicht eingeladen wird, darf auf keinen Fall die Schuld beim Unternehmen suchen, sondern sollte noch einmal die Bewerbungsunterlagen und das Anschreiben mit dem gewünschten Profil vergleichen. Normalerweise wird erst im Gespräch entschieden. Wird davor schon abgelehnt, passt man entweder überhaupt nicht zum gesuchten Profil oder man hat sich grobe Patzer in der Bewerbung erlaubt. Auch hier gilt wieder "Warum wurde gerade ich abgelehnt, während jemand anders zum Gespräch eingeladen wurde" >Da dem Bewerber meist der Vergleich fehlt und die Firmen hier auch wenig >redseelig sind, dürfte klar sein wen hier die Schuld trifft. Wenn dem Bewerber der Vergleich fehlt, dann hat er sich einfach nicht bemüht. Eine sehr gute Basis bildet das statistische Bundesamt. Aber viele Bewerber fallen ja schon darauf rein, dass sie nicht einmal wissen, was das Unternehmen produziert und wie es im Markt steht. Viele kommen mit der Vorstellung "Da bin ich, nehmt mich, aber zu 80.000 EUR/Jahr". Leider wird viel zu sehr das Interesse auf das Gehalt gesetzt. >Wäre nicht das erste mal, das ein Unternehmen in seinen Aussagen >tiefstapelt um sich eine anspruchsvollere Mitarbeit zu erschleichen. Nein. Es gibt zwei berühmt berüchtigte Fragen, die jeder Bewerber kennen und darauf vorbereitet sein sollte. 1. "Welches Gehalt stellen Sie sich vor?" 2. "Wo sehen Sie sich nach 5 Jahren." >Einige Firmen meinen, das der Bewerber einen Gehaltswunsch in die >Bewerbung schreiben soll. Sollen heißt nicht müssen und in der Regel lässt man sowas weg. >Personaler die den Arbeitsmarkt als Spiel empfinden, haben sowieso nicht >alle Tassen im Schrank. Lies bitte den text noch einmal. Nicht der Personaler pokert, sondern der Bewerber. >>Und auch bei deinem Post machst du Personaler verantwortlich. >Weil die schuldig sind wie die Hölle. Wie ich schon sagte, der Bewerber hat nie Schuld und du bestätigst jetzt eindrucksvoll, dass die Firmen jeden nehmen sollen, wie er kommt. >Auch das ist falsch, ich stütze mich auf Erfahrungen (16J.BE 10J F+E) >meinerseits und von Leuten die ich im Laufe meines Berufslebens kennen- >gelernt habe, die die selben negativen Erfahrungen gemacht haben. Genau das meinte ich. Es sind DEINE Erfahrungen und nicht die anderer. Was dir andere erzählen, spiegelt nicht das wider, was wirklich vorgefallen ist. Oder warst du beim Gespräch mit dabei? Du zeigst oben sehr schön deine Einstellung: >Weil die schuldig sind wie die Hölle. Du weist eindeutig die Schuld von dir und wenn du dann abgelehnt wirst und du jemanden kennst, der auch abgelehnt wurde, dann fragst du nicht nach den Gründen und analysierst dies, sondern gibst gleich den Personalern die Schuld, denn dein bekannter bestätigt dich in der Meinung. >"Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, >auch wenn der Personaler die Wahrheit spricht" Jaja, wieder nur Schuldzuweisung. So wird das aber nie was werden. Wie ich schon sagte, ist Feinsinn, nicht Stumpfsinn erforderlich. Diejenigen die das System erkannt und verstanden haben, haben die geringsten Probleme bei den Bewerbungen. Die Negativmeldungen hier sind wie bei der Bild. "Schon wieder Flugzeugabsturz, wird Fliegen immer unsicherer". Ausschließlich Negativmeldungen werden verbreitete, sodass ein Bild ensteht, dass Firmen gar keinen suchen und niemanden einstellen. Die Abgelehnten treffen sich dann zum gemeinsamen Schulterklopfen (erinnert mich ans Heise-Forum) und machen alle anderen, nur nicht sich selbst dafür verantwortlich. Und wenn man es selbst nicht schafft, dann sollte man sich professionelle Bewerbungshilfe suchen. Es geht hier schließlich um viel.
Datum: 08.05.2008 12:11
">Erst mal muß man zum Gespräch eingeladen werden. Was in den meisten Fällen passiert." ************************************ => Schwachsinn. Weit gebräuchlicher ist, das man nicht mal eine Antwort erhält !
Datum: 08.05.2008 12:39
Bin mal gespannt bis die ersten frustrierten, von Personalern verarschten INGs, einmal ihre Wut in Kanäle ableiten die den Personalern sicher nicht gut tun könnten.
Datum: 08.05.2008 18:18
@ Peter >2. "Wo sehen Sie sich nach 5 Jahren." typischer Personalerunsinn >Wie ich schon sagte, der Bewerber hat nie Schuld und du bestätigst jetzt >eindrucksvoll, dass die Firmen jeden nehmen sollen, wie er kommt. Auf Grund unterschiedlicher Befähigungen, Kenntnissen und Erfahrungen dürfte sich eine derartige Rechtfertigung erübrigen, aber Verantwortung von Seiten der Firmen wären dringlichst anzuraten, als hier Leute, die anscheinend schon an der untersten Stufe der Gesellschaft angelangt sind, noch zusätzlich niederzutrampeln. Verantwortung sollte der Personaler schon in der Planungsphase der Stellenbesetzung bis zur entgültigen Erfüllung dieses Vorhabens und noch darüber hinaus haben. Leider ist die Praxis eine andere. >Lies bitte den text noch einmal. Nicht der Personaler pokert, sondern >der Bewerber. Poker ist gewöhnlich ein Spiel mit versteckten Karten, so wie Personaler das praktizieren. Der Bewerber spielt gewöhnlich mit offenen Karten. Wer ist hier also im Vorteil? Bestimmt nicht der Bewerber. Ich glaube eher, das du mit deiner Meinung allein stehst.
Datum: 08.05.2008 18:26
>Verantwortung sollte der Personaler schon in der Planungsphase der >Stellenbesetzung bis zur entgültigen Erfüllung dieses Vorhabens und >noch darüber hinaus haben. Nochmals, der Personaler ist nur der Firma gegenüber verantwortlich und er hat es schon sehr schwer, die richtigen Leute zu finden. Während fachliche Kompetenz aus den Noten ersichtlich werden, ist soziale Kompetenz und unternehmerisches Denken sehr schwer feststellbar. Einige machen es aber den Personale zu leicht, sie auszusondern. >Poker ist gewöhnlich ein Spiel mit versteckten Karten, so wie Personaler >das praktizieren. Der Bewerber spielt gewöhnlich mit offenen Karten. >Wer ist hier also im Vorteil? Bestimmt nicht der Bewerber. Der Bewerber pokert um das Gehalt. Die richtige Wahl zu treffen ist nicht einfach, jedoch machbar. >Ich glaube eher, das du mit deiner Meinung allein stehst. Glauben ist nicht Wissen. Ich stehe bestimmt nicht mit meiner Meinung alleine da, dass die "Schuld" meistens auf der Seite des Bewerbers zu suchen ist, wenn er abgelehnt wird, während alle diejenigen, die abgelehnt werden IMMER den Personaler oder die Firma dafür verantwortlich machen. Die Abgelehnten könne ja nicht mal die Frage beantworten, warum die Firmen dran Schuld sein sollen, wenn sie abgelehnt, andere aber angenommen werden.
Datum: 08.05.2008 19:03
Nach meiner bisherigen Erfahrung kommen von Personalern nur angelernte
Standardfragen ("Wie stellen Sie sich ihren Arbeitstag vor?"), worauf
der Bewerber die vorgeschriebenen Antworten geben soll. Abweichende oder
gar ehrliche Antworten des Bewerbers werden negativ gewertet.
Die reinste Schmierenkomödie.
Datum: 08.05.2008 19:58
Welches sind denn die richtigen Antworten auf die Standardfragen ? Was möchten die Personaler auf die Frage, wo man sich in 5 Jahren sieht, denn hören ? Oder warum man sich gerade bei dieser Firma bewirbt ?
Datum: 08.05.2008 21:11
Datum: 08.05.2008 22:17
@Peter leider ist diese Diskussion ein bischen abgedriftet. Wenn ich dich richtig verstehe hast du 16J BE? Dann musst du doch das damals richtig mitgekriegt haben, daß innerhalb eines Semesters überall völliger Einstellungsstop technischer Ingenieure gab!? Das war genau 1991-1992; alle Prof's die ich hatte haben damals den Kopf geschüttelt! Vergleich doch das mal mit den jetzigen Aussagen -- und dann sage mir wer recht hat? Übrigens, als ich Mitte/Ende der 80er Jahren mit dem Studium begonnen hatte wurde überall das gleiche wie jetzt herumgetönt! Mit dem Ergebnis, dass viele in den 90er ohne Job da standen! Ich find die Vergangenheit sollte man doch mal ab und zu erwähnen -- und sich nicht an der Nase herumführen lassen. gruss hans
Datum: 09.05.2008 08:09
>Ich find die Vergangenheit sollte man doch mal ab und zu erwähnen -- und >sich nicht an der Nase herumführen lassen. Auf jeden Fall. Was sich hier leider abzeichnet ist, dass viele nur studieren, weil gerade Ingenieure gesucht werden. Das ergibt natürlich Schweinezyklen. Das ist so wie bei manchen "Börsengurus", die prophezeien, dass eine bestimmte Aktie fällt und man unbedingt verkaufen sollt. Aufrund dieser Verkäufe sinkt die Aktie dann wirklich und der "Guru" siehst sich bestätigt. Wenn jemand studieren möchte, sollte er das tun und das unabhängig von der Industrie. Wer nur des Geldes wegen studiert, wird es mit dieser Motivation sehr schwer haben, überhaupt eine Anstellung zu finden.
Datum: 09.05.2008 09:35
>Wenn jemand studieren möchte, sollte er das tun und das unabhängig von >der Industrie. Wer nur des Geldes wegen studiert, wird es mit dieser >Motivation sehr schwer haben, überhaupt eine Anstellung zu finden. Wer studiert, tut das in der Regel weil ihm seine gewählte Arbeit Spaß machen soll und er etwas bewegen will. Das Einkommen ist da nur sekundär. Problem ist da nur das Angebot und Nachfrage nicht immer mit dem Berufswunsch in Einklang zu bringen ist.
Datum: 10.05.2008 14:45
"Händeringen": Dazu fällt mir ein: Im Nov. 2005 gab es mal eine Werbeveranstaltung zwecks Arbeitskräfterekrutierung in Hamburg, zu der auch ich seinerzeit vom Arbeitsamt "vorgeladen" war, nebst ca. 2999 weiterer Kandidaten, die auf AAmt-Kosten von ganz BRD her an den Ort der Veranstaltung, eben das Hamburger AAmt, gekarrt wurden. Aus meiner Erinnerung: Es wurden dringenst, besonders bei EADS ( für den neuen Airbus, der mit dem Übergewicht aufgrund nicht kalkulierter Kabelmassen ) 1000 Ing. usw. per sofort gesucht, zusätzlich weitere 500 absehbar. 3 TV-Sender machten Life-Berichterstattung, und beweihräucherten die einmalige Veranstaltung durch Interviews mit den spontan eingestellten Kandidaten. [ So ungefähr war jedenfalls die Prämisse, tags darauf war in der örtlichen Presse zu lesen, dass immerhin ca. 3 ( drei ! ) direkte Einstellungen stattfanden !] Schon bemerkenswert, es waren durchaus viele Green-Card-Besitzer und sonstige als Retter des deutschen Rentenversicherungssystems definierte Kandidaten, wie u.a. diverse Bartträger aus Arabien, China, Indien usw., anwesend. Vielleicht wurden deren Einstellungschancen dadurch etwas beeinträchtigt, dass sie teilweise ihre zahlreichen Familienmitglieder gleich mitgebracht hatten, viele Chefs sind ja auf Ausfallzeiten durch Vaterschaftsurlaub usw. nicht gut zu sprechen ... Später wurde diese "einmalige" Veranstaltung kaum mehr zum Thema gemacht, EADS hat ja auch diverse Schwierigkeiten ... Und nun ?
Datum: 12.05.2008 01:30
Hallo, @hans fullack , denn heute wird gerne vergessen, wo der "Hund begraben" ist wir waren 1986 statt 300 eben 1300 im Erstsemester - warum ? Weil man "uns" , der Jugend sagte : Ingenieurmangel . Leider gabs damals nicht solche Informationsquellen wie heute... Interessanterweise ist das Ing-Mangel - Geschwätz mit Ende der Hannovermesse auch schon wieder abgeebbt -- Ergo sollte die heutige Jugend genau überlegen sich sowas "anzutun" . Man vergesse nicht ,daß Weltfirmen auch heute noch sich HRs leisten, die noch denken wie vor einigen Jahren, also Sprüche wie: "Guten Leuten muß man absagen" oder "Wir liegen unter dem Tisch vor Lachen, wenn sich ein Hochqualifizierter bei uns bewirbt" Oder die Denke, die Leutz mit 600 pM abspeisen zu können ... Bzgl Airbus erlaube ich übrigens zu bemerken . Wir hatten uns den "Spaß" gemacht aus unterschiedlichen Positionen heraus den Laden mal anzupingen. Also von Arbeitslos , Entw. Ing. , Abteilungsleiter Selbstständiger / Geschäftsführer Das Resultat war bemerkenswert bis tendenziös : Bis heute hat man noch nicht mal geantwortet ... zu Peter und Ac/DC , der Haken an der Geschichte ist ,das man zum gewählten Studium auch die passende/adäquate Arbeit finden muß. Ich erlaube zu behaupten , Ihr seht das reichlich idealistisch / lehrbuchhaft. Mir sind jede Menge Ing bekannt ,die eigentlich ne zB Familie gründen wollten - wollten eben - und dank des Verhaltens der Wirtschaft genau dies nicht tun (können ) weil dazu das Geld fehlt und man Kinder nicht bei "Bedarf" wie ein Auto bei ebay verkaufen kann..... Oder ums mal überspitzt über die letzten 20 Jahre zu formulieren man bekommt hierzulande eher Hartz IV als nen gutdotierten Ing-Job .... @Tommi Huber . Wie stellst du dir das vor ? - dem 0815 Personaler geht das am Allerwertesten vorbei ,weil Ing keine Lobby haben (VDI ist keine Lobby )-wen willste anschreiben ? denn Müllermeister Glos ? oder unsren völlig verängstigten Bundespräsidenten ?!?!
Datum: 12.05.2008 07:42
pcbfreak wrote: > Personaler die den Arbeitsmarkt als Spiel empfinden, haben sowieso nicht > alle Tassen im Schrank. In diesem Sinne verstanden ist das völlig ok: http://de.wikipedia.org/wiki/Spieltheorie
Datum: 12.05.2008 10:14
@ insider >wir waren 1986 statt 300 eben 1300 im Erstsemester - warum ? Weil man >"uns" , der Jugend sagte : Ingenieurmangel . Das ist doch ohnehin nur Propaganda damit der Wirtschaft stets reichlich Ware (Bewerber) zur Verfügung steht und so benehmen die sich auch, selbst wenn eine Mangelerscheinung eine andere Verhaltensweise gebietet. >Man vergesse nicht ,daß Weltfirmen auch heute noch sich HRs leisten, >die noch denken wie vor einigen Jahren, also Sprüche wie: >"Guten Leuten muß man absagen" oder "Wir liegen unter dem Tisch >vor Lachen, wenn sich ein Hochqualifizierter bei uns bewirbt" Bis diese Spinner selbst zum Opfer werden, also selbst fliegen und nichts finden, aber daraus lernen die meisten nichts. Hier sollte der Grundsatz gelten:"Füge keinem einem Schaden zu, den man dir nicht auch zufügen darf". >Das Resultat war bemerkenswert bis tendenziös : Bis heute hat man >noch nicht mal geantwortet ... Wahrscheinlich müssen die erst noch anderen Zigtausenden absagen und sind auf Jahre im Verzug. >Ich erlaube zu behaupten , Ihr seht das reichlich idealistisch / >lehrbuchhaft. "Leidenschaftlich" triffts wohl eher. >Mir sind jede Menge Ing bekannt ,die eigentlich ne zB Familie gründen >wollten - wollten eben - und dank des Verhaltens der Wirtschaft genau >dies nicht tun (können ) weil dazu das Geld fehlt und man Kinder nicht >bei "Bedarf" wie ein Auto bei ebay verkaufen kann..... Wenn nicht die soziale Verantwortung(Unterhalt) gewesen wäre und die schlechten Perspektiven und Verantwortunglosigkeit dieser Wirtschaft wären, hätte ich schon ne ganze Fußballmanschaft komplett. So laß ich das lieber sein. Sollen doch andere für die Rente sorgen (Kritik überflüssig). Zwar hat sich einiges geändert, aber erstrebenswert ist es noch nicht. Ist eben ein Problem einer gerechten Verteilung der hier in Deutschland erzeugten Wirtschaftsleistungen. Kein Mensch braucht Millionen oder Milliarden zum Leben und uns fehlt dann die Knete für die eigene Lebensplanung. Sparen ist da der Normalzustand. (Zeigt sich ja auch am Konsumklima) >weil dazu das Geld fehlt und man Kinder nicht >bei "Bedarf" wie ein Auto bei ebay verkaufen kann..... Ist schon Erfolglos trotz Gebote versucht worden. (Auktion ist von der Polizei beendet worden). >Oder ums mal überspitzt über die letzten 20 Jahre zu formulieren >man bekommt hierzulande eher Hartz IV als nen gutdotierten Ing-Job .... Ein Job zu bekommen ist wie ein Lottospiel, Hartz IV bekommste wenn du nur Nieten ziehst.
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