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Forum: Mikrocontroller und Elektronik ARM Einsteigerfragen

Autor: Rainer Fritsch (Gast)
Datum: 07.05.2008 16:57

ich habe hier zwar überall gesucht, aber die mir sich stellenden Fragen
nicht wirklich beantwortet bekommen. Ihr wisst ja selbst, wie es einem
bei der Informationsüberflutung gehen kann.

Bitte gebt mir ein wenig Input um mich auf den richtigen Track zu
setzen:

Ich möchte mit einem AT91SAM7S256 von Atmel arbeiten und habe schon eine
Lösung um Kopf. Ich sollte vorab erwähnen, dass dies meine erste
Erfahrung mit einem ARM ist. Eines der existierenden Entwicklungsboards
möchte ich nicht kaufen, denn die liegen danach nur rum. Ich muss
sowieso eine Platine für meine Lösung entwickeln - das ist auch
hardwaretechnisch kein Problem. Das bekomme ich hin.

Wo ich momentan auf dem Schlauch stehe und etwas Hilfe brauche:
1) Ich möchte mit dem GCC für ARM arbeiten. Ist das Programmieren damit
ähnlich gelöst wie mit dem AVRStudio oder WinAVR? Also installieren, im
Editor programmieren, compilieren und Programm übertragen ?

2) Was brauche ich für einen Programmieradapter? Das wird ja ein JTAG
Gerät sein müssen. Wiggler kommt nicht in Frage. Was gibt es sonst noch?
Ich habe wohl den USBProg gesehen, aber das OpenECD ist ja noch Beta und
soll langsam sein. Für den Anfang lieber nicht. Was wäre denn eine
"offizielle" Lösung? Also was gibt es an kommerziellen
Programmieradaptern, die auch unter GCC direkt arbeiten?

3) Gibt es ein ARM-Forum ähnlich diesem hier - nur hier ist ja 80%
AVR?Oder sonstige Seiten (vielleicht Tutorial), die ich unbedingt
besuchen sollte? Ich bin für jeden Tipp dankbar.

LG
Rainer
Autor: Andreas Kaiser (a-k)
Datum: 07.05.2008 16:59

Rainer Fritsch wrote:

> 2) Was brauche ich für einen Programmieradapter?

Wenn du kein Debugging per JTAG benötigst: eine serielle Schnittstelle.
Ist ein Bootloader drin.
Autor: Rainer Fritsch (Gast)
Datum: 07.05.2008 17:02

ach so, der Arm wird direkt mit dem Bootloader geliefert ? Das wäre ja
cool
Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite
Datum: 07.05.2008 17:07

Der Bootloader ist allerdings ein Krampf, besorg dir auf jeden Fall
einen JTAG-Adapter wenn du ernsthaft einsteigen willst. Gibt's im Shop
ab 10 Euro.
Autor: Rufus t. Firefly (rufus) (Moderator)
Datum: 07.05.2008 17:12

Naja, der "ab 10 EUR"-Adapter ist ein Wiggler-Clone, der ja im ersten
Posting ausgeschlossen wurde.

Brauchbar dürften die FT2232-basierenden USB-JTAG-Adapter für OpenOCD
sein.
Autor: Fried Vissel (tich)
Datum: 07.05.2008 17:34

Vielleicht schaust Du Dir mal den iF-DEV von iSystems an. Für 69.- €
erhälst Du ein wie ich meine recht vollständiges Einsteigersystem, ich
mache auch damit im Moment meine ersten ARM Gehversuche, das Board
besteht quasi nur aus dem Philips 2138 und 'nem Quarz, kann man später
sicher noch gebrauchen auf eigenen Boards. Die IDE ist ok, lief bei mir
nach der Installation sofort ohne Zicken. Ich warte noch auf andere HW
um zu sehen ob die IDE + JTAG auch auf anderer Hardware problemslos
rennt.
www.isystem.com
Autor: Rainer Fritsch (Gast)
Datum: 07.05.2008 18:25

@Rufus & @Fried:
Danke, aber genau solches habe ich ja oben ausgeschlossen. Dazu finde
hier ja auch überall Infos. Aber genau das wollte ich eigentlich nicht.
Ein fertiges Board kaufe ich definitiv nicht und eigentlich wollte ich
auch OpenOCD nicht.... eigentlich (s.u.).

Gibt es keine offiziellen JTAG Tools wie für die AVRs die MKII oder
Dragons oder auch ISP als AVR910?
Wenn ich z.B. auf die Atmel Seiten schaue, finde ich dort
(http://www.atmel.com/dyn/resources/prod_documents/...) 2
genannt: 1) J-Link von Segger (ähem, kostet das Ding mit Software
tatsächlich sooo viel?)
2) SAM-ICE (funzt nur mit Atmels und sonst keinen ARMs)

Ist das alles? Heißt dies, es geht eigentlich kein Weg an OpenOCD
vorbei? D.h. also ein USBProg kaufen und OpenOCD Firmware einspielen -
dann kann ich den ARM programmieren?
Danke
Rainer
Autor: Andreas Watterott (andreasw) Benutzerseite
Datum: 07.05.2008 18:33

Vom Segger J-Link gibt es auch eine Non-Commercial Version für 100 Euro.
Ansonsten gibt es auch noch den Amontec JTAGkey.
Autor: 0xACAB (Gast)
Datum: 07.05.2008 18:34

der j-link kostet tatsaechlich "soviel". der preis ist aber in der
relation zu professionellen konkurrenzprodukten nicht wirklich hoch...
ausserdem ist der preis wohl abhaengig vom einsatzbereich...
(http://www.segger.com/pr_segger_non_commercial_use.html) "non
commercial use" fuer 98 euro inklusive lizenz fuer flash download und
gdb server sogar im hobbybereich ein echtes schnaeppchen..

hier im forum idlen auch gelegentlich leute von segger, schreib die
vielleicht mal an...
Autor: Andreas Watterott (andreasw) Benutzerseite
Datum: 07.05.2008 19:09

@ Rainer Fritsch
Hast du dir schon mal die ARM Cortex-M3 (z.B. von Luminary Micro)
angeschaut? Die sind meiner Meinung nach vom programmiertechnischen her
angenehmer als die ARM7.

Gruß
Andreas

PS: Ich habe auch noch ein AT91SAM7S-EK mit SAM-ICE im Schrank liegen.
Kannst es gerne haben?
Autor: Fried Vissel (tich)
Datum: 08.05.2008 11:06

@Rainer
Hast Du Dir das If-Dev mal angesehen? Selbst wenn Du das "Miniboard"
wegwirfst, bekommst Du einen JTAG Adapter und eine IDE für 69€ billiger
geht's nimmer und das wolltest Du doch?
Autor: Til (Gast)
Datum: 08.05.2008 11:26

"hier im forum idlen auch gelegentlich leute von segger, schreib die
vielleicht mal an."

Ja, das kommt schon mal vor ;-).
Ich denke bei der Wahl des JTAG Adapters ist es immer eine Frage von
Geld contra Zeitaufwand. Entweder ich zahle mehr und habe ein
professionelles Tool, was mir auch Zeit spart oder ich kaufe etwas
günstigeres, muss da aber vielleicht mehr Zeit investieren.

Wenn du wirklich nur privat damit arbeitest bist mit 98,- Euro für nen
J-Link gut bedient. Damit hast du ein Tool, womit du wirklich vernünftig
arbeiten kannst. Sparen würde dann eher an der Workbench (so wie du es
schon geschrieben hast), Stichwort wäre da z.B. Yagarto (einfach mal
googlen).

Gruß,
Til
Autor: gerhard (Gast)
Datum: 08.05.2008 11:39

@rainer:
meine empfehlung wenn es sehr günstig sein soll:
IDE+Compiler (gcc): www.yagarto.de
JTAG-ICE: arm-usb-ocd (www.olimex.com)

dafür gibt es auf der atmel seite auch ein entsprechendes tutorial.

gruss
gerhard

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