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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Wann nach Vorstellungsgespräch nachfragen

Autor: Markus_L (Gast)
Datum: 08.05.2008 05:59

Vorletzten Montag hatte ich ein Vorstellungsgespräch, wobei ich bislang
noch keine Rückmeldung seitens der Firma erhalten habe.
Soll ich anrufen und nachfragen oder wäre das zu aufdringlich ?
Einerseits ist erst knapp eine Woche vergangen (die letzte Woche zähle
ich aufgrund des Maifeiertags nur halb), andererseits müßte ich bei
meiner jetzigen Stelle bis Mitte Mai kündigen und eigentlich wollte die
Firma noch ein 2. Vorstellungsgespräch führen (wenn das 1. denn gut
gelaufen ist....)

Hat jemand einen Ratschlag ?
Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
Datum: 08.05.2008 06:25

Ich würde warten. Ich gehe auch mal davon aus, dass du das wegen der
Kündigungsfrist denen mitgeteilt hast.
Wenn die sich jetzt nicht ausmehren, dich aber haben wollen dann müssen
sie halt auf die nächste Kündigungsfrist warten.

Ich würde nichts machen. DU hast ja wohl nen Job...
Autor: smed (Gast)
Datum: 08.05.2008 06:58

Wenn du den Job wirklich willst - nachfragen, und zwar sofort. Was ist
falsch daran Motivation zu zeigen.

Klarer Fall - anrufen. Sofort.

Viel Glueck.
Autor: Bruno (Gast)
Datum: 08.05.2008 08:41

Wie groß ist die Firma denn? Bei großen Firmen dauert das seine Zeit.
Autor: Willi Wacker (williwacker)
Datum: 08.05.2008 12:28

Auch bei kleinen Firmen kann es dauern, ein Bewerber mit einem guten
Zeugnis hat kurzfristig absagen müssen / ist in Urlaub oder der Chef ist
auf einer Messe oder hat Stress mit Kunden oder ist sich nicht so sicher

oder

sie wollen Dich schmoren lassen.

Du solltest nicht nerven, also lieber eine Email.

So! Jetzt haben 3 Leute geantwortet, Du hast 4 verschiedene Antworten,
damit kannst Du 5 Fehler machen. Will sagen: Es hängt vom Chef ab, was
der eine toll findet, kann der andere nicht leiden. letztlich warst Du
im Vorstellungsgespräch, hast den Herrn kennengelernt und kannst
letztlich als einziger abschätzen, was gut und richtig ist.
Autor: Axel (Gast)
Datum: 08.05.2008 17:23

Nachfragen, gerade auch, weil Du Deine derzeitige Stelle kündigen
müsstest.

Kannst Du ja ruhig sagen.

Es ist ja nichts schlimmes, wenn man Interesse an dem Job zeigt und
daran schnell bei der Firma anzufangen.

Da sind die sicherlich eher dran interessiert als an jemandem der so gar
kein Interesse/Initiative zeigt.

Gruss
Axel
Autor: Axel (Gast)
Datum: 08.05.2008 17:25

Noch was:

Und auf keinen Fall per Mail.

Anrufen, dann kannst Du auf Einwände etc. sofort reagieren. Ausserdem
haben die dann keine Zeit, sich eine Ausrede auszudenken und Du bekommst
ein besseres Gefühl für das, was da läuft.

Gruss
Axel
Autor: Wasser (Gast)
Datum: 08.05.2008 23:51

Nicht nachfragen, die Firmen reagieren da allergischhhh. Die werden sich
schon melden wenn sie wirklich interesse haben. Viel glück
Autor: Markus_L (Gast)
Datum: 09.05.2008 23:08

Habe heute morgen telefonisch nachgefragt, woraufhin der verantwortliche
Ingenieur meinte, er habe zwischenzeitlich soviel zu tun gehabt, daß er
noch nicht weiter drüber nachdenken konnte. Also weiter warten....

By the way: Ist das normal, daß in Vorstellungsgesprächen nicht auf die
Antworten des Jobsuchenden eingegangen wird ? Mir wurde eine Frage
gestellt, ich antwortete und danach kam die nächste Frage, ohne daß man
in irgendeiner Weise auf meine Antwort einging. Ich habe / hatte somit
keinerlei Chance festzustellen, ob meine Antwort richtig oder falsch
war. Komisch....
Autor: Peter (Gast)
Datum: 10.05.2008 00:13

>noch nicht weiter drüber nachdenken konnte.
>Komisch....

Vergiss diese Firma, das kann nix sein...!!!
Autor: Hegy (Gast)
Datum: 10.05.2008 00:45

> Ist das normal, daß in Vorstellungsgesprächen nicht auf die
> Antworten des Jobsuchenden eingegangen wird ?

Yes, warum muß man auf Antworten eingehen, es war ja keine Frage. Und
was soll man antworten, wenn es kein richtig oder falsch gibt? Was soll
man z. B. auf die Frage "Wären Sie bereit umzuziehen?" antworten? Es
wird hingenommen, man ist neugierig, evtl. könnte es auch
Einstellungskriterium sein. "Haben SIe schonmal mit dem XY-Tool
gearbeitet?" "Ja, sicher!" "Super! Ihr Antwort ist richtig!" ?????

Also, du hast dich beworben, ne Entscheidung ist nicht gefallen (keine
Zeit, andere Bewerber, Stelle noch nicht freigegeben, usw.), du hast
nachgehakt. Jetzt keep cool und warte ab. Kann sein daß du nie wieder
was hörst, kann sein daß die sich nächste Woche melden, kann auch sein,
daß es noch dauert. Generell den Einstellungstermin so legen, daß du
genügend Zeit hast, den alten Job zu kündigen, also erst den neuen
Arbeitsvertrag unterschreiben, dann kündigen.

Aber so wie du es bisher hier geschildert hast, habe ich den Eindruck,
du willst aus der Jetzt-Firma so schnell wie möglich raus, warum auch
immer. Das's schlecht......
Autor: Heiner Jakob (Gast)
Datum: 10.05.2008 08:36

>Wenn du den Job wirklich willst - nachfragen, und zwar sofort.

Sehe ich auch so! Schließlich wollen die was von dir und du von denen
und es ist in jedem Fall für ein Unternehmen zmutbar, bei
ewerbungseingang eine kurze Mail zu verschicken. Wer das nicht kann,
wird auch vieles andere nicht können => anderen Arbeitgeber suchen.

Das beste was mir mal passiert ist, war eine Einladung zu einem VG 7
Monate nach Bewerbung. Es war ein DIenstleister im süddeutschen Raum,
von denen habe ich NIE eine Eingangsbestätigung o. ä. erhalten. Naja ich
hab mich am Telefon erstmal tot gelacht und fragt ob die glauben, dass
ich über ein halbes Jahr auf deren Einladung warte.

Ich selbst hatte bei denen nicht nachgefragt weil sich kurz nach meiner
Bewerbung eine Zusage bei einem anderen Unternehmen ergab.
Autor: Der Schelm (derschelm)
Datum: 10.05.2008 15:37

Möglicherweise hatte der Ing, der über Deine Bewerbung entscheiden soll,
auch wirklich Stress. Das geht manchmal schnell, Kunde ruft an, Problem!
Es stellt sich raus, das Problem ist viel hartnäckiger als erwartet und
der Chef will den Kunden - natürlich - nicht verlieren.

Es kann natürlich auch sein, dass sie Dich hinhalten wollen, da der
Wunschkandidat noch nicht zugesagt hat, vielleicht feilschen die noch
ums liebe Geld. Erst wenn der Wunschkandidat definitiv absagt, kommen
sie wieder zu Dir. Sollen sie Dir sagen, Du bist an Platz 2, wenn Nr. 1
ausfällt, melden wir uns wieder? Nein, dann labern die was von Stress
und so.

Es kann natürlich auch sein, dass Du der beste aber nicht der
Wunschkandidat bist. Und jetzt warten sie noch ein Weilchen, ob sich
nicht noch was bess'res findet. Und was sagen sie Dir, siehe oben.

Es kann natürlich auch sein, dass sie Dich weichklopfen wollen. Hast Du
ein gutes Gehalt verlangt? Und jetzt zeigst Du denen, dass Du nervös
bist, schade schade. Da hilft nur: hart bleiben. Und was meinst Du,
sagen sie Dir, dass sie Dich weichkochen wollen, wohl kaum.

Also: Nichts genaues weiß man nicht. Es kann sein, es hat nichts zu
bedeuten, oder auch nicht.

Wichtig: Genau hinhören und auf die Zwischentöne achten.
Autor: Rolf Magnus (Gast)
Datum: 10.05.2008 16:25

> Was soll man z. B. auf die Frage "Wären Sie bereit umzuziehen?"
> antworten? Es wird hingenommen, man ist neugierig, evtl. könnte es auch
> Einstellungskriterium sein.

Wenn diese Frage kommt, hat sie entweder Relevanz, dann erwarte ich
eigentlich auch, daß der Fragesteller darauf eingeht, warum das wichtig
ist. Alternativ ist es einfach ein Standard-Fragenkatalog, und der vor
einem sitzende Personaler hat eigentlich überhaupt keine Ahnung, was
deine wirkliche Aufgabe nachher ist.

> "Haben SIe schonmal mit dem XY-Tool gearbeitet?" "Ja, sicher!" "Super!
> Ihr Antwort ist richtig!" ?????

Auch hier würde ich erwarten, daß dann auf die Relevanz des Tools für
die Firma eingegangen wird. Die Frage wird ja nicht zum Spaß gestellt.
Ein Vorstellungsgespräch dient nicht primär dazu, den Bewerber nur
auszuquetschen, ohne daß die Firma irgendwelche Informationen preisgibt,
sondern soll für beide Seiten informativ sein. Schließlich soll auch
der Bewerber die Möglichkeit haben, festzustellen, ob der Job für ihn
überhaupt das Richtige ist.
Im Idealfall erzählen beide Seiten jeweils über sich, ohne daß viel
gefragt werden muß.

> Aber so wie du es bisher hier geschildert hast, habe ich den Eindruck,
> du willst aus der Jetzt-Firma so schnell wie möglich raus, warum auch
> immer. Das's schlecht......

Naja, wenn du halt eine entsprechende Kündigungsfrist hast, und sich die
neue Firma gerade etwas zu spät meldet, muß man der sagen, daß sie jetzt
noch ein halbes Jahr warten muß. Das ist dann ärgerlich und kann auch
dazu führen, daß sie doch wieder absagen.
Autor: Hegy (Gast)
Datum: 11.05.2008 00:18

> Naja, wenn du halt eine entsprechende Kündigungsfrist hast,...
Es nützt niemanden, eine Kündigungsfrist von einem halben Jahr zu
fordern. Stell dir vor, du hast nen neuen Job und willst aus dem
jetzigen Laden raus, aber mit einem halben Jahr Kündigungsfrist oder
auch 3-monatiger Kündigungsfrist zum Quartalsende, selbes Problem. Du
bist nicht mehr motiviert in dem Laden noch was zu reißen, was man aber
verlangt. Also, warum sollte der jetzige Brötchengeber dich nicht ziehen
lassen? Da hilft es schonmal, mit den Personalern drüber zu reden. Wenn
er dann immer noch nicht will, holt man sich nen gelben Schein, Urlaub,
Überstunden plätten.....
Autor: Markus_L (Gast)
Datum: 11.05.2008 20:32

@Hegy:

> Aber so wie du es bisher hier geschildert hast, habe ich den Eindruck,
> du willst aus der Jetzt-Firma so schnell wie möglich raus, warum auch
> immer. Das's schlecht......

Wie hast Du das denn gemerkt ? Ist das so offensichtlich ????? Ich will
aus der Jetzt-Firma raus, weil ich a) keine meiner Ausbildung
angemessenen Aufgaben bearbeite und b) mir im Rahmen einer
Tarifumstellung das Gehalt um mehrere hundert Euro pro Monat gekürzt
wurde.
Autor: Markus_L (Gast)
Datum: 11.05.2008 20:46

Die neue Firma wäre halt genau das Gegenteil: Interessantes
Aufgabengebiet bei angemessener Bezahlung und sogar besseren
Entwicklungsmöglichkeiten. Also eine Verbesserung auf allen Ebenen,
hoffentlich.
Autor: Rolf Magnus (Gast)
Datum: 12.05.2008 11:06

>> Naja, wenn du halt eine entsprechende Kündigungsfrist hast,...
> Es nützt niemanden, eine Kündigungsfrist von einem halben Jahr zu
> fordern.

Es geht nicht darum, ob er sie fordert, sondern darum, daß er sie bei
der alten Firma hat.

> Stell dir vor, du hast nen neuen Job und willst aus dem
> jetzigen Laden raus, aber mit einem halben Jahr Kündigungsfrist oder
> auch 3-monatiger Kündigungsfrist zum Quartalsende, selbes Problem.

Es ist genau das Problem, auf das ich hinauswollte.

> Du bist nicht mehr motiviert in dem Laden noch was zu reißen, was man
> aber verlangt. Also, warum sollte der jetzige Brötchengeber dich nicht
> ziehen lassen?

Weil sonst die Existenz einer Kündigungsfrist völlig nutzlos für Firmen
wäre.

> Wenn er dann immer noch nicht will, holt man sich nen gelben Schein,
> Urlaub, Überstunden plätten.....

Und was soll das in diesem Fall bringen? Ok, man kann sich auf die faule
Haut legen, aber aus dem Vertrag ist man dann trotzdem noch nicht raus.
Autor: Hegy (Gast)
Datum: 14.05.2008 00:39

@Markus_L:

> Wie hast Du das denn gemerkt ? Ist das so offensichtlich ?????
Yepp, weil du so am drängen bist.

>Vorletzten Montag hatte ich ein Vorstellungsgespräch, wobei ich bislang
>noch keine Rückmeldung seitens der Firma erhalten habe.
Das sind gerade mal 10 Tage oder 7 Arbeitstage gewesen, das ist nix!
Von der Bewerbung bis zur neuen Stelle kann es durchaus ein halbes bis
3/4 Jahr werden. Und mit deiner Lohntütengeschichte, das hat wohl viele
erwischt, vllt meinst du auch ERA? Es hieß ja immer,
Gesamtleistungszulage über die ganze Fa. soll bei 10% bis 11%  betragen,
aber dank GF wurde bei uns Zielvorgabe 9% vordiktiert. Es hat mich da
auch erwischt. Keep cool und warte ab. Die melden sich, wennse dich
wollen, denn für die ist es ja auch zeitlich aufwendig, und dann alles
verpuffen lassen? Und wenn die Konkurrenz den Job bekommt, krichst du ne
Absagen, if not, dann ist's nicht Wert bei dem Laden zu mallochen. Der
Job kann ja nen super Eindruck hinterlassen haben, aber wenn die
Persoabt. keine Absage meint schicken zu müssen (als Mail, vorgefertiger
Text, ratzfatz zusammen- und weggeklickt), dann ist das wohl ne totale
Chaosbude. Siehe:
> Also eine Verbesserung auf allen Ebenen, hoffentlich.

@Rolf Magnus:
>> Es nützt niemanden, eine Kündigungsfrist von einem halben Jahr zu
>> fordern.
>Es geht nicht darum, ob er sie fordert, sondern darum, daß er sie
>bei der alten Firma hat.
Er, der untreu gewordenen Mitarbeiter (MA) war nicht gemeint, die Fa.
ist's, die das halbe Jahr fordert. Bringt aber nix, es sei denn, es gibt
eine vertragliche Sperre, bei Konkurrenten anzufangen, bzw. wenn MA, die
einen neuen Posten haben (Auslandstätigeit), diesen erst "abarbeiten"
müssen. Unsere MA, die nach USA gehen, müssen nämlich vertraglich mind.
ein halbes oder ein Jahr in USA in unserer Niedelassung arbeiten, bevor
sie die Straßenseite wechseln (da gibt es komischerweise mehr Knete bei
selbiger/ähnl. Tätigkeit).

>Und was soll das in diesem Fall bringen? Ok, man kann sich auf die
>faule Haut legen, aber aus dem Vertrag ist man dann trotzdem noch
>nicht raus.
Aber die Personalverantwortlichen wissen das, das sowas kommt und lassen
dich eher gehen. Letztlich schaden sie sich nur selber. Daher macht es
keine Sinn, solche langen Kündigungsfristen zu bauen.

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