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Forum: Mikrocontroller und Elektronik Transistoren vergleichen /ersetzen

Autor: Alex (Gast)
Datum: 09.05.2008 10:45

Hallo! ich bin es noch mal mit meiner Endstufe.
Also original waren es KTD998 verbaut. Datenblatt:
http://pdf1.alldatasheet.com/datasheet-pdf/view/69...
jetzt habe ich den durch BD249C ersetzt. Datenblatt:
http://pdf1.alldatasheet.com/datasheet-pdf/view/25...
ohne Belaustung hat die Endstufe funktioniert.
Die andere Kanäle kann ich ohne weiteres nutzen und belasten.
Sobald ich meinen Kanal 3 in Betrieb ganommen habe, hat sich die
Andstufe ausgeschaltet (protect)
was kann es sein? kann es sein, dass da noch meht kaputt ist, als nur
der eine KTD998? Wei kann ich es testen?
Und die wichtigste Frage: Kann ich für KTD998 BD249C nehmen? Nein?
Warum?
Danke
Autor: rayelec (Gast)
Datum: 09.05.2008 10:57

Ja, es kann sein, dass noch mehr kaputt ist! Wahrscheinlicher ist aber,
dass es daran liegt, dass du nur den einen Transistor getauscht hast.
Bei Komplementärendstufen empfiehlt es sich immer, beide
Endstufentransistoren gleichzeitig zu tauschen. Da du auf einen völlig
anderen Typ wechselst ist das sogar ein Muss!!
Ich könnte mir vorstellen, dass aufgrund der verschiedenen Eigenschaften
dein Ausgang bei Belastung einen DC-Offset kriegt und die
Schutzschaltung dann abstellt.

Gruss
rayelec
Autor: Alex (Gast)
Datum: 09.05.2008 10:59

und wie ist der Komplementärtransistor für BD249C?
Autor: Düsentrieb (Gast)
Datum: 09.05.2008 11:08

bd250c wer hätte das gedacht...
Autor: Alex (Gast)
Datum: 09.05.2008 11:11

ich hätte auf bc547C getippt ;)
Autor: Alex (Gast)
Datum: 09.05.2008 11:27

also ich hatte BD243 und BD244 gerade zur Hand. die habe ich beide
eingelötet...
es funktioniert nicht. ohne signal geht die Endstufe zwar an, aber wenn
ich was anlege, leuchtet wieder Protect led.
ich weii, die habe nicht viel Leistung, aber zum Testen sollte es doch
gehen, oder?
Autor: Nicht_neuer_Hase (Gast)
Datum: 09.05.2008 12:03

"ich hätte auf bc547C getippt ;)"

Geht nicht, BC547C ist npn, Kollektorstrom ist auch etwas kanpp !

Gruss
Autor: gast (Gast)
Datum: 09.05.2008 20:42

Ich tausche gleich generell ALLE Halbleiter der Defekten Endstufe die an
der "großen" Betiebsspannung sind. Erfahrungsgemaß die die anderen
Transistoren durch die hohen Peakströme beim "sterben" des Kaputten
Transistors schon vorgeschädigt.

Viel Erfolg noch.
Autor: JensG (Gast)
Datum: 09.05.2008 22:53

Also ich gehöre zwar auch nicht zu denen, die gleich die halbe Endstufe
auswechseln, und schmeiße auch gern einfach mal einen "Ersatztypen"
rein, der von der Bezeichnung/Hersteller eigentlich nicht paßt, aber
solange die Dinger elektrisch betrachtet passen, sollte alles erst mal
"irgendwie" funktionieren (wenn auch nicht mit den gewohnten
Qualitäten).
Da dies aber bei Dir selbst "irgendwie" nicht richtig funktioniert,
dürfte noch etwas mehr hinüber zu sein. Ich denke mal, irgendein
Transistor, der gleichspannungsmäßig mit den Endstufen-T's
zusammenhängt. Wenn nämlich ein T noch irgendwie B-E Durchgang hat, aber
sonst keinen Kurzschluß hat (aber Verstärkung <=0), kann es durchaus
sein, daß der Verstärker noch grad so den Nulllpunkt am Ausgang halten
kann, aber sonst bei Aussteuerung nur noch einseitig (eine Halbwelle)
richtig bedienen kann. Sprich, bei Aussteuerung entsteht am Ausgang
letztendlich eine Gleichspannungkomponente, die die Schutzschaltung
detektiert, und damit abschaltet.
Moral von der Geschicht': prüfe alle Halbleiter (Messen mit normalem
Multimeter mit R-Bereich in der Schaltung reicht in der Regel unter
Beachtung der übrigen Schaltung, wenn man in der Schaltung mißt/prüft),
notfalls auch noch die R's (speziell die Emitter-R's, die evtl. in einem
Zweig durchgeraucht sind).
Oder mal kurz gesagt :-): die Syptome weisen auf unsymmetrische
Aussteuerung des Ausgang hin.

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