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Forum: HF, Funk und Felder Antennenabstand - Diversity

Autor: Neubi (Gast)
Datum: 09.05.2008 13:14

hey,


möchte gerne mit 1.9GHz eine diversity antennenschaltung machen.
- normalerweise sind die antennen 5/4lambda auseinander !
- leider kann ich durch gehäuseabmessungen max. 3/4lambda

... hmmm ... schlecht, egal ?



thx
Neubi
Autor: Wolfgang Horn (Gast)
Datum: 09.05.2008 15:52

Hi, Neubi,

Du: "1.9GHz ... diversity antennenschaltung ... 5/4lambda auseinander
....gehäuseabmessungen max. 3/4lambda"

Analytisches Denken schlägt Regelkunde.
Wenn wir uns das gestörte Funkfeld vor unserem inneren Auge vorstellen,
dann sehen wir die Überlagerungen, wo sich Wellenzüge schneiden wie
Kreuzseen.

UKW-Rundfunkempfang um Auto, Ampel rot, Musik weg. Wir rucken den Wagen
eine halbe Wellenlänge vor, manchmal genügt ein Bruchteil der
Wellenlänge.

Diversity brauchen wir nur zur Vermeidung der Auslöschungen, und dann
genügt eine halbe Wellenlänge - wenn die gestreute Welle, also die
kreuzende, die direkte Welle in einem deutlichen Winkel schneidet.
Im Empfangsfall brauchen wir nicht mehr als eine halbe Wellenlänge.

Wir brauchen sogar gar keinen mit der Variante des
Polarisationsdiversity - sehr unwahrscheinlich ist die Auslöschung
beider Polarisationen an der selben Stelle.

Im Sendefall ist das etwas anders, weil bei zwei Antennebn gleicher
Polarisation die eine auf die andere koppelt - und dann könnte es in der
anderen Endstufe zu Intermodulationen kommen, deren Reflektion und
Sendung. Dafür hätten wir dann gern einen höheren Abstand.

Bei knappem Platz empfehle ich Polarisationsdiversity.


Ciao
Wolfgang Horn
Autor: EXH (Gast)
Datum: 09.05.2008 17:18

5/4lambda


Sind die nicht 10/8 der Wellenlänge voneinander montiert?
Autor: Irritierter (Gast)
Datum: 09.05.2008 21:46

10:8 kann man doch kürzen = 5:4    ???
Autor: hääa (Gast)
Datum: 09.05.2008 22:22

Seit wann kann man Wellen kürzen?
Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
Datum: 09.05.2008 23:31

hääa wrote:
> Seit wann kann man Wellen kürzen?

In die Drehmaschine einspannen und einen Abstechmeißel nehmen...
Autor: hääa (Gast)
Datum: 09.05.2008 23:41

> In die Drehmaschine einspannen und einen Abstechmeißel nehmen...

Tut das nicht weh?
Autor: Egon (Gast)
Datum: 09.05.2008 23:55

Die Welle der Drehmaschine heißt Spindel, und die sollte man nicht
abstechen ;)
Autor: Irritierter (Gast)
Datum: 10.05.2008 12:37

hääa schrieb:

"Seit wann kann man Wellen kürzen?"

=> Schon immer, man muss sie nur durch ein Medium mit größerer relativer
Dielektrizitätskonstante und/oder magnetischer Feldkonstante schicken !

MfG
Autor: Neubi (Gast)
Datum: 10.05.2008 18:44

@wolfgang horn : danke vorerst für deinen einzig sinnvollen beitrag zu
diesem thema !


grundsätzlich : 1 sender, 1 empfänger

rx : beim empfang versteht sichs das 5/4 oder 3/4 nichts ausmachen. die
empfangseinheit wertet den rssi kleiner pakete aus und setzt so den SPDT
switch auf die antenne mit den höheren rssi-werten

tx : sendeantenne ist eigentlich im 1ten versuch immer die gleiche


-> um was es mir eigentlich geht : im sendefall wirkt ja die 2te nicht
benutzte antenne als eine last für die aktive sende-antenne ... ist
diese "mehrbelastung" durch den etwas kleineren abstand vernachlässigbar
!?



... mir ist schon klar, dass man das ohne simulation,etc. nicht/schwer
sagen kann - mich würde eher ein bauchgefühl von hf-freaks interessieren
?!




thx
Neubi
Autor: Wolfgang Horn (Gast)
Datum: 10.05.2008 18:59

Hi, Neubi,

Du: "danke vorerst für ..."
Danke für den Dank.

Du: "-> um was es mir eigentlich geht : im sendefall wirkt ja die 2te
nicht
benutzte antenne als eine last für die aktive sende-antenne ... ist
diese "mehrbelastung" durch den etwas kleineren abstand
vernachlässigbar"

Natülich ist da Kopllung. Vom Abschluß dieser Antenne hängt es ab, was
sie wieder abstrahlt und in welcher Phasenlage.

Sie reflektiert aber auch nicht mehr als ein Lampenständer an ihrer
Stelle.

Das Hauptargument für den Abstand sehe ich in der Gefahr von
Intermodulationen in der anderen Antenne.


Du: "dass man das ohne simulation,etc. nicht/schwer sagen kann..."

Die Aussagen mit Simulationen sind auch nur statistisch.

Für Mobilfunk in bebautem FGelände habe ich tolle Arbeiten gesehen, nach
meinem Geschmack viel zuu viel Arbeit für ein bißchen Gewinn an
Verfügbarkeit.
Ich bitte dann lieber meinen Navchbarn, ob ich meine Antenne 4m höher
aufbauen darf.

Ciao
Wolfgang Horn
Autor: Martin L. (mla)
Datum: 11.05.2008 12:22

"In" der Antenne wird es keine Intermodulation geben. Die ist aus Metall
und sowas von linear .... IP3 bei vielleicht 100dBm ... wenn nicht noch
höher. (Und selbst wenn es mit keramik verkürzte Antennen sind, ist die
Leistung so gering, dass man das nichtlineare Verhalten getrost
ignorieren darf.)
Wenn überhaupt passiert die Intermodulation die durch die nicht genutze
Antenne entsteht im Antennenumschalter oder Vorverstärker eben dieser.
Da die aber eine gute Isolation bzw. Rückflussdämpfung haben sollte das
überhaupt nicht ins Gewicht fallen.

Viele Grüße,
 Martin L.

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