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Forum: Offtopic Löwenzahn nimmt überhand

Autor: Lösung (Gast)
Datum: 09.05.2008 14:02

Fällt euch eigentlich auch auf, dass der Löwenzahnanteil auf Wiesen,
egal ob privat oder staatlich gefördert, immer mehr zunimmt? Teilweise
sieht das schon aus wie ein Rapsfeld!?
Hat diese Pflanze keine "Gegner"? Ich möchte sie schon fast in
Rattenzahn umbenennen. ;)
Und der nächste Gedanke: Gibt es nicht die Möglichkeit, aus dieser
Pflanze, die ja offensichtlich extreme Lebenslust und
Widerstandsfähigkeit hat, irgendwie "Geld" zu machen, also sie abseits
von Salaten irgendwie zur Gewinnung von etwas zu nutzen?
Denkt mal drüber nach ;)
Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
Datum: 09.05.2008 14:04

Biodiesel draus machen? :-)
Autor: MacDryver (Gast)
Datum: 09.05.2008 14:05

Man kann aus den gelben Blüten so ein Sirup einkochen.

Die jungen zarten Blätter können wie Salat gegessen werden.
Autor: Rumpel (Gast)
Datum: 09.05.2008 14:05

Ist mir auch schon aufgefallen. Ich finde so eine Löwenzahnwiese sogar
schön.
Löwenzahn (die Blätter) ist ein sehr gutes Meerscheinchenfutter,
vielleicht fällt dir dazu was ein ;-)
Autor: Chris D. (myfairtux)
Datum: 09.05.2008 14:06

Aus den Blättern kann man Salat machen :-)

Ansonsten taucht Löwenzahn bevorzugt auf überdüngten Wiesen auf.

Natürliche Feinde: mich (der wächst sogar zwischen Gehwegplatten) ;-)

Chris
Autor: Rumpel (Gast)
Datum: 09.05.2008 14:06

Sollte heissen: "Meerschweinchenfutter"
Autor: Bobby (Gast)
Datum: 09.05.2008 14:08

Aus dem Löwenzahn wird bei uns im Saargebiet traditionell
Salat gemacht, besonders wenn er gerade eben aus dem Boden
spitzt :-) Den Fachbegriff lass ich hier mal weg.

Haltet euch ein Pony, und der Löwenzahn wird gegessen...
Autor: Lösung (Gast)
Datum: 09.05.2008 14:08

Ja schön gelb mag es ja sein, aber überall wo Löwenzahn wächst, kann
kein anderes Gras wachsen. Und bei der Verbreitungsrate gibt es sicher
schon bald reine Löwenzahnwiesen. Und das kann biologisch gesehen nicht
gut sein.
Nicht dass ich mich da gut auskenne...
Oh Gott, ich habs, der Löwenzahn ist der MENSCH unter den Pflanzen! ;)
Autor: Gesllsbär (Gast)
Datum: 09.05.2008 14:08

... nicht nur Sirub sondern auch "Gsäls ohne Stickla" (Gelee) aufs Brot
...
Autor: Thomas Unger (tommy12)
Datum: 09.05.2008 14:09

Bienenstock daneben stellen und Honig ernten!
Autor: Kai Giebeler (runtimeterror)
Datum: 09.05.2008 14:14

Einfach Giersch anbauen, daneben setzen und zusehen wie sie den
Löwenzahn verdrängt ... und danach alles andere :)

Extreme Monokulturing...

http://de.wikipedia.org/wiki/Giersch
Autor: Thilo M. (power)
Datum: 09.05.2008 14:16

Mit 'Round-Up' besprühen und 'ne Woche warten, dann isser vollständig
wech! ;)
Autor: tex (Gast)
Datum: 09.05.2008 14:19

- die Blüten kannst Du trocknen und als Tee verwenden (sehr gesund)
- die Wurzel wird geröstet als Bio-Kaffee aufgebrüht getrunken.
- eingekochte Blüten ergeben eine honigartige Marmelade.( gesund und
nahrhaft)
- die Wurzel ist eine sehr nahrhaftes Futter für Nagetiere
- Der Saft der Wurzel ist ein sehr effektives Mittel gegen Hautprobleme
und Allergien.
- Blätter sind als Salat zu verwenden und ebenso als Viehfutter.
Auf Grund ihres Hohen Nährwertes hat die Pflanze praktische eine endlose
Vielfalt natürlicher (Fress)feinde, allerdings haben die alle den
Menschen zum Fressfeind und das hat sie an den Rand der Ausrottung
gebracht oder zumindest aus dem Siedlungsgebiet des Menschen vertrieben.
Einmal irgend wo angewachsen ist sie praktisch in der Lage aus jedem
Wurzelrest eine neue Pflanze zu bilden und die Fallschirmchen der
Pusteblume tragen den Samen praktisch überall hin. Einziges Mittel gegen
die Pflanze (von Thermonuklearen Reaktionen mal abgesehen) ist der Hanf.
Autor: Thomas Bremer (Firma Druckerei Beste) (virtupic)
Datum: 09.05.2008 14:19

Hühnerfutter! Schwiegermutter sagt, ihre Hühner lieben Löwenzahn. Und
den Pusteblumen keinen blasen, sondern sie so entsorgen, dass nix neues
mehr draus wächst. NEIN, NICHT IN DEN BIOMÜLL!!!

virtuPIC
/ggadgets for tools & toys
Autor: GG (Gast)
Datum: 09.05.2008 14:35

Thema Bienen daneben stellen...

Ist das überall so, das dieses Jahr sehr
wenige (fast keine) Bienen unterwegs sind ?
Autor: warze (Gast)
Datum: 09.05.2008 14:44

Der üppig wuchernde Löwenzahn kommt vor allem daher das die Wiesen oft
brachliegen und nicht mehr mit Kühen und anderen Grasfressen bestückt
werden oder kaum in sinnvollen Abständen gemäht werden.
Massives Gülleausbringen etc. tut ein übriges die Artenvielfalt auf ein
minimum zu bringen.
In manchen Osteuropäischen Gegenden wo die Wiesen noch traditionell
bewitschaftet werden wird man neben Löwenzahn noch vielfälige andere
Blütenplanzen sehen (ettliche Bergweiden in Rumänien sind eine
Augenweide).

Bleibt zu hoffen das die EU-Agrarsubventionierung für Brachflächen nicht
auch noch die letzen Refugien zur Sau macht.
Autor: Stefan "stefb" B. (stefan) Benutzerseite
Datum: 09.05.2008 14:45

Bienen und Imker haben derzeit ein grosses Problem.
http://www.welt.de/wissenschaft/article1977126/Ner...
Autor: mitgelesen (Gast)
Datum: 09.05.2008 14:54

>Thema Bienen daneben stellen...

es scheint schon seit einiger Zeit ein dramatisches Bienensterben zu
geben. Wurde kürzlich mehrfach darüber berichtet. Die Ursachen sind zum
Teil noch nicht bekannt und zum Teil wird eine Milbensorte dafür
verantwortlich gemacht.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,48...

nicht nur bei uns wurde das beobachtet, sondern auch in den USA. Vor dem
Hintergrund der aktuellen globalen Lebensmittelkrise bekommt dieses
Thema dann noch mal eine besondere Bedeutung.

Es soll doch da einen Satz von Einstein geben

"wenn die Bienen weg sind hat die Menschheit noch 4 Jahre zu leben"

das kann man jetzt natürlich wieder für Unsinn halten, aber dass die
Bienen sterben ist eine Tatsache
Autor: Thomas Unger (tommy12)
Datum: 09.05.2008 15:00

Das mit den Bienen wächst sich die Tage /Jahre zum Problem aus.

Wir veranstalten auch jedesmal einen Freudentanz, wenn wieder eine auf
den Obstbäumen zu sehen ist! (Kein Vergleich zu früher als es bei Sonne
nur so brummte und summte!!!)

Tja wie die Imker schon so treffend auf die Gläser schreiben.

"Honig kann man importieren Blütenbesteubung aber nicht!"


Wird aber wohl mehrere Ursachen haben. Ein befreundeter Imker sagte mir,
das sie u.a. massive Nachwuchsprobleme (bei den Bienen und Immkern
haben!). ;-)

Dabei ist es eigentlich eine richtig interesante Beschäftigung.

Ich habe auch schon überlegt, einen Stock in den Karten zu stellen, aber
wenn  ich so an die Nachbarn denke. ;-(

Mamma: Iiihhhh da fliegt was.
Pappa: Giftgasangriff erfolgreich durchgeführt Hust Hust.
Autor: Thomas Unger (tommy12)
Datum: 09.05.2008 15:02

Wenn die Bienen sterben hat die Landwirtschaft ein RIESEN Problem!!
Die Evulotion der Pflanzen auch!!!
Autor: Lösung (Gast)
Datum: 09.05.2008 15:12

Wenn die Bienen weg sind, essen wir einfach Rübensirup ;)
Autor: Chufu (Gast)
Datum: 09.05.2008 15:12

ich sammel die pusteblumen regelmäßig und verfüttere die samen an meinen
ameisen. es sind ernteameisen (messor barbarus) sie lieben diese samen.

blos das sammeln ist einwenig aufwendig
Autor: mitgelesen (Gast)
Datum: 09.05.2008 15:13

auch die Gen manipulierten Saatsorten in den USA stehen unter verdacht
den Bienen zu schaden ..

In den Staaten fahren sie schon mit großen Trucks Bienenvölker gezielt
durch die Gegend zum bestäuben

irgendwann landen wir alle doch noch bei "Soylent Green"
Autor: Thomas Unger (tommy12)
Datum: 09.05.2008 15:15

Befreundeter Immker ist auch immer ganz scharf auf Bienenköniginen oder
Dronen, welche nicht aus Deutschland sind.

Anzahl der Bienenstöcke schrumpft, Inzest nimmt zu!
Autor: Thomas Unger (tommy12)
Datum: 09.05.2008 15:17

Vermehre doch mal Rüben ohne Samen!
Die x te Generation davon möchte ich nicht sehen!
Autor: Jens (Gast)
Datum: 09.05.2008 15:24

Probleme habten manche...
Autor: Thomas Unger (tommy12)
Datum: 09.05.2008 15:30

Jens wrote:
> Probleme habten manche...

Das ist genau das Problem!
Es interesiert keine Sau,
erst wenn der Apfelpreis an den Ölpreis gekoppelt wird schauen se blöd.
;-)
Autor: *.* (Gast)
Datum: 09.05.2008 16:02

Wem sein Gartenobst etwas Wert ist...

http://www.re-natur.de/suche_93.html?csid=28ae8ba8...
Autor: Stefan (Gast)
Datum: 09.05.2008 16:07

Hmmm,
ein Rudel Löffeltiere (=Karnickel, Hasen, Hauptsache große Löffel) über
die Wiese scheuchen. Die Buddeln sich auch noch nen paar nette Löcher.
Anschließend kann man die Löffelmonster Fressen :D :D :D
Autor: Surr.. (Gast)
Datum: 09.05.2008 16:10

Also, am lustigsten ist's, die Blüten, wenn sie reif sind (mit den
Fallschirmsamen), anzuzünden. Gibt so eine schöne Kettenreaktion, vor
allem, wenn man mehrere in Reihe stellt..
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 09.05.2008 17:16

tex wrote:
> - die Wurzel wird geröstet als Bio-Kaffee aufgebrüht getrunken.

Wird 'normaler' Kaffe etwa schon aus Erdöl gemacht?
Autor: Paul Baumann (Gast)
Datum: 09.05.2008 19:14

Nimm doch die Funktion "SQRT" von Bascom. Ob man damit auch Wurzeln von
Löwenzahn ziehen kann, muß ich ím Simulator erst mal ausprobieren.  ;-)

duck und weg
Paul
Autor: Horst (Gast)
Datum: 09.05.2008 19:17

Vielleicht sollten wir Wildbienenvölkern wieder eine Platz bieten und
ihnen eine ganzsommerige Nahrungsversorgung bieten, nicht nur zur Raps-
und Kirschblüte...
Autor: Thilo M. (power)
Datum: 09.05.2008 19:28

@ Paul:
ich sehe schon, du kennst dich mit angewandter Mathematik aus:

morgens um fünf die Wurzel aus einer Unbekannten ziehen ...

:D
Autor: Holger Krull (krulli) Benutzerseite
Datum: 09.05.2008 20:06

Mann! Laßt doch einfach den Löwenzahn wachsen. Das gehört einfach zu
einer Wiese dazu.
Wenn es euch nicht gefällt, dann betoniert die Welt.
Autor: ich (Gast)
Datum: 09.05.2008 20:07

Man kann es auch Rauchen... macht auch Karussel im Kopp
Autor: Bobby (Gast)
Datum: 09.05.2008 20:15

Tja, also wenn ich mich auf meinen bescheidenen
Grünflächen umschaue, so merke ich nichts von mehr
Löwenzahn
Autor: Heiner Jakob (Gast)
Datum: 09.05.2008 20:27

>Aus den Blättern kann man Salat machen :-)

Super, nur gibt es da noch den Fuchs, welcher beim Abscheißen seinen
Fuchsbandwurm auf Wiesen hinterlässt. Die mit der Nahrung zugenommen
nisten sich im menschlichen Körper- besonders in der Leber- ein und
schmachten da u. U. Jahrzehnte vor sich hin. Schließlich erkrankt man
und stirbt, da man diesen Parasit nicht mehr entfernen kann. Fazit:
Blätter vorher abkochen. Nur gekochter Salat??
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 09.05.2008 20:37

Heiner Jakob wrote:
> Super, nur gibt es da noch den Fuchs, welcher beim Abscheißen seinen
> Fuchsbandwurm auf Wiesen hinterlässt.

Sehr gutes Stichwort! Details findet man hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Fuchsbandwurm
http://de.wikipedia.org/wiki/Alveol%C3%A4re_Echinokokkose
Autor: Paul Baumann (Gast)
Datum: 09.05.2008 20:48

@Thilo
Jawoll, ganz grünau!

@Krulli
Betonieren und grün anstreichen ist das beste Mittel gegen Unkraut. ;-)


Zwei Männer saßen auf einem Turm,
der eine hatte den Bandelwurm.
Der and're keck und munter,
ließ sich daran herunter.



MfG Paul
Autor: Gast (Gast)
Datum: 09.05.2008 21:23

Klar kann man den Fuchsbandwurm i.d.R. entfernen. Angesichts der ca. 10
Fälle pro Jahr in Deutschland gibt es aber andere Probleme um die man
sich mehr sorgen sollte...
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 09.05.2008 21:38

Gast wrote:
> Klar kann man den Fuchsbandwurm i.d.R. entfernen.

Woher weißt du das?
Autor: Laie (Gast)
Datum: 09.05.2008 21:49

Erkenntnisse von ein bisserl googeln (schon etwas länger her):
* Wahrscheinlichkeit dass sich der FBW bei Aufnahme im Menschen dann
auch einnistet ist eher gering, er will dort gar nicht hin weil es für
ihn eine Sackgasse ist (außer der Mensch wird vom Fuchs gefressen)
* man weiß nichts genaues darüber, weil es so wenig Fälle gibt
* Behandlung ist im Prinzip wie bei Krebs
* Todefälle scheinen eher selten zu sein
* Vorsichtsmaßnahmen beachten, aber nicht übertreiben, man kann leicht
eine Phobie entwickeln

Alles vom Laien und ohne Gewähr...
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 09.05.2008 22:05

Laie wrote:
> Erkenntnisse von ein bisserl googeln (schon etwas länger her):
> * Wahrscheinlichkeit dass sich der FBW bei Aufnahme im Menschen dann
> auch einnistet ist eher gering, er will dort gar nicht hin weil es für
> ihn eine Sackgasse ist (außer der Mensch wird vom Fuchs gefressen)

Wenn du die beiden Wikipedia-Artikel vergleichst, wirst du feststellen,
daß die die Gefahr ziemlich unterschiedlich einschätzen.

> * man weiß nichts genaues darüber, weil es so wenig Fälle gibt

Das Problem ist die lange Inkubationszeit und die Tatsache, daß der
Fuchsbandwurm noch in der Verbreitungsphase ist - einfaches hochrechnen
von Fallzahlen klappt nicht.

> * Behandlung ist im Prinzip wie bei Krebs

Nur daß beim FBW die Wahrscheinlichkeit einer frühen Entdeckung noch
kleiner ist.

> * Todefälle scheinen eher selten zu sein

Wenn eine operative Entfernung nicht möglich ist - z.B. bei Befall des
Gehirns, oder schon zu weit fortgeschrittener Schädigung - muß man meist
lebenslang Medikamente mit schweren Nebenwirkungen einnehmen, oder man
stirbt daran.

> * Vorsichtsmaßnahmen beachten, aber nicht übertreiben, man kann leicht
> eine Phobie entwickeln

Was heißt nicht übertreiben ? 70% der Erkrankten sind Hunde- oder
Katzenhalter, die sich den Dreck wohl bei ihren lieben Haustierchen
geholt haben - denen macht das wenig, denn sie fungieren als Endwirt.
Den Endwirt schädigt der Fuchsbandwurm kaum, denn der verbreitet ja die
Bandwurmeier; der Parasit schadet nicht sich selbst.

Der Mensch infiziert sich mit den Eiern und die Finnen schädigen im
eigenen Interesse den Zwischenwirt so stark, daß der Fuchs leichtes
Spiel hat, eine infizierte Maus zu fangen. Menschen frißt der natürlich
nicht, aber die Finnen unterscheiden nicht zwischen Menschen und
Mäusen...
Autor: Laie (Gast)
Datum: 09.05.2008 22:11

"Wenn du die beiden Wikipedia-Artikel vergleichst, wirst du feststellen,
daß die die Gefahr ziemlich unterschiedlich einschätzen."

Ich habe nicht Wikipedia-Artikel verglichen, sondern unter anderem
Fachliteratur. Dass die Varianz der Ergebnisse groß ist habe ich
erwähnt. Was ich geschrieben habe ist die Quintessenz die ich gezogen
habe. Aber natürlich muss sich jeder seine eigene Wahrheit
zusammenbasteln, und dir steht es frei dich jährlich unters CT zu legen
und nach Fuchsbandwürmern durchsuchen zu lassen.
Autor: Heiner Jakob (Gast)
Datum: 09.05.2008 22:14

Wo ist das Problem? Dann fress' doch Grünzeug von der Wiese, kann
schließlich jeder selbst entscheiden, ob er das Risiko eingehen möchte.

Die Gefahr besteht, auch wenn sie gering ist, fertig.
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 09.05.2008 22:14

Laie wrote:
> Aber natürlich muss sich jeder seine eigene Wahrheit
> zusammenbasteln, und dir steht es frei dich jährlich unters CT zu legen
> und nach Fuchsbandwürmern durchsuchen zu lassen.

Das muß man nicht. Aber alles möglche vom Boden auflesen und essen, läßt
sich durchaus vermeiden, ebenso wie Hund und Katz in der Wohnung...
Autor: Laie (Gast)
Datum: 09.05.2008 22:22

Habt ihr schon mal
- Obst gegessen? Das wird gelegentlich vom Boden aufgesammelt!
- Kräuter aus dem Garten geerntet? Füchse treiben sich vorwiegend in der
Nähe von Behausungen rum!
- Tomaten oder Salat gegessen? Gemüsefelder sind oft fuchszugänglich!
- Als Kleinkind im Sand gespielt und danach gepopelt?
- ...

"Ja": ihr könntet rein theoretisch den FBW im Gehirn haben!
"Nein": Glückwunsch, ihr habt euer Leben im sicheren Keller verbracht.
Autor: Laie (Gast)
Datum: 09.05.2008 22:23

Nur um das mal klarzustellen, Vorsichtsmaßnahmen sollte man beachten.
Aber wie man sieht gibt es so viele Möglichkeiten sich anzustecken dass
ein 100%iger Schutz nur durch einen Aufenthalt im Keller gegeben ist.
Autor: Roland (Gast)
Datum: 10.05.2008 08:28

Was soll das? Löwenzahn gehört zu der Kategorie der Heilpflanzen.
Löwenzahn ist extrem gesund ( sowohl die Blüte als auch der Stängel und
die Wurzel ), man kann sich nur daran erfreuen wenn Löwenzahn so gut
gedeiht. Aus Löwenzahn kann man Tee, Salben, Trinkturen usw. machen.
Ausserdem erfreut eine Löwenzahnwiese das Auge:-)
Autor: Heiner Jakob (Gast)
Datum: 10.05.2008 09:07

>Ausserdem erfreut eine Löwenzahnwiese das Auge:-)

Das stimmt. Leider werden jedoch solche Wiesen gerade im örtlichen bzw.
städtischen Bereich schneller abgemäht, als man gucken kann :(
Autor: Jadeclaw Dinosaur (jadeclaw)
Datum: 10.05.2008 09:25

Und oftmals werden die Wiesen derart kurz 'rasiert', daß es nach 2 Tagen
Sonne schon die ersten braunen Flecken gibt und an Kanten und
Unebenheiten dann auch schonmal Erde wegfliegt.

Gruß
Jadeclaw.
Autor: Jupp (Gast)
Datum: 10.05.2008 09:59

Tja, die öffentlichen Kassen sind halt leer. Übrigens genau deshalb
werden Sitzbänke und Mülleimer von öffentlichen Kinderspielplätzen
entfernt. Wo nichts ist, muss auch nichts gewartet bzw. geleert werden.
Traurig...man bezahlt ein Vermögen an Steuern und was geschieht damit?
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 10.05.2008 10:13

Jupp wrote:
> Traurig...man bezahlt ein Vermögen an Steuern und was geschieht damit?

Deutschland wird am Hindukusch verteidigt, wußtest du das nicht?
Autor: Stefan (Gast)
Datum: 10.05.2008 10:32
Dateianhang: Hase2.jpg (138,8 KB, 37 Downloads)
preview image for Hase2.jpg

Mehrere von diesen Tieren sollte Helfen und man braucht keinen
Rasenmäher mehr. Der weitere Vorteil ist dass die Kinder noch was zum
spielen haben. 8 von den Löffeltieren hoppeln bei mir hinter dem Haus
auf einer riesigen Wiese rum, die Tiere sind zahm und lassen sich sogar
von den Kindern streicheln (was bei Hasen sehr selten ist. bzw.
voraussetzt daß die Tiere großes Vertrauen in einem haben und einem "von
klein auf" kennen. :)

Mal im Ernst: Wenn von der Stadt aus nicht immer gleich alles abgemäht
werden würde, oder wenns denn sein muß nur in Maßen (und es nicht wie
jadeclaw schon schrieb gleich übertreiben) würde sich das Problem auch
sicherlich von selbst regeln, z.B. durch besagte langohrige Hoppeltiere.
Mir selbst ist eine ungemähte Wiese auf der sich div. Tiere (Insekten,
Bodenbewohner, Vögel usw) rumtreiben lieber wie so eine "sterilisierte"
Wiese, die diese Bezeichnung dann gar nicht mehr verdient hat.
Daß die Kassen der Städte leer sind ist ein offenes Geheimnis, nur frage
ich mich warum für pompöse Bauten wie z.B. das neue Bürgerhaus hier in
der Stadt Geld da ist, für alle anderen Sachen aber nicht... Aber klar,
das ist ja ein Prestigeobjekt dafür muss Zaster da sein. Komisch nur
dass laut Bürgerentscheid keiner diesen sauteuren Neubau wollte, gebaut
wurde er  aber trotzdem. Die alte Stadthalle wurde sofort nach
Fertigstellung der neuen Halle abgerissen, somit sind alle gezwungen die
ganzen Festivitäten in die neue Halle zu verlegen. Da die Mietpreise
jedoch exorbitant hoch sind kann sich das z.B. nicht mal die größte
Fasnachtsgruppe (nur mal als Beispiel) geschweige denn der
Stadtmusikverein finanziell leisten. Somit fallen diese Sachen halt aus
oder es wird die Stadthallte statt in Lörrach halt in Weil am Rhein
benutzt.

Klasse Politik, wenn ich so was sehe verstehe ich nicht was dabei
gedacht wurde...


Stefan
Autor: Jupp (Gast)
Datum: 10.05.2008 10:37

Bürgerentscheid? Der war gut...

Wenn der Bürger was selbst entscheiden könnte...meine Güte...der Bürger
ein Souverän? Bist du des Wahnsinns?

Es geht doch nur darum, dem Bürger das Gefühl zu geben, etwas bewirken
zu können. Die Wahlen? LOL, Alternativen?
Autor: Stefan (Gast)
Datum: 10.05.2008 11:05

@Jupp,

damit muss ich dir leider recht geben, das gleiche dachte ich auch wo
der Baubeginn irgendwo ganz klein in der örtlichen Zeitung auf der
letzten Seite angekündigt wurde. Für was haben wir abgestimmt fragte ich
mich da?
Autor: derWarze (Gast)
Datum: 10.05.2008 11:05

Lieber Jupp, schau mal in die Schweiz! Da merkst Du wie sehr Du daneben
liegst. Kaum einer würde da die Volksgesetzgebung aufgeben wollen.

Denka mal das Du auch Bürger bist. Du häst es also für Wahnsinn über
Deine Belange selbst mit zu entscheiden.
Informier Dich lieber mal über die Volksgestzgenung zB bei
http://www.mehr-demokratie.de/

Was hast Du denn für Alternativen? Diktatur wie in Birma?
Autor: Jupp (Gast)
Datum: 10.05.2008 11:10

Du hast die Ironie nicht verstanden.

"Wir" haben den WK II angefangen und verloren, "wir" beantworteten die
Frage "Wollt ihr den totalen..." mit "Ja". Glaubst du, irgendeine Nation
mit Einfluss wird es zulassen, dass deutsche Bürger nennenswerte und
weitreichende Entscheidungen treffen?
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 10.05.2008 11:14

Stefan wrote:
> Mehrere von diesen Tieren sollte Helfen und man braucht keinen
> Rasenmäher mehr. Der weitere Vorteil ist dass die Kinder noch was zum
> spielen haben. 8 von den Löffeltieren hoppeln bei mir hinter dem Haus
> auf einer riesigen Wiese rum, die Tiere sind zahm und lassen sich sogar
> von den Kindern streicheln (was bei Hasen sehr selten ist. bzw.
> voraussetzt daß die Tiere großes Vertrauen in einem haben und einem "von
> klein auf" kennen. :)

Sind das tatsächlich Hasen, oder nicht eher Kaninchen? Bei denen könnte
ich mir solche Zutraulichkeit noch vorstellen, vor allem, wenn es
verwilderte Stallkarnickel sind.

Zudem sind Hasen Einzelgänger, von denen man außer in der Ranzzeit wohl
kaum 8 auf einem Haufen finden wird...

http://de.wikipedia.org/wiki/Feldhase#Unterschiede...

Das auf deinem Foto ist auf jeden Fall ein Feldhase.
Autor: *.* (Gast)
Datum: 10.05.2008 12:39

Ich habe sogar im Nürnberger Haubtbahnhof mal einen Hasen gesehen.




...




Er klebte vorne an einer Lok.
Autor: Stefan (Gast)
Datum: 10.05.2008 19:39

@uhu,

ja das ist ein "echter Hase" kein Kaninchen. (Man beachte die riesigen
Löffel, länger als der Kopf, das Langohr hat auch ganz schön große Füße)
Die Viecher hab ich vor etwa einem Jahr auf einer Wiese in der nähe
gefunden die Planiert werden sollte. Die Bauleute waren immerhin so nett
bescheid zu sagen statt die Tiere einfach mit der Raupe Plattzufahren
(leider gibts auch Leute denen ein Leben nix wert ist, Argument ist dann
"Es ist nur ein Tier" habe ich auch schon mitbekommen)
Die Hasen waren noch sehr jung, laut einem Bekannten der Tierarzt in
Pension ist maximal 2 Wochen. Das Muttertier haben wir nie zu Gesicht
bekommen es muss sich aber schon eine Weile nicht mehr um die Jungtiere
gekümmert haben die waren schon fast am Verhungern. Eventuell Verjagt
durch den Baulärm. An der Aufzucht (mit der Flasche!) hat sich die ganze
Nachbarschaft, besonders natürlich die Kinder beteiligt, die fanden das
Klasse. Es haben dadurch alle Tiere überlebt und sind nun sehr
zutraulich. Die Männchen haben wir kastrieren lassen ansonsten gibts nen
Blutbad da hast du recht :D
Die Augen vom Städtischen Tierarzt hättest du sehen sollen als ich den
Transportkorb aufgemacht habe und oben auf einmal nen Riesen paar Löffel
rausgeguckt hat, die ganze Praxis ist zusammengelaufen. Anscheinend ist
es wirklich sehr selten, so sagte man mir später dass Hasen in
menschlicher Aufzucht überleben (und so Riesig werden :D)
Ein paar Kaninchen haben wir natürlich auch noch. Die Sind gut an der
Ohrenlänge zu unterscheiden. :)
Auf dem Land ist es nix besonderes, ok zugegeben die Hasen vielleicht
schon aber die Kaninchen nicht. Da ich nen großes Grundstück habe und
auch gerne Tiere, warum nicht :) Bei meinen Kindern und auch bei denen
der Nachbarschaft sind die Löffeltiere auf jeden Fall heiß begehrt.


Stefan
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 10.05.2008 20:14

Das ist ja eine nette Geschichte... Waren das tatsächlich 8 Junge? Wäre
ein bischen viel für einen einzigen Wurf.

Was hat denn der Jagdpächter gemeint? (Hasen und Kaninchen unterliegen
dem Jagdrecht.)

Vor ca. 10 Jahren gab es sehr wenig Hasen und man machte sich schon
Sorgen, daß es ihnen wie den Rebhühnern ergehen könnte. Die Bestände
haben sich aber wieder erholt.
Autor: Stefan (Gast)
Datum: 10.05.2008 20:33

@uhu,

das ist keine Geschichte das ist die Wahrheit :)
Es war natürlich nicht ein Wurf das wären wirklich etwas viele Langohren
auf einmal. Auf der Besagten Wiese wurden 2 Sassen (=die Mulden die sich
Hasen graben) gefunden in denen noch Jungtiere drinnen waren.

Dem Jagdpächter haben wir nichts gesagt weil wir ehrlich gesagt nicht
gleich dran gedacht haben. Als wir dann vom Tierarzt darauf aufmerksam
gemacht wurden und der uns bestätigte wer der Jagdpächter für dieses
Grundstück ist haben wir erst recht nix gesagt. Zugegeben in Ordnung war
das vielleicht nicht aber der Pächter ist ein großes A*****loch und ein
Sadist der hat auch nach Aussage des Tierarztes einen Heidenspass daran
Tiere zu quälen. Außerdem Kann ich den Kerl absolut nicht leiden und mit
dieser Meinung stehe ich nicht alleine da der ist generell recht
unbeliebt wegen seiner Art mit Tieren (und auch mit seinen Mitmenschen)
umzugehen.
Das das Gelände ja ein paar Tage fertig Planiert war und es da drauf
also nix mehr zu Jagen gibt haben wir die Sache auf sich beruhen lassen.

Außerdem wollte ich die Kinder nicht enttäuschen indem wir die Langohren
nachdem diese "normales" Futter fressen konnten (also wir keine Flasche
mehr brauchten) weggeben. Bis jetzt ist nix passiert, ich hoffe nur daß
dem Kerl nicht mal einer einen Tip gibt. Immerhin wären die Tiere
ansonsten denke ich mal verhungert oder sonst wie gestorben.
Was kann mir denn passieren wenn das jemand mitbekommt und dem Pächter
oder den Behörden da was steckt? Wird das irgendwie bestraft? Wir haben
die Löffeltiere ja nicht aus, nun ja "Gewinnsucht" einkassiert und
Aufgezogen, sondern aus Mitleid. Nachdem die Kinder und meine Frau den
Korb mit den fiependen Fellbündeln gesehen hatten war der Fall natürlich
klar. Zugegeben ich hätte die auch sonst behalten und durchgefüttert. :)
Ich will damit nicht irgendwie Kohle machen oder sonst was wir (Familie
und die ganze Nachbarschaft) sind einfach nur sehr Tierlieb.

Stefan
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 10.05.2008 20:46

Stefan wrote:
> @uhu,
>
> das ist keine Geschichte das ist die Wahrheit :)

Wer sagt denn, daß alle Geschichten erlogen sind?

> Zugegeben in Ordnung war das vielleicht nicht aber der Pächter ist
> ein großes A*****loch

Das heißt Waidloch in der Fachsprache ;-)

> Was kann mir denn passieren wenn das jemand mitbekommt und dem Pächter
> oder den Behörden da was steckt? Wird das irgendwie bestraft?

Das ist zumindest sowas Diebstahl - diese Heckenschützen haben in der
Beziehung oft ziemlich wenig Humor.

> Wir haben
> die Löffeltiere ja nicht aus, nun ja "Gewinnsucht" einkassiert und
> Aufgezogen, sondern aus Mitleid.

Das spielt keine Rolle. Überleg dir doch einfach eine gute Geschichte,
wo du sie herbekommen hast, für alle Fälle. Und mach dich über die
Rechtslage schlau, damit du weißt, worauf es ankommt.
Autor: Hannes Lux (hannes)
Datum: 11.05.2008 14:12

>, damit du weißt, worauf es ankommt.

http://www.mikrocontroller.net/attachment/32982/M_use.gif

...
Autor: Thomas (Gast)
Datum: 11.05.2008 14:20
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Weil wir grad beim Thema sind...Bild ist vom 26. April :)
Autor: Hannes Lux (hannes)
Datum: 11.05.2008 16:42

Fast wie bei mir, wobei bei mir die Gänseblümchen in der Überzahl sind,
gefolgt von Löwenzähnen, Sauerampfer, Schafgarbe, Klee und an fast
letzter Stelle Grashalmen... ;-)

...
Autor: HariboHunter (Gast)
Datum: 11.05.2008 18:33

Mit Fangkorb maehen.
Nach ein paar Jahren ist die Wiese dann so mager, das sich kein
Loewenzahn mehr blicken laesst.
Autor: Thilo M. (power)
Datum: 11.05.2008 19:12

HariboHunter wrote:
> Mit Fangkorb maehen.
> Nach ein paar Jahren ist die Wiese dann so mager, das sich kein
> Loewenzahn mehr blicken laesst.

Das klappt nicht, wenn mal welcher da ist, bleibt er auch! ;)
Da kommst du nur mit der chemischen Keule gegen an, aber das auch nur
für eine Saison, dann kommt er aus Nachbars Garten 'rüber. Keine Panik,
der Löwenzahn bleibt uns erhalten, egal was wir dagegen tun. :)
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 11.05.2008 19:28

Wo ist eigentlich das Problem mit dem Löwenzahn? Falls wirklich eins
geben sollte - ist es das letzte noch zu lösende?
Autor: Bobby (Gast)
Datum: 11.05.2008 19:35

Löwenzahn ist bekanntlich harntreibend, vielleicht
können das hier einige nicht vertragen :-)
Autor: *.* (Gast)
Datum: 11.05.2008 19:58

Der Deutsche Saubermann hat eben ein Problem mit allem, was sich seiner
Kontrolle entzieht.
Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 11.05.2008 20:55

Na ja, wie immer:

Die Milch kommt aus dem Kühlschrank und die Wahrheit aus dem
Fernseher...
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