Datum: 10.05.2008 12:06
Hallo, ich plane hier gerade einen Relais-Baustein für mein Hausnetz. Das Ding hat 6 Relais Typ Finder 41.31.9. 1 Wechlser 12A und schaltet 230V Verbraucher. Wie muss ich die Relais schützen ? Die 230V sind ja normalerweise durch 16A Automaten abgesichert. Reicht dass oder muss ich einen kleineren Automaten nehmen oder sollte ich Feinsicherungen vorsehen ? Wie macht ihr das ? Thx. Paul
Datum: 10.05.2008 14:58
Normale Relais in der rauhen Netzumgebung zu verwenden, es sei denn es geht um sehr kleine Lasten, ist generell nicht zu empfehlen; dazu gibt es genügend viele Threads hier. Ich empfehler dir Schütze (meiner Aktien zuliebe bitte nur von der deutschen Firma mit den sieben Buchstaben), die genug Strom über die Auslösezeit der Sicherung mitmachen. Als Restposten oder gebraucht gibt es die recht günstig.
Datum: 10.05.2008 15:53
Danke für deinen Hinweis. Was meinst du mit kleinen Lasten ? Wo würdest du die Grenze ziehen ?
Datum: 11.05.2008 20:01
Wenn die Relais für 12 A ausgelegt sind sollte man diese auch mit 12 A absichern. Soweit ich weiss gibt es standartmässig keine 12A Sicherungsautomaten, so sollte man diese mit den standart 10A Sicherungsautomaten absichern.
Datum: 24.06.2008 14:24
Peter will wohl die Kontakte der Relais schützen. Der Sinn von 16A-Automaten ist der Schutz der Leitungen in der Elektroanlage. Wenn seine Relais im Hausnetz was schalten sollen ist die Leistung dieser Verbraucher ausschlaggebend für die Auswahl. Die angegebenen Werte von Relais sind einzeln betrachtet und nur Kennwerte, einzig die Lastgrenzkurve des entsprechenden Relais gibt Aufschluß über seine Tauglichkeit im Anwendungsfall. Nimm Bernhards Idee mit Schützen. Die zu schaltenden Geräte haben, wenn notwendig, ihren eigenen Schutz in Form von z.B. Gerätesicherungen.
Datum: 07.07.2008 10:57
Eine Sicherung lässt leichter wechseln als ein eingelötetes Relais. Je nach Kontaktabbrand könnte auch ein Relaissockel eine Überlegung wert sein.
Datum: 07.07.2008 11:21
Peter fragte: Wie muss ich die Relais schützen? Eine auf den Verbraucher abgestimmte Sicherung verkürzt die Kurzschluß-oder Überstromdauer. Wenn er den Abbrand der Kontakte reduzieren will, helfen keine Sicherungen. Er sollte die Schaltfunken dann mit RC-Kombination unterdrücken.
Datum: 08.07.2008 12:07
Sorry, wenn ich mit dem Kontaktabbrand schon etwas weiter gedacht habe. Jedenfalls ist es manchmal besser, einen Sockel einzuplanen, als die ganze Platine schon nach 2 Jahren wegzuwerfen, weil z.B. bei einem Relais die Kontakte verbrannt/verklebt sind. Wer natürlich die Leiterplatten maschinell wäscht, wird lieber keinen Sockel nehmen und dem Kunden in 2 Jahren was neues verkaufen wollen. Da Häuser jedoch meist länger als 2 Jahre stehen, wäre es günstig, eine dauerhaftere Lösung zu finden. Deshalb wurden weiter oben auch Peter die Schütze vorgeschlagen (die leider etwas mehr Platz brauchen). Wenn ich jedoch Relais nehmen müßte, so würde ich sie schon deswegen mit auf die Verbraucher abegestimmten Feinsicherungen absichern, um die Gesamtfunktion der Schaltung nicht duch "Einzelschicksale" zu gefährden, denn der 16A-Automat im Keller schaltet dann ALLES ab oder die Leiterplatte ist vorher schon abgebrannt? Für weitere Risiken und Nebelwirkungen fragen Sie Ihren Arzt, Apotheker oder die aktuelle DIN...
Datum: 08.07.2008 16:27
Schaue gerade bei Reichelt: 41.31.9 ...es sind ....Leiterplatten-Relais. Man darf sich von den Daten nicht blenden lassen. Für Hausnetzeinsatz würde ich solche niemals aussuchen. Es sollte eher mindestens die 40er-Serie sein. Eine Seite weiter gibt es: Industrie-Relais.55./56./60.XX.X., Kleinschütze, wie bernhard oben schrieb.
Datum: 08.07.2008 23:34
Was spricht denn gegen die 41er Reihe ? Kann man ja trotzdem sockeln, haben auch das gleiche Pinout wie die 41er, nur eben halbe Bauhöhe
Datum: 10.07.2008 15:24
Da gibt es was: http://www.schaltrelais.de Titel: "Einschaltstrom!Unterschätzt?" (Hubert Draxler) Im Hausnetzt geht es rau zu.
Datum: 10.07.2008 15:29
Habe es in Papierform, deshalb eben erst geschaut: liegt unter Rubrik: "Relais-Applikationen" Zettler 10/2002
Datum: 10.07.2008 19:25
interessanter Link. Aber noch kurz zu dem was du vorher schreibst: --- Schaue gerade bei Reichelt: 41.31.9 ...es sind ....Leiterplatten-Relais. Man darf sich von den Daten nicht blenden lassen. Für Hausnetzeinsatz würde ich solche niemals aussuchen. Es sollte eher mindestens die 40er-Serie sein. Eine Seite weiter gibt es: Industrie-Relais.55./56./60.XX.X., Kleinschütze, wie bernhard oben schrieb. --- Wie kommst du zu dieser Aussage. Besonders in Bezug auf 40er ja - 41er nein ?
Datum: 15.07.2008 14:07
Ich wollte Peter nicht zumuten, seine vergossenen Smart-Relais aufzusägen, um die Mini-Kontakte (falls noch als solche identifizierbar) zu sehen. Der Zettler-Link hat ja anscheinend nichts gebracht. Verflixt, dabei sind die "Kleinen" doch sooo günstig.
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