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Forum: PC Hard- und Software Sind neuere Notebooks ans OS gebunden?

Autor: Ralf (Gast)
Datum: 15.05.2008 09:30

Hi,

mein Kumpel hat sich ein Notebook gekauft. Betriebssystem ist Vista (was
sonst). Er meinte, falls das nix taugt, pappt er sein XP wieder drauf.

Allerdings meinte er auch, mal etwas gelesen zu haben, dass er XP evtl.
nicht drauf bekommt, weil es sein kann, dass es gar nix drauf lauffähig
ist bzw. die Hardware ans OS gebunden sein könnte.

Ich kenne die umgekehrte Richtung, also dass Software an Hardware
gebunden ist und nur auf dieser Hardware läuft, aber eine nicht in
Verbindung mit einem Rechner gekaufte XP Version müsste doch trotzdem
laufen.

Was meint ihr dazu? Wird jetzt auch schon die Hardware an die Software
gebunden? Das hiesse ja dann, dass man sein OS gar nicht mehr frei
wählen kann --> halte ich für sehr unwahrscheinlich.

Ralf
Autor: Gast (Gast)
Datum: 15.05.2008 09:34

> Ich kenne die umgekehrte Richtung, also dass Software an Hardware
> gebunden ist und nur auf dieser Hardware läuft, aber eine nicht in
> Verbindung mit einem Rechner gekaufte XP Version müsste doch trotzdem
> laufen.

So kenne ich das auch.
Dein Kumpel hat da etwas durcheinander geworfen. Nennt sich auch
gefährliches Halbwissen.
Autor: Rufus t. Firefly (rufus) (Moderator)
Datum: 15.05.2008 09:35

Die Hardware ist nicht ans OS gebunden, sowas gibt es nicht. Allerdings
gibt es Hardware, für die keine Devicetreiber für jedes OS verfügbar
sind.

Und daher kann es in der Tat problematisch sein, ein XP auf einem
Notebook zu installieren, das ab Werk mit "vista" verseucht war, weil
nicht unbedingt für jede im Notebook verbaute Hardware auch Treiber für
XP aufzutreiben sind.
Größtes Problem hierbei ist der Graphiktreiber, der aus recht unnötigen
"Gründen" bei Mobilchipsätzen nur selten in einer nicht
herstellerabhängigen Variante vorliegt.
Autor: A. N. (netbandit)
Datum: 15.05.2008 09:36

Ja theoretisch schon, das Problem ist halt einfach, dass es für XP keine
Treiber mehr zur Hardware gibt. Das ist halt wie unter Linux: Man muss
sich vorher erkundigen, ob die Hardware überhaupt unterstützt wird (oder
sich eben selbst Treiber dafür schreiben). Damit gibt es schon eine
indirekte Bindung von Hardware an Software :)

Edit: Crosspost mit Rufus :)
Autor: Oszi40 (Gast)
Datum: 15.05.2008 17:36

z.B. MS- HCL hilft manchmal
ftp://ftp.microsoft.com/services/whql/HCL/

Es gibt jedoch auch Hersteller, die Geld für eine Zertifizierung sparen.
Die werden dann wohl nicht in dieser Liste sein.
Autor: Galenus ein Reisender (Gast)
Datum: 24.05.2008 10:17

Hallo Ralf,
jeder Notebook Hersteller hat Registrierung, Hardware Treiber CD,
Recovery CD, und Programmierer... Wie wäre es mit einer Registrierung
und einen Anruf im Support Bereich und der Anforderung der aktuellen
Treiber CD#s und dann direkt für alle Betriebssysteme die du brauchst.
Je mehr dort anrufen und nach diesen Hardware Treibern fragen um so
schneller wird dort einer aktiv und brennt eine . Dann lösst sich das
ganze schnellstmöglich. Die Leute im Support sind auch nur Menschen aber
je mehr Anrufe je mehr Beschwerden in einem normalen Ton um so mehr
denke mal ein Manager nach. Zur Not ein Fax an die Geschäftsführung erst
in einem normalen Buisiness Stil und schon klappt es.
Autor: Sven Pauli (haku) Benutzerseite
Datum: 24.05.2008 10:33

Wenn ein Hersteller keine Treiber mehr für ein OS anbietet, hat das nur
in den wenigsten Fällen damit zu tun, dass er zu faul dazu ist.
Microsoft hat schon ein Interesse, seinen Vista-Kram unter die Leute zu
bringen und sorgt dafür. Genauso gab es doch kürzlich erst einen
Rechtsstreit, weil ein Computerhersteller seine Rechner mit XP statt
Vista ausliefern wollte...

Übrigens: Eine Bindung von Software an Hardware macht schon dieses
Recovery-Zeugs. Umgekehrt (also Hardware an Software) hatte sich
Microsoft auch schon vorgestellt, dazu hat man kurzerhand TCPA erfunden.
Siehe mal Trusted Computing.
Autor: Casandro (Gast)
Datum: 24.05.2008 11:15

Ich würde halt einfach Laptops ohne Betriebssystem kaufen. Die sind
billiger und Du kannst dann Dein Betriebssystem frei wählen.

Die Treiberproblematik ist unter Windows schon schlimm. Die einfachste
Lösung ist hier einfach Linux zu installieren und dann Windows per
VMware laufen zu lassen. Das klappt immer.
Autor: Ernst Bachmann (ernst)
Datum: 27.05.2008 11:24

Casandro wrote:
> Die Treiberproblematik ist unter Windows schon schlimm. Die einfachste
> Lösung ist hier einfach Linux zu installieren und dann Windows per
> VMware laufen zu lassen. Das klappt immer.

Auf die Gefahr hin, das dies wieder in einen Troll-Flamewar ausufert:

Bei Desktop-Rechnern würd ich dir uneingeschränkt zustimmen, bei
Notebooks ist die Linux-Treibersituation recht schlecht. Niedrige
Akku-Laufzeit, nicht-funktionierendes Wlan, etc...
Es gibt zwar extra mit "Linux-tauglich" beworbene Notebooks, aber der
Aufpreis dafür entspricht auch schon wieder einer Windows-Lizenz...

Löbliche Ausnahme ist natürlich der EEE-PC, der von Anfang an für Linux
gebaut wurde, der ist aber halt kein vollwertiges Notebook...
Autor: heinz (Gast)
Datum: 27.05.2008 18:33

@  Ernst Bachmann

Alles was sich Centrino nennt, geht ohne Probleme mit Linux. Die
Hardware ist bei allen Centrino-Geräten fast gleich.  Ein Aufpreis für
Linuxtaugliche Notebooks gibt es nicht. Die in diesem Forum
hochgeschätzten Thinkpads sind für Linux sehr zu empfehlen, selbiges
gilt für Dell.

Das Märchen, dass WLAN ein Problem für Linux darstellen würde,
beschreibt die Situation von vor 10 Jahren. Heute läuft das im Gegensatz
zu Windows problemlos.
Autor: Fly (Gast)
Datum: 27.05.2008 21:12

Neeee bei meinem Centrino funktioniert das WLAN mit allen Linuxen
nicht!!!
Es liegt wohl daran, dass es ein geheimer Chip integriert ist:

Irgend ein Intel PCI WLAN 2100 ...
Autor: Timmo H. (masterfx)
Datum: 28.05.2008 08:39

Also ein Kumpel von mir hat sich auch vor einigen Monaten ein Notebook
mit Vista gekauft. Hat auch gedacht: Dann knall ich mal XP rauf.
Denkste. Der Hersteller bietet keine Treiber an.
Nun haben wir zusammen einige Notebook Hersteller abgeklappert, die etwa
die gleiche Hardware haben, und haben uns von denen die XP Treiber
genommen. Nun geht zwar einiges, aber eben noch nicht alles.
Wenn man sich ein NB kauft würde ich vorher immer gucken, ob es die XP
Treiber dazu gibt. Mit Linux hatte er im übrigen keine Probleme auf dem
ding.
Autor: Christoph Müller (chris2002)
Datum: 28.05.2008 15:58

Leider gibt es nicht für alles Linux Treiber, denn manche Firmen wollen
das nicht! Ansonsten spricht nichts gegen ein anderes Betriebssystem.
Autor: Sven Pauli (haku) Benutzerseite
Datum: 28.05.2008 16:20

Christoph Müller wrote:
> Leider gibt es nicht für alles Linux Treiber, denn manche Firmen wollen
> das nicht! Ansonsten spricht nichts gegen ein anderes Betriebssystem.

Eben... zumal für Linux schon ne ganze Menge an Treibern geschrieben
wurde (darunter viele generische). Da lässts sich leichter mal im
Quelltext rumdoktorn und den Treiber für ein anderes Modell umschreiben.
Autor: Andreas Lang (andi84)
Datum: 28.05.2008 16:27

> Irgend ein Intel PCI WLAN 2100 ...

Einfach mal mit modprobe den ipw2100-Treiber laden.
Dann steht sicher danach was im dmesg. Meine Vermutung liegt da dabei,
dass die Firmware fehlt. Evtl muss man noch von Intel die
Firmwaredateien runterladen, die aus Lizenzgründen oft nicht
standardmäßig beiliegen. Oft sind die auch im Paketmanager mit drin.

MfG
Andreas
Autor: Christoph Maurer (Firma privat) (mauralix)
Datum: 28.05.2008 16:34

Probleme gibt es schon wenn man eine SATA Festplatte hat und XP
installieren will. Dann muss man ein bisschen tricksen. Aber vielleicht
ist dies bei SP 3 nicht mehr nötig.
Autor: Ronny (Gast)
Datum: 29.05.2008 21:49

A propos Linux-Treiber...

Kennt jemand vielleicht eine Quelle für den SiS771 Chipsatz? Hab im
Moment noch den 2D-Treiber von Barros Lee drauf, damit geht zumindest
'ne höhere Auflösung als 1024*768, aber das gelbe vom Ei is er leider
auch nicht...
Autor: Niels (Gast)
Datum: 31.05.2008 15:08

Gefährliches Halbwissen ist hier unterwegs!

Windows Vista ist das beste Betriebssystem für Notebooks.
Zusammengefrickelte Open-Source Software hat dort nichts verloren.
Autor: Morin (Gast)
Datum: 31.05.2008 16:51

Casandro:
> Die Treiberproblematik ist unter Windows schon schlimm. Die einfachste
> Lösung ist hier einfach Linux zu installieren und dann Windows per
> VMware laufen zu lassen. Das klappt immer.

Niels:
> Windows Vista ist das beste Betriebssystem für Notebooks.
> Zusammengefrickelte Open-Source Software hat dort nichts verloren.

Ihr solltet euch zusammentun. Eure Aussagen sind ähnlich fundiert und
widersprechen beide der Erfahrung fast aller, die beides schonmal
probiert haben!

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