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Forum: Platinen Suche Lötstoplack

Autor: Marco (Gast)
Datum: 15.05.2008 16:11

Hallo!

Ich brauche Hilfe zum Verständnis von Lötstoplack. Also ich habe soeben
selber damit begonnen zu Ätzen und nun hab ich das Problem das wenn ich
nachdem ätzen, die Platine löten will mir der ganze zinn "ausläuft".
Dagegen habe ich mir eben einen "Lötlack" gekauft, aber der macht ja das
ausfliessen noch schlimmer.
Nun suche ich einen Lötstoplack, aber nicht etwas billiges wie z.B.
Nagellack oder Haarspray. Sondern etwas mit dem man kostengünstig
professinell lackieren kann.

Und da ich aus der schweiz komme hab ich folgenden Artikel:
https://www.distrelec.ch/ishopWebFront/catalog/pro...
gefunden
Aber kann ich das überhaupt auf meine geätzten Platinen anwenden? Ich
muss ja die Bauteile noch später einlöten können.
Laminieren möchte ich auch lieber nicht da ich mir noch zusätzlich so
ein Laminiergerät kaufen müsste.

Ich habe auch was von Lötstoplack mit Siebdruck gelesen. Aber ich finde
keine ausführliche Anleitung darüber, also Siebdruck ist für mich ein
Fremdwort.

Wie bringe ich einen guten Lötstoplack auf meine Platine ohne allzu
grossen Aufwand und ohne mir zusätzlich neue Geräte kaufen zu müssen?
Näturlich würde ich mir aber einen Spray oder eine Tube oder so kaufen.
Aber wie wendet man das an?
Autor: Stephan Watterott (Firma Watterott electronic) (welectronic) Benutzerseite
Datum: 15.05.2008 16:14

Hier ein Tip von der Bungard Website:

"wenn Sie ORIGINAL BUNGARD positiv Leiterplatten verwenden, gibt es für
Sie auch noch eine einfache, technische Alternative:

Schritt 1:
Ätzen Sie Ihre ORIGINAL BUNGARD LEITERPLATTE wie gewohnt.

Schritt 2: Belichten und entwickeln Sie den Positivresist nach dem ätzen
nochmals, diesmal unter Verwendung eines Negativfilms mit Ihren
Lötaugen.

Schritt 3:
Verzinnen Sie nun die offenen Lötpads mit BUNGARD SUR-TIN (chem. Zinn).
Der Fotoresist verbleibt auf allen Leiterbahnen und schützt diese.
Außedem dient er als Lötstoppmaske.

Dieser Lösungsansatz ist nicht weithin bekannt, führt aber ebenfalls zu
exzellenten Ergebnissen ohne Extrakosten!"
Autor: Marco (Gast)
Datum: 15.05.2008 16:29

Klingt super! Probier sofort morgen aus und meld mich wieder, vielen
dank für die schnelle Antwort
Autor: Stephan Watterott (Firma Watterott electronic) (welectronic) Benutzerseite
Datum: 15.05.2008 16:45

Ansonsten gibt es von Bungard ein Lötstoplaminat. Einfach mal bei
Bungard auf der Internetseite gucken. Ich wollte es eigenltlich in
meinen Shop mit aufnehmen, nur ist mir die Abnahmemenge im Moment etwas
viel.
Alternativ gibt es von Bungard jetzt einen Lötlack der grün ist.
Er lässt sich im angetrockneten Zustand gut löten, wenn er ausgehärtet
ist funktioniert er als Schutzlack und ist nicht mehr lötbar.

siehe hier:
http://watterott.net/shop/product_info.php?info=p3...
Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
Datum: 15.05.2008 17:09

Stephan Watterott wrote:

> Dieser Lösungsansatz ist nicht weithin bekannt, führt aber ebenfalls zu
> exzellenten Ergebnissen ohne Extrakosten!"

Naja nich wirklich, weil beim Loeten natuerlich eine Menge Dreck
entsteht (Loetperlen usw), die man dann nicht mehr abwaschen kann, da
der Fotolack nicht resistent genug ist. Das Ganze wird also sehr
unansehnlich. Gab kuerzlich einen Thread dazu.
Autor: Stephan Watterott (Firma Watterott electronic) (welectronic) Benutzerseite
Datum: 15.05.2008 17:14

OK, den habe ich nicht gelesen.
Habe es selbst auch noch nicht getestet, dann wird wohl der Lötlack oder
das Lötstoplaminat besser sein.
Autor: AC/DC (Gast)
Datum: 16.05.2008 00:36

@ Stephan Watterott
Gibt hier etwas vergleichbares, muß aber laminiert werden.

http://www.octamex.de/shop/?page=shop/flypage&...;

@Marco
>Ich habe auch was von Lötstoplack mit Siebdruck gelesen. Aber ich finde
>keine ausführliche Anleitung darüber, also Siebdruck ist für mich ein
>Fremdwort.

Beim Siebdruck benutzt man, wie der Name schon sagt, ein feinmaschiges
Gewebe das wie eine Malerleinwand in einem Rahmen aus Holz, meist
jedoch aus Alu durch einen Spezialkleber gespannt wird. Das Aufspannen
übernehmen teilweise Händler, die auch das restliche Zubehör anbieten.
Auf dieses Sieb wird eine flüssige UV-empfindliche Kopierschicht auf-
getragen die mittels Schwarzfilm mit Leistungsstarken UV-Lampen
belichtet werden. Dabei werden die Maschen undurchlässig. Nach dem
Auswaschen des Gewebes mit Chemikalien und dem abtrocknen werden
unbelichtete Stellen wieder durchlässig und man kann das Sieb in eine
Halterung (Drucktisch oder Druckmaschine)einspannen und mittels eines
Gummirakels Farbe durch das Gewebe quetschen das dann auf einen Träger
unter dem Sieb haften bleibt. Die Farbe dringt nur durch die Stellen im
Gewebe die freigewaschen wurden. Durch die Kopierschicht dringt dann
keine Farbe. Ist geeignet für Lötstoplack und Bestückungsdruck von
Plattenmaterial in der Massenproduktion. Dieses Verfahren verteuert die
Leiterplatten enorm (hohe Einrichtkosten). Als Alternative gibt`s das
Laminierverfahren das hier und in anderen Threads schon beschrieben
wurde und ideal für Prototypen ist. Der Vorteil des Laminierverfahrens
liegt in der Ersparniss teurer Prozessgeräte und Prozessschritte die
beim Siebdruck nötig sind.
Autor: Michael H* (-holli-)
Datum: 16.05.2008 01:22

hallo marco,
hab hier schon mal beschrieben, wie ich das mach:
Beitrag "Fragen zum Platinenätzen (Heizen, Einsteigersets,.)"
grüße, holli

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