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Forum: Mikrocontroller und Elektronik CAN-Interface mit galvanischer Trennung für Pandaboard (OMAP4)


Autor: Josef Raschen (josef_r)
Datum:
Angehängte Dateien:

Hallo zusammen,

Zur Zeit versuche ich für das Pandaboard (TI OMAP4430) eine kleine
Erweiterungsplatine für zwei CAN-Bus Schnittstellen zu entwerfen.
Aufgrund der Verfügbarkeit eines Linux-Treibers habe ich als Controller
den MCP2515 ausgewählt. Dieser wird per SPI an den OMAP4 angebunden. Als
Transceiver wollte ich den MCP2551 einsetzen.

Um den OMAP4 zu schützen soll außerdem eine galvanische Trennung
integriert werden. Die Trennung der Datenleitungen wollte ich mit einem
ADUM1402 realisieren, die der Spannungsversorgung mit einem
DC/DC-Wandler.

Ich würde mich freuen, wenn hier im Forum einer oder mehrere erfahrene
Bastler/Profis/Profi-Bastler einen Blick auf die Schaltung werfen
könnten, bevor ich mich an das Platinenlayout mache.

Bei der Auswahl des DC/DC-Wandlers bin ich mir außerdem noch nicht
sicher welches Modell ich da nehmen soll. Ich hatte den AM1S-0505SZ
(siehe
http://www.reichelt.de/Wandler-Module-DC-DC/SIM1-0...)
in Auge gefasst. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob dieser Wandler
geeignet ist. Vielleicht kann mir jemand ein besseres Bauteil nennen,
das nicht viel mehr als 5 Euro kostet und zumindest bei Farnell
lieferbar ist.

Danke schonmal,
Josef
Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator)
Datum:

Schau mal hier:

http://www.kreatives-chaos.com/images/206.png

Dort wurde das auch per DC/DC-Wandler von Reichelt gelöst und die
Schaltung funktioniert definitiv sehr gut. Der Typ müsste in der
Beschreibung stehen, aber ich meine, das wäre sogar Dein Vorschlag
gewesen.

Chris D.
Autor: Josef Raschen (josef_r)
Datum:

Chris D. schrieb:
> Schau mal hier:
>
> http://www.kreatives-chaos.com/images/206.png
>
> Dort wurde das auch per DC/DC-Wandler von Reichelt gelöst und die
> Schaltung funktioniert definitiv sehr gut. Der Typ müsste in der
> Beschreibung stehen, aber ich meine, das wäre sogar Dein Vorschlag
> gewesen.
>
> Chris D.

Du hast recht, das ist genau der AM1S-0505SZ. Allerdings wird dort noch
eine Filterschaltung an den Wandler gehangen. Ich hatte bisher nur einen
300 Ohm Widerstand an der Ausgangsseite, um den Wandler zu belasten. Ist
das Ausganssignal des Wandlers so schlecht, dass der Filter gebraucht
wird?

Was ich vielleicht noch erwähnen sollte: Die Schaltung sollte so robust
sein, dass man auch gefahrlos einen realen Fahrzeug-CAN-Bus anklemmen
könnte. Vielleicht kennt ja jemand die typischen Standard-Bausteine, die
im Automotive-Bereich eingesetzt werden.

Außerdem überlege ich grade, wie sinnvoll die LEDs an den
RX-/TX-Leitungen sind. Dank Bit-Stuffing dürften die LEDs auch wenn
nichts gesendet wird mit etwa 1/6 Helligkeit leuchten (zumindest fürs
Auge). Ob sich dann noch
Autor: Frank K. (fchk)
Datum:

Josef Raschen schrieb:

> Um den OMAP4 zu schützen soll außerdem eine galvanische Trennung
> integriert werden. Die Trennung der Datenleitungen wollte ich mit einem
> ADUM1402 realisieren, die der Spannungsversorgung mit einem
> DC/DC-Wandler.

http://www.ti.com/ww/de/analog/iso1050/index.shtml...

fchk
Autor: Josef Raschen (josef_r)
Datum:

Frank K. schrieb:
> Josef Raschen schrieb:
>
>> Um den OMAP4 zu schützen soll außerdem eine galvanische Trennung
>> integriert werden. Die Trennung der Datenleitungen wollte ich mit einem
>> ADUM1402 realisieren, die der Spannungsversorgung mit einem
>> DC/DC-Wandler.
>
>
http://www.ti.com/ww/de/analog/iso1050/index.shtml...
>
> fchk

Danke für den Tipp. Damit lässt sich die Schaltung deutlich
vereinfachen. Ich hoffe ich bekomme von TI 2 Stück davon als Sample,
denn die allgemeine Lieferbarkeit scheint ja noch nicht so gut zu sein.
Der einzige Grund warum der Transceiver offiziell nicht für für
Automotive-Anwendungen gedacht ist, wird wohl der Temperaturbereich
sein?
Autor: Frank K. (fchk)
Datum:

Josef Raschen schrieb:

> Der einzige Grund warum der Transceiver offiziell nicht für für
> Automotive-Anwendungen gedacht ist, wird wohl der Temperaturbereich
> sein?

Wahrscheinlich hat das Teil noch keine AEC100-Zertifizierung.

fchk
Autor: Josef Raschen (josef_r)
Datum:
Angehängte Dateien:

Da TI mir den ISO1050 möglicherweise Ende des Monats als Sample
zuschickt habe ich die Schaltung etwas umgebaut. Sollte doch so
funktionieren?
Autor: nowayback (Gast)
Datum:

Hallo Josef,
auch ich entwickle gerade eine CAN-Erweiterung für das Pandaboard auf
Grundlage des MCP2515 und ISO1050.
Dein Schaltplan sieht für mich stimmig aus. Zumindest mein Schaltplan
ist Deinem ganz ähnlich aufgebaut (bis auf den CAN-Connector und dass
ich nur einen CAN-Bus implementiere).
Welchen DC-Wandler verwendest Du denn für die galvanische Trennung? Ich
tendiere zu einem geregelten 2W-Traco-Wandler. Und wie verbindest du die
Extension mit dem Pandaboard? Es gibt ja leider keine 28poligen
Flachbandkonnektoren.
Wäre schön wenn Du auch die eagle-files für die Erweiterung noch mit
hochladen kannst.

Ansonsten gutes Gelingen!
Autor: Josef Raschen (josef_r)
Datum:

nowayback schrieb:
> Welchen DC-Wandler verwendest Du denn für die galvanische Trennung? Ich
> tendiere zu einem geregelten 2W-Traco-Wandler.

Ich überlege den AM1S-0505SZ einzusetzen da dieser bei Reichelt für 3,25
Euro zu bekommen ist. Als bessere Alternativen hatte ich den DCP010505B
(isoliert, nicht geregelt) oder den DCH010505S (isoliert, geregelt) von
TI ins Auge gefasst. Die kosten jedoch so zwischen 10 und 15 Euro.


> Und wie verbindest du die Extension mit dem Pandaboard? Es gibt ja leider
> keine 28poligen Flachbandkonnektoren.

Ich werde einfach eine längere Buchsenleiste nehmen und diese etwas
kürzen.

> Wäre schön wenn Du auch die eagle-files für die Erweiterung noch mit
> hochladen kannst.

Das kann ich gerne machen. Da unsere Schaltungen den gleichen Zweck
haben können wir die daraus ja auch gleich ein Projekt machen und das
ganze irgendwo auf einen svn-Server legen. Eventuell gibt es ja noch
weitere Interessenten. Vielleicht lohnt es sich die Pandaboard
Mailingliste einmal anzuschreiben.

Eventuell wollte ich auch noch einen Pegelwandler für UART und I2C sowie
einen RS232 Transceiver hinzuzufügen um diese Schnittstellen auch nutzen
zu können.
Autor: Josef Raschen (josef_r)
Datum:

Josef Raschen schrieb:
> Ich überlege den AM1S-0505SZ einzusetzen da dieser bei Reichelt für 3,25
> Euro zu bekommen ist. Als bessere Alternativen hatte ich den DCP010505B
> (isoliert, nicht geregelt) oder den DCH010505S (isoliert, geregelt) von
> TI ins Auge gefasst. Die kosten jedoch so zwischen 10 und 15 Euro.

Sorry, kleiner Fehler: die sind beide nicht geregelt. Der DCR010505 (15
Euro) ist geregelt. Das sind jeweils 1W Modelle. Da der ISO1050 laut
Datenblatt maximal 73 mA zieht, sollten die 200 mA des Converters für 2
Transceiver genügen.
Autor: nowayback (Gast)
Datum:

Hallo Josef,

das SVN-Repository ist auf alle Fälle eine gute Idee. Ich muss zwar
projektbedingt möglichst bald den Pandaboard-CAN-Adapter fertig stellen,
aber auf dessen Grundlage könnten man anschließend auch weitere
galvanisch getrennte Schnittstellen hinzufügen. Hast du einen
SVN-Server/Mailingliste zur Verfügung?
Autor: Josef Raschen (josef_r)
Datum:

nowayback schrieb:
> Hallo Josef,
>
> das SVN-Repository ist auf alle Fälle eine gute Idee. Ich muss zwar
> projektbedingt möglichst bald den Pandaboard-CAN-Adapter fertig stellen,
> aber auf dessen Grundlage könnten man anschließend auch weitere
> galvanisch getrennte Schnittstellen hinzufügen. Hast du einen
> SVN-Server/Mailingliste zur Verfügung?

Einen eigenen SVN-Server habe ich leider nicht zur Verfügung. Ich werde
igendwann in den nächsten Tagen (hoffentlich noch diese Woche) ein
Projekt bei Gitorious (also git und kein svn) aufsetzen und meine
Dateien hochladen.

Aber zumindest den Schaltplan habe ich schonmal hier hochgeladen:
http://www.raschen.org/Elektronik/omapcan/omapcan_...
Beitrag #2247527 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Josef Raschen (josef_r)
Datum:

Zuckerle schrieb im Beitrag #2247527:
> Also:
>
>  Der Terminator ist doch wohl Käse oder?
>  60R über 4n7 hängen immer an einer CAN-Leitung, damit
>  wirst du nicht glü+cklich.
>
>  Die Leds bringen auch nix. Sind ständig an und gehen
>  mit jedem Bit auf L. Was willst da den sehen?

Zunächst einmal vielen Dank für die Rückmeldung.

Für die Terminierung habe ich mich nur an die Empfehlung gehalten eine
"Split Termination" (keine Ahnung wie die korrekte deutsche Bezeichnung
ist) einzubauen. Sollte doch eigentlich so funktionieren?
(http://ww1.microchip.com/downloads/en/AppNotes/00228a.pdf Seite 9-10)

Das Problem mit den LEDs hatte ich bereits erkannt und die LEDs an den
RX0BF-Pin gehangen (siehe zweite Version des Schaltplans), dessen
Zustand ich über SPI programmieren kann. Ich wollte mich aber noch
einmal schlau machen, ob der Linux-Treiber des MCP2515 irgendetwas in
der Richtung schon vorsieht und die Schaltung eventuell nochmal
anpassen.
Autor: Josef Raschen (josef_r)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bei Gitorious habe ich jetzt ein Projekt für die PandaBoard CAN-Bus
Erweiterung erstellt: https://gitorious.org/pandaboard-can-expansion

Letzte Änderungen an der Schaltung:
- DC/DC Converter: Die günstige, ungeregelte Variante von Reichelt mit
100nF Kondensatoren an Ein- und Ausgangsseite sowie einer Standardlast
mit 300 Ohm.
- RS232 Interface mit TXS0102 für die Pegelwandlung von 1.8V auf 5V (und
umgekehrt) sowie MAX3232 als Transceiver.
Autor: nowayback (Gast)
Datum:
Angehängte Dateien:

Hallo Josef,

hast du schon den CAN-Controller erfolgreich mit Linux auf dem
Pandaboard anbinden können?
Ich habe sowohl SPI und MCP2515-Support im Kernel aktiviert und die
board-Datei um die SPI und MCP2515-Routinen erweitert. Jedoch schlägt
das Kompilieren des Kernels fehl, weil Attribute wie ".model" im SPI
struct nicht bekannt sind.
Bisher fehlt mir das Wissen um Linux, deswegen habe ich die board-Datei
nur anhand von Anleitungen umschreiben können
(https://www.ridgerun.com/developer/wiki/index.php/...),
womit ich bisher aber keinen Erfolg hatte. Wie bist du vorgegangen? Bin
für Ratschläge sehr dankbar :)
Meine bisherige board-Datei (/usr/src/linux/arm/mach-omap2/) habe ich in
der Anlage beigefügt.
Autor: Josef Raschen (josef_r)
Datum:
Angehängte Dateien:

Sorry, die Softwareseite des Projektes habe ich mir noch nicht so genau
angesehen. Ich war bisher davon ausgegangen, dass das Aktivieren der
Treiber in der Kernel-Config genügt.

Ich hänge im Moment noch bei dem Layout des Boards fest. Um die
Herstellungskosten gering zu halten versuche ich das Board auf einer
zweiseitigen Platine mit je einem Layer pro Seite zu realisieren. Statt
echten Durchkontaktierungen werden nur manuelle Lötverbindungen genutzt.
Das hat sich aber als gar nicht so einfach erwiesen. Den letzten Stand
habe einmal angehängt. Ich weiß nicht ob das so klug ist, aber ich
versuche die Versorgungsleitungen (1.8V, 5V, GND) auf dem Bottom-Layer
zu verlegen und die Signalleitungen auf dem Top-Layer, um mit den
SPI-Signalen nicht das Layer wechseln zu müssen.
Stellt das eigentlich ein Problem für die SPI-Signale dar, wenn die
Länge der Leitungen um wenige cm variiert? Der Einfluss auf die
Signallaufzeit sollte doch bei 10 MHz (was wohl ca. 20 m Wellenlänge in
Kupfer entspricht, sofern ich mich da jetzt nicht verrechnet habe)
vernachlässigbar sein?
Autor: Josef Raschen (josef_r)
Datum:

nowayback schrieb:
> Hallo Josef,
>
> hast du schon den CAN-Controller erfolgreich mit Linux auf dem
> Pandaboard anbinden können?
> Ich habe sowohl SPI und MCP2515-Support im Kernel aktiviert und die
> board-Datei um die SPI und MCP2515-Routinen erweitert. Jedoch schlägt
> das Kompilieren des Kernels fehl, weil Attribute wie ".model" im SPI
> struct nicht bekannt sind.
> Bisher fehlt mir das Wissen um Linux, deswegen habe ich die board-Datei
> nur anhand von Anleitungen umschreiben können
>
(https://www.ridgerun.com/developer/wiki/index.php/...),
> womit ich bisher aber keinen Erfolg hatte. Wie bist du vorgegangen? Bin
> für Ratschläge sehr dankbar :)
> Meine bisherige board-Datei (/usr/src/linux/arm/mach-omap2/) habe ich in
> der Anlage beigefügt.

Hier gibt es eine Erweiterung für ein OMAP3-Board, welches ebenfalls den
MCP2515 nutzt:
http://labs.igep.es/index.php/Category:IGEP0022
Da gibt es auch einen modifizierten Kernel, mit dem das Board
funktionieren müsste:
http://git.igep.es/?p=pub/scm/linux-omap-2.6.git;a=summary
Hier sind noch ein paar Hinweise zu dem Kernel und dem Board zu finden:
http://labs.igep.es/index.php/Linux_Kernel_2.6.35.y

Vielleicht lässt sich da herausfinden, was zu tun ist, um den MCP2515
ans Laufen zu bekommen.
Autor: Felix O. (felix_o)
Datum:

Hi,

Josef Raschen schrieb:
> Hier gibt es eine Erweiterung für ein OMAP3-Board, welches ebenfalls den
> MCP2515 nutzt:
> http://labs.igep.es/index.php/Category:IGEP0022
> Da gibt es auch einen modifizierten Kernel, mit dem das Board
> funktionieren müsste:
> http://git.igep.es/?p=pub/scm/linux-omap-2.6.git;a=summary
> Hier sind noch ein paar Hinweise zu dem Kernel und dem Board zu finden:
> http://labs.igep.es/index.php/Linux_Kernel_2.6.35.y
>
> Vielleicht lässt sich da herausfinden, was zu tun ist, um den MCP2515
> ans Laufen zu bekommen.

Bei konkreten Fragen, zu dem mpc251x SocketCAN treiber hilft sicher auch
die passende Liste weiter: linux-can@vger.kernel.org

Bei Problemen beim Kompilieren, einfach mal den letzten Stand aus dem
SocketCAN Respository probieren:

http://svn.berlios.de/svnroot/repos/socketcan/trunk

und auftretende Fehler ggf. posten.

Achtung: Das Repository wird demnaechst umgezogen.

Wie ist der Stand des unter

https://gitorious.org/pandaboard-can-expansion

eingecheckten Boards? Ich komme eher von der Softwareseite und kann die
Schaltung nicht beurteilen. Funktioniert das Board soweit, dass man es
nachbauen kann, oder sind noch Aenderungen notwendig?

Danke und Gruss,

Felix
Autor: Josef Raschen (josef_r)
Datum:

Felix O. schrieb:
> Wie ist der Stand des unter
>
> https://gitorious.org/pandaboard-can-expansion
>
> eingecheckten Boards? Ich komme eher von der Softwareseite und kann die
> Schaltung nicht beurteilen. Funktioniert das Board soweit, dass man es
> nachbauen kann, oder sind noch Aenderungen notwendig?

Danke für die Rückmeldung.

Da ich im Moment in den letzten Wochen meiner Diplomarbeit bin, hat sich
an dem Board zuletzt nicht mehr viel getan. Fertig ist es also leider
noch nicht. Ich hatte das Layout auch nochmals völlig ändern müssen. Die
Erweiterungsplatine soll jetzt unter das Pandaboard. Dadurch habe ich
mehr Platz. Mit der bisherigen Lösung würde ich mit einer zweiseitigen
Platine wahrscheinlich nicht auskommen. Und eine Multilayer Platine
würde mein Budget sprengen (zumal die die Gratis-Version von Eagle, die
ich verwende, dies nicht unterstützt).
Autor: flavy (Gast)
Datum:

Hallo,

ich bin auf der Suche nach einem CAN Board, dass ich an ein PandaBoard
anschließen, aber auch mal mit anderen µCs verwenden kann. Dadurch bin
ich hier gelandet.

Meine Frage ist, ob es einen technischen Grund gibt warum der MCP2551
und der ADUM1402 durch den ISO1050 ersetzt wurde oder ob Bauteile
gespart werden sollten. Hier geht es mir vor allem um die
Beschaffungsmöglichkeit via Reichelt.

Zweite Frage: Für was ist der AT24C01 vorgesehen? Ist dieser für den CAN
Betrieb notwendig?

Wenn im Schaltplan jetzt nichts mehr fehlt, würde ich auf dieser Basis
ein Board für mich entwerfen.

Viele Grüße
    flavy
Autor: Josef Raschen (josef_r)
Datum:

flavy schrieb:
> Meine Frage ist, ob es einen technischen Grund gibt warum der MCP2551
> und der ADUM1402 durch den ISO1050 ersetzt wurde oder ob Bauteile
> gespart werden sollten. Hier geht es mir vor allem um die
> Beschaffungsmöglichkeit via Reichelt.

Der Grund war tatsächlich die Vereinfachung der Schaltung (und die
Tatsache, dass TI so nett war mir kostenlose Muster zu schicken). Der
ISO1050 ist aber mittlerweile für 5 Euro auch bei hbe-shop.de zu
bekommen.

> Zweite Frage: Für was ist der AT24C01 vorgesehen? Ist dieser für den CAN
> Betrieb notwendig?

Das EEPROM wird genutzt um das Board per Software identifizieren zu
können, ist aber für prinzipiell nicht notwendig. Das wird aber für
BeagleBoard/PandaBoard Erweiterungen so empfohlen:
http://elinux.org/BeagleBoardPinMux#Expansion_boards

> Wenn im Schaltplan jetzt nichts mehr fehlt, würde ich auf dieser Basis
> ein Board für mich entwerfen.

Dass der Schaltplan funktioniert kann ich leider noch nicht garantieren,
da ich meinen Prototypen noch nicht gebaut habe. In den letzten Tagen
habe ich das Board-Layout noch ein wenig überarbeitet und werde als
nächstes mit einem 1:1 Ausdruck die mechanische Kompatibilität zum
PandaBoard noch einmal überprüfen. Danach lasse ich die Platine
fertigen. Ich hoffe nur, dass ich dann nicht am Löten der SMD-Teile
scheitere.

Die aktuelle Version von Schaltplan und Board gibt es in meinem
Gitorious-Projekt:
http://gitorious.org/pandaboard-can-expansion/pand...

Grüße
Josef
Autor: flavy (Gast)
Datum:

Hi ich bins nochmal,

ich hätte noch eine Frage zur Beschaltung des MCP2515. Es geht um den
Clock der beiden CAN Controller. Der wird in deinem Schaltplan einmal
erzeugt und für beide Controller verwendet.

Müssen die beiden Controller synchron laufen oder ist dies auch auf eine
Vereinfachung zurückzuführen. Ich würde gerne aus Modularitätsgründen
die beiden Takte getrennt generieren, deshalb wollte ich nachfragen ob
dem technisch etwas im Weg steht.

Leider findet man zu Dual-Schaltungen sehr wenig Informationen.

Dennoch viele Grüße und ein schönes Wochenende
    flavy
Autor: Josef Raschen (josef_r)
Datum:
Angehängte Dateien:

flavy schrieb:
> Müssen die beiden Controller synchron laufen oder ist dies auch auf eine
> Vereinfachung zurückzuführen. Ich würde gerne aus Modularitätsgründen
> die beiden Takte getrennt generieren, deshalb wollte ich nachfragen ob
> dem technisch etwas im Weg steht.


Ich habe das aus Platzgründen gemacht. Für eine separate Takterzeugung
jedes Controllers sehe ich eigentlich keine Hindernisse.

Mein Board ist übrigens mittlerweile so weit, dass es zum PCB-Fertiger
gehen kann (siehe Anhang). Ich hoffe nur, dass ich alle Fehler gefunden
habe, und keinen teuren Elektro-Schrott produziere.
Autor: flavy (Gast)
Datum:

Hi Josef,

mir sind noch ein paar Sachen aufgefallen bei deinem Schaltplan,
vielleicht sind die für dich interessant bevor du die Platine fertigen
lässt.

Bei den Abschlusswiderständen ist mir aufgefallen, dass es keine 60Ohm
Widerstände (E12 E24) gibt. Mir fallen da zwei Möglichkeiten ein um
dieses Problem zu lösen. Entweder man kauft einen Haufen 5%tige 62Ohm
Widerstände misst diese aus oder man schaltet zwei 120Ohm Widerstände
parallel (hab ich so in meinem Schaltplan gemacht).

Und das Andere was mir aufgefallen ist, ist die Beschaltung des DCDC
Wandlers das Datenblatt schlägt 4.7µF am Vin und 10µF am Vout vor um den
Ripple zu reduzieren. Eher eine Schönheitsentscheidung ;-)

Ansonsten ist mir nix weiter aufgefallen und ich hab den Schaltplan bis
auf die angesprochenen Punkte 1:1 übernommen.

Viele Grüße
    flavy
Autor: A. K. (prx)
Datum:

flavy schrieb:

> Bei den Abschlusswiderständen ist mir aufgefallen, dass es keine 60Ohm
> Widerstände (E12 E24) gibt.

Aber 62er. Übertreib es dabei nicht, deine Verkabelung wird auch keinen
auf 1% genauen Wellenwiderstand haben.

Ausserdem ist der C inmitten der beiden 60er nicht unbedingt zwingend.
Erst recht nicht, wenn dessen GND möglicherweise Schmutz einkoppelt.
Autor: Josef Raschen (josef_r)
Datum:

59 Ohm Widerstände mit 1% Toleranz müssten es eigentlich auch tun. Aber
du hast schon recht, über dieses Detail hatte ich nicht nachgedacht.
Alternativ kannst du statt den beiden Widerständen einfach einen mit 120
Ohm nehmen und den Kondensator weglassen. Wenn ich ein Oszilloskop hätte
würde ich mit den verschiedenen Varianten dann einmal experimentieren.
Der Einfluss auf das Signal würde mich schon einmal interessieren.

Die Kondensatoren am DC/DC-Wandler könnten tatsächlich etwas größer
gewählt werden. Aber man kann ja mittlerweile problemlos auch 0805er
Kondensatoren mit mehreren µA bekommen, so dass ich da nichts mehr
ändern brauche und nur etwas anderes Auflöten.

Vielen Dank für die Hinweise.
Autor: Josef Raschen (josef_r)
Datum:
Angehängte Dateien:

Ein kurzes Statusupdate:

Das PCB ist gefertigt worden und schaut gut aus. Bei einem Bauteil (IC9)
fehlte in meinem brd-File noch das Lötstopplayer. Der aufmerksame
Mitarbeiter von M&V Leiterplatten hatte das aber noch rechtzeitig
bemerkt und nach Rücksprache behoben. Im git-Repository werde ich die
Änderung auch noch einpflegen.

Ich kaufe im Moment die letzten Bauteile zusammen und werde hoffentlich
nächsten Samstag mit dem Löten beginnen.
Autor: Frank K. (fchk)
Datum:

Josef Raschen schrieb:

> Ich kaufe im Moment die letzten Bauteile zusammen und werde hoffentlich
> nächsten Samstag mit dem Löten beginnen.

Ich mache es immer umgekehrt - zuerst die Bauteile beschaffen, dann noch
einmal die Footprints überprüfen, und dann erst das Layout rausgeben.
Schlechte Erfahrungen...

fchk

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