Noch einige Tips zur Realisirungn der Kamera:
Wir haben wie erwhnt nur mit dem Chip 4164 von NEC experimentiert, was aber
nicht bedeutet, da andere nicht geeignet wren.
Bei Verwendung anderer Chips ist folgendes zu beachten:
   1. bei lteren Chips sind evt. noch andere Versorgungsspannungen als
      5V ntig.

   2. 256k oder noch grere Chips bentigen 9 oder mehr Adressleitungen
      und sind nicht mehr so einfach mit der parallelen Schnittstelle zu
      verwenden. Entweder berlegt man sich eine andere Adressierungs-
      technik, oder man legt die Adressbits 8 und hher auf einen festen
      Pegel und nutzt nur einen Teil des Speichers. Da das DRAM in
      einzelne Matrizen aufgeteilt ist, ist im Betrieb sowieso nur die
      Verwendung einzelner Matrizen sinnvoll, da die Lcken dazwischen
      stren.

   3. Um den Chip umfassend zu untersuchen sind INITRAM, LESERAM und
      ANZEIGE so umzuschreiben, da der gesamte (adressierte) Speicher-
      inhalt genutzt wird.

   4. Jetzt heit es herauszufinden, welchen logischen Zustnden Ladung
      in den Speicherzellen entspricht.

      ohne Optik:

       1. Initialisieren

       2. Belichten (50 bis 500 ms bei 1 bis 2 m Abstand zu einer 40
          bis 100 Watt-Birne)

       3. Lesen

       4. Anzeigen
          Die Speicherzellen des DRAMs, in denen sich der Zustand gendert
          hat wurden richtig initialisiert.
          Einer logischen Eins mu nicht einer Ladung entprechen; ob eine
          Null oder eine Eins geschrieben werden soll mu aus der Spalten-
          und Zeilenadresse berechnet werden.
          In der Testphase ist es sinnvoll, die Initialisierungs- und Lese-
          routine in Pascal zu schreiben und erst spter in Assembler zu
          bersetzen.

       mit Optik:

       5. Ein einfaches Objekt (weier Kreis auf schwarzem Grund oder
          hnliches) wird auf dem Chip mglichst scharf abgebildet.
          Mglicherweise sind benachbarte Zeilen und Spalten, vielleicht
          auch weiter entfernte Bereiche vertauscht.
          Dies zu korrigieren ist eine uerst langwierige aber unbedingt
          notwendige Sache.
          Beim Testen schreibt man sich am besten eine eigene Korrektur-
          routine, spter ist es sinnvoll diese Korrektur bereits in der
          Leseroutine zu implementieren.

          Leseroutine mit Korrektur:

type Feld = Array[0..255,0..31] of Byte;

function zeile(z : byte) : byte;
begin
   zeile := ...
end;

function spalte(s : byte) : byte;
begin
   spalte := ...
end;

procedure LeseRam(var Ergebnis : Feld);
var i,j,h : byte;
begin
    lscheErgebnisFeld;
    for i := 0 to 255 do         {alle Zeilen}
        for j := 0 to 255 do     {alle Spalten}
        begin
            zeilenadresse := zeile(i);   {Berechnung der korrekten Zeilen-}
            spaltenadresse := spalte(j); {und Spaltenadresse}

            h := LeseBit(zeilenadresse,spaltenadresse);
                                         {einzelnes Bit steht in Hilfsvariable}

            Ergebnis[i,j div 8] := (Ergebnis[i,j div 8] shl 1) + h;
                                         {und wird in Ergebnis geschoben}
        end;
end;

   6. Die Reihenfolge, in der die Zeilen und Spalten gelesen werden,
      sollte man auch in der Initialisierung bernehmen, damit die
      Belichtungszeiten fr alle Bildpunkte gleich ist.

   7. Zum Prparieren der DRAMs: Das erwhnte Sgen ist vielleicht nicht
      unbedingt die beste Methode, da Metallstaub auf die Obeflche
      gelangen kann. Besser ist es, mit einem scharfen Messer einen
      kleinen Schlitz in den Deckel zu schneiden und mit einer kleinen
      Zange das Blech vorsichtig abzuziehen. Als Abdeckung eignen sich
      mit dem Glasschneider zurechtgeschnittene Objekttrger.

   8. Die Chips sind im allgemeinen mit einem Schutzlack versehen, der
      entweder klar ist oder eine rotschwarzen Farbton hat. Der Lack auf von
      uns getesteten Chips war allerdings immer ausreichend transparent.

   9. Bei sehr starker Beleuchtung tritt ein photovoltaischer Effekt auf:
      leere Speicherzellen, erhalten eine Ladung.

  10. Die Empfindlichkeit des Chips (NEC) betrgt etwa 10-20 ASA, abhngig
      von der Farbe des Lichts (im roten Bereich ist der Chip empfindlicher).

  11. Die Empfindlichkeit lt sich durch Initialisierung mit einer
      niedrigeren Spannung (3V statt 5V) evt. steigern. Versuche in dieser
      Richtung interessieren uns.

  12. Tips zur Verbesserung der Soft- und Hardware sind uns willkommen.
